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Publikation: Printbücher

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nachdem wir uns die Möglichkeiten eines E-Books angesehen haben, schauen wir uns die Printversion mal näher an.

Kurze Vorgedanken

Printbücher sind ein wenig eingeschränkter, was die zusätzlichen Möglichkeiten betrifft. Immerhin muss man hier auf die Bindung achten. Packst Du zu viele Seiten rein, könnte es schlimmstenfalls sein, dass Du das Buch gar nicht drucken kannst.

Zudem musst Du bei einem Printbuch noch auf das eine oder andere achten. Schauen wir uns das Thema näher an.

Kleine Anmerkung: Wenn ich von einem Printbuch schreibe, dann meine ich damit das klassische Taschenbuch.

Brauche ich überhaupt ein Printbuch?

Viele stellen sich durchaus die Frage, muss ich denn überhaupt ein Printbuch anbieten? Ist es nicht ausreichend, nur das E-Book zu verkaufen?

Aus einem Grund kann ich diese Gedanken verstehen. Immerhin musst Du bei einem Buch nicht nur auf den Schriftsatz achten, sondern auf diverse Seiten (wie die Schutzseite) oder auch auf das Cover. Denn ein E-Book braucht nur die Vorderseite. Ein Printbuch den Buchrücken und die Rückseite mit Platz für Deinen Klappentext.

Während ein reines E-Book Covers noch unter hundert Euro zu kriegen sind, ist ein Paket häufig viel teurer. Meistens mindestens im dreistelligen Bereich.

Finanziell kann es auch sein, dass ein E-Book sich besser verkauft und mehr abwirft, als ein Printbuch. Immerhin kommen Papier- und Druckkosten dazu. Die fallen bei einem E-Book natürlich weg.

Trotzdem solltest Du aus diversen Gründen unbedingt eine Printversion Deines Buches anbieten.

Viele Menschen lieben das Gefühl eines Buches

Ein E-Book kann man schwerlich anfassen. Und einen Reader in der Hand zu halten, kann das Gefühl, ein richtiges Buch zu halten, nicht ersetzen. Bei mir ist es so, dass ich häufig nachschaue, wo mein Lesezeichen ist. Das gibt mir dieses gute Gefühl, dass ich weiter komme mit meinem Lesepensum.

Printbuch bevorzugt

Eine deutsche Autorin, die zwischenzeitlich in den USA lebt, sagte mal auf einer LoveLetter Convention, Deutsche lieben Printbücher. Es wäre also schlichtweg fahrlässig, keine anzubieten.

Selbst wenn es bedeutet, den einen oder anderen Euro weniger zu verdienen, biete es an. Denn eines sollte Dir immer bewusst sein, nicht alle Lesende haben einen Reader. Wollen Sie also Dein Buch haben, müssen sie sich entscheiden. Entweder sie kaufen einen Reader oder sie verzichten auf Dein Buch. Schlimmstenfalls trifft letzteres ein.

Platz für Autogramme

Egal ob auf Messen, Lesungen oder sonst wo, es ist immer schön für Lesende und Fans, wenn sie ein Autogramm von Dir bekommen. Und dafür eignet sich eine Printversion natürlich am besten.

Es gibt durchaus Alternativen dazu, aber für die meisten ist ein Autogramm im Buch immer noch das Beste. Warum ihnen das nicht ermöglichen?

Pass auf die Seitenanzahl auf

Je mehr Seiten Du hast, desto teurer wird der Druck. Und am Ende musst Du für nichtssagende Seiten Dein Buch teurer verkaufen. Das kann natürlich bedeuten, dass manche sich dann für ein günstigeres Buch entscheiden.

Wenn Du also zu viele Sachen einfügst, könnte Dein Buch dicker werden. Solltest Du damit keinen nennenswerten Mehrwert für Deine Lesenden bieten, werden sie am Ende vielleicht enttäuscht sein. Und das kann sich dann in einer entsprechenden Rezension niederschlagen.

Aufbau eines Printbuches

Es gibt einige Elemente, die müssen in ein Buch hinein, ob wir wollen oder nicht. Schauen wir uns diese an und ob man sie nicht auch ein wenig anderweitig nutzen kann.

Schmutztitel

Nach dem Cover kommt gleich die erste Seite, die als Schmutztitel bezeichnet wird. Schnapp Dir ein Buch und schau Dir die erste Seite an. Diese kann farbig sein oder weiß.

Der Name kommt aus einer Zeit, als die gedruckten Bücher von der Druckerei zum Buchbinder gebracht wurden. Damals noch ohne einen Buchumschlag. Und um den Inhalt zu schützen, gab es eben den Schmutztitel.

Heutzutage ist das natürlich nicht mehr notwendig. Daher kannst Du die Seite theoretisch auch nutzen, um Dein Buch anzupreisen. Oder in Deiner Farbe anzubieten. Es kann aber auch sein, dass dort Werbung von Print on Demand Dienstleister zu finden ist.

Die Bindung des Schmutztitels ist häufig nicht die Beste. Wenn Du das Buch aufschlägst, dann ist es häufig so, dass die erste Seite quasi dem Cover folgt. Versuch trotzdem herauszufinden, ob Du die Schmutzseite selbst anlegen kannst (oder Dein Dienstleister sie für sich nutzt). Wenn ja, nutze sie zumindest für Informationen.

Schmutztitelrückseite

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um die Rückseite des Schmutztitels. Dort finden sich häufig Information über die Autor:innen (Vita, andere Veröffentlichungen, Präsenzen im Internet) oder auch Hinweise zu anderen Texten und ein meist etwas ausführlicherer Klappentext (weicht häufig von dem auch dem Buchrücken ab).

Diesen Platz würde ich durchaus nutzen, um passende Werke zur vorliegenden Veröffentlichung zu bewerben. Es müssen nicht alle sein, aber die, welche zum gleichen Genre veröffentlicht wurden. Oder die Werke, die zuletzt veröffentlicht wurden.

Titelei

Danach folgt das sogenannte Titeleil. Hier kommen noch einmal der Name des Titels, Dein Autor:innenname, eventuell ein Untertitel. Hier kannst Du die Elemente von Deinem Cover noch einmal aufgreifen, zum Beispiel die Schrift.

Mein Tipp hier ist, dass Du Platz für eine Widmung und Dein Autogramm lässt. Daher kann ich mir auch vorstellen, die Seite auch entsprechend aufzubauen. Nicht unbedingt mit Rahmen oder was auch immer. Aber so, dass es hübsch am Ende aussieht.

Impressum

Auf der Rückseite des Titelei kommt das Impressum. Hier gibt es nichts zu beschönigen oder derartiges. Erkundige Dich, ob Dein Dienstleister Dir das Impressum stellt. Verlagsautor:innen kriegen automatisch das Verlagsimpressum.

Widmung

Die folgende Seite kann eine Widmung enthalten. Dies ist aber kein muss. Die Rückseite von dieser bleibt frei.

Eventuell kannst Du auch diese Seite nutzen, um Platz für einen schönen Spruch und ein Autogramm zu schaffen. Dafür ist diese Seite auch gut zu gebrauchen.

Inhaltsverzeichnis

Ein Inhaltsverzeichnis kann sein, muss aber nicht. Viele Leute nutzen das Inhaltsverzeichnis, um zu sehen, wie viele Kapitel das Buch hat (ohne diesen im Buch zu suchen). Und auch, wo ein Kapitel anfängt und wo aufhört. Besonders für die Kapitelleser:innen interessant (also Lesende, die gerne ein Kapitel beenden, bevor sie das Buch zur Seite legen).

Text

Danach kommt der Text. Also Dein Roman oder Dein Sachbuch, als Beispiel.

Danksagung und Nachwort

Auch das ist eine Möglichkeit, die Du nutzen kannst, aber es ist kein Muss. Schau, ob Du die Seiten noch dafür hast. Und dann kannst Du Dich hier noch austoben.

Die (möglichen) Besonderheiten Deines Printbuches

Natürlich kommt es immer darauf an, was Du geschrieben hast. Ein Fantasyroman kann andere Elemente beinhalten, als ein Science-Fiction Roman. Dementsprechend kann diese Liste nie alle möglichen Elemente beinhalten. Und sie sollte entsprechend angepasst werden. Zumal es nur als Anregung dienen soll.

Landkarten

Gerade, wenn wir uns in Welten bewegen, die wir nicht kennen, können Landkarten hilfreich sein. Vor Jahren habe ich einen Roman gelesen, bei dem es um eine Weltreise ging. Leider ohne Karte. So konnte ich nicht verfolgen, wer sich wo befand.

Es gibt zwischenzeitlich Künstler:innen, die eine Landkarte für Dich zeichnen (natürlich gegen ein entsprechendes Entgelt). Aber auch diverse Tutorials auf YouTube, die Du Dir ansehen kannst.

Zeichnungen – Bilder

Es gibt aber Menschen, die aus diversen Gründen gar nicht in der Lage sind, sich alles wirklich vorzustellen (dazu gehöre ich ebenfalls). Warum also nicht, zum Beispiel, Charakterbilder einfügen?

Dafür musst Du nicht zwangsläufig ein:e Grafiker:in bezahlen. Sofern Du zu den Menschen gehörst, die gut zeichnen können, kannst Du Deine eigenen Bilder einfügen. Das Gute daran ist, es wirkt automatisch persönlicher. Es zeigt Dich und Dein Werk. Und sobald Deine Lesende merken, dass Du die Bilder gezeichnet hast (das würde ich besonders erwähnen), werden sie auch häufig gnädiger mit der Bewertung sein.

Zeichnungen von Geräten

Das kann besonders für Science-Fiction Romanen interessant sein, dass man die Raumschiffe oder Raumstationen oder was auch immer darstellt. Dafür empfhielt es sich, dass Du von der Technik ein wenig Ahnung hast. Aber sicherlich gibt es auch hier Leute, die Dir gerne dabei helfen – gegebenenfalls gegen ein entsprechendes Entgelt.

Glossar

Egal ob Personen, Orte oder Gegenstände, theoretisch kann alles in ein Glossar, was einer Erklärung bedarf. Damit können Deine Lesende immer dahin springen, um zu lesen, mit wem oder was sie es zu tun haben.

Klar, kannst Du es bei einem E-Book auch einfügen. Nur wird dort das Lesen des Glossars schwieriger. Immerhin müsstest Du bis zum Ende des Buches springen, dort den Text lesen und dann wieder zurück.

Ausschnitt aus einem anderen / dem nächsten Roman

Am Ende kannst Du noch dem ersten Kapitel Deines nächsten Romans einfügen. Oder, wenn Du eine Reihe schreibst, dann das erste Kapitel vom Folgeband. Damit kannst Du dafür Aufmerksamkeit generieren.

Kurzgeschichte(n)

Rund um Deinen Roman kannst Du noch eine oder mehrere Kurzgeschichten schreiben. Persönlich finde ich es besser, wenn die Kurzgeschichte etwas mit dem Roman zu tun hat. Zum Beispiel eine Episode aus dem Leben der Charaktere vor Beginn oder nach dem Ende des Romans.

Abschlussgedanken

Wie oben schon erwähnt, eine Printversion hat weniger Platz, da jede Seite einfach zu viel kostet. Das soll Dich trotzdem nicht davon abhalten, das Beste herauszuholen, was möglich ist.

Die oben aufgeführten Punkte sind Möglichkeiten, derer Du Dich bedienen und von ihnen inspirieren lassen kannst. Nutze sie und erweitere die Möglichkeiten, um Dein Repertoire.

Was sind Deine Ideen, wie man ein Printbuch noch ein wenig aufpeppen könnte?

Auf alle Fälle wünsche ich Dir dabei viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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