Formen Deiner Visitenkarte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

die Überschrift mag vielleicht verwirrend klingen, daher hier die kurze Erklärung. Es geht um das Aussehen der Karte. Also das, was Du oder die empfangende Person am Ende in den Händen halten wird. Um genau zu sein, um mögliche Sonderformen.

Kurze Vorgedanken

Schließ mal kurz die Augen und stell Dir eine Visitenkarte vor. Wie sieht sie aus? Die Wahrscheinlichkeit, dass Du diese handgroßen Karten siehst, dürfte sehr groß sein. Das ist halt der Standard, den so gut wie alle nutzen.

In der Businesswelt kann es sehr wichtig sein, dass die Standardgröße eingehalten wird. Denn viele haben diese Visitenkartenhalter oder in ihren Kalender entsprechende Einlegezusatzdingens (ja, ich bin heute sehr wortgewandt 😀 ). Da kann es wichtig sein, nicht aus dem Rahmen zu fallen.

Aber Du willst aller Wahrscheinlichkeit keine Industriell*innen beeindrucken, sondern kreative Menschen. Daher darf Deine Karte auch gerne kreativ sein.

Die Standardform

Die Standardform (84mm x 55mm) hat sich nicht ohne Grund durchgesetzt. Und auch wenn wir im kreativen Bereich zu Hause sind, darfst Du gerne die Standardform benutzen.

Und es kann sich durchaus lohnen, darüber nachzudenken, diese zu wählen.

Gute Gründe für den Standard

Wenn Du Dich mit Agenturen, Verlagen oder Dienstleistern in Verbindung setzen möchtest, könnte es besser sein, diese mit einer Standardvisitenkarte zu versorgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie regelmäßig Dutzende von Karten bekommen. Und um diese ordentlich zu verstauen, dürften sie entsprechende Taschen haben (sei es einen Kartenhalter, Visitenseiten für ihre Kalender, was auch immer).

Natürlich könntest Du hier argumentieren und sagen, wenn ich mit einer Sondergröße aus dem Rahmen falle, dann falle ich ja auf. Und das stimmt. Hier sehe ich nur das Problem, dass sie Deine Karte in ihren Haltern nicht aufbewahren können (welche sie auch immer verwenden). Bestenfalls landet Deine Karte da, wo die anderen sind. Schlimmstenfalls irgendwo in eine Tasche und dann könnte diese verloren gehen.

Natürlich könnte Deine Visitenkarte neben den anderen auch untergehen. Da helfen besondere Farben und Schrifttypen, um aufzufallen. Aber auf alle Fälle landet Deine Karte neben den anderen. Sofern diese Leute so arbeiten, wie ich es tun würde.

Eine kleine Auflage reicht völlig aus

Je nachdem, mit wie vielen Leute Du in Kontakt treten möchtest, kann eine kleine Auflage völlig ausreichen. Und ich rede hier von 50 Karten (mehr oder weniger, je nachdem). Denn hier geht es um Dein Business (und auch Schreiben kann ein Business sein).

Häufig sind kleinere Auflagen durchaus teurer, das stimmt. Aber wenn Du schon Geld in die Hand nimmst, dann kannst Du hier so richtig klotzen. Mit Farben, Schrifttypen und Papierdicke. Damit besteht die Hoffnung, dass Du eher in Erinnerung bleibst, als bei normalen Karten.

Vor etwa zwei oder drei Jahren habe ich eine Visitenkarte von Ally J. Stone bekommen. Sie hatte als Idee ihre Werwolfreihe in ihrem Design einfließen lassen. So waren Krallenspuren darauf, die eine leichte Erhöhung auf der Karte hatten. Und bis heute erinnere ich mich daran, weil das eher selten ist.

Such nach diesem einen besonderen Element in Deiner Arbeit oder Deiner Idee oder was auch immer. Und dann füge sie in Deine Karte ein (lass Dir gegebenenfalls von einer*einem Designer*in helfen). Mit solchen kleinen Elementen kannst Du für Aufsehen erregen.

Sonderformate

Natürlich kannst Du auch Sonderformate an Agenturen, Verlagen oder auch Distributoren ausgeben, wenn Du möchtest. Diese Karten können aber eher für Deine Lesenden interessant sein.

Zum einen kannst Du hier viel mehr mit Farben, Formen oder Aussehen spielen. Durch das Sonderformat musst Du nicht zwangsläufig klotzen. Denn allein durch eine andere Größe kann es passieren, dass Du eher in Erinnerung bleibst. Deine Visitenkarte kann größer sein, als die Standardgröße.

Austoben

Du kannst Dich bei einer größeren Karte austoben. Zum einen mit Farben und Formen. Andererseits auch mit Deinen Daten. Zwar bin ich der Meinung, dass Deine Internetseite als Dein Hauptbahnhof dienen darf. Aber das bedeutet nicht, dass Du diesen Gedanken folgen musst. Gerne kannst Du jede Seite, die Du hast, auf Deine Karte aufführen.

Groß, größer, besser?

Große Visitenkarten haben mehrere Vorteile. Zum einen fallen sie eindeutig auf. Du kannst Dich auf verschiedene Art und Weise dort austoben (siehe oben). Zudem kannst Du Dein Logo prominent in Szene setzen. Und außerdem einen Bereich für ein Autogramm nutzen.

Das Beste wäre aber auch, dass Deine Visitenkarte als Lesezeichen benutzt werden könnte. Damit bleibst Du vielleicht sogar noch eher in Erinnerung, als wenn Du in irgendeine Visitenkartentasche landest.

Was ist richtig für Dich?

Letztendlich ist es Deine Visitenkarte. Du musst für Dich entscheiden, was sich gut anfühlt. Und natürlich auch, was Dir gefällt. Immerhin darfst*musst Du die Karte übergeben. Wenn Du Dich dabei nicht wohlfühlst, dann ist es nicht die richtige.

Daher hier eine kleine Hausaufgabe für Dich. Beim nächsten Zusammentreffen mit Schreibenden sammele Visitenkarten. Damit meine ich Buchmessen, Conventions und was auch immer.

Wenn Du dann Zeit hast (und das Treffen überlebt hast), schau Dir die Karten an. Analysiere sie. Was gefällt Dir und was nicht? Und vor allem, welche Elemente würdest Du auf Deiner Karte gerne sehen?

Zusätzlich schau Dir an, was die Anbieter von Visitenkarten für Druckmöglichkeiten haben. Es kann sein, dass Du etwas haben möchtest, aber es die meisten Anbieter nicht drucken können. Oder sie haben etwas auf Lager, woran Du nicht gedacht hast.

So kommst Du Stück für Stück zu Deiner Visitenkarte.

Abschlussgedanken

Du kannst natürlich komplizierte Recherchen betreiben. Oder Du druckst einfach drauf los. Denn eines ist sicher, mit jeder gestalteten Visitenkarte wirst Du an Erfahrung sammeln. Und damit wird diese immer besser und ausgefeilter.

Schau Dich um, schau Dir andere Visitenkarten an, was die Druckerei möglich machen und leg los. Und freue Dich, wenn Du die ersten Visitenkarten in den Händen hältst (behalte die erste ruhig).

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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