Mit dem Bullet Journal die Pläne schmieden

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das neue Jahr rückt immer näher und näher. Spätestens jetzt setzen sich viele hin und überlegen, welche Projekte sie im kommenden Jahr angehen wollen. Dabei werden häufig Oberthemen aufgeschrieben wie, ich möchte einen Roman schreiben, ich will ein Haus bauen oder ich will meine Wohnung aufräumen.

Und ich möchte Dir heute zeigen, wie Du solche Projekte angehen kannst, ohne an der gigantischen Aufgabe zu verzweifeln.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in meinem alten Blog “Schreibkasten”. Diesen habe ich nun überarbeitet und ergänzt.

Kurze Vorgedanken

Wenn Du ein größeres Projekt angehen möchtest, könnte es Dich entmutigen, weil Du vielleicht nicht weißt, wo Du anfangen sollst. Ein Roman zu schreiben ist halt eine besondere Angelegenheit und erfordert viel Ausdauer und Kreativität und natürlich auch Planung.

Brichst Du aber solch ein gigantisches Projekt auf die einzelnen Punkte herunter, sieht alles mit einem Mal übersichtlicher aus. Und vor allem nicht mehr so beängstigend. Daher möchte ich Dir heute meine Vorlage für einen möglichen Projektplan vorstellen.

Du kannst diesen in Dein BulletJournal einzeichnen, in Dein Projekttagebuch oder auch einfach auf ein DIN-A4 Blatt. Und natürlich kannst Du diesen so abändern, wie Du ihn brauchst. Bei den Bildern handelt es sich um einen Projektplan, den ich in meinem BulletJournal eingetragen habe. Dabei habe ich mich von einer Vorlage inspirieren lassen und diesen dann ein wenig abgeändert.

Dein Projektplan –
Eine kleine Übersicht

Bei diesem Bild siehst Du erst einmal eine kleine Übersicht über den Projektplan, den ich selbst eingezeichnet und benutzt habe (Details zu den einzelnen Punkten folgen gleich). Mir persönlich war es wichtig, dass ich die Punkte übersichtlich sehen kann, daher habe ich alles auf einer Doppelseite untergebracht.

Auf der linken Seite habe ich viel Platz fürs Brainstorming gelassen und auch für eine Zusammenfassung. Und auf der rechten Seite hast Du dann die Möglichkeit, das Projekt in einzelne Punkte aufzusplitten.

Aber kommen wir nun zu den Details.

Dein Projekttitel

Dein Projekttitel

Ich bin der Meinung, dass es gut ist, wenn jedes Projekt einen Titel hat. Dann fällt es zumindest mir leichter, darüber zu sprechen oder mir Gedanken dazu zu machen.

Wenn ich also sage, ich benötige für meinen „Romantitel“ nur noch drei Punkte, dann habe ich zu diesem einen ganz anderen Bezug, als wenn ich sagen würde, ich brauche für meinen Roman nur noch drei Punkte. Welcher von meinen zehn Millionen Romanideen ist damit gemeint?

Dabei gilt natürlich, wenn Du am Anfang Deiner Planungsphase noch gar keinen Namen dafür hast (dabei ist es egal, was für ein Projekt Du damit bearbeiten willst), dann kannst Du Folgendes machen:

  • einen Arbeitstitel wählen
    oder
  • am Ende der Bearbeitungsphase der Vorlage einen Titelnamen vergeben.

Und natürlich kannst Du jederzeit den Namen umändern, wenn Du einen besseren hast. Da musst Du Dich nicht verrückt machen.

Brainstorming

Der große Block auf der Seite ist für Dein Brainstorming reserviert. Hier kannst Du Dir Gedanken machen, welche Punkte Du überhaupt berücksichtigen willst und was alles auf die rechte Seite gelangen soll.

Dieser Bereich ist gerade dann interessant, wenn Du Dir noch gar nicht sicher bist, was Du überhaupt berücksichtigen möchtest. Oder auch dann, wenn Du Deine Gedanken in eine bestimmte Ordnung bringen willst. Und wenn Du noch gar keine Idee hast, was für ein Projekt Du als Nächstes angehen möchtest, ist dieser Platz auch dafür sehr gut geeignet.

Sollte Dir der Platz zu wenig sein, dann kannst Du natürlich auf einem Extrablatt arbeiten, auf der nächsten Seite oder sogar noch Extrablätter am Rand dazu kleben. Da gibt es viele kreative Möglichkeiten. Hauptsache Du schreibst alles auf, was Dir erst einmal einfällt, das Ganze Bearbeiten kannst Du dann in einem zweiten Schritt.

Und der kann so aussehen, dass Du die Punkte dann einkreist, die Dir dann wichtig sind. Es mag zwar sein, dass man bei einem Roman bestimmte Punkte beachtet werden dürfen bzw. sollen. Das musst Du aber nicht.

Sagen wir mal, Dir sind Dialoge ungemein wichtig. Dann wird dieser Punkt eher auf Deiner Liste landen, als die Beschreibung der Umgebung (das ist natürlich nur ein Beispiel, aber ich denke, Du verstehst, was ich damit sagen möchte).

Lass Dich da also von niemandem aus dem Konzept bringen. Es ist Dein Projekt und Du entscheidest allein, was für Elemente bearbeitet werden.

Alternativ: Mind-Map

Letztens hab ich für ein Jahresprojekt ebenfalls diesen Plan benutzt. Anstatt alles aufzuschreiben, was mir zu dieser Idee eingefallen wäre, hab ich ein Mind-Map erstellt.

Es handelte sich um ein Kunstprojekt und ich hatte eine grobe Idee, wie ich diesen entsprechend aufteilen könnte. Daher habe ich dann zu den entsprechenden Oberthemen meine Gedanken notiert und sie von vornherein sortiert.

Das hat in diesem Fall wunderbar funktioniert und war für mich effizienter, als eine reine Stoffsammlung.

Deine Zusammenfassung

Im unteren Teil habe ich für mich noch ein Feld freigelassen, in dem ich eine Zusammenfassung meines Projektes aufschreiben kann. Dies kannst Du dann noch einmal nutzen, um Dir klar zu machen, worauf Du eigentlich wirklich hinaus willst.

Wobei Du gerne im Hinterkopf behalten möchtest, dass sich diese Zusammenfassung jederzeit ändern kann. Zudem kannst Du hier auch noch auflisten, welche wichtigen Punkte Du überhaupt bearbeiten möchtest.

Du kannst die Zusammenfassung auch auslassen, wenn Dich das zu sehr stresst. Auch das ist kein Problem.

Deine Hauptschritte – und brich sie runter

Hier siehst Du eine mögliche Übersicht der einzelnen Punkte, die Du Dir erarbeiten kannst. Hier sind vier Hauptschritte mit vier Unterschritten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du so viele oder so wenige benutzen musst. Es kommt natürlich auf Dein Projekt an.

In dem großen Block kannst Du Dir notieren, was für einen Schritt Du überhaupt bearbeiten willst und weitere Informationen, wenn es für Dich nötig ist.

Sagen wir mal, Du notierst Dir den Hauptpunkt Recherche. Dann kannst Du in dem Feld noch notieren, was genau Du recherchieren willst. Zum Beispiel das Leben im China im Jahre 1359. Oder Du notierst Dir eine bestimmte Stelle in Deinem Roman, wo Du entsprechende Informationen benötigst. Oder was auch immer Dir wichtig ist.

Hier siehst Du es noch einmal im Detail. Links die große Box mit den notwendigen Informationen und rechts brichst Du dann den großen Schritt in kleine Schritte. Bei unserer Recherche könnte es sein, dass Du folgende Punkte abarbeitest:

  1. Recherche im Internet,
  2. Recherche in einer Bücherei für asiatische Literatur (oder die Abteilung),
  3. Gespräche mit Fachleuten,
  4. Zusammenfassung der Informationen zu einem Text.

Und immer, wenn Du eines der Punkte erfolgreich bearbeitet hast, gibt es entweder ein Hacken oder Du malst das Feld aus (oder was auch immer Du machen magst).

Nutze diese Vorlage

Natürlich ist das erklären solch einer Vorlage eine Sache. Aber wenn Du Dich nicht hinsetzt und es ausprobierst, wirst Du nie wissen, ob es nicht was für Dich sein könnte.

Setz Dich also hin und probier einfach mal aus, was Dir diese Vorlage bringt. Und eventuell wirst Du sehen, dass Deine Projekte übersichtlicher werden. Und vor allem, dass Du sie auch wirklich Stück für Stück abarbeiten kannst.

Abschlussgedanken

Natürlich musst Du nicht solch eine Vorlage benutzen, um an Deinen Projekten zu arbeiten. Aber es kann manchmal durchaus erleichternd sein mit etwas zu arbeiten, was die Schritte übersichtlicher zeigt, als nur mit dem großen Stichwort, Romane schreiben.

Probiere und experimentiere herum und denk daran, arbeite auch damit. Denn Listen machen ist eine Sache, sie umzusetzen, das ist die wichtigere.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe Deine

frau schreibseele

frau-schreibseele

Mein Thema ist das geschriebene Wort. Das gilt sowohl für Romantexte als auch fürs Lettering, Sketchnote, Bullet Journals und was man noch schreiben kann. Aktuell arbeite ich an meinem ersten Roman, der 2018 veröffentlicht werden soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.