Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man dem Internet glauben kann, dann besteht unter den Leserinnen und Lesern, bedingt aber auch unter den Verlagen, zwei Lager. Einmal die, welche die Bücher lieben und damit die E-Books ablehnen. Und dann die andere Seite, welche sich lieber auf die E-Books stürzen und die Bücher aus dem Haushalt verbannen. Daher möchte ich heute mal den einen oder anderen Gedanken dazu niederschreiben.

Natürlich ist es vor allem interessant, wie sich das auf Deine Veröffentlichungsart auswirken könnte.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 23. September 2016 auf meinem alten Blog. Das ist nun eine aktualisierte Version davon.

Kurze Vorgedanken

Was ein Buch (Print) bzw. ein E-Book ist, werde ich nicht erklären. Ich gehe davon aus, dass Du die beiden Medien kennst und damit auch den Unterschied. Daher möchte ich auf die Vor- und Nachteile eingehen. Und dann, warum Du als Autorin bzw. als Autorin Dich mit beiden auseinandersetzen solltest. Es soll ein Plädoyer dafür sein, beide Medien niemals aus den Augen zu verlieren.

Deine Entscheidung – Beides ist gut

Egal ob Du Bücher kaufst oder diese veröffentlichen möchtest, Du hast heute die Wahl zwischen einem normalen Buch (also der Printversion) und dem E-Book. Beim Letzteren ist es nur notwendig zu wissen, in welchem Format Du das Buch brauchst. Denn nicht jeder Reader ist in der Lage alle Dateien zu lesen. Und einige Reader haben sogar ein eigenes Format.

Es gibt aber legale Portale, die werden im Bezug auf die E-Books um einiges häufiger aufgerufen, als die Konkurrenz. Und bei hartem DRM (also der Schutz, dass das E-Book nicht kopiert wird) kann es passieren, dass man das E-Book nur auf einem einzigen Reader lesen kann.

Fehlt aber das harte DRM, dann kannst Du das E-Book entsprechend formatieren und auf andere Reader lesen. Und zwischenzeitlich verzichten die meisten Autorinnen und Autoren auf das harte DRM, bzw. überhaupt auf jegliche Art von Schutz. Denn sie wissen eines, ihre Bücher können jederzeit geknackt werden (von den Piratinnen und Piraten), wenn sich die Leute anstrengen. Und die ehrlichen Käuferinnen und Käufer werden mit dieser Methode nur bestraft.

Du als Käuferin bzw. Käufer kannst Du zwischen dem E-Book und Buch beim Kauf entscheiden, wenn Du einen entsprechenden Reader zur Verfügung hast. Bücher kannst Du natürlich jederzeit kaufen. Beim Veröffentlichen Deiner Bücher solltest Du Dir überlegen, immer auf beides zu setzen. Warum, das möchte ich Dir weiter unten erklären.

Die Vor- und Nachteile beider Medien

Die Vorteile des Printbuches

Das Buch hat einen Vertrauensvorteil, da es seit einigen Jahrhunderten schon existiert und wir damit auch groß geworden sind. Ich selbst habe mit einem Hardcoverbuch lesen und schreiben gelernt. Und ich behaupte jetzt, dass die meisten Leserinnen und Leser dieses Blogs das gleiche gemacht haben. Sagt Dir das Wort „Fibel“ noch etwas?

Zudem hast Du etwas Materielles in der Hand. Wenn Du in einem Buchladen gehst oder die Bücher online kaufst, dann bekommst Du ein Gegenstand in die Hand, mit dem Du aus dem Laden gehen kannst oder aus dem Paket auspackt. Da wir damit größtenteils groß geworden sind, ist bei einigen das eine gewisse Form der Beruhigung. Für mein Geld kriege ich etwas.

Weiterhin finde ich es immer ein schönes Gefühl, wenn ich sehe, wie die linke Seite des Buches zunimmt, wenn man die Seiten durchgelesen hat. Und die rechte Seite nimmt immer mehr und mehr dabei ab. Immer wenn ich aufhöre zu lesen (weil ich aus der Bahn zum Beispiel raus muss), dann schaue ich schon gerne, wo mein Lesezeichen ist und wie weit ich schon gekommen bin.

Und Du kannst immer lesen. Ein Buch hat kein Akku und kann daher nie ausgehen. Solange es halbwegs hell genug ist, kannst Du also immer lesen.

Die Nachteile des Buches

Du musst ein Medium immer mitnehmen. Egal ob das Buch dünn oder dick ist, Du musst es immer mitnehmen und letztendlich Platz in Deinem Rucksack oder Tasche haben, um es zu tragen. Gerade, wenn Du viel dabei hast, kann das am Ende ein wenig schwer werden.

Weiterhin kann es durchaus nervig sein, wenn man glaubt, dass das Buch noch über den Tag reicht und man es doch schneller ausgelesen hat. Mir ist das schon einige Male passiert, dass ich den ganzen Tag ein ausgelesenes Buch tragen musste. Oder, wenn ich gar nicht zum Lesen komme, dann muss ich trotzdem das manchmal schwere Buch mitnehmen.

Und auf Reisen kann es durchaus schwer sein, sich zu entscheiden, welches Buch man mitnimmt. Zumal sich die Frage stellt, ob man überhaupt so viel Gepäck mitnehmen kann und am Ende überhaupt zum Lesen kommt.

Wenn man da Buch ausgelesen hat und man sich definitiv sicher ist, dass man das Buch nie wieder lesen wird, hat man es im Regal. Und ich selbst weiß nie, wie ich es am besten los werde. Daher muss man sich darum kümmern. Sofern man sich überhaupt davon trennen kann.

Und wenn man in Regen kommt, dann kann das Buch kaputt gehen. Oder die Ecken werden angeknickt. Oder die Schutzfolie geht ab. Mir selbst geht das total auf die Nerven.

Die Vorteile des E-Books

Man kann, theoretisch, Hunderte von Büchern mitnehmen und hat nur einige Hundert Gramm mehr Gewicht dabei. Immerhin muss man nur den Reader tragen und hat eine ganze Bibliothek dabei. Und wenn Du einen Computer mit Internetzugang in der Nähe hast, kannst Du immer neue Bücher kaufen.

Das bedeutet auch, dass Du den Reader auch in den Urlaub mitnehmen kannst. Die oben genannten Vorteile klappen dort auch total gut. Und auch wenn Du mal nicht zum Lesen kommst, dann tut das nicht so weh. Du trägst nicht so viel Gewicht mit Dir.

Wenn Du das Buch danach nie wieder lesen möchtest, dann kannst Du es von Deinem Reader löschen. Gegebenenfalls hast Du es noch auf Deiner Festplatte oder in Deinem Onlineshop, wo Du es bei Bedarf noch einmal herunterladen kannst.

Die Nachteile des E-Books

Du hast kein Medium in der Hand, also kein Buch. Und dadurch fehlt auch der gewisse Bezug dazu. Vielen fehlt sogar so dermaßen der Bezug zum Buch, dass sie manchmal noch nicht einmal benennen können, welches sie gerade lesen.

Weiterhin ist durch den fehlenden Bezug dazu auch das Problem, dass der Respekt vor diesem Medium fehlen kann. Daher kann es natürlich passieren, dass man es nicht als richtiges Buch anerkennt und daher dementsprechend nicht so wahrnimmt, wie es verdient hat.

Und natürlich der größte Gau. Wenn der Akku alle ist, trägst Du eben einen Reader mit Dir, ohne lesen zu können. Das ist genauso, als ob Du ein ausgelesenes Buch mit Dir herumträgst.

Warum sollte Dich als Autorin / Autor dieses Thema interessieren?

Vor einigen Jahren habe ich auf der LoveLetter Convention von Tina Folsom Folgendes gelernt. Und damals sagte sie einen Satz, der mich indirekt bis heute prägt: Deutsche lieben Printbücher. Das bedeutet, dass Du für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser immer das Taschenbuch durchaus anbieten solltest.

Wenn Du Dir die Umfrage von Anfang 2018 anschaust (und die dazugehörigen Kommentare, ganz oben am Anfang des Beitrages), siehst Du, dass die meisten beides gleichzeitig veröffentlichen. Doch welche Gründe könnte es noch geben, neben dem E-Book auch noch eine Printversion zu veröffentlichen?

Einen sehr guten Beitrag findest Du auf der Selfpublisher-Bibel. Die für mich interessantesten hab ich hier aufbereitet. Der Rest berührt mich aktuell noch nicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie deswegen nicht genauso wichtig sind.

Preispsychologie

Gerade im Gay-Romance Bereich entscheiden sich immer mehr Autor*innen und Verlage dafür, nur noch die E-Bookversion zu veröffentlichen. Eine Printversion wird vielleicht mal als Sonderedition zur Verfügung gestellt. Oder bei Lesungen.

Bei vielen ist es jedoch wie folgt: Sehen sie ein E-Book für (sagen wir mal) 5,99 €, dann ist das ein durchaus hoher Preis. Steht daneben aber die Printversion für 10,99 € (als Beispiel), relativiert sich der Preis für das elektronische Buch automatisch. Man spart immerhin ein paar Euros.

Mit anderen Worten, es kann wahrscheinlich sein, dass man dann eher dazu neigt, Dein Buch zu kaufen. Und häufig ist es so, dass Du mit E-Books mehr verdienst, als mit Printbüchern.

Verschenken / Vorzeigen/Verkaufen

Irgendwo gehören diese Punkte für mich zusammen, daher möchte ich sie entsprechend hier gemeinsam aufführen.

Wenn Du jemanden eine Freude bereiten möchtest, zeigen willst, was Du geschrieben hast oder bei Lesungen und*oder Messen Deine Bücher verkaufen kannst, dann sind Printbücher die bessere Wahl.

Meinen beiden tollen Alphaleserinnen würde ich lieber eine Printversion mit einer schönen Widmung schenken, anstatt eines E-Books. Es mag teuerer sein, aber mir ist es wert. Genauso, wenn mich jemand fragt, was ich geschrieben habe. Dann kann ich in meine Tasche greifen und mein Buch herzeigen. Bei Bedarf könnte die Person es sich auch ausleihen. Und klar, auf Messen oder bei Lesungen können die Leute in das Buch reinlesen und es dann kaufen.

Weiter Verkäufe

Wie schon oben mit Tina Folsom geschrieben, Deutsche scheinen Printbücher zu lieben. Auf alle Fälle lieben Leser*innen gerade dann diese, wenn sie keinen Reader haben.

Bietest Du nur die E-Bookversion an, schließt Du einen Teil Deiner Leser*innen aus. Denn viele weigern sich sogar regelrecht sich einen Reader zu kaufen. Und damit Dir am Ende Geld zu geben.

Der Buchhandel

Ganz ehrlich? Ja, ich träume davon, in eine gut sortierte Buchhandlung zu gehen, nach meinem Buch zu fragen (ganz annonym natürlich) und die Antwort zu bekommen, ja, wir haben es, ich bringe Sie dorthin. Und ich behaupte mal, dass es den meisten von uns so geht.

Mit einem Printbuch (und einigen Bedingungen, die ich an dieser Stelle nicht aufführe) ist das möglich. Inwiefern sich die Investition bei Selfpublisher*innen lohnt, ist eine andere Frage. Aber nur wenn Du ein Printbuch hast, kannst Du zumindest theoretisch in einer Buchhandlung landen.

Wie Du siehst, spricht durchaus einiges für die Entscheidung, ein Printbuch zusätzlich zu veröffentlichen. Natürlich musst Du dafür erst einmal investieren. So benötigst Du ein entsprechendes Cover mit Buchrücken und Rückseite.

Solltest Du dabei sein, Dein erstes Buch zu veröffentlichen, empfehle ich Dir bei Unsicherheiten Autor*innen zu fragen, die damit bereits Erfahrungen haben. Die Meisten von ihnen sind total nett und helfen gerne. Alternativ gibt es zwischenzeitlich sicherlich viele Tutorials im Internet, die Dich dabie auch unterstützen.

Die Preisproblematik

Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass die meisten E-Books von Verlagen um den 1 Euro günstiger sind (bei den größeren). Die kleineren Verlage gehen sogar noch weiter mit dem Preis runter. Ich habe schon Preisunterschieden zwischen Buch und E-Book bis zu 50 Prozent gesehen.

Der Grund kann wohl an folgende Problematik liegen:

Vor Jahren habe ich eine Erklärung zum Kaffee in Burn Notice gesehen, die mich überrascht hat. Zumindest kann diese Kaffee-Problematik als Erklärung durchaus Anwendung finden. Und zwar gibt es ja Kaffe mit und ohne Koffein. Normalerweise ist Koffein ein natürlicher Bestandteil beim Kaffee. Wenn man diesen entfernt, dann muss man dafür mehr Aufwand betreiben. Und dadurch sollte der Kaffee eigentlich teurer sein.

Da aber der Kaffee weniger hat, also eben kein Koffein, erleiden wir irgendwo einen Verlust. Und aus diesem Grund weigern sich die meisten Leute, mehr für entkoffeinierten Kaffee zu bezahlen. Da ist ja weniger drin.

Das gleiche Problem sehe ich auch bei den E-Books. Da fehlt ja das Medium Buch, wenn Du ein E-Book kaufst. Und aus diesem Grund weigern sich viele für ein E-Book das gleiche zu bezahlen, wie für ein Printbuch.

Zumal viele sich sagen, dass man dafür kein Papier braucht, keine Druckerei, keine Logistik, keine Lagerkosten und so weiter. Hier benötigt man nur einen Server, er muss einmal formatiert werden und dann noch ein funktionierendes Onlineshopsystem. Und dann kann man dieses Buch einige Millionen Male herunterladen. Das völlig ohne Verlust des Mediums.

Der Aufwand für beide Formen des Buches ist im Vorfeld gleich. Damit meine ich Lektorat, Korrektorat und so weiter. Die Formatierung beider Bücherarten wäre da eher als unterschiedlich zu betrachten. Zumindest werden das die Leute sagen, die sich damit (noch) nicht auskennen.

Daher solltest Du Dir überlegen, Dein E-Book mindestens einen Euro günstiger zu verkaufen. Den gleichen Preis wie ein Buch oder gar mehr zu verlange, ich halte das für keine gute Idee. Außer Dir ist der E-Book-Markt egal und willst, dass Deine Leserinnen und Leser nur die Taschenbücher kaufen.

Abschlussgedanken

Wer Bücher veröffentlicht, sollte durchaus immer beide Medien im Blick haben. Mit E-Books kannst Du auch Experimente wagen. Denn es geht um einiges schneller mit dem veröffentlichen und Du kannst damit weniger Verlust machen.

Auf alle Fälle kann ich Dir nur empfehlen, mit beiden Medien zu arbeiten. Damit machst Du Deine Leserinnen und Leser auf alle Fälle glücklich. Und das ist es, was wir Autorinnen und Autoren letztendlich wollen. Oder?

Trotzdem ist es immer noch Deine Entscheidung. Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Dein Newsletter

Marketing: Dein Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man den ganzen Internetgurus glauben mag, welche Dir erklären wollen, wie Du ein Onlinebusiness aufbaust, dann kommst Du an einem Newsletter nicht vorbei. Dabei ist es egal, ob Du ein Onlineprodukt verkaufen willst, was den Menschen erklärt, wie man ihn zehn Schritten die erste Million verdient oder Deinen Roman.

Bis zur Einführung der DSGVO hatte ich auch einen Newsletter gehabt. Aktuell bin ich am überlegen, mir wieder einen anzuschaffen. Gerade, da ich dabei bin, meinen ersten Roman in die Welt zu lassen.

Zwar bin ich keine absolute Expertin, was dieses Thema betrifft. Trotzdem möchte ich Dir meine zwei Cent dazu anbieten und erzählen, wie es bei mir läuft.

Kurze Vorgedanken

Es heißt immer und immer wieder, wenn Du was verkaufen willst, solltest Du rechtzeitig anfangen Adressen zu sammeln, also E-Mail-Adressen. Denn Du kommst nie so nah an Deine Leser*innen heran, wie über ihr E-Mail-Fach. Und das stimmt.

Seien wir mal ganz ehrlich, wie oft besuchst Du die Internetseite Deiner Lieblingsautor*innen? Wenn Du täglich da bist, dann gehörst Du vielleicht sogar zu den Hardcorefans. Einmal wöchentlich? Sehr gut, das wird sie oder ihn freuen. Mit einem Blog könnte das sogar öfters sein. Wie sieht es mit den Social Media Kanälen aus? Durch die Änderung einiger Algorithmen und der Tatsache, dass Du nicht 24 Stunden online bist, verpasst Du sicherlich auch dort einiges.

Und wie oft rufst Du Deine E-Mails ab? Ich wette mit Dir, mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar noch öfters. Genau dort soll dann auch Dein Newsletter landen. Dort erinnern wir uns daran, ach ja, stimmt, ich hab ja von AutorIn XYZ den Newsletter abonniert, da könnte ich ja auch mal wieder vorbeischauen.

Das ist einer von vielen Gründen, warum Du Dir durchaus überlegen könntest, Dir einen eigenen Newsletter anzuschaffen. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Warum überhaupt einen Newsletter anbieten?

Um es mal ganz brutal zu sagen, wenn die Leute einmal täglich (mindestens) ihre E-Mails abrufen und Dein Newsletter dazugehört, kannst Du dort eher verkaufen. Wie geschrieben, das ist die simple Wahrheit.

Bleiben wir einfach bei Deinem nächsten Roman. Wenn Du ihn bewerben willst, gibt es unzählige Möglichkeiten. Werbung auf Facebook schalten oder bei Twitter darüber schreiben. Sicherlich wirst Du diesen auch auf Deiner Internetseite ankündigen. Und doch kann das alles verpuffen, wenn Du die Leute nicht erreichst.

Wenn Du aber eine genügend große Liste hast (mit Listen werden die Leute gemeint, welche Deinen Newsletter abboniert haben, klingt irgendwie unpersönlich), dann ist das bewerben Deines Buches leichter.

Gehen wir mal von einer idealisierten Beispielrechnung aus. Du hast geschafft, dass sich 1.000 verschiedene Menschen für Deinen Newsletter angemeldet haben. Wenn Du eine Öffnungsrate von 50 Prozent hast, ist das viel. In diesem Fall würden also 500 Menschen Deinen Newsletter öffnen und diesen (hoffentlich) lesen. Und wenn von den 500 Menschen wieder 50 Prozent Dein Buch kaufen, also 250 Menschen, dann bist Du auf Amazon durchaus schon einmal sichtbarer, als ohne diese 250 tollen Menschen.

Das ist die knallharte Realität. Newsletter können dazu genutzt werden, um letztendlich ein Produkt zu verkaufen. Damit meine ich natürlich Deinen nächsten Roman. Aber Du kannst diesen auch noch für weitere Elemente nutzen.

Ich will aber nicht nur verkaufen

Mithilfe des Newsletters musst Du nicht nur Dinge verkaufen. Gerade dann, wenn Du noch Schwierigkeiten hast, wirklich aktiv auf die Leute zu zugehen und zu sagen, hei, mein neuer Roman ist online, magst Du den nicht kaufen, lesen und rezensieren?

Du kannst mit dem Newsletter auch in Kontakt mit Deinen Leser*innen treten. Zum Beispiel schreibst Du, wie weit Du mit Deinem Roman bist oder wo man Dich demnächst antreffen kann (zum Beispiel auf Messen, bei Lesungen und ähnlichen Veranstaltungen). Aber es ist auch möglich, kleine Geschenke zu verteilen. Denn wer auf Deiner Liste ist, gebührt durchaus ein kleines Dankeschön.

Auf diese Weise sorgst Du eher dafür, dass sie auch dort bleiben und wahrscheinlicher Dein Buch kaufen, als wenn Du Dich nur meldest, wenn es heißt, mein Buch ist da, kauft es jetzt. Seien wir mal ehrlich, würdest Du darauf reagieren? Ich wäre schneller weg, als es den Leuten lieb ist.

Wie fange ich überhaupt an?

Bevor wir auf den möglichen Inhalt eines Newsletters eingehen, solltest Du Dir überlegen, welchen Anbieter Du nimmst. Auch hier werde ich keine Werbung machen, weil es so viele verschiedene Anbieter gibt, da musst Du selbst entscheiden, welchen Du nimmst. Es kommt natürlich auf Deine persönlichen Bedürfnisse an und gegebenenfalls, wie viel Du bereit bist auszugeben.

Der Grund, warum ich mich damals für Mailchimp entschied, lag nur daran, dass damals alle davon geschwärmt haben. Zwischenzeitlich sind einige von denen, die eben davon schwärmten, aber zu anderen Anbietern gegangen.

Aktuell ist Mailchimp in einigen Funktionen kostenfrei und zudem arbeitet es im Rahmen der DSGVO. Wenn man hinter die Funktionweise von Mailchimp gekommen ist, dann ist es sogar leicht damit zu arbeiten.

Wenn Du ein Anbieter für Dich gefunden hast, dann schau Dir sämtliche Bedingungen genau an. Bist Du damit einverstanden, kannst Du Dich dort anmelden. Ansonsten, weitersuchen.

Häufig musst Du einiges einrichten. Wenn Du da Probleme hast, ich bin mir sicher, dass Du da nicht alleine bist und schon jemand anderes die gleichen Fragen gestellt hat, die auch Du hast. Gegebenenfalls hat auch jemand auf YouTube einige Videos hochgeladen. Mit anderen Worten, ich bin mir sicher, dass Du eine Lösung finden wirst.

Ein paar juristische Sachen

Wie bei allen anderen Beiträgen schon geschrieben, ich bin keine Anwältin, noch habe ich in irgendeiner Art und Weise eine juristische Ausbildung. Daher bin ich nicht berechtigt, eine Rechtsberatung zu geben. Wenn Du Fragen hast, dann wende Dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt Deines Vertrauens, um diese abzuklären.

Dein Mailanbieter bietet Dir meistens schon von vornherein an, die ganzen juristischen Sachen entsprechend einzufügen und umzusetzen. Zumindest sollte er dies tun. Du musst sie nur noch ausfüllen und dann hat es sich erledigt.

So gilt auch für einen Newsletter eine Impressumspflicht. Das bedeutet, dass Deine Leser*innen auch darüber jederzeit erfahren müssen, mit wem sie es zu tun haben. Daher sollte irgendwo in der Mail Deine Adresse stehen. Es reicht aber meistens aus, dass Du sie bei Deinem Anbieter ausfüllst und dann wird diese automatisch in jedem Newsletter eingetragen. Löschen darfst Du sie hingegen nicht. Mailchimp zum Beispiel weigert sich dann, den Newsletter loszusenden, sollte die Adresse gelöscht worden sein.

Das Double-Opt-In Verfahren

Wenn Du Dich in letzter Zeit für einen Newsletter angemeldet hast, hast Du sicherlich einen Hinweis bekommen, dass Du Deine Adresse noch einmal bestätigen musst. Damit soll gesichert werden, dass Du Dich wirklich für diesen Newsletter angemeldet hast.

Hier wird einfach verhindert, dass Leute E-Mail-Adressen sammeln und in ihre Datenbank einpflegen. Somit würdest Du Mails bekommen, von denen Du noch nicht einmal weißt, dass es diese Anbieter gibt. Und damit wären auch dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Immerhin könnte sich in der E-Mail eine Schadsoftware befinden, welche Deinen PC verseucht und ausspioniert.

Zwar gibt es Ausnahmen, in denen Deine E-Mail-Adresse gesammelt und für den Versand von Werbung verwendet werden darf. Aber unter normalen Umständen sind diese Ausnahmen eher rar gesät. Gehe davon aus, dass Du selbst keine dieser Ausnahmen in Anspruch nehmen darfst. Damit fährst Du schlichtweg sicherer.

Wobei ich auch erlebt habe, dass bei diversen Events Listen umgehen, wo man sich für den Newsletter eintragen kann. In solche Listen hab ich mich auch schon eingetragen. Inwiefern das nun im Rahmen der DSGVO erlaubt ist, da bin ich mir selbst nicht so sicher. Auf alle Fälle musst Du immer nachweisen, woher Du die Adressen bekommen hast. Wenn du das also machst, solltest du auf alle Fälle diese Listen aufbewahren.

Der Abmeldelink

In jeder Mail, welche Du versendest, muss immer ein Link vorhanden sein, über den sich Deine Leser*innen gegebenenfalls abmelden können. Dieser wird meistens automatisch generiert und Du musst Dich nicht darum kümmern. Nur darfst Du diesen ebenfalls nicht löschen.

Wenn sich jemand dann aus Deinem Verteiler abmeldet, wirst Du meistens darüber informiert. Das bedeutet aber nicht, dass Du jetzt die Person anschreiben darfst, um zu erfahren, warum sie oder er sich abgemeldet hat. Denn das Abmelden bedeutet, dass sie oder er keine Mails von Dir mehr erhalten darf. Auch keine Anfragen. Das kann Ärger bedeuten. Akzeptiere es und konzentriere Dich auf die, welche Dir weiterhin die Treue halten.

Da ich mich für viele Newsletter angemeldet habe, neige ich dazu, diese auch ab und an mal auszusortieren. Gerade dann, wenn ich gar nicht mehr weiß, warum ich mich überhaupt angemeldet habe. Was mich bei einem Anbieter sehr geärgert hat, war die Tatsache, dass er den Abmeldelink mit weißer Schrift auf weißen Hintergrund eingefügt hat.

Damit hat er zwar die Regeln eingehalten, ich fand das in diesem Moment aber so unendlich arrogant, dass ich das gar nicht richtig beschreiben kann, wieso. Vielleicht, weil er der Meinung war, mir den Weg zu erschweren, weil er ja angeblich so einen tollen Newsletter hat. Was glaubst Du wohl, wie schnell ich bei dem draußen war.

Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht ein wenig penibel oder was auch immer, aber so etwas schätze ich überhaupt nicht. Akzeptiere, dass sich die Leute abmelden können, und behindere sie auf keinen Fall irgendwie daran. Das kann sogar noch eher dazu führen, dass sie Dich aus deren Leben streichen.

Das Freebie

Ein Freebie ist eine Datei (meistens eine Textdatei als PDF, gelegentlich auch Bilder oder eine MP3 Datei), welche Du kostenfrei denen zur Verfügung stellst, welche sich für Deinen Newsletter anmelden.

Als ich diesen Beitrag auf meinem alten Blog veröffentlicht habe, war ich durchaus von den Freebies überzeugt. Zumal Du nirgends über einen Blog gestolpert bist, der ohne eines ausgekommen ist.

Zwischenzeitlich gibt es sogar eine ganz kleine Bewegung gegen die Freebies. Denn viele empfinden, dass sie nicht nützlich sind. Ganz im Gegenteil, sie könnten sogar schädlich sein.

Und im Rahmen der DSGVO könnte es sogar unschöne Konsequenzen haben, wenn Du eines anbietest (folgende Ausführungen sind, wie immer, ohne Gewähr). In einem Rechtsberatungsbuch hab ich gelesen, dass man eine Anmeldung für einen Newsletter ohne Lockangebote realisieren soll. Es soll, so die Idee dahinter, allen die Möglichkeit geboten werden, sich anzumelden oder es abzulehnen, ohne ein Verlust zu erleiden.

Würde ich also die Anmeldung mit einem Freebie belohnen, würden die, die sich nicht anmelden, eben diesen Verlust erleiden. Und hätten einen Nachteil. Daher könnte es passieren, dass Dir am Ende vielleicht sogar eine Anwältin oder ein Anwalt auf Dein Dach steigt (wie geschrieben, ohne Gewähr).

Wie steh ich zur Sache

Geplant ist, dass ich mich wieder um das Thema Newsletter bemühe. Aber dieses Mal würde ich tatsächlich kein Freebie mehr für die Anmeldung anbieten. Und zwar aus zwei Gründen.

Einmal wegen der rechtlichen Unsicherheit. Es heißt zwar irgendwie, irgendwo, man dürfe keines mehr anbieten, weil es verboten sein könnte. Und doch bieten viele Leute diese dann doch an. Dann sitze ich da und denke mir, was denn nun? Darf ich oder darf ich nicht?

Zudem möchte ich, dass die Lesenden sich meinen Newsletter deswegen zu Gemüte führen, weil der Inhalt und ich sie interessieren. Und nicht, weil es ein Geschenk gibt.

Eine Alternative

Wenn Du kein Freebie anbieten möchtest, dann gibt es durchaus eine Alternative. Du schenkst Deinen Lesenden zwischendurch etwas. Das machen wir ja auch mit unseren Freund*innen. Immer, wenn ich etwas sehe, wobei ich an meine Freundschaften denke, bekommen diese ein kleines Geschenk.

Du hast eine Kurzgeschichte geschrieben? Vielleicht packst Du es nicht auf Deine Seite, sondern schenkst es Deinen Lesenden. Oder ein Kapitel aus Deinem nächsten Roman. Egal was. Da kannst Du Dir so vieles einfallen lassen. Deiner Kreativität ist keinen Grenzen gesetzt.

Dein Inhalt

Wiederholung des Blogbeitrages

Da mag ich vielleicht allein auf weiter Flur stehen, aber ich persönlich finde es nervig, wenn ich eine E-Mail bekomme und dabei lediglich darauf hingewiesen wird, mein neuer Blogbeitrag ist online. Gut, meistens gibt es noch ein paar Hinweise zum Text, aber diese Art von Newsletter bietet mir persönlich keinen Mehrwert.

Und ehrlich gesagt, für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich solche Newsletter konsequent abmelden werde, wenn sich keine Besserung einstellt. Per se habe ich nichts gegen solche Mails. Aber dazwischen darf auch etwas kommen, was nur ich als Newsletterleserin bekomme und niemand sonst. Darauf kommt es mir persönlich an.

Wenn Du dazwischen auch Beiträge schreibst, die ich nur im Newsletter lesen kann, dann ist das wieder etwas Besonderes. Und Du behältst meine Adresse. Daher kann ich Dir empfehlen, dass Du da mischst, wenn Du schon Werbung für Deine Blogbeiträge machen möchtest.

Eigene Inhalte

Mit eigenen Inhalten meine ich, die eben erwähnten Mails mit Beiträgen, die ich nur als Newsletterleserin bekomme. In meinem Fall bekommst Du die Informationen zum Weltenbau nicht hier auf dem Blog, sondern nur dann, wenn Du Dich für den Newsletter anmeldest.

Aber wenn Du keinen solchen Themenblog hast, dann kannst Du auch Leseproben schicken, die man nur über Deinen Newsletter bekommt. Oder Kurzgeschichten. Informationen aus Deinem Alltag. Oder was auch immer Dir wichtig ist. So habe ich auch schon gelesen, dass manche ihren nächsten Roman erst einmal per Newsletter versenden, um zu sehen, wie die Reaktionen sind. Das ist auch möglich.

Der Inhalt sollte zu Dir, Deiner Persönlichkeit, Deiner Arbeit und Deiner Internetpräsenz passen. Notfalls mach Dir ein paar Gedanken, was zu Dir und Deinem Thema passen könnte und überleg Dir für die ersten sechs Newsletter die Themen. Nach und nach wirst Du sicherlich ein Händchen dafür entwickeln und die Themen fliegen Dir nur so zu.

Häufigkeit

Bei einigen Newsletter, die ich erhalte, bin ich durchaus überrascht, dass es die Leute noch gibt. Das liegt schlichtweg daran, dass ich teilweise über Monate und in einem Fall sogar über einem Jahr hinweg nichts lese, weil sie nichts senden. Das ist keine gute Idee. Man sollte sich durchaus regelmäßig melden.

Du musst Dich nicht jede Woche melden. Einmal alle zwei bis drei Monate können ausreichen. Nur mach es auch bitte. Bei Deinen Hardcoreleser*innen ist das kein Problem. Wenn Du aber dafür sorgen möchtest, dass sich Deine Newsletterleser*innen dazu entwickeln, musst Du dafür Sorgen, dass sie Deine Romane lesen. Und das bedeutet, bring Dich regelmäßig in Erinnerung.

Bei einer Autorin, die sich schon seit über einem Jahr nicht gemeldet hat, habe ich gerade mal auf ihrer Facebook-Seite geschaut. Sie ist noch aktiv und hatte sogar vor Kurzem wieder was gepostet. Durch die Algorithmen hab ich das nicht gesehen und somit verpasste ich, dass sie einen neuen Roman veröffentlicht hat.

Hätte sie das in ihrem Newsletter geschrieben, bei dem ich ja noch immer auf der Liste stehe, hätte ich das gesehen. So ist das aber verschenktes Potenzial, welche die Sichtbarkeit ihres Romans um einiges hätte erhöhen können.

Und ja, wieder die DSGVO: Du solltest eine Seite auf deiner Webseite oder Deinem Blog einrichten. Dort informierst Du (durchaus auch kurz) darüber, was Du in Deinem Newsletter anbietest. Und auch, wie oft im Monat dieser erscheint. Denn zu häufig kann scheinbar auch ein Abmahngrund werden.

Kleiner Tipp: Halte Dir immer noch eine ganz kleine Hintertür offen. Schreib dazu, dass Du nur in Notfällen eine zweite Mail außerhalb des üblichen Rhythmus schreibst. Willst Du einmal im Monat eine Mail schreiben, ist das in Ordnung.

Nehmen wir aber an, Du hast noch etwas ganz Wichtiges zu schreiben. Entweder Du wartest auf den nächsten Newsletter oder erlaubst Dir, noch eine zu schreiben. Aber ich würde Dir empfehlen, solche Ausnahmen auch wirklich als Ausnahmen zu belassen. Sonst kannst Du daraus eine Regel machen und sie auf Deine entsprechende Seite einfügen.

Letzte Frage: Du, Sie oder doch eher ihr?

Letztens fragte auf Facebook jemand, ob man die Leute in einem Newsletter duzen darf, sie Siezen oder doch eher, als ihr ansprechen sollte?

Das „ihr“ finde ich persönlich absolut fürchterlich. Es ist unpersönlich und, ne, nicht meins. Damit spreche ich letztendlich niemanden direkt an und kann mich auch irgendwie herauswinden, wenn es mal unangenehm wird. Wenn es nach mir ginge, sollte niemand „ihr“ benutzen. Aber trotzdem darfst Du das verwenden, wenn es für Dich passt.

Ansonsten empfehle ich Dir, dass Du im Newsletter die gleiche Anrede verwendest, wie auf Deinem Blog oder Deiner Internetseite. Damit trittst Du einheitlicher auf und damit spüren die Leute eine gewisse Verbindung zwischen den Medien.

Zwischenzeitlich ist das Du durchaus im Internet akzeptiert. Denn man kann höflich und respektvoll sein, auch wenn man sich duzt. Und man kann auch sagen, Sie Frau oder Herr Arsch*****. Das eine schließt das andere nicht aus.

Benutz die Anrede, mit der Du Dich wohlfühlst. Das ist wohl der beste Rat, den ich Dir hier geben kann.

Abschlussgedanken

Dein Newsletter macht durchaus Arbeit, darüber will ich nicht hinwegtäuschen. Aber letztendlich kann das auch ein verdammt gutes Werbemittel für Dich und Deine Romane sein. Daher ist es empfehlenswert, genau jetzt und heute damit anzufangen. Wenn Du eine Internetseite aufbaust, dann solltest Du auch sofort über einen Newsletter nachdenken. Und nicht erst Monate später.

Daher plane mit dem Newsletter als aktives Werbemedium für Dich ein. Du wirst es schon noch zu schätzen wissen.

Und vor allem, informiere Dich noch einmal über alle möglichen rechtlichen Irrwege. Dazu noch ein Buchtipp (und KEIN Affiliate-Link): Recht im Online-Marketing von Christian Solmecke und Sibel Kocatepe.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim erstellen und versenden Deines ersten Newsletters.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Happy End, Bad End oder doch eher Open End

Happy End, Bad End oder doch eher Open End

Hei, hallo und herzlich willkommen,

jede Geschichte braucht einen guten Anfang und ein gutes Ende. Doch was ein gutes Ende ist, das ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. Zumal es verschiedene Arten von Enden gibt.

Kurze Vorgedanken

Viele Autor*innen machen sich Gedanken über einen starken Anfang. Das ist gut und wichtig. Denn habe ich erst einmal meine Leserinnen eingeladen meinen Roman zu lesen, habe ich sie so gut wie im Sack, dass sie auch gerne bis zum Ende den Roman lesen möchten.

Doch wenn eben dieses Ende nicht befriedigend ist, dann könnte es sein, dass sie nicht noch einmal zu einen meiner Geschichten greifen. Sie sagen sich dann, dass eben Autorin X oder Autor Y unbefriedigende Enden schreiben und eben das möchten sie sich nicht antun.

Doch vorher sollte man für sich klären, was für ein Ende man überhaupt schreiben möchte. Denn, wie die Überschrift sagt, gibt es drei Möglichkeiten. Nun gut, ich gestehe, ich kenne selbst nur diese drei Möglichkeiten, aus der Geschichte auszusteigen. Vielleicht gibt es mehr. Aber mir selbst sind sie nicht über den Weg gelaufen.

Happy End

Vermutlich muss ich nicht viel zum Happy End sagen. Denn wir alle haben bestimmte Bilder vom Happy End im Kopf. Sie kriegt ihn, der Held reitet in den Sonnenuntergang, das Böse wird besiegt und so weiter. Von normalen Happy Ends bis eben zu denen, die voller Klischees nur so triefen.

Am Ende bekommen die Guten ihre Belohnung und die Bösen eine Tracht Prügel. Auf alle Fälle fühlen sich die Leser*innen und Zuschauer*innen (von Serien oder Filmen) gut aufgehoben, wenn eben alles gut ausgeht.

Bei den meisten Romanen, die ich kenne, gibt es eigentlich ein Happy End. Zwar können einzelne Personen einen kleinen Verlust erleiden, aber auf Dauer bekommen alle, was sie verdient haben. Das ist in den meisten Genres irgendwie ein Usus.

Zudem verlangen viele Verlage auch ein Happy End. Gerade wenn Du im Romance Bereich schreiben möchtest, solltest Du darauf gefasst sein, dass Dein Bad End oder Open End nicht gerne gesehen wird. Das kann eventuell dazu führen, dass man Dich bittet, Dein Ende umzuschreiben. Alternativ bekommst Du für Dein Ende eine Absage.

Aber wir haben häufig ein Bild davon, dass zum Beispiel im Liebesromanbereich die Heldin und der Held sich kriegen. Das ist nicht unbedingt notwendig. Es kann auch sein, dass die Heldin den Helden in den Wind schießt und sich endlich bewusst wird, was sie wirklich im Leben will. Leider wird das eher selten geschrieben.

Auch wenn Dein*e Held*in nicht ihr Ziel erreicht, so wie sie*er es angestrebt hat, kann sie*er trotzdem ein Happy End bekommen. Es muss sich am Ende halt gut anfühlen. Das ist irgendwo das Wichtigste. Und wenn Du das schreiben kannst, weil es zur Geschichte passt, dann hat Deine Geschichte ein Happy End verdient.

Bad End

Bad Ends bedeuten nicht zwangsläufig, dass alles in einer Katastrophe endet. Aber es kann in dieser Richtung gehen. Häufig lese ich Bad Ends eher bei Kurzgeschichten. Vermutlich liegt es daran, dass man sich hier emotional nicht so sehr einbringt und dass es daher nicht so sehr wehtut, wenn man die Charaktere ein wenig mehr leiden lässt.

Bei einem Liebesroman würde das bedeuten, dass die Heldin nicht nur von ihrem Helden getrennt wird. Es geht sogar so weit, dass er stirbt und sie letztendlich allein zurücklässt. Oder auch andersherum.

Bad Ends bedeuten, dass Du Deine Leser*innen emotional sehr belastest. Sie haben sich über Tage hinweg mit Deinen Charakteren beschäftigt, sich mit ihnen auseinandergesetzt, mit ihnen geliebt und gelitten. Und als Belohnung bekommen sie ein Bad End.

Das ist nichts Schlechtes, nicht dass wir uns jetzt missverstehen. Gut eingesetzt kann auch ein Bad End ein gutes Ende sein. Und das nicht nur für Kurzgeschichten. Das Wichtige hierbei ist, zumindest finde ich es, dass es zur Geschichte passt.

Damit meine ich, dass es schwer zu verkaufen ist, dass die ganze Geschichte über Rosa und Liebe und Licht und so weiter ist und dann auf einmal bekomme ich als Leserin ein Bad End präsentiert. Und das völlig aus dem Nichts. Das ist ein schlechtes Bad End.

Bei einer ernsteren Geschichte könnte ich mir hingegen ein Bad End gut vorstellen. Hauptsache es überzeugt mich. Dann hast Du mich auch als Leserin für Deine weiteren Geschichten gewonnen.

Von einigen Autorinnen und Autoren hab ich gelesen, dass sie gerne Bad Ends schreiben würden. Aber die Angst vor den Reaktionen ihrer Verlage und letztendlich der Leserinnen und Leser hält sie davon ab. Dabei wäre es schön, wenn sie sich trotzdem trauen würden zu experimentieren. Denn letztendlich könnte das auch eine sehr gute Geschichte werden.

Wenn man sich eben traut.

Open End

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an den Deutschunterricht, als die Kurzgeschichten besprochen wurden. Dort wurde gesagt, dass man jede Kurzgeschichte unbedingt und auf jeden Fall mit einem offenen Ende ausklingen lassen soll. Zwischenzeitlich halte ich das für völligen Unsinn, doch dieser Satz hat mich über zu viele Jahre sehr geprägt.

Wie die Bezeichnung schon sagt, endet Deine Geschichte mit einem offenen Ende. Das bedeutet im Grunde genommen, man weiß nicht so genau, was mit den Charakteren am Ende alles passiert.

Es könnte gut ausgehen, es könnte auch schlecht mit den Charakteren weitergehen. Ich kann Dir nur eines hierbei empfehlen. Lass Deine Leser*innen nicht ganz in der Luft hängen. Wenn Deine Charaktere gerade dabei sind, die gegnerische Burg zu stürmen (in einem Fantasyroman), dann empfiehlt es sich natürlich zu zeigen, ob sie erfolgreich sind oder nicht.

Eine Ausnahme kann sein, wenn die Erstürmung dieser Burg gar nicht Teil des Handlungsstranges ist. Wenn also der Weg zur Burg der wichtige Teil ist, dann kannst Du auch gerne kurz vorher abbrechen. Aber ich denke, dass Du den Sinn schon verstehst.

Open Ends sollten aber genauso enden, als offenes Ende. Es kann aber durchaus passieren (und ich bin auch der Meinung, das in einem Film und in der einen oder anderen Geschichte mitbekommen zu haben), dass die Autorin oder der Autor das versaut. Und zwar mit einem Epilog. Dort wird dann erzählt, was aus den ganzen Charakteren passiert ist.

Das Open End lässt mir als Leserin die Möglichkeit, dass ich mir selbst ausmalen kann, was aus den Figuren geworden ist. Wenn ich in einem Epilog erzählt bekomme, was aus denen wurde, kann ich das auch in den Roman packen. Dann brauche ich kein Open End zu schreiben.

Eine weitere Schwäche des Open Ends kann der sein, dass Deine Leser*innen einen nächsten Teil erwarten. Daher empfehle ich klar zu machen, und zwar innerhalb der Geschichte, dass nach dem Band Schluss ist. Wenn Du eine Reihe schreibst, musst Du das Ganze sowieso anders aufziehen. Daher bleibe ich hier bei einem Einzelband.

Vorsicht! Cliffhanger!

Der vollständigkeitshalber erwähne ich es noch an dieser Stelle, ein Cliffhanger hat natürlich nichts mit einem Open End zu tun. Der Cliffhanger dient dazu, dass Du Deine aktuelle Geschichte so abbrichst, dass sie ein Ende hat. Aber natürlich soll sie neugierig auf den nachfolgenden Band machen.

Daher bewerte ich den Cliffhanger als eine Art Zwischenende. Erst wenn Du Deine Reihe vollständig beendet hast, musst Du natürlich auch ein richtiges Ende finden. Und dieser reiht sich dann in die oben genannten Kategorien ein.

Welches Ende solltest Du schreiben?

Du solltest das Ende schreiben, was am besten zur Geschichte passt. Das ist das wichtigste Kriterium. Wenn es ein Bad End ist, dann schreib diesen. Wenn nicht, dann quäl Deinen Plot nicht mit einem Ende, das niemanden am Ende glücklich macht. Vor allem Dich nicht.

Du kannst das Ganze natürlich überlegen, während Du plottest. Oder aber auch spontan, während Du schreibst. Immerhin kann sich die Geschichte während des Schreibens durchaus noch einmal verändern. Auf alle Fälle darf gerne alles Hand in Hand gehen, damit es zu einem großen Ganzen wird.

Wenn Du das schaffst, dann wird aus Deinem Roman eine tolle Geschichte. Davon bin ich überzeugt.

Abschlussgedanken

Dieser Beitrag soll als Übersicht und auch als kleine Erinnerung dienen, was für Möglichkeiten Du hast. Und theoretisch kannst Du allein mit dem Happy End eine Menge machen. Das Wichtige ist halt, dass Du weißt, was Du machst und vor allem, warum Du es machst.

Wenn Du das immer im Hinterkopf behältst, dann steht einer guten Geschichte mit einem tollen Ende nichts im Weg.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Dein Blog

Marketing: Dein Blog

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es kann sein, dass Du Dir sagst, dass eine Internetseite an sich eine interessante Sache ist. Aber eben nicht für Dich. Für Dich kommt so etwas nicht infrage. Das mag daran liegen, dass Du keine Ahnung von HTML hast (und der Meinung bist, dass Du das benötigst). Und überhaupt ist ein Blog doch viel interessanter.

Oder Du weißt noch nicht, was interessanter für Dich sein könnte, eine Internetseite oder eben ein Blog. Darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.

Kurze Vorgedanken

An dieser Stelle möchte ich keinen Beitrag darüber schreiben, welcher Blogbetreiber nun am besten ist. Die einen schwören auf WordPress, die anderen auf Blogspot und die Dritten auf einen völlig anderen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, welchen Anbieter Du wählen könntest, sprich mit den Leuten, welche die jeweiligen Anbieter gewählt haben und frag sie nach deren Vor- und Nachteilen. Es kann natürlich sein, dass Du es mit Hardcorefans zu tun bekommst. Das ist völlig in Ordnung. Ich gehe davon aus, dass Du trotzdem vernünftige Antworten erhältst.

Zusätzlich kannst und solltest Du noch bei den Anbietern selbst recherchieren, was sie Dir zu bieten haben. Du kannst auch einfach einen Probeblog anlegen, um zu sehen, wie es hinter der Bühne aussieht. Und danach kannst Du immer noch entscheiden.

Warum überhaupt ein Autor*innenblog und nicht nur eine Internetseite?

Ein Autor*innenblog ist um einiges direkter als eine Webseite. Eine Webseite ist eine zumeist statische Angelegenheit. Das bedeutet, Du erschaffst sie, aber häufig ist eine direkte Kommunikation mit Deinen Leser*innen etwas schwieriger (außer Du hast ein Gästebuch – eine eher aussterbende Angelegenheit).

Bei einem Blog sieht das meistens ein wenig anders aus. Denn hier hast Du die Kommentarfunktion. Wenn Du also einen Beitrag schreibst und veröffentlichst (und die Funktion nicht ausgeschaltet hast), dann können Deine LeserInnen direkt mit Dir in Kontakt treten.

Damit ist der Blog ein wenig näher an dem sogenannten Web 2.0. Deine Leser*innen konsumieren nicht nur, was Du ihnen bietest, sondern können dazu Stellung nehmen. Zwar in einem vorgegebenen Rahmen (sie werden aller Wahrscheinlichkeit in erster Linie auf Deine Beiträge reagieren), aber der Kontakt ist weitaus mehr gegeben, als bei einer Internetseite.

Daher kann es sich schon lohnen, zumindest darüber nachzudenken, ob Du nicht zu einem Blog greifst.

Entweder – Oder, oder doch beide zusammen?

Einigen stellt sich die Frage, ob sie nur eine Webseite erstellen sollen oder einen Blog. Andere hingegen entscheiden sich für beide Sachen. Das hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile.

Eine Internetseite lässt sich um einiges leichter pflegen. Und zwar spätestens dann, wenn es etwas Neues von Dir gibt. Sei es eine neue Geschichte, ob Du irgendwo auftrittst (zum Beispiel auf Buchmessen) oder was auch immer Dir wichtig ist.

Ein Blog will hingegen regelmäßig gepflegt werden. Regelmäßig bedeutet nicht jede Woche ein oder zwei Beiträge. Das kann auch nur einmal im Monat sein. Aber es empfiehlt sich trotzdem eine Art Redaktionsplan zu erstellen, was Du wann veröffentlichen willst.

Damit verhinderst Du, dass bei Deinen Leser*innen sich ein gewisser Frust aufbaut. Wenn sie jede Woche nachschauen, ob ein neuer Beitrag online gestellt wurde und da keiner ist und sie nicht wissen, wann der nun kommt, dann werden sie immer weniger Deine Seite aufsuchen.

Daher ist es immer gut, solltest Du Dich für einen Blog entscheiden, dass Du klar machst, wann Deine Beiträge erscheinen. Das könnte der Erste eines Monats sein, oder immer montags oder immer etwas am Wochenende. Es ist egal, wann Du Deine Beiträge schreibst (auch wenn das Blogprofis vielleicht anders sehen dürften). Wichtig ist, dass Du regelmäßig schreibst und Deinen Leser*innen auch sagst, wann sie mit einem Blogbeitrag rechnen können.

Wenn Du beides miteinander mischst, dann kannst Du ein statisches Element mit einem dynamischen kombinieren. Das statische Element der Internetseite (die eher unregelmäßig aktualisiert wird) und das dynamische Element des Blogs (das regelmäßig einen Beitrag von Dir erwartet).

Der Vorteil eines Blogs

Mit einem Blog kannst Du Dich schreibtechnisch austoben. Du kannst Deine Meinung kundtun, Schnipsel aus Deinem aktuellen Projekt posten, Texte veröffentlichen, die sonst nie das Licht der Welt erblicken würden, Tipps und Tricks zum Schreibprozess geben oder was auch immer Dich so bewegt.

Als Autor*in kannst Du aus allem schöpfen, was Dich interessiert oder Dich gerade beschäftigt. Da gibt es keine Grenzen. Immerhin bist Du Schriftsteller*in, dass bedeutet, dass Du kreativ genug bist (oder zumindest sein solltest), um genügend Material zu haben, damit Dein Blog gefüllt wird.

Da die meisten Blogs eine Kommentarfunktion haben, können Deine LeserInnen auf die Beiträge reagieren und Du kannst entsprechend darauf antworten. Und damit ist es möglich, dass ihr miteinander in Kontakt tretet. Denn ein Blog lebt nicht nur von den Beiträgen, es lebt von der Kommunikation.

Zudem kannst Du schneller auf bestimmte Ereignisse reagieren, die aktuell in der Welt des Schreibens passieren. Nehmen wir an, es gibt eine wichtige Änderung in der SP-Szene oder der Verlagswelt und Du hast das Bedürfnis darüber etwas zu schreiben, Dein Blog ist der passende Ort dafür.

Natürlich könntest Du einen solchen Text auch auf Deiner Internetseite packen, das stimmt. Aber wenn Du regelmäßig so etwas schreibst, könnte es passieren, dass diese irgendwann unübersichtlich wird (dafür gibt es ja die Beitragsübersicht im Pull-down-Menü). Zudem kannst Du Dich nicht mit jemandem austauschen, die oder der ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht hat, die Sache anders sieht oder nachfragen hat.

Und theoretisch könnte ein Blog auch eine Internetseite ersetzen. Es spricht also eine Menge für einen Blog.

Die Nachteile eines Blogs

Natürlich musst Du ihn regelmäßig füttern (auch wenn es nur einmal im Monat ist). Das bedeutet, Du musst Dich hinsetzen und etwas schreiben und es dann auch zu einem bestimmten Termin veröffentlichen.

Das bedeutet, dass Du ein Thema finden musst, um darüber zu schreiben. Gegebenenfalls musst Du recherchieren oder Deine Meinung argumentativ untermauern. Auf alle Fälle machen die Beiträge durchaus arbeit. Rechne gerne mit mehreren Stunden für einen halbwegs guten Beitrag.

Und natürlich will dieser auch überarbeitet werden (nicht immer ist es gut, die erste Fassung zu veröffentlichen). Denn Satzverwirrungen können sich einschleichen oder Du wiederholst Dich. Das kann alles vorkommen und kommt auch vor.

Weiterhin kann es durchaus auch frustrierend sein, wenn die Leute nicht auf Deinen Beitrag reagieren. Gerade am Anfang bedeutet das also, dass Du einen sehr langen Atem haben solltest.

Im ersten Jahr meines Bloglebens war es so, dass ich schon richtig glücklich war, wenn am jedem Tag der Woche überhaupt welche meinen Blog aufgesucht haben. Und wenn ich mehr als 10 Klicks am Tag hatte, ich war so glücklich wie eine Schneekönigin. Likes oder gar Kommentare waren trotzdem sehr rar gesät. Das sind schlichtweg Fakten, mit denen man sich durchaus beschäftigen sollte.

Erst nach und nach passierte es, dass ich jeden Tag Besucher*tnnen auf meinem Blog begrüßen darf und das sogar im hohen zweistelligen Bereich und auch teilweise im dreistelligen Bereich. Aber auch wenn Du Dich an die ganzen Tipps und Tricks von irgendwelchen Blogexpert*innen hältst, es wird immer eine gewisse Zeit dauern, bis Dein Blog berühmt wird.

Es könnte sein, dass das anders aussieht, wenn Du vorher schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hast. Aber rechne einfach erst einmal damit, dass der Anfang schwer wird. Das sage ich nicht, um Dich zu entmutigen. Ganz im Gegenteil, je mehr Du an Dich und Deinen Texten arbeitest, desto schöner wird die Belohnung. Ich möchte Dich nur darauf hinweisen, dass die Sache eben ihre Zeit benötigt. Aber es kann sich durchaus lohnen.

Der rechtliche Kram

Da ich das schon in meinem Beitrag rund um die Internetseite erwähnt habe, möchte ich mich hier nicht wiederholen. Daher bitte ich Dich höflichst, dort alles Weiter nachzulesen, vielen Dank.

Die Kommentarfunktion

Da eine Internetseite nicht zwangsläufig über eine Kommentarfunktion verfügt, außer Du entscheidest Dich ein Gästebuch einzufügen, möchte ich an dieser Stelle gesondert darauf eingehen, da es hierbei durchaus was zu beachten geben kann.

Aber auch hier gilt, ich selbst bin keine Juristin oder hab eine juristische Ausbildung mit der Erlaubnis, eine entsprechende Beratung anzubieten. Wenn Du also weitere Fragen hast, bitte ich Dich, dass Du Dich damit an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt wendest. Dort wird Dir sicherlich bei speziellen Fragen geholfen.

Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, Du bist für die Kommentare der Anderen verantwortlich. Das bedeutet, was auch immer auf Deinem Blog als Kommentar hinterlassen und nicht von Dir kontrolliert wird, kannst Du dafür gegebenenfalls verklagt werden. Zumindest war das die Rechtsprechung vor einigen Jahren so (damals auch mit Gästebüchern und Foren).

Und ich befürchte, dass sich zwischenzeitlich nicht viel daran geändert hat. Immerhin gab es vor einigen Jahren (zumindest meine ich mich daran zu erinnern) ein Urteil, dass man auch dafür verantwortlich ist, was auf der eigenen Facebook-Seite geteilt wird. Warum sollte sich also daher die Sache auf dem Blog als Kommentar geändert haben?

Aber keine Panik, es gibt die eine oder andere einfache Methode, um das alles zu umgehen.

Keine automatische Freischaltung der Kommentare

Eine für mich wichtige Einstellung bezüglich der Kommentare ist die, dass diese nicht automatisch freigeschaltet werden. Auch dann nicht, wenn die entsprechende Person bereits auf meinem Blog kommentiert hat. Denn man weiß nie, mit was für Personen man es zu tun hat. Dann schaltest Du einen Kommentar frei, der an sich harmlos ist und beim nächsten Mal legt die Person so richtig zu und beleidigt Dich oder wen auch immer und dieser Kommentar wird automatisch freigeschaltet. Keine gute Idee.

Normalerweise solltest Du in Deinem Blog ein entsprechendes Häkchen setzen können, dass die Kommentare erst einmal gespeichert werden und Du sie manuell freischaltest.

Ein weiterer Vorteil ist auch der, dass Du jeden Kommentar nach und nach abarbeiten kannst. Nehmen wir an, dass Du zu denen gehörst, die viele Kommentare bekommt. Dann könnte es passieren, dass diese irgendwann untergehen. Schaltest Du sie erst dann frei, wenn Du sie beantwortest, kann Dir das nicht passieren.

Kommentare im Notfall auch mal zensieren

Wenn Du das Gefühl hast, dass ein Kommentar urheberrechtlich geschütztes Material beinhaltet oder einfach nur voller Beleidigungen ist, dann ist es möglich, diesen zensiert zu veröffentlichten. Meine Empfehlung ist dabei, dass Du die gelöschten Stellen mit folgenden Zeichen kenntlich machst: […].

Du kannst auch in den eckigen Klammern schreiben, was Du gelöscht hast (zum Beispiel, Text aus dem Roman, der Kurzgeschichte oder was auch immer bzw. eine Beleidigung). Damit wissen alle LeserInnen, warum Du Dich für diesen Weg entschieden hast.

Hier noch ein kleiner Tipp. Bei Kommentaren mit Beleidigungen oder sonstigen Inhalt, der sich nach einer Straftat anhören könnte, mach bitte immer vom Original ein Screenshot. Damit hast Du immer ein Beweis in der Hand, solltest Du Dich gezwungen sehen, doch die Person anzeigen zu müssen. Im Rahmen der DSGVO solltest Du jedoch keine IP-Adressen mehr speichern. Daher ist es fraglich, inwiefern das juristisch verfolgt werden kann. Die Polizei wird Dir sicherlich hier Auskunft geben können.

Kommentare dürfen auch mal gelöscht werden

Für mich gibt es durchaus Kommentare, die sehr wohl gelöscht werden dürfen. Immerhin ist es mein Blog und ich trag die Verantwortung dafür, was hier veröffentlicht wird. Das gilt letztendlich auch für die Kommentare.

Erst einmal habe ich mich selbst entschieden, keine reinen Werbekommentare mehr zu veröffentlichen. Das sind Kommentare, die nichts zum Inhalt des jeweiligen Beitrages sagen, sondern wirklich nur für die eigene Webseite oder für das aktuelle Buch Werbung machen. Da ich selbst keine Werbeplattform bin und dafür nicht bezahlt werde, fliegen sie raus.

Bitte missverstehe das nicht, ich unterstütze gerne Autor*innen bei der Werbung für ihre Bücher. Sprich mich an und ich schreibe sogar ein Beitrag für Dich oder mit Dir. Daran soll es nicht scheitern. Nur wenn ich das Gefühl habe, die Leute interessieren sich weder für mich als Person noch für mich als Autorin oder als Bloggerin, warum sollte mich dann ihr Kommentar interessieren?

Wenn Du aber einen sinnvollen Kommentar schreibst und dann zu Deinem Blog linkst, wo vielleicht ein Beitrag steht, der zum Thema passt, dann sehe ich von einer Löschung ganz klar ab. Das ist für mich keine Werbung, sondern lediglich eine Verlinkung. Auf diese Weise habe ich auch Nike Leonhardt kennengelernt und sie möchte ich auf keinen Fall missen.

Kommentare, bei denen man das Gefühl hat, dass die/der Verfasser*in sich nicht die Mühe gemacht hat, sich den Beitrag zu lesen oder gar die verlinkten Beiträge, aber irgendwie etwas verzapfen muss, warum soll ich sie freischalten? Ich wüsste nicht wieso. Aber das ist ein Thema, da muss jede*r selbst entscheiden, wie sie oder er damit umgeht.

Solltest Du das machen, sei Dir versichert, viele solcher Leute werden dann Deinen Blog nicht besuchen. Daher sollte man hier eher sparsam vorgehen. Andererseits, es ist meine kostbare Lebenszeit. Warum sollte ich sie als mit Leuten verbringen, die sich nicht die Mühe machen ihre kostbare Lebenszeit ein wenig zu verschwenden, um den Beitrag zu lesen?

Beleidigende, rassistische, sexistische oder ähnliche Kommentare gehören natürlich sofort gelöscht. Nachdem Du ein Screenshot gemacht hast. Denn so etwas eine Plattform zu geben, halte ich für unsinnig und in manchen Fällen kann das sogar ganz schön nach hinten losgehen.

Den Screenshot solltest Du natürlich auch dafür behalten, falls Du eine Anzeige erstatten möchtest. Gegebenenfalls, wenn Du den Beitrag sowieso nicht veröffentlichen möchtest, kannst Du ihn auch da belassen, dann hast Du direkte Beweise für die Polizei.

Zwei Hinweise

Es mag sich vielleicht anhören, als müsstest Du regelmäßig Kommentare löschen und Dich mit Anwält*innen und der Polizei auseinandersetzen. Dem ist nicht so. Bisher musste ich bisher noch nie die Polizei anrufen, weil ein Kommentar grenzwertig war. Und der Blog ist ein paar Tage alt und früher habe ich schon einige Blogs geführt.

Das sind nur Hinweise, falls es doch mal kommen sollte und Du nicht weißt, was Du nun tun sollst. Einige könnten dann spontan auf dem Schlauch stehen.

Und zum Zweiten kann es immer passieren, dass jemand Meinungsfreiheit brüllt und Du sie ja ach so böse verletzt. Es stimmt, Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit. Artikel 1 des Grundgesetzes hingegen spricht von der Würde des Menschen und das sie unantastbar sind.

Im Sozialkundeunterricht habe ich gelernt, dass die Rangfolge der Artikel im Grundgesetz eine Bedeutung hat. Je höher der entsprechende Artikel, desto wichtiger ist er. Das bedeutet, dass Deine Würde wichtiger ist, als die Meinungsfreiheit einer anderen Person. Sollte also jemand Deine Würde verletzten oder beschneiden wollen, hat sie oder er kein Recht dazu. Du hingegen hast das Recht die Meinungsfreiheit zu beschneiden. So einfach ist das.

Doch solche Gedanken könnten dann für Dich interessant werden, wenn Du über sehr kontroverse Themen schreibst. Das ist leider ein Fakt. Immer wieder verfolge ich Diskussionen auf Twitter (was hierzu nicht vergleichbar ist) und mir ist regelrecht die Kinnlade runtergefallen (Memo an mich, ich sollte einfach keine Kommentare mehr lesen). Da ging es sehr stark unter die Gürtellinie. Aber bei einem persönlichen Blog, indem es nur um Deine Bücher und Dein Leben als Autor*in geht, da sollte das eigentlich nicht passieren. Und wenn doch, keine Panik, hol Dir notfalls Hilfe und geh aufrecht in die Antwortfunktion.

Die Reiter

In einem Blog kannst Du mehrere „Reiter“ einfügen, in denen Du wichtige Informationen einfügen kannst (siehe bei meinem Blog oben die Reiter). Da ich mich dazu bereits in meinem Beitrag rund um die Internetseite dazu geäußert habe, wiederhole ich mich hier nicht. Bitte einfach dort notfalls noch einmal alles nachlesen. Danke schön.

Bücherrezensionen

Da ein Blog mehr Platz bietet, um verschiedene Beiträge zu schreiben, im Gegensatz zu einer Internetseite, möchte ich dieses Thema hier aufgreifen. Denn vor einiger Zeit wurde auf Twitter eine Frage zum Thema Buchrezension auf dem eigenen Autor*innenblog gestellt.

Und zwar ging es darum, ob man als Autor*in die Bücher anderer Autor*innen rezensieren darf bzw. sollte. Mein erster Gedanke war, ja klar, warum denn nicht? Doch eine andere Antwort leuchtet durchaus ein.

Wenn Dir ein Buch gefallen hat und Du eine positive Rezension schreibst, könnten einige auf den Gedanken kommen, dass es sich hierbei um eine Gefälligkeitsrezension handelt. Schreibst Du dagegen eine negative Rezension, bist Du natürlich nur neidisch.

Egal also, was Du machst, Du kannst nur verlieren. Daher wurde damals in der Diskussion empfohlen, eben keine Rezensionen auf einen Autor*innenblog zu veröffentlichen. Neuerscheinungen kannst Du ankündigen, dass wurde allgemein zugestimmt. Und Rezensionen gehört auf Dein Reziblog. Oder eben auf gewissen Onlineportalen.

Wie Du das letztendlich machst, wie so oft, ist am Ende Deine eigene Entscheidung.

Abschlussgedanken

Theoretisch gibt es zum Thema Blog noch eine Menge zu sagen. Aber Du kannst Dich auch einfach von den vielen anderen Autor*innenblogs inspirieren lassen und sehen, was am Ende dabei herauskommt. Mach Dir Notizen, mit welchen Kategorien Du arbeiten möchtest oder auch was für Beiträge Du verfassen willst.

Du kannst entweder eine Internetseite haben oder einen Blog. Mit beiden zusammen kannst Du durchaus mehr Leute erreichen. Denn eine Internetseite bietet nicht zwangsläufig viel Material, um die Leute dauerhaft dort zu binden. Haben sie einmal alles durchgelesen, dann ist eine Internetseite nicht mehr interessant. Aber wenn Du dazu noch einen Blog hast, dann werden Deine Leser*innen aller Wahrscheinlichkeit eher zurückkommen. Denn sie wollen Deinen neuesten Beitrag lesen.

Überleg Dir daher, ob Du Dir einen Blog anschaffen möchtest, und recherchiere dann, welcher Anbieter für Dich der richtige ist. Und dann leg einfach los.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr lesenden Besuch.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Deine Internetseite

Marketing: Deine Internetseite

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinen Anfangszeiten des Internets (also vor über zehn Jahren) gehörte es zum guten Ton eine eigene Internetseite zu haben. Doch heutzutage gibt es mehrere Social Media Kanäle, welche diese eigentlich ersetzen könnte. Also Facebook oder Twitter oder auch Instagram. Da könnte man doch meinen, da wäre eine eigene Internetseite völlig überflüssig, oder?

Meine Antwort lautet ganz klar: Myspace.

Kurze Vorgedanken

Gut, die Antwort Myspace ist nicht sonderlich erschöpfend, gerade wenn Du nicht weißt, wer oder was Myspace ist bzw. war.

Myspace könnte man als eine Vorgängerversion von Facebook bezeichnen. Dort trafen sich in erster Linie zwar sehr viele Musiker*innen, aber auch alle andere waren dort zu finden (ich hatte dort auch eine Seite gehabt). Über Myspace wurden sogar einige überhaupt erst berühmt.

Doch dann gab es einige Skandale rund um Myspace und es wurde im Allgemeinen eher unpopulär. Man zog weiter und Facebook wurde interessant. Und auch wenn viele das nicht lesen wollen, aber auch Facebook hat an Attraktivität verloren.

Gerade jüngere Menschen finden andere Plattformen um einiges cooler (zum Beispiel Snapchat). Das bedeutet, dass es schneller passieren kann, also man Facebook schreibt, dass diese Plattform ebenfalls bald in Vergessenheit gerät.

Warum also jetzt genau eine Webseite?

Eine eigene Webseite ist die eigene Wohnung. Dort kannst Du (wenn Du Dich an ein paar Spielregeln hältst) im Grunde genommen machen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, was für Möbel Du in Deine Wohnung stellst, welche Farben Du wählst oder ob Du überhaupt aufräumst (über feine Details wie Geruchsbelästigung oder die lieben Eltern, die sich doch gerne einmischen, will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen, ich denke, Du verstehst, was ich meine).

Sämtliche Social Media Kanäle hingegen sind öffentliche Plätze. Damit meine ich Parks, Kinos oder auch Einkaufszentren. Du darfst Dich dort aufhalten, aber nicht dort nach eigenen Regeln agieren, sondern musst Dich an fremde Spielregeln halten.

Den Park darfst Du nicht verschmutzen, in Kinos hast Du Dich ruhig zu verhalten und in Einkaufszentren musst Du Dich an die Centerregeln halten. Dort bist Du lediglich ein Gast, niemals die Bewohnerin oder der Bewohner.

Das gilt auch für das Internet. Wenn Du Dich an einige Spielregeln hältst, dann darfst Du auf Deiner Internetseite tun und lassen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, wie Du Deine Seite gestalten sollst oder Dich verbannen, nur weil Du einen nackten Männerrücken zeigst.

So habe ich den Leidensweg einer Autorin verfolgt, die vor einigen Jahren mehrere Male auf Facebook blockiert wurde, wegen einer unbedeutenden Kleinigkeit (den oben erwähnten nackten Männerrücken). Und das kann uns allen jederzeit passieren.

Früher hatte ich noch meinen Twitteraccount mit meiner privaten Facebook-Seite verlinkt gehabt. Das bedeutete, dass alle meine Tweets bei Facebook erschienen sind. Und einer dieser Tweets (es war ein Retweet von einem meiner Lieblingsschauspielern, wohlgemerkt in einem Anzug) wurde gelöscht. Es gab keine Erklärung warum.

Das bedeutet also, dass es uns allen theoretisch jederzeit passieren kann, dass wir gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen und dann nicht mehr auf ein der Social Media Plattformen dürfen. Denn die Regeln schreiben andere und wir haben uns daran zu halten (egal wie sinnig oder unsinnig wir sie finden). Und es kann jederzeit ein Hausverbot ausgesprochen werden.

Wenn wir also unsere Kontakte nur auf Social Media Kanäle reduzieren, machen wir, zumindest sehe ich das so, einen gewaltigen Fehler. Leser*innen, Fans, wie auch immer können Dich dann nicht mehr im Internet finden oder Kontakt zu Dir halten, solltest Du gesperrt werden.

Hast Du aber eine Internetseite, sieht das definitiv anders aus. Denn solange Du Deine Gebühren bezahlst (sofern Du Dein eigenes Webspace verwendest), ist das Deine Wohnung im Internet. Und Deine Leser*innen können Dich jederzeit finden, auch wenn Deine Seiten in irgendwelchen Social Media Kanälen gesperrt sind.

Der Anfang

Vielleicht habe ich Dich jetzt überzeugt, doch an einer Internetseite zu basteln. Dann musst Du natürlich irgendwo anfangen. Bevor Du Dir Webspace mietest und eine eigene Internetseite, empfehle ich Dir erst einmal die kompletten Texte vorher offline zu schreiben.

Wenn Du offline die ganzen Texte schreibst, kannst Du auch alles immer hin- und herschieben ohne das Du Dich mit Quellcodes oder Sonstiges herumschlagen musst. Zudem kannst Du die Texte auch noch an andere schicken, damit sie Dir eine Rückmeldung geben, wie gut sie sind oder wo Du noch ein wenig nachbessern kannst.

Wenn Du das alles fertig hast, kannst Du Dich als Nächstes um die Plattform kümmern, auf denen Deine Internetseite erscheinen soll. Es kommt natürlich darauf an, ob Du eigenen Webspace haben oder Du einen Anbieter nutzen möchtest. Wobei Letzteres bedeutet, dass Du wieder nach anderen Regeln zu spielen hast.

Auf Dauer würde ich Dir empfehlen, dass Du Dir Dein eigenes Webspace anmietest. Denn dort hast Du dann alle Möglichkeiten, um Deine eigene Seite aufzubauen. Du musst Dich nur an die maximale Größe halten, die Du gemietet hast (bei den meisten kannst Du eigentlich auch ganz einfach noch ein Paket dazu mieten, wenn Du doch mehr brauchen solltest) und eben an die gesetzlichen Vorlagen (also keine rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder sonstige ismen-Meinungen kundtun).

Viele Webspaceanbieter haben noch den Service, dass man gleich noch die dazugehörige Webseitenadresse, also die URL gleich mitmieten kann. Ganz ehrlich? Das ist so eine Sache. Ich würde Dir empfehlen, da immer zwei verschiedene Anbieter zu nehmen (auch wenn ich mich selbst nicht daran gehalten habe).

Der Grund ist ganz einfach: Es kann immer passieren, dass Du Dich entscheidest, den Anbieter für Dein Webspace zu kündigen. Entweder sind die Preise zu teuer geworden, oder der Service geht immer mehr und mehr in die Knie. Das sind keine Seltenheiten.

Du kannst jederzeit dann Deine Webseite einpacken, zum nächsten Anbieter wechseln und diese wieder hochladen. Die URL bleibt weiterhin bestehen und Du kümmerst Dich um Deine Internetseite. Zwischenzeitlich können Deine Besucher*innen die URL weiter aufrufen und sehen eben, dass kurzfristig die Seite nicht aufrufbar ist. Denn es ist eher selten, dass man wirklich Probleme mit dem Anbieter des Namens einer Internetseite hat, eher mit dem Webspaceanbieter. Daher eben die Trennung.

Der juristische Kram

Ganz wichtig, ich bin selbst keine Juristin, also werde ich Dir an dieser Stelle keine juristische Beratung in jeglicher Art anbieten. Solltest Du Zweifel oder weitere Fragen haben, bitte wende Dich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt. Sie können Dir jederzeit weiterhelfen.

Zumindest für Deutschland gilt, es herrscht hier Impressumspflicht. Das bedeutet, Du musst Deinen Namen und Deine private Wohnadresse preisgeben. Mit anderen Worten, eine ladungsfähige Adresse.

Sollte Dich also jemand verklagen wollen (weswegen auch immer), muss diese Person mit wenigen Klicks Deine Adresse finden können, um Dir die Klage zusenden zu können (man spricht hier von der 2-Klick-Lösung, man darf also maximal zwei Mal klicken, um an Deine Daten zu kommen). Oder Deine Adresse dem Gericht mitteilen können, damit eine Ladung zu einer Verhandlung zugestellt werden kann.

Solltest Du also nur Dein Namen und eine E-Mail-Adresse oder ein Postfach angeben wollen, dann muss ich Dir leider sagen, es reicht nicht. Das könnte Ärger mit sich bringen.

Dein Vor- und Zuname und Deine komplette Adresse müssen angegeben werden. Aber es gibt auch sogenannte Impressumsdienste, die das für Dich übernehmen. Du schließt mit denen einen Vertrag ab (die Details erfährst Du dann von denen) und die Post wird dann an den Impressumsdienst geschickt. Und sie lassen es dann Dir schnellstmöglich zukommen. Das wäre noch eine gute Alternative für Dich, wenn Du Deine Adresse nicht preisgeben möchtest.

Mit einem Impressum auf Deiner Internetseite kannst Du diesen Link auf allen Social Media Kanälen angeben, die ebenfalls ein Impressum verlangen. Einfach den Link setzen und bisher hatte ich mit keinem der Kanäle irgendwelche Probleme. Natürlich ist das schwierig, wenn Du unter einem Pseudonym Deine Geschichten veröffentlichst und niemand Deine Daten kennen soll. Dann wende Dich an einen der Impressumsdienste. Zwar kosten einige davon etwas, aber Du erfüllst damit ebenfalls die gesetzlichen Vorgaben.

Wenn Du noch den Datenschutz auf Deine Seite einfügen möchtest (was ebenfalls Pflicht ist, spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO), zwischenzeitlich gibt es diverse Seiten, die einen kostenfreien Dienst dafür anbieten. Du musst nur einige Daten eingeben und anklicken, für welche Angebote Du die Datenschutzerklärung benötigst. Dann wird Dir eine entsprechende Erklärung formuliert.

Dein Name

Wenn Du den langweiligen Teil abgearbeitet hast, wirst Du Dir vielleicht nun einen Namen für Deine Internetseite überlegen wollen. Es kann Dein Pseudonym bzw. Dein Autorinnenname sein, es kann aber auch eine Bezeichnung oder der Titel Deines Romans sein.

Wenn Du als Autor*in die Welt trittst, ich würde Dir empfehlen auch mit diesen aufzutreten. Oder ein Name, der mit Deinem Pseudonym zu tun hat. Die Autorin Ally J. Stone hat ihre Seite Stonebooks genannt. Er ist passend, kurz und sehr prägnant. Und ihr Pseudonym ist immer noch zu erkennen.

Oder TinaWritesRomance (die Internetseite der Autorin Tina Folsom). Wir haben den Vornamen der Autorin und was sie schreibt (hier Romance). Das Problem kann hier sein, sollte sich Tina Folsom überlegen einen Krimi zu schreiben, passt der Name schon nicht mehr.

Daher empfehle ich Dir, sehr genau über diesen Namen nachzudenken. Hat sich erst einmal ein bestimmter Name bei Deinen Leser*innen bekannt gemacht, wird es sehr schwer sein, einen neuen zu etablieren. Das gilt für Pseudonyme überhaupt. Wenn Du Hilfe brauchst, ich bin mir sicher, dass Deine Freund*innen und/oder Onlinekontakte Dir bei dieser Entscheidung gerne unter die Arme greifen werden. Bitte sie nur um Hilfe.

Der Inhalt Deiner Seite

Kommen wir endlich zu den (möglichen) Inhalten Deiner Webseite. Wobei das alles, was ich im Folgenden Schreibe eben nur Möglichkeiten sind. Was für Texte Du letztendlich auf Deine Seite packst, ist Dir und Deiner Idee für Deine Außenwirkung überlassen.

Über mich – Vita

Eine von zwei Seiten, die ich Dir doch sehr ans Herz legen würde. Und zwar eine Seite, in der Du Dich vorstellst. Das kann als Vita geschehen (ein kurzer Text, der in der dritten Person verfasst ist) oder ein längerer Text in der Ich-Form.

Hier erzählst Du Deinen Besucher*innen, wer Du bist, was Du tust und warum das letztendlich irgendjemanden interessieren sollte. Wenn Du also Krimis schreibst, dann sag, warum Du das tust, was Dich daran fasziniert und was Dich von anderen Krimiautor*innen unterscheidet.

Wenn Du dann noch ein Praktikum bei der Polizei oder in der Gerichtsmedizin gemacht hast, dann kannst Du so etwas auch erwähnen. Langweilige Sachen kannst Du weglassen, gerade dann, wenn sie nichts mit Deiner Tätigkeit zu tun haben.

Versuch dabei so spannend und spontan zu sein, wie nur möglich. Ich selbst möchte keine Abhandlung Deines Lebens lesen, sondern einen kurzen, erfrischenden Text, der Spaß macht und lustig ist. Bei solchen Texten darfst Du Dir gerne Mühe geben, denn hier lockst Du durchaus einige Leser*innen.

Diese Seite ist auch immer gut, für ein hübsches Potrait von Dir. Es soll Dich am besten sehr sympathisch und angenehm zeigen, daher gönne Dir ruhig ein professionelles Fotoshooting damit das nicht in die Hose geht.

Schreibst Du in einem bestimmten Genre, kannst Du die Elemente auch in Deinem Foto widerspiegeln lassen. Schau Dir mal die Bilder der Autorin Nina C. Hasse an. An dem Bild kannst Du schnell erkennen, dass sie eine Steampunkautorin ist.

Überleg Dir also, wie Du Dein Genre auf ein Bild darstellen kannst, und nutze dann die Elemente dafür. Du wirst dann völlig anders rüberkommen, als wenn Du ein ganz normales Autor*innenfoto zur Verfügung stellst.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn das Bild Dich zeigt, so besteht auf die Arbeit des Fotos ein Urheberrecht, welche der/dem Fotograf*in gehört. Daher erkundige Dich vorab, in welcher Art und Weise Du das Foto öffentlich nutzen kannst. Gegebenenfalls musst Du die Rechte entsprechend bezahlen. Das sollte es Dir dann Wert sein, wenn das Bild wirklich gut ist.

Übersicht Deiner Werke

Die zweite Seite, die unglaublich wichtig ist, ist die Übersicht über Deine Arbeit. Letztendlich sind es die Bücher der Grund, warum viele Besucher*innen überhaupt auf Deine Internetseite kommen.

Das bedeutet, dass Du mindestens eine Seite allein für Deine Bücher reservieren solltest, egal ob Du nur eines oder einhundert Bücher veröffentlicht hast.

Wichtig finde ich immer, dass Du das Cover zu der Geschichte veröffentlichst, den Klappentext und die ISBN (sofern vorhanden). Du kannst zusätzlich noch die ganzen Onlineshops aufführen, wo man das Buch bestellen kann.

Bieten die Shops ein Programm an, an denen Du Dich für die verkauften Bücher über Deine Seite noch finanziell beteiligen, ich würde daran teilnehmen. Dann bekommst Du für jedes Buch, was Du über Deine Internetseite vermittelst, noch ein oder zwei Prozent mehr Geld. Besser als nichts.

Aber Achtung: Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass solche Affiliatelinks steuerpflichtig sind. Daher bei Bedarf erkundigen, inwiefern Du die Daten dann bei Deiner Steuererklärung angeben musst.

Im Zweifel wende Dich hier an Dein Finanzamt.

Du kannst zusätzlich auch noch eine Leseprobe aus Deinem Roman veröffentlichen, damit Deine Leser*innen einen Eindruck von Deiner Geschichte bekommen und vielleicht richtig Lust bekommen, diesen sofort zu kaufen.

Was ich noch gut finde, ist eine Reihenübersicht, sofern es notwendig ist. Häufig suche ich nämlich die Internetseiten der Autor*innen auf, um herauszufinden, in welcher Reihenfolge ich die Romane lesen sollte. Daher empfehle ich Dir, sofern Du natürlich Reihen schreibst, Deinen Leser*innen dies auch zu vermitteln.

Du kannst eine Übersicht über die Reihe aufbauen, und jedes Mal, wenn man auf eines der Covers klickt, kommt man zu den ganzen Informationen rund um Deinen Roman.

Weitere Texte von Dir

Du kannst natürlich auch noch kleine Geschenke für Deine Besucher*innen bereithalten. Das können Schnipsel aus Deinen Romanen sein, Texte, die Dir einfach nicht gelungen sind (und Du dann Deinen Leser*innen zeigst, dass auch Du nur ein Mensch bist), Kurzgeschichten und noch einiges mehr.

Natürlich besteht hier die Möglichkeit, dass jemand Deine Texte klaut. Aber das ist immer möglich. Jedoch würde ich es trotzdem machen, damit Deine ehrlichen Besucher*innen etwas haben, worüber sie sich freuen können.

Deine Hobbys

Bis zu einem gewissen Grad kannst Du noch über Deine Hobbys informieren (je ungewöhnlicher, desto besser kann das sein). Jedoch empfehle ich Dir, dass Du Deine Hobbys nur in einem kleinen Rahmen Platz auf Deiner Seite zur Verfügung stellst.

Solche Informationen sollen Dich interessanter machen, aber nicht das Gefühl vermitteln, dass es Dir wohlmöglich wichtiger ist, als das Schreiben. Willst Du Deinem Hobby mehr Platz einräumen, dann empfehle ich Dir, dafür eine eigene Seite zu basteln.

Weitere Angebote

Viele Autor*innen bieten neben ihren Romanen noch andere Dienstleistungen an. Dazu kann das Lektorat, Korrektorat oder auch Autor*innencoaching gehören. Auch das kannst Du auf Deine Seite packen.

Sei aber auf alle Fälle ehrlich und sag klar, was Du dafür verlangst. Ich finde es immer anstrengend, wenn ich ein Angebot sehe, mich eventuell dafür sogar interessiere, aber keinerlei Angaben zu den Preisen finde. Und bei vielen gibt es eine Hemmschwelle anzufragen, was denn für diese Dienstleistung verlangt wird.

Wenn Du keine konkreten Angaben machen willst, dann solltest Du wenigstens eine grobe Richtung anbieten. Einfach etwas, woran man sich orientieren kann.

Weitere Punkte

Sicherlich fallen Dir noch weitere Punkte ein, die Du auf Deine Internetseite raufpacken möchtest. Schau Dir ruhig andere Internetseiten von Autor*innen an und überleg Dir, was Du davon selbst übernehmen möchtest, weil es Dir gefällt.

Übernimm aber nicht einfach irgendeine Idee, sondern garniere sie mit Deiner eigenen Persönlichkeit. Denn Du bist nicht irgendein*e Autor*in, Du bist jemand ganz Besonderes. Und zwar Du selbst. Aber klar, manche Ideen sind einfach zu gut, als dass man sie nicht einfach an sich vorbeiziehen lassen sollte.

Daher überleg Dir, wie Du die Idee so abänderst, dass man erkennen kann, dass Du dahinter steckst. Das kostet ein wenig Gehirnschmalz, aber ich bin mir sicher, dass es sich am Ende wahrhaftig lohnen wird.

Das Aussehen

Kommen wir nun zum Aussehen Deiner Internetseite. Denn diese kann ganz wichtig sein. Immerhin schauen sich Deine Besucher*innen die Internetseite an. Daher empfiehlt es sich, dass sie so angenehm wie nur möglich aufgebaut ist.

Farben

Jetzt stell Dir mal bitte folgende Internetseite vor:

Sie hat eine rosa Schrift auf weißen Hintergrund. Überall siehst Du Einhörner. Und wenn Du den Pfeil Deiner Maus über die Seite bewegst, kommen noch süße bunte, Glitzersterne hinterher.

Wenn ich Dir sage, dass die Autorin oder der Autor Hardcorethriller schreibt, ich glaube, Du würdest vom Glauben abfallen (oder zumindest von Deinem Stuhl runter). Denn das passt nicht zusammen, beim besten Willen nicht.

Früher gab es in der Tat extreme Seiten, die jenseits von Gut und Geschmack angelegt wurden. Zwischenzeitlich hat sich das doch zum Glück stark gebessert. In meinen Anfangszeiten hatte jede Seite einen eigenen Hintergrund, verschieden Farben und Fonts und eben unnötige Spielereien.

Vor Kurzem habe ich jedoch eine Autorinnenseite besucht, die einen animierten Hintergrund hatte. Die Seite empfand ich so ansprechend, dass ich Hals über Kopf wieder geflüchtet bin. Ich fand es anstrengend.

Erst einmal empfehle ich Dir, die passenden Farben auszuwählen. Wenn Du Krimis oder Thrillers schreibst, solltest Du nicht unbedingt rosa oder andere „süße“ Farben wählen. Gedeckte Farben sind da eher passend (schwarz ganz klar, oder auch ein dunkles Rot kann passen).

Du musst keine Klischeefarben verwenden (also rosa für Liebesromane), wenn Du das nicht möchtest. Aber man sollte schon darauf kommen, in was für einem Genre Du schreibst, wenn man Deine Seite besucht. Oder zumindest nicht in die Irre geführt werden. Rosa und Thriller, das passt beim besten Willen nicht zusammen. Und wenn das Rosa keinen höheren Sinn hat (vielleicht spielt die Farbe ja in Deinem Roman eine Rolle), solltest Du Dir gut überlegen, warum Du diese Farbe unbedingt verwenden willst.

Trotzdem bitte ich Dich, lass die Farben immer lesbar bleiben. Blau auf Grün zum Beispiel ist ungemein schwer zu lesen. Und es macht auf Dauer keinen Spaß. Das Einzige, was Du mit solchen Farbkombinationen erreichst, ist, dass Deine Besucher*innen keine Lust mehr haben und aufgeben, weil sie Deine Texte gar nicht lesen können.

Genauso ist es unangenehm verschiedene Schriftarten zu lesen, wohlmöglich noch auf einer Seite. Auch das hat sich in den letzten Jahren verbessert, aber ich möchte nur darauf hinweisen, dass so etwas nicht unbedingt auf eine Internetseite gehört.

Versuch Deine Seite so angenehm wie nur möglich zu gestalten, damit Deine Besucher*innen Spaß daran haben, diese zu lesen. Das gilt also auch für Absätze. Längere Texte am Monitor zu lesen sind schlichtweg anstrengend. Aus diesem Grund solltest Du idealerweise alles tun, damit es für die Augen Deiner Besucher*innen so angenehm wie nur möglich ist. Ansonsten werden sie auf Dauer keine Lust haben Deine Seite zu besuchen und die Texte zu lesen. Denn irgendwann geben sie es auf und Du hast das nachsehen, nicht sie.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.

Sicherlich kennst Du dieses Zitat. Und es stimmt häufig, dass Bilder eine Internetseite auffrischen können. Doch Du solltest vorsichtig mit Bildern sein.

Zum einen ist es wichtig, dass Du nur Bilder nimmst, deren Urheberrecht Du selbst innehast oder die Du frei benutzen darfst. Abmahnungen können teuer sein. Und jede unnötige Abmahnung ist genau das – unnötig.

Entweder Du verwendest nur Bilder, an denen Du selbst das Urheberrecht hast (also eigene Bilder) oder Du kaufst Bilder auf entsprechenden Seiten. Es gibt durchaus kostenfreie Bilder, die Du verwenden kannst. Da solltest Du aber nur diejenigen auswählen, die keine Personen oder öffentliche Gebäude zeigen.

Oder Du zeichnest Bildchen, wenn es notwendig ist (so wie meine Bildchen bei den Beiträgen, natürlich in eigener Ausprägung). Alternativ kannst Du dann mit den Coverbildern arbeiten und sie entsprechend auf den einzelnen Unterseiten verwenden.

Wenn Du Bilder mit Text versiehst, was durchaus faszinierend aussehen kann, dann sollte der Text natürlich lesbar sein. Auf sogenannten Expert*innenseiten habe ich durchaus gesehen, dass genau das nicht berücksichtigt wurde. Und diese Bilder wurden als Links für Blogbeiträge verwendet. Wenn ich nicht lesen kann, wohin es mich führt, warum soll ich dann das Bild anklicken? Ein kleiner, aber doch feiner Fehler.

Verspielte Sachen wie Gifs und Co.

Mit diesen ganzen Spielereien, wie Gif-Animationen oder was es auch noch heutzutage gibt, würde ich eher vorsichtig sein. Denn sie können so dermaßen ablenken, dass sich Deine Besucher*innen vielleicht am Ende gar nicht mehr für Dich und Deine Bücher interessieren. Sofern sie überhaupt so weit kommen, nach denen zu suchen.

Zurückhaltung kann auf Seiten, auf denen Du etwas anbietest (wie in diesem Fall Deine Romane) besser kommen. Ich selbst würde mich da eher zurückhalten.

Weitere Angebote

Zum Thema Newsletter und auch Blog werde ich dann noch gesonderte Beiträge schreiben, daher halte ich mich da eher kurz. Wenn Du Dich dafür entscheidest, diese Medien zu nutzen, solltest Du sie natürlich in Deine Internetseite integrieren. Alles Weitere dann in den entsprechenden Beiträgen.

Verbindung mit Social Media Kanälen

Solange die Social Media Kanäle funktionieren, solltest Du diese natürlich auch in Deine Seite integrieren. Das bedeutet, dass Du die Links jederzeit setzen kannst, damit sich Deine Besucher*innen mit Dir in Verbindung setzen können.

Denn auf Twitter oder Facebook trittst Du schneller mit Deinen Leser*innen in Verbindung, als wenn Du eine starre Internetseite nutzt. Nur sei bitte vorsichtig. Zu Facebook gab es ein Urteil, dass man zum Beispiel nicht so verlinken darf, dass Du die Bilder anderer User*innen zeigen darfst. Daher solltest Du hier Vorsicht walten lassen und schauen, was Du machen darfst und was nicht. Eine Recherche im Internet sollte bei so etwas alle Fragen beseitigen.

Alternativ kannst Du einfach nur die Buttons zu den jeweiligen Kanälen setzen, damit Deine Leser*innen Dich darüber liken können. Und Du umgehst unnötige Fragen, was Du darfst und was nicht.

Aktualität

Nichts ist schlimmer, als wenn Du Deine Seite nicht aktuell hältst. So habe ich vor einiger Zeit eine Autorinnenseite aufgerufen und konnte deutlich erkennen, dass sie seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden ist. Denn die Bücherliste war einfach zu klein. Ein Blick auf Amazon hat jedoch ergeben, dass sie zwischenzeitlich weitere Bücher veröffentlicht hatte.

Daher meine klare Empfehlung halte Deine Internetseite immer aktuell. Ansonsten sehe ich selbst keinen Sinn dabei, diese überhaupt zu führen. Dabei ist es nicht schwer, die Covers einzufügen, ein paar Links zu setzen und Texte zu schreiben. Und schon machst Du Deine Besucher*innen glücklicher.

Abschlussgedanken

Es ist nicht viel, was man eigentlich tun muss, um eine Internetseite zu gestalten und zu pflegen. Der Anfang, ja, das stimmt, der kostet ein wenig Zeit und Energie. Aber danach läuft sie, mehr oder weniger, nebenbei. Und trotzdem kann und sollte sie nicht vernachlässigt werden. Denn für viele ist es immer noch DIE zentrale Anlaufstelle. Gerade dann, wenn man sich einigen Social Media Kanälen verweigert. Und ja, die gibt es wirklich.

Bei der Gestaltung wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Energie.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Fat Shaming in der Literatur

Hei, hallo und herzlich willkommen,

hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viel Deine Charaktere auf die Waage bringen? Ganz ehrlich? Ich nicht.

Kurze Vorgedanken

Der Beitrag stammt vom 17. November 2017. Damals war das Internet, gefühlt, voll von Beiträgen zu diesem Thema. Damals entdeckte ich auch einen Beitrag einer Weltreisenden, die etwas mehr auf den Hüften hat/hatte. Und sie berichtete über die Probleme, die ihr Übergewicht mit sich bringt.

Zugegeben, während ich meine Bücher so las, hab ich mir nie wirklich darüber Gedanken gemacht, wie schwer die Heldinnen oder Helden sind. Vermutlich, weil sie auf dem Papier stehen und letztendlich ich sie mir vorstellen kann, wie ich es möchte (trotz der Beschreibungen). Aber wenn ich ernsthaft darüber nachdenke, dann kann ich nur zwei Bücher benennen, in denen eine übergewichtige Heldin beschrieben wurde.

Daher möchte ich heute darüber schreiben, welche Gründe zum Übergewicht führen können, wie sie aktuell in der Literatur dargestellt werden und wie man sie darstellen könnte.

Was bedeutet eigentlich Fat Shaming?

Fat Shaming bedeutet im Grunde genommen, dass Menschen, die nicht dem aktuellen Schlankeitstypus entsprechen erst einmal als dick oder sogar als fett gelten. Darüber hinaus werden sie dafür angeprangert, beleidigt und öffentlich sogar gedemütigt. Mobbing in Reinkultur also.

Vor Jahren habe ich einen Beitrag über die Krankenkassen und Gesundheit und Derartiges im TV gesehen. Da meinte tatsächlich ein Mann, warum es in Ordnung sei, die Raucher*innen zu diskriminieren, aber nicht die Dicken. Da ist mir, ehrlich gesagt, richtig die Hutschnur geplatzt. Die Gründe dafür werde ich Dir weiter unten erklären.

Mit anderen Worten, auf Menschen mit Übergewicht, sei dieser leicht oder schwer, kann man herabsehen. Und einige fordern halt auch die öffentliche und legale Diskriminierung.

Warum werden übergewichtige Menschen diskriminiert?

Aktuell ist das Schlanksein sehr in Mode. Schau Dir die Catwalks dieser Welt an, dann weißt Du, wovon ich spreche. Wer schlank ist, kümmert sich um den eigenen Körper, die Gesundheit und eben um sich selbst. Wer also nicht schlank ist, tut eben das Beschriebene nicht. Denn wie kann man sich um die eigene Gesundheit oder den Körper kümmern, wenn man dick ist? So zumindest die Vorstellung in vielen Köpfen.

Zudem herrscht ja auch aktuell der Drang, perfekt zu sein. Und wer nicht schlank ist, was zwischenzeitlich ein Synonym für den Perfektionismus ist, ist nicht perfekt. Sie oder er lässt sich gehen und achtet nicht auf sich. Also ist diese Person natürlich automatisch nicht perfekt.

Das dürften einige der Gründe sein, warum übergewichtigere Menschen in der Gesellschaft einen ganz anderen Stand haben, als schlanke Personen.

Wie sieht dies in den Medien aus?

Vielleicht kennst Du die Bücher und Hörspielreihe von TKKG. An dieser Stelle geht es mir nicht um die Kritik um die Serie. Dazu gibt es durchaus einige Beiträge im Internet, die das besser beschreiben. Es geht mir eher um die Rolle von Klößchen.

Auch wenn ich die Serie nicht so aufmerksam verfolgt habe, wie andere, so hatte ich schon damals einen Hals bekommen, wenn unser Dickerchen mal wieder nur Hunger hat. Und natürlich auf Schokolade. Daher kann er auch nicht mit den anderen mithalten und wird deswegen gemobbt. Da er unser Dickerchen ist, wehrt er sich auch nicht. Denn der Standard ist ja unser Tim (früher Tarzan genannt).

In vielen, sehr vielen anderen Serien habe ich auch beobachtet, dass die übergewichtigen Charaktere nur als faule, willensschwache und essende Figuren dargestellt wurden. Selten werden diese Charaktere mit normaler Intelligenz ausgestattet, geschweige denn, dass sie sogar intelligenter sind, als der Rest des Casts. Normale Intelligenz wäre sicherlich schon ein kleines Wunder (zumindest bei den Serien oder Filmen, die ich gesehen habe).

Mit anderen Worten, übergewichtige Charaktere werden zumeist sehr negativ dargestellt. Vielleicht gibt es das eine oder andere positive Beispiel da draußen. Nur erinnere ich mich gerade nicht daran, egal wie sehr ich mich bemühe. Daher kann ich wohl sagen, dass es sich hierbei dann um eine Rarität handeln dürfte. Leider.

Doch warum sind Menschen eigentlich dick?

Wenn Menschen in der Realität diskriminiert und in den Medien negativ dargestellt werden, dann sollte man doch meinen, dass sie etwas ändern? Zum Beispiel abnehmen? Dann wäre zumindest dieses Problem gelöst, oder etwa nicht?

Um es kurz zu machen, so einfach ist das nicht. Und das aus diversen Gründen.

Physische Gründe

Auch wenn manche es nicht gerne hören möchten, doch es gibt Krankheiten, welche für das Übergewicht verantwortlich sind. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse zum Beispiel gehört dazu. Wenn ich richtig informiert bin, dann auch das Hashimotosyndrom. Und noch eine Menge anderer Krankheiten.

Zudem kann es auch sein, dass manche Menschen Medikamente einnehmen müssen und dann an Gewicht zulegen. Dazu gehören auch einige psychische Erkrankungen. Tatsächlich kenne ich einen Fall, da hat die Frau die Pille genommen und sie überhaupt nicht vertragen. Durch die Hormone hat sie stark zugenommen und bis heute hält das an.

Diese Menschen ernähren sich größtenteils gesund (Ausnahmen bestätigen immer die Regel) und können trotzdem nicht abnehmen. Weil der Körper oder die Medikamente es nicht zulassen. Sie sind also nicht faul oder dumm, sondern sie sind schlichtweg krank. Daher ist es ein Fehler ihnen irgendeine Schuld zu zusprechen.

Psychische Gründe

Neben der Magersucht und er Bulimie gibt es noch eine dritte Essstörung. Diese nennt sich Binge Eating Disorder. Hierbei handelt es sich um eine psychische Störung, welche ein unkontrolliertes Essverhalten mit sich bringt. Nach solch einer Attacke werden jedoch keine Gegenmaßnahmen ergriffen, um das Essen wieder loszuwerden. Also, wie bei der Bulimie. Daher nehmen die Leute zwangsläufig zu.

Häufig wird das Essen als ein Ersatz für Drogen und Alkohol genommen. Wenn man also Stress hat, dann könnte man sich ja zudröhnen oder volllaufen lassen. Diese Menschen handeln anders und Essen halt. Mit anderen Worten, sie sind ebenfalls psychisch krank. Nur meines Wissens nach, ist das Binge Eating Disorder in Deutschland noch nicht anerkannt.

Mit anderen Worten, auch diese Menschen können nichts für ihre Situation. Hier wäre eher Hilfe angesagt.

Aber es gibt sicherlich auch noch andere Gründe, warum Menschen aus psychischen Gründen essen. In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr mit dem Thema AD(H)S. Und ich vermute ja, dass ich ebenfalls das bin. Dadurch bemerke ich, dass Zucker (egal in welcher Form) mich beruhigt. Mein Gehirn sagt schon fast, ja, da ist Zucker, jetzt geht es mir besser. Und rate mal, wer dieses beruhigende Gefühl immer wieder haben möchte?

Das Gebiet ist sehr weitläufig. Daher möchte ich es an dieser Stelle belassen. Wenn Du merkst, dass Du eventuell esssüchtig sein könntest, bitte hol Dir Hilfe. Du bist nicht alleine damit.

Leidenschaftlich beim Essen

Es gibt auch einige Menschen, die eben gerne essen. Das will ich nicht verschweigen. Vor einigen Jahren kannte ich jemand, die gerne gegessen hat. Eine Tüte Gummitiere waren innerhalb einer Stunde weg (sie konnte sehr langsam essen). Nach und nach hab ich herausgefunden, dass ihr Ehemann auf dicke Frauen stand. Es war ein Fetisch von ihm.

Fazit

Man kann also sagen, dass es durchaus übergewichtige Menschen gibt, die sich dafür entscheiden, dick zu sein. Weil sie gerne essen, weil sie sich gehen lassen und so weiter. Aber es gibt auch Menschen, die schlichtweg nichts dafür können. Und diese dann zu verurteilen ist schlichtweg der falsche Weg.

Positive Beispiele

Oben erwähnte ich, dass es zwei Bücher gibt, welche von übergewichtigen Heldinnen handelt. Und in denen es halbwegs positiv beschrieben wurde.

Es ist einmal das Buch „Verliebt in der Nachspielzeit“ der Autorin Poppy J. Anderson. Die Heldin ist übergewichtig und wird deswegen von überall schräg angesehen. Zwar versucht sie abzunehmen, weil der Druck doch sehr stark ist. Aber wenigstens steht der Held zu ihr. Und am Ende kommt sie mit ihrem eigenen Körper durchaus zurecht.

Aber auch „Die Frau des Kodiakbären“ von Eva Langlais ist dick. Doch im Gegensatz zu Poppys Heldin, kommt sie damit sehr gut klar. Im Gegenteil, im Buch darf sie sogar mal ordentlich in ein Sandwich beißen. Mit ihrem Körper und ihrem Leben steht sie im Einklang.

Nur schade, dass man das nicht auf dem Cover sieht.

Wie Du über übergewichtige Menschen schreiben könntest

Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Wie würdest Du über einen schlanken Menschen schreiben? Als ganz normale Person, oder? Warum sich dann über dicke Charaktere Gedanken machen? Sie sind nicht anders, als andere Menschen auch.

Du kannst Dir natürlich Gedanken machen, warum Dein Charakter übergewichtig ist. Zugleich kannst Du Dir aber auch Gedanken machen, warum Dein schlanker Charakter eben nicht übergewichtig ist.

Eine einfache Sache. Erschaff einen interessanten Charakter und gib ihr oder ihm ein paar Kilos mehr auf den Hüften. Und damit hat es sich eigentlich schon.

Abschlussgedanken

Fat Shaming kommt nicht nur in der Presse, sondern auch in anderen Medien vor. Dabei vergessen sehr viele, dass hinter der Figur auch ein Mensch steckt. Und dieser Mensch hat Gefühle und kann verletzt werden, wenn man diesen immer wieder angreift und beleidigt.

Daher wäre es schön, wenn übergewichtige Menschen in der Literatur positiver besetzt werden würden. Natürlich dürfen sie auch auf der bösen Seite stehen. Das verbietet niemand. Nur eben nicht so klischeehaft, wie es bisher war.

An dieser Stelle noch eine kleine Bitte. Auch wenn ich es gerne sehe, dass gegen Fatshaming angegangen wird, so bringt es nichts, dünne Menschen als Hungerhacken zu bezeichnen. Auch das ist eine Form von Bodyshaming. Es wäre daher schön, wenn wir lernen würden, alle Menschen und ihre Körperformen zu respektieren.

In dem Sinne, fröhliches erschaffen (Memo an mich, übergewichtigen Charakter schreiben).

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Dein Podcast

Marketing: Dein Podcast

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Marketing ist ein wichtiges Thema für Autor*innen. Dabei ist es egal, ob Du bei einem Verlag veröffentlicht hast oder Selfpublisher*in bist. Daher möchte ich Dir heute ein mögliches Marketinginstrument vorstellen.

Wichtiger Hinweis: Im folgenden Beitrag werde ich einige Links zum kleinen a setzen. Dabei handelt es sich NICHT um Affiliate Links.

Kurze Vorgedanken

Marketing ist wichtig. Neben den bekannten Sachen, wie auf Twitter aktiv sein oder eine Facebookseite haben, gibt es noch andere Methoden. Über diese möchte ich in diesem Monat etwas schreiben.

Da ich mich heute endlich dazu überreden konnte die erste Folge meines Podcasts aufzunehmen, fange ich damit an.

Grundlagen: Was ist ein Podcast?

Wenn man es ganz grob vereinfacht, dann ist ein Podcast eine eigene Radioshow. Nur hast Du hier mehr Freiheiten, als bei einer wirklichen Radiosendung.

Du setzt Dich vor einem Mikrofon hin, welches an Deinem PC angesteckt ist, startest ein Audioprogramm und startest einfach. Gut, vorher solltest Du Dir vielleicht ein paar Gedanken dazu machen. Aber wenn man es so will, ist ein Podcast aufzunehmen, erst einmal einfach.

Und das, was Du aufnimmst, ist eine Podcastfolge. Du kannst theoretisch über alles reden, was Du willst und Dich interessiert. Das ist sogar empfehlenswert. Denn warum solltest Du über etwas reden, was Dich nicht fesselt. Das wird man merken und irgendwann kann es passieren, dass Du keine Lust mehr hast und Dein Podcast sich verläuft.

Also, ein Podcast ist eine gesprochene Aufnahme, die ohne Bild auskommt. Ein Video von Dir bezeichnet man eher als Vlog.

Grundlagen: Deine Ausrüstung

Jetzt bin ich natürlich noch nicht die Expertin auf diesem Gebiet. Aber für den Anfang reicht im Grunde genommen ein Mikrofon bzw. Kopfhörer und ein Aufnahmeprogramm. Damit hab ich meine Folge gerade aufgenommen und das Ergebnis klingt sogar gut.

Wenn Du noch nicht weißt, ob Du das alles tatsächlich auch längere Zeit durchziehen möchtest, empfiehlt sich erst einmal eine günstige Ausstattung. Mein Mikrofon ist der Samson Meteor Mic. Den musste ich nur in meinen USB-Hub anschließen und schon konnte es losgehen. Nicht erschrecken, eventuell schaltet Dein Computer Deine Boxen aus. Zumindest war es bei mir so. Trotzdem konnte ich meine Aufnahme hören. Kopfhörer brauchte ich nicht.

Als Software benutze ich Audacity. Für eine reine Aufnahme ist das Programm selbsterklärend. Einfach auf Aufnahme drücken und schon kann es losgehen. Notfalls findest Du unzählige Tutorials auf YouTube.

Je weiter und tiefer Du Dich in die Welt des Podcasten bewegst, desto eher wirst Du wohl eine Profiausrüstung haben wollen. Andere hingegen werden weiterhin so minimalistisch sein. Wichtig ist, es muss für Dich arbeiten, für niemanden sonst.

Eine Buchempfehlung von mir ist “Podcasting” von Larissa Vassilian. Dort bekommst Du weitere Erklärungen zu Software, Hardware und so weiter. Im Weiteren konzentriere ich mich eher darauf, wie Du für Dein Marketing den Podcast verwenden kannst.

Warum überhaupt ein Podcast?

Im deutschsprachigen Raum sind Podcasts noch ein Nischenmarketing. Zwar hören viele Menschen durchaus Podcasts, aber es ist nicht so wie Facebook oder Instagram, kein Massenmedium.

Daher ist es meine Empfehlung, erwarte nicht die Massen an Zuhörer*innen. Aber es gibt Menschen, die hören gerne Podcasts. Und die Zielgruppe wird immer jünger. Wenn Du Dich also entsprechend positionieren kannst, werden die Menschen auf Dich aufmerksam. Damit auch auf Deine Bücher.

In diesem Fall geht es also eher um Aufmerksamkeit und um Öffentlichkeitsarbeit. So werden Deine zukünftigen Leser*innen auf Dich aufmerksam und neigen eher mal dazu, sich nach Deiner Arbeit zu erkundigen.

Worüber soll ich reden?

Bevor Du mit der Technik anfängst, solltest Du Dir erst einmal überlegen, worüber Du überhaupt reden möchtest. Nicht, dass Du Dir ein superteures Mikrofon besorgst, eine kostenpflichtige Software und dann hast Du nichts zu sagen.

Du musst nicht bis in alle Ewigkeit Deinen Podcast führen. Es kann auch sein, dass Du nur eine bestimmte Anzahl von Folgen produzieren möchtest und dann die Reihe (oder das Projekt) beendest. Alternativ kannst Du auch wöchentlich eine Folge aufnehmen und es online stellen.

Als Themen kannst Du alles nehmen, wofür Du brennst. Wenn es eine historische Epoche ist, dann sprich darüber. Oder Dein Schreiben. Du kannst natürlich auch Häppchen aus Deinen Büchern vorlesen. Oder Du erzählst über Deinen Autor*innenalltag.

Das wichtige ist hier, dass Du an dem Thema Spaß hast. Denn das wird man hören und vor allem, Du wirst Dich eher hinsetzen und darüber reden. Und Letzteres ist wichtig, damit Du regelmäßig etwas postest.

Wer hört Dir zu?

Bestimmt hast Du schon mal was von Werbepersonas gehört. Das sind fiktive Kund*innen einer Marke, über die sich Unternehmen, aber auch Autor*innen im Vorfeld Gedanken machen. Und auf diese fiktiven Personen richten sie dann ihre Werbung aus.

Auch für Dich kann es interessant sein, Dir Gedanken darüber zu machen, wer Dir zuhören könnte. Wenn Du Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahre als Publikum haben möchtest, wirst Du aller Wahrscheinlichkeit andere Themen auswählen und anders sprechen, als wenn es eine Personengruppe zwischen 40 und 60 ist.

Wer Dir im Endeffekt zuhören wird, darauf hast Du keinen Einfluss. Aber Du kannst es ein wenig steuern, indem Du Dir Gedanken darüber machst und Deine Folge entsprechend aufbaust.

Deine erste Aufnahme

Vielleicht wirst Du jetzt lachen, aber ich mach Dir ein Geständnis. Heute saß ich gut und gerne über eine halbe Stunde da und hab mich immer und immer wieder motiviert eine erste Aufnahme zu machen. Und rate mal, wer sich immer wieder davor gedrückt hat.

Selbst wenn Du keine Probleme hast öffentlich zu reden, eine Aufnahme kann durchaus erste Hemmungen aufbauen. Das ist normal und völlig in Ordnung. Sag Dir immer und immer wieder, dass die erste Aufnahme niemand, wirklich niemand hören muss und wird. Zumal es noch nicht einmal live ist.

Und dann kann es passieren, dass Du den ersten Satz sagst und Dir denkst, was für ein … Fiep … Auch das ist normal. In meinem Fall war es so, dass ich mindestens sechs oder sieben Mal angefangen habe, bis ich es dann wirklich durchgezogen habe.

Du kannst das alles mit einem Script abfedern. Mein Tipp, schreib keinen Text vor (außer es handelt sich dabei um einen wissenschaftlichen Podcast, da kann es wichtig sein), sondern mach Dir lieber Notizen. Das hört sich nicht so an, als würdest Du nur ablesen und willst die Leute einschläfern.

Ansonsten kann ich Dir empfehlen, dass Du einfach mal drauf losredest. Steck Dein Mikrofon ein, starte Dein Programm und rede drauf los. Es geht hier nur darum, dass Du Deine Angst vor dem Mikrofon und der Aufnahme verlierst. Und danach hör Dir Deine Aufnahme an.

Das meine ich ernst, hör Dir Deine Aufnahme an. Du wirst sehen, dass das gar nicht wehgetan hat. Und vor allem, dass es sich sogar gut anhören kann. Bei mir war ich überrascht, dass ich sehr flüssig gesprochen habe und das es sogar gut klingt. Und das alles ohne Nachbearbeitung.

Sprachfehler und Akzent

Auch wenn wir es wissen, auf der Aufnahme wirst Du es hören, mögliche Sprachfehler und ein Akzent. Ich hab beides. So kann ich nicht das ch vernünftig aussprechen. Es ist immer ein sch. Und durch meine Mutter (sie kommt aus dem Ausland) hab ich wohl einen Akzent mitgenommen. Das ist nun einmal so.

Jetzt könnte ich mich verstecken und niemals eine Aufnahme machen. Oder es als meine sprachliche Note verwenden. Die liebe Nornenschwester Anne Zandt meinte, dass es meine sprachliche Note ist, es macht meine Aufnahme individuell und einzigartig. Und was soll ich sagen, sie hat vollkommen recht.

Eine individuelle Aussprache sorgt dafür, dass Du eine individuelle Aufnahme hast. Und das unterscheidet Dich am Ende von allen anderen. Du kannst also sogar stolz auf Deine Aussprache sein. Wichtig ist nicht Dein Sprachfehler oder Dein Akzent, sondern dass Du nicht monoton sprichst. Tust Du das, wird es sehr anstrengend sein Dir zuzuhören. Und schlimmstenfalls wird man Deine Folge nicht zu Ende hören.

Testaufnahmen

Bevor Du richtig loslegst, empfehle ich Dir, die eine oder andere Testaufnahme zu machen. Zum einen natürlich, damit Du Deine Angst vor der Sache verlierst. Denn es bringt überhaupt nichts, wenn Du solch eine Panik kriegst eine Aufnahme zu starten, dass Du gar nichts sagst.

Eine Testaufnahme ist eben genau das, ein Test. Sag Dir, dass Du diese Datei danach nie wieder anhören wirst. Und erst recht wirst Du sie niemals hochladen. Aber das ist die vielleicht wichtigste Aufnahme in Deinem Podcastleben. Denn mit ihr hast Du die wichtigste Hürde genommen. Du hast eine Aufnahme gesprochen.

Zudem kannst Du auch testen, wie laut Du sprechen musst, um eine vernünftige Aufnahme zu kriegen. Oder wie Du Deine Umgebung einrichten solltest (dazu gibt es schon philosophische Debatten).

Die Länge

Du hast also nun Dein Thema, Deine Testaufnahmen, Du kommst mit Deiner Stimme klar und bist bereit. Doch wie lang soll denn solch eine Aufnahme werden?

Auch darüber wird heftigst diskutiert. Und was soll ich sagen, es gibt keine einheitliche Antwort. Zwischen ein paar Minuten und ein paar Stunden ist alles dabei. Wichtiger ist am Ende Dein Inhalt.

Wenn Du in zehn Minuten alles gesagt hast, ohne dabei zu wirken, als würdest Du durch den Podcast rennen, ist es in Ordnung. Wenn Du zwei Stunden brauchst, dann ist auch das in Ordnung.

Versuche, unnötige Wiederholungen zu vermeiden, genauso wie ellenlange Sätze, die am Ende mehr verwirren, als helfen. Nimm Deine Folge auf und fasse am Ende notfalls zusammen, was man gehört hat. Sprich langsam und deutlich (hier ist es nicht möglich, den Satz noch einmal durchzulesen, idealerweise versteht man alles beim ersten Mal).

Und natürlich hör Dir Deine eigene Folge an. Auch wenn wir unsere eigene Stimme nicht mögen, wichtig ist es trotzdem. Notfalls kannst Du überflüßiges rausschneiden. Nur, weil Du die Datei abgespeichert hast, bedeutet das noch lange nicht, dass Du sie nicht bearbeiten darfst. Ganz im Gegenteil.

Jede Datei kann, darf und manchmal soll überarbeitet werden. Und schlimmstenfalls kannst Du diese löschen und noch einmal vollkommen von vorne anfangen.

Es gibt ja noch viel mehr zu beachten

Jetzt wirst Du sicherlich die Überarbeitung der Datei vermissen, wie man sie hochlädt und so weiter. Versprochen, das kommt noch alles. In diesem Beitrag ging es mir erst einmal um die Grundlage. Sobald ich mehr zu berichten habe, eben auch wegen der Erfahrung und so weiter, werde ich weitere Beiträge dazu schreiben.

Meine Empfehlung ist, fang an. Nimm Dir heute ein Blatt Papier und mach Dir die ersten Notizen. Wenn Du Kopfhörer hast, mit denen Du auch etwas aufnehmen kannst, lad Dir Audacity herunter und mach eine erste Aufnahme.

Übung macht nicht nur den Meister, sondern auch die Meisterin. Daher überlege Dir, jeden Tag ein oder zwei Minuten aufzunehmen. Einfach, um das Sprechen zu üben und mit der Software umzugehen. Das ist dann eine gute Idee, wenn Du noch nicht weißt, was Dein Thema ist.

Abschlussgedanken

Betrachte diesen Beitrag als einen Einstieg. Es werden auf alle Fälle noch weitere Folgen. Wichtig ist, wenn Du Dich für dieses Thema interesierst, dass Du einfach anfängst. Du wirst niemals gut werden, wenn Du nicht übst und sprichst.

Außer Dir muss niemand Deine Dateien hören. Behandele es wie ein Tagebuch. Sprich jeden Tag und speichere es ab. Und dann geh einfach weiter. Die nächste Aufnahme (im Sinne von der nächsten Tagebuchseite) wartet auf Dich.

Wenn Du spezielle Fragen hast, die ich zukünftig beantworten soll, dann freue ich mich über einen Kommentar. Ansonsten, ich melde mich definitiv noch einige Male dazu.

Bis dahin wünsche ich Dir tolle Aufnahmen und viel Mut.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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