Twitter und die #Hashtags

Twitter und die #Hashtags

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine der wichtigsten Mittel, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, oder auch das eigene Anliegen darzustellen, sind die sogenannten Hashtags.

Schauen wir uns das doch mal näher an.

Kurze Vorgedanken

Hashtags gehören zu Twitter, wie die kurzen Nachrichten und dass taggen. Damit kannst Du eben mit anderen in Kontakt treten, Leute auf Dich aufmerksam machen oder sie auch um Hilfe bitten.

Und das tolle ist, ein Zeichen und aus jedem Wort kann ein Hashtag werden.

Was ist ein Hashtag?

Ein Hashtag besteht aus zwei Teilen. Einmal einem x-beliebigen Wort, wie zum Beispiel Hashtag. Davor, ohne ein Leerzeichen, kommt das Zeichen #. Das steht im deutschen für Nummer, im englischen halt für Hashtag. In unserem Beispiel würde das dann so stehen: #Hashtag.

Auf Twitter kannst Du dann die Hashtags als Links benutzen. Wenn Du auf diese Worte klickst, öffnet sich ein neuer Kanal (je nach Einstellung und mit welchem Programm Du arbeitest) und Du siehst alle Tweets, die mit einem bestimmten Hashtag veröffentlicht wurden.

Einen Hashtag erkennst Du daran, dass sie in blauer Farbe angezeigt werden. Genauso, wie ein Link. Hier ein Beispiel vom Nornennetz mit Links, Tags und eben Hashtags.

Warum kannst / solltest Du Hashtags benutzen?

Natürlich kannst Du Twitter benutzen, ohne jemals ein Hashtag zu benutzen. Irgendwie finden Dich die Leute auch, sofern sie nach Teilen aus Deinem Tweet suchen.

Vor etwas zwei Jahren schrieb ich über meinem Lieblingscomiczeichner. Dabei habe ich seinen Namen nicht als Hashtag benutzt, sondern nur als einfache Wörter aufgeschrieben. Trotzdem hat tatsächlich eben dieser Comicbuchautor einen Tweet gefunden und geliked (er stammt aus den U.S.A. nebenbei erwähnt). Das geht. Aber mit einem Hashtag ginge das sicherlich schneller.

Mit einem Hashtag kannst Du eine Bewegung unterstützen, wie zum Beispiel #MeToo. Du kannst Werbung für etwas machen, zum Beispiel Deinem Buch oder eine Aktion an der Du teilnimmst. Es können auch Netzwerke sein, wie zum Beispiel das #Nornennetz. Oder Du bittest mit einem Hashtag um Hilfe, zum Beispiel mit #PlsRT (also Please Retweet, bitte teile) oder #Followerpower (entweder, weil jemand um Antworten bittet oder um weiterverbreiten eines Tweets).

Du kannst Dich also mit einem Hashtag positionieren, Deine Einstellung zeigen, erklären, was Du gerade machst (#AmWriting) oder was auch immer Dir wichtig ist. Dadurch kannst Du ein Statement setzen. Oder Dich mit anderen verbinden.

Nehmen wir an, Du schreibst gerne #Steampunk Geschichten. Dann kannst Du diesen Hashtag benutzen, um Dich mit anderen Autor:innen zu verbinden, die ebenfalls dieses Genre mögen.

Sie können auf den #Steampunk Hashtag klicken und sehen dann irgendwann Deinen Tweet. Darüber finden Sie auch Dich. Wenn den Personen gefällt, was sie sonst noch auf Deinem Kanal finden, werden sie Dir folgen.

Klar, irgendwann könnte es sein, dass sie trotzdem auf Deinem Tweet kommen. Aber das ist nie garantiert. Und es würde um einiges länger dauern. Mit Hashtags kannst Du Dich mit anderen Leuten verbinden.

Lohnt sich ein Hashtag wirklich?

Regelmäßig teile ich Tweets, in denen um Hilfe gebeten wird oder, die doch bitte für die größere Reichweite geteilt werden soll, mit dem Hashtag #Followerpower. Es gibt einen Account, der automatisch alle Beiträge teilt, in dem dieses Hashtag auftaucht.

Dadurch sind auch Leute auf diese Tweets von mir aufmerksam geworden, die mir nicht folgen. Und diese haben die Tweets auch geteilt. Es hat sich in diesem Fall auf alle Fälle gelohnt.

In meinen Augen können sich Hashtags durchaus lohnen. Und wenn eines besonders häufig benutzt wird, kann es passieren, dass dieses in den Trends auftaucht. Damit kannst Du für ein bestimmtes Thema noch einmal Aufmerksamkeit generieren.

Es mag sein, dass es für Bücher schwerer ist, in den Trends aufzutauchen (diese siehst Du auf der Twitter Startseite). Aber nicht unmöglich.

Welche Hashtags kannst Du nutzen?

Theoretisch kannst Du jedes Wort in Deinem Tweet als Hashtag schreiben. Das ist aber etwas, was ich Dir nicht empfehlen kann. Deine Tweets werden unleserlich und schlimmstenfalls uninteressant. Ganz unter uns, ich würde solche Tweets schlichtweg ignorieren.

In einem #Tweet kannst Du jedes wichtige Wort in einem #Hashtag verwandeln. Damit sorgst Du schon einmal für #Aufmerksamkeit. Zudem kannst Du noch weitere #Hashtags getrennt einbauen. Wenn Du an Deinem #Roman schreibst, könntest Du #AmWriting oder #WritingFantasy nutzen, um nur zwei #Beispiele zu nennen.

Du kannst auch viele Hashtags aus dem Englischen nehmen. Diese finden im deutschsprachigen Raum durchaus ihre Beliebtheit. Und ja, ich muss gestehen, diese sind häufig auch kürzer.

Schreib Deine Genres als Hashtags. Deine Buchtitel oder auch Arbeitstitel. Alternativ Deinen Autor:innennamen. Oder Hashtags, die Du selbst erschaffen hast.

Ja, es ist auch völlig in Ordnung, wenn Du eigene Hashtags kreierst. Wichtig ist dann natürlich, dass Du diese regelmäßig benutzt. Damit baust Du Deinen Brand entsprechend nach und nach auf.

Einige wichtige Punkte zum Hashtag

Wenn Du ein Hashtag nutzt, wäre es schön, wenn Du einige Punkte beachten könntest.

Kurz und bündig ist immer gut

Natürlich kannst Du Hashtags benutzen, welche alle 280 Zeichen in einem Tweet ausnutzt. Das wäre aber schwer zu lesen. Daher empfehle ich, dass Dein Hashtag kurz und bündig ist. Das sorgt dafür, dass dieser lesbar ist und sich auch leicht zu merken ist. Und ja, auch von Dir selbst. Je komplizierter Dein Hashtag ist, desto schwerer kann es bei einigen Personen sein, dass sie sich an ihren eigenen Hashtag erinnern.

Es gibt auch längere Hashtags, die funktionieren. Wichtig ist aber, dass dieser in sich stimmig ist. Ansonsten würde ich das nicht machen. Also wäre es gut, wenn Du das ausgeglichen behältst.

Großbuchstaben

Nicht alle Menschen können gut sehen, oder überhaupt. Um trotzdem am Internetleben teilzunehmen, werden sie von Programmen unterstützt. Diese benötigen jedoch Unterstützung von Dir.

Daher ist es gut, wenn Du jedes neue Wort großschreibst. Ja, auch dann, wenn es grammatikalisch nicht korrekt ist. Denn diese Programme können diese Großbuchstaben besser finden und dann eine Pause einfügen. Damit wird das Wort leiser auswertbar für diese Programme.

Ein Beispiel: #ichprokrastinierejetzteinwenig

Seien wir mal ehrlich, das ist wirklich schwer zu lesen für Leute, die sehen können. Also ich hab damit Probleme. Jetzt will ich gar nicht wissen, wie es sich anhört, wenn ein Programm versucht, DAS vorzulesen versucht.

Daher wäre es toll, wenn Du dann solche Hashtags wie folgt schreibst: #IchProkrastiniereJetztEinWenig.

Ja, ich diskutiere nicht darüber, dass es grammatikalisch nicht richtig ist. In diesem Fall ist das aber auch völlig in Ordnung. Im restlichen Tweet kannst Du dann die korrekte Rechtschreibung verwenden. Da aber zwischen den Worten immer ein Leerzeichen zu finden ist, ist das kein Problem. Nur bei den Hashtags wäre es schön, wenn Du jedes Wort groß anfängst.

Es gibt Diskussionen, ob das erste Wort trotzdem klein geschrieben werden kann. Für mich habe ich entschieden, auch dieses Wort groß zu schreiben. Sicher ist sicher.

Abschlussgedanken

Hashtags sind glücklicherweise keine Wissenschaft. Probiere Dich einfach aus, um zu sehen, was für Dich funktioniert und welche Hashtags Du zukünftig nutzen möchtest.

Und wie immer, Social Media ist eine Mitmachesache. Bring Dich ein, nutze die Hashtags und sei ein Teil von allem. Alles andere gibt sich dann.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Exposé und Leseprobe

Exposé und Leseprobe

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn es etwas gibt, wovor viele Autor:innen regelrechte Angst haben, dann dürfte es wohl das Exposé sein – neben dem Klappentext. Daher schauen wir uns doch das Thema genauer an.

Kurze Vorgedanken

Zugegeben, ich bin vermutlich nicht die beste Quelle, um zu erklären, wie man ein Exposé schreibt. In erster Linie auch deswegen, weil ich meine Werke eher im Selfpublishing veröffentlichen möchte. Da ist so etwas nicht notwendig.

Doch zur Beitragsreihe rund um den Verlag ist ein Exposé ein entsprechendes Muss. Daher habe ich recherchiert und diesen Beitrag entsprechend aufgebaut. Aber Achtung, hierbei handelt es sich nicht um die Grundlagen für einen garantierten Vertrag. So etwas kann Dir niemand garantieren.

Und wenn doch, ich würde zumindest meine Zweifel haben.

Was ein Exposé (nicht) ist

Man kann ein Exposé als eine Art Inhaltsangabe eines literarischen Werkes beschreiben. Hierbei sollen die Grundidee und der grobe Handlungsverlauf vorgestellt werden. Das bedeutet, dass nicht jeder rote Faden aufgenommen wird, sondern der Hauptverlauf. Dabei werden keine Dialoge oder sonstige Einzelheiten aufgeführt. Im Exposé skizzierst Du die Hauptfiguren und*oder gibst die thematische Grundlinie Deines Romans wieder.

In einem Exposé wird also die Ideen des Romans, die Handlung und die wichtigen Figuren beschrieben (Haupt- wie wichtige Nebenfiguren, der Rest fällt unter dem Tisch). Weiterhin sollte man dort Informationen zur Zielgruppe einfügen, damit Dein zukünftiger Verlag, Deinen Roman einordnen kann.

Du kannst gerne jederzeit ein Exposé schreiben, zum Beispiel, um zu sehen, ob Deine Geschichte in sich stimmig ist. Häufig ist es so, dass sich Fehler bemerkbar machen, wenn man die Geschichte nacherzählt. Aber ansonsten ist das Exposé wichtig, wenn Du Dein Werk bei einem Verlag vorstellen möchtest.

Mit Hilfe des Exposés kann die Lektorin oder der Lektor feststellen, ob die Idee überzeugend ist und sich verkaufen lässt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Du bei einem Verlag unterkommst, ohne ein Exposé zu schreiben, kannst Du als eher gering einschätzen. In meinen Internetjahren habe ich von nur einer Autorin gehört, die das geschafft hat. Sie hatte danach ein Sachbuch veröffentlicht.

Dein Exposépaket dürfte aus drei bis vier Elementen bestehen:

  • Das Anschreiben
  • Das Exposé
  • Eine Leseprobe
  • Autor:innenvita mit bisherigen Veröffentlichungen
    (sowohl Verlags- als auch Selfpublishingtitel, Titel im DKZV würde ich selbst verschweigen, genauso wie Titel unter einem Pseudonym, die Du am liebsten niemals mehr erwähnen möchtest).

Wir schreiben ein Exposé

Glücklicherweise gibt es keine fixen Regeln, wie Dein Exposé auszusehen hat. Daher hast Du einige Freiheiten. Aber Du solltest vor dem Schreiben die Verlagsseite aufrufen. Manche legen auf bestimmte Daten im Exposé Wert. Diese solltest Du dann unbedingt aufführen. Einige Verlage machen es sich zur Regel, wer die Regeln nicht lesen kann, fliegt sofort raus. Riskiere das nicht unnötig.

Ansonsten gibt es ein paar Eckdaten, an die Du Dich orientieren kannst. Dann fällt das Schreiben (hoffentlich) nicht ganz so schwer.

Deine Kontaktdaten (E-Mail, Adresse, Telefon, Mobilnummer). Beim Namen bleibst Du am besten bei dem, der in Deinem Ausweis und am Ende im Vertrag steht. Man kann also sagen, es geht hier um die möglichen Vertragsdaten. Diese solltest Du ruhig auf jeder Seite vermerken. Dafür eignet sich die Fußzeile besonders gut. Sollte dem Lektorat Deine Unterlagen aus der Hand fallen, können sie Dich immer noch kontaktieren. Denn sie finden immer Deine Daten.

Der (Arbeits-) Titel Deines Romans oder Sachbuches. Dies kann durchaus die Grundlage für den Titel sein, mit dem am Ende Dein Roman veröffentlicht wird. Aber es kann passieren, dass der Verlag Deinem Baby einen anderen Titel gibt. Rechne am besten mit beiden.

Dein Pseudonym, den Du nutzen möchtest. Ansonsten Dein Autor:innenname.

Das Genre, in dem Dein Roman einzuordnen ist. Achtung, bei Verlagen kann es sein, dass ein Genremix nicht immer gut ankommt. Gerade bei Publikumsverlagen kann das eher hinderlich für eine Zusage sein. Prüf die Genres auf der Verlagsseite und denk nach, wo genau Dein Roman reinpassen könnte. So verhinderst Du, dass sie Deinen Roman absagen, obwohl er passen könnte. Aber auch, dass Du mit dem richtigen Verlag zusammenkommst. Damit machst Du es Deiner zukünftigen Lektorin einfacher einzuordnen, ob überhaupt der Roman zum Verlag passt. Oder auch, ob sie dafür zuständig ist. Gerade bei größeren Verlagen hat sich das Lektorat spezialisiert. Von daher ist es gut, wenn Du da genauer bist.

Der Umfang, also wie viele Normseiten hat Dein Buch oder wie viele sollen es werden. Alternativ oder ergänzend kannst Du die Wortzahl noch schreiben. Solltest Du einen Mehrteiler planen, ist das auch der gute Platz, um das zu erwähnen. Manche Verlage wollen unbedingt Mehrteiler haben. Und wenn sie sehen, dass Du Dich damit beschäftigt hast, kann das vorteilhaft sein. Sollte Dein Wunschverlag keinen Mehrteiler wünschen, kann es sein, dass sie entweder mit Dir verhandeln, es bei einem Teil zu belassen oder lehnen Dich ab. Erwähnen würde ich es aber auf alle Fälle.

Die von Dir angestrebte Zielgruppe. Dabei darfst Du so genau wie möglich sein. Wenn Du einen Liebesroman geschrieben hast, ist nicht automatische jede lesende Person in Deiner Zielgruppe, die Liebesromane lesen. Es gibt Liebesromanlesende, die nur Paranormal Romance lesen. Andere lesen nur historische Liebesromane und so weiter. Daher ist es wichtig, Dich mit Deiner möglichen Zielgruppe auseinanderzusetzen und diese zu bestimmen. Das Ergebnis kommt dann in Dein Exposé.

Bei literarischen Werke kommt noch die Erzählstimme bzw. die Atmosphäre des Romans hinzu. Ist es eher fröhlich oder düster, oder wie auch immer.

Aus welcher Perspektive wurde der Roman geschrieben. Also Ich-Erzähler:in, dritte Person, wechseln die Perspektiven.

Zusammenfassung: Fasse Deinen Roman in maximal drei Sätze zusammen. Je Kürzer und knackiger, desto besser.

Dann geht es zur Inhaltsangabe. Die soll ungefähr eine Normseiten lang sein, also zwischen 1.500 bis 1.800 Zeichen.

Dann die Hauptfiguren und ihre Entwicklung. Gegebenenfalls auch die wichtigsten Nebenfiguren. Die zumindest erwähnen.

Abstrakt und Inhaltsangabe

Das Abstrakt ist die sehr kurze Inhaltsangabe, die maximal drei Sätze lang sein darf. Das bedeutet, Du fasst Deinen ganzen Roman, ja, auch wenn er 1.000 Seiten umfässt, in maximal drei Sätze zusammen. Je weniger, desto besser.

Es geht hier um die Quintessenz, um den wahren Kern Deiner Geschichte. Das erfordert ein wenig Übung. Du kannst Deine Lieblingsromane oder Filme als Übungsgrundlage nutzen. Oder Dir eine Fernsehzeitschrift besorgen. Häufig wird der 20 Uhr 15 Film mit solch einem Abstrakt zusammengefasst. Davon kannst Du eine Menge lernen.

Inhaltsangabe

Wenn Du alles andere geschafft hat, kommt die Mammutaufgabe, die Zusammenfassung Deines Romans auf maximal eine Normseite (die oben erwähnten 1.500 bis 1.800 Zeichen, also circa 250 Wörter, die Leerzeichen zählen übrigens mit).

Halte Dich einfach an Aufbau “Anfang – Mitte – Schluss”. Du kannst kurz zusammenfassen, was am Anfang geschehen ist, dann der spannende Mittelteil und eben der Schluss. Was ist der rote Faden, wem sollen wir folgen und wie geht es aus?

Wichtig ist, dass Du die Lösung Deines Romans verrätst. Häufig hab ich Diskussionen gelesen, dass viele dies nicht verraten wollen. Denn das Lektorat und der Verlag sollen sich doch bitte mit dem Roman beschäftigen. Daher wäre es doch gut, wenn man eben nicht erzählt, wie man den Konflikt auflöst.

Du solltest dabei folgendes bedenken: Das Lektorat gehört nicht zu den normal Lesenden, die am Ende Geld für Dein Buch ausgeben, um ein paar Stunden gut unterhalten zu werden. Sie müssen knallharte Entscheidungen treffen. Das bedeutet, dass sie wissen müssen, ob Du es schaffst, den Hauptkonflikt Deines Romans zu lösen. Und auch, ob Du den Roman so endest, wie sie es möchten (zum Beispiel wollen einige Liebesromanverlage kein Sad Ending haben).

Am Ende wird der Verlag einige hundert, wenn nicht sogar tausende Euros in Dich und Deinen Roman investieren. Daher müssen sie einfach wissen, ob es sich überhaupt lohnt. Daher müssen sie auch wissen, wie die Geschichte ausgeht.

Natürlich kannst Du das Ende verschweigen, daraus einen Cliffhänger machen, das Lektorat zappeln lassen. Du kannst damit auch auf einen möglichen Vertrag verzichten.

Hauptfiguren und ihre Entwicklung

Die Held:innen und eventuell die*der Antagonist:in sollten mindestens in Deinem Paket auftauchen. Dabei kannst Du so vorgehen, dass Du ganz kurz ihre Biographie skizzierst. Wo ist Deine Figur geboren, wer sind die Eltern, was hat sie geprägt. Wichtig ist dabei, dass Du die Elemente erwähnst, die den Charakter zu der Figur gemacht hat, die wir im Roman dann am Ende kennenlernen dürfen.

Wenn Deine Figur zum Beispiel relativ früh die Eltern verloren hat, wird das etwas mit ihr*ihm machen. Erwähne, was es sein könnte. Und dann schreibst Du die Entwicklung Deiner Figur auf. Wie ist sie am Anfang, in der Mitte und am Ende des Romans.

Dein Exposé sollte nicht mehr als zwei bis drei Seiten haben. Wenn es einfach nicht geht, dass die Beschreibungen der Charaktere zu lang werden, kann es notfalls auch gut sein, diese in eine separate Datei zu packen. Wichtiger ist es einen guten Eindruck beim Lektorat zu machen.

Die Leseprobe

Die meisten Verlage wollen, dass Du eine Leseprobe mit sendest. Dann können sie in Farbe sehen, was Du geschrieben hast. Hier zeigt sich, was Du kannst und was Du verfasst hast. Denn bei einem Exposé kann man Dir noch helfen. Dein Manuskript ist jedoch Dein Manuskript.

Welcher Teil und welcher Umfang

Darüber musst Du Dir keine Gedanken machen. Normalerweise steht in den Vorgaben genau, wie viele Normseiten Du mitsenden sollst. Und zumeist handelt es sich dabei um den Anfang des Romans. Also zum Beispiel die ersten 20 oder auch 30 Normseiten Deiner Geschichte.

Bisher habe ich nur ein einziges Mal gelesen, dass ein Verlag die Entscheidung den Autor:innen überließ, welche dreißig Seiten sie schicken dürfen. Solltest Du über so etwas stoßen, nutze die Möglichkeit und schicke die spannendsten dreißig Seiten in Deinem Roman. Also die Seiten, welche die Lektorin am Ende aus den Socken haut.

Ein Lektorat vor dem Lektorat?

Vielleicht wirst Du Dich fragen, mit welchen Mitteln, Du die Aufmerksamkeit des Lektorats Deines Wunschverlages am ehesten locken kannst.

In erster Linie natürlich mit dem besten Roman, den Du aktuell schreiben kannst. Das ist klar. Aber das bedeutet nicht, dass Du den nicht noch besser überarbeiten kannst. Und wenn nicht selbst, dann mit Hilfe von anderen Leuten.

Theoretisch kannst Du natürlich ein Lektorat für diese Seiten buchen. Das kostet auf alle Fälle Geld. Aber damit können sich Deine Chancen erhöhen, dass Dein Roman die Aufmerksamkeit der richtigen Personen weckt.

Jetzt könntest Du vermuten, dass man sich damit ins eigene Bein schießt. Immerhin würdest Du ja nur diese Leseprobe überarbeiten. Und nicht den Rest. Sollte der Verlag danach fragen, sei ehrlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass es viele machen, dürfte sehr hoch sein. Egal ob mit einem professionellen Lektorat oder mit sehr strengen Betaleser:innen.

Absenden

Wenn Du alles beisammen hast, lass jemanden noch einmal abschließend drüber lesen. Vielleicht hast Du eine Satzkonstellation, die etwas wirr klingt. Oder man könnte etwas noch knackiger beschreiben.

Setz Dir aber ein Limit. Es dürfen nur maximal ein oder zwei Personen noch ein letztes Mal drüber schauen. Dann musst Du es absenden. Warum? Manchmal verstecken wir uns hinter dem Ganzen überarbeiten und überschreiben, dass wir es am Ende gar nicht fertig machen. Daher setz Dir selbst eine Deadline und schick es dann ab.

Abschlussgedanken

Wie oben bereits erwähnt, es gibt keine Garantie, dass Du mit dieser Anleitung einen Verlagsvertrag kriegst. Aber wenn Du Dich mit dem Thema intensiv auseinandersetzt, ist die Wahrscheinlichkeit größer. Du musst Dich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Und das geht in erster Linie damit, dass Du das beste Exposé schreibst, was nur geht.

Wenn Dein Wunschverlag zehn gute Romane bekommt, kann es sich über das Exposé entscheiden, wer am Ende genommen wird. Willst Du zu einem Verlag, solltest Du hier viel Energie investieren.

Dabei wünsche ich Dir viel Kraft und noch mehr Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Podcast] Nora Bendzko – Galgenmärchen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Du magst Märchen im düsteren Gewand? Dann dürften die Bücher aus der Galgenmärchenreihe der Autorin Nora Bendzko etwas für Dich rein. Lausche, worum es geht und finde Deinen Galgen … äh … Märchen.

  • Taschenbuch: 132 Seiten
  • Verlag: epubli; Auflage: 17 (25. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3741895784
  • ISBN-13: 978-3741895784
  • Dateigröße: 1539 KB (e-Book)
  • ASIN: B01FI6RJQI

Im Podcast erwähnte ich zwei Beitrage aus dem Blog von Crow and Kraken. Und zwar einmal die Rezension zu ihrem Buch. Diesen Beitrag findest Du hier. Sowie das Interview mit Nora Bendzko und Liza Grimm. Den findest Du hier.

Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Werbung. Das Urheberrecht des Covers liegt bei der*dem Ersteller*in. Die gesprochene Textstellen stammt von der Autorin selbst und werden mit freundlicher Genehmigung von Elenor Avelle verwendet. Das Lied im Podcast hab ich legal von hier gekauft.

Viel Spaß beim hören.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Dein richtiger Verlag

Dein richtiger Verlag

Hei, hallo und herzlich willkommen,

um eines vorneweg klar zu stellen, es gibt schlichtweg nicht DEN richtigen Verlag. Es gibt nur DEINEN richtigen Verlag. Also ein Verlag, mit dem Du glücklich bist, auch wenn die Reichweite fehlen mag. Denn alle Beteiligten begegnen sich auf Augenhöhe und mit Respekt.

Kurze Vorgedanken

Während Du schreibst oder während Du Deinen Roman überarbeitest, wirst Du wahrscheinlich Dich auf die Suche machen. Nach Deinem perfekten Verlag. Einem Verlag, bei dem Du Dich hoffentlich wohlfühlst und der den wahren Kern Deines Babys erkennt.

Dabei gibt es ein paar einfache Dinge, an die ich mich halten würde, wenn ich nach einem Verlag suche. Und dies wurde durchaus von vielen anderen bestätigt.

Die Grundlagen

Es gibt einige Dinge, mit denen Du Dich beschäftigen solltest, wenn Du Dich mit der Verlagssuche auseinandersetzt. Schauen wir uns die wichtigsten Punkte an.

Lern lesen!

Als Kinder haben wir das lesen und schreiben gelernt. Und irgendwann auch das gewisse Leseverständnis. Und viele Autor:innen schreiben sich auf die Fahnen, dass sie sehr gut lesen und schreiben können. Doch sobald es um die Verlagssuche geht, versagt diese Lesefähigkeit und das Leseverständnis fast automatisch.

Vor einiger Zeit hatte eine Lektorin eine Ausschreibung auf Twitter veröffentlicht. Ihr Verlag suchte eine bestimmte Art von Literatur. Es war klar beschrieben, welche Inhalte die Geschichte haben soll. Irgendwann erklärte die die Lektorin, was sie alles bekommen hatte. Vieles, nur nicht das, was sie eigentlich wollte.

Und solche Geschichten kenne ich schon seit über zehn Jahren. Aber das möchte ich an einem konkreten Beispiel noch einmal erklären.

Nehmen wir an, dass Du eine epische Science-Fiction Geschichte geschrieben. Nun suchst Du einen Verlag und findest einen. Doch dieser Verlag möchte ausschließlich moderne Frauenromane veröffentlichen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieer Verlag Deinen epischen Science-Fiction Roman veröffentlichen wird?

Leider werden viele Autor:innen es trotzdem versuchen und eine Bewerbung an solche Verlage senden. Gerade, wenn ein Verlag neu gegründet wurde oder wenn dieser Verlag klar sagt, dass sie Manuskripte annehmen.

Daher meine Empfehlung, lern wieder lesen. Wenn ein Verlag nur Fantasy veröffentlicht, wird dieser schlichtweg niemals einen Science-Fiction Roman veröffentlichen. Erspar Dir die Zeit und Energie für eine Bewerbung für diesen Verlag. Er wird ihn einfach nicht veröffentlichen.

Suche daher lieber nach Verlagen, die Deinen Genres veröffentlichen. Du ersparst Dir die Enttäuschungen. Und dem Verlag eine unnötige Absage.

Lerne die Bedingungen zu lesen

Nehmen wir an, Du hast ein paar richtige Verlage gefunden, welche theoretisch Deinen epischen Science-Fiction Roman veröffentlichen könnten. Dann kommen wir zum zweiten Schritt.

Jeder Verlag hat meistens individuelle Bedingungen, mit denen Du Dein Manuskript einsenden solltest. Häufig heißt es, schicke ein Exposé und eine Leseprobe. Es kann aber auch sein, dass Du mehr senden sollst. Oder es reicht ihnen nur ein Exposé.

Was auch immer Du mitsenden sollst, sende genau das mit. Nicht mehr und nicht weniger. Dieser Verlag weiß schon, was sie haben wollen, um eine Entscheidung zu treffen. Da bleibt Dir und mir nichts anderes übrig, als denen zu vertrauen.

Wenn sie also die ersten dreißig Normseiten Deines Romans haben wollen, dann wandle Deine Datei in eine Normseite um. Und dann sende dem Verlag die ersten dreißig Seiten zu. Nicht die letzten, nicht irgendwelche Seiten aus dem Mittelteil oder so viel Text auf der elektronischen Seite, wie es nur möglich ist.

Eine kleine Warnung an dieser Stelle: Manche Verlage könnten sich entscheiden, genau deswegen Dir eine Absage zu erteilen. Also, wenn Du Dich nicht an die Bedingungen hältst.

Lerne mit Absagen umzugehen

Natürlich wünschen wir Autor:innen uns, dass unser Wunschverlag sofort zusagt und unser Genie erkennt. Das würde unsere sensible Autor:innenseele total streicheln und uns ein Gefühl von Zufriedenheit geben.

Die Realität ist aber, dass Du als zukünftige:r Verlagsautor:in wohl die eine oder andere Absage erhalten wirst. Am besten stellst Du Dich jetzt schon damit auseinander, damit Du nicht in ein tiefes Loch fällst, wenn es dann wirklich passiert.

Es kann mehrere Gründe geben, warum Du eine Absage bekommen haben könntest. Schauen wir uns ein paar Möglichkeiten an.

Doch das falsche Genre. Science-Fiction ist nicht immer gleich Science-Fiction. Daher ist es immer wichtig, sich genau mit den Bedingungen und mit dem Verlag vorher auseinanderzusetzen.

Und nein, ein Verlag muss sich nicht mit Deinem Manuskript auseinandersetzen. Selbst wenn aus dem tatsächlich eines Tages ein Bestseller werden könnte. Wenn es nicht ins Gebiet dieses Verlages passt, passt es einfach nicht.

Ein Verlag für lesbische Beziehungen wird nun einmal keinen Liebesroman mit einem Hetenpärchen veröffentlichen. Da kann Dein Roman noch so genial sein. Vergiss es einfach.

Du hast Dich nicht an die Bedingungen gehalten. Das, was ich oben schon mal angedeutet habe. Wenn ein Verlag sagt, dass Du ein Exposé und eine Leseprobe einsenden solltest, dann will der Verlag das auch sehen. Dann schickst Du nicht das komplette Manuskript ein oder was auch immer da noch versendet werden könnte.

Wenn Du Dich für eine Stelle bewirbst, dann weißt Du, dass Du ein Anschreiben, einen Lebenslauf und bestimmte Zeugnisse schickst. Dann übersendest Du nicht Deinen Roman oder Kinderbilder mit. Das interessiert schlichtweg niemanden. Von daher, warum sollte ein Verlag das akzeptieren?

Das Buch passte einfach nicht ins Programm. Selbst wenn Du alles berücksichtigt hast, kann der Verlag trotzdem sagen, dass die Geschichte nicht passt. Vielleicht, weil es kein Einzelband ist, sondern eine Reihe. Oder weil etwas fehlt. Es kann immer einen Grund geben, warum ein Verlag sagt, danke aber nein danke.

Oder das Buch ist schlecht. Ja, das gibt es. Du und ich schreiben gerne. Und wir halten natürlich unsere Geschichte für grandios. Aber das muss nicht bedeuten, dass die Geschichte wirklich grandios ist. Es kann sein, dass Du flache Dialoge eingebaut hast, toxische Troops, welche der Verlag nicht unterstützen möchte oder was auch immer.

Lerne nicht unverschämt zu sein

Die oben erwähnte Lektorin hatte einige Dinge anonymisiert veröffentlicht, da schlackerten mir wirklich die Ohren. Aber auch schon früher hab ich Geschichten gehört, bei denen ich mir dachte, wie dreist manche Menschen doch sind.

Leider sind Autor:innen nicht immer so freundlich, wie sich die Autor:innenbubble das manchmal wünscht. Sie können richtig eklig werden. Sowohl in der Wortwahl, als auch in den Handlungen.

So erfuhr ich aus einigen Beiträgen, dass Autor:innen sich äußerst beleidigend äußerten, wenn man ihre vermeintliche Genialität nicht erkannte. Einige fragen noch höflich nach, warum sie eine Absage bekommen haben. Andere hingegen haben sehr tief in die Mülltonne gegriffen, nur um dort ein paar miese Beleidigungen zu suchen und den Verlagen um die Ohren zu hauen.

Eine Geschichte bleibt mir bis heute noch im Kopf hängen. Ein:e Verleger:in erzählte mal, dass diese Person ein Päkchen bekam. Und in diesem Päkchen war eine tote Ratte zu finden. Damit hatte jemand die Meinung zu der Absage auf eine respektlose Art kund getan (arme Ratte, arme:r Verleger:in).

Egal wie sehr Du Dich verletzt fühlst, weil Du die Absage bekommen hast, halt Dich zurück. Eventuell kannst Du noch höflich nachfragen, warum Du eine Absage bekommen hast. Rechne aber nicht damit, eine Antwort zu bekommen. Denn ein Verlag hat viel zu tun. Sie können einfach nicht auf alle solcher Anfragen reagieren.

Aber halte Dich mit Beleidigungen oder solche ekelerregenden Racheaktionen zurück. Damit tust Du niemanden einen Gefallen. Schlimmstenfalls kannst Du Dir damit selbst ein Bein stellen.

Rechne damit, dass die Verlage sich untereinander schlimmstenfalls austauschen. Zum Beispiel auf Buchmessen. Und vermutlich werden einige dann darüber erzählen, was sie für Erfahrungen gesammelt haben. Wäre natürlich nicht schön, wenn Dein Name dabei fällt.

Auf der Suche nach dem Verlag

Nun weißt Du, wie Du (nicht) nach einem Verlag suchen solltest. Nun schauen wir uns an, welche Schritte ich gehen würde. Gilt übrigens auch für Agenturen.

Erstelle eine Datei

Zuerst würde ich eine Datei erstellen, bevor ich auch nur ein einziges Exposé versendet habe. Denn ich kenne mein Chaoskopf und weiß, dass es bei mir besser wäre, wenn ich es so in Ordnung bringe.

Unter anderem würde ich aufschreiben, wann ich mich, bei wem mit was beworben habe. Und natürlich auch, welche Reaktionen ich wann erhalten habe. So verhindere ich, dass ich mich schlimmstenfalls zwei Mal beim gleichen Verlag bewerben würde.

Im Nachhinein wünschte ich mir, dass ich es auch damals gemacht habe, als ich mich für eine Ausbildung beworben hatte. Da herrschte wildes Chaos bei mir. Jetzt würde ich es eben anders machen.

Ein Exposé schreiben

Das Exposé scheint für die Meisten ja der Endgegner zu sein. Bisher hab ich mich selbst noch nicht damit auseinandergesetzt. Aber mit dem Exposé solltest Du Dich intensiv auseinandersetzen. Das ist Deine Visitenkarte, damit bewirbst Du Dich in erster Linie beim Verlag. Steck ganz viel Energie genau hier herein.

Zu diesem Thema gibt es aber noch ein eigenes Thema.

Die Leseprobe vorbereiten

Du solltest nicht immer die gleiche Leseprobe mitsenden. Denn es kann sich von Verlag zu Verlag unterscheiden. Hier gilt wieder, lies die Bedingungen.

Finde den richtigen Verlag

Schau Dir Deine Lieblingsbücher an und überprüfe, wo diese erschienen sind. Notiere Dir die Verlage erst einmal in Deine Datei. Es geht erst einmal um das sammeln von Namen.

Du kannst auch andere Autor:innen fragen, welche Verlage sie für Dein Thema kennen. Suche im Internet, suche beim kleinen a, auf der Seite der Autorenwelt, auf den verschiedenen Social Media Kanälen.

Sobald Du ein paar Namen hast, kannst Du anfangen zu recherchieren. Suchen die überhaupt nach Manuskripten? Wenn ja, geht es weiter. Wenn nein, dann behalte den Namen ruhig in Deiner Datei. Einmal, weil sich die Ansichten eines Verlages immer wieder ändern kann. Aber auch, damit Du nicht immer wieder über diesen Namen stolperst und neu anfangen musst. Damit ersparst Du Dir Recherchezeit.

Dann überprüfe, was sie wollen. Notiere Dir alles in Deiner Datei. Wollen sie ein Exposé, wollen sie eine Leseprobe, wollen sie eine Beschreibung von Dir, was auch immer. Natürlich auch die Kontaktdaten, die sind immer wichtig. Sowie Ansprechpartner:innen.

Wenn Du das alles hast, trägst Du Deine Sachen zusammen, organisierst Dir eine ordentliche Portion Mut und schickst die E-Mail ab (häufig sind es E-Mails, die heutzutage verlangt werden).

Und dann heißt es, warten!

Die Zusage ist da

Irgendwann kann es dann soweit sein, Du bekommst eine Zusage. Dazu schon einmal an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch dazu!

Doch wie solltest Du hier reagieren?

Schau Dir genau den Vertrag an

Schau Dir genau den Vertrag an. Was steht drinnen, welche Rechte gibst Du ab, was bekommst Du dafür? Du kannst durchaus nachfragen, ob man an dem Vertrag etwas ändern kann. Noch hast Du nicht unterschrieben. Und wenn etwas zu Deinen Ungunsten dort steht, ändere es. Oder unterschreibe nicht.

Informiere Dich notfalls auch im Netz, was andere zu den Klauseln sagen, die Dir Bauchschmerzen bereiten. Zwar dürfen sie keine rechtliche Beratung geben, aber manche haben Erfahrungen damit und können Dir Tipps geben. Und denk daran, es ist nichts Schlimmes dabei, wenn Du Dir juristischen Rat holst. Das ist völlig legitim. Da sollte auch Dein zukünftiger Verlag nichts dagegen haben. Wenn doch, noch hast Du nicht unterschrieben.

Im Nachhinein verändert sich einiges zum negativen

Manchmal hat man einfach kein Glück mit einem Verlag. Abrechnungen werden zu spät oder gar nicht zugestellt. An Abmachungen hält sich der Verlag nicht. Oder es gibt andere Probleme.

Es kann tatsächlich sein, dass gerade Du Pech hast. Versuche erst einmal Kontakt mit Deinem Verlag aufzunehmen und zu klären, was passiert ist. Bei konsequenter Weigerung oder bei konsequenter Nichtbehebung der Probleme solltest Du recherchieren, ob Du die Einzige mit den Problemen bist oder noch jemand da was hat.

Du solltest keine Angst haben, unangenehm zu werden. Immerhin hast Du Rechte, welche Dir vertraglich zugesichert wurden (Hinweis: Verträge werden in Friedenszeiten geschlossen, um in Kriegszeiten zu gelten).

Warum also solltest Du nicht darauf bestehen, dass Deine Rechte gewahrt und diese Dir gewährt werden? Bestenfalls könnt ihr die Sache friedlich regeln. Denk daran, am anderen Ende der virtuellen Leitung sitzen Menschen. Beleidigungen oder Drohungen in der ersten Mail nützen niemanden. Aber wenn sich nichts ändert, auch hier ist juristischer Rat vielleicht teuer, aber wichtig.

Abschlussgedanken

Natürlich darfst und kannst Du immer vom Besten ausgehen. Du findest den perfekten Verlag für Dich, der auch zufällig ist. Sei so gut und zeige immer Respekt. Dann wirst Du auch Respekt ernten, im Idealfall. Wenn nicht, ziehe Deine Konsequenzen und gehe weiter. Dort bist Du eben nicht gut aufgehoben.

Solltest Du Dich fragen, warum ich nichts zum Thema Druckkostenzuschussverlag geschrieben habe, dann ist die Antwort einfach, der Beitrag kommt noch. Ich denke, dass das Thema so wichtig ist, dass es einen eigenen Beitrag verdient.

Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Verlagssuche.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Wie kann man Twitter (am besten) nutzen?

Wie kann man Twitter (am besten) nutzen?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man sich für einen Social Media Kanal entscheidet, kommen die ersten Fragen. Wie richte ich etwas ein? Wie arbeite ich damit? Und natürlich, was poste ich überhaupt?

Kurze Vorgedanken

Jeder Kanal hat seine eigenen kleinen Regeln. Ein Beispiel wäre, dass Du auf Facebook niemals neue Freund:inschaften sofort einlädst, Deine Seite zu liken. Zwischenzeitlich ist das für viele ein No Go geworden.

Wenn Du eine Zeitlang angemeldet bist und die anderen beobachtest, wirst Du vieles lernen. Auch die ungeschriebenen Gesetze eines Kanals (neben den Gesetzen des Betreibers selbst).

Aber lass Dich nicht verschrecken. Meistens ist eine offene und ehrliche Kommunikation immer das Beste, was Du tun kannst. Alles andere ergibt sich von selbst.

Wie Du Twitter (nicht) nutzen kannst

Auf Twitter hast Du 280 Zeichen Platz, um Deine Botschaft in die Welt zu schicken. Dabei bleiben mögliche Threads unberücksichtigt.

In diesen 280 Zeichen sollte idealerweise Deine Botschaft zu finden sein. Deine möglichen Tags (also andere User:innen ansprechen), Hashtags und gegebenenfalls Links. Das bedeutet, dass Du effizient schreiben lernen solltest. Oder anders ausgedrückt, Du solltest Deine Botschaft mit wenigen Zeichen vermitteln. Wenn das nicht klappt, bleibt Dir immer noch die Möglichkeit eines Threads.

Im folgenden möchte ich Dir einige Vorschläge machen, worüber Du tweeten kannst. Oder was Du in meinen Augen doch eher lassen solltest. Diese Punkte kannst Du trotzdem machen. Letztendlich werde ich es Dir nicht verbieten. Aber Du solltest damit rechnen, dass andere Leute Dir dafür die Quittung geben und Dir nicht mehr folgen werden.

Umgang mit Links

Vor Jahren passierte mir folgende Geschichte: Ein Account folgte mir zuerst und ich entschied mich sofort zurück zu folgen. In den darauffolgenden Monaten viel mir immer wieder auf, dass dieser Account andauernd einen Link postete.

Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Der nächste Gedanke war dann, dass ich Pech gehabt habe, dass ich diesen Account immer dann erwische, wenn die Person dahinter eben diesen Link postet (wohlgemerkt, es war nur ein Link, an den man nicht erkennen konnte, wohin er führte, zudem fehlten auch noch Erklärungen).

Irgendwann reichte es mir dann doch und ich rief den Account auf und durchsuchte die Timeline. Und tatsächlich wurde über Monate hinweg nur dieser eine Link gepostet. Keine Retweets, keine Tweets, kein gar nichts.

Wenn Du Links postest, dann schreib bitte hinzu, was ich sehe, wenn ich diesen aufrufe. Damit verhinderst Du den Gedanken, dass Du ein:e Spammer:in bist, möglicherweise Virenseiten teilst und, dass ich kein Interesse habe, Dir weiter zu folgen. Daher, Link rein und dann einen kurzen Text schreiben, worum es geht. Das reicht schon völlig aus.

Dezente Werbung

Jetzt behaupte ich mal, so gut wie niemand mag Werbung. Zumindest zähle ich mich dazu. Zwar gibt es Werbetrailer, die ich mag, aber die lassen sich an einer Hand abzählen. Und zwar alle, die ich in meinem Leben gesehen habe.

Warum sollte ich mich also in den sozialen Medien aufhalten und dort andauernd mit Werbung belästigt zu werden? Für mich lautet die Antwort ganz klar: gar nicht!

Wenn Du Werbung für Deine Arbeit machst, ist das erst einmal in Ordnung. Solange Deine Tweets nicht ausschließlich aus Werbung besteht. Das ist der feine Unterschied.

Schreib ruhig, wie weit Du mit Deinem Roman bist. Oder auch, dass Du diesen demnächst veröffentlichst. Gerne auch, dass dieser auf Platz 1 der Bestsellerlisten ist. Oder sag einfach plump, dass es Dein Buch zu kaufen gibt.

In meinen Augen ist es aber wichtig, dass Du zwischenzeitlich auch andere Tweets absetzt. Wenn Du eine Katze hast, dann poste etwas über diese (immerhin wurde das Internet nur erfunden, um Katzenbilder und Videos zu teilen). Oder was Du an dem jeweiligen Tag gemacht hast. Und noch vieles mehr.

Zeig einfach zwischendurch Deine Persönlichkeit. Dann fallen Deine Werbetweets nicht so sehr auf.

Respektiere den Originaltweet

Es gibt da draußen so viele geniale Tweets, da werde ich manchmal ganz narrisch, warum mir so etwas nicht eingefallen ist. Diese teile ich dann. Entweder kommentarlos oder mit einer eigenen Interpretation des Tweets. Oder was mir auch gerade dazu einfällt.

Andere hingegen wandeln den Tweet ab und geben die Idee dahinter dann als eigene aus. Natürlich kann das durchgehen. Aber häufig habe ich schon gesehen, dass User:innen wissen, woher die Originalidee stammt. Und es kam bisher nicht wirklich gut an, wenn jemand das getan hat.

Auf Dauer kann ich Dir empfehlen, dass Du lieber den Originaltweet zitierst und etwas Neues lustiges dazu schreibst. Oder erfinde etwas Eigenes. Und setze das in die Welt. Nur Mut, ein wenig Übung und dann klappt das schon.

Sei offen – aber nicht ZU offen

Du gehst ins Kino? Schreib lieber darüber, in welchem Film Du gehst, anstatt in welches Kino. Du kochst in einem VHS-Kurs? Dann doch lieber Bilder von dem Rezept, als von den anderen Teilnehmer:innen.

Persönlich halte ich es immer so, dass ich zwar sage, dass ich unterwegs bin, aber nicht immer wohin genau. Vielleicht bin ich ein wenig paranoid. Aber ich möchte halt nicht, dass jemand dort steht und mich begrüßt. Oder ich schreibe erst, dass ich an einem Ort war, nachdem ich schon lange wieder zu Hause bin.

Meine Empfehlung ist, achte auf Deinen Datenschutz und auch auf den der Anderen. Auch wenn die Daten überall gesammelt werden, ich versuche wenigstens, den Anderen das Leben schwer zu machen.

Linktipp (kein Affiliatelink): Sicherheit im Internet

Bilder und Gifs und Videos

Du kannst selbsterstellte oder selbstgemachte Bilder hochladen oder aus Twitter Gifs auswählen und diese mit der Welt teilen. Natürlich gilt dies auch für Videos.

Bei Bildern und seit Kurzem auch bei Gifs, kannst Du einen Text einfügen, was dort gesehen werden kann. Für sehende Menschen spielt es keinen Unterschied, ob da was steht oder nicht. Aber für Menschen, die schlecht oder gar nicht sehen können, ist das unheimlich wichtig.

Sie arbeiten mit einem Programm, der für sie Tweets und eben solche Texte ausliest. Damit können sie nachvollziehen, was auf dem Bild steht. Eben, wenn Du es schreibst.

Selbst gehöre ich zu den sehenden Personen. Aber ich habe immer wieder Probleme mit meinen Augen. Bis hin zu Entzündungen, bei denen ich tagelang nicht die Augen öffnen konnte. Daher kann ich zumindest im Hauch nachvollziehen, wie es ist, auf solche Technik angewiesen zu sein.

Sei daher fair und ermögliche nicht sehenden Menschen ein barrierefreies Internet. Danke.

Fülle Dein Autor:innenkarma

Du hast Dir ein Buch gekauft? Schreib darüber. Dir hat ein Buch gefallen? Schreib auch darüber. Du magst ein:e Autor:in? Tagge sie und schreib darüber.

Es ist jederzeit völlig in Ordnung, für andere Autor:innen Werbung zu machen. Du musst sie auch nicht taggen, wenn es Dir noch unangenehm ist. Bei deutschsprachigen Autor:innen habe ich selbst wenig bis gar keine Hemmungen. Bei englischsprachigen hingegen schon.

Jedoch ist es in Ordnung, wenn Du über ihre Bücher schreibst und den Autor:innennamen als Hashtag benutzt (mehr zu Hashtags in einem späteren Beitrag). Aber mach ruhig Werbung für sie.

Es werden niemals alle sich an Dich erinnern und Dein Buch empfehlen. Das kannst Du vergessen. Aber wenn andere Autor:innen sehen, dass Du fleißig für sie Werbung machst, werden sie eher geneigt sein, Dich mal zu retweeten.

Daher fang an, nachdem Du diesen Beitrag zu Ende gelesen hast, und empfehle allen, die Dir folgen, Deinen Lieblingsroman.

Und alles, was Dir so einfällt

Du kannst natürlich über alles tweeten, was Dir wichtig ist und einfällt. Daher empfehle ich Dir, einige Accounts zu folgen, um von ihnen zu lernen. Natürlich besonders Menschen, die Deiner Leidenschaft folgen. In unserem Fall also Autor:innen und Lektor:innen und alle, die in dieser Bubble zu finden sind.

Das Wichtigste ist, leg einfach los.

Abschlussgedanken

Du wirst nach und nach die Sprache von Twitter mitbekommen, wenn Du Twitter aktiv benutzt. Nach einiger Zeit findest Du Deinen eigenen Ton und Deine Besonderheit. Dann kannst Du einen Satz twittern und die Leute verstehen Dich. Und dementsprechend werden sie Deinen Tweet liken.

Manchmal reicht es bei mir zwischenzeitlich, dass ich tweete, dass ich eine Idee habe. Meine tollen Follower:innen kennen einige meiner Macken zwischenzeitlich und wissen, wie sie damit umgehen sollen. Und das färbt sogar auf die Eine oder den Anderen sogar ab.

Sei Du selbst und finde Deine Stimme. Dann wird Twitter sicherlich toll für Dich werden.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Das Tarot und Dein Schreiben

Hei, hallo und herzlich willkommen,

neben meinem Newsletter, werde ich versuchen einmal im Monat hier einen Beitrag zum Thema Tarot und seine Möglichkeiten zu verfassen.

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich noch einmal genau erklären könnte, wie das mit dem Tarot funktioniert. Gerade, wenn man eine relativ positive Karte zieht und eigentlich einen Konflikt beschreiben möchte.

Das möchte ich jedoch eher an einem konkreten Beispiel erläutern, als theoretisch. Das könnte man am Ende besser verstehen.

Fangen wir also einfach an.

Achtung, möglicher Trigger: Im Folgenden werde ich auch über das Thema Depression und einigen Vorurteilen schreiben.

Ein möglicher Charakter

Bevor ich eine Karte ziehe, arbeitet mein Kopf schon häufig an den verschiedenen Charakteren. Dabei denke ich mir, wer sie sind und was sie so besonders macht. Bevor es also richtig losgeht, ist quasi eine mögliche Rohfassung vorhanden. Häufig arbeite ich schon mit dem Charakter, bevor ich auch nur eine einzige Tarotkarte ziehe. Manchmal ziehe ich aber auch wieder herum schnell die eine oder andere Karte.

Für diesen Beitrag habe ich mir einen Charakter ausgedacht. Die folgende Beschreibung stammt spontan von mir. Hierfür hab ich keine einzige Karte gezogen.

Eine kurze Vorstellung

Für diesen Beitrag hab ich mich für Sondrine entschieden. Sie ist 21 Jahre alt, lebt irgendwo in Frankreich, in einer eher dörflichen Umgebung. Für die Umgebung stelle ich mir sehr viel Natur vor und ein idyllisches Dorf mitten in einem Wald. Ob es das gibt oder ich diesen Ort theoretisch erfinden müsste, könnte ich jetzt nicht sagen.

Sie ist eine Influencerin im Bereich Mode und Make-Up. Auf den verschiedenen und wichtigen Kanälen hat sie so um die 100.000 Tausend Follower:innen. Besonders berühmt ist sie für ihre Fingernägel, die sie niemals in einem Nagelstudio macht. Diese lackiert sie sich immer selbst. Und zwar in den ungewöhnlichsten Farben und Kombinationen.

Ihr Traum ist es an der Fashion Week in Paris und London teilzunehmen. Dort möchte sie in der ersten Reihe sitzen und live berichten. Eventuell möchte sie auch als Designerin arbeiten und eigene Make-Up Produkte herstellen. So weit bin ich noch nicht. Könnte es mir aber gut vorstellen.

Oder sie möchte reisen und von überall her über Fashion, Lifestyle und Make-Up berichten. So als eine Art reisende Reporterin.

Das sind meine ersten Gedanken zu Sondrine. Zugegeben, ich habe noch nicht angefangen zu recherchieren, wo sie zum Beispiel genau leben könnte. Oder wo die Fashion Week alles läuft. In der absolut ersten Fassung sind mir erst einmal solche Details egal. Das kommt dann, wenn ich den Charakter genauer beschreibe.

Die erste Karte

Da ich gerne mit dem Steampunktarot arbeite, ziehe ich aus diesem Deck eine Karte. Und zwar mit der Frage:

Was muss ich über diesen Charakter wissen?

Bei der gezogenen Karte handelt es sich um das As der Stäbe. Hier sehe ich eine goldene Hand, die einen hübschen Stab hält. Um diese Hand sind vier Kerzen mit unterschiedlicher Dicke und in unterschiedlicher Höhe abgebildet. Hinter der Hand strahlt die Sonne, die man selbst aber nicht sieht. Am Himmel sieht mal aufkommende Wolken.

Zu den allgemeinen Stichwörtern gehören Lebenskraft, Inspiration, Kreativität, Eigenverantwortlichkeit, positives Denken, Tatendrang und Risikobereitschaft.

Einige dieser Punkte würden Sondrines Charakter doch sehr gut unterstreichen. Wer eine Influencerin werden möchte (sie ist ja eine), muss durchaus Kreativität besitzen. Zudem auch positives Denken, Tatendrang und eine gewisse Form von Risikobereitschaft.

Würde Sondrine wie ein nasser Sack vor der Kamera hängen, also ihr das positive Denken fehlen, könnte sie vermutlich nichts verkaufen. Zudem muss sie auch zu den Taten schreiten (Tatendrang), damit etwas geschieht. Also Kooperationen eingehen und umsetzen. Zudem ist jeder Auftrag mit einem gewissen Risiko verbunden. Es könnte ja auch nach hinten losgehen und einen Shitstorm nach sich ziehen.

Zudem ist sie wahrscheinlich eine Inspiration für viele junge Menschen, die genauso sein wollen wie sie. Immerhin hat sie die tollsten Kleidungsstücke an, sieht immer gut gestyled aus und so weiter. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass man ihr nachahmt.

Doch bei den Punkten Lebenskraft, positives Denken und Tatendrang tauchte ein völlig anderes Wort bei mir auf. Und das könnte ihr ein völlig anderes Gesicht geben: Depression.

Als ich die Punkte notierte, tauchte automatisch das Wort Depression auf. Das könnte ich auch mit der versteckten Sonne verbinden. Du siehst, positive Wörter muss man nicht zwangsläufig positiv benutzen. Wenn eine Karte dafür steht, dass jemand gerne arbeitet, könnte daraus auch ein Workaholic werden. Und hier stehen Lebenskraft, positives Denken und Tatendrang dafür, dass sich Sondrine versteckt.

Menschen mit einer Depression verstecken sich nicht unbedingt die ganze Zeit oder weinen andauernd. Es ist sehr vielschichtig. Und es kann sogar passieren, dass Du mit einer Person mit Depressionen sprichst und es gar nicht mitbekommst.

Beim Thema Depression müsste ich jedoch sehr viel recherchieren. Immerhin wäre es dann mein Wunsch, diese so adäquat darzustellen, wie es nur möglich wäre.

Zugegeben, bei meinen Vorüberlegungen bin ich auf das Thema Depression überhaupt nicht gekommen. Eine Möglichkeit, an die ich dachte, wäre, dass sie schwerhörig ist. Oder vollkommen taub. Aber an eine Depression, nein, damit habe ich gar nicht gerechnet.

Du siehst, diese einzelne Karte hat schon etwas interessantes zum Vorschein gebracht. Mit solchen Mitteln könnte ich Sondrine um einiges interessanter gestalten.

Natürlich musst Du hier nicht aufhören. Du kannst weitere Karten ziehen und weitere Fragen stellen. Beispiele? Gerne:

  • Wie geht Sondrine mit ihrer Depression um?
  • Was sagt ihre Umgebung zu der Depression?
  • Warum interessiert sie sich für Mode und all diese Sachen?
  • Will Sondrine nach Paris ziehen?
  • Will Sondrine nach London ziehen?
  • Was ist ihr Traumberuf?
  • etc.

Das sind jetzt konkrete Fragen, die sich auf Sondrine direkt beziehen. Sobald Du einen Charakter besser kennst, tauchen immer spezifischere Fragen auf. Das ist durchaus normal. Du kannst auch am Anfang allgemeine Fragen stellen.

  • Ist der Charakter eher freundlich?
  • Was macht sie so besonders?
  • Werden die Lesenden sie mögen?
  • Hat der Charakter Feind*innen?
  • Wie sieht die Kindheit des Charakters aus?
  • Wie ist die Beziehung zu der Familie?

Und so weiter. Du kannst auch das Was wäre wenn …? Spiel spielen. Also, was wäre, wenn der Charakter die Depression öffentlich macht? Oder was wäre, wenn Sondrine aus ihrem Dorf wegzieht?

Goal – Motivation – Conflict

Zum Thema Goal, Motivation und Conflict kommen noch gesonderte Beiträge. Daher möchte ich an dieser Stelle nicht intensiv auf die Hintergründe eingehen. Aber ich denke mir, dass Du mit den Wörtern erst einmal arbeiten kannst.

Es soll Dir die Arbeit mit den Tarotkarten noch einmal intensiver zeigen. Dabei wähle ich eine Methode aus, mit der Du mindestens drei Karten ziehen solltest. Mehr ist immer möglich. Aber meine Empfehlung ist und bleibt, dass Du es nicht übertreibst. Ansonsten hast Du nur ein Wirrwarr an Möglichkeiten, aber kein richtiges Ergebnis.

Auch hier hab ich mir keine weiteren Gedanken zu Sondrine und ihrer Persönlichkeit gemacht. In diesem Fall hab ich während des Schreibens dieses Beitrages die Karten gezogen und entsprechend interpretiert.

Goal – Ziel

Die Karte, die ich für das Ziel gezogen habe, ist die Karte IX aus der großen Arkana, der Eremit. Zugegeben, da bin ich erst einmal überrascht. Aber das liegt daran, dass ich persönlich schon gewisse Erfahrungen mit der Karte gesammelt habe. Und spontan sehe ich Sondrine hier erst einmal nicht. Do schauen wir genauer hin.

Zu den Bedeutungen gehören:

  • Reife, Weisheit, Diskretion
  • Hinwendung zu Sinnfragen
  • Erfassen des Wesentlichen
  • Introspektion

Das wieder herum liest sich logisch. Aber auf einem zweiten Blick könnte ich da auch etwas anders herauslesen.

Auf dem Bild sehen wir einen älteren Mann, der seine Laterne in die Luft hält. Dieser schaut auf die Stadt und steht selbst auf einem Müllberg. Sondrine könnte also den Wunsch haben, zu reifen und in die Welt hinaus zu gehen. Also ihr (gefühltes) Eremitinnendasein zu beenden.

Immerhin hatte ich oben geschrieben, dass sie ja in einem kleinen Dorf lebt. Also an einem Ort, wo sie sich vielleicht noch nicht einmal wirklich wohlfühlt. Es gibt Menschen, die brauchen die Großstadt, um sich wohl zu fühlen. Sondrine könne einer dieser Menschen sein.

Zudem möchte sie mehr über sich lernen. Vielleicht fragt sie sich, warum sie die Depression hat. Und wie sie das ändern kann. Vor allem, wie kann sie wieder genesen. Der Müllberg, auf dem sie als Eremitin steht, könnte also der ganze Müll in ihrem Leben sein.

Diese Fragen entstehen daraus, dass ich Sondrine selbst noch nicht so gut kenne. Sie ist ein Charakter nur für diesen Beitrag. Daher hab ich mich nicht so intensiv mit ihr beschäftigt. Und das ist der Grund, warum ich hier eher herumstolpere.

Motivation

Nun schauen wir uns das Thema an, warum sie ihr Ziel erreichen möchte. Also, warum möchte sie weg aus ihrem kleinen idyllischen Ort. Dazu muss es ja einen Grund geben.

Für diese Position habe ich die Karte VI der großen Arkana gezogen. Also die Liebenden. Diese bedeutet:

  • Vertrauen, Sicherheit, Optimismus
  • Vereinigung der Dualität
  • Sehnen nach Zweisamkeit
  • Entscheidungsthemen
  • Harmonie, Vollkommenheit
  • Falschheit, Fremdgehen, schmerzliche Einsichten

Auf der Karte sehen wir ein Paar und einen Engel über diesen. Zwar heißt die Karte Die Liebenden. Aber sie muss nicht unbedingt für eine Beziehung stehen.

In diesem Fall sehe ich aber durchaus, dass Sondrine ihr Herz an einen anderen Influencer verloren hat. Sie möchte gerne zu ihm ziehen und mit ihm eine Beziehung anfangen.

Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass der Typ nichts für sie ist. Und eventuell verliebt sie sich in eine Frau, die ihr auch guttut. Würde ich den Roman schreiben, würde ich mir intensiver darüber Gedanken machen.

Conflict – Konflikt

In einem Tweet bat mich jemand sie aufzuklären, wie man mit sehr positiven Karten umgehen soll, sollten die bei einer negativen Stelle auftauchen. Dabei erwähnte sie die Karte Zehn der Kelche. Daher ziehe ich für diese Position keine Karte, sondern nehme direkt die Zehn der Kelche.

Die möglichen Bedeutungen sind:

  • Dankbarkeit
  • Fröhlichkeit, Glücklichsein, Harmonie
  • Ankommen, ein Ziel erreichen
  • Freundschaft, Familie, Geselligkeit

Für einen Konflikt sind das doch sehr positive Bedeutungen. Eine Möglichkeit ist, die Bedeutung ins Gegenteil zu drehen. Also statt Fröhlichkeit eben Traurigkeit. Oder statt Glück eben Pech und so weiter.

Wenn in Deinem Little White Book die umgedrehte Bedeutung steht, kannst Du diese natürlich auch nutzen. Doch schauen wir uns die Bedeutung an. Sondrine soll Dankbarkeit zeigen.

Für was?

Vielleicht wird es ihr Zuviel. Für alles soll sie doch gefälligst dankbar sein. Häufig hören Menschen mit Depression, warum sie denn diese hätten, ihnen ginge es doch so gut. Hier ist das Wissen um die Depression enorm wichtig. So kannst Du mit diesen Wörtern etwas völlig anderes aufbauen.

Daher könnte ich mir vorstellen, dass andere Sondrine immer wieder vorwerfen, dass sie doch gefälligst dankbar sein soll, dass sie doch Glück hat und so weiter. Daher solle sie nicht so selbstsüchtig sein und eben die Depression haben. Hier könnte ich mit den ekligen Vorurteilen gegen Menschen mit Depressionen gut arbeiten.

Und genau hier könnte der Konflikt stecken. Sondrine will nicht dankbar sein, weil es sie überfordert. Daher will sie ausbrechen. All dieses Glück, dass sie zu Hause hat, ist ihr schlichtweg zu viel. Das alles will sie einfach nicht.

Der Konflikt ist also die Erwartungshaltung ihrer aktuellen Umwelt an sie, derer sie nicht gerecht werden kann. Und vor allem, derer sie nicht gerecht werden will. Das allein macht natürlich noch kein Konflikt aus. Sondern ihre innere Einstellung.

Sondrine muss erst einmal lernen, dass die Erwartungshaltung ihrer Umwelt gegen sie, sie kaputt macht. Das ist der erste Schritt. Dann muss sie lernen, damit umzugehen. Der zweite Schritt. Und letztendlich muss sie den Erwartungshaltungen gegenübertreten und sagen, dass sie diese nicht erfüllen wird. Sie ist eine unabhängige Person, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. Aus diesem Grund entscheidet sie sich, ihren eigenen Weg zu gehen.

Goal – Motivation – Conflict – Gedanken

Das wäre zumindest ein interessanter Anfang, um Sondrine besser kennenzulernen. Um tiefer zu gehen, würde ich weitere Karten ziehen, würde Fragen stellen und so weiter. Aber ich hoffe, dass Du mit diesem Beitrag erst einmal gesehen hast, worauf ich mit dieser Arbeit hinaus möchte.

Tarotgedanken

Jetzt könnte man sagen, dass die Zehn der Kelche, mit ihren wirklich positiven Bedeutungen, nur in eine solche Situation passen könnte. Aber wenn wir eine epische Weltraumschlacht haben, würde das nicht passen.

Auf dem ersten Blick würde ich Dir erst einmal zustimmen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Karten irgendwie immer passen. Das dürfte wohl auch daran liegen, dass sich unser Unterbewusstsein auf die Bilder und Bedeutungen konzentriert. Und wenn dann eine bestimmte Karte auftaucht, bauen wir automatisch die entsprechenden Verbindungen auf.

Wenn ich also bei Sondrine die Zehn der Kelche ziehe, ziehe ich die Verbindung zu ihrer möglichen Depression. Würde ich in der Weltraumschlacht stecken, schaue ich mir an, was zuvor da war. Und dann baue ich etwas anderes darauf auf.

Eine einzelne Karte und ihre Bedeutung können durchaus helfen. Aber ich empfehle Dir ganz klar, nutze die Macht der verschiedenen Legesysteme. Auch die von 78 verschiedenen Karten. Und von den Bedeutungen. Den verschiedenen Bildern. Sowie alles, was es noch gibt. Du wirst erstaunt sein, was Du am Ende alles herausfinden kannst.

Abschlussgedanken

Um effizient mit dem Tarot arbeiten zu können, empfehle ich, dass Du Dich regelmäßig mit den Karten arbeitest. Je häufiger Du das tust, desto eher wirst Du die Möglichkeiten dahinter erkennen.

Je öfters Du damit arbeitest, desto besser wirst Du. Aber das ist ja überhaupt mit dem Schreiben. Je mehr Du schreibst, desto besser wirst Du.

Von daher, zieh jetzt eine Karte zu Deinem Charakter. Was sagt diese Dir? Und wie kannst Du damit arbeiten?

Viel Spaß wünsche ich Dir dabei.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Deine Wahl: Es soll ein Verlag werden

Deine Wahl: Es soll ein Verlag werden

Hei, hallo und herzlich willkommen,

für viele ist die Veröffentlichung in einem Verlag immer noch das Ziel schlechthin. Es handelt sich hierbei um eine bewusste Entscheidung. Daher möchte ich diesen Monat auf das Thema “Du und Dein Verlag” eingehen.

Kurze Vorgedanken

Für viele ist der Verlag immer noch die Instanz, welche ihnen das Gefühl gibt, dass sie echte Autor:innen sind. Nur wer in einem Verlag veröffentlicht, hat es geschafft. Wer es geschafft hat, ist wer. Und mit einer Verlagsveröffentlichung fühlen sich viele als echte Autor:innen.

Und auch wenn ich viel über Selfpublishing schreibe, so finde ich die Entscheidung völlig in Ordnung. Solange Du sie triffst, weil Du davon überzeugt bist.

Allgemeines zum Verlag

Schauen wir uns erst einmal ein paar Eckdaten zum Thema Verlag an und dann kommen wir zu den Vor- und Nachteilen.

Was ist ein Verlag?

Ein Verlag ist ein wirtschaftliches Unternehmen, welches sich auf die Flagge geschrieben hat, unter anderem Bücher zu veröffentlichen. Zwischenzeitlich hat sich meistens ihr Sortiment auf E-Books erweitert. Und einige veröffentlichen auch Hörbücher.

Einige Verlage veröffentlichen auch andere Printprodukte wie Kalender oder Lesezeichen. Doch wir konzentrieren uns hier auf die Verlage, die hauptsächlich Bücher veröffentlichen. Diese sind unsere Zielgruppe.

Häufig haben Verlage ein bestimmtes Sortiment, auf das sie sich am ehesten konzentrieren. So kann es Verlage geben, die nur Krimis veröffentlichen. Oder nur Liebesromane. Andere hingegen haben ein weitaus breiter gefächertes Sortiment. Hier kommt es auf die Größe des Unternehmens an und wie viel Kapazitäten sie frei machen können.

Verlag kommt vom verlegen oder auch vorlegen

Auch wenn ich später im Monat noch zu diesem Thema komme, aber hier schon der erste Hinweis: Sobald ein Verlag Geld von Dir für die Veröffentlichung verlangt, nimm Dein Manuskript und lauf davon.

Ein seriöser Verlag wird niemals Geld von Dir verlangen. Niemals!

Kleine Verlage können sich häufig keinen Vorschuss leisten. Darüber musst Du Dir im Klaren sein. Das ist eher etwas, was Du von den größeren Publikumsverlagen erhoffen kannst (ich würde es nie erwarten, nur hoffen). Aber auch kleine Verlage verlangen kein Geld.

Solltest Du also für Deine Veröffentlichung Geld bezahlen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du es mit einem sogenannten Druckkostenzuschussverlag zu tun hast. Und die sind alles andere als seriös. Mehr aber zu denen in einem gesonderten Beitrag.

Kleine vs. große Verlage

Es gibt kleine Verlage, die von Nischenverlag bis hin zum Indieverlag reichen. Und im Gegenzug dann die großen Publikumsverlage. Du solltest durchaus die Unterschiede kennen, um zu wissen, was Dich erwartet.

Kleine Verlage, Kleinstverlage oder gelegentlich Indieverlage sind das, was Du hinter den Namen vermutest. Zumeist sind sie so klein, dass man ihre Mitarbeiter:innen an einer Hand abzählen kann.

Ein klarer Vorteil ist natürlich, dass Du die Verlagsmenschen persönlich kennenlernen kannst und sogar die Chefin oder den Chef. Dadurch kann eine eher familiäre Beziehung entstehen. Zudem ist es hier auch häufiger der Fall, dass Du in die Produktion miteinbezogen wirst. So kannst Du bei der Covergestaltung oder dem Klappentext mehr Einfluss nehmen, als woanders. Gelegentlich sollst Du den sogar schreiben.

Zudem veröffentlichen die kleineren Verlagen eher experimentelle Romane, als die Großen. Hier könntest Du also mit einer ungewöhnlichen Geschichte eher landen.

Der große Nachteil ist der, dass die Reichweite hier häufig fehlt. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele Verlage kannst Du spontan aufzählen, die nicht zu den großen Publikumsverlagen zählen? Wenn Du Dich mit dem Thema beschäftigst, vielleicht mehr. Aber frag mal in Deinem Umkreis, die nicht Schreiben. Vermutlich werden sie nicht einen aufzählen können.

Dementsprechend kann es natürlich auch sein, dass Dein Gewinn ein wenig schmaler aussieht. Und auch die Übersetzung oder der Filmvertrag könnte hier schwieriger werden (okay, Spaß beiseite, den gibt es auch nicht beim zwangsläufig beim Publikumsverlag).

Beim großen Verlag kannst Du eher einen Vorschuss bekommen. Das bedeutet, dass Du diesen nutzen kannst, um davon bis zur Veröffentlichung zu leben. Sofern Du nicht einen Brotjob hast.

Zudem steht häufig ein Team hinter Dir, mit dem Du arbeiten kannst. Da Publikumsverlage aber um einiges größer ist, wirst Du die Chefin oder den Chef zwangsläufig nicht persönlich kennen. Nur Deine Ansprechpartner:innen und das war es.

Aber allein, wenn Du sagst oder schreibst, dass Du bei dem Verlag veröffentlicht hast, den viele kennen, sorgt das für entsprechende Aufmerksamkeit. Und häufig wirst Du deswegen gekauft.

Doch häufig ist es so, dass Du kaum bis gar kein Mitspracherecht mehr hast. Ein Publikumsverlag weiß, oder meint zumindest es zu wissen, was gerade angesagt ist und was sich verkauft. Daher werden sie darauf vertrauen und Dich eher außen vor lassen.

Verlage müssen erwirtschaften

Über eine Sache solltest Du Dir immer im klaren sein. Ein Verlag ist und bleibt ein Wirtschaftsunternehmen und ist kein Wohlfartsverein. Das bedeutet, dass sie natürlich Geld verdienen wollen. Und viele tun das durchaus erfolgreich.

Das bedeutet aber auch, dass häufig die Autor:innen auf der Strecke bleiben könnten. Kein Muss, aber darüber solltest Du Dir im klaren sein. Ein Verlag wird dafür Sorgen, dass dieser die Rechnungen bezahlen kann. Egal wie.

Vorteile einer Verlagsveröffentlichung

Natürlich hat es viele Vorteile, bei einem Verlag zu veröffentlichen. Einige möchte ich hier vorstellen, damit Du Dich für diesen Weg bewusst entscheiden kannst.

Lektorat, Korrektorat und der ganze Rest

Ein Verlag möchte natürlich, dass das bestmöglichste Produkt auf den Markt kommt. Daher wird Dir ein Lektorat, ein Korrektorat und alles, was dazu gehört, gestellt. Natürlich auf dem ersten Blick kostenfrei (mehr dazu bei den Nachteilen).

Du kannst also darauf vertrauen, dass der Verlag alles tut, damit aus Deinem Baby was Tolles wird. Immerhin hat dieser auch ein finanzielles Interesse daran.

Werbemittel

Dir wird zumindest ein Grundpaket an Werbemitteln zur Verfügung gestellt, mit denen Du arbeiten kannst. Häufig erscheint dann Dein Buch auch auf den wichtigen Buchmessen am Stand. Oder in den entsprechenden Katalogen.

Damit musst Du meistens nicht komplett von Null anfangen. Sondern startest mit dem, was der Verlag Dir zur Verfügung stellt. Zumal Du eine Verlagsveröffentlichung vorweisen kannst. Das ist für einige Werbung genug.

Leichter in dem Buchhandel

Seien wir doch mal ganz ehrlich, die meisten Autor:innen träumen davon, in die nächste Buchhandlung zu gehen und dort ihr Buch ausgelegt zu finden. Das dürfte ein unbeschreibliches Gefühl sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Verlagsbuch auch in den stationären Buchhandel kommt, ist sehr groß. Allein schon deswegen, weil der Verlag mit Deinem Projekt Geld verdienen möchte. Ausnahme wäre, wenn Du bei einem E-Book-Only Verlag veröffentlich hast. Dann ist das etwas anderes.

Zwischenzeitlich suchen auch kleinere Verlage den Weg in den Buchladen. Das konnte ich bei meinen Streifzügen entdecken.

Der Weg ist frei für Preise oder Organisationen

Fakt ist, für viele Selfpublisher:innen ist der Weg zu diversen Organisationen wie Delia oder entsprechenden Preisen schlichtweg versperrt. Da heißt es explizit, dass Bücher, die im Selbstverlag (also Selfpublishing) nicht aufgenommen oder sonstwie berücksichtigt werden.

Dabei ist es egal, ob das Werk im Selfpublishing häufig besser ist, als viele Verlagsbücher. Hat es keinen Verlag, bist Du als Verlagsautor:in automatisch wertvoller.

Automatische Abrechnungen

Ein seriöser Verlag hat normalerweise den Wunsch, dass Du bezahlt wirst. Daher wird dieser alles dafür tun, dass Du regelmäßig Dein Geld bekommst.

In welchen Abständen dies geschieht, das sollte entweder in Deinem Vertrag stehen. Oder Du erkundigst Dich im Vorfeld. Dann erlebst Du keine spontanen Überraschungen.

Nachteile der Verlagsveröffentlichung

Da, wo Licht ist, ist auch automatisch Schatten. Das bedeutet, dass die Verlagsveröffentlichung auch mit einigen Überraschungen aufwartet. Und die sind nicht immer positiv.

Gatekeeper Verlag

Der Verlag wird immer mit einem Gatekeeper verglichen. Das bedeutet, dass dieser uns vor schlechter Literatur bewahren soll. Zwischenzeitlich ist dem nicht so.

Sicherlich können wir alle mindestens eine Handvoll Bücher benennen, die aus einem Verlag stammen und man eher als schlecht bezeichnen kann. Da könnte man auf die Idee kommen, dass hier die Gatekeeperfunktion versagt hat.

Für mich viel schwerwiegender ist, dass Bücher mit diverse Themen im deutschsprachigen Raum kaum übersetzt oder veröffentlicht werden. Divers Themen wie Bücher von Own Voice Autor:innen, von PoC oder was auch immer. Diese werden eher von kleinen Verlagen bedient. Bei Großen heißt es, dass das nicht gelesen wird. Was aber nicht stimmt.

Es wird reingeredet

Von einigen Autor:innen habe ich gehört, dass Verlage massiv in das Manuskript reingeredet wurde. Es sollten nicht nur einzelne Absätze geändert werden, um den Lesefluss zu verbessern. Teilweise sollte der ganze Roman umgeschrieben werden, um in einem anderen Genre besser zu passen.

Solche Geschichten habe ich schon vor über zehn Jahren gehört. Und vor Kurzem erst wieder. Von daher, ist das nichts Neues.

Größere Abrechnungszeiträume

Je nach Verlag kann die Abrechnung alle drei Monate stattfinden. Zumindest sind das die Zeiträume, von denen ich weiß. Das bedeutet, dass Du in der Zwischenzeit mit dem verfügbaren Geld rechnen solltest.

Wenn Deine Abrechnungszeiträume bekommst, dann ist das keine Selbstverständlichkeit.

Keine Verkaufszahlen

Nicht immer bekommst Du Deine exakten Verkaufszahlen. Das bedeutet, dass Du eine Summe X nach einem Abrechnungszeitraum erhältst. Aber Du weißt nicht, wie viele Bücher Du verkauft hast.

Erkundige Dich auf alle Fälle, ob Du die Zahlen bekommst. Rechne aber nicht damit, dass Du sie kriegst.

Es dauert … bis zur Veröffentlichung

Durchschnittlich heißt es, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis Dein Roman veröffentlicht wird. Das bedeutet, dass Du in dieser Zeit keinen Cent mit Deinem Roman verdienst. Und sollte sich was ändern, zum Beispiel Dein Wunsch nach der Veröffentlichung, kann es schwierig sein, das Projekt wieder zu bekommen.

Auf alle Fälle heißt es, Geduld haben. Viel Geduld haben.

Nichts ist umsonst

Lektorat ist kostenfrei. Das Korrektorat ist kostenfrei. Das Cover ist kostenfrei. Und bestenfalls kriegst Du noch einen Vorschuss geschenkt. Das ist doch toll. Oder?

Wie oben schon erwähnt, ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen. Was er Dir vermeintlich schenkt, holt er sich über den Buchpreis und Deinen Tantiemen wieder zurück. Du musst nichts im Vorausbezahlen. Aber Du bezahlst über das, was Du nicht bekommst.

Geringere Tantiemen

Sieben bis zehn Prozent des Buchpreises kannst Du als Tantiemen für Dich verbuchen. Zumindest im Durchschnitt. Im Vergleich, wenn Du für eine gewisse Summe Dein Buch bei amazon als E-Book direkt hochlädst, kannst Du bis zu 70 Prozent dafür bekommen.

Ein anderer Vergleich, der Buchhandel kriegt circa 20 Prozent des Buchpreises, wenn dieser Dein Buch verkauft. Das ausstellen, gerade auf den Tischen kostet übrigens extra.

Eine Autorin sagte mal vor einiger Zeit auf einer Convention, alle können von dem Buch der Autor:innen leben, nur die Autor:innen selbst nicht. Immerhin verdient der Buchhandel mehr als Du an Deinem eigenen Buch. Das lässt tief blicken.

Die Werbetrommel rühren

Die Zeiten, in denen der Verlag alles für Dich abgenommen hat, sind eindeutig vorbei. Du bekommst, mit viel Glück, ein Basiswerbepaket. Den Rest musst Du selbst erledigen.

Gerade, wenn Du ein Erstlingswerk veröffentlichst, wird der Verlag schauen, was dieser in Dich investiert. Den Rest musst Du selbst übernehmen. Bei schlechten Verkaufszahlen könnte Dein Verlag sich überlegen, dass er Dein zweites Buch nicht mehr veröffentlicht.

Abschlussgedanken

Überlege Dir genau, was Du willst. Wiegen für Dich die Vorteile eindeutig die Nachteile auf? Dann könnte die Verlagsveröffentlichung was für Dich sein. Wenn die Nachteile aber zu gewichtig sind, überlege Dir Alternativen.

Ich bin die Letzte, die Dir sagt, was Du zu tun oder zu lassen hast. Aber ich bin die Erste, die Dir sagt, mache Dir Deine Entscheidung bewusst. Dann bist Du für das Meiste gewappnet, was auf Dich noch zukommen wird.

Von daher, viel Spaß bei Deiner Entscheidung.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Allgemeines zu Twitter

Allgemeines zu Twitter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Twitter hat nach einer Studie circa 145 Millionen aktive Nutzer:innen täglich. Damit ist dieses Netzwerk weit abgeschlagen (im Gegensatz zu vielen anderen). Aber das bedeutet nicht, dass Du es ignorieren musst.

Kurze Vorgedanken

Sehr wahrscheinlich ist es, dass Du mit vielen anderen Social Media Kanälen wahrscheinlich mehr Personen erreichen dürfest. Sicher ist aber, dass die Leute hinter Twitter häufig zweifelhafte Entscheidungen treffen, wen sie sperren und wen nicht.

Trotzdem finde ich, dass es sich lohnt, trotzdem mit Twitter zu beschäftigen. Daher schauen wir uns im Februar mal diesen Kanal ein wenig genauer an.

Was genau ist Twitter eigentlich?

Twitter wird als sogenanntes Mikroblogging beschrieben. Das bedeutet, Du bloggst einen kurzen Beitrag und entlässt diesen in die Welt. Und alle, die diesen Beitrag lesen, können darauf antworten.

Ein Vorteil ist, dass alles schnell geht. Du rufst Twitter auf und schon kann es losgehen. Schreiben, was Du möchtest, einen Hashtag setzen, vielleicht einen Link, Leute darüber anschreiben geht auch und schon geht die Nachricht los.

Mit der Nachricht kannst Du nicht nur die erreichen, die Dir folgen. Sondern alle, die Deinen Kanal durchsuchen. Und diese können mit Dir interagieren, solange Dein Konto offen ist. Sie müssen Dir also nicht folgen.

Der große Nachteil dürfte wohl der sein, dass Deine Nachricht schneller verschwindet, als Du sie geschrieben hast. Bei circa 145 Millionen täglichen Nutzer:innen ist es schwer die entsprechende Aufmerksamkeit zu generieren.

Eine eigene Sprache

Wie viele Sachen, gibt es bei Twitter einige Wörter, die man durchaus kennen sollte. Daher führe ich hier die bekanntesten auf, damit Du verstehst, was ich im Folgenden schreibe.

Tweet

Wenn Du eine Nachricht in die Welt entlässt, dann handelt es sich dabei um einen Tweet. Im Folgenden ein Beispiel:

Ein Tweet kann maximal 280 Zeichen lang sein. Und in diesem Tweet kannst Du alles einfügen, was möglich ist. Deine Nachricht mit einem Hashtag, einem Link oder einem Tag. Sollte die Nachricht länger als 280 Zeichen sein, dann kannst Du diesen nicht abschicken. Das bedeutet, dass Du Deinen Tweet so lange bearbeiten musst, bis Du auf 280 Zeichen gekommen bist.

Retweet

Wenn Dir ein Tweet gefallen hat, dann kannst Du ihn aus Deinem Timeline quasi nehmen und ihn mit denen teilen, die Dir folgen.

Früher musstest Du Dir Deine 140 Zeichen (so fing Twitter mal an) mit dem Retweet teilen. Jetzt ist es nicht mehr so.

Ruf mal diesen Tweet auf. Dann siehst Du, dass ich den Originaltweet von @JudithCVogt retweetet habe. Dazu hab ich dann meinen Beitrag geschrieben. Damit kannst Du nicht mehr den Originaltweet verändern. Zudem frisst der Retweet nicht mehr Deine Zeichen.

Damit kannst Du Werbung für andere machen, indem Du sie retweetest (das ist die Aktion beim Retweet). Gleichzeitig kannst Du auch zeigen, wen Du kritisierst und warum.

Thread

Ein Thread ist, wenn Du mehrere Tweets aneinander reihst. Das kann wichtig sein, wenn Du etwas Wichtiges schreiben möchtest, aber das nicht in 280 Zeichen unterbringen kannst.

Der Vorgang ist einfach: Du schreibst den ersten Tweet und schickst diesen ab. Wenn er erscheint, antwortest Du auf diesen Tweet und schickst den ab. Beim ersten Tweet siehst Du (und alle anderen) dann, dass da noch mehr Beiträge kommen.

Der dritte Beitrag sollte dann auf dem zweiten Tweet folgen, nicht auf den ersten. So können alle Deinen Thread nach und nach durchlesen, ohne hin und her springen zu müssen.

Zwischenzeitlich hat sich ein Trend entwickelt. Und zwar wird jeder Tweet in der Reihenfolge durchnummeriert. Also der erste Tweet bekommt eine 1. Wenn weitere Beiträge folgen und Du weißt genau, dass es am Ende zwölf sind, dann schreibe 1/12. Wenn Du noch nicht weißt, wie viele Tweets es am Ende werden, dann kannst Du auch 1* schreiben. Beim letzten Tweet würde ich dann schreiben 6/6. Dann wissen die Meisten, dass Du mit Deinem Thread fertig bist.

Hashtag

Mit Hilfe eines Hashtags kannst Du Deine Tweets quasi organisieren. Du zeigst, in welche Richtung es mit Deinem Tweet gehen soll.

Ein Beispiel wäre #Autor_innenleben. Damit sehen die Leute, in welche Richtung Dein Tweet geht. Und wenn man diesen Hashtag anklickt (er benimmt sich wie eine Art Link), ruft Twitter für Dich alle Tweets mit diesem Hashtag auf. Daher Vorsicht bei Rechtschreibfehlern.

Mit den Hashtags hast Du die Chance, dass Leute mit einem ähnlichen Geschmack oder ähnlichen Gedanken Dir folgen können. Bedingung ist natürlich, dass sie dem Hashtag aufrufen. Aber darüber hast Du größere Chancen.

Follow

Follow bedeutet, dass Du einen anderen Account folgt. Die Tweets dieses Accounts tauchen dann automatisch in Deiner Timeline auf. Zumindest in der Theorie sollte Dir kein Tweet mehr entkommen. In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Je mehr Du folgst, desto eher verschwinden auch die Tweets, wenn Du nicht Online bist.

Wichtig zu wissen ist, dass die Leute Dir nicht automatisch folgen müssen. Häufig kann das passieren, aber es ist kein Muss. Mein Tipp ist, dass Du mit den Leuten interagierst. Höflich, respektvoll und interessant. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Leute Dir zurückfolgen.

Follower

Das sind die Accounts, die Dir am Ende folgen. Je mehr Du Interessantes tweetest, desto eher werden die Leute Dir folgen. Am Ende kann es passieren, dass Dir mehr Leute folgen, als Du. Außer Du folgst allen zurück, die Dir folgen.

Häufig sehen es viele als negativ an, wenn Du mehr Accounts folgst, als Dir folgen. Aber mach Dir keine Gedanken darum. Gerade am Anfang kann das völlig normal sein. Und wenn es dauerhaft ist, kannst Du Dir überlegen, das zu ändern. Oder es ist Dir egal, solange Du Dich damit wohl fühlst.

Dir wird irgendwann sicherlich auffallen, dass Deine Followerzahl steigt, nur um dann wieder zu sinken. Es gibt Leute, die nur deswegen Accounts folgen, damit diese Zurückfolgen. Solche Accounts haben letztendlich kein wirkliches Interesse an Deinen Tweets. Daher empfehle ich ganz klar, schau Dir die Accounts an. Wenn sie Dir zusagen, kannst Du denen folgen. Wenn nicht, dann lass es ruhig. Die Leute verschwinden schon wieder.

Muten

Muten bedeutet, dass Du die Tweets von anderen Leuten nicht siehst. Aber wenn Du einen Beitrag aufrufst, siehst Du, dass jemand unbekanntes geantwortet hat. Theoretisch kannst Du das muten aufheben und die Tweets der Person sehen.

Das muten kann besonders dann interessant sein, wenn jemand penetrant ist. Also immer wieder Dich mit Werbung belästigt oder Antworten schreibt, wo Du Dich fragst, was das mit Deinem Tweet zu tun hat.

Wichtig zu wissen ist, dass die Person, die gemutet wurde, gar nicht mitbekommt, dass Du deren Tweets nicht mehr liest. Sie oder er wird sich nur wundern, warum Du nicht antwortest. Aber das bekommst Du ja dann auch nicht mehr mit.

Blocken

Es gibt Leute, mit denen will man einfach keinen Kontakt haben. Und gelegentlich ist das muten nicht mehr hilfreich. Dann greifst Du zum härtesten Mittel. Du blockst die Leute, sodass sie Dir nie wieder eine Nachricht schreiben oder auf Deinen Kanal zugreifen können. Das bedeutet aber auch, dass Du das ebenfalls nicht kannst.

Im Gegensatz zum muten, sehen die Leute, dass sie geblockt wurden, wenn sie Dein Profil aufrufen. Damit ist das kein Geheimnis mehr. Und leider gibt es Kreise, die sich sogar damit brüsten, wenn sie geblockt wurden.

Hier zwei Empfehlungen rund um das Blocken:

  1. Wenn Du jemanden blocken willst, dann tue es. Keine Hemmungen, keine Schuldgefühle. Es ist Deine Zeit und es geht um Dein Wohlbefinden. Wenn Dir jemand nicht gut tut, blocke den Account. Du hast jedes Recht dazu.
  2. Erkläre und entschuldige Dich nicht dafür. Du hast jemanden geblockt, der oder die bei allen anderen beliebt ist? Dann ist es eben so. Mit Sicherheit hattest Du gute Gründe dafür. Damit müssen die anderen eben leben.
    Übrigens, auch ein Block kann gegebenenfalls aufgehoben werden.

Die ersten Schritte auf Twitter

Wie Du Twitter genau nutzen kannst, dazu gibt es noch einen eigenen Beitrag. Daher hier nur ein paar grobe Schritte.

Der erste Schritt ist natürlich, Du musst Dich registrieren. Wenn Du dort einfach nur ab und an Tweets lesen möchtest, ist das nicht notwendig. Willst Du aber richtig mitmischen, dann benötigst Du natürlich einen eigenen Account.

Neben einigen Standarddaten, wie Deine E-Mailadresse, musst Du noch einen Namen und einen Tagnamen eingeben. Willst Du unter einem Autor:innennamen bekannt werden, empfehle ich Dir, diesen zu wählen. Schau aber genau hin, ob dieser nicht schon vergeben ist.

Während der Tagname durchaus eindeutiger sein kann, kannst Du den Sichtnamen kreativ wählen. So kann dort auch stehen, wo Du als Nächstes auftauchen wirst. Also auf einer Buchmesse oder einer Convention.

Der zweite Schritt ist die Wahl eines guten Avaters und eines Banners. Es gibt viele Hinweise und Empfehlungen, denen Du, nach der Meinung anderer, nachkommen solltest. Tatsächlich ist es aber so, dass viele Leute quasi blind werden, wenn Du Dein Avaters änderst. Sie lesen nicht Deinen Namen, sondern sehen Dein Bild. Daher wäre es gut, wenn Du so wenig wie nur möglich Dein Avater änderst.

Der zweite Schritt ist den ersten Accounts folgen. Da ich jetzt seit über zehn Jahren bei Twitter bin, weiß ich nicht so genau, wie das heute ist. Von einigen habe ich schon gehört, dass Du zwangsweise anderen Accounts folgen musst. Ob das stimmt, ich bin mir da nicht sicher. Auch wenn, das ist kein Problem.

Eines ist sicher, Du kannst den Accounts genauso schnell entfolgen, wie Du ihnen gefolgt bist. Von daher kannst Du das mitmachen.

Und dann schickst Du einfach den ersten Tweet in die Welt. Der Klassiker dürfte wohl sicherlich “Hello World” sein. Warum nicht, schreib ihn und zeig allen, dass Du da bist.

Zeig allen, die Du kennst, dass Du Twitter hast, und verbinde Dich mit ihnen. Damit dürfest Du auch die ersten Follower haben. Was dann kommt, erfährst Du in den kommenden Wochen.

Abschlussgedanken

Twitter kann viele Möglichkeiten bieten. Aber es hat auch Schwächen. Von daher kann ich Dir nur empfehlen, Dich damit ein wenig zu beschäftigen. Wenn es etwas für Dich ist, dann bleib dabei. Wenn nicht, dann kannst Du Deinen Account auch wieder löschen.

Für den Februar sind folgende Beiträge geplant:

Dann wünsche ich Dir viel Spaß auf Twitter.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele (@fr_schreibseele)

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[Podcast] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

[Podcast] Infiziert: Geheime Sehnsucht von Elenor Avelle

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Zombies sind nicht so Dein Ding? Dann dürfte Dir dieses Zombiebuch gefallen. Warum? Das erfährst Du in dieser Folge.

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  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 3 (2. Juli 2018)
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  • ISBN-10: 3744835510
  • ISBN-13: 978-3744835510
  • ASIN: B073JWTM29

Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Werbung. Das Urheberrecht des Covers liegt bei der*dem Ersteller*in. Die gesprochene Textstellen stammt von der Autorin selbst und werden mit freundlicher Genehmigung von Elenor Avelle verwendet. Das Lied im Podcast hab ich legal von hier gekauft.

Viel Spaß beim hören.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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