Hei, hallo und herzlich willkommen,

als die DSGVO in Kraft trat, sind einige Internetmenschen sehr, sehr nervös geworden. Und ich muss gestehen, zu diesen Menschen gehörte ich ebenfalls. Denn, dass eine solche Regelung auftauchte, war mir gar nicht bewusst. Dann gab es noch so viel zu beachten.

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Kurze Vorgedanken

Man könnte platt sagen, mit der Datenschutzerklärung offenbarst Du, welche Daten Du sammelst bzw. sammeln lässt und wofür diese gebraucht werden. Verstecken gilt also nicht.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Diesen Beitrag habe ich nach besten Wissen und Gewissen recherchiert. Trotzdem kann und werde ich keine Garantie für die enthaltenen Daten übernehmen. Daher, immer informieren. Nehmt diesen Beitrag gerne aus Ausgangslage dafür.

Warum eine Datenschutzerklärung?

Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt Spuren. Das dürfte vermutlich für Dich nichts Neues sein. Das ist eine der Gründe, warum gewisse Portale Dir entsprechende Angebote machen können, wenn Du sie regelmäßig aufsuchst. Seien es Suchergebnisse, wenn Du nach etwas bestimmten suchst. Oder Kaufangebote, die zu dem Produkt passen, was Du letztes Jahr gekauft hast.

Bei vielen Angeboten wusste man nicht, woher kommen die eigentlich. Und ich bin mir sicher, dass meine E-Mail-Adresse von einigen Anbieter*innen durchaus verkauft wurden. Zwar hab ich eine Adresse durchaus bei vielen Portalen eingetragen (daher hab ich sie mir auch angeschafft). Aber bei einigen Mails frage ich mich, wieso ich sie bekomme. Denn ich bin mir so gut wie sicher, solche Seiten niemals besucht zu haben (und nein, ich meine nicht FSK 18 Seiten).

Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (ober eben kurz DSGVO) sollen nun die Besucher*innen der Webseiten darüber aufgeklärt werden, was mit ihren Daten passiert. Was wird gesammelt und wohin werden sie gesendet. Und so weiter.

Was ist nun genau die Datenschutzerklärung?

Um es kurz zu machen: Wenn Du irgendwelche Widgets auf Deiner Seite benutzt, Verbindungen zu anderen Social Media Netzwerken (bekanntestes Beispiel ist dafür ja Facebook) oder über einem Newsletter Daten sammelst (hier die E-Mail-Adresse), dann musst Du das alles angeben.

Was benutzt Du, warum eventuell auch und was für Daten werden damit gesammelt. Und auch, was mit diesen Daten gemacht wird. Oder zumindest, wohin werden diese übermittelt.

Das gilt auch für Angebote, die ich als Nutzerin Deiner Webseite nicht sehen kann. Denn häufig laufen Programme im Hintergrund ab und haben auf mein Surfverhalten erst einmal keinen Einfluss. Aber jede Unterseite, die ich besuche, könnten von diversen Trackern oder Widgets oder Programmteilen aufgezeichnet werden. Diesbezüglich musst Du mir nun die Möglichkeit geben, dass ich mich informieren kann, was Du quasi so treibst.

Ob ich das nun mache oder nicht, das ist dabei egal. Die Möglichkeit allein reicht völlig aus.

Wie gehe ich am besten vor?

Wichtig vorneweg ist zu erwähnen, weniger ist immer mehr.

Was ich damit meine? Erst einmal, verwende nur Widgets, Social Media Verlinkungen und all das, was Du wirklich brauchst. Wenn Du etwas nicht benutzt (zum Beispiel Twitter), dann lad Dir nichts dazu auf Deine Webseite.

Du hast ein Widget schon länger nicht mehr benutzt? Dann deinstalliere es am besten gleich. Damit riskierst Du nicht, ein Widget zu verwenden, die nicht (mehr) DSGVO-konform ist.

Zudem musst Du Dir dann keine Gedanken machen, ob Du dieses Widget in Deiner Datenschutzerklärung aufführen musst oder nicht. Damit sicherst Du Dich doppelt ab.

Liste alles auf

Was auch immer Du verwendest, liste es erst einmal auf. Mach Dir ruhig in einer Schreibdatei eine Liste und notiere Dir dort alles. Und dann auch, ob Du es schon in Deiner Datenschutzerklärung aufgeführt hast oder nicht.

Meine Empfehlung ist, dass Du diese Liste immer aktuell hältst. Ändert sich nichts an Deinen Widgets (oder was auch immer Du benutzt), dann kannst Du sie durchaus ignorieren. Aber sobald Du etwas installierst, bzw. deinstallierst, solltest Du sie verwenden.

Deine Datenschutzerklärung schreiben

Das kann natürlich schwieriger sein, als es sich auf dem ersten Blick liest. Weiter unten werde ich Dir einen simplen Trick verraten, wie Du zu einer Datenschutzerklärung kommst.

Aber im Grunde genommen musst Du aufführen, was Du verwendest und in welcher Art und Weise. Welche Daten werden gespeichert, wohin und auch warum.

Fertig – und wohin damit?

Diese muss natürlich auf Deine Seite bzw. auf Deinen Blog. Hier empfehle ich Dir, dass Du es wie Dein Impressum behandelst. Also, leicht zu finden, und maximal zwei Klicks entfernt. Nicht mehr.

Zumindest sind mir keine anderen Meinungen zum Ort bekannt. Bei der folgenden Aussage bin ich mir noch nicht sicher, da ich dazu keine gesicherte Antwort gefunden habe. Aber es scheint so zu sein, dass Dein Impressum und Deine Datenschutzerklärung auf zwei verschiedenen Unterseiten zu finden sein soll.

Im Zweifel solltest Du das getrennt behandeln.

Generatoren für Deine Datenschutzerklärung

Einige Anwält*innen haben eine freundliche Dienstleistung auf Ihre Internetseite installiert. Und zwar einen Generator, mit denen Du eine Datenschutzerklärung (neben einem Impressum) generieren kannst.

Dafür musst Du einige Daten eingeben. Zum Beispiel, was Du benutzt und in welcher Form. Dazu wirst Du meistens durch die entsprechende Anwendung geleitet. Am Ende hast Du idealerweise einen Text, den Du so auf Deiner Seite verwenden kannst.

Ist das sicher?

Keiner dieser Seiten übernimmt eine Haftung für das Resultat. Das liegt unter anderem wohl auch daran, dass sich die Gesetzeslage jederzeit ändern kann. Das bedeutet, dass heute Deine Datenschutzerklärung noch gültig ist. Und morgen könntest Du wegen einer falschen Formulierung schon verklagt werden.

Daher kann ich verstehen, dass dafür niemand die Haftung übernehmen möchte. Aber ich behaupte als Nicht-Juristin mal, dass Du mit einer solchen Datenschutzerklärung weitaus sicherer aufgestellt bist, als wenn Du versuchst etwas Eigenes zu schreiben.

Aus diesem Grund würde ich sagen, relativ sicher (ohne Garantie natürlich).

Regelmäßig überprüfen

Wenn Du nicht gerade einen direkten Zugang zu Menschen hast, die sich mit dem Thema auskennen, musst Du immer wieder die aktuelle Rechtslage überprüfen. Und trotzdem kann es passieren, dass Du etwas verpasst. Denn Fakt ist, wir können nicht alles wissen, da wir als Nicht-Rechtsberatende-Leute nicht alle Quellen kennen.

Daher würde ich vorschlagen, dass Du in regelmäßigen Abständen Deine Datenschutzregelung überprüfst. Und zwar mit Hilfe der Generatoren. Wenn die Ergebnisse gleich sind, kannst Du Dir überlegen, die Texte auszutauschen. Eventuell hast Du ja was Kleines übersehen. Ansonsten, immer austauschen, wenn sich etwas geändert hat.

Und danach?

Wenn Du ein Impressum und eine Datenschutzerklärung hast, solltest Du sicher sein. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du es tatsächlich bist. Denn es kann sich immer etwas ändern und Dich überraschen.

Daher solltest Du einige Blogs von Anwält*innen verfolgen, die sich speziell auf die ganzen Online-Themen spezialisiert haben. Im Idealfall informieren sie Dich als Leser*in relativ zeitnah, wenn sich etwas ändert, was am Ende auch Dich betrifft.

Was die Gesetze betrifft, empfehle ich Dir, immer am Ball zu bleiben. Es geht hierbei um Dich. Und am Ende auch um Deinen Geldbeutel.

Abschlussgedanken

Die Datenschutzerklärung ist der große Brocken für Deine Webseite. Aber auch diese sollte von Dir gemeistert werden. Hast Du das alles geschafft, bist Du trotzdem nicht wirklich fertig. Denn die Daten wollen gepflegt und überprüft werden.

Daher meine letzte Empfehlung für diesen Beitrag: Vermerke Dir regelmäßig einen Termin in Deinem Kalender. Am besten an einem freien Tag und für die eine oder andere Stunde. Dann überprüfe Dein Impressum und Deine Datenschutzerklärung. Ist sie noch aktuell, dann ist alles gut. Ist sie es nicht, aktualisiere sie sofort.

Ansonsten empfehle ich Dir auch nur Widgets und Ähnliches zu verwenden, die DSGVO-konform sind. Dazu solltest Du im Internet vorab recherchieren, bevor Du sie installierst. Damit bist Du aktuell auf der sicheren Seite.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du sicher bist, dann frag bei Anwält*innen nach. Dann solltest Du mit Deiner Webseite sicher sein.

Dafür wünsche ich Dir viel Energie.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Datenschutzregelung

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