(D) Ein Notizbuch

(D)Ein Notizbuch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es empfiehlt sich durchaus für Dich als Autorin oder als Autor, in irgendeiner Art und Weise ein Notizbuch zu führen. Daher lasse ich Dich mal in meines blicken und schreibe Dir, wie ich mein Notizbuch führe. Vielleicht ist da die eine oder andere Idee für Dich, die Du gerne übernehmen möchtest.

Vorbemerkung

Notizbücher finde ich selbst schon fast überlebenswichtig. Anders könnte ich mit den ganzen Ideen nicht merken, die ich sonst so habe. Zwar nutze ich nicht immer alle Ideen, die ich selbst zu einer Geschichte habe. Einige davon vergesse ich, andere sind schon überholt, nachdem ich sie aufgeschrieben habe. Es gibt verschiedene Gründe, warum mich eine Idee irgendwann nicht mehr reizt. Aber zumindest habe ich sie mir notiert. Und wer weiß, wenn ich jetzt die Idee nicht für einen Roman nutze, kann es sein, dass diese für eine andere (Kurz-)Geschichte wiederum gut ist.

Vorneweg kann ich Dir aber schon einmal empfehlen, schaff Dir ein Notizbuch durchaus an. Und vor allem, hab diesen immer dabei. Wobei es zum Notizbuch auch alternativen gibt, die ich Dir in den kommenden Wochen noch vorstellen werde.

Ausgangsmaterialien

Um ein Notizbuch als Autor*in zu führen, benötigst Du nur wenige Grundmaterialien. Du benötigst mindestens

  • ein Notizbuch
  • ein Stift Deiner Wahl (zum Beispiel Füller, Kugelschreiber, Bleistift, womit Du am besten klar kommst).

Alle weiteren Punkte, die ich jetzt aufführe, sind optional. Du kannst sie benutzen, musst es aber nicht.

  • Klebestift bzw. Klebestreifen
  • Buntstifte oder Filzstifte
  • Zusätzliches Papier (aus entsprechenden Schreibblöcken)
  • Drucker, um etwas auszdrucken (und dementsprechend natürlich ein PC)
  • weitere Materialien Deiner Wahl

Dein individuelles Notizbuch

Es ist im Grunde genommen egal, was für ein Buch Du nutzt, um Deine Notizen festzuhalten. Hauptsache es sagt Dir zu und es ist zweckdienlich. Früher war ich ein großer Fan von Moleskine. Zwischenzeitlich neige ich eher zu Leuchtturm 1917. Was Dir also heute zusagt, könnte durchaus morgen ersetzt werden. Mach Dir nichts draus und schau Dich ruhig regelmäßig in Papierwarengeschäften vorbei. Du wirst sicherlich fündig werden.

Mir ist wichtig an einem Notizbuch, dass ich es jederzeit einpacken kann, um es überall mitzunehmen. Denn es könnte immer sein, dass ich gerade eine Idee habe und mir denke, wo kann ich es niederschreiben. Natürlich auch auf ein Stück Papier. Oder in meinen Handy. Aber wenn ich eine Zettelsammlung am Ende habe, macht das auch kein Spaß mehr, sich durchzuwühlen und am Ende landen sie wohlmöglich in der Ecke und dann habe ich nichts davon. Und ich schaue nicht immer in mein Handy, um mir die Ideen irgendwie zu überspielen oder gar zu notieren.

Ein Inhaltsverzeichnis

Meine Empfehlung ist ganz klar, arbeite mit einem Inhaltsverzeichnis. Es mag am Anfang noch alles sehr übersichtlich sein und Du wirst alles schnell finden. Aber irgendwann, gerade ab dem zweiten Notizbuch, kann es passieren, dass Du nicht mehr weißt, wo Du was notiert hast. Und dann wird es anstrengend genau die eine Information zu suchen, die man aktuell braucht.

Beim Schreiben kannst Du noch mit Lückenfüllern arbeiten. Aber wenn Du bei der Überarbeitung bist, möchtest Du sicherlich so langsam alles festziehen. Und dann ist es sicherlich toll, wenn Du die eine Information findest. So hatte ich mal einem Charakter einen etwas komplizierten Namen gegeben. Da ich diesen auf verschiedenen Medien festgehalten habe, konnte ich am Ende diesen nicht mehr finden, da ich damals noch kein vernünftiges Ordnungssystem hatte.

Meine Inhaltsverzeichnisse fange ich immer auf der letzten Seite an. Denn ich kann nicht sagen, ob ich nur eine Seite oder vielleicht sieben brauche. Und wenn ich diesen am Anfang beginne, kann es sein, dass mir dann einfach der Platz für eine ausführliche Notiz über den Inhalt fehlt. Und ehrlich gesagt, dafür bin ich schlichtweg zu faul.

Die Notiz sieht im groben etwa so aus:

  • Charktername – Idee – Seite
    oder
  • Szene – Geschichte – Seite

Oder was auch immer ich mir gerade notiere. Immer wenn ich eine Seite beschreibe, nummeriere ich sie, damit ich mein Inhaltsverzeichnis aktualisieren kann.

Egal wie Du Dein Inhaltsverzeichnis führst, idealerweise führst Du eines und weißt mit einem Blick, was sich auf den Seiten befindet. Du kannst auch eine ganz kurze Zusammenfassung zum Inhalt schreiben. „Charakternotiz zu XY, warum er XX liebt.“

Eine alternative Idee

Aktuell arbeite ich mit einer alternativen Idee, wie man das Notizbuch einteilen kann. Mein Projekt hat drei wichtige Hauptcharaktere. Daher habe ich die ersten 150 Seiten für diese drei Charaktere reserviert (also jeweils 50 Seiten). Der Rest benutze ich für meine Plotideen und für weitere Charaktere, die ich eventuell einbauen möchte.

Auf diesen Seiten lasse ich mich in erster Linie nur zu dem Charakter oder zum Plot aus. Dass ich dann häufig auch etwas zum Volk (es handelt sich um eine Fantasygeschichte) schreibe oder zu wichtigen anderen Charakteren, kommt häufiger vor.

Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass ich eine Information aufschreibe und sie in meiner Textwüste verloren geht. Eben, weil ich nicht mehr so detaillierte Inhaltsverzeichnisse notiere. Entweder ich verwende große Überschriften, sowie Zwischenüberschriften oder ich muss mir was anderes einfallen lassen.

Seitenaufbau

Das ist jetzt eine Sache, die ich bei meinem Tagebuch angefangen und daher in meinen Notizbüchern übernommen habe. Ob Du es für Dich übernehmen möchtest oder nicht, liegt völlig an Dir. Und zwar klebe ich auf einer Doppelseite noch weitere Papiere ein, damit ich auf einer Stelle alle wichtigen Notizen zusammenhabe. Dann schlage ich nur eine Doppelseite auf und sollte im Idealfall alles dort finden, was ich zu einer Szene, einem Charakter oder was auch immer geschrieben habe.

Wie gehe ich dabei vor? Dazu muss ich erwähnen, dass diese Methode bei mir am besten mit größeren Moleskinenotizüchern funktioniert. Sicherlich bei den anderen auch, aber da habe ich es selbst noch nicht ausprobiert.

Auf dem karierten Papier im Notizbuch zähle ich immer fünf Kästchen Richtung Mitte ab und zeichne einen Rand. Dafür benutze ich kein Lineal, reine Faulheit. Dieser Rand bleibt bei mir frei, damit ich dort noch Blätter oder Bilder rankleben kann. Gerade Charakterbilder finde ich persönlich immer gut, da ich so ein mögliches Bild von der Figur habe.

Dann gebe ich dem Beitrag einen eindeutigen Titel. Zum Beispiel „Ideen zum Bösewicht <Name>“.  Oder worüber ich auch gerade schreiben möchte. Und dann schreibe ich alles auf, was mir aktuell wichtig ist.

Aber wie geschrieben, ob Du das übernimmst, ist völlig Dir überlassen.

Meine Notizen

Immer wenn ich eine Idee zu einer Geschichte, Szene oder Figur habe, reserviere ich dem Ganzen eine Doppelseite. Dann schreibe ich den Namen der Figur als Beispiel darüber und notiere dann zukünftig alles, was mir zu dieser Figur einfällt. Dann ist alles an einer Stelle versammelt und muss nicht im kompletten Notizbuch suchen, wo ich was geschrieben habe.

Wobei ich nicht zwei Sachen miteinander vermische. Wenn ich als zu meiner Figur eine Szene schreibe, dann wechsle ich doch zu einer neuen Doppelseite. Das wäre sogar für mich zu unübersichtlich. Und ich bezeichne mich durchaus als Chaoskönigin.

Immer dann, wenn Du eine Idee hast, und sei sie noch so klein, solltest Du sofort zu Deinem Notizbuch greifen und aufschreiben. Denn Ideen können leider schneller weg sein, als es Dir lieb ist. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass die Idee schlecht war. Häufig ist das eine Gehirnsache. So habe ich zwischenzeitlich schon öfters gelesen, dass das Gehirn Sachen dann vergisst, wenn es denkt, dass es sich erledigt hat.

In dieser Hinsicht empfehle ich Dir, konsequent zu sein. Egal wo Du bist und egal wie viel oder wenig Du Zeit hast. Notier Dir auf alle Fälle ein paar Stichpunkte, damit Du immer etwas hast, worauf Du später zurückgreifen kannst.

Meine Szenen zu einem aktuellen Projekt

Es kann immer sein, dass ich unterwegs bin und gerade eine Idee für eine Szene habe. Diese Ideen ich mir dann in Gedanken aus und versuche diese dann zeitnah zu notieren. Das bedeutet nicht, dass sie auch wirklich in der Geschichte unterkommt. Es kann auch sein, dass ich einfach nur eine Szene schreibe, damit der Roman bei mir aktuell bleibt.

Und wenn die Ausarbeitung der Szene mehr Platz benötigt, als mir die Doppelseite hergibt, klebe ich schon mal DIN-A5 Papier ein, damit ich dort weiterschreiben kann (siehe weiter oben). Da kann es schon einmal passieren, dass ich mehrere Blätter übereinander klebe. Damit ich das Geschriebene nicht überklebe, bekommt das Papier ebenfalls ein Rand von mir und da schreibe ich nichts rauf.

Klar kann es dadurch unordentlich werden, aber das beruhigt meine kreative Ader und ich genieße diese Art von Schreiben. Aus diesem Grund bleibe ich halt dabei.

Szenenübungen

Wenn ich ein Bild sehe oder eine Geschichte lese, springen mir manchmal Szenen in den Kopf. Daher versuche ich das Bild auszudrucken, damit ich etwas in der Hand habe, und klebe es in mein Notizbuch ein. Und zu diesem Bild schreibe ich dann eine Szene.

Einerseits verwende ich diese Texte als Übung, damit ich sehe, wie ich das Beste aus einer Szene herauslocken kann. Denn ohne Schreiben wird man nicht besser. Andererseits kann das auch der Anfang einer neuen Geschichte sein, an der ich zukünftig arbeiten kann. Man sollte niemals unterschätzen, was sich am Ende in einem solchen Notizbuch so sammelt.

Charakterimpressionen

Wenn ich an einem neuen Charakter arbeite oder mit der Motivation einer Figur Probleme habe, mit der ich gerade arbeite, dann überlege ich mit dem Stift in der Hand, wo das Problem sein könnte. Auch wenn ich versuche meine Figuren sehr genau kennenzulernen, kann es immer passieren, dass sie sich während des Schreibprozesses ändern. Und das bedeutet für mich herauszufinden, was da passiert ist und wohin die neue Reise geht.

Manchmal stellt sich heraus, dass die Figur sich nur leicht entwickelt hat, manchmal auch sehr tief greifend. Und diese Dinge finde ich nicht immer am PC heraus, sondern eher, wenn ich mit dem Stift auf die Reise gehe. Hier werde ich nicht abgelenkt und kann jederzeit auch mal hin- und herspringen. Das tut mir gut.

Kurzgeschichten

Manchmal überkommt mich die Lust, an einer Kurzgeschichte zu schreiben. Du kannst die Kurzgeschichte sowohl als Schreibübung sehen, als Möglichkeit, um Deinen Charakter kennenzulernen oder auch für Dein Marketing. Denn diese Geschichten kannst Du dann abschreiben und als kleines Geschenk an Deine Leser*innen weiterreichen.

Oder Du lässt die Geschichte einfach in Deinem Notizbuch verstauben. Auch das ist natürlich möglich.

Szenenanalyse

Eine Möglichkeit als Autor*in besser zu werden, sind andere Bücher bzw. deren Szenen zu analysieren. Wo wären die Informationen dann am besten aufgehoben, als im eigenen Notizbuch. Denn es soll ja nicht nur ein Ort des Planens sein, sondern auch des Lernens.

Schreibe daher Deine Wunschszene ab, die Du näher kennenlernen möchtest. Das kann per Hand sein, aber auch per PC. Alternativ kannst Du es auch kopieren. Dann druckst Du die Sache aus und notierst Dir dann alles, was Dir auffällt. Das kann die Satzstellung sein, das kann die Wortwahl sein, wie die Autorin oder der Autor etwas beschreibt. Und alles, was Dir auffällt und zu dieser, für Dich, genialen Szene geführt hat. Oder auch, warum Du diese Szene persönlich als nicht so gelungen findest.

Du kannst danach versuchen selbst eine Szene zu schreiben, um zu sehen, ob Du das Gelernte sofort umsetzen kannst. Das kann natürlich einige Übung erfordern, aber wenn Du siehst, wie es andere machen und das übernimmst, was Dir gefällt, sieht die Sache dann anders aus. Du lernst aus der Theorie und der Praxis.

Alternativ kannst Du die Szene so umschreiben, wie Du sie selbst in Deinem Buch verwendet hättest. Gerade dann, wenn sie Dir nicht gefallen hat.

Achtung: Auch wenn Du Szenen überarbeitst und umschreibst, darfst Du sie noch lange nicht veröffentlichen. Davon rate ich Dir dringend ab, solange man noch erkennt, dass es nicht zu einhundert Prozent Dein eigenes Werk ist. Solltest Du das tun, handelt es sich hierbei um ein Plagiat. Und das ist kein Kavaliersdelikt. Bestenfalls bekommst Du nur eine Strafe und musst Dein Buch einstampfen. Schlimmstenfalls strafen Dich Deine Fans ab. Damit kannst Du dann Deinen guten Ruf sehr schnell ruinieren.

Plotten und Planen

Natürlich gehören alle Ideen und Ausarbeitungen zum Plot Deiner aktuellen oder auch zukünftigen Geschichte in Dein Notizbuch. Ich glaube, ohne diese Elemente wäre ein Notizbuch schlichtweg unvollständig.

Momentan arbeite ich gerne mit der Heldenreise. Daher notiere ich mir zu jedem der zwölf Schritte meine Gedanken und was ich aus den Tarotkarten herauslese. Mit diesen Informationen plotte ich meine Geschichten so gut, wie es möglich ist. Am Ende überarbeite ich die Fakten dann noch einmal am PC und am Ende schreibe ich natürlich dann die Geschichte.

Und immer, wenn ich zu einem der Schritte noch eine Idee habe, natürlich wird diese notiert. Das Erinnern an die Ideen darf nicht dem Vergessen zugeworfen werden. Zumindest gebe ich mir Mühe damit.

Marketing

Auch wenn ich noch keine Geschichte fertig habe, mache ich mir jetzt schon Gedanken, was für Marketingmöglichkeiten ich nutzen kann. Dazu gehören natürlich auch Werbematerialien, Aktionen und alles, was mir so spontan einfällt. Es ist schön und gut, dass ich an meinem Roman arbeite und erst dann wirklich über Werbemittel nachdenken kann, wenn er fertig ist.

Aber wenn ich erst anfange, wenn alles fertig ist, darüber nachzudenken, ist es auch ziemlich knapp. Daher nutze ich jetzt alle Möglichkeiten für die kreativen Ideen und schaue auch gerne mal bei den anderen Autorinnen und Autoren hin, was sie so machen. Dabei möchte ich die Ideen nicht 1:1 zu kopieren. Denn wir sind alle unterschiedlich und haben alle unseren eigenen Kopf. Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht von ihnen lernen kann.

Also notiere ich mir, was ich als Marketingstrategie anwenden könnte oder auch, welche Werbemittel ich nutzen möchte. Dann schreibe ich diese auf und in welchem Zusammenhang ich das nutzen kann. Und zu guter Letzt auch, wo ich die Sachen herbekomme.

Gerade Letzteres mag vielleicht eher kontraproduktiv sein, weil ich vielleicht noch ein oder zwei Jahre brauche, um meinen Roman zu veröffentlichen (ich will erst einmal einige Geschichten auf Lager haben, bevor ich das nächste Abenteuer angehe). Bis dahin können die Seiten alle offline sein. Aber es kann auch sein, dass sie bis dahin noch existieren und mein Computer wieder zu Bruch gegangen ist. Daher nützt mir meine Lesezeichenliste nicht immer.

Weitere Möglichkeiten

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Du Dein Notizbuch führen kannst. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, was Du daraus am Ende machst oder machen willst. Lass Dich von mir nur inspirieren. Vielleicht willst Du ja keine Marketingideen notieren oder Szenen schreiben. Das ist völlig in Ordnung. Es ist Dein Notizbuch und damit ist es auch Deine Entscheidung.

Ich gebe zu, einige der Punkte habe ich bisher noch nicht so umgesetzt, wie ich es hier notiert habe. Im Grunde genommen hat mich mein eigener Beitrag selbst zu einigen Punkten inspiriert, die ich nun selbst umsetzen werde (nicht lachen, ist wirklich so).

Dein digitales Notizbuch

Es mag sein, dass Du mit den handschriftlichen Notizen überhaupt nichts anfangen kannst. Das ist völlig in Ordnung. Dann finde Dein Weg, wie Du Dir die Notizen digital machst.

Wenn Du ein Smartphone hast, dann lade Dir ein Schreibprogramm herunter, wo Du alles notieren kannst, was Dir so einfällt. Es gibt gute und vor allem kostenfreie Apps, mit denen Du jederzeit arbeiten kannst. Manchmal lohnt es sich, eine kostenpflichtige App zu installieren, bei den Schreibprogrammen hat mich aber bisher noch keine dieser Apps wirklich gereizt.

Schreibe auch hier in einer eigenen Datei, was Dir immer einfällt. Also eine Datei für einen Charakter, eine Datei für das Schreiben einer Szene, Geschichtsideen und was auch immer Dir wichtig ist.

Und natürlich, vergib eindeutige Namen. In einem handschriftlichen Notizbuch kannst Du noch hin- und herblättern. In einem Ordner kann es durchaus nervig sein, wenn Du andauernd nach etwas suchen musst. Auch wenn Du aller Wahrscheinlichkeit eine Suchfunktion in der App hast (was aber nicht immer garantiert ist). Zumindest würde mich das absolut nerven. Daher vergib eindeutige Namen und dann findest Du alles schneller. Und wenn möglich, sortier alle Ideen für ein Projekt, auch in einem entsprechenden Ordner.

Wenn Du mit Word-Dateien arbeitest, empfehle ich Dir hier auch das Gleiche. Es ist zwar am PC leichter, auch mal wichtige Daten aus dem Internet zu kopieren und einzufügen. Aber wenn Du alles Charakteranalyse oder Szenenübung nennst, dann wird es durchaus sehr unübersichtlich.

Ansonsten empfehl ich Dir, mit Scrivener zu arbeiten. Mit diesen kannst Du ein Projekt anlegen, indem Du alle Ideen zu einem Projekt sammelst und diese dann in Ordner organisieren. Damit kannst Du Unterordner für die Genres anlegen, die Du verwenden willst, dann einen Ordner anlegen, der ein Projektname von Dir bekommt und zu guter Letzt kannst Du dann einzelne Schreibdateien anlegen, mit denen Du dann arbeiten kannst.

Abschlussgedanken

Ein Notizbuch kann eine Quelle der Kreativität für eine Geschichte sein. Alles, was Dir zu einem Thema einfällt, kannst Du hier notieren. Zugleich kann es auch eine Quelle der Frustration sein, wenn Du nicht eine gewisse Ordnung hast. Wie diese aussieht, ist vollkommen Dir überlassen. Wichtig ist nur, dass Du damit am Ende arbeiten kannst.

Mein Vorschlag ist, probiere es aus und sieh, was am Ende es für Dich hergibt. Es muss ja am Anfang kein teures Notizbuch sein. Hauptsache es ist eines, mit dem Du Dich wohlfühlst. Denn, wenn Du ein Notizbuch kaufst, was Du nicht magst, wirst Du es nicht verwenden. Und dann könntest Du fälchlicherweise auf die Idee kommen, dass diese Methode nicht für Dich arbeitet.

Sei offen und probiere es einfach aus.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

frau-schreibseele

Mein Thema ist das geschriebene Wort. Das gilt sowohl für Romantexte als auch fürs Lettering, Sketchnote, Bullet Journals und was man noch schreiben kann. Aktuell arbeite ich an meinem ersten Roman, der 2018 veröffentlicht werden soll.

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