Hei, hallo und herzlich willkommen,

sobald Du Deinen ersten Roman veröffentlicht hast, willst Du natürlich in Deinem Newsletter darüber berichten. Warum sonst solltest Du diesen anbieten?

Kurze Vorgedanken

Wenn Du innerhalb Deines Newsletters Werbung machst, so hab ich erfahren, musst Du auch einige Dinge beachten. Einige Hinweise wirst Du sicherlich schon kennen und vermutlich auch selbst schon anwenden. Andere vielleicht weniger.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Gesetzte Links zu Büchern sind keine Affiliate-Links.

Was ist genau Werbung?

Vielleicht lachst Du darüber, weil Du Dir denkst, dass wir alle irgendeine Definition davon kennen. Lass uns trotzdem darüber kurz reden.

Im Grunde genommen handelt es sich dabei – sehr grob beschrieben – um eine Anpreisung eines Artikels oder einer Dienstleistung. Gelegentlich kann beides auch kombiniert werden. Werbung kann als Printversion erscheinen (zum Beispiel als Plakat), visuell (Werbespot im TV als Beispiel) oder mit Ton (ein Werbespot im Radio).

Dabei geht es darum, innerhalb von wenig Platz auf einem Plakat oder wenigen Sekunden im Spot eine Botschaft zu übermitteln. Dabei sind Bilder und Worte enorm wichtig.

Trotzdem muss man sich an gewisse Spielregeln halten, wenn man die Werbung schaltet. Zum Beispiel darf man ein anderes Produkt nicht schlechter darstellen (Mein Produkt ist besser als YZ). Oder Unwahrheiten behaupten (mit diesem Produkt wirst Du schön und reich). Und natürlich andere beleidigen (XYZ weigert sich das Produkt zu kaufen, und ist damit bescheuert).

Was leider immer noch zu einem pseudoguten Ton gehört ist leider rassistische und*oder sexistische Werbung. Tatsächlich gibt es Unternehmen, die bewusst diese Elemente nutzen, um zu provozieren. In meinen Augen geht das überhaupt nicht. Daher meine klare Empfehlung: Lass das!

Werbung in Deinem Newsletter

Was hat das nun mit Deinem Newsletter zu tun?

Natürlich sollst Du in Deinem Newsletter für Dein Buch werben. Dafür ist es am Ende da. Du bietest (hoffentlich) guten Content zwischen den Veröffentlichungen von zwei Büchern an. Dann darfst Du Dir auch mal gönnen, in einem Newsletter ausführlich über Dein neuestes Werk zu schreiben.

Aber theoretisch kannst Du auch für andere Werke oder auch Produkte bzw. Dienstleistungen Werbung machen. Das ist Dein gutes Recht. Vor allem, wenn Du dahinter stehst.

Solltest Du Werbung präsentieren?

Das ist natürlich eine Gewissensfrage. Möchtest Du überhaupt Werbung schalten? Oder bist Du eher dagegen? Darüber kannst Du Dir jederzeit Gedanken machen und die Ergebnisse Deiner Überlegungen auch ändern.

Wichtig ist aber, dass Du für Dich eine Haltung hast, mit der Du Dich auch wohlfühlst. Wenn Du zum Beispiel überhaupt keine Werbung aufnehmen möchtest, solltest Du Dich auch niemals dazu überreden lassen, es doch aufzunehmen.

Zudem solltest Du in Deine Überlegungen einschließen, wofür Du und Dein Newsletter stehen wollt. Also für welches Thema. Passt dann da Werbung hinein? Oder eher weniger?

Wie viel Werbung passt so?

Frag Dich selbst, wie viel Werbung Du in einem anderen Newsletter sehen willst. Sehr wahrscheinlich dürfte es nicht viel sein. Von daher kannst Du das dann als Maßstab sein.

Auf alle Fälle empfehle ich, nicht zu viel zu machen. Außer Du willst direkt regelmäßig einen Werbenewsletter versenden. Dann solltest Du dies auch entsprechend kommunizieren.

Welche Art von Werbung füge ich so ein?

Idealerweise solche, die zu Deinem Hauptthema passt. Wenn Du einen Büchernewsletter veröffentlichst, dürften Bohrmaschinen weniger passen. Außer in Deinen Büchern geht es um dieses Thema.

Also thematisch passende Werbung ist natürlich die beste Werbung. Sicherlich hast Du schon einige Gedanken dazu, wenn Du Dich für dieses Thema entscheidest.

Achtung! Recht!

Wie oben schon geschrieben, ich habe keinen rechtsberatenden Beruf. Daher sind folgende Punkte keine Rechtsberatung oder sonstige Empfehlung. Nutze sie als Grundlage für ein Gespräch bei einer Anwältin oder einem Anwalt oder wen auch immer.

Affiliate-Links

Affiliate-Links sind Links, die zu einem Partnerprogramm führt. Das bieten viele Online-Shops an. Du registriert Dich bei diesem Programm und generierst dann meistens über einen Tool einen Link zu einem Produkt. Wenn Deine Liste dann auf diesen Link klickt, registriert das Programm dies und bei einem Kauf kriegst Du einem bestimmten Prozentsatz.

Für die, die den Link als Kaufende nutzen, entsteht kein Nachteil. Der Preis bleibt gleich. Nur, dass Du einen Gewinn bekommst. Wobei, Nachteil. Eventuell werden hier Daten gesammelt. Zumindest könnte ich es mir vorstellen.

Wichtig ist aber, dass Du schreibst, dass es sich bei den gesetzten Links um Affiliate-Links handelt. Denn damit verdienst Du Geld. Solltest Du das nicht machen, könnte es schlimmstenfalls eine Abmahnung geben. Daher empfehle ich Dir, auch zu schreiben, wenn Du zwar Links zu einem, sagen wir, Buch setzt, dies aber kein Affiliate-Link ist.

Das Wort “Werbung”

Sobald Du mit einem Produkt Geld verdienen willst (dazu gehört auch, wenn Du Deine Liste bittest, Dein Buch zu kaufen), ist Dein Newsletter ein Werbenewsletter. So schnell kann es gehen.

In einem Buch, zum Thema E-Mail-Marketing las ich, dass in solchen Fällen das Wort “Werbung” in die Betreffzeile gehört. Und zwar am Anfang der Zeile, so dass ich es sofort erkennen kann. Eben nicht am Ende. Der Hintergrund ist der, dass man das Wort und damit den Hintergrund der E-Mail sofort erkennen kann.

Gerade bei langen Betreffzeilen würde das Wort “Werbung” nach hinten rutschen und wäre fast unlesbar. Man käme der Verpflichtung zur Information nach. Aber wer würde das sehen? Vermutlich wenige.

Damit Deine Lesenden wissen, worauf sie sich bei Deinem Newsletter einlassen, gehört eben die richtige Bezeichnung dazu. Zusätzlich würde ich empfehlen, in einem kurzen Vorwort noch zu erwähnen, dass der nachfolgende Text eben Werbung und Affiliate-Links und derartiges enthält.

Mach es Deinen Lesenden so leicht wie nur möglich an alle Informationen zu kommen, die sie benötigen. Damit fährst Du am besten. Sie werden informiert und Du musst Dir keine Sorgen wegen irgendwelchen Rechtsbrüche machen.

Abschlussgedanken

Werbung ist durchaus in Ordnung. Gerade, wenn Du die Bücher von Kolleg*innen bewerben möchtest. Damit vernetzt Du Dich und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass sie es auch für Dich tun.

Zudem bin ich eine Anhängerin davon, andere zu unterstützen, wenn ich sie oder ihre Werke mag. Auch ohne Gegenleistung.

Wichtig ist aber, dass Du Deine Rechten und Pflichten kennst. Dann kannst Du ohne Sorgen Deinen nächsten Newsletter versenden. Auch wenn ich bei Autor*innen bisher eher wenig bis gar keine Werbung in den E-Mails gesehen habe. Vielleicht ist hier eine Marketinglücke?

Egal wie Du es handhaben möchtest. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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