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Sensitive Reading: Wo finde ich sie?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vielleicht hast Du Dich entschieden, ein Sensitive Reading für Deine Geschichte anzunehmen. Doch, wo findest Du die Leute, die das gerne für Dich machen?

Kurze Vorgedanken

Sensitive Reading ist noch ein relatives neues Gebiet im Bereich der Überarbeitung eines Romans. Persönlich habe ich erst letztes Jahr dieses Thema bewusst wahrgenommen. Und viele hören erst jetzt davon.

Daher gibt es noch wenige, die das aktiv anbieten. Aber es gibt sie. Machen wir uns Gedanken, wo wir diese Personen finden.

Sensitive-Reading.de

Im deutschsprachigen Raum kann Deine erste Anlaufstelle die Seite Sensitive-Reading.de sein. Wenn Du Twitter hast, findest Du sie hier.

Neben Tipps, worauf man selbst beim Schreiben achten kann, gibt es auch Personen, die man ansprechen kann (auf der Internetseite). Die Liste ist noch klein und wächst hoffentlich in den kommenden Jahren noch viel stärker an. Aber wenn Du ein Thema hast, such in der Liste auf der Seite nach einer Person und schreib diese an.

Im nächsten Beitrag möchte ich noch auf eine mögliche Zusammenarbeit eingehen. Daher gehe ich hier auf weitere Zusammenhänge nicht ein.

Selbst Leute finden

Aus diversen Gründen wirst Du einige Personen auf solchen Listen niemals finden. Und diese Gründe sind leider teilweise auch sehr berechtigt. Wie kann man dann an diese Leute herantreten?

Warum verstecken sie sich?

Es gibt eine Person, welche Sensitive Reading anbietet (und diese Person werde ich auch für meinen ersten Roman deswegen anfragen), aber niemals sich irgendwo offiziell registrieren wird. Das trifft auch auf viele andere ebenfalls zu.

Jetzt könnte man vielleicht argumentieren, dass sie gar nicht wissen, dass es diese Seite (die ich oben verlinkt habe) gar nicht gibt. Das mag sicherlich für einige stimmen. Andere hingegen möchten gar nicht, dass ihr Hintergrund öffentlich gemacht werden.

Einerseits kann es gesellschaftliche Gründe dafür geben. Manche Menschen benehmen sich wie Pfosten, wenn sie auf einen anderen Menschen treffen, welcher zum Beispiel in einem Rollstuhl sitzt. Oder nicht sehen kann. Entweder sie shamen die Person oder bemitleiden diese und drängen sich extrem auf. Viele möchten das nicht und reagieren (in meinen Augen zurecht) agressiv darauf. Und dürfen sich dann anhören, wie undankbar man sei, man wollte ja nur helfen.

Auf der anderen Seite können einige Diasabilities auch berufliche Einschränkungen haben. Es gibt durchaus Vorgesetzte, die ihren Angestellten einen Strick für etwas drehen, wofür diese Personen nichts können. Leider muss ich das aus eigener Erfahrungen bestätigen.

Da ist es sicherlich verständlich, dass sie/wir uns nicht auf solchen Listen wiederfinden möchten. Zumindest bei mir kommt dann eine gewisse Vorsorge, dass diese Personen mich nicht finden. Und herausfinden, was los ist.

Und wie soll ich sie finden?

Mir fallen zwei Möglichkeiten ein, wie Du diese Personen finden kannst.

Öffentlicher Aufruf

Bei Twitter, auf Facebook oder Instagram kannst Du einen entsprechenden Aufruf starten. Erkläre dabei genau, wen Du suchst. Wie lang ist Dein Projekt und gibt es eine Deadline.

Mache es der Person so leicht wie möglich, von Dir die notwendigen Informationen zu bekommen. Je mehr Du gibst, desto eher kann die Person sich bei Dir melden.

Wichtig finde ich es hier, dass Du die Hürde so gering hältst wie möglich. Was ich damit meine? Zwinge die Person nicht, sich öffentlich zu melden. Biete eine E-Mail-Adresse an oder öffne Deine Direct Messages auch für Personen, welche Dir nicht folgen.

Natürlich gibt es einige, die sich auch öffentlich melden werden. Aber wie oben erwähnt, einige möchten das nicht. Daher solltest Du sie auch nicht zwingen. Ansonsten könnte es passieren, dass Du die richtige Person dadurch gar nicht kennenlernst.

Über andere Personen finden

Hier ist natürlich auch eine Menge Glück gefragt. Vermutlich hast Du im Internet einen gewissen Kreis, in dem Du Dich bewegst. Bei mir ist es natürlich so, dass diese dann Personen kennen, mit denen ich nichts zu tun habe.

Jedoch kann in dieser Bubble sich jemand befinden, mit dem ich vielleicht zusammenarbeiten möchte. Weil eben diese Person sich hervoragend mit meinem Thema auskennt. Und zudem gerne meinen Text lesen möchte.

Vertrau Dich daher Deiner Bubble an (es müssen ja nicht alle sein) und frag sie, ob sie nicht jemand kennen. Sag Deiner Bubble genau, wen Du suchst. Und lass den Kontakt über Deine Bubble herstellen. Manche können da ein wenig zögerlich und zurückhaltend reagieren. Das ist völlig in Ordnung.

Respektiere ihre Wünsche

Aus rechtlichen Gründen und auch aus Respekt werden alle Personen, die mit an dem Buch gearbeitet haben, auch genannt. Also Lektorat, Korrektorat und so weiter. Das sollte dann auch für das Sensitive Reading gelten.

Aber wie oben erwähnt, möchten einige Personen nicht in der Öffentlichkeit zwangsgeoutet werden (also das jemand anderes für sie das Outing übernimmt, was nicht immer mit der sexuellen Identität zu tun hat). Wenn sie also nicht erwähnt werden möchten, tue bitte auch genau das. Du kannst erwähnen, dass Deine Geschichte ein Sensitive Reading hatte. Aber mehr nicht.

Abschlussgedanken

Im Grunde genommen ist es einfach bis schwer, jemanden zu finden, wer Dir helfen kann. Du musst einfach nur offen sein und schauen, dass ihr Beide euch findet. Und dann kann es schon losgehen.

Bei der Suche wünsche ich Dir viel Erfolg und bei der Zusammenarbeit viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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