Marketing: Dein Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man den ganzen Internetgurus glauben mag, welche Dir erklären wollen, wie Du ein Onlinebusiness aufbaust, dann kommst Du an einem Newsletter nicht vorbei. Dabei ist es egal, ob Du ein Onlineprodukt verkaufen willst, was den Menschen erklärt, wie man ihn zehn Schritten die erste Million verdient oder Deinen Roman.

Bis zur Einführung der DSGVO hatte ich auch einen Newsletter gehabt. Aktuell bin ich am überlegen, mir wieder einen anzuschaffen. Gerade, da ich dabei bin, meinen ersten Roman in die Welt zu lassen.

Zwar bin ich keine absolute Expertin, was dieses Thema betrifft. Trotzdem möchte ich Dir meine zwei Cent dazu anbieten und erzählen, wie es bei mir läuft.

Kurze Vorgedanken

Es heißt immer und immer wieder, wenn Du was verkaufen willst, solltest Du rechtzeitig anfangen Adressen zu sammeln, also E-Mail-Adressen. Denn Du kommst nie so nah an Deine Leser*innen heran, wie über ihr E-Mail-Fach. Und das stimmt.

Seien wir mal ganz ehrlich, wie oft besuchst Du die Internetseite Deiner Lieblingsautor*innen? Wenn Du täglich da bist, dann gehörst Du vielleicht sogar zu den Hardcorefans. Einmal wöchentlich? Sehr gut, das wird sie oder ihn freuen. Mit einem Blog könnte das sogar öfters sein. Wie sieht es mit den Social Media Kanälen aus? Durch die Änderung einiger Algorithmen und der Tatsache, dass Du nicht 24 Stunden online bist, verpasst Du sicherlich auch dort einiges.

Und wie oft rufst Du Deine E-Mails ab? Ich wette mit Dir, mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar noch öfters. Genau dort soll dann auch Dein Newsletter landen. Dort erinnern wir uns daran, ach ja, stimmt, ich hab ja von AutorIn XYZ den Newsletter abonniert, da könnte ich ja auch mal wieder vorbeischauen.

Das ist einer von vielen Gründen, warum Du Dir durchaus überlegen könntest, Dir einen eigenen Newsletter anzuschaffen. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Warum überhaupt einen Newsletter anbieten?

Um es mal ganz brutal zu sagen, wenn die Leute einmal täglich (mindestens) ihre E-Mails abrufen und Dein Newsletter dazugehört, kannst Du dort eher verkaufen. Wie geschrieben, das ist die simple Wahrheit.

Bleiben wir einfach bei Deinem nächsten Roman. Wenn Du ihn bewerben willst, gibt es unzählige Möglichkeiten. Werbung auf Facebook schalten oder bei Twitter darüber schreiben. Sicherlich wirst Du diesen auch auf Deiner Internetseite ankündigen. Und doch kann das alles verpuffen, wenn Du die Leute nicht erreichst.

Wenn Du aber eine genügend große Liste hast (mit Listen werden die Leute gemeint, welche Deinen Newsletter abboniert haben, klingt irgendwie unpersönlich), dann ist das bewerben Deines Buches leichter.

Gehen wir mal von einer idealisierten Beispielrechnung aus. Du hast geschafft, dass sich 1.000 verschiedene Menschen für Deinen Newsletter angemeldet haben. Wenn Du eine Öffnungsrate von 50 Prozent hast, ist das viel. In diesem Fall würden also 500 Menschen Deinen Newsletter öffnen und diesen (hoffentlich) lesen. Und wenn von den 500 Menschen wieder 50 Prozent Dein Buch kaufen, also 250 Menschen, dann bist Du auf Amazon durchaus schon einmal sichtbarer, als ohne diese 250 tollen Menschen.

Das ist die knallharte Realität. Newsletter können dazu genutzt werden, um letztendlich ein Produkt zu verkaufen. Damit meine ich natürlich Deinen nächsten Roman. Aber Du kannst diesen auch noch für weitere Elemente nutzen.

Ich will aber nicht nur verkaufen

Mithilfe des Newsletters musst Du nicht nur Dinge verkaufen. Gerade dann, wenn Du noch Schwierigkeiten hast, wirklich aktiv auf die Leute zu zugehen und zu sagen, hei, mein neuer Roman ist online, magst Du den nicht kaufen, lesen und rezensieren?

Du kannst mit dem Newsletter auch in Kontakt mit Deinen Leser*innen treten. Zum Beispiel schreibst Du, wie weit Du mit Deinem Roman bist oder wo man Dich demnächst antreffen kann (zum Beispiel auf Messen, bei Lesungen und ähnlichen Veranstaltungen). Aber es ist auch möglich, kleine Geschenke zu verteilen. Denn wer auf Deiner Liste ist, gebührt durchaus ein kleines Dankeschön.

Auf diese Weise sorgst Du eher dafür, dass sie auch dort bleiben und wahrscheinlicher Dein Buch kaufen, als wenn Du Dich nur meldest, wenn es heißt, mein Buch ist da, kauft es jetzt. Seien wir mal ehrlich, würdest Du darauf reagieren? Ich wäre schneller weg, als es den Leuten lieb ist.

Wie fange ich überhaupt an?

Bevor wir auf den möglichen Inhalt eines Newsletters eingehen, solltest Du Dir überlegen, welchen Anbieter Du nimmst. Auch hier werde ich keine Werbung machen, weil es so viele verschiedene Anbieter gibt, da musst Du selbst entscheiden, welchen Du nimmst. Es kommt natürlich auf Deine persönlichen Bedürfnisse an und gegebenenfalls, wie viel Du bereit bist auszugeben.

Der Grund, warum ich mich damals für Mailchimp entschied, lag nur daran, dass damals alle davon geschwärmt haben. Zwischenzeitlich sind einige von denen, die eben davon schwärmten, aber zu anderen Anbietern gegangen.

Aktuell ist Mailchimp in einigen Funktionen kostenfrei und zudem arbeitet es im Rahmen der DSGVO. Wenn man hinter die Funktionweise von Mailchimp gekommen ist, dann ist es sogar leicht damit zu arbeiten.

Wenn Du ein Anbieter für Dich gefunden hast, dann schau Dir sämtliche Bedingungen genau an. Bist Du damit einverstanden, kannst Du Dich dort anmelden. Ansonsten, weitersuchen.

Häufig musst Du einiges einrichten. Wenn Du da Probleme hast, ich bin mir sicher, dass Du da nicht alleine bist und schon jemand anderes die gleichen Fragen gestellt hat, die auch Du hast. Gegebenenfalls hat auch jemand auf YouTube einige Videos hochgeladen. Mit anderen Worten, ich bin mir sicher, dass Du eine Lösung finden wirst.

Ein paar juristische Sachen

Wie bei allen anderen Beiträgen schon geschrieben, ich bin keine Anwältin, noch habe ich in irgendeiner Art und Weise eine juristische Ausbildung. Daher bin ich nicht berechtigt, eine Rechtsberatung zu geben. Wenn Du Fragen hast, dann wende Dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt Deines Vertrauens, um diese abzuklären.

Dein Mailanbieter bietet Dir meistens schon von vornherein an, die ganzen juristischen Sachen entsprechend einzufügen und umzusetzen. Zumindest sollte er dies tun. Du musst sie nur noch ausfüllen und dann hat es sich erledigt.

So gilt auch für einen Newsletter eine Impressumspflicht. Das bedeutet, dass Deine Leser*innen auch darüber jederzeit erfahren müssen, mit wem sie es zu tun haben. Daher sollte irgendwo in der Mail Deine Adresse stehen. Es reicht aber meistens aus, dass Du sie bei Deinem Anbieter ausfüllst und dann wird diese automatisch in jedem Newsletter eingetragen. Löschen darfst Du sie hingegen nicht. Mailchimp zum Beispiel weigert sich dann, den Newsletter loszusenden, sollte die Adresse gelöscht worden sein.

Das Double-Opt-In Verfahren

Wenn Du Dich in letzter Zeit für einen Newsletter angemeldet hast, hast Du sicherlich einen Hinweis bekommen, dass Du Deine Adresse noch einmal bestätigen musst. Damit soll gesichert werden, dass Du Dich wirklich für diesen Newsletter angemeldet hast.

Hier wird einfach verhindert, dass Leute E-Mail-Adressen sammeln und in ihre Datenbank einpflegen. Somit würdest Du Mails bekommen, von denen Du noch nicht einmal weißt, dass es diese Anbieter gibt. Und damit wären auch dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Immerhin könnte sich in der E-Mail eine Schadsoftware befinden, welche Deinen PC verseucht und ausspioniert.

Zwar gibt es Ausnahmen, in denen Deine E-Mail-Adresse gesammelt und für den Versand von Werbung verwendet werden darf. Aber unter normalen Umständen sind diese Ausnahmen eher rar gesät. Gehe davon aus, dass Du selbst keine dieser Ausnahmen in Anspruch nehmen darfst. Damit fährst Du schlichtweg sicherer.

Wobei ich auch erlebt habe, dass bei diversen Events Listen umgehen, wo man sich für den Newsletter eintragen kann. In solche Listen hab ich mich auch schon eingetragen. Inwiefern das nun im Rahmen der DSGVO erlaubt ist, da bin ich mir selbst nicht so sicher. Auf alle Fälle musst Du immer nachweisen, woher Du die Adressen bekommen hast. Wenn du das also machst, solltest du auf alle Fälle diese Listen aufbewahren.

Der Abmeldelink

In jeder Mail, welche Du versendest, muss immer ein Link vorhanden sein, über den sich Deine Leser*innen gegebenenfalls abmelden können. Dieser wird meistens automatisch generiert und Du musst Dich nicht darum kümmern. Nur darfst Du diesen ebenfalls nicht löschen.

Wenn sich jemand dann aus Deinem Verteiler abmeldet, wirst Du meistens darüber informiert. Das bedeutet aber nicht, dass Du jetzt die Person anschreiben darfst, um zu erfahren, warum sie oder er sich abgemeldet hat. Denn das Abmelden bedeutet, dass sie oder er keine Mails von Dir mehr erhalten darf. Auch keine Anfragen. Das kann Ärger bedeuten. Akzeptiere es und konzentriere Dich auf die, welche Dir weiterhin die Treue halten.

Da ich mich für viele Newsletter angemeldet habe, neige ich dazu, diese auch ab und an mal auszusortieren. Gerade dann, wenn ich gar nicht mehr weiß, warum ich mich überhaupt angemeldet habe. Was mich bei einem Anbieter sehr geärgert hat, war die Tatsache, dass er den Abmeldelink mit weißer Schrift auf weißen Hintergrund eingefügt hat.

Damit hat er zwar die Regeln eingehalten, ich fand das in diesem Moment aber so unendlich arrogant, dass ich das gar nicht richtig beschreiben kann, wieso. Vielleicht, weil er der Meinung war, mir den Weg zu erschweren, weil er ja angeblich so einen tollen Newsletter hat. Was glaubst Du wohl, wie schnell ich bei dem draußen war.

Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht ein wenig penibel oder was auch immer, aber so etwas schätze ich überhaupt nicht. Akzeptiere, dass sich die Leute abmelden können, und behindere sie auf keinen Fall irgendwie daran. Das kann sogar noch eher dazu führen, dass sie Dich aus deren Leben streichen.

Das Freebie

Ein Freebie ist eine Datei (meistens eine Textdatei als PDF, gelegentlich auch Bilder oder eine MP3 Datei), welche Du kostenfrei denen zur Verfügung stellst, welche sich für Deinen Newsletter anmelden.

Als ich diesen Beitrag auf meinem alten Blog veröffentlicht habe, war ich durchaus von den Freebies überzeugt. Zumal Du nirgends über einen Blog gestolpert bist, der ohne eines ausgekommen ist.

Zwischenzeitlich gibt es sogar eine ganz kleine Bewegung gegen die Freebies. Denn viele empfinden, dass sie nicht nützlich sind. Ganz im Gegenteil, sie könnten sogar schädlich sein.

Und im Rahmen der DSGVO könnte es sogar unschöne Konsequenzen haben, wenn Du eines anbietest (folgende Ausführungen sind, wie immer, ohne Gewähr). In einem Rechtsberatungsbuch hab ich gelesen, dass man eine Anmeldung für einen Newsletter ohne Lockangebote realisieren soll. Es soll, so die Idee dahinter, allen die Möglichkeit geboten werden, sich anzumelden oder es abzulehnen, ohne ein Verlust zu erleiden.

Würde ich also die Anmeldung mit einem Freebie belohnen, würden die, die sich nicht anmelden, eben diesen Verlust erleiden. Und hätten einen Nachteil. Daher könnte es passieren, dass Dir am Ende vielleicht sogar eine Anwältin oder ein Anwalt auf Dein Dach steigt (wie geschrieben, ohne Gewähr).

Wie steh ich zur Sache

Geplant ist, dass ich mich wieder um das Thema Newsletter bemühe. Aber dieses Mal würde ich tatsächlich kein Freebie mehr für die Anmeldung anbieten. Und zwar aus zwei Gründen.

Einmal wegen der rechtlichen Unsicherheit. Es heißt zwar irgendwie, irgendwo, man dürfe keines mehr anbieten, weil es verboten sein könnte. Und doch bieten viele Leute diese dann doch an. Dann sitze ich da und denke mir, was denn nun? Darf ich oder darf ich nicht?

Zudem möchte ich, dass die Lesenden sich meinen Newsletter deswegen zu Gemüte führen, weil der Inhalt und ich sie interessieren. Und nicht, weil es ein Geschenk gibt.

Eine Alternative

Wenn Du kein Freebie anbieten möchtest, dann gibt es durchaus eine Alternative. Du schenkst Deinen Lesenden zwischendurch etwas. Das machen wir ja auch mit unseren Freund*innen. Immer, wenn ich etwas sehe, wobei ich an meine Freundschaften denke, bekommen diese ein kleines Geschenk.

Du hast eine Kurzgeschichte geschrieben? Vielleicht packst Du es nicht auf Deine Seite, sondern schenkst es Deinen Lesenden. Oder ein Kapitel aus Deinem nächsten Roman. Egal was. Da kannst Du Dir so vieles einfallen lassen. Deiner Kreativität ist keinen Grenzen gesetzt.

Dein Inhalt

Wiederholung des Blogbeitrages

Da mag ich vielleicht allein auf weiter Flur stehen, aber ich persönlich finde es nervig, wenn ich eine E-Mail bekomme und dabei lediglich darauf hingewiesen wird, mein neuer Blogbeitrag ist online. Gut, meistens gibt es noch ein paar Hinweise zum Text, aber diese Art von Newsletter bietet mir persönlich keinen Mehrwert.

Und ehrlich gesagt, für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich solche Newsletter konsequent abmelden werde, wenn sich keine Besserung einstellt. Per se habe ich nichts gegen solche Mails. Aber dazwischen darf auch etwas kommen, was nur ich als Newsletterleserin bekomme und niemand sonst. Darauf kommt es mir persönlich an.

Wenn Du dazwischen auch Beiträge schreibst, die ich nur im Newsletter lesen kann, dann ist das wieder etwas Besonderes. Und Du behältst meine Adresse. Daher kann ich Dir empfehlen, dass Du da mischst, wenn Du schon Werbung für Deine Blogbeiträge machen möchtest.

Eigene Inhalte

Mit eigenen Inhalten meine ich, die eben erwähnten Mails mit Beiträgen, die ich nur als Newsletterleserin bekomme. In meinem Fall bekommst Du die Informationen zum Weltenbau nicht hier auf dem Blog, sondern nur dann, wenn Du Dich für den Newsletter anmeldest.

Aber wenn Du keinen solchen Themenblog hast, dann kannst Du auch Leseproben schicken, die man nur über Deinen Newsletter bekommt. Oder Kurzgeschichten. Informationen aus Deinem Alltag. Oder was auch immer Dir wichtig ist. So habe ich auch schon gelesen, dass manche ihren nächsten Roman erst einmal per Newsletter versenden, um zu sehen, wie die Reaktionen sind. Das ist auch möglich.

Der Inhalt sollte zu Dir, Deiner Persönlichkeit, Deiner Arbeit und Deiner Internetpräsenz passen. Notfalls mach Dir ein paar Gedanken, was zu Dir und Deinem Thema passen könnte und überleg Dir für die ersten sechs Newsletter die Themen. Nach und nach wirst Du sicherlich ein Händchen dafür entwickeln und die Themen fliegen Dir nur so zu.

Häufigkeit

Bei einigen Newsletter, die ich erhalte, bin ich durchaus überrascht, dass es die Leute noch gibt. Das liegt schlichtweg daran, dass ich teilweise über Monate und in einem Fall sogar über einem Jahr hinweg nichts lese, weil sie nichts senden. Das ist keine gute Idee. Man sollte sich durchaus regelmäßig melden.

Du musst Dich nicht jede Woche melden. Einmal alle zwei bis drei Monate können ausreichen. Nur mach es auch bitte. Bei Deinen Hardcoreleser*innen ist das kein Problem. Wenn Du aber dafür sorgen möchtest, dass sich Deine Newsletterleser*innen dazu entwickeln, musst Du dafür Sorgen, dass sie Deine Romane lesen. Und das bedeutet, bring Dich regelmäßig in Erinnerung.

Bei einer Autorin, die sich schon seit über einem Jahr nicht gemeldet hat, habe ich gerade mal auf ihrer Facebook-Seite geschaut. Sie ist noch aktiv und hatte sogar vor Kurzem wieder was gepostet. Durch die Algorithmen hab ich das nicht gesehen und somit verpasste ich, dass sie einen neuen Roman veröffentlicht hat.

Hätte sie das in ihrem Newsletter geschrieben, bei dem ich ja noch immer auf der Liste stehe, hätte ich das gesehen. So ist das aber verschenktes Potenzial, welche die Sichtbarkeit ihres Romans um einiges hätte erhöhen können.

Und ja, wieder die DSGVO: Du solltest eine Seite auf deiner Webseite oder Deinem Blog einrichten. Dort informierst Du (durchaus auch kurz) darüber, was Du in Deinem Newsletter anbietest. Und auch, wie oft im Monat dieser erscheint. Denn zu häufig kann scheinbar auch ein Abmahngrund werden.

Kleiner Tipp: Halte Dir immer noch eine ganz kleine Hintertür offen. Schreib dazu, dass Du nur in Notfällen eine zweite Mail außerhalb des üblichen Rhythmus schreibst. Willst Du einmal im Monat eine Mail schreiben, ist das in Ordnung.

Nehmen wir aber an, Du hast noch etwas ganz Wichtiges zu schreiben. Entweder Du wartest auf den nächsten Newsletter oder erlaubst Dir, noch eine zu schreiben. Aber ich würde Dir empfehlen, solche Ausnahmen auch wirklich als Ausnahmen zu belassen. Sonst kannst Du daraus eine Regel machen und sie auf Deine entsprechende Seite einfügen.

Letzte Frage: Du, Sie oder doch eher ihr?

Letztens fragte auf Facebook jemand, ob man die Leute in einem Newsletter duzen darf, sie Siezen oder doch eher, als ihr ansprechen sollte?

Das „ihr“ finde ich persönlich absolut fürchterlich. Es ist unpersönlich und, ne, nicht meins. Damit spreche ich letztendlich niemanden direkt an und kann mich auch irgendwie herauswinden, wenn es mal unangenehm wird. Wenn es nach mir ginge, sollte niemand „ihr“ benutzen. Aber trotzdem darfst Du das verwenden, wenn es für Dich passt.

Ansonsten empfehle ich Dir, dass Du im Newsletter die gleiche Anrede verwendest, wie auf Deinem Blog oder Deiner Internetseite. Damit trittst Du einheitlicher auf und damit spüren die Leute eine gewisse Verbindung zwischen den Medien.

Zwischenzeitlich ist das Du durchaus im Internet akzeptiert. Denn man kann höflich und respektvoll sein, auch wenn man sich duzt. Und man kann auch sagen, Sie Frau oder Herr Arsch*****. Das eine schließt das andere nicht aus.

Benutz die Anrede, mit der Du Dich wohlfühlst. Das ist wohl der beste Rat, den ich Dir hier geben kann.

Abschlussgedanken

Dein Newsletter macht durchaus Arbeit, darüber will ich nicht hinwegtäuschen. Aber letztendlich kann das auch ein verdammt gutes Werbemittel für Dich und Deine Romane sein. Daher ist es empfehlenswert, genau jetzt und heute damit anzufangen. Wenn Du eine Internetseite aufbaust, dann solltest Du auch sofort über einen Newsletter nachdenken. Und nicht erst Monate später.

Daher plane mit dem Newsletter als aktives Werbemedium für Dich ein. Du wirst es schon noch zu schätzen wissen.

Und vor allem, informiere Dich noch einmal über alle möglichen rechtlichen Irrwege. Dazu noch ein Buchtipp (und KEIN Affiliate-Link): Recht im Online-Marketing von Christian Solmecke und Sibel Kocatepe.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim erstellen und versenden Deines ersten Newsletters.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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