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Dein Podcast – Dein Intro

Hei, hallo und herzlich willkommen,

jede gute Serie hat ein tolles Intro. Damit erfährt man, welche Serie man schaut und wer dort alles mitspielt. Beim Podcast kann es auch so etwas geben. Und es muss noch nicht einmal kompliziert sein.

Kurze Vorgedanken

Ein Intro kann Dich und Dein Podcast einzigartig machen. Neben dem Schreiben höre ich ab und an einige Podcasts (ja, tatsächlich höre ich die Folgen und schreibe gleichzeitig) und erkenne deren Intro.

Damit erkenne ich sofort, mit wem ich es zu tun habe und wo ich mich befinde. Und dabei musst Du nicht unbedingt ganz tief in die Tasche greifen, um eines zu erstellen.

Was ist ein Intro genau?

Ein Intro ist eine Einleitung für Filme, Serien und letztendlich auch YouTube-Videos und eben Podcasts. Einige davon können sehr aufwendig sein (wie zum Beispiel die Intros von Marvel). Andere hingegen sind sehr simpel (wie das Intro von meinem Podcast).

Mit einem Intro weiß man, mit was man es zu tun hat. Kennt man eine Serie nicht, findet man heraus, wer da mitspielt und häufig liest man dann auch den Namen. Ach so, ich schaue diese oder jene Serie an.

Zugleich kann ein Intro auch die Vorfreude erhöhen. Wenn ich ein Marvelintro sehe, weiß ich, was mich erwarten kann. Meine Vorfreude wächst und ich sehe mir den Film mit einem ganz anderen Gefühl an.

Zudem kann ein Intro auch informieren. Dort kannst Du erfahren, was Du siehst oder hörst. Ein Intro für eine Krimiserie wird anders aufgebaut sein, als für eine Kinderserie. Damit bekommt man einen gewissen Eindruck, mit was man die nächste Zeit zu tun bekommt.

Ein Intro kann informieren, eine emotionale Beziehung aufbauen und auf die Serie einstimmen. Aber keine Sorge, Du bist nicht gezwungen, jetzt ein High-End Intro zu erstellen. Außer natürlich, Du möchtest es.

Warum solltest Du an einem Intro arbeiten?

In erster Linie, wegen Deinem Branding. Wenn ich, zum Beispiel das Introlied von “Rizzoli & Isles” höre, dann ist da dieser Wiedererkennungswert. Diese fröhliche Melodie gehört einfach zu dieser Serie. Hätten die Macher:innen es geändert, dann wäre dieses gewisse Gefühl verloren gegangen.

Ein Intro kann also Dein Wiedererkennungswert erhöhen. Nutzt Du Musik, dann kann es sein, dass viele irgendwann auf die ersten Noten schon anspringen. Damit ändert sich die innere Haltung und geht völlig anders an Deinen Podcast heran.

Und es ist ein weißes Blatt. Wenn Du schon was darauf geschrieben hast, kann es passieren, dass Deine Hemmungen abfallen, den ersten Satz zu sagen. Denn letztendlich hast Du Deinen Podcast schon mit etwas gefüllt. Also geht es nur noch darum, den Rest zu sprechen.

Mit oder ohne Musik?

Ein Intro muss nicht zwangsläufig Musik enthalten. Aber es ist auch in Ordnung, wenn Du diese nutzt.

Intro mit Musik

Mit Musik kann natürlich leichter sein. Du musst Dir nichts Kreatives einfallen lassen, denn die Musik ist ein kreativer Teil Deines Intros. Ob Du Text in die Musik einfügst oder erst danach sprichst, ist Dir und Deinen technischen Fähigkeiten überlassen.

Zugegeben, da ich mich kenne und mein Nervenkostüm, hab meine Musik nicht bearbeitet. Sprich, ich füge den Musikteil ein und spreche erst danach. Das kannst Du auch machen oder Dich austoben.

Um mit Musik zu arbeiten, musst Du natürlich die Musik besorgen. Es gibt Musik, die bei der Gema eingetragen ist. Und sogenannte Gema-Freie Musik. Ersteres bedeutet, dass Du Gebühren an die Gema bezahlen musst, willst Du die Musik nutzen. Für einen kleinen Podcast könnten dabei Summen entstehen, bei dem sich Kosten und Nutzen einfach nicht lohnen.

Daher empfehle ich (und viele andere Podcaster:innen), sogenannte Geme-Freie Musik zu kaufen. Ja, die sind meistens teurer. Für ein Lied kann es sein, dass Du durchaus eine höhere zweistellige Summe bezahlst. Fünfzig Euro und mehr. Hinweis: Damit meine ich pro Lied.

Der klare Vorteil ist aber, dass Du dieses Lied nur einmal bezahlen musst. Danach gehören Dir gewisse Nutzungsrechte. Am besten liest Du die Nutzungsbedingungen, was Du mit dem Lied alles machen darfst.

Bedenke, Du darfst das Lied nur nutzen. Das Urheberrecht liegt immer noch bei den Künstler:innen.

Häufig bekommst Du das Lied in mehreren Varianten. Eben die volle Länge. Und dann in kürzeren Abschnitten. So musst Du selbst nichts schneiden, wenn Du das nicht möchtest oder kannst.

Mit solch einem Lied kannst Du weitaus unbesorgter online gehen. Denn die Gema könnte zwar Dir eine Rechnung stellen (soll angeblich in der Vergangenheit vorgekommen sein). Aber solange die Künstler:innen ihre Musik dort nicht angemeldet haben und es daher davon frei ist, musst Du Dir keine Gedanken machen (Achtung: Keine Rechtsberatung, solltest Du tatsächlich eine Rechnung bekommen, informiere Dich entsprechend, sicher ist immer sicher).

Und dann kannst Du an Deinem Intro arbeiten. Womit soll man Dich in Verbindung bringen? Welche Phrasen möchtest Du einbringen? Wie soll das Intro aufgebaut sein?

Intro ohne Musik

Ein gutes Intro kann Musik beinhalten, aber das ist kein Muss. Glücklicherweise.

Für ein gutes Intro ohne Musik würde ich ein paar gute Worte wählen. In meinem Fall ist es “Hei, hallo und herzlich willkommen”, womit ich auch jedes meiner Blogbeiträge beginne. Es ist zwischenzeitlich so eingefahren, dass es für mich die Sache mit der Musik ersetzen könnte. Damit fange ich an und habe den ersten Satz auf einem weißen Blatt Papier gesprochen. Danach geht es leichter von der Hand.

Es gibt Leute, die jeden Podcast auf die gleiche Weise anfangen. Andere hingegen suchen sich für jeden Podcast eine andere Phrase aus. Wichtig finde ich, dass es zu Dir bzw. Deiner Persönlichkeit und zu Deinem Podcast passt.

Aus meiner Sicht habe ich nicht unbedingt Sinn für Humor. Von daher würde ich selbst niemals versuchen einen Lustigen Intro zu fabrizieren. Vermutlich würde ich mal einen Treffer landen und Dich zum schmunzeln bringen. Aber die restlichen Versuche gingen sicherlich in die Hose. Ich kenne meine Grenzen und würde es eher lassen. Es passt nicht zu mir.

Überlege Dir am besten genau, was für ein Intro zu Dir passt. Und übe den ruhig einige Male. Lasse andere den Text lesen und dann hören. Was sagen sie dazu? Und wie fühlst Du Dich dabei?

Hast Du gute Texte für Dein Intro, ist Musik kein Muss. Und das Beste ist, Du sparst dabei sogar ein wenig Geld.

Der Aufbau (D) eines Intros

Einen Fehler, den ich mache (und mir tatsächlich jetzt erst bewusst wird, wups) ist, dass ich quasi voraussetze, dass die Leute wissen, was ich mit jeder Podcastfolge erreichen möchte. Und das kann ich letztendlich nicht.

Mit meinem Podcast stelle ich Bücher vor, die bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Entweder die Autor:innen sind Frauen oder stammen aus marginalisierten Gruppen.

Nur nehmen wir mal an, dass ich ein Buch bespreche, welches für viel Aufmerksamkeit sorgt. Die Leute hören es sich an und niemand weiß, was ich mit dem Podcast tatsächlich erreichen möchte. Das bedeutet für mich, dass ich ab der nächsten Folge das ändern muss.

In meinem Fall lese ich den ersten Satz aus dem Roman vor und dann kommt die Musik, die ich mal gekauft habe. Und dann stelle ich mich kurz vor mit “Hei, hallo und herzlich willkommen bei frau schreibseeles bunte Weltenreise”.

Damit weißt Du natürlich, worum es sich in meinem Podcast dreht (Achtung, Ironie!).

Persönlich finde ich es besser, wenn Du mit Deinen ersten zwei oder drei Sätzen klar machst, wer bist Du und was für einen Podcast präsentierst Du mir. Etwas, was ich selbst zukünftig beherzigen werde. Damit holst Du auch völlig Neue Hörende ab, die Dich kennenlernen möchten. Wenn Du (und ich) sie nicht abholen, könnte es schlimmstenfalls passieren, dass Du sie verlierst, bevor sie Dir eine Chance geben können.

Überlege Dir daher kurz, wie Du Dein Thema kurz und bündig verpacken kannst, damit Deine zukünftig Hörende das mitbekommen. Damit weckst Du deren Interesse und am Ende bleiben sie hoffentlich bei Dir und werden zu treuen Hörenden.

Ändern ist erlaubt

Hast Du ein Intro geschaffen, der Dir nicht oder nicht mehr gefällt, kannst Du diesen auch ändern. In meinem Fall habe ich über dreißig Folgen schon aufgenommen. Durch diesen Beitrag hab ich aber gelernt, dass mein Intro nicht das Beste ist. Also werde ich es ändern.

Meine Empfehlung ist, dass Du es nicht radikal änderst. Nehmen wir an, Du hast ein sehr seichtes Intro vorher gewählt. Da könnte es einige Leute verschrecken, wenn Du auf einmal sehr Hardcore rangehst.

Eine langsame Änderung kann passend sein. Gerade, wenn Du vieles grundlegend ändern möchtest.

Aber Vorsicht, es kann sogar passieren, dass viele Deine Änderungen ablehnen, weil es ihnen nicht gefällt. Ein Podcast, den ich gerne höre, hatte im Intro einen bestimmten Satz. Die Macher:innen überlegten, eben diesen Satz wegzulassen. Das kam überhaupt nicht gut an.

Und ich muss gestehen, mir hatte es auch nicht gefallen. Dieser Satz passte so gut zum Intro, dass ich diesen immer im Kopf mitgesprochen habe. Da er aber nicht vom Intro ausgesprochen wurde, fehlte mir etwas. Zwischenzeitlich ist eben dieser Satz wieder da.

Es kann Dir also auch passieren, solltest Du etwas weglassen, dass vielen Leute das negativ aufstößt. Hinzufügen geht noch, wegfallen hingegen kann schwer zu verkraften sein. Gerade, wenn es etwas lieb gewonnenes ist.

Dein Intro

Überlege Dir also, ob Du Musik brauchst. Wenn ja, suche nach Gema-Freie Musik. Lies Dir dann die Nutzungsbedingungen durch und suche dann, nach Deinem Lied. Je nach Thema Deines Podcasts kann es interessant sein, unterschiedliche Lieder zu kaufen.

Dann schaust Du, ob Du Text in die Musik hineinsprechen möchtest. Diesen Loop würde ich dann definitiv abspeichern und dann vor jeder Folge einfügen. Das ist also eine Arbeit, die Du nur einmal machen musst.

Noch ein Tipp: Speichere sämtliche Originale Deines gekauften Liedes irgendwo ab. Wenn Du etwas ändern willst, hast Du diese immer zur Hand. Zwar kannst Du es noch einmal herunterladen, zumindest sollte das kein Problem sein. Aber ich habe lieber alles auf meiner Festplatte, um sofort damit zu arbeiten.

Dann überleg Dir, ob Dir Dein musikalisches Intro ausreicht, oder Du danach noch etwas bestimmtes sagen möchtest. Es kann eine Vorstellung Deiner Person sein. Oder worum es sich in Deinem Podcast handelt. Hierbei kommt es darauf an, was Du in Deinem musikalischen Intro hast und was Dir dann noch wichtig ist.

Ohne Musik kannst Du trotzdem ein Intro aufnehmen. Dabei sprichst Du ein, was Du jedes Mal definitiv sagen möchtest. Natürlich kannst Du es jedes Mal neu aufnehmen. Oder eben aufnehmen und einfügen. Dann versprichst Du Dich nicht oder änderst jedes Mal Deinen Text.

Und dann geht es weiter mit Deinem Inhalt.

Noch was zum Outro

Jetzt haben wir uns die ganze Zeit über das Intro unterhalten. Doch es gibt auch noch die Möglichkeit, ein Outro zu gestalten.

Was ist ein Outro?

Ein Outro ist der Abspann. Bei Serien oder Filmen werden hier alle Beteiligten und andere wichtigen Informationen aufgeführt, für die es im Intro schlicht keinen Platz gibt.

Auch Dein Podcast kann ein Outro beinhalten. In meinem Fall ist es so, dass ich noch einige Hinweise gebe. Zum Beispiel zum Thema “nicht bezahlte Werbung”. Und wo mich die Leute im Internet finden. Zudem wünsche ich allen eine schöne Zeit bis zur nächsten Folge.

Das Outro sollte nicht zu lange dauern, damit die Leute es sich anhören. Und Du kannst hier noch hinweise auf andere Folgen geben, wie Deine Hörende mit Dir in Kontakt treten oder sogenannte Aufforderung zu einer Handlung geben. Letzteres bedeutet meistens, dass sie Dich liken oder Dir folgen möchten.

Und dann gibt es eine freundliche Verabschiedung. In meinem Fall gibt es am Ende noch die Eingangsmusik, damit bis zum Schluss hoffentlich was Entspanntes für meine Hörenden läuft.

Die meisten Hörenden lauschen Dir am Anfang und meistens am Schluss am genauesten. Daher ist es wichtig, hier Eindruck zu schinden (etwas, was ich ebenfalls noch einmal überarbeiten darf). Überleg Dir gerne, wie Du die Leute richtig schön entlassen kannst.

Auch diesen Text kannst Du aufnehmen und entsprechend jedes Mal einfügen, wenn Du möchtest. Damit ersparst Du Dir entsprechend Zeit.

Abschlussgedanken

Ein Intro kann Geld kosten, ist aber nicht zwingend notwendig. Es kommt darauf an, was für einen Podcast Du gestalten möchtest und was Dir wichtig ist. Aber Gedanken zum Aufbau Deines Intros und gegebenenfalls Outros solltest Du Dir durchaus machen.

Und dann fügst Du alles zusammen, um dann Deinen Podcast fertig zu machen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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