Hei, hallo und herzlich willkommen,

nichtsahnend sitzt man am PC oder unterhält sich mit jemanden oder sitzt herum und träumt vor sich hin. Doch dann nähert es sich, lauernd, gefährlich und unbahmherzig. Und ehe wir uns versehen, hat dieses gefährliche Monster zugepackt.

Kurze Vorgedanken

Dieses gefährliche Monster überfällt die Menschen häufig völlig unerwartet. Wenn es so weit ist, hat man dann Selbstzweifel. Die zeigen sich dann, dass man an sich und die eigene Arbeit zweifelt und der festen Überzeugung ist, niemals etwas von Wert zu schaffen.

Daher möchte ich heute ein wenig darüber schreiben. Und vor allem, wie man mit den Selbstzweifeln umgehen kann.

Achtung! Wichtig!

Vorneweg möchte ich erwähnen, wenn ich hier von Selbstzweifeln rede, dann meine ich das, was uns gelegentlich überfällt, wenn wir die Erfolge anderer sehen. Als Beispiel. Oder wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Arbeit nicht den Wert hat, den wir uns erhoffen.

Worüber ich nicht schreibe, ist, wenn die Selbstzweifel als Teil einer psychischen Erkrankung ist. Oder sich daraus eine entwickeln könnte.

Solltest Du das Gefühl haben, zumindest Unterstützung zu benötigen, such sie Dir bitte. Erst recht, wenn Du befürchtest, dass Du eine psychische Erkrankung hast. Suche mindestens Deine Hausärztin oder Deinen Hausarzt auf.

Wichtig ist, dass Du Dich um Deine Gesundheit kümmerst. Oder jemanden bittest, der Dir dabei hilft (wenn Du es selbst nicht mehr schaffen solltest).

Danke!

Was sehe ich als Selbstzweifel an?

Letztens hab ich gelesen, wie vier Nornenschwestern für den Seraph nominiert wurden. Klar, ich habe mich wahnsinnig gefreut. Denn tatsächlich gehöre ich zu den Menschen, die kein Neid kennt. Wenn tolle Literatur veröffentlicht wird, darf und soll es entsprechend gewürdigt werden.

Doch sofort nagten die Selbstzweifel an mir (siehe auch obigen Tweet). Damals tauchte die Frage in mir auf, ob ich jemals solch eine Anerkennung erhalten werde.

Tatsächlich geht es mir nicht um einen Preis (auch wenn so etwas natürlich immer toll ist). Es geht mir eher um die Frage, ob es da draußen Personen geben wird, die mein Schreiben nett finden. An mögen oder gar lieben denke ich in solchen Momenten gar nicht mehr. Dazu bin ich selbst nicht in der Lage.

In solchen Momenten zerfetzt der Selbstzweifel all meine positive Energie. Dann ist mein Schreiben schlecht, meine Ideen Schrott und meine Existenz nichtig. Ja, wenn das Monster mich mal packt, dann bitte richtig oder gar nicht.

Für mich bedeutet Selbstzweifel zu haben, Zweifel an der eigenen Arbeit zu besitzen.

Woher kommen die Selbstzweifel?

Eins vorneweg, ich bin keine Psychologin oder Psychiaterin. Daher kann ich keine wissenschaftlich fundierte Antwort auf diese Frage geben. Zumal es vermutlich auch so viele antworten darauf geben kann, wie es Menschen gibt. Denn jeder Mensch kann aus anderen Gründen Selbstzweifel bekommen. Daher werde ich mal meine Geschichte als Beispiel aufführen.

Bei mir ist es so, dass ich von diversen Seiten regelmäßig negativ bewertet werde. Selbst, wenn ich etwas richtig mache, finden einige Leute immer das berühmte Haar in der Suppe. Positive Unterstützung hab ich selbst eher selten erlebt. Und wenn doch, dann erinnere ich mich daran, verzweifelt beinahe schon, weil es nur wenige Augenblicke davon gibt.

Wenn Du in einen solchen Teufelskreis steckst, ist es schwer, sich eine positive Haltung zu bewahren. Dass ich diese trotzdem habe, darüber wundere ich mich. Klar, ich sitze auch schon mal auf meinem Bett und heule vor mich hin. Doch dann sage ich mir, jetzt erst recht und mache weiter. Aber ja, das ist eine durchaus schwere Angelegenheit.

Leider ist es dann so, dass positive Rückmeldungen untergehen. Die negativen Kommentare bleiben eher im Gehirn hängen, als wenn jemand sagt, hei, das hast Du toll gemacht.

Wie mit dem Monster umgehen?

Wichtig ist, dass Du Deine Methode findest, mit diesem Monster umzugehen. Daher kann ich Dir nur ein paar Inspirationen bieten, welche ich teilweise ausprobiert habe. Oder die ich ausprobieren möchte.

Akzeptieren

Es mag sich jetzt ein wenig komisch anhören, aber ich meine das tatsächlich ernst. Wenn wir unterdrücken, dass das Monster uns gerade gepackt hat, dann ist es schwerer, damit umzugehen. Denn ignorieren lässt sich das Monster nicht. Also lassen wir es in unser Leben und können sagen, okay, da bist du ja wieder.

Darüber schreiben

Sei es in den sozialen Medien oder in Dein Tagebuch, schreib darüber. Wenn Du es in Worte fasst, was Dir gerade Kopfzerbrechen bereitet, verliert es häufig seine Angst. Zweifel und Ängste haben nur dann Macht über Dich, wenn Du Dich ihnen verweigerst.

Analysieren

Was genau bereitet Dir jetzt Angst, worüber zweifelst Du? Wenn Du es genau benennen kannst, kannst Du dem auch aktiv entgegenwirken. Zum Beispiel habe ich Angst, dass mein Werk nicht ankommen könnte. Daher könnte ich Auszüge an andere Leute schicken und fragen, was sie davon halten. Kommt es bei denen gut an, könnte es sehr wahrscheinlich sein, dass auch Fremde es gut finden werden. Wichtig hierbei ist, dass Du freundlich kritische Menschen findest.

Erfolgstagebuch

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich den ganzen Tag am PC sitze und am Ende nichts geschafft habe. Dabei stimmt das nicht immer. Daher führe ich seit dem 1. Januar 2019 ein Erfolgstagebuch.

Für mich habe ich entschieden, dass ich jeden Tag mindestens fünf Dinge aufschreibe, die ich am Tag geschafft habe. Das kann vom Lesen, bis hin zum Schreiben und was auch immer.

Wenn ich dann mal wieder am Boden bin, kann ich dann in dem Erfolgstagebuch lesen und sehen, was ich geschafft habe. Das kann dann aufbauend sein.

Lobtagebuch

Für jedes kreative Projekt würde ich ein eigenes Lobtagebuch erstellen. Jedes Mal, wenn Du etwas Positives zu Deinen Geschichten bekommst, druckst Du es aus oder notierst Dir es in Dein Lobtagebuch.

Das können tolle Rezensionen sein, direkte Nachrichten an Dich, welche Dein Buch loben oder Kommentare aus dem Internet. Was auch immer es ist, kleb es ein. Und wenn es Dir nicht gut geht, lies darin. Andere Menschen lieben Dein Werk, Du hast die Beweise.

Abschlussgedanken

Jeder Mensch hat eigene Gründe, warum das Monster Selbstzweifel bei ihr oder ihm zupackt. Und eigene Methoden, mit diesem klar zu kommen. Wichtig finde ich, wenn Du das Gefühl hast, nicht alleine damit fertig zu werden, hol Dir Hilfe.

Manchmal reicht es, wenn Du eine Freundin oder einen Freund darum bittest. Und gelegentlich müssen schärfere Geschütze aufgefahren werden (also medizinische Hilfe und so weiter).

Wichtig finde ich, dass Du Deinen Weg zur Lösung findest. Egal, wie dieser auch aussehen mag.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Kolumne: Von Selbstzweifeln
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