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Plagiat: Ganze Romane

Hei, hallo und herzlich willkommen,

man mag es glauben oder nicht, aber in der Vergangenheit gab es tatsächlich Autor:innen, denen es nicht reichte nur ein paar Sätze oder etwas mehr zu stehlen. Sie gingen weiter.

Kurze Vorgedanken

Es ist vielleicht eher selten, will ich zumindest hoffen, aber es gibt sie trotzdem. Geschichten, die veröffentlicht wurden und keine einzige Seite wurde selbst geschrieben.

Bis heute frage ich mich, wie diese Leute darauf gekommen sind, so etwas zu machen.

WICHTIGER Hinweis!!!

Der folgende Beitrag wurde von einer Person geschrieben, die KEINE juristische Ausbildung hat und in keiner Weise einen juristischen Rat bzw. Beratung geben darf. In jedem Fall solltest Du immer eine Anwältin bzw. einen Anwalt oder andere Berufsgruppen aufsuchen, welche Dich juristisch beraten dürfen.

Dieser Beitrag kann als Orientierung dienen. Aber verlasse Dich bitte immer auf den Rat juristisch ausgebildeter Personen – Danke schön.

Eine kurze Geschichte

Vor einigen Jahren tauchten bei einigen Autor:innen der Verdacht auf, die veröffentlichten Werke könnten nicht aus den Federn dieser Personen stammen. Über mögliche Reaktionen werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben. Das ist es tatsächlich Wert.

Es wurden Geschichten abgeschrieben, die vielleicht nicht so bekannt waren. Aber sie waren bekannt genug, dass doch jemand sich an sie erinnerte. Und damit flog die Sache für einige auf.

Andere wieder herum haben aus mehreren Romanen Szenen und Absätze, teilweise sogar Kapitel abgeschrieben und sie halbwegs harmonisch zusammengefügt. So wirkte es auf dem ersten Blick wie ein Roman. War aber eher ein Frankensteins Monster.

Aber es gab auch welche, die sich ein wenig Mühe gegeben haben, wenn man das in diesem Zusammenhang sprechen kann. Da wurden Comichefte bzw. Mangas in einen Roman umgesetzt, die Namen geändert und dann versucht zu veröffentlichen.

Leichteste und schlechteste Form der Verehrung?

Gibt es nicht da diesen Spruch, Diebstahl ist die höchste Form der Verehrung? In meinen Augen ist es die leichteste und vor allem die schlechteste Form.

Wer schreibt, gibt sich unheimlich viel Mühe. Egal wie plump ein Plot sein mag. Trotzdem müssen sich die Autor:innen hinsetzen und diesen erstellen und dann das Ergebnis tippen. Dafür geht Zeit und Energie drauf.

Und selbst wenn die Autor:innen hoffen, dass am Ende nur etwas Geld fließt, so denke ich, dass die Meisten trotzdem stolz auf ihr Werk sind. Immerhin haben sie für einige Stunden Leichtigkeit im Leben der Menschen gebracht, welche diese Geschichten gelesen haben.

Diese Geschichten dann zu stehlen, zu kopieren und dann unter den eigenen Namen zu veröffentlichen, für mich zeugt das von keinerlei Respekt. Warum sollten sich diese Autor:innen dann geehrt fühlen?

Genrelesende kennen ihr Genre

Wenn Du ein Buch abschreiben solltest, dann wird es vermutlich aus einem bestimmten Genre sein. Sagen wir mal dem Bereich Liebesroman. Dann wirst Du diesen auch in dem Genre Romance veröffentlichen. Aus einem Liebesroman lässt sich nur schwer einen Krimi machen.

Wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass Du auf jemanden triffst, welche Deine geklaute Geschichte kennt? Sehr groß. Denn Lesende schaffen, mehr Bücher zu lesen, als wir (abzu-) schreiben. Daher ist ihr Wissen in ihrem Lieblingsbereich um einiges größer.

Selbst wenn Du Dir ein Buch vornimmst, dass wenig bekannt ist und schon einige Jahre oder gar Jahrzehnte alt ist, gibt es bestimmt die eine Person, die es kennt. Und auch wenn es dieser Person nicht sofort auffällt, wird doch diese Ahnung sein, Deine Geschichte zu kennen. Ist die Person hartnäckig, findet they es heraus. Und persönlich würde ich immer vom Schlimmsten ausgehen. Also, dass jemand hinter das kleine Geheimnis kommt.

70 Jahre und so …

Es heißt immer wieder, dass Geschichten, Namen oder derartiges frei sei, wenn die Kunstschaffende Person seit siebzig Jahren verstorben sei. Natürlich bin ich immer noch nicht juristisch ausgebildet, aber vermutlich könnte das stimmen.

Trotzdem würde ich selbst das Risiko niemals eingehen.

Zum einen denke ich immer daran, was es für juristische Konsequenzen für mich haben könnte. Vielleicht gibt es etwas, was ich nicht weiß und setze mich in die Nesseln. Und am Ende geht es für mich böse aus, für niemanden sonst.

Der andere Grund ist der, dass es nicht ehrlich ist. Warum sollten die Leute meinen Roman lesen, wenn der schlichtweg nicht aus meiner Feder stammt? Und das noch unverändert?

Wenn ich dann Elemente einfügen würde, dass es ein wenig anders klingt als das Original. Nun gut, dann wäre es immer noch ein Plagiat. Da wäre es doch besser, wenn ich eine eigene Geschichte schreibe und darauf meine Arbeit und Energie konzentriere.

Kurz geschrieben

Nächste Woche möchte ich ein paar Gedanken zu den möglichen juristischen Konsequenzen machen. Aber eines ist sicher, meistens kommen Plagiatsautor:innen nicht unbedingt heil aus der Sache.

Es können Schadensersatzanforderungen entstehen. Aber auf alle Fälle leidet der gute Ruf, den Du Dir zuvor erarbeitet hast, erheblich. Vielleicht laufen nicht alle Fans davon. Aber einige. Und schlimmstenfalls ist Dein Ruf so dermaßen ramponiert, dass Du nie wieder auf einen grünen Ast kommst.

Ist es das wirklich wert?

Persönlich möchte ich Dir sehr, sehr nahe legen, lass das Plagiat. Damit kommst Du auf Dauer weiter. Natürlich ist es schwieriger, einen eigenen Roman zu schreiben. Aber auf Dauer ist es befriedigender. Und sicherer.

Abschlussworte

Seien wir ehrlich, was soll man darüber schreiben, ob man einen ganzen Roman abschreibt? Sätze und Absätze sind schon verboten. Warum sollte es bei Romanen anders sein? Das trifft nur auf die Dimensionen zu.

Daher kann ich meine Empfehlung dazu sehr kurz zusammenfassen: Lass es einfach! Damit lebt es sich finanziell auf alle Fälle sicherer.

Von daher, bleib bitte Plagiatsfrei.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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