Hei, hallo und herzlich willkommen,

nun ist es soweit, die Messe ist vorbei. Zwei oder manchmal auch mehr anstrengende Tage liegen hinter uns. Jetzt ist es Zeit für den #Messeblues.

Kurze Vorgedanken

Auch die schönste Zeit ist irgendwann mal zu Ende. Und ich persönlich finde Convention- oder Messetage immer schön. Weil ich endlich mit Leuten zusammen bin, die genauso verrückt sind, wie ich (gefühlt). Und vor allem, ich fühle mich dann verbunden. Sei es, dass wir ähnliche Leseinteressen haben. Oder, dass man sich mit den Leuten über diverse Schreibthemen unterhalten kann.

Daher kann für viele ein #Messeblues eintreten, dass sie die Menschen vermissen. Und vor allem, dass sie sich schon auf die nächste Messe freuen.

Doch wie beendet man eine Messe am besten? Darüber mache ich mir heute ein paar Gedanken.

Kurzer Urlaub

Für mich habe ich entdeckt, dass es immer besser ist, wenn ich nach einer Messe mindestens einen oder sogar zwei bis drei Tage Urlaub habe. Denn eine Messe kann physisch durchaus anstrengend sein. Selbst als Besuchende.

Wenn Du aber den ganzen Tag am Stand stehst, immer bewusst da sein musst und Kontakte pflegst, das ist Hochleistungsarbeit. Das Stehen ist eben physische anstrengend (für Füße und auch Deinen Rücken). Der Rest kann Dich physisch beanspruchen.

Daher kann ich Dir nur ans Herz legen, dass Du Dir danach eine kleine Auszeit gönnst. Der erste Tag könnte sogar für die Heimfahrt in Anspruch genommen werden. Und der zweite Tag, um Dich zu erholen und auszuruhen.

Danach kannst Du Dich auf die Arbeit stürzen. Denn nach der Messe ist vor der Messe.

Inventur und Bilanz

Wenn Du Dich erholt hast, solltest Du Dir ein wenig Zeit nehmen und eine Inventur machen.

Was hattest Du auf die Messe mitgenommen (da solltest Du Dir im Vorfeld notieren, wie hoch die Anzahl von Deinen Mitbringseln sind) und was hast Du wieder nach Hause gebracht.

Das gilt natürlich für alle Medien. Von Büchern, über Merchandising was Du verkauft hast oder auch Deine Lesezeichen und was auch immer. Wie viel hast Du am Ende noch vorrätig. Wobei ich Dir wünsche, dass Du bei Deinen Büchern eine fette 0 schreibst.

Bei der Inventur geht es mir um zwei Dinge:

  • Feststellen, was Du beim nächsten Mal nachbestellen musst. Denn die nächste Messe kommt bestimmt. Daher ist es immer gut zu wissen, was Du noch vorrätig hast und was nicht.
  • Herausfinden, was gut lief. Manche Sachen kommen gut bei Standbesuchenden gut an, andere hingegen nicht. Ein Beispiel: Wenn Du zwei Lesezeichen hattest und einer ging gut weg, während der andere nicht angerührt wurde, weißt Du fürs nächste Mal Bescheid, dass Du den anderen neu designen könntest.

Deine Finanzen

Natürlich ist es auch wichtig, dass Du Dir einen Überblick über Deine Finanzen schaffst. Rechne nicht damit, dass Du die Ausgaben mit dem Verkauf von Büchern und anderen Sachen decken kannst. Falls doch, Glückwunsch dazu. Aber Messen sind eher dafür da, dass Du Werbung für Dich machst.

Die Autorin Tina Folsom sagte einmal auf einer LoveLetter Convention, dass sie für eine Teilnahme viel bezahlen muss. Danach gehen aber häufig ihre Bücherverkäufe hoch. Dadurch finanziert sich das häufig, daran teilzunehmen. Rechne daher eher, dass Du danach einen Anschub an Verkäufen verzeichnen kannst.

Bis dahin solltest Du schauen, was Du eingenommen hast (unter anderem auch für die Steuer, auch wenn ich Dir an dieser Stelle dazu keine Informationen geben kann). Und ja, wenn Du eine ordentliche Summe erreicht hast, darfst Du Dich auch gerne feiern. Das ist durchaus eine Leistung.

Ein Rücbklick

Nachdem Du die harten Fakten notiert hast, kannst Du noch einen weiteren Schritt gehen. Denn wie oben schon erwähnt, nach einer Messe ist immer vor einer Messe. Und mit jedem Messebesuch kannst Du für Dich lernen, wie die nächste besser aussehen kann.

Was war gut?

Am besten nimmst Du Dir dafür etwas Zeit und Papier, sowie ein Stift. Dann notiere Dir alles, was Du für gut befunden hast. Wie war Dein Auftritt, wie haben die anderen auf Dich reagiert und so weiter.

Tatsächlich kann es passieren, dass die Besuchenden direkt eine Rückmeldung geben, was sie an Deinem Stand und/oder Auftritt toll fanden. Schreib das unbedingt auf. Das wäre eventuell ein Thema für Deine nächste Messe. Also, dass Du das wieder anwendest, was gut bewertet wurde.

Aber auch alle Punkte, bei denen Du Dich wohlgefühlt hast und was die Leute positiv aufgenommen haben könnten. Damit meine ich Aktionen, die letztendlich dazu geführt haben, dass Du mit den Besuchenden ins Gespräch gekommen bist. Oder welche sie an Deinen Stand gelockt haben. Eben alles, was Du als positiv bewertest.

Das können auch ganz banale Punkte sein. War es besser zu stehen oder zu sitzen? Wie kam Deine Standdeko an? Oder der Aufbau der Bücher und den dazugehörigen Sachen? Schreib einfach auf, was Dir dazu einfällt.

Was war nicht so gut?

Gerade, wenn Du es die erste oder eine der ersten Messen in Deinem Leben war, war vermutlich nicht alles gut. Das ist völlig normal und keine Katastrophe. Vor allem, wenn die Besuchenden Dich positiv in Erinnerung behalten haben.

Trotzdem empfehle ich Dir, dass Du alles notierst, was Du nicht mehr machen willst. Vielleicht war der Aufbau Deines Standes nicht optimal. Dann kannst Du das nächste Mal das anpassen.

Oder vielleicht hast Du versehentlich im falschen Moment mit dem Handy gespielt (weil es privat was zu klären gab oder Du Deine SoMe Accounts gepflegt hattest). Vielleicht gibt es für das nächste Mal einen Plan, wie Du diese Sachen besser organisieren kannst.

Zwar behaupte ich, wer mit Herzblut dabei ist, wird eher in kleinen Bereichen Fehler machen. Und diese Fehler sind sogar eher kleine Schnitzer. Aber es kann sein, dass die Dir nicht gefallen. Daher schau ruhig mal über diese Punkte. Es kann alles nur charmanter werden.

Was hast Du gelernt?

Mit jeder Messe wirst Du etwas lernen. Sei es, weil Du achtsam die Tage beobachtet hast. Oder auch, weil Du die anderen Stände genauer betrachtet hast.

Seien wir ehrlich, die anderen Autor*innen haben ihre genialen Ideen. Und bei manchen stehe ich da und denke mir, boah ist das geil. Darauf wäre ich selbst nie gekommen.

Schreib alles auf, was Du von den anderen gelernt hast und Du zumindest theoretisch übernehmen möchtest. Gerne auch erst einmal so, wie Du es gesehen hast.

Bei Deiner nächsten Messeplanung kannst Du diese Ideen dann näher betrachten. Meine Empfehlung ist, dass Du diese Sachen nicht eins zu eins übernimmst. Wandle es so ab, dass es individuell wird und zu Dir persönlich passt. Alles andere ist nur eine billige Kopie des Originals.

Mach aus einer anderen Idee etwas Eigenes. Immerhin willst Du Dich ja in den Mittelpunkt setzen. Daher sollte jede Marketingidee auch zu Dir passen.

Nach der Messe … ist vor der Messe

Wenn Du für Dich entschieden hast, bei der letzten von Dir besuchten Messe wieder teilzunehmen, dann ist es durchaus in Ordnung, ein paar Termine zu setzen.

Natürlich ist es nicht notwendig, ein Jahr im Voraus alles zu planen. Aber ich kann Dir empfehlen, trotzdem ein paar Dinge rechtzeitig im Auge zu behalten.

Der nächste Termin

Einige Messeveranstaltende können Dir für die nächsten Jahre im Voraus oder zumindest kurz nach der Messe den nächsten Termin sagen. Notier Dir diesen in Deinen Notizkalender.

Sollte der nächste Termin noch nicht feststehen, empfehle ich Dir, regelmäßig auf der offiziellen Seite zu schauen. Irgendwann wird die Ankündigung kommen. Wenn Du die Möglichkeit hast, die Unterlagen im Vorfeld zu bekommen, fordere sie schon an. Dann bist Du wenigstens da einen Schritt weiter.

Datum der Planung

Irgendwann wird es dann soweit sein. Die nächste Messe will geplant sein. Überlege Dir, wie viel Zeit Du das letzte Mal genommen hast. Und vor allem, ob die Zeit für Dich gereicht hat. Wenn ja, dann setz Dir einen Termin, um diese Zeit entsprechend abzudecken.

Wenn Du also das letzte Mal drei Monate für alles gebraucht hast, notier Dir drei Monate vor der nächsten Messe den Termin. Und halt diesen auch ein. Sonst wird es vielleicht für Dich eng.

War es für Dich zu eng, überleg Dir, wie viel Zeit Du das letzte Mal mehr Dir gewünscht hast. Trag das dann entsprechend ein und erhöh ruhig um eine Woche. Sicher ist sicher. Besser ist es, wenn Du kurz vor der Messe alles erledigt hast und nicht mehr hetzen musst.

Alles weitere …

Wenn Du im Vorfeld schon weißt, bis wann Du etwas anmelden kannst, notier es Dir. Lerne von Deinen bisherigen Erfahrungen. Und ansonsten, genieß die planungsfreie Zeit und schreibe an Deinen nächsten Roman. Dann hast Du auf der nächsten Messe was Neues anzubieten.

Abschlussgedanken

Messen sind einerseits ein Erlebnis. Für introvertierte und schüchterne Messen vielleicht anstrengend (für mich auf alle Fälle). Aber sie bereichern sehr.

Häufig hab ich nach einer Messe- oder Conventionsbesuch den Wunsch, noch mehr und härter an meinen Geschichten zu arbeiten. Denn ich will sie auch endlich auf die große Bühne bringen.

Daher kann ich Dir empfehlen, besuch eine Messe in Deiner Nähe. Nimm die Energie auf (auch als Besuchende kannst Du sehr davon profitieren) und schreib dann an Deinen Geschichten. Du wirst es nicht bereuen.

Und wenn Du selbst zu den Ausstellenden gehörst, mach Dir nicht zu viel Druck für den perfekten Auftritt. Den gibt es nicht. Sorg dafür, dass es Dein Auftritt wird. Der ist dann perfekt – für Dich.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Nach der Messe
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