Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag geht es um mein Lieblingsthema, auch wenn ich manchmal die Umsetzung hasse. Aber darüber reden und schreiben tue ich gerne.

Kurze Vorgedanken

Vor einigen Jahren kam man als Newsletter-Anbieter*in nicht herum, sich Gedanken um das Freebie zu machen. Der Erfolg eines Newsletters wurde daran bemessen, wie gut das Freebie war. Wollte man eine große Liste haben, dann kam man eben nicht um dieses Thema herum.

Zugegeben, zwischenzeitlich verfolge ich nicht mehr so viele Dienstleistende, welche Dir zeigen wollen, wie man einen Newsletter am besten anbietet. Da hat sich bei mir eine Übersättigung eingestellt. Aber das Thema Freebie ist durchaus interessant.

Kurze Anmerkung: Links zu Büchern sind KEINE Affiliate-Links.

Definition: Was ist ein Freebie?

Ein Freebie ist zum Beispiel eine Datei mit einem bestimmten Inhalt, den Du, wenn Du Dich für einen Newsletter anmeldest, automatisch geschenkt bekommst. Dabei kann der Inhalt selbst variieren.

Die meisten Freebies, die mir über den Weg gelaufen sind, sind meistens PDF-Dateien, mit diversen Inhalten. So kam von einer Schreibseite ein Freebie, wie man ein Roman überarbeiten kann. Von einer der vielen, vielen Coachseiten könnte ein Freebie kommen, wie man ein eigenes Business in 30 Tagen umsetzt. Und so weiter.

Alternativ kannst Du auch einen Zugang zu einer Datenbank bekommen, eine Videoreihe erhalten oder Podcastfolgen. Der Kreativität ist hier überhaupt keine Grenze gesetzt.

Der Inhalt orientiert sich in erster Linie an die Person, welche den Newsletter versendet. Bist Du ein*e Autor*in, ist es wahrscheinlicher, dass Du eine Kurzgeschichte versenden wirst. Bietest Du Kurse zum Thema Achtsamkeit an, dann eher was in dieser Richtung. Und so weiter.

Mögliche rechtliche Schwierigkeiten (?!)

Wie oft schon erwähnt, ich gehöre keinem rechtsberatenden Beruf an. Daher bitte ich das Folgende mit Vorsicht zu genießen und gegebenenfalls den Rat einer*eines Anwältin*Anwalt einzuholen.

In einem Marketingbuch zum Thema Newsletter habe ich gelesen, dass es rechtlich als schwierig zu betrachten sei, wenn es so etwas wie ein Freebie oder Gutschein als Lockmittel gäbe. So sei die Entscheidung nicht ganz frei, ob man sich für diesen Newsletter anmeldet. Denn es gäbe ja einen Verlust, täte man es nicht. Man bekommt ja nicht anders an das Freebie oder den Gutschein.

Daher wurde empfohlen, dass man eben keine Freebies (egal welcher Art) anbieten soll. Damit sei man auf der sicheren Seite.

Aus diesem Grund habe ich für mich persönlich entschieden, nein, es wird kein Freebie als Geschenk angeboten. Damit meine ich, wenn sich jemand für meinen Newsletter anmeldet, gibt es nicht automatisch ein Geschenk, eben dafür, dass sich die besagte Person für meinen Newsletter angemeldet hat.

Vielleicht neige ich dazu, zu nervös zu sein und zu übertreiben. Aber ich fühle mich damit auf der sicheren Seite. Daher diese persönliche Entscheidung.

Was Du für Dich entscheidest, ist völlig Dir überlassen. Da werde ich Dir keine Ratschläge geben. Meine Empfehlung ist aber, recherchiere diesbezüglich oder hol Dir einen rechtlichen Rat ein. Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Freebie IN Deinem Newsletter

Im weiteren Verlauf des Beitrages gehe ich davon aus, dass Du ebenfalls kein Freebie als Anmeldegeschenk anbietest. Das bedeutet, dass sich die Leute in Deine Liste eintragen, dafür aber nichts bekommen, außer eben Deine Newsletter.

Das bedeutet aber nicht, dass Du nicht trotzdem kleine Geschenke (im weiteren Verlauf eben Freebie genannt) versenden kannst.

Kleine Geschenke erhalten die Freund*inschaft

Vielleicht ist es in Deinem Leben auch so. Wenn ich etwas sehe und an meine Freund*inschaften denke, dann warte ich nicht bis zu einem Geburtstag oder sonstigen Feiertag, um es der Person zu schenken. Häufig hole ich es sofort und überreiche es als kleine Überraschung.

So kannst Du es auch mit den Leuten auf Deinem Newsletter handhaben. Immerhin sind sie freiwillig auf Deiner Liste. Also völlig ohne Lockangebot. Von daher ist es in Ordnung, wenn sie ab und an kleine Geschenke von dir erhalten.

Ideen für Sachbuchautor*innen

Nicht jede*r Autor*in, welche einen Newsletter anbieten, sind automatisch Romanautor*innen. Von daher fallen in diesem Fall als Beispiel die Kurzgeschichten weg.

Wenn ich ein Sachbuch schreibe, dann kann man nicht von mir automatisch erwarten, dass ich mich im Bereich Prosa auskenne. Von daher muss ich auch keine entsprechenden Texte schreiben. Welche Alternativen bleiben mir dann?

Das Inhaltsverzeichnis

Mag sich jetzt ein wenig banal lesen, aber ich meine das tatsächlich ernst. Das Inhaltsverzeichnis Deines Sachbuches, erst recht, wenn es noch erscheint, kann durchaus ein Freebie wert sein.

Wer ein Sachbuch schreibt, tut das nicht nur, weil sie*er Wissen hat und dies der Welt präsentieren möchte. Es geht hierbei um die Lösung eines Problems. Wie schreibe ich einen Roman? Oder wie kann ich achtsam leben?

Suche ich nach einem Sachbuch, ist mir das Inhaltsverzeichnis immer sehr wichtig. Löst dieses Buch mein Problem? Oder hat es zu meiner Frage gerade eben nicht die Lösung?

Wenn Du Dein Inhaltsverzeichnis versendest, kannst Du Deine Liste auf Dein Sachbuch aufmerksam machen. Im Sinne von, schaut mal Leute, was auf euch zukommt. Und eventuell sind viele daran interessiert und kaufen am Ende eben Dein Sachbuch.

Ein weiterer Vorteil das Inhaltsverzeichnis zu versenden ist der, dass Du Deine Liste mit ins Boot holen kannst. Nehmen wir an, Du willst ein Sachbuch zum Thema “Wie schreibe ich einen Roman” schreiben. Dann kannst Du Deine Liste fragen, ob sie mit dem Inhaltsverzeichnis, und damit mit den aufgeführten Themen, zufrieden sind. Wenn ja, dann hast du eine Orientierung, dass Du Dein Buch so schreiben kannst. Wenn nicht, frag sie, was sie sich noch wünschen. Damit kannst Du Dich an ein reales Publikum orientieren.

Natürlich musst Du nicht alle Punkte, den Dir Deine Liste ans Herz legst, aufnehmen. Aber häufig bekommst Du so an Ideen, die Du sonst vielleicht nicht bekommen hättest. Eventuell bringt Dir das auch als Argumentation, wenn Du Dich mit Deinem Sachbuch bei einem Verlag bewerben möchtest.

Die wichtigen Hauptthemen – als Zusammenfassung

Nehmen wir an, Du hast zehn Punkte, die Du in Deinem Sachbuch besprichst. Diese kannst Du dann zusammenfassen und ebenfalls als Datei versenden.

Jetzt könntest Du sagen, Moment mal, dann werden die Leute ja nicht mein Buch mehr kaufen, wenn sie sowieso alles haben. Wenn Du nur die Hauptaussage mitteilst, aber nicht den kompletten Inhalt, werden viele vermutlich sehr interessiert sein, sich Dein Sachbuch doch zu holen. Sie wollen ja wissen, was Du noch für Weisheiten zusammengefasst hast. Um eben noch mehr davon zu profitieren.

Alternativ: Die ersten Themen als Zusammenfassung

Von den zehn Punkten, die ich als Beispiel genannt habe, kannst Du auch nur die ersten mitsenden. Sagen wir, dass Du die ersten vier Punkte zusammenfasst und als Datei versendest. Damit könnte Deine Liste schon arbeiten. Immerhin geht es ja darum, ihnen einen Mehrwert zu bieten.

Wollen sie noch mehr wissen, dann greifen sie eben zu Deinem Sachbuch.

Beispielkapitel

Du kannst natürlich auch ein komplettes Kapitel nehmen und mitsenden. Völlig ohne Schnitt oder Zusammenfassung. Du kopierst ein interessantes Kapitel aus Deinem Sachbuch heraus und stellst es Deiner Liste zur Verfügung.

Hier haben sie die Möglichkeit, Deinen Schreibstil zu sehen und zu überprüfen, ob sie damit warm werden können. Und vor allem, wenn sie mit dem Kapitel zufrieden sind, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie auch den Rest des Buches lesen wollen.

Leseliste

Wenn Du ein Sachbuch schreibst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du dazu sehr viele Bücher gelesen und mit ihnen Deine Recherche betrieben hast. Von daher kannst Du diese Bücher auch gerne empfehlen.

Nicht nur als reine Leseliste. Das gehört in Dein Buch rein. Sondern mit einer kurzen Vorstellung, worum es in diesem Buch geht. Und*oder auch, warum Du dieses Buch empfiehlst.

In regelmäßigen Abständen erscheinen Bücher zu Deinem Thema, die Du noch nicht gelesen haben kannst, als Dein Sachbuch erschien. Wenn Du sie hast und empfehlen kannst, hol das ruhig nach. Schreib, auf welches Sachbuch Du Dich beziehst (wenn Du mehrere veröffentlicht hast) und warum eben dieses Buch noch gelesen werden sollte.

So machst Du Werbung für Dein Sachbuch, in dem Du es in Erinnerung rufst. Aber auch für andere. Das ist durchaus eine Win:Win Situation.

Die Romanautor*innen

Wer einen Roman schreibt, kann sich andere Dinge überlegen, um die Liste zu erfreuen. Hier ein paar Vorschläge, die Du umsetzen könntest.

Kurzgeschichten

Unterschätzen wir es nicht, es ist nicht leicht, eine gute Kurzgeschichte zu schreiben. Dazu gehört durchaus Zeit und ein gewisses Können. Aber unmöglich ist es auch nicht.

Wenn Du Lust hast eine Kurzgeschichte zu schreiben, leg los. Es gibt Themen, die eigenen sich in meinen Augen nicht, dass man sie in einem Roman verarbeitet. Diese sind für die Kurzgeschichten regelrecht prädestiniert.

Und eben auch als Geschenk für Deine Liste. So können sie sehen, wie Du schreibst, und freuen sich eventuell noch mehr auf Deinen nächsten Roman.

Du kannst sowohl eine allgemeine Geschichte schreiben, worauf Du Lust hast. Oder auch zu den Charakteren aus Deinem Roman. Die Romanreihe zu “Ever After High” hat einige kostenfreie Leseproben zu diversen Charakteren veröffentlicht. Damit soll ich als Leserin Lust bekommen, die Romane dazu zu lesen.

Es gibt viele Möglichkeiten, was für Kurzgeschichten Du schreiben könntest. Meine Empfehlung ist, dass sie in sich geschlossen sein sollte. Damit enttäuschst Du die Lesenden nicht, die sich eine spannende Geschichte erhoffen und die Datei mit einem guten Gefühl schließen möchten. Aber zugleich so offen, dass sie Lust haben, auf den dazugehörigen Roman zu warten oder diesen sofort zu kaufen.

Wenn Du die Variante wählst, eine Kurzgeschichte zu Deinem Roman zu schreiben, solltest Du natürlich auch dann Werbung für diesen Roman machen. Ansonsten könnte der Effekt, den Du damit erzielen möchtest, schlichtweg verpuffen.

Hast Du am Ende genügend Kurzgeschichten zusammen, kannst Du diese auch veröffentlichen. Entweder als kostenfreie Leseprobe, um für Dich Werbung zu machen. Oder als Anthologie, um damit am Ende auch etwas zu verdienen. Aber ich würde immer empfehlen, dass zwischen dem versenden in Deinem Newsletter und dem Veröffentlichen eine gewisse Zeit dazwischen ist.

Damit sorgst Du dafür, dass Deine Liste immer exklusiven Zugang zu den neuesten Informationen von Dir hat. So bleiben die Leute gerne auf Deiner Liste und werden Dich vermutlich sogar noch intensiver unterstützen. Sie bekommen dafür etwas von Dir. Wobei ich auch sage, dass es Dinge geben darf, die nur sie bekommen und niemand anderes. Damit ist es noch lohnenswerter, auf die Liste aufgenommen zu werden. Es soll sich auf Dauer lohnen.

Leseproben

Gerade, wenn ein Roman noch nicht erschienen ist, kann es sich lohnen, daraus das eine oder andere Kapitel mitzusenden. Immerhin möchtest Du ja, dass sie sich für Deinen Roman interessieren und es bei der Veröffentlichung kaufen.

Zudem kannst Du auch von älteren Romanen, die Du vor Deinem Newsletter veröffentlicht hast, ebenfalls Leseproben versenden. Damit weißt Du darauf hin, dass es diese gibt. Und vielleicht interessieren sie sich dafür und kaufen am Ende auch diese Romane.

Die Resterampe

Sehr wahrscheinlich sind viele Szenen aus Deinem Roman geflogen. Diese bitte auf keinen Fall löschen. Einerseits könntest Du sie für eine andere Geschichte benötigen. Alternativ kannst Du sie auch Deiner Liste senden, damit sie sehen, was beinahe in Deinem Roman gelandet wäre.

Besonders lustig ist es dann, wenn diese Szene unvollständige Sätze oder wirre Konstellationen hat. Damit zeigst Du offen und ehrlich, ja, auch Du bist ein Mensch. Und Deine Liste hat was zum Schmunzeln. Es ist die erste Fassung, daher darf sie ruhig schlecht sein.

Weitere Ideen

Diese Ideen sind definitiv nicht abschließend. Aber als Inspiration sollen sie erst einmal ausreichen. Schau Dir ruhig an, was die anderen so mitsenden. Sammle Freebies (sofern sie noch versendet werden) und überleg Dir, wie Deine am Ende aussehen könnten.

Am Ende darf Dein Freebie zu Deiner Geschichte passen. Daher ist eine individuelle Überlegung wichtig. Schau, was bei Dir herauskommen kann. Und setze es dann um.

Wie oft sollte man Freebies verteilen?

Dazu kann ich keine Regel aufstellen. Zum einen hatte ich das bei meinem letzten Newsletter nicht gemacht. Zum anderen ist das natürlich eine Frage der Häufigkeit. Wenn Du zu selten Dateien versendest, kann das etwas besonderes sein. Oder einige Leute denken sich, Du bist zu geizig. Machst Du es zu häufig, werden sich einige freuen, andere werden schnell übersättigt sein.

Auf alle Fälle würde ich es zu den Veröffentlichungen Deiner Bücher machen, bzw. davor. Immerhin ist das ein wichtiges Marketinginstrument. Von daher solltest Du es auch nutzen. Sobald es klar ist, wann Dein Roman erscheint, würde ich mir überlegen, wann Du was Deiner Liste zusendest. Das darf ruhig einige Monate vorher geschehen.

Und wenn zwischen zwei Büchern eine größere Zeitlücke ist, kannst Du entweder eine Kurzgeschichte versenden oder eben auch mal nichts. Das musst Du dann schauen, was zu Dir und Deiner Veröffentlichungsart passt.

Darauf hinweisen?

Wenn Du die Informationen zur Verfügung stellst, wie oft Dein Newsletter erscheint, könntest Du darauf hinweisen, dass es mögliche Freebies geben könnte. Inwiefern das rechtlich einwandfrei ist, weiß ich nicht. Immerhin wäre das ja auch ein möglicher Grund, dass man sich gezwungen fühlt, sich für den Newsletter anzumelden.

Da ich bisher noch nie gesehen habe, dass jemand so etwas in die Hinweise des Newsletters geschrieben hat, bin ich tatsächlich ein wenig unsicher. Vermutlich würde ich darauf hinweisen, dass ich mir das zumindest offenlassen, entsprechende Dateien zu versenden.

Abschlussgedanken

Ein Freebie kann durchaus eine schöne Geste sein. Es ist ein Geschenk an Menschen, die Dir erlauben, dass Du in deren E-Mail-Briefkasten darfst. Daher würde ich Dir ans Herz legen, dass Du Dir dabei so viel Mühe gibst, wie es möglich und notwendig ist.

Das bedeutet, so wenig Rechtschreibfehler wie nur möglich (lass notfalls jemand drüber lesen). Die Datei sollte so gut wie möglich formatiert sein und so weiter und so fort.

Wenn Du Dir Mühe gibst, werden die Leute es merken. Und es entsprechend honorieren. Von daher, es kann sich lohnen.

Bei Deiner Überlegung und Zusammenstellung des ersten Freebies wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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