Mögliche Inhalte für Deinen Newsletter

Beitragsübersicht

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer mit einem Newsletter anfangen möchte, wird sich vielleicht am ehesten Fragen, welchen Anbieter man nehmen soll. Diese Frage halte ich persönlich für viel zu verfrüht. Daher machen wir uns um die wichtigen Fragen heute Gedanken: zum Inhalt.

Kurze Vorgedanken

Idealerweise erscheint ein Newsletter regelmäßig mit spannenden Inhalten. Was regelmäßig ist, entscheidest übrigens Du allein. Und ja, es kann auch sein, dass regelmäßig bedeutet, dass Dein Newsletter nur einmal im Quartal erscheint. Aber dafür erscheint er einmal im Quartal.

Wer aber noch keine Bücher veröffentlicht hat, oder zu den Autor*innen gehört, die eine kleine Bücherliste ihr*sein eigen nennt, könnte etwas verunsichert sein. Worüber soll im Newsletter berichtet werden?

Vorarbeit ist wichtig

Idealerweise erscheint Dein Newsletter nicht nur für die kommenden Monate, sondern über einen längeren Zeitraum hinaus. Und zwar für Deine komplette schriftstellerische Karierre.

Viele Autor*innen erklären, dass sie über den Newsletter mehr Bücher verkaufen, als mit vielen anderen Werbemitteln. Eben, weil die E-Mail in den Postfach kommt. Und häufig so eine völlig andere Beziehung zu den Lesenden aufgebaut werden kann.

Und diese will natürlich gepflegt werden.

Nichts ist selbstverständlich

Vielleicht hast Du es schon mitbekommen. In vielen Bereichen wird um Neukund*innen einen erheblichen Aufwand betrieben. Doch kaum sind sie Kund*innen geworden, werden sie links liegen gelassen.

Darin sehe ich einen gewaltigen Fehler.

Denk immer daran, im Bereich des Newsletters reicht ein Klick und sie werden nie wieder eine E-Mail von Dir empfangen. Das abmelden geht sogar schneller, als das anmelden. Daher kann ich Dir nur empfehlen, pflege Deine sogenannte Liste (damit sind die Menschen gemeint, denen Du Deinen Newsletter senden darfst).

Daher kann ich Dir nur ans Herz legen, respektiere jede einzelne Person auf Deiner Liste. Nein, Du musst jetzt nicht alle per Namen nennen oder derartiges. Aber sorge dafür, dass sie sich so wohl wie nur möglich fühlen.

Der Wohlfühlfaktor

Das bedeutet natürlich, dass Du mit jeder E-Mail, die Du versendest, immer Dein Bestes gibst. Es soll einfach nicht dahin gerotzt werden, nur weil Du jetzt einen Newsletter aussenden musst. Das werden die Leute irgendwann merken und Dir den Rücken zukehren.

Du kannst Dich mit Deinem Newsletter natürlich austoben. Aber hab auch immer Deine Lesende im Blick. Was könnte sie interessieren und warum haben sie sich für Deine Liste angemeldet. Je mehr Du Dich um sie kümmerst, desto eher wird auch etwas zurückkommen.

Vorab ein paar Gedanken

Um Deine Lesenden bei Laune zu halten, kann ich Dir nur ans Herz legen, vorab eine grobe Planung zu machen. Das bedeutet nicht, dass Du auf ewig an diesen ersten Plan festhalten musst. Es heißt lediglich, dass Du Dir erst einmal überlegst, worüber Du am Anfang schreiben kannst.

Je mehr Bücher Du veröffentlicht hast, auf je mehr Messen Du gehst und an je mehr Projekten Du teilnehmen möchtest, wird sich der Inhalt Deines Newsletters immer wieder ändern. Daher geht es nur um den Anfang.

Werbung, Werbung, Werbung.

Worum sollte es in einem Newsletter von Autor*innen gehen? Natürlich um ihre Bücher. Das ist ja der Sinn und Zweck der ganzen Geschichten. Oder etwa nicht?

Klar, Dein Newsletter, Deine Werbung. Du hast jedes nur erdenkliche Recht, Deine Bücher und Deine Produkte zu bewerben. Dafür machst Du Dir ja die Mühe.

Trotzdem kann ich Dir nur raten, es nicht zu übertreiben.

Wenn Du öfters fernseh schaust, dann wirst Du die massige Werbeflut sicherlich mitbekommen haben. Was passiert, wenn ein Werbeblock ewig lange dauert? Ganz klar, wie alle schalten irgendwann weg. Auf einem anderen Sende läuft hoffentlich was interessantes, dass die Zeit überbrücken kann (oder wir gehen aufs Klo).

Es kann also passieren, wenn Du zu viel Werbung versendest, dass die Leute ebenfalls wegschalten und sich abmelden. Daher ist in meinen Augen die gesunde Mischung sehr entscheidend.

Dein Blog

Das gilt auch für Deinen Blog. Vor einiger Zeit hatte ich einige Newsletter von Autor*innen und Bloger*innen empfangen. Was mich persönlich genervt hat, war, wenn sie in einem Newsletter nur ihren aktuellen Blogbeitrag empfohlen habe.

Solltest Du einmal in der Woche einen Blogbeitrag schreiben, bekomme ich von Dir also vier E-Mails mit den Hinweis, hei Leute, ich hab mal wieder gebloggt. Und da ich, zum Beispiel, nicht immer schaffe, die E-Mails sofort zu lesen, bekomme ich vier Nachrichten, die für mich keinen Mehrwert bieten.

Mit Mehrwert meine ich, dass die E-Mail mir mehr bieten sollte, als das ich über einen RSS-Feader bekomme. Klar, Du darfst und sollst für Deine Blogbeiträge Werbung machen. Aber biete Deinen Lesenden auch Beiträge innerhalb Deines Newsletters an, die sie niemals auf Deinen Blog lesen werden.

So hab ich bei meinem letzten Newsletter Beiträge zum Thema “Weltenbau” angeboten. Diese haben sie nur in meinem Newsletter bekommen und nirgends sonst. Und gleichzeitig hab ich ihnen noch geschrieben, was sich sonst auf meinem Blog so getan hat. Das war eine Win:Win Situation.

Daher sage ich ganz klar, die Mischung macht den Gewinn aus.

Worüber schreiben?

So, Werbung ist ja schön und gut. Doch wenn Du, so wie ich, noch keine Veröffentlichung hast, dann ist das Thema schon einmal vom Tisch. Und wenn Du nicht bloggst, sowieso. Worüber könntest Du also schreiben?

Zumal wir ja auf Dauer es hinbekommen wollen, dass Du Deine Bücher bewerben kannst. Das ist am Ende unser oberstes Ziel.

Ein Blick auf Deine Leidenschaft

Worüber schreibst Du in Deinen unveröffentlichten Werken? Oder welche Themen interessieren Dich? Was sind die Topics, über die Du in einer Dauerschleife schreiben und reden könntest?

Überlege Dir dann, wie Du diese Leidenschaft vermitteln kannst, ohne dass Du die falschen Leute anziehst (wir möchten ja Deine zukünftigen Leser*innen anlocken).

Nehmen wir eine zweite Liebe von mir, Wrestling. Jetzt könnte ich natürlich einen Newsletter aufsetzen und darüber schreiben. Welche Promotion plant was und welche Wrestler*innen sind dort überhaupt unterwegs.

Würde mich das als Autorin weiterbringen? Vermutlich im Bereich Recherche. Aber in meiner Liste könnten sich am Ende eher Leute befinden, die sich mehr fürs Wrestling interessieren, als für meine Bücher (selbst wenn sich das eine oder andere Wrestlingbuch darunter befände, die anderen wären vermutlich uninteressant).

Daher wäre es gut, wenn ich dieses Thema im Zusammenhang mit meinem Schreiben angehe. Zum Beispiel, wenn mich das Thema Wrestling vom Schreiben abgehalten hat. Oder, wenn ich aufgrund einer Sache in einer Promotion eine Idee für meine Geschichte habe (was mir tatsächlich vor kurzem passiert ist).

Blick über die Schulter

Was aber die Meisten am ehesten interessieren dürfte, ist sicherlich ein Blick über Deine Schulter. Also über den Blick einer*eines Autor*in.

So kannst Du mal aus einem Tag Deines Lebens berichten. Wie leicht oder wie schwer war es, mal den ganzen Tag zu schreiben? Oder hast Du mal versucht, an einem Tag 10.000 Wörter zu verfassen? Und wie sieht es mit Schreibblockaden aus? Wie gehst Du mit ihnen um?

Übrigens, Du musst keinen Bericht schreiben, als würdest Du einen Blogbeitrag verfassen. Schreib einfach drauf los, als würdest Du einem vertrauten Menschen über Dich erzählen. Natürlich kannst Du gerne die ganz peinlichen Dinge weglassen.

Outtakes, Schnipsel und einen Blick in Dein Buch

Hat es eine Szene nicht in Dein Buch geschafft, dann kannst Du diesen gerne mit Deinen Lesenden teilen. Gerade, wenn Dein Roman veröffentlicht wurde. Dann kann man sehen, wie sehr sich die Idee von Dir mit dem Ergebnis unterscheidet.

Aber auch wenn Deine Geschichte noch nicht das Licht der Welt gesehen hat, können solche Schmankerl versendet werden. So machst Du Deine Lesende heiß auf Deine Geschichte. Wenn sie sehen, was Du rausgeworfen hast, wollen sie vielleicht am Ende sehen, was dafür in Deine Geschichte gekommen ist.

Schnipsel sind ganz kleine Ausschnitte aus Deiner Geschichte, die am Ende Deine Lesende auch in den Händen halten können. Damit soll der Heißhunger geschürt werden. Wenn ihnen ein Satz oder ein Absatz so gut gefällt, dass sie Lust auf mehr haben, werden sie hoffentlich Deinen Roman kaufen.

Kleine Geschenke

Du kennst sicherlich den Spruch “Kleine Geschenke erhalten die Freund*inschaft”. Das gilt natürlich auch für Menschen, die Du vielleicht niemals im realen Leben treffen wirst. Also die Lesenden Deiner Newsletter.

Wie wäre es, wenn Du ihnen mal eine Kurzgeschichte schickst, die Du nur für sie geschrieben hast? Diese darf dann natürlich nirgends anders erscheinen. Gut, erst einmal. Wenn Du möchtest, kannst Du nach einigen Jahren diese Geschichten nehmen und daraus eine Anthologie machen. Aber das würde ich selbst erst machen, wenn sich die Meisten auf Deiner Liste gar nicht mehr an die Geschichte erinnern.

Ergänzend könntest Du auch von Deiner Neuerscheinung das erste Kapitel versenden. Also eine Leseprobe. Damit lockst Du Mögliche Lesende an. Das Ziel ist nicht nur, dass Du ihnen etwas gibst, sondern sie hoffentlich am Ende so neugierig auf Deine Arbeit sind, dass sie das Ergebnis unbedingt haben wollen.

Sicherlich fallen Dir hier noch ein paar Ideen ein, die Du umsetzen könntest. Leg los.

Außerhalb Deiner Welt?

Damit meine ich alles, was Du selbst nicht kontrollieren kannst. Also andere Autor*innen, andere Blogs, eben andere Personen.

Wie sieht es aus, wenn Du andere Personen in Deinem Blog empfiehlst, weil Du sie gut findest? Könnte das ein Problem werden? Oder geht das in Ordnung?

Wenn wir zum Beitrag über die möglichen Fallstricke im rechtlichen Sinne kommen, werde ich noch auf ein paar Punkte eingehen. Daher möchte ich mich hier eher kurz äußern.

Natürlich kannst Du erst einmal alles empfehlen, was Dir gefallen hat. Dabei ist es immer wichtig, dass Du das Urheberrecht berücksichtigst. Also keine Kopien aus dem Werk, die mehr als über das zitieren hinausgeht.

Suchst Du bei Bücherempfehlungen nach Hinweisen, kann ich Dir nur die Bücherblogs ans Herz legen. Dort siehst Du, wie weit sie gehen und wann genug ist. Auch wenn das kein rechtlicher Rat ist (weil das keiner sein kann, weil ich diesen nicht geben darf), so orientiere ich mich schon daran. Ansonsten, such Dir für alle Fälle juristischen Rat.

Wenn Du ein Buch empfiehlst, dann sei nicht nur ehrlich, warum es Dir gefallen hat. Sondern auch, solltest Du dieses Werk als Rezensionsexemplar bekommen oder dafür eine finanzielle Entschädigung erhalten haben. Damit zeigst Du nicht nur Transparenz für Deine Lesende, sondern kommst damit auch rechtliche Erfordernissen nach.

Bei Linkempfehlungen rate ich Dir, genau hinzusehen. Ist der Blog oder die Internetseite wirklich zu empfehlen? Oder kommt Dir etwas seltsam vor? Bei Letzteren sage ich klar, Finger weg. Lieber noch einmal drüber schauen, als dass Du etwas verbreitest, was nicht verbreitet gehört. Und im nächsten Newsletter ist sicherlich noch Platz für die Empfehlung.

Rund um die*den Autor*in

Es möge schnell geschehen, aber egal wann, eines Tages ist es soweit, Du bist ein*e veröffentlichte*r Autor*in. Das bedeutet natürlich, dass Du vor der Veröffentlichung gerne mal sehr ausführlich über Deinen Roman berichten darfst.

Das bedeutet, dass Du den Klappentext einstellen darfst, Ausschnitte aus Deinem Roman oder auch das Cover. Gerne kannst Du das auch über mehrere Newsletter machen, um die Leute heiß zu machen.

Eventuell möchtest Du auch Leute einladen, die Dich als Betaleser*innen unterstützen. Oder denen Du ein Rezensionsexemplar zukommen lassen willst. Auch das ist natürlich möglich.

Ein Beispielnewsletter

An dieser Stelle möchte ich diesen Beispielnewsletter beschreiben. Natürlich für einen Newsletter. Der nächste könnte völlig anders aussehen. Und tun wir so, als würde ich diesen Newsletter versenden.

Anfangen könnte ich damit, dass ich über meinen Schreibprozess des letzten Monats schreibe (sofern ich den Newsletter einmal im Monat veröffentliche). Dazu würde ich erwähnen, wie ein Wrestlingmatch mich zu einem Charakter inspiriert hat. Dabei würde ich aber eher kurz auf dieses Wrestlingmatch eingehen, da ich nicht davon ausgehen kann, dass alle Lesende meine Leidenschaft fürs Wrestling so intensiv teilen.

Dann würde ich vielleicht noch auf ein Thema eingehen, über das ich in meinen Newsletter verarbeiten möchte (das Thema enthülle ich hier noch, sobald es konkret wird). Danach würde ich erzählen, was auf meinem Blog passiert ist (als Zusammenfassung und mit den Links direkt zu den entsprechenden Beiträgen).

Als Nächstes wäre dann die Buchwerbung dran (entweder für mich oder für andere). Und zu guter Letzt, sofern da was wäre, wo ich mal real zu treffen wäre (zum Beispiel auf einer Buchmesse).

Von anderen Autor*innen lernen

Ganz klar, lerne von denen, die schon vor Dir einen Newsletter veröffentlicht haben. Am besten von deutschsprachigen Autor*innen, weil sie sich an die gleichen gesetzlichen Grundlagen halten müssen, wie Du.

Schau Dir genau an, was sie schreiben und was sie veröffentlichen. Und vor allem, was Dir gefällt und Du auf Deine Art und Weise übernehmen möchtest. Natürlich sollst Du nicht kopieren, Du sollst Dich am besten inspirieren lassen.

Natürlich kannst Du auch die Newsletter von englischsprachige Autor*innen empfangen. Solltest Du vielleicht sogar, einfach, um zu sehen, was sie so machen. Doch sehe das, was sie schreiben, mit einem etwas kritischeren Blick. Denn in Ländern außerhalb der EU herrschen andere Gesetze. Und das zeigt sich auch in den Newslettern.

Abschlussgedanken

Mein Wunsch war es Dir zu zeigen, dass Du auch ohne ein veröffentlichtes Werk einen Newsletter anbieten kannst. Denn es geht letztendlich auch darum, eine Liste aufzubauen. Und wenn Du mit diesen Menschen dann Deine erste Veröffentlichung feierst, dann kann es passieren, dass Dein Werk in den Online-Shops eher zu sehen ist.

Deswegen, fang doch gleich mit der Planung an. Was würdest Du anbieten wollen? Und wie würdest Du einen Blick über Deine Schulter ermöglichen. Vielleicht magst Du sogar schon Deinen ersten Newsletter schreiben?

Auf alle Fälle wünsche ich Dir dabei viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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frau-schreibseele

Mein Thema ist das geschriebene Wort. Das gilt sowohl für Romantexte als auch fürs Lettering, Sketchnote, Bullet Journals und was man noch schreiben kann. Aktuell arbeite ich an meinem ersten Roman, der 2018 veröffentlicht werden soll.

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