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Du und ein Podcast?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

zwar habe ich schon einmal was zum Thema Podcast geschrieben. Zwischenzeitlich habe ich doch so einige Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt. Daher möchte ich noch einmal darauf zurückgreifen.

Kurze Vorgedanken

Zwar ist das Thema Podcast in Deutschland noch eher ein Nischenthema. Gefühlt haben Dutzende von Autor:innen und Influencer:innen einen Podcast. Aber richtig davon leben können vermutlich die Wenigsten. Anders, als, zum Beispiel, in den USA.

Du kannst natürlich das Thema beiseiteschieben und Dir sagen, interessiert mich nicht. Oder Du versuchst Dein Glück und veröffentlichst Deinen eigenen Podcast.

Ganz kurz: Was ist ein Podcast?

Auch wenn ich im ersten Beitrag einiges bereits dazu geschrieben habe, kommt hier eine ganz kurze Zusammenfassung.

Ein Podcast ist eine Art Radiosendung, deren Inhalt Du selbst bestimmst und in der zumeist keine populäre Musik vorkommt. Du oder jemand anderes, sitzt vor einem Mikrofon und spricht etwas zu einem Thema.

Bei Autor:innen könnte es das Schreiben, die Veröffentlichung oder das Autor:innenleben sein. Es kommt dabei darauf an, was Dich ausmacht und Dich interessiert.

Einen Podcast kann man über diverse Anbieter anhören (die in ihrem Programm geschrieben haben, solche Angebote zu liefern) oder direkt über die Seite, wo die Folgen hochgeladen werden.

Warum sollte ich mich mit diesem Thema beschäftigen?

Ein Podcast macht definitiv arbeit. Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung garantieren. Und manchmal ist der Lohn eher mager. Aber ganz unter uns, zwischenzeitlich macht es mir so viel Spaß, dass ich es gar nicht mehr missen möchte.

Schauen wir uns mögliche Punkte an, die eher für einen Podcast sprechen könnten.

Ein neues Medium

Du beschäftigst Dich mit einem neuen Medium. Nicht viele Autor:innen in Deutschland haben aktuell einen eigenen Podcast. Das kann sich in der Zukunft ändern, aber aktuell könnte ich nur eine Autorin mit einem eigenen Podcast benennen. Und der ist noch nicht einmal für sie und ihre Bücher.

Damit hättest Du durchaus ein Alleinstellungsmerkmal.

Du zeigst Dich

Jetzt kenne ich Dich nicht. Aber ich kenne mich. Und aktuell würde ich selbst niemals vor eine Kamera treten. Das ist mir sehr unangenehm und ich würde kein Wort herauskriegen.

Mit einem Podcast kann ich jedoch zwei Dinge verbinden. Einerseits kann ich mich weiter verstecken. Gleichzeitig jedoch zeige ich mich. Nicht vom Körper her, aber von meiner Stimme.

Du kannst Dich also zeigen, ohne zu sehr Deine Sicherheitszone zu verlassen. Bei manchen kann das dann am Ende dazu führen, dass sie ihre ersten Videos hochladen. Weil sie die notwendige Portion Mut gefunden haben.

Deine Stimme schulen

Viele trauen ihrer eigenen Stimme nicht. Sie finden sie zu unsicher oder nicht schön genug. Klar, wir sind keine Sänger:innen oder haben eine Sprachausbildung, gar Gesangsausbildung genossen.

Daher finde ich meine Stimme nicht als wirklich lieblich. Aber nachdem ich in Sprachchats mitgemacht habe und eben meinen Podcast veröffentlichte, bekam ich viel Zuspruch für meine Stimme. Dieses hätte ich nie erfahren, wenn ich mich nicht herausgewagt hätte.

Zudem bin ich der Meinung, dass meine Sprechweise um einiges ruhiger geworden bin. Denn ich spreche immer sehr schnell. Dadurch verhaspele ich mich auch schon mal. Da ich aber dafür Sorgen möchte, dass die Hörenden mir folgen können, muss ich anders sprechen. Und dadurch auch anders denken.

Daher behaupte ich, dass mir der Podcast beim Erklären und beim sprechen sehr geholfen hat.

So viele Möglichkeiten

Als Autor:in kannst Du den Podcast auf so vielfältige Art und Weise benutzen. Da ist es schon fast eine Schande, diese Möglichkeiten regelrecht brach liegen zu lassen.

Welche Möglichkeiten sich Dir bieten, darauf möchte ich noch gesondert eingehen. Daher kommt hier erst einmal nur ein Beispiel.

Dein erster oder nächster Roman erscheint. Du machst viel Werbung in schriftlicher Form. Warum solltest Du nicht diese Werbung vertonen? Sprich mit Deinen Testleser:innen, wie ihnen das Buch gefallen hat. Sprich mit Deinem Lektorat, Coverdesign und so weiter.

Der Vorteil ist, Du machst nicht nur Werbung für Dich selbst. Sondern auch für andere Leute, die sich sicherlich darüber freuen würden.

Die Nachteile

Natürlich, wo Licht ist, ist auch Schatten. Und ja, auch ein Podcast kann ein paar Schatten haben.

Einarbeiten

Wenn Du noch nie mit einem Mikrofon und dem dazugehörigen Programm gearbeitet hast, musst Du Dich erst einmal einarbeiten. Wo nimmt man was auf, wie schneidet man Dinge heraus, wie füge ich etwas ein.

Einige haben da durchaus Hemmungen, sich damit auseinanderzusetzen. Aber ich finde, es lohnt sich. Zum einen für Dich und Dein Selbstbewusstsein. Zusätzlich auch für eine mögliche Zukunft. Wer weiß, was diese Dir bietet.

Kosten

Ganz klar, es fallen Kosten an. Es gibt kostenfreie Programme, wo Du noch sparen kannst. Aber spätestens beim Mikrofon musst Du etwas Geld ausgeben. Und meine Empfehlung ist ganz klar, investiere ein paar Euros mehr in ein vernünftigen Mikrofon, damit Du zukünftig nicht zwangsläufig einen neuen kaufen musst.

Wenn Du eine Folge aufgenommen hast, und möchtest, dass andere Leute diese hören, benötigst Du Webspace. Eventuell gibt es kostenfreie Angebote, für eine gewisse Zeit. Aber rechne damit, dass Du dafür eine monatliche Gebühr ausgeben wirst.

Das muss kein Vermögen sein, das will ich nicht schreiben. Aber ein paar Euronen werden meistens doch fällig.

Zeit investieren

Jede Folge benötigt ihre Zeit. Alleine, um die Folge selbst aufzunehmen, benötigst Du Zeit. Eventuell kostet die Überarbeitung noch mehr Zeit. Dann auch das Veröffentlichen der Folge und Bewerben.

Einen Podcast veröffentlichen, machst Du definitiv nicht nebenbei. Klar, in dieser Zeit könntest Du auch einen Kapitel für Deinen nächsten Roman schreiben. Aber andererseits, oben habe ich die entsprechenden Vorteile genannt.

Deine Entscheidung

Wichtig ist, dass Du für Dich selbst die Entscheidung triffst, ob Du überhaupt einen Podcast machen möchtest. Erwähnen möchte ich, dass es auch sein kann, dass es jetzt nichts für Dich ist. In einem Jahr könnte das anders aussehen.

Bei mir war es, bevor ich die erste Folge aufgenommen hatte, hatte ich mein Mikrofon gut fünf Jahre. In dieser Zeit nahm ich mir immer wieder vor, endlich mit meinem Podcast anzufangen. Aber es benötigte eben seine Zeit.

Daher kann ich Dir nur empfehlen, dass Du diese Entscheidung für oder gegen einen Podcast für den Moment triffst. Was die Zukunft bringt, wirst Du dann entsprechend sehen.

Abschlussgedanken

Das Thema Podcast kann unheimlich interessant sein. Daher möchte ich Dir nahelegen, dieses Wochenende einige zu hören. Erkundige Dich in Deiner Bubble nach einigen. Welche werden Dir empfohlen, wie klingen sie? Und vor allem, könntest Du das auch?

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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