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Dein Podcast – Deine Hardware

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das Thema Podcast vom letzten Monat ist noch nicht vorbei. In diesem Monat gehen wir noch einmal in die Tiefe. Zugegeben, ich bin nicht die Expertin schlechthin. Aber ein paar Tipps habe ich trotzdem in der Hinterhand.

Kurze Vorgedanken

Wer ein Podcast veröffentlichen möchte, muss einiges investieren. Mindestens ein Mikrofon ist vonnöten. Und die Kosten für einen Anbieter (in einem späteren Beitrag gibt es mehr dazu).

Wie viel Geld Du letztendlich für die Hardware ausgibst, ist am Ende Dir überlassen. Das Gute ist, dass Du nicht alles auf einmal kaufen musst. Nach und nach kannst Du Dir eine Art Studio aufbauen und dann entsprechend alles einrichten.

Gedanken über Deinen Podcast

Nein, keine Sorge, Du musst Dir nicht schon wieder über den Inhalt Deines Podcasts Gedanken machen. Darüber dürften wir sicherlich hinaus sein.

Die Gedanken sind hier eher materiell. Wie professionell möchtest Du auftreten? Und vor allem, wie viel Geld kannst und möchtest Du ausgeben?

Allein, wenn Du Dir ein Mikrofon kaufst, musst Du mit Kosten im höheren zweistelligen Bereich rechnen. Willst Du es dabei belassen, musst Du ja trotzdem diese Summe einmalig aufbringen.

Daher meine Empfehlung, überlege Dir genau, wie viel Du bereit bist, finanziell auszugeben. Und ob sich die Kosten für Dich lohnen würden. Das muss nicht unbedingt damit gemeint sein, dass Du das Geld irgendwie wieder zurückbekommst. Sondern kann auch emotional gemeint sein. Manchen reicht es völlig aus, dass ihre Folgen gehört werden. Dir auch?

Das Aufnahmegerät (bzw. das Mikrofon)

Irgendein Aufnahmegerät musst Du Dir besorgen, willst Du eine Folge aufnehmen. Es gibt die Möglichkeit, auch über das Handy einen Podcast zu betreiben. Dafür benötigst Du einen Adapter und kannst fast schon loslegen (mit der Software solltest Du Dich natürlich noch beschäftigen).

Willst Du am PC arbeiten (so wie ich es am liebsten mache), dann benötigst Du andere Hardware.

Das Mikrofon

In meinen Augen ist ein Mikrofon immer noch das klassische Gerät, will ich eine Folge aufnehmen. Egal für welches Du Dich entscheidest, in meinen Augen gehört das zur Grundausrüstung.

Du kannst Dir ein normales Mikrofon besorgen und es ein wenig entfernt von Dir aufstellen. Damit verhinderst Du, dass zum Beispiel St-Aussprachen laut aufgenommen werden. Alternativ kannst Du einen Pop-Filter dazu kaufen (bzw. selbst basteln). Das filtert Deine Aussprache. Zugegeben, ich besitze aktuell noch keinen.

Bei einigen Mikrofonen ist ein Pop-Filter schon dabei. Entweder direkt am Gerät angebracht oder Du kannst es selbst anbringen. Bei der zweiten Variante kannst Du dann entscheiden, ob Du es nicht auch mal abnimmst (warum auch immer).

Aber Achtung, diese Variante ist natürlich ein wenig teurer. Gegebenenfalls solltest Du prüfen, ob sich ein separater Kauf nicht eher lohnt. Also das Mikrofon einzeln und dann ein passender Pop-Filter. In ausgewählten Online-Shops, die sich auf so etwas spezialisiert haben, wirst Du sicherlich fündig werden.

Kopfhörer mit einem Mikrofon

Gamer:innen werden wissen, wovon ich hier schreibe. Es gibt Kopfhörer, mit denen Du ebenfalls Aufnahmen vornehmen kannst. Wichtig hierbei ist natürlich, dass sie den Bügel haben, in dem Du reinsprichst.

Selbst habe ich die Kopfhörer nur zum Chatten benötigt. Daher kann ich selbst nicht sagen, inwiefern man die eigene Stimme bei der Aufnahme hört.

Spätestens, wenn Du Interviews vornimmst, könnte sich das dann als positiv herausstellen. Gerade, wenn ihr alles Live einspielt. Du stellst Deine Fragen und Dein:e Interviewpartner:in antwortet und Du hörst diese. Damit kannst Du sofort darauf reagieren, wenn etwas von dem abweicht, was ursprünglich geplant war (was nicht unbedingt negativ sein muss).

Ergänzend können Kopfhörer für die Überarbeitung interessant sein. Du hörst, was Du gesprochen hast und kannst gegebenenfalls noch etwas einfügen oder schneiden.

Das ist aber nicht zwingend notwendig. In meinem Fall muss mein Mikrofon nur eingesteckt bleiben, dann höre ich das, was ich gesprochen habe. Dafür sind die Kopfhörer nicht notwendig. Und für die reine Überarbeitung sind auch keine teuren Geräte notwendig. Wichtig ist ein guter Klang, damit Du diesen notfalls nachregulieren kannst, wenn Deine Aufnahme da eher schlecht klingt.

Erkundige Dich am besten bei Podcaster:innen, die mit Kopfhörern arbeiten, warum sie das gewählt haben. Gerade dann, wenn sie alleine arbeiten. Vermutlich hat es für sie einen Vorteil. Vielleicht dann auch für dich.

Das Audio-Interface

Wenn Du nach Audio-Interface im Internet suchst, wirst Du Bilder sehen, die an einen kleinen DJ-Pult erinnern. Zumindest kommt bei mir dieser Zusammenhang hoch.

Es dient dazu, den Ton über eine Schnittstelle an die Software zu leiten. Besonders dann sind wohl diese Audio-Interfaces interessant, wenn Du also mehrere Töne (zum Beispiel zwei Stimmen oder verschiedene Musikinstrumente) aufnimmst.

Ein Audio-Interface ist eine kleine Arbeitsmaschine. Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn solche Geräte auch mehrere hundert Euros kostet. Von daher empfehle ich Dir, dass Du genau prüfst, ob Du solch ein Gerät brauchst.

Gegebenenfalls kannst Du Dir solch ein Gerät auch nachkaufen, wenn Du schon lange dabei bist. Aber gerade, wenn Du solo arbeitest, würde ich behaupten, ist das Gerät noch nicht notwendig. Aber wie geschrieben, recherchiere danach.

Weitere Hardware

Ganz ehrlich, wenn Du Dich erst einmal in die Materie einarbeitest, wirst Du vieles finden, was andere nutzen. So gibt es zum Beispiel auch Mikrofon-Vorverstärker, die Du nutzen könntest.

Und natürlich noch viel mehr. Doch je genauer Du recherchierst und je mehr man Dir verkaufen möchtest, desto kritischer solltest Du ruhig werden. Denn nicht alles, was angeboten wird, musst Du persönlich haben.

Daher prüfe genau, was Du wirklich brauchst und was für Dich und Deine Ziele unnötig sind.

Eine Mindestausstattung

Wenn Du Dich auf eine Mindestausstattung einigst, dann sollte es ein Mikrofon und ein Popp-Filter sein. Alles andere ist dann eine Kür, die sich dann lohnt, wenn Du größer werden möchtest.

Am besten rechnest Du mit einer groben Summe von um die hundert Euro für die Mindestausstattung. Da auf Geräte keine Preisbindung herrscht, könnte sich eine Preisrecherche gegebenenfalls lohnen. Wobei ich selbst nur dort meine Geräte kaufen würde, wo ich auch garantiert meine Garantie und gegebenenfalls einen Umtausch bekomme. Immerhin können Geräte auch mal kaputt gehen.

Konkrete Empfehlungen werde ich Dir hier nicht machen. Es kommt immer auf den persönlichen Geschmack an, mit was Du arbeiten möchtest. Das Mikrofon, mit dem ich arbeite, habe ich nicht nur wegen der Qualität gekauft. Diesen habe ich in einigen Webinaren gesehen und der hat daher eine besondere Beziehung zu mir und meiner Arbeit aufgebaut, bevor ich das Gerät überhaupt hatte.

Wenn ich so irrational Geräte kaufe, möchte ich Dir sogar in dieser Hinsicht keine Empfehlungen aussprechen. Aber im Internet gibt es genügend andere, die rationaler arbeiten. Dort bekommst Du auch mein Mikrofon empfohlen. Versprochen.

Abschlussgedanken

Die Hardware zu besorgen könnte ein wenig Recherchearbeit von Dir abverlangen. Was ist wirklich DAS beste Gerät für Dich? Und benötigst Du noch anderen Schnickschnack?

Sobald Du das Gerät hast, egal, für was Du Dich entschieden hast, solltest Du den Mut zusammennehmen und das Gerät ausprobieren. Und damit meine ich genau das, was Du vermutest, sprich Texte ein. Dazu kommt noch ein Beitrag, aber Du solltest es auf alle Fälle testen.

Kleiner FunFact: Ich habe gut zwei oder drei Jahre mein Mikrofon besessen, bevor ich auch nur eine einzige Aufnahme gemacht habe. Und dann dauerte es noch einmal über ein Jahr, bis ich die erste Aufnahme veröffentlicht habe. Mein Kauf fand 2015 statt.

Beim recherchieren und kaufen wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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