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Publikation: Leseproben

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine bisher eher wenig genutzte Publikationsmöglichkeit hat etwas mit Leseproben zu tun. Doch genau diese können durchaus interessant sein.

Kurze Vorgedanken

Es gibt Lesende, wie mich, die Leseproben hassen. Wenn in einem Buch eine Leseprobe zu finden ist, mache ich einen Bogen darum. Und wenn es an einem Stand Leseproben gibt, die man mitnehmen kann, dann sage ich danke, aber nein danke.

Woran das liegt, kann ich Dir, ehrlich gesagt, nicht erklären. Aber Leseproben interessieren mich überhaupt nicht. Für mich persönlich ist das reine Materialverschwendung.

Andere hingegen lieben Leseproben. Bisher durfte ich an einigen Messen teilnehmen. Und immer wieder kamen Interessierte zum Stand des Nornennetzes und erkundigten sich nach Leseproben.

Sie wieder herum lieben Leseproben.

Ganz kurz: Was sind Leseproben?

Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um einen Auszug aus einem Buch. Mit diesem kann man in eine bestehende oder auch zukünftige Geschichte hineinlesen. Damit entscheiden dann viele Lesende, ob sie das Buch kaufen möchten oder eben nicht.

Leseproben können bei vielen Buchkäufen eine entsprechende Rolle spielen. Daher ist die Sache mit dem “Blick ins Buch” durchaus wichtig. Das ist ja nichts anderes als eine Leseprobe.

Leseproben können der Anfang eines Buches sein. Oder eine sehr spannende Stelle. Wichtig ist in meinen Augen, dass die Leseprobe, welche Du aussuchen kannst, die Qualität Deines Buches und Deiner Arbeit darstellt. Wenn dort auf einer kurzen Seite mehr Rechtschreibfehler als Worte zu finden sind, dürfte ein Verkauf eher gering sein. Um ein Beispiel zu nennen.

Welche Stelle genau?

Es gibt eigentlich nur zwei Stellen, welche Du als Leseprobe benutzen kannst.

Der Anfang

Natürlich bietet sich der Anfang Deines Romans als Leseprobe durchaus an. In den meisten Online-Shops, die einen “Blick ins Buch” anbieten, findet man zwangsläufig den Anfang des Romans.

Zudem ist es immer ein guter Einstieg in eine Geschichte, damit Lesende sehen können, ob ihnen das Setting, der Schreibstil und alles weitere überhaupt gefällt.

Eine spannende Stelle

Die andere Möglichkeit ist natürlich eine sehr spannende Stelle auszuwählen. Du kannst an der richtigen Stelle dann abbrechen, um die Lesenden zum Kauf zu bewegen. Eine mögliche Alternative wäre, die Auflösung einer Szene mitzugeben und dann zu zeigen, dass das nur der Anfang war.

Ein Beispiel: Deine Charaktere hängen gerade an einer Klippe und müssen sich selbst retten. In Deiner Szene zeigst Du, dass sie das schaffen. Nur, um dann in die nächste Gefahr zu geraten. Und das druckst Du eben nicht ab.

Wo man Leseproben normalerweise findet

Es gibt einige klassische Orte, wo man eine Leseprobe einfügen kann. Sicherlich sind Dir die meisten bekannt. Daher hier nur eine kurze Übersicht.

Am Ende des Buches

Nachdem Dein Roman beendet ist, Du noch eine Danksagung geschrieben hast und eventuell weitere Infos eingefügt hast, kannst Du eine Leseprobe einfügen.

Häufig werden dort das erste Kapitel oder gelegentlich auch die ersten zwei Kapitel abgedruckt. An dieser Stelle habe ich tatsächlich noch nie gesehen, dass etwas anderes, als der Anfang des neuen Romans abgedruckt wird.

Am Anfang des Buches

Nicht lachen, aber auch das ist möglich. Gerade, wenn Du einen ruhigen Anfang hast, den Du aufpeppen möchtest. Dann suche Dir eine spannende Stelle aus und präsentiere diese vor dem Anfang Deines eigentlichen Romans.

Auf der Internetseite

Wenn Du auf Deiner Internetseite Dein Buch bewirbst, passt es dort natürlich am besten, eine Leseprobe einzufügen. Auch hier kannst Du entscheiden, welche Stelle Dir mehr zusagt.

Alternative Ideen für Deine Leseproben

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, wie Du eine Leseprobe anbieten kannst. Hier stelle ich Dir einige Möglichkeiten vor.

Ein E-Book

Du kannst ein E-Book zusammenstellen, in denen Du aus allen Deinen bisherigen Veröffentlichungen Kapitel 1 nimmst und dann veröffentlichst. Das lohnt sich durchaus eher, wenn Du mehrere Veröffentlichungen schon hast. Aber eine Idee wäre es auf alle Fälle.

Zudem kannst Du die Reihenfolge Deiner Bücher (sofern das notwendig ist) vorstellen. Also, in welcher Folge sollte man die Bücher lesen, um bei Deiner Geschichte mitzukommen. Gerade, wenn sich diese über mehrere Reihen oder Bänder zieht, kann das durchaus interessant werden.

Ergänzend oder alternativ kannst Du auch eine Art To-Do Liste aufstellen. Welche Bücher gibt es und welche Bücher hat die lesende Person schon gelesen? Gib ihnen eine Liste zur Hand, welche sie dann ablesen können.

Und Du kannst in dieser Datei auch noch erläutern, welches Buch für welchen Lesegenuss geeignet ist. Das lohnt sich besonders, wenn Du in verschiedenen Genres schreibst.

Ein kleines Büchlein

Noch eher selten, aber durchaus lohnend, gerade für Messen oder Conventions, können Leseproben in Büchleinform sein. Diese kannst Du dann verteilen. Zum einen machst Du damit Werbung für Dein Buch. Besonders interessant kann das sein, wenn Du noch gar kein Buch veröffentlicht hast.

Gerade dann kann es wichtig sein, rechtzeitig Lesende neugierig zu machen. Denn je mehr Bücher beim Release veröffentlicht werden, desto besser ist es für mögliche Rankings.

Zudem kann es manchmal der Seele einfach guttun, wenn Du bei einem Collective mitmachst und noch kein Buch hast. Dann siehst Du, wie alle Anderen ihre Bücher verkaufen und Du eben nicht. Aber immerhin kannst Du was verteilen. Und manchmal ist das für zukünftige Fans interessanter, als vieles andere.

Wichtig ist natürlich, dass Du dann zeitnah Deinen Roman veröffentlichst. Ansonsten verpufft der mögliche Marketingeffekt mit der Leseprobe, weil Deine möglichen zukünftigen Fans Dich einfach vergessen.

Ein Leseprobenbuch

Das kann natürlich ins Geld gehen. Daher wäre zu überlegen, ob Du das überhaupt machst, und wenn ja, mit welchen Titeln. Hierbei handelt es sich um das gleiche Konzept, wie weiter oben beschrieben, dass Du Leseproben aus Deinen Büchern zusammenstellst.

Nur druckst Du das Ergebnis. Daher kann es hier eventuell interessanter sein, nur einige Seiten abzudrucken (zum Beispiel eine spannende Stelle). Zudem auch die Leseliste, welche Bücher Du bereits veröffentlicht hast.

Solche Leseprobensammlungen werden eher selten gekauft, sondern sollen immer verschenkt werden. Das bedeutet natürlich, dass Du gegebenenfalls auf den Kosten sitzen bleibst.

Wenn Du aber keine Bücher anbieten kannst (weil Du vielleicht auf eine Convention bist), kannst Du solch eine Sammlung verteilen. Gerade dann, wenn Du neue Bücher veröffentlicht hast.

Flyer

Mit der richtigen Vorlage kannst Du notfalls auch einen Flyer selbst herstellen. Dort fügst Du dann eine Leseprobe Deines aktuellen oder kommenden Romans ein, das Cover und den dazugehörigen Klappentext, sowie die wichtigen Kaufdaten und kannst diesen dann verteilen.

Da Du einen Flyer gegebenenfalls auch selbst drucken kannst, sparst Du hier einiges. Aber natürlich ist es auch möglich, diesen von einer Druckerei fertigen zu lassen.

Abschlussgedanken

Auch wenn ich persönlich Leseproben hasse, ich würde sie trotzdem anbieten. Nur, weil ich etwas nicht mag, bedeutet das noch lange nicht, dass das auf alle anderen zutrifft. Ich kann mich nicht als Maß meines Marketings nehmen.

Mach Dir einfach mal Gedanken, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit Du Dir eine Leseprobe ansiehst. Und vor allem, damit Du sie Dir durchliest.

Wenn Du Deine Lösung kennst, setz sie dann auch gerne für Dein Werk um. Und vor allem, lerne aus Deinen Erfahrungen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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