Mögliche Berufe für Deine Fantasyheldinnen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Frauen sind schon häufig Mangelware in diversen Geschichten (also Fantasy, Science-Fiction und so weiter). Zusätzlich sieht es noch einmal mau aus, wenn man Berufe für sie sucht. Daher hatte ich mir vor einigen Jahren Gedanken darum gemacht. Schauen wir uns an, welche Berufe sie in der Fantasywelt so alles übernehmen könnten.

Noch ein kleiner Hinweis. In diesem Beitrag geht es um die Heldin oder andere Protagonistinnen, die man lapidar als Gut bezeichnen könnte. Für die Antagonistin kommt nächste Woche ein eigener Beitrag.

Kurze Vorgedanken

Natürlich haben Frauen in der Geschichte durchaus ihren Weg gefunden. Zumindest im Schatten. In einem Gespräch erfuhr ich mal, dass es bei den Beduinen wohl so ist/war, dass die Frauen nicht alleine das Zelt verlassen dürfen/durften. Daher haben sie ihre Männer auch für Kleinigkeiten aus dem Zelt zum Einkaufen geschickt, damit sie alleine waren. Und über Schleichwege kamen sie zu den anderen Frauen und unterhielten sich. Um ein reales Beispiel zu nennen.

Doch in Fantasygeschichten fehlt mir diese Kreativität häufig. Frauen haben schon immer einen Weg gefunden, um sich zu treffen, ihre Ideen mitzuteilen und ihren Wissensdurst zu stillen. Nicht alle haben es in der Geschichte geschafft, ihre Stimme einen ewigen Wert zu geben. Das ist ein Fakt. Aber viele. Auch das ist ein Fakt.

Aber das ist egal, ich schreibe hier von Fantasygeschichten. Und da können ganz andere Regeln gelten. Warum muss dort unser Gesellschaftssystem immer wieder übernommen werden? Theoretisch könnten dort auch Frauen oder weiblich gelesene Wesen physisch stärker sein, als Männer oder männlich gelesene Wesen. Daher habe ich mir Gedanken gemacht, welche Tätigkeiten Deine Heldinnen nachgehen können.

Und ja, wenn Du willst, kannst Du auch gerne Inspirationen für Deine Helden (also die Männer) mitnehmen.

Die Kaste der Kriegerinnen

In Fantasygeschichten kann der Krieg immer wieder eine wichtige Rolle spielen. Daher spielen zumindest die männlichen Krieger eine Rolle. Warum also nicht auch die Kriegerin?

Es gibt die Möglichkeit, dass wir es mit einer einzelnen Kriegerin in der Armee zu tun haben (wie Mulan). Entweder wird sie ermuntert oder schleicht sich aus eigenem Antrieb heimlich in die Armee ein, um für eine gute Sache zu kämpfen (welche das ist, liegt an Deiner Geschichte). Hier stellt sich die Frage, warum dürfen Deine Frauen nicht in die Armee eintreten. Und welche Konsequenzen es hat, tun sie es doch.

Aber es ist auch möglich, dass mehrere Frauen in die Armee eintreten und ihren Dienst verrichten (wie im Roman von Terry PratchettWeiberregiment„). Es kann offiziell sein oder ebenfalls im Geheimen passieren, weil die Frauen ansonsten bestraft werden würden.

In zwei asiatischen Filmen (deren Titel ich leider nicht mehr weiß), hat sich jeweils die Prinzessin eines Landes gemeldet, sich zur Soldatin ausbilden zu lassen. Also die wahre Kriegerprinzessin. Einmal wollte die Prinzessin eine Soldatin werden, damit sie ihr Land verteidigen und die Sorgen und Nöte ihrer Soldaten besser verstehen lernt. Für die andere Prinzessin war es selbstverständlich, dass sie in den Krieg zieht. Immerhin ist sie die Prinzessin des Reiches. Und als solche hat sie ihr Reich auch mit ihrem Leben zu beschützen.

Interessant war bei den Filmen, dass die Männer kein Problem damit hatten, dass überhaupt eine Frau in den Krieg ziehen wollte. Man bestrafte sie nicht oder sperrte sie ein. Aufgrund ihrer Erfahrungen (die ihr fehlten), war der Grund, warum die Männer ihr rieten, sie solle zu Hause bleiben. Was sie natürlich nicht tat.

Wenn Du über vereinzelte Kriegerinnen oder Soldatinnen schreibst, dann kann man es mit Ausnahmeerscheinungen zu tun haben. Auch wenn sie geduldet werden und an der Seite der Männer kämpfen dürfen.

Alternativ kannst Du auch über Kriegerinnen schreiben, denen man es gestattet, genauso in der Armee zu dienen, wie den Männern. Sie werden also eingezogen und ausgebildet, als gäbe es keine Unterschiede zum anderen Geschlecht.

Gerade Amazonenarmeen speisen sich natürlich aus dem eigenen Geschlecht. Da können sie keine Männer in den Kampf schicken. Amazonenkriegerinnen (die es wirklich gab) bewiesen, dass Frauen durchaus kämpfen können.

Vielleicht wirst Du aber sagen, Frauen sind Männern körperlich unterlegen. Menschenfrauen in unserer Realität haben diesen Nachteil. Da stimme ich Dir sofort zu. Auch wenn viele Frauen durchaus beweisen, dass mit ein paar guten Handgriffen auch ein starker Mann überwältigt werden kann. Aber darauf will ich nicht hinaus.

Wir sind in einer Fantasywelt. Hier reagiert durchaus Deine Fantasie. Warum also bitte schön, sollen Frauen nicht genauso stark wie Männer sein? Oder gar stärker? Nenne mir einen guten Grund? Wir bilden hier nicht zwangsläufig die Realität ab. Und zudem gibt es Fantasyvölker. Das bedeutet, hier müssen nicht die gleichen biologischen Gesetze herrschen, wie bei uns Menschen. Von den sozialen Gesetzen schreibe ich an dieser Stelle mal nicht.

Wenn Du, sagen wir Mal, über ein Orkvolk schreibst, können die Frauen genauso stark sein, wie die Männer. Oder Du teilst auf. Es gibt also Frauen und Männer, die stärker sind, als andere aus dem Volk (also ebenfalls Frauen und Männer). Die Starken gehören zur Kriegskaste und die Schwachen bleiben zu Hause.

Die Kaste der Regentinnen

Gut, jetzt sagst Du Dir, ich will meine Frauen nicht in den Krieg ziehen lassen. Dann setz ihr doch eine Krone auf? So als Beispiel. Oder bring sie anders ins Regierungssystem ein.

Die wohl bekannteste Rolle von Frauen als Regentin ist eben der einer Königin. Oder auch die einer Prinzessin. Auch wenn einige Fantasygeschichten diese Rolle nicht so optimal ausnutzen, wie man es sich wünscht.

Häufig kommt der Königin eher eine Statistinnenrolle zu. Sie darf lächeln, ihren Ehemann unterstützen, aber sobald er stirbt, kommt nicht sie an die Macht, sondern sehr häufig ein anderer Mann.

Wie wäre es, wenn sie aus eigenem Recht her regiert? Sie wird als Prinzessin geboren und darf dann als Königin allein regieren? Ohne, dass ein Mann ihr die Würde in irgendeiner Art und Weise zubilligen muss. Oder, wenn sie verheiratet ist und ihr Gemahl stirbt, dass sie dann selbst regieren darf, bis die nächste Generation dran ist? Wäre zumindest eine schöne Abwechslung.

Aber Frauen müssen nicht nur Prinzessinnen oder Königinnen sein. Wie wäre es denn als Beraterin? Meistens kommt Männern diese Rolle zu. Doch auch Frauen können logisch denken und einen König beraten. Oder ihn in die Irre führen, je nachdem, was Du willst.

Oder sie könnte auch als Botschafterin arbeiten. Man sagt doch Frauen zu (wenn wir die Klischees bedienen), dass sie sehr einfühlsam sind und darauf bedacht, die Harmonie zu erhalten.

Die Kaste der Wissenschaft

Gehen wir mal aus dem Schloss, wo wir die Kriegerin und die Königin am ehesten finden, weg und schauen uns mal in den Universitäten oder im Leben um. Dort finden wir sicherlich auch Frauen, die etwas Interessantes zu erzählen haben.

Wissenschaftlerinnen können herausfinden, wie die Welt funktioniert oder auch neue Waffensysteme entwickeln, damit die Soldatinnen sie nutzen können. Oder von mir aus, sie erfinden etwas, um die körperlichen Schwächen der Frauen zu kompensieren.

Frauen können zum Beispiel als Physikerinnen oder Chemikerinnen arbeiten, gerne auch als Mathematikerinnen. Aber auch als Biologinnen und hei, wie wäre es denn mit einer Alchimistin?

Natürlich könnte sie an einer Universität lernen und lehren. Aber auch in ihrer kleinen Stube unter dem Dach eines Hauses. Egal welche Widrigkeiten Du sie aussetzt, solange sie eine Liebe zu der Wissenschaft hat, wird sie einen Weg finden, um ihre Forschungen zu betreiben. Und vielleicht hast Du eine Lieblingswissenschaftlerin, die Du hier als Vorbild nehmen kannst.

Kaste der Magie

Was wäre eine Fantasygeschichte ohne Magie? Gut, eine Fantasygeschichte. Aber in vielen ist die Magie durchaus ein wichtiges Thema. Und meistens haben die Männer eine gewisse Hoheit darüber. Sie sind entweder der Oberguru, haben den besseren Zugang dazu oder sind sonst wie begünstigt.

Warum sollte nicht eine Frau die Oberhoheit über die Magie haben, so als Obermagierin? Natürlich gibt es Geschichten dazu, aber meistens sind immer noch die Männer, welche auch die magische Führung innehaben.

Häufig sind Frauen, welche die Magie anwenden gefürchtet, verachtet oder gehören schlichtweg zum Lager der Schurkinnen. Sie sind die bösen Hexen, welche das Reich vernichten wollen. Nicht immer, aber immer wieder. Hexen können gerne die Beraterinnen von Königinnen und Königen sein. Sie können das Reich retten, die Heldin oder den Helden anweisen. Du hast mit ihnen eine Menge Möglichkeiten.

Kaste der Heilerinnen

Und eines der wohl weiblichsten Rollen in der Geschichte. Die Frau als Hebamme und als Heilerin. Natürlich kann sie auch eine Ärztin sein, eine Kräuterhexe oder was auch immer es so gibt oder Deine Geschichte benötigt.

Oder Du nutzt einen Beruf aus der Gegenwart und transportierst ihn in Deine Fantasywelt. Das wäre auch noch eine Möglichkeit (auch für die anderen Bereiche). So könnte es eine Gerichtsmedizinerin geben, die mithilfe von Telepathie die Mordursache herausfindet. Nur, um ein Beispiel zu nennen.

Kaste der Händlerinnen

Frauen haben schon immer Handel betrieben. Sie haben Waren hergestellt und verkauft, sie haben eingekauft und weitergekauft.

Sie könnte eine Handelskapitänin sein und eine Flotte besitzen, mit der sie um die Welt reist, um die Waren anzubieten oder einzukaufen. Oder sie besitzt einen Laden, ein Kontor oder was auch immer wichtig ist. Und darüber baut sie sich nach und nach ihr Weltreich auf (hei, man kann auch träumen).

Abschlussgedanken

Das soll nur eine kleine Übersicht darüber bieten, was Deine Fantasyheldinnen theoretisch alles machen können. Sicherlich fallen Dir noch mehr Punkte bzw. Berufe ein, die Du nutzen könntest. Hier findest Du lediglich einen Startpunkt.

Sei kreativ, denk außerhalb des Rahmens und trau Dich. Sicherlich wirst Du ein paar tolle Ideen haben, die Du umsetzen kannst. Auf die Ergebnisse von Dir freue ich mich schon einmal.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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