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[Ideen] Fremde Anfänge, Sätze, Absätze

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn Du ein wenig vorsichtig bist, kann die folgende Methode ein regelrechtes Feuerwerk an Ideen bringen.

Kurze Vorgedanken

Schon immer haben sich Autor:innen und Künstler:innen von anderen Werken inspirieren lassen. Das ist völlig in Ordnung, solange am Ende etwas eigenes herauskommt.

Lass Dich gerne auf diese Möglichkeit ein und halte die Balance.

Mit Wörtern arbeiten

Vor einiger Zeit habe ich bei meiner ersten direkten Schreibrunde mitgemacht. Dabei ging es darum, dass drei Wörter per Zufall ausgesucht wurden (dazu gibt es Apps oder auch Internetseiten) und über diese Wörter schreibt man eine Szene.

Die wichtigste Bedingung ist dabei, dass alle Wörter benutzt werden. Manchen fällt es schwer, andere hingegen blühen bei so etwas auf. Daher mach Dir nicht zu viele Gedanken, wenn beim ersten Mal alles ein wenig gestelzt klingt. Mit ein wenig Übung kriegst Du das hin. Und diese Texte muss auch niemand zu Gesicht bekommen.

Solche Texte kannst Du nutzen, um fürs Schreiben warm zu werden. Oder Du arbeitest direkt an einer Szene für Deinen Roman.

Alternativ zu den Seiten oder Apps kannst Du auch Dein Buch, in dem Du gerade liest oder ein Duden nutzen. Einfach eine Seite aufschlagen und blind auf ein Wort zeigen. Mit diesem Wort arbeitest Du. Das lässt sich eine gewisse Anzahl wiederholen. Zum Beispiel drei Mal.

Sätze aus fremden Werken

Die folgende Methode kann sehr gute Ergebnisse liefern. Doch bevor Du es anwendest, habe ich gegen Ende des Beitrages noch eine Warnung geschrieben. Bitte beachte sie. Damit ersparst Du Dir sehr viel Ärger.

Der erste Satz

Der erste Satz in einem Roman kann manchmal unheimlich genial sein. Immerhin hat die/der Autor:in lange daran gearbeitet. Und dann kam sicherlich noch ein Lektorat dazu. Daher dürften die ersten Sätze eines Romans der Hammer sein.

Schreib ihn ab und spinne dann Deine eigene Geschichte weiter. Was kommt danach? Wie würdest Du Deine Geschichte mit diesem ersten Satz schreiben?

Du kannst den Schwierigkeitsgrad noch ein wenig erhöhen, indem Du einen Satz aus einem Genre wählst, welches Du normalerweise nicht liest. Mit dem “Blick ins Buch”, den viele Onlineshops anbieten, hast Du eine Menge Auswahl.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Du den ersten Satz aus einem Sachbuch wählst und versuchst, damit einen fiktiven Text zu schreiben.

Ein ganzer Absatz geht auch

Natürlich kannst Du auch einen Absatz nehmen. Versuche diesen, an den Anfang Deines Textes zu stellen. Und schreibe dann weiter.

Ein Satz aus dem Roman

Manchmal springt uns ein Satz mitten im Buch an. Dann kannst Du diesen nehmen, um einen Text zu schreiben.

Mit Bildern arbeiten

Pinterest, tumblr oder auch DeviantArt haben so viele Bilder, die von kreativen Menschen erstellt wurden. Häufig haben die mich schon zu Charakteren, Szenen oder ganzen Geschichten inspiriert.

Lass Dich auf das Bild ein und schau, was Du dazu schreiben kannst. Und dann schreib einfach darauf los. Das ist übrigens auch mit dem Tarot möglich.

Achtung! Plagiat!

Vor einigen Jahren hatten die eine oder andere “Autorin” Probleme mit Plagiaten. Sie haben Sätze, Absätze und ganze Romane abgeschrieben.

Einen Satz aus einem anderen Werk für private Zwecke zu verwenden (wie ich es oben vorgeschlagen habe), ist erst einmal völlig in Ordnung. Diesen solltest Du aber so fett markieren, am besten in einer extrem ekligen Farbe, dass er Dir auffällt und Dich anbrüllt, dass es nicht Dein Satz ist.

Solltest Du diesen Text also veröffentlichen, dann streiche den geliehenen Teil bitte und ersetze ihn durch Deine eigenen Worte. Vielleicht werden viele bei einem Satz nicht sagen. Aber willst Du riskieren, dass doch jemand wegen dem einen Satz Dir eine Plagiatsklage zustellt?

Also ganz klar: Einen Satz, Absatz, was auch immer leihen, ist völlig in Ordnung. Diesen aber in Deinem Werk veröffentlichen oder, was noch schlimmer ist, diesen Teil als Deine eigene Arbeit auszugeben, geht gar nicht. Rechne da immer mit juristischen Konsequenzen. Und lass es am besten sein.

Abschlussgedanken

Wichtig bei dieser Übung ist, dass Du sie einfach umsetzt. Keine Kreativität ohne Arbeit. Und trotzdem, halte Dich an das Urheberrecht. Fremde Sachen werden nicht unter dem eigenen Namen veröffentlicht.

Beim Schreiben wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Inspirationen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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