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Dein Podcast – Dein Thema

Hei, hallo und herzlich willkommen,

natürlich ist es durchaus wichtig, die richtige Technik zu haben, oder welche Musik Du Dir besorgst. Aber in meinen Augen ist es wichtiger, dass Du Dein richtiges Thema findest.

Kurze Vorgedanken

Für mich macht das Thema Podcast total viel Spaß. So sehr, dass ich am liebsten mehrere nebenbei aufnehmen würde. Meine Stärke ist halt das Reden (und das als introvertierte Person, irgendwie lustig, wie ich finde).

Realistisch gesehen, ist das momentan natürlich nicht möglich. Und dabei meine ich noch nicht einmal den finanziellen Aspekt. Wichtig ist hierbei, dass ich mein Thema gefunden habe. Dadurch macht es mir Spaß. Und ich finde, willst Du einen Podcast starten, solltest Du am besten Dein Thema finden.

Warum Dein Thema finden?

Nehmen wir an, Du kommst mit dem Thema Mathematik nicht klar, so wie ich. Würde ich jetzt über mathematische Formeln oder Berechnungen oder was auch immer sprechen, Du würdest es sofort merken. Denn Mathe ist nicht mein Thema. Und ich würde mich eher davor drücken, als mit Freude darüber zu sprechen.

Darf ich aber über das Thema Schreiben, Bücher, kreatives Schreiben oder etwas in dieser Richtung sprechen, dann überrenne ich Dich. Über Themen, von denen ich Ahnung habe und mir Spaß macht, dann kann ich darüber so intensiv sprechen, dass andere kaum die Möglichkeit haben zu Wort zu kommen. Auch wenn ich zwischenzeitlich gelernt habe, mich zurückzuhalten.

Je nachdem wie lange Du Dein Podcast betreiben möchtest, empfiehlt es sich definitiv, dass Du Dir ein Thema suchst, welches Dir Spaß machst. Immerhin investierst Du hier Zeit, Energie und letztendlich auch Geld. Warum solltest Du Dich dann mit einem Thema beschäftigen, was Dir überhaupt nicht liegt?

Wenn Du viel Spaß an dem Thema hast, wirst Du auch länger dabei bleiben. Aber keine Sorgen, es ist völlig in Ordnung, sich neue Themen zu suchen, wenn der Spaß mal vorbei ist. Aber ich finde, es ist besser, wenn dies nach längerer Zeit passiert, als wenn man von Anfang an keine Freude dabei hat.

Was könnte Dein Thema sein? – Brainstorming

Vielleicht wartet da schon ein Thema auf Dich, welches Dich förmlich anbrüllt, warum brainstormen? Du weißt schon, worüber Du reden möchtest. Schau Dir diesen Punkt genau an. Könntest Du darüber eine gewisse Zeit Folgen aufnehmen? Möchtest Du Dich wirklich damit beschäftigen?

Du kannst Dir alle Themen gerne mal aufschreiben oder clustern. Wo findest Du die meisten Grundlagen, was zieht Dich am ehesten an. Häufig handelt es sich hierbei um die Themen bzw. das Thema, über das Du aller Wahrscheinlichkeit am ehesten reden kannst und möchtest.

Für den Anfang kannst Du auch schon einige Themen für Deinen Podcast aufschreiben. Das muss übrigens keine Planung für ein Jahr sein. Die ersten sechs Folgen reichen häufig schon aus. Damit bekommst Du ein Gefühl, ob Du überhaupt genügend Themen und Ideen findest, um Deinen Podcast zu starten.

Beim reden und planen passiert es häufig, dass sich weitere Themen wie von selbst entwickeln. Da musst Du so gut wie nichts weiter tun. Nur der Anfang muss gefunden werden. Häufig entwickelt sich alles wie von selbst. Aber nicht immer, das stimmt.

Ewig lang oder kurze Reihen?

Alles kann, nichts muss. So ungefähr könnte man die Einstellung gegenüber der Länge bei einem Podcast beschreiben. Damit meine ich nicht die Länge der Folge an sich. Sondern, wie viele Folgen Du überhaupt hochladen möchtest.

Es gibt Podcasts, die bestehen nur aus einer bestimmten Anzahl von Folgen. Dann wurde die Reihe beendet und die Autor:innen haben sich entweder getrennt, oder sich auf ein neues Thema gestürzt.

Nehmen wir an, Du möchtest nur über Dein aktuelles Buch sprechen. Dann könntest Du, sagen wir einfach mal, sechs Folgen aufnehmen. Wie bist Du auf die Idee gekommen, wie war das Schreiben und so weiter. Und wenn das Buch veröffentlicht wurde, ist diese Reihe beendet. Was solltest Du noch groß über diesen Roman erzählen? Die reinen Veröffentlichungszahlen oder die Rezensionen dürften auf Dauer vermutlich langweilig werden.

Bei Deinem nächsten Roman kannst Du natürlich das Ganze wiederholen. Oder Dir etwas Neues einfallen lassen.

Willst Du aber über etwas reden, was dauerhaft Bestand hat, zum Beispiel Deine zehn Schritte zum Schreiben einer Geschichte, ist danach theoretisch Schluss. Was sollst Du sonst noch wirklich machen.

Aber natürlich kannst Du auch ewiglange Reihen machen (so wie es bei mir gerade der Fall ist, solange ich lese, solange kann ich meinen Podcast betreiben).

Aber auch hier gilt, sollte ich nach drei Jahren (als Beispiel) keine Lust mehr haben, kann ich meinen Podcast auch einstampfen. Wichtig ist mir, dass ich persönlich Spaß bei der Sache habe. Alles andere ist dabei dann nebensächlich.

Dein Thema – Dein Konzept

Sobald Du Dein Thema hast, kannst Du Dir Gedanken machen, wie Du dieses präsentieren möchtest. Dafür hörst Du Dir am besten andere Podcasts an, wie sie es machen.

In meinem Fall mache ich es so, dass ich den ersten Satz aus der Geschichte lese. Dann kommt die Musik. Sofern ich es habe, kommt dann eine kurze Lesung. Danach stelle ich die Eckdaten des Buches vor. Darauf folgen die Hashtags und mögliche Triggerwarnungen. Als Nächstes kommt eine Zusammenfassung der Geschichte. Danach, was ich gut und nicht so gut fand. Meine abschließende Bewertung. Eine Aufforderung, dass die Hörenden gerne mit mir in Kontakt treten können. Und zu guter Schluss die Verabschiedung.

Zwischenzeitlich hab ich mir auch angewöhnt, ein kleines Drehbuch zu schreiben. Also ein paar Stichworte zu notieren, was mir wichtig ist zu erwähnen. Dabei kann es passieren, dass andere Themen unter dem Tisch fallen, welche ich spontan erwähnt hätte. Aber die Hörenden haben so die Möglichkeit, mir besser zu folgen. Und das ist auf Dauer wichtiger als mein sonstiger kreativer Chaos.

Früher war das bei mir ein wenig anders. Als die ersten Textlesungen kamen, habe ich diese allein eingefügt. Erst nach und nach hab ich mich für ein anderes Konzept entschieden. Warum ich Dir das erzähle? Sollte Dir einfallen, dass etwas anders oder besser gemacht werden kann, dann mache es einfach.

Dafür musst Du nicht die vorherigen Folgen löschen (außer Du willst es). Wir alle entwickeln uns weiter. Und vermutlich haben die Wenigsten von uns eine Art Podcastschule besucht. Mit anderen Worten, für uns alle gilt ein Try & Error Verfahren. Wir müssen selbst sehen, was funktioniert und was nicht.

Daher darf auch Dein Podcast wachsen und sich ändern. Es ist also nichts schlimmes dabei. Wobei ich empfehle, solltest Du alles von grund auf umwerfen, das würde ich auf alle Fälle ankündigen. Das könnte Deine Hörende am Ende vielleicht doch ein wenig überfordern.

Ansonsten notiere Dir, wie Du gerne Deinen Podcast aufnehmen möchtest. Brauchst Du Musik oder willst Du nur reden? Willst Du alles alleine machen? Oder soll jemand an Deiner (virtuellen) Seite sitzen?

Das alles kannst Du gerne vorher klären. Oder es spontan einfach umsetzen. Theoretisch kannst Du Interviews zwischendurch einführen oder Gespräche mit befreundeten Autor:innen führen (als Beispiel).

Wenn Dir eine neue Idee gefällt, bleib dabei. Ansonsten verwirf sie. Es ist tatsächlich nichts dabei.

Der wichtigste Teil!

Egal wie viel Du planst, egal wie lange Du überlegst, es gibt eine Sache, um die Du niemals herumkommen wirst. Willst Du gehört werden, musst Du veröffentlichen.

Bei mir war es so, dass ich lange gezögert hatte. Immer wieder habe ich geübt, immer wieder habe ich es hinausgezögert. Und am Ende bin ich ins kalte Wasser gesprungen und hab die erste Folge online gestellt.

Alles andere ist tatsächlich nebensächlich. Aber denk bitte daran, veröffentliche auch die erste Folge. Dann erst wirst Du gehört werden können. Und mit der Zeit kommt auch die Übung – versprochen.

Abschlussgedanken

Themen und Konzepte sind gut. Gerade für Deinen Anfang. Aber ich kann Dir nur empfehlen, dass Du Dich nicht sklavisch an sie hältst. Du wirst sicherlich wachsen. Und damit wird sich auch Dein Konzept vermutlich ändern.

Das ist alles in Ordnung. Nur denk bitte daran, egal was kommt, solange Du etwas veröffentlichst, wirst Du auch gehört. Und am Ende kommt es doch darauf an, nicht war?

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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