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Ein möglicher Aufbau für Dein Praise for the Book

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn Du ein Praise verwenden möchtest, dann halte ich es für eine gute Idee, wenn Du Dir Gedanken machst, wie es aufgebaut sein könnte. Dann weißt Du auch, was Du von möglichen Partner:innen bitten kannst.

Kurze Vorgedanken

Theoretisch ist ein Praise ein Zitat, der sich direkt auf Deine Geschichte bezieht. Nur, dass dieses Zitat ein wenig mehr können darf. Und zwar Leute anlocken, Werbung für Dich machen.

Daher schauen wir uns einen möglichen Aufbau an, wie Dein Praise aussehen könnte.

Ein paar Grundgedanken

Es gibt ein paar Dinge, die im Vorfeld geklärt werden sollten, bevor Dir jemand ein Praise schreiben kann. Überlege Dir, was Dir am Ende wichtig ist und achte darauf, bevor Du Dir ein Praise nimmst.

Der Kern der Sache

Wichtig finde ich, dass der Kern des Buches zusammengefasst wird. Hast Du einen Roman geschrieben, sollte herauskommen, was Deine Geschichte ausmacht. Bei einem Sachbuch hingegen finde ich es wichtig, zu erklären, warum mir das Buch bei einer bestimmten Sache helfen kann.

Dabei finde ich es besser, wenn nicht lange um den heißen Brei geschrieben wird. Warum soll ich das Buch lesen? Sag es mir in klaren Worten. Und komme dabei schnell auf den Punkt der Sache.

Keine Schwämme

Damit meine ich klar, dass der Text nicht schwammig sein sollte. “Das Buch ist toll”, ist eine schöne Aussage. Doch warum genau ist es toll? Liegt es am Schreibstil? Oder an den Charakteren?

Wenn der Spruch dann heißt: “Die Charaktere sind so lebensnah, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mich gleich mit ihnen zum Kaffee zu treffen”, wirkt um einiges besser.

Namen vom Fach

Gerade lese ich ein Sachbuch zum Thema “ADHS”. Auch dieses Buch hat viele Praise for the Books. Es kamen dort nur Personen zu Wort, die selbst mit ADHS in irgendeiner Art und Weise zu tun haben.

Entweder arbeiten sie in einem Zentrum für ADHS, haben eine Praxis oder Bücher veröffentlicht, in dem sie das Thema besprochen haben. Warum kann das wichtig sein?

Natürlich können auch Betroffene ihre Meinung dazu geben. Das wäre sicherlich ebenfalls interessant. Inwiefern hat ihnen das Buch geholfen? Können sie damit ihr Leben besser bewältigen?

Würdest Du aber das Buch bewerten, obwohl Du kein ADHS hast, inwiefern kannst Du sagen, ob das Buch gut oder schlecht ist? Der Hintergrund fehlt Dir einfach. Daher wäre Dein Praise nicht so aussagekräftig.

Das gilt auch für Romane. Wenn Du nur Science-Fiction liest, inwiefern könntest Du dann einen Liebesroman loben? Es würde Dir vermutlich schwerer fallen.

Der Praise

Die oben genannten Dinge wären mir unter anderem wichtig. Wie würde Deine Liste aussehen? Nun schauen wir uns an, wie ein möglicher Praise aussehen könnte.

Nun kommt es darauf an, was Deine Lesenden, die hoffentlich ein tolles Praise für Dich schreiben, in Deinem Buch sehen. In diesem Fall würde ich ihnen keine Vorgaben geben, außer der Bitte, dass sie sehr ehrlich und sehr genau sind.

Es spricht nichts dagegen, dabei auch sehr kreativ zu sein. Anstelle einfacher Sätze könnten Deine Leute eine Art Gedicht schreiben. Eine Ode an Deine Geschichte. Eventuell auch im Tonfall Deines Romans. Bei Sachbüchern würde ich tatsächlich eher nüchterner bleiben.

Wenn Du Leute einladen kannst, die bereits das eine oder andere Buch veröffentlicht haben, dann ist das natürlich ein Pluspunkt. Ihr Name ist bekannter und damit eher ein Magnet, als wenn die Person zwar Ahnung hat, aber noch nicht bekannt ist.

Kurz und bündig

Kennst Du diese Texte, die eigentlich nur aus einem Wort bestehen? So wie “Wundervoll”? Oder auch “Fantastisch”?

Diese Form eines Praise ist kurz und bündig – in meinen Augen auch eher nichtssagend. Für das Cover sind sie durchaus geeignet. Denn sie nehmen kaum Platz weg. Für andere Plätze in Deinem Buch oder auf Deiner Webseite hingegen kannst Du auf längere Texte setzen.

Der eine Satz

Bei einem Satz kann man schon mehr zaubern – und eignet sich immer noch für das Cover (solange es kein Bandwurmsatz ist).

“Das Buch war wundervoll”, ist zwar ein ganzer Satz, sagt aber in meinen Augen nicht wirklich etwas aus. “Die Charaktere waren so lebendig, dass ich am Ende weinen musste”, hat dagegen eine völlig andere Qualität.

In der Kürze liegt durchaus eine gewisse Würze. Und wenn der Satz gut ist, ich würde mir sehr gut überlegen, diesen auf das Cover setzen zu lassen. Damit sollen natürlich die Lesenden gelockt werden.

Der kurze Absatz

Ein kurzer Satz könnte vielleicht noch nicht die ganze Vielfalt wiederspiegeln, die Dein Roman ausmacht. Gerade, wenn es sehr viele Aspekte betrifft. Da kann es notwendig sein, einen kurzen Absatz aufzuschreiben.

“Die Charaktere waren so lebendig, dass ich am Ende weinen musste. Die Autorin hat einen wirklich besonderen Schreibstil, dass ich nicht nur die Welt sehen, sondern sogar fühlen und die Düfte riechen konnte”, wäre eine Möglichkeit.

Ein kurzer Absatz eignet sich weniger für das Cover. Aber für die Rückseite (wo normalerweise Dein Klappentext steht). Dieser kann dort ergänzend stehen und dann die Lesenden locken.

Alternativ kannst Du auch in Deinem Roman einige Seiten freigeben und dort solche Praises einfügen. Das ist eine Version, die ich häufig in englischsprachigen Büchern finde.

Längere Absätze

Das ist eher seltener anzutreffen, gibt es aber. Einige Lesende haben eben mehr mitzuteilen, als andere. Von daher möchten sie all ihre Gedanken in einem längeren Text zusammenfassen.

Zugegeben, ich würde nicht zu viele längere Absätze einfügen. Da sie letztendlich Werbung sind, und das häufig von Personen, die man selbst nicht immer kennt, kann das regelrecht ermüdend sein, die kürzeren Texte zu lesen. Und dann soll man Sätze um Sätze und um noch mehr Sätze lesen?

Ab und an mal einen längeren Absatz zu nehmen ist natürlich völlig in Ordnung. Aber eben nicht zu viele.

Abschlussgedanken

Das sind ein paar Ideen, die Du beherzigen kannst, wenn Du nach einem geeigneten Praise suchst oder danach fragst. Wenn Du danach fragst, solltest Du natürlich so offen für das Ergebnis sein, wie bei einer Rezension.

Ein Vorteil ist aber eindeutig, Du kannst gegebenenfalls ein Praise auch ablehnen.

Bei der Suche nach Deinem Praise wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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