Zum Inhalt springen

Publikation: Sonderausgaben

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Sonderausgaben von Geschichten, Büchern, oder was auch immer Du veröffentlichen möchtest, richten sich nicht unbedingt nach dem Medium (Print oder E-Book). Sondern eher, was Du am Ende in Deiner Sonderausgabe drinnen haben möchtest.

Kurze Vorgedanken

Sonderausgaben können so vielfältig sein, wie Deine Ideen es ermöglichen. Das gute ist, Du kannst Dich vollkommen auf die E-Books konzentrieren. Musst es aber nicht.

Schauen wir uns ein paar Möglichkeiten an.

Was verstehe ich unter Sonderausgaben?

Sonderausgaben sind neue Publikationen, die Du mal veröffentlichst und danach quasi wieder verschwinden können. Damit kannst Du mögliche Lesende locken, damit sie sich Deine bisherigen Werke anschauen.

Und vielleicht bietest Du ihnen ein Sonderband an, um in eine Reihe reinzukommen. Es kommt hierbei darauf an, was Du schon veröffentlicht hast und ob Du alleine die Rechte besitzt. Hast Du bei einem Verlag veröffentlicht, wirst Du vermutlich weniger bis gar nicht die Möglichkeit haben, selbst eine Sonderausgabe zu publizieren. Aber nachfragen geht sicherlich immer, ob Dein Verlag nicht Deine Idee umsetzen möchte.

Ein paar konkrete Beispiele

In den letzten Jahren habe ich einige Beispiele selbst gesehen, die ich Dir hier kurz vorstellen möchte. Vielleicht inspiriert Dich das schon für eine eigene Sonderausgabe.

Mehrere Übersetzungen in ein Band

Tina Folsom veröffentlicht ihre Bücher unter anderem auf Deutsch und Englisch. Vor einigen Jahren hat sie Band 1 ihrer Scanguard-Reihe mit der deutschen und englischen Version als E-Book veröffentlicht.

Zwischenzeitlich ist diese Version gelöscht worden. Aber es war ein netter Anreiz, sich diese Sonderausgabe zu kaufen. Gerade, wenn man sehen möchte, inwiefern sich die beiden Versionen unterscheiden (FunFact, zumindest der Anfang unterschied sich).

Box-Sets der eigenen Reihe

Das lohnt sich besonders, wenn Du mehrere Bücher einer Reihe geschrieben hast. Da kannst Du ein Teil der Reihe (oder wenn diese beendet ist, die komplette Reihe) als E-Book Sammelausgabe veröffentlichen.

Damit haben Deine Lesenden die Möglichkeit, Deine Reihe komplett kennenzulernen. Oder einige Bücher, die Du eben in diese Sonderausgabe gepackt hast.

Bos-Sets verschiedener Autor:innen

Im englischsprachigen Raum habe ich dies schon öfters gesehen, im deutschsprachigen Raum tatsächlich bisher nur ein Mal. Eine Box-Set von Büchern mehrerer Autor:innen.

Mindestens zwei Autor:innen schließen sich zusammen und veröffentlichen in einer Datei einen Roman pro Person. Damit können die Lesenden mit einer Box mehrere Autor:innen kennenlernen, ohne sich jedes Buch einzeln zu kaufen. Es ist also eine Art Roman-Anthologie.

Da es sich hierbei um ein neues Buch handelt, greift nicht die Buchpreisbindung der einzelnen Bücher. Ihr könnt dann einen gemeinsamen Preis bestimmen. Diese Box behaltet ihr dann, sagen wir, ein oder zwei Monate. Und dann wird sie wieder gelöscht. So können die Leute dann wieder eure Titel einzeln erwerben.

Welche Möglichkeiten für Dich?

Natürlich kommt es darauf an, was Du bisher veröffentlicht hast und was Du davon als Sonderausgabe veröffentlichen möchtest. Besonders leicht sind Sonderausgaben als E-Books zu publizieren.

Hier benötigst Du nur ein neues Cover, damit die Leute sehen, dass es sich um ein neues bzw. anderes Buch handelt. Und wenn Du alles andere selbst machen kannst (zum Beispiel die Seitenstruktur aufbauen, Kapitelmarker setzen und so weiter), kostet es Dich noch nicht einmal viel.

Die oben erwähnten Beispiele, die mir über den Weg gelaufen sind, werde ich hier nicht noch einmal erwähnen. Das wäre doppelt geschrieben. Aber die Beispiele lohnen sich, darüber nachzudenken, sie selbst anzuwenden.

Kurzgeschichten

Wenn Du mehrere Kurzgeschichten geschrieben hast, kannst Du sie zu einem Band zusammenfügen. Damit haben Deine Lesende und Fans die Möglichkeit, Dein gesamtes Werk in einem Band zu kaufen. Gegebenenfalls schreibst Du extra für diese Ausgabe noch eine Extrageschichte.

Solch eine Ausgabe würde sich eventuell auch als Printversion lohnen. Es gibt immer noch viele Leute, die lieber ein gedrucktes Buch bevorzugen. Und auch wenn Anthologien in Deutschland nicht den guten Ruf haben, wie in den U.S.A., könnten Fans gerade Deine Anthologie kaufen wollen. Immerhin stammt sie von Dir.

Eine eigene Anthologie

Solltest Du einen bekannteren Namen haben, könnte es sich lohnen, diesen für eine Anthologie zu nutzen. Andere Autor:innen schreiben eine Kurzgeschichte und gemeinsam veröffentlicht ihr diese. Dein Name steht dann als Herausgeber:in auf dem Cover.

Damit sorgst Du für Aufmerksamkeit. Natürlich auch für Dich, aber auch für andere. Lesende können euren Schreibstil kennenlernen. Und da Du den anderen einen Platz einräumst, füllt das durchaus Dein Autor:innenkarma.

Zeichnungen

Wenn Du selbst was zu Deinen Geschichten gezeichnet hast, dann füge sie auf alle Fälle in einer Version bei. Sie müssen nicht perfekt sein, nur von Dir.

Damit frischst Du die Geschichte ein wenig auf.

Outtakes

Nicht jede Szene oder gar jeder Satz war von Anfang an perfekt. Hier schreibe ich überhaupt nicht davon, dass diese Teile ausbaufähig waren. Ich meine tatsächlich, dass Du vermutlich irgendetwas geschrieben hast, wo Du Dich danach gefragt hast, was in Dich gefahren war.

Buchstabendreher, lustige Sätze und so weiter meine ich damit. So können aus “Die Ärzte” einfach mal “Die Äxte” werden.

Natürlich sind das kleine Schmunzler. Und warum solltest Du sie nicht nutzen? Füge die besten Vertipper in Deine Sonderausgabe ein. Dabei solltest Du dann auch zeigen, was am Ende herausgekommen ist. Zum Beispiel als Fußnote. Oder direkt nach dem Verschreiber, dieser könnte ja kursiv geschrieben sein und der eigentliche Text normal.

Meinungen von Lesenden / Charakteren / Deine Meinung

Gefällt Deinen Fans eine Stelle besonders gut? Und haben sie dazu einen süßen Kommentar geschrieben? Wieso nicht einfügen?

Und natürlich können Deine Charaktere oder Du zu einer Szene oder einem Satz eine Meinung dazu geben. Wenn dies technisch nicht umzusetzen ist, dann kannst Du es mit einem passenden Stift handschriftlich machen.

Wichtig ist natürlich, leserlich schreiben. Immerhin möchtest Du ja, dass Deine Lesenden und Fans Deinen Text am Ende lesen können.

Abschlussgedanken

Das sind nur einige Vorschläge, die Du umsetzen könntest. Sicherlich fallen Dir noch viele mehr ein. Ansonsten, frag natürlich Deine Fans, was sie sich wünschen. Gerne kannst Du mich darüber informieren, ich würde dann den Beitrag entsprechend ergänzen (mit Nennung).

Ansonsten, sei kreativ und sei einzigartig. Damit hast Du schon Deine Sonderausgabe sicher.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Um unsere Webseite für Dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwende ich Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

    Informiere Dich weiter.