Warum sind Rezensionen wichtig?

Warum sind Rezensionen wichtig?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vielleicht hast Du es schon mitbekommen, wer ein Buch veröffentlicht, bekommt häufig den Rat, sich zeitnah um die ersten Rezensionen zu kümmern. Doch warum ist das so? Kann man nicht abwarten, dass die Rezensionen nach und nach eintrudeln?

Schauen wir uns das Thema genauer an.

Kurze Vorgedanken

Idealerweise hat Dein Roman am Tag der Erscheinung die eine oder andere Rezension auf den bekanntesten Verkaufsplattformen aufzuweisen. Damit erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Roman eher verkauft wird.

So zumindest die gängige Meinung. Und diese Meinung hat durchaus was. Was es genau ist? Darüber möchte ich mit Dir in diesem Beitrag sprechen.

Rezensionen

Rezension vs. Rezession

Nur, um ganz sicher zu gehen, es gibt tatsächlich Leute, die vermutlich versehentlich die Rezension (die Bewertung eines Buches, zum Beispiel) mit der Rezession (Abschwung in der Konjunkturphase) verwechseln. Zwischen beiden Punkten gibt es himmelsweite Unterschiede.

Es gibt einige Leute, die diese Verwechslung noch mit Humor nehmen. Andere hingegen sehen dies schon fast als Beleidigung. Daher empfehle ich Dir, den Unterschied zu kennen und immer nach einer Rezension zu fragen.

Das sei aber nur am Rande erwähnt.

Rezension

Warum sind Rezensionen nun wichtig?

Ein Buch ohne Rezensionen ist so gut wie unsichtbar. Das ist zumindest die einhellige Meinung, wenn man viele Expert*innen fragt, warum denn Rezensionen wichtig sind.

Daher empfehlen sie, dass eben zum Erscheinungstag die ersten Rezensionen auf den Verkaufsplattformen, den Literaturblogs und/oder Bücherplattformen zu finden sind.

Dazu gehört natürlich auch eine gewisse Vorplanung. Immerhin musst Du die richtigen Menschen erreichen, um die gewünschten Rezensionen zu erhalten. Doch darum dreht sich der heutige Beitrag nicht.

Im Folgenden möchte ich Dir daher die Gründe aufzählen, die unter anderem als Begründung dienen, warum Rezensionen wichtig sind. Legen wir daher einfach mal los.

Sichtbarkeit

Wenn ich nach Bücher bei einer gewissen Verkaufsplattform suche, achte ich nicht nur auf den Titel oder das Cover. Automatisch scanne ich auch nach den entsprechenden Sternen. Also den Rezensionssternen. Um genau zu sein, gibt es überhaupt schon Sterne und wie gut wird das Buch bewertet.

Tatsächlich habe ich schon Bücher entdeckt, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurde und noch keine einzige Rezension haben. Da frage ich mich schon automatisch, wie das kommt. Haben sich die Autor*innen keine Mühe und entsprechend Werbung für ihr Werk gemacht? Oder ist es so schlecht, dass es tatsächlich niemand bewerten wollte?

Auch wenn Letzteres vielleicht nicht wahrscheinlich ist (es gibt immer Leute, die ihre Bücher bewerten, egal ob es gut oder schlecht ist, andererseits gibt es Menschen, die Bücher nicht bewerten, wenn sie nicht mehr als drei Sterne geben können). Doch hat ein Buch keine einzige Bewertung, ist es sehr gut möglich, dass die Leute einen gewissen Bogen um das Werk machen.

Erst recht, wenn das Buch schon länger online ist. Und ja, ich gestehe, einigen dieser Bücher habe ich auch keine Chance gegeben. Es waren aber zumeist Sachbücher. Da hab ich eher den Büchern vertraut, die schon Bewertungen hatten.

Orientierung

Es dient auch zur Orientierung für Deine Leser*innen. Je besser ein Werk bewertet wird, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass es gekauft wird. Besonders gut kommen durchaus ausführliche und (gefühlt) ehrliche Rezensionen an.

Unter gefühlt meine ich, dass sich die Rezension nicht so liest, als handelt es sich hierbei um eine Gefälligkeitsrezension. Oder auch um Gekaufte. Die kommen überhaupt nicht gut an. Und schlimmstenfalls wirst Du als Autor*in dann sogar abgestraft.

Die Wahrscheinlichkeit, dass deine zukünftigen Leser*innen Dein Buch dann kaufen, ist um einiges größer. Das gilt teilweise auch für negative Rezensionen.

Nicht lachen, aber es gibt einige Menschen, die ein Buch aufgrund einer gut geschriebenen negativen Rezension durchaus kaufen. Sie möchten sehen, ob die Meinung so stimmt, oder ob das Buch doch besser ist, als die Rezension vermuten lässt.

Wenn Deine Leser*innen die Wahl zwischen zwei Büchern haben, können gut geschriebene Rezensionen den Ausschlag geben. Manche werden sich vielleicht beide Bücher kaufen. Aber das ist nicht immer garantiert.

Wertvolle Hinweise

Das Buch ist veröffentlicht und eigentlich möchte man mit dem Schreiben und der Überarbeitung abschließen. Trotzdem kann es in den Rezensionen immer noch wertvolle Hinweise geben, wie man das Buch hätte besser schreiben können.

Sind die Charaktere zu flach? Kommt das Ende zu schnell? Sind die Dialoge einfach zu unrealistisch? Selbst wenn man mit einem Lektorat zusammengearbeitet hat, bedeutet das noch lange nicht, dass das Buch wirklich gut ist.

Selbst wenn Du diese Hinweise nicht in Deinem aktuellen Werk einfließen lassen möchtest, für Deinen nächsten Roman sind sie wertvoll. Denn hier bekommst Du gratis von (hoffentlich) vielen Leser*innen Feedback, wie Deine Geschichte ankommt.

Dieses Feedback kannst Du dann benutzen, um Deine nächste Geschichte noch besser zu machen. Immerhin lernen wir ein Leben lang. Das gilt auch für das Schreiben.

Daher meine Empfehlung: Sehe Feedback nicht als persönlichen Angriff an. Auch wenn die Meinung ein wenig harscher geschrieben wurde. Atme einmal tief durch, mach einen Sparziergang um den Block und backe ein paar Kekse. Aber reagiere bitte gelassen auf das Feedback und lerne daraus. So gewinnst Du auf mehreren Ebenen.

Motivation

Seien wir doch mal ehrlich, wenn den Leser*innen gefällt, was wir Schreiben, dann motiviert es uns doch. Meine Geschichte kommt gut an. Also macht es mir noch einmal mehr Spaß die nächste zu Schreiben.

Dabei ist es komplett egal, ob ich eine Serie schreibe oder Einzelromane. Der aktuelle Roman kam gut an. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich den nächsten kaufen werden, ist dadurch gewachsen.

Natürlich ist es wichtig, dass Dein nächster Roman genauso gut, wenn nicht sogar besser wird, als Dein Letzter. Nur so behältst Du Deine Fans. Aber wenn Du positive Rückmeldung bekommst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das passieren kann.

Ego streicheln

Und klar, seien wir ehrlich, wer sich positiv über unsere Werke äußert, streichelt gleichzeitig unser Ego. Damit meine ich wirklich das Ego streicheln, dass wir doch so genial sind, wie wir es die ganze Zeit gehofft und geglaubt haben.

Wenn Du also eine gute Rezension bekommst, genieße sie einfach. Druck sie Dir sogar aus, Rahme Deine erste fünf Sterne Rezension ein. Was auch immer Du machen möchtest, mach es.

Erstens, es wird das sowieso niemand sehen. Außer natürlich Du lädst jemand zu Dir ein und hast die Rezension prominent an die Wand gehängt. Aber das ist was anderes. Und Zweites, Du musst niemanden davon erzählen. Was in Deiner Wohnung passiert bleibt auch in Deiner Wohnung.

Rezensionen

Rezensionen nutzen

Wie oben schon beschrieben, kann man die Rezensionen nutzen, um daraus zu lernen und das eigene Ego ein wenig zu streicheln. Und das ist durchaus legitim. Autor*innen sind auch nur Menschen. Daher würde ich das nicht verurteilen.

Aber man kann das auch auf andere Art und Weise nutzen. Und zwar für Dein Marketing.

Rezensionen teilen

Wenn jemand Dein Buch bzw. Deine Bücher rezensiert hat, dann ist es eine tolle Möglichkeit, diese Rezension auf Deine Social Media Kanälen zu teilen. Damit lässt Du natürlich andere an Deinem Erfolg teilhaben. Und häufig freuen sich die anderen für Dich, wenn Du eine tolle Rezension bekommen hast.

Damit machst Du natürlich in erster Linie Werbung für Dich. Zugleich aber auch für die*der Rezensent*in. Diese Person hat in der eigenen Freizeit sich hingesetzt und nicht nur Dein Buch gelesen, sondern auch noch dazu eine Rezension geschrieben. Das ist nicht selbstverständlich.

Daher zeigst Du Deine Wertschätzung, wenn Du die Rezension teilst. Dabei ist es egal, ob diese auf einer Verkaufsplattform, einem Blog oder einer Buchplattform veröffentlicht wurde. Und zugleich machst Du auf Dich aufmerksam. Immerhin zeigst Du, dass da jemand Deine Geschichte gut fand.

Negative Rezensionen teilen

Oben erwähnte ich es bereits, es gibt Leute, die Bücher aufgrund einer negativen Rezension kaufen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es notwendig ist, eine negative Rezension zu teilen, oder?

Wenn es eine gut geschriebene Rezension ist, dann kannst Du diese auch durchaus teilen. Natürlich gehört dazu eine gewisse Überwindung. Das stimmt durchaus. Aber damit beweist Du durchaus Größe.

Denn vor einiger Zeit hatte sich ein*e Autor*in über zu wenig Sterne für den eigenen Roman aufgeregt. Das ging durchaus durch Twitter und viele schüttelten den Kopf. Wenn Du also auch eine nicht ganz so positiv ausgefallene Rezension teilst und dazu stehst, dann kommt das durchaus gut an.

Rezensionen

Abschlussgedanken

Es ist abhängig von der Person, welche Gründe Du für Dich auswählst, warum Rezensionen wichtig sind. Der Hauptgrund, damit Du sichtbar wirst und letztendlich auch Deine Verkäufe dadurch angekurbelt werden, ist natürlich ein wichtiger Hauptgrund.

Daher sollte in Deiner Planung, wie Du Dein Buch am besten vermarktest, dazu gehören, so schnell wie nur möglich an Rezensionen zu kommen. Wie Du dann mit denen umgehst, das werden wir uns noch einmal genauer anschauen.

Bis dahin, wünsche ich Dir viel Spaß beim überlegen, wie Du Rezensionen generierst. Und natürlich auch beim Schreiben.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

frau-schreibseele

Mein Thema ist das geschriebene Wort. Das gilt sowohl für Romantexte als auch fürs Lettering, Sketchnote, Bullet Journals und was man noch schreiben kann. Aktuell arbeite ich an meinem ersten Roman, der 2018 veröffentlicht werden soll.

3 Gedanken zu „Warum sind Rezensionen wichtig?

  • 15. September 2018 um 18:09
    Permalink

    Heute (15.09.) ist das E-Book “Blutwette” von Andreas Franz bei Thalia auf Platz 5 im Ranking, ohne eine einzige Rezension. Selbst so ein unbekannter Autor wie ich war sowohl bei Hugendubel als auch bei Weltbild rezensionslos in den Top 100. Sollte die Wichtigkeit von Rezensionen hauptsächlich für Amazon gelten?

    Antwort
    • 18. September 2018 um 18:44
      Permalink

      Hallo Martin,

      danke für den Hinweis. Eventuell könnte das sein. Nur hab ich schon von vielen Leuten gelesen, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass sie ein Buch kaufen, wenn es dazu keine Rezi gibt. Weiterhin hab ich jetzt auch keine Ahnung über die Hintergründe. Wenn es ein internes Ranking ist, wie hoch waren die Buchverkäufe und so weiter.
      Ich will dieses Ranking nicht schlecht reden, keinesfalls, herzlichen Glückwunsch an den Autoren. Nur hab ich keine Vergleichswerte.
      Daher bleibe ich erst einmal bei der Meinung, mit Rezensionen fährt man durchaus gut 🙂 Ohne geht es aber auch <3

      Antwort
  • Pingback: Spubbles Quickies #87 | spubbles 2.0

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