Hei, hallo und herzlich willkommen,

endlich kommen wir zum Thema Impressumsservice. Gerade für Selfpublisher*innen sehr interessant, die ihre korrekten Adressdaten nicht herausgeben möchten.

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Kurze Vorgedanken

Wer sich mit dem Thema Buch und Impressum auseinandersetzt, wird früher oder später auf das Thema “Impressumsservice” stoßen. Daher schauen wir uns in diesem Beitrag das Thema etwas genauer an.

Warum sollte ich meine Adresse nicht veröffentlichen?

Wir schon geschrieben, Du kommst nicht herum, eine sogenannte ladungsfähige Adresse zu veröffentlichen. Wenn Du damit keine Probleme hast, Deine Privatadresse zu veröffentlichen, benötigst Du kein Impressumsservice.

Ausnahmen

Doch es gäbe keine Dienstleister, die so etwas anbieten, wenn es nicht einige Leute gäbe, die den Wunsch hätten, sich quasi zu verstecken.

Nehmen wir ein Klischeebeispiel:

Tun wir so, als würdest Du in einem Kindergarten arbeiten. Aber nebenbei schreibst Du total gerne erotische Horrorstorys. Und dabei geht es wirklich hart zur Sache. Spätestens bei der Erotik denken viele, dass die Autor*innen das alles erlebt haben, worüber sie schreiben. Wenn Deine richtigen Daten im Buch stehen, könnte das eventuell Tratsch mit sich bringen. Das ein Elternteil solche Bücher liest, könnte man noch erklären (von wegen Neugier oder eine Freundin hat es mir geborgt). Die Frage aber, warum Du solche Bücher schreiben musst, da wird es schon schwieriger.

In solchen und ähnlichen Fällen kann es natürlich interessant sein, ein Impressumsservice zu haben. Aber auch einfach, um Ruhe vor möglichen aufdringlichen Leser*innen zu haben.

Vielleicht hast Du anfänglich noch nicht solche Probleme. Aber solltest Du richtig populär werden (was ich uns allen wünsche), dann kann es schon heikel werden.

Was ist ein Impressumsservice?

Um es grob zu schreiben, über einen Impressumsservice nutzt Du die Adresse einer anderen Person. Das bedeutet, dass Du diesen Service mietest und dann die Adresse der anderen Person auf Deiner Webseite oder in Deinem Buch schreibst.

Dein Pseudonym kannst Du dann als c/o einfügen und schon bist Du sichtbar unsichtbar.

Wie läuft das also genau ab?

Damit Du weißt, wie das mit dem Impressumsservice abläuft, erkläre ich Dir hier einen möglichen Ablauf.

Deinen Dienstleister finden

Wenn Du ein Impressumsdienst nutzen möchtest, musst Du natürlich Deinen finden. Das bedeutet, einen Dienstleister, bei dem Du Dich wohlfühlst.

Da möchte ich Dir keine Empfehlungen geben. Such diese einfach über einen Suchdienst. Oder schau Dir das Impressum im nächsten Selfpublisher-Buch, was Du Dir gegönnt hast (deutschsprachig natürlich). Welches wurde genutzt? Und welches in den anderen Büchern, die Du hast?

Häufig sind das gute Ansätze, um diese zu finden.

Die Seite anschauen

In erster Linie empfehle ich Dir, die Seite auch wegen der Aktualität anzuschauen. Je aktueller eine Seite ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese auch noch gepflegt wird. Also auch die Dienstleistung.

Solltest Du Dir nicht sicher sein, kannst Du auch eine E-Mail schreiben. Eventuell auch mit einer Frage, um ein mögliches Interesse zu signalisieren.

Wenn Du überhaupt keine Antwort bekommst, dann wäre es empfehlenswert weiter zu suchen. Kriegst Du eine, schau sie Dir an. Wurde Deine Frage beantwortet? Ist die Person höflich? Oder drängt sie Dich zu irgendetwas?

Je nachdem, was Dein Bauchgefühl Dir sagt, kannst Du diesen Dienstleister auf Deine Liste setzen.

Die Preise

Natürlich sind auch die Preise ein Thema.

Jeder Dienstleister verlangt unterschiedliche Preise. So hab ich schon erlebt, dass einige diesen Dienst umsonst anbieten (nachdem Du Dir vorher ein Schreibprogramm gekauft hast). Andere hingegen verlangen pro Jahr und pro Veröffentlichung eine bestimmte Summe. Und andere pro Pseudonym und pro Jahr eine einzige Summe.

Was auch immer diese Sache Dir Wert ist, musst Du natürlich auch hier genau schauen. Manchmal sind die Summen tatsächlich nicht aufgeführt (warum auch immer). Das wäre ein guter Grund, um bei der Person hinter der Seite anzufragen.

Ein Vertrag

Du erlaubst, dass Deine Post, die normalerweise unter das Postgeheimnis fällt, von einer dritten Person geöffnet wird. Daher sollte vorher ein Vertrag geschlossen werden.

Damit erlaubst Du Deinem Dienstleister, eben Deine Post zu öffnen und diese zu verarbeiten. Im Gegenzug sicherst Du dem Dienstleister zu, die Adresse nur so zu verwenden, wie es abgesprochen wurde.

Alles Weitere findest Du im Vertrag. Ließ ihn Dir bitte genau durch. Solltest Du fragen haben, such Dir eventuell juristische Hilfe.

Das neue Impressum setzen

Dein Dienstleister wird Dir sagen, wie Du das neue Impressum zu schreiben hast. Notfalls frag nach, damit alles im Rahmen ist. Und theoretisch kannst Du dann loslegen.

Post ist da!

Sollte nun Post hereinkommen, wird normalerweise der Dienstleister diese einscannen und es Dir per E-Mail zusenden. Die Originale werden dann vernichtet.

Du kannst aber auch abklären, dass die Originalpost Dir zugesandt wird. Entweder ausnahmsweise oder in der Regel. Rechne aber dann, dass Du Extrakosten zu zahlen hast.

In manchen Fällen würde ich diese aber zahlen. Gerade, wenn es um Gerichtspost handelt. Solltest Du etwas nachweisen müssen, zum Beispiel, dass Du tatsächlich eine Vorladung bekommen hast oder was auch immer, werden häufig die Originalschreiben verlangt. Kannst Du nur Kopien vorweisen, eventuell könnte sich das zu Deinem Nachteil entwickeln.

Für diese Aussage kann ich natürlich keine Garantie übernehmen. Jedes Gericht und jede Abteilung entscheidet durchaus unterschiedlich. Aber bei so etwas würde ich selbst NIE ein Risiko eingehen.

Nach einem Jahr

Wenn Du nicht einen dauerhaften Bezug für das Impressumsservice hast, musst Du nach einem Jahr bestimmt eine erneute Überweisung fertig machen.

Meine Empfehlung ist ganz klar: trag die Daten in Deinem Kalender ein. Dann vergisst Du den Tag nicht.

Ist das legal?

Normalerweise soll im Impressum die Adresse stehen, bei der DU Dich normalerweise dauerhaft aufhältst. Dies trifft jedoch nicht zu, wenn Du einen Impressumsdienst nutzt.

Auch nach dem DSGVO soll das Thema Impressumsdienst wohl etwas schwieriger sein. Jedoch kann man erst genau sagen, ob die Sache legal oder illegal ist, sobald die erste Klage durch ist.

Auch wenn es bitter klingen mag, doch erst wenn jemand mit einem Impressumsdienst verklagt wird, können wir sehen, wie legal die Sache am Ende ist. Bis dahin musst Du den Impressumsservice auf eigene Gefahr verwenden und letztendlich hoffen wir alle auf das Beste.

Abschlussgedanken

Nun bist Du dran. Möchtest Du ein Impressumsdienst? Musst Du eines haben? Dann fang nun an zu recherchieren, welches für Dich in Frage kommt. Frag in der Autor*innenbubble, welche dort genutzt werden. Und dann entscheide Dich für Deinen Dienstleister.

Solltest Du Dir bei irgendwelchen Punkten nicht sicher sein, hol Dir auf alle Fälle juristischen Rat. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Bei der Suche wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Impressumsservice

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