Für 2020 wird schon fleißig geplant

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit einigen Tagen plane ich schon das kommende Jahr. Und zumindest hab ich das Gefühl, dass ich mehr Ordnung in meinem persönlichen Chaos bringe. Hier eine kleine Übersicht, was ich gerade so plane:

Der Podcast

Im kommenden Jahr werde ich jede Woche ein Buch von Autorinnen aus dem Nornennetz vorstellen. Dafür habe ich mich auf der Internetseite bedient und tatsächlich sind noch viele Werke offen.

Daher kann es sein, dass diese Aktion noch weit bis ins Jahr 2021 hineinreicht. Eventuell werde ich dann auch noch die Romane der Märchenspinnerei miteinfließen lassen. Aber da lasse ich mich selbst überraschen.

In meiner Datei, die ich für das kommende Jahr angelegt habe, ist das ganze Jahr 2020 entsprechend verplant. Also weiß ich, welches Buch ich wann lesen darf. Und vor allem, wie der Stand der Vorbereitungen und derartiges ist.

Dann hoffe ich mal, dass das auch alles so klappt. Immerhin plane ich ja doch endlich mal.

Das Tarot

Im kommenden Jahr werde ich mehr auf die Arbeit mit dem Tarot eingehen. Auf meinen Social Media Kanälen werde ich anfangen die Bedeutungen der Tarotkarten vorzustellen. Dann gibt es auch Legemethoden.

Und auf langer Sicht werde ich auch eine monatliche Arbeit mit dem Tarot vorstellen. Da bin ich bis Ende Juni schon einmal verplant. Wenn alles glatt läuft, kommt in Juli die, ich nenne es mal so, Challenge.

Bezüglich der Challenge hab ich erst ein paar Ideen, aber noch nichts konkretes. Aber das wird schon noch was werden.

Dein Marketing

Klar, das Thema Marketing darf bei mir nicht fehlen. Zum einen, weil ich mich gerne damit auseinandersetze. Und zum anderen, irgendwann möchte ich das, was ich hier theoretisch erwähne, auch selbst praktisch anwenden.

Aktuell hab ich schon Beitragsideen bis Ende Juni. Von daher wird da einiges kommen. Für mich bedeutet das, sehr viel recherchieren.

Dein Schreiben

Natürlich gibt es auch weiter Beiträge zum Thema Schreiben, überarbeiten und Ähnliches. Immerhin ist es ja der Kern dieses Blogs.

Auch da bin ich aktuell bis Ende Juni mit den Themen gut eingedeckt. Das bedeutet, dass ich entsprechend die Beiträge auch schon vorbereiten kann. Wobei, Memo an mich, einen Plan erstellen, um die Beiträge vorzubereiten.

Was noch?

Vermutlich wäre ich nicht ich, wenn ich nicht noch viele andere Pläne hätte. Natürlich mein erstes Buchbaby zur Welt bringen. Und viele andere Dinge. Da werde ich mich aber zurückhalten und sehen, was das kommende Jahr alles bringt.

Daher, hoffe ich, Du folgst mir weiterhin. Es wird sich, hoffentlich, einiges ändern. Fangen wir an.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Licht am Ende des Tunnels?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wie sieht es also aus, mit den ganzen Selbstzweifeln und einem Jahr, in dem nichts funktioniert hat. Zumindest nicht so, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Es muss ja irgendwie weitergehen. Nur wie?

Eine E-Mail in meinem Postfach

In meinem E-Mail-Postfach fand ich eine Mail mit einem interessanten Anfang, den ich hier übersetzt zitiere:

250 Wörter in 15 Minuten.
250 Wörter für eine Seite.
10 Seiten am Tag.
100 Tage zu einer Novelle (oder Roman).
3 Romane im Jahr.

Diese Rechnung hat der Autor Anthony Trollope in seiner Autobiographie ausgerechnet.

Jedoch sollte man wissen, dass Anthony Trollope noch mit der Hand schrieb. Es ist also möglich, wenn Du und ich mit der Tastatur schreiben, einiges mehr zu schaffen. Theoretisch wäre das alles durchaus in einer Stunde machbar (wenn ich mich nicht ablenken lasse).

Realistisches Ziel?

Wie viel kann ich also in einer Stunde schreiben?

Um zehn Seiten am Tag zu schaffen, müsste ich also pro Tag mindestens 2.500 Wörter schreiben. Dass ich das schaffe, hab ich schon früher bewiesen. Und theoretisch kann ich das durchaus innerhalb einer Stunde schaffen.

Wenn ich jeden Tag dann schreibe, dann könnten drei Romane durchaus machbar sein. Und für den Anfang würde ich behaupten, dass es durchaus realistischer ist, als sechs oder gar zwölf.

Was plane ich kommendes Jahr?

Auf alle Fälle disziplinierter zu sein.

Meinen aktuellen Roman möchte ich bis Ende 2019 fertig schreiben. Da hab ich einen Deal mit der Autorin Elenor Avelle (sie will auch bis Ende des Jahres die Überarbeitung ihres aktuellen Romans fertig haben).

Im kommenden Jahr könnte ich mich dann um meine Märchenadaption kümmern. Dann um eine längere Novelle, an die ich dieses Jahr schon länger gearbeitet habe, aber die ich komplett neu schreiben möchte. Und dann hätte ich noch Zeit für eine dritte Idee.

Jetzt muss ich mich nur noch ranhalten und auf keinen Fall prokrastinieren.

Meine Arbeit mit dem Bullet Journal

Nächstes Jahr werde ich versuchen, alles richtig zu planen. Und da werde ich meinen Bullet Journal aktiver in die Planung miteinbinden. Immerhin arbeite ich täglich damit. Dann ist es naheliegend, diesen zu nutzen, um hoffentlich ans Ziel kommen.

Zudem werde ich mir einige Deadlines notieren, bis wann ich tatsächlich fertig sein werde. Ob es klappt? Das werde ich am Ende dann sehen.

Und Du?

Wie sehen Deine Pläne für das kommende Jahr aus? Du kannst jetzt schon anfangen zu planen. Und dann schauen wir Beide, ob wir das alles schaffen.

Ich bin an Deiner Seite.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Autor*innen und die Rechtschreibung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag geht es nicht um das Chaos in meinem Kopf. Sondern um das Chaos, dass ich häufig auf Papier verursache. Andere würden es schlicht Rechtschreibfehler nennen.

Jedoch ist das kein Plädoyer für das Erlernen der korrekten Rechtschreibung.

Ja, die Rechtschreibung ist wichtig!

Immer und immer wieder lese ich, dass Autor*innen bitte die Rechtschreibung beherrschen sollen. Ansonsten sollen sie bitte nicht schreiben. Manchmal wird diese Meinung freundlich rübergebracht, manchmal beleidigend. Im Sinne von, wenn Du keine Rechtschreibung beherrschst, darfst Du eben nicht schreiben.

Wenn ich einen fertigen Roman kaufe, dann möchte ich keine Rechtschreibfehler sehen. Und das sage ich, obwohl ich selbst eine Lese- und Rechtschreibschwäche habe. Aber auch ich erkenne einige Rechtschreibfehler.

Daher kann ich verstehen, dass in der fertigen Geschichte keine Rechtschreibfehler zu finden sein sollen. Aber das ist in meinen Augen etwas anderes.

Geld verdienen

Immerhin möchte ich ja mit meinem Buch Geld verdienen. Und in der freien Wildbahn hab ich schon Bücher gesehen, die für wenig Seiten durchaus viel Geld verlangen.

Wenn ich also Geld verdienen möchte, egal ob viel oder wenig, sollte ich ja auch ein gutes Produkt anbieten. Und am Ende ist meine Geschichte, mein Baby nichts weiter als ein Produkt. Ein Konsumgut (auch wenn jetzt einige Autor*innen die Decke entlangrasen und mir für diesen Absatz den Hals umdrehen möchten).

Diverse Gründe für eine schwache Rechtschreibfähigkeit

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen eine Rechtschreibschwäche haben. Manche hatten nicht die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Oder sie sind zur Schule gegangen und hatten nicht die Möglichkeit, dort zu lernen. Oder sie haben andere Schwierigkeiten.

In meinem Fall besteht der große Verdacht auf ADHS (ich hab mich bisher nicht offiziell testen lassen, aber inoffiziell hab ich von einem Psychiater eine indirekte Diagnose). Das bedeutet, dass eine meiner Schwächen eben eine Lese- und Rechtschreibschwäche sein kann.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Gründe. Aber darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Nur bitte behalte das im Hinterkopf. Nicht alle Menschen sind so wie Du.

Schreibverbot?

Wenn ich mir so manche Meinungen durchlese, hab ich das Gefühl, dass ich, solange ich nicht das Handwerkszeug der Rechtschreibung beherrsche, eben nicht schreiben darf. Immerhin gehört das Eine zum Anderen.

Will ich Texte schreiben, muss ich nicht nur wissen, mit welchen Buchstaben ein Wort geschrieben wird. Sondern eben auch, in welcher Reihenfolge die Worte kommen (sicherlich sagt Dir noch der Lernhinweis Subjekt, Prädikat und Objekt etwas, um ein Beispiel zu nennen).

Es mag sein, dass ich mit der Beherrschung der Rechtschreibung bessere Texte schreibe. Darüber will ich nicht diskutieren. Aber ich kann auch ohne diese überhaupt Texte schreiben.

Das diese teilweise sogar gut sind, wurde mir durchaus bestätigt.

Wie kann ich vorgehen?

Also hab ich nun eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Wobei Letzteres eher Einfluss auf meine Texte hat. Dann ist das eben erst einmal so.

Jetzt kann ich mich verstecken und das Schreiben nur noch als Hobby betreiben. Aber ganz ehrlich, warum sollte ich? Es gibt Alternativen, mit denen ich arbeiten kann.

Es gibt Programme, mit denen ich eine erste Version der Texte bearbeiten kann. Dazu zähle ich “Papyrus: Author”. Und sicherlich gibt es noch weitere Programme, mit denen ich arbeiten kann. Aber fürs Erste reicht es erst einmal aus.

Wenn ich mich dann eines Tages dann traue, endlich meine Geschichte zu veröffentlichen, geht es erst richtig los. Mit anderen Worten, ein Korrektorat ist für mich absolut Pflicht. Da werde ich nicht drumherum kommen. Und das ist definitiv ein Posten, bei dem ich niemals sparen werde.

Das ist etwas, mit dem ich arbeiten muss, weil es eben zu mir gehört. Die Lese- und Rechtschreibschwäche ist ein Teil von mir. Und vermutlich ein Teil, den ich nicht mehr so schnell loswerde. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich mich deswegen verstecken muss.

Ende des Versteckens

Tatsächlich waren meine eher schwachen Fertigkeiten im Bereich der Rechtschreibung für mich jahrelang ein Grund, dass ich mich versteckt habe.

Es fühlt sich noch heute an, als trüge ich eine Zwangsjacke, weil für mich das ein Problem ist. Natürlich mag es Leute geben, denen es am Allerwertesten vorbeigeht, dass sie eine Rechtschreibschwäche haben. Sie gehen trotzdem hinaus und leben ihr Leben. Etwas, was ich völlig in Ordnung finde.

In meinem Fall hab ich meine Entscheidungen getroffen, wie ich vorangehen werde. Auf alle Fälle stehe ich zu meiner eigenen Schwäche. Sie ist nun einmal da. Und ich kann mich ihretwegen entweder schämen. Oder ich mache weiter und suche mir Hilfe, damit ich meine Ziele erreichen kann. Dafür muss ich notfalls eben tiefer in meinen Geldbeutel greifen.

Mein Wunsch …!

Mein Wunsch ist, dass die Rechtschreibfanatiker*innen ein wenig gelassener sind. Nein, ihnen soll nicht das Recht verweigert werden, ein gutes und vor allem Rechtschreibfreies Buch zu erwarten. Das will ich ja auch.

Aber dieses Permanente, Du MUSST die Rechtschreibung (und was noch alles dazu gehört) perfekt beherrschen, ansonsten darfst Du nicht schreiben, ist eher belastend, als fördernd. Menschen sind unterschiedlich. Und aus diesem Grund, finde ich, sollte man sie auch individuell behandeln.

Wenn Du auch zu denen gehörst, die eine Rechtschreibschwäche hast (egal aus welchem Grund), lass Dich nicht vom Schreiben abhalten. Sei Dir nur bewusst, dass Du sie hast. Und arbeite mit anderen zusammen, die sie besser beherrschen als Du.

Dann werden wir Erfolg haben.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Ein Irrgarten in meinem Kopf …

… oder, warum ich jeden Tag von vorne anfangen muss.

Hei, hallo und herzlich willkommen,

jeden Tag neu beginnen, jeden Tag als eine neue Chance sehen. So sieht es bei mir in den letzten Jahren aus. Und das kann durchaus sehr anstrengend sein.

Was bedeutet das?

Wenn ich mir für einen Tag etwas vornehme, dann muss ich schon schauen, wie ich es an diesem Tag hinkriege. Durch meine veränderte Art der To-do-Liste klappt das um einiges besser. Und auch durch die Abnahme meiner Müdigkeit.

Eine Liste für die Tage einer Woche zu machen, fällt mir unheimlich schwer. Zwar versuche ich es. Aber dann prokrastiniere ich und schon ist häufig mein Plan dahin.

Jeden Tag muss ich motivieren weniger zu essen, mehr zu schreiben, weniger zu prokrastinieren, mehr zu lernen. Jeden einzelnen Tag.

Was bedeutet das für mich?

Dass jeder Tag durchaus als anstrengend bezeichnet werden kann. Klar, es gibt Tage, an denen mir alles so leicht von der Hand geht, dass ich selbst überrascht bin. Dann frage ich mich, warum das nicht jeder Tag sein kann. Nur, um zu sehen, dass der nächste Tag wieder die gleichen Überraschungen parat hält, wie an allen anderen.

Dadurch plätschern irgendwie die Tage an mir vorbei, ohne das ich es wirklich mitbekomme. Vor Kurzem hab ich ein Plastikosterei auf meinem Arbeitstisch gesehen. Und ich hab mich gewundert, warum wir nicht immer noch den März haben.

Um die Tage intensiver auszunutzen, muss ich diese eben intensiver ausnutzen.

Das kann gefährlich sein

Dabei geht es mir nicht darum, dass die Tage, Wochen und Jahre an mir vorbeirauschen. Sondern darum, dass ich mich sehr unter Druck setze.

Vor einigen Wochen saß ich auf Arbeit da. Es war nichts Besonderes vorgefallen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, gleich in Tränen auszubrechen. Warum genau, kann ich nicht sagen. Aber ich fühlte mich sowieso sehr erschöpft und ausgelaugt. Das dürfte dann nur die körperliche Reaktion darauf sein.

Wenn man auf Arbeit viel zu tun hat und sich dann noch privat zusätzlich unter Druck setzt, kann es zu so etwas führen. Am Ende kann man eigentlich nur verlieren. Und schlimmstenfalls verliert man sogar.

Wie geht es weiter?

Ganz ehrlich?

Entweder versuche ich, etwas zu ändern. Aber ich weiß nicht wie genau. Oder es bleibt wie bisher. Dann ist ein Burn-out die nächste logische Konsequenz.

Das neue Jahr steht bevor. Also werde ich mir noch weitere Gedanken machen und mit 2020 durchstarten – irgendwie.

Abschlussgedanken

Nun denn, legen wir los? 😀

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Ein Labyrinth in meinem Kopf …

… oder, warum ich nicht ans Ziel komme.

Hei, hallo und herzlich willkommen,

zu einem zweiten Teil der ehrlichen Beiträge.

Wer einen Roman veröffentlichen möchte, muss sich irgendwann mal zeigen. Wir müssen irgendwann den einen Button drücken, der eine Geschichte in die Welt entlässt. Doch viele scheitern an diesem einen Punkt.

Sich im Labyrinth verirren

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich mich in einem Labyrinth befinde. Die ganze Zeit laufe und laufe und laufe ich, aber irgendwie komme ich nicht an.

Es scheint mir, dass ich zwar in meinem persönlichen Labyrinth irgendwie weiterkomme. Doch dann schaue ich auf und bin wieder am Anfang angekommen. Gefühlt bin ich keinen einzigen Meter weitergekommen. Vielleicht hab ich sogar einige Meter verloren. Und das jedes Mal, wenn ich wieder durch diesem Labyrinth gehe.

Das Labyrinth der Selbstzweifel

Vermutlich liegt es daran, dass die Selbstzweifel bei mir extrem groß sind. Dabei kann ich mir auch gut vorstellen, woher diese kommen (es würde aber zu weit führen, dass alles hier jetzt zu beleuchten).

Daher bin ich jedoch nie zufrieden mit dem, was ich bisher geschrieben habe.

In meinem bisherigen Leben hab ich durchaus schon viele Bücher lesen dürfen. Darunter auch Erstlingswerke. Dabei waren Werke, bei denen ich mir dachte, komm, wenn die sich trauen das zu veröffentlichen, kann ich das auch.

Und dann greife ich nach einem anderen Erstlingswerk und denke, nein, Du wirst nie wieder schreiben. Diese Bücher sind einfach so gut, dass ich mich lieber verkriechen möchte. Denn ich vergleiche mich automatisch mit anderen Autor*innen.

Dass das der falsche Weg ist, ist mir bewusst. Aber solch eine Einstellung abzustellen, ist auch nicht immer leicht. Oder anders ausgedrückt, es wird dauern.

Man kann also sagen, immer wenn ich ein Werk lese, was mich nicht beeindruckt, gibt es mir Mut. Lese ich dafür ein Werk, das mich umhaut, haut es mich tatsächlich um. Wobei das nicht positiv gemeint ist.

Wie komme ich durch den Labyrinth?

Selbstzweifel abzulegen ist, wie schon erwähnt, nicht einfach. Aber das Wichtige ist, ich bin nicht alleine damit. Es gibt sehr viele Menschen da draußen, die ebenfalls Selbstzweifel haben. Das ist ein Fakt.

Wichtig ist es aber, dass ich mich nicht dauerhaft einschüchtern lasse. Es muss weitergehen. Ansonsten werde ich es noch nicht einmal versuchen, einen Roman zu veröffentlichen.

Meine Kurzgeschichte

Aktuell arbeite ich an einer längeren Kurzgeschichte. Und tatsächlich finde ich sie bisher sogar relativ gut. In ihrer ersten Fassung.

Diese werde ich diesen Monat noch fertig schreiben. Dann überarbeite ich sie und werde sie dann tatsächlich ins Lektorat geben.

Veröffentlichung

Geplant ist dann zusätzlich auch eine Veröffentlichung. Vermutlich über diesen Blog. Aber mir ist es wichtig, dass ich sie veröffentliche. Damit zeige ich mir selbst, dass ich mich traue, etwas zu veröffentlichen. Und vor allem, mache ich mich damit angreifbar. Immerhin setze ich meine Geschichte der Kritik aus.

Ein Rundum-Sorglos-Paket

Tatsächlich werde ich auch meiner Geschichte ein passendes Cover gönnen. Wenn ich mich dann auf eine Messe hinstelle, könnte ich die Geschichte als Buch drucken lassen. Und eben verteilen.

Marketing

Wichtig ist es aber auch, dass ich dann Marketing betreibe. Sprich, den erwähnten Podcast, dann auf meinen Kanälen teilen und so weiter.

Doch warum das alles?

Jetzt könntest Du Dich vielleicht fragen, warum sollte ich das alles machen wollen? Oder ist das ein Beitrag, der eher Werbung für meine zukünftige Kurzgeschichte ist?

Das ist hier eher mein Plan für den Rest des Jahres. Damit zwinge ich mich, mich eben öffentlich zu zeigen. Wenn ich diesen Schritt gewagt habe, vielleicht klappt es dann mit dem nächsten Schritt. So möchte ich nach und nach in die Öffentlichkeit kommen.

Es geht nicht darum, es anderen zu zeigen. Hier geht es ausschließlich darum, es mir selbst zu beweisen, ich kann das, ich schaff das und ich mach das.

Das kommende Jahr

Wenn das geschafft ist, möchte ich versuchen, dass im kommenden Jahr dann endlich mein erster Roman veröffentlicht wird. Dieses Jahr war eindeutig nicht mein Jahr. Daher werde ich weiter dran bleiben und mich versuchen, aus dem Labyrinth zu befreien.

Auf alle Fälle harre ich der Dinge, die da noch auf mich zukommen werden.

Vielleicht bist Du nächstes Jahr auch dabei. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Bis dahin, alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Chaos in meinem Kopf …

… oder, warum ich nicht das erreicht habe, was ich dieses Jahr erreichen wollte.

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es ist November und die meisten stürzen sich in das NaNoWriMo. In einem Monat wollen also 50.000 Wörter geschrieben werden. Andere hingegen ziehen sich eher zurück, weil die Wortzahlmitteilungen anderer bei Ihnen eher eine Schreibblockade verursacht.

Zwar versuche ich, zumindest jeden Tag zu schreiben. Jedoch möchte ich die Sonntagsbeiträge dazu nutzen, Dich einzuladen, ein wenig Revue geschehen zu lassen. Was hast Du erreicht, was wolltest Du erreichen und wie soll es weitergehen.

Theoretisch könnte ich das auch im Dezember machen. Aber da plane ich lieber für das kommende Jahr.

Was ich erreichen wollte

Wie viele andere habe ich Anfang 2019 einige Ideen gehabt, die ich erreichen wollte. Dazu zählten tatsächlich 6 Romane, der Anfang eines Sachbuches und diverse Kurzgeschichten.

Tatsächlich habe ich sogar meine eigentlichen Ziele sehr weit runtergeschraubt, da ich schon ahnte, dass es eine Herausforderung sein wird. Daher wollte ich es nicht übertreiben.

Ideen habe ich genug, um das alles umzusetzen. Von daher wäre es kein Problem gewesen.

Was habe ich erreicht?

Einen Roman habe ich fertig geschrieben. Das ist mein Baby, das eigentlich auch dieses Jahr erscheinen sollte. Nachdem aber meine Alphaleser*innen zwar den Anfang gut fanden, aber den weiteren Teil weniger, bin ich gerade dabei, es ziemlich ausführlich zu überarbeiten.

Leider sind noch einige neue Ideen dazu gekommen, die zwar zur Hauptidee passen. Aber ich muss bei meiner Kreativität und Prokratinationswillen vorsichtig sein, dass ich nicht alles über den Haufen werfe. Denn das alles hindert mich am Ende ja das Buch zu veröffentlichen. Vielleicht ein unbewusster Akt von mir?

Einen zweiten Roman habe ich geschrieben. Die Idee zu einem Charakter finde ich übrigens auch sehr gut. Nur leider der Roman selbst nicht. Daher werde ich auf alle Fälle diesen komplett neu schreiben. Was Schrott ist, ist halt Schrott. Die Planung werde ich im NaNoWriMo vornehmen.

Zu meinem Sachbuch habe ich immerhin die Planung begonnen. Immerhin etwas. Zudem habe ich dazu auf dem #LitCampHH eine Session gehalten. Es waren immerhin drei Leute dabei gewesen. Zudem finde ich, dass ich mich relativ gut gemacht habe. Aber gut, es geht immer besser.

Und immerhin schreibe ich gerade an einer Kurzgeschichte. Klar, es hätte mehr sein können. Aber auch weniger.

Warum habe ich nicht das erreicht, was ich wirklich erreichen wollte?

In meinem Kopf herrscht Chaos, um es mal klar zu benennen. Da sind so viele Pläne und Ideen, die ich gerne umsetzen möchte, dass ich am Ende nicht weiß, was ich wann wie machen soll.

Zwischenzeitlich wurde indirekt bestätigt, dass ich ADHS bin (noch bin ich am überlegen, ob ich wirklich eine offizielle Diagnose haben möchte oder es so belasse). Daher ist es für mich wichtig, Methoden zu finden, mit denen ich meinen Alltag bewältigen kann. Denn ich nehme keine Medikamente (ohne Diagnose, kein Rezept). Also muss es anders gehen.

Daher führe ich zum Beispiel eine andere Form der To-Do-Listen. Überhaupt führe ich seit dem intensiver meinen Bullet Journal. Ohne diesen wäre ich vermutlich absolut hilflos und verloren. Das ist eben meine Methode, um mit allem klar zu kommen.

Habe ich keine Planung, bin ich persönlich total verloren. Daher muss ich eben diesen einen Weg für mich finden, der eben funktioniert – für mich und für niemanden sonst.

Wie geht es für den Chaos in meinem Kopf weiter?

Tatsächlich werde ich mehr planen, weil ich eben planen muss. Das bedeutet tatsächlich, dass ich mir notieren werde, wann ich schreibe, wann ich blogge und wann ich für einen Kurs lernen werde.

Wobei ich da nicht zu weit im Vorausplanen werde. Woche für Woche wird es erst einmal sein. Da ich bisher damit noch keine Erfahrungen habe, muss ich sehen, ob es so klappt.

In meinem Bullet Journal werde ich daher einen Monatskalender einrichten, nur um zu klären, wann ich was machen werde. Also, wann werde ich Schreiben, wann eben bloggen und so weiter. Gleichzeitig notiere ich dann die Termine, die ich in der Woche habe, damit ich in meiner Planung nicht durcheinander komme. Gegebenenfalls muss ich dann halt etwas umstellen.

Daher eben auch die Planung. Dann kann ich sehen, wann sich was eher lohnen würde.

Und bei Dir so?

Wie sieht es bei Dir so aus? Hast Du erreicht, was Du Dir dieses Jahr vorgenommen hast? Oder, wenn nicht, bist Du zufrieden, was Du erreicht hast?

Auch wenn eher der Dezember durchaus der Monat des Rückblicks ist, finde ich es in Ordnung, wenn wir jetzt anfangen. Schnapp Dir Dein Tagebuch oder ein leeres Dokument und schau Dir das vergangene Jahr an.

Planen können wir dann im Dezember, wenn wir wollen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Die Impressumspflicht

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit ich im Internet aktiv bin, dürfte wohl kein Thema so kontrovers diskutiert worden sein, wie das eigene Impressum. Schauen wir uns das Thema genauer an.

Kurze Vorgedanken

Als ich anfing, im Internet meine Spuren zu hinterlassen, fing es mit der Diskussion an, brauche ich ein Impressum. Und was soll ich sagen, diese Diskussionen gibt es heute noch.

Meistens geht es bei der Diskussion darum, brauche ich ein Impressum? Und ab wann ist es notwendig?

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Was ist ein Impressum?

Kurz geschrieben, ein Impressum ist eine Adresse. Und zwar eine ladungsfähige Adresse, an die zum Beispiel eine gerichtliche Vorladung hingesandt werden kann. Aber auch die Information, wer sich hinter einer Seite befindet.

Die Verpflichtung ein Impressum zu veröffentlichen ergibt sich aus § 5 TMG sowie § 55 RStV.

Der Verstoß gegen die Pflicht

Wenn Du kein oder ein unvollständiges Impressum veröffentlichst, bist Du zumindest theoretisch abmahnungsfähig. Theoretisch deswegen, weil Du erst einmal gefunden werden musst. Und dann kommt es auch darauf an, wie das Gericht die Sache handhabt.

So hab ich gelesen, dass es Gerichte gab, die sehr hart mit Personen umgegangen sind, die kein Impressum hatten. Andere hingegen waren milder gestimmt. Meine Empfehlung ist ganz klar, rechne immer damit, dass Du es mit strengen Richter*innen zu tun hast.

Das bedeutet eine Klage, ein Urteil und eine Strafe. Und ob sich das lohnt, musst Du mit Deinen Anwält*innen besprechen.

Wer braucht überhaupt ein Impressum?

Das ist eine Frage, über die schon seit Jahren gestritten wird. In meiner Internetanfangszeit hieß es immer, rein private Seiten brauchen kein Impressum. Doch was ist das genau?

Wenn Deine Seite nicht öffentlich zugänglich ist, weil diese zum Beispiel mit einem Passwort geschützt ist, benötigst Du kein Impressum. Doch sobald diese öffentlich zugänglich ist, kann das schon wieder heikel werden.

Auf alle Fälle benötigst Du eines, wenn Du mit Deiner Seite in irgendeiner Art und Weise Geld verdienen möchtest. Da musst Du sogar noch mehr Daten angeben, als wenn Du einfach nur Beiträge online stellst (wie zum Beispiel eine Rufnummer).

Doch heißt es auch schon seit Jahren, sobald Du redaktionelle Texte veröffentlichst, brauchst Du ebenfalls ein Impressum. Was darunter fällt, darüber scheiden sich die Geister und die Gerichte.

Daher empfehlen viele als Vorsichtsmaßnahme, dass Du prinzipiell ein Impressum auf Deiner Seite hast. Sobald Du Dir unsicher ob Du eines brauchst oder nicht, veröffentliche eines.

Aus welchen Teilen besteht ein Impressum?

Es kommt natürlich immer darauf an, was für eine Seite Du betreibst. Ist eine private Seite (ich gehe davon aus, dass Du ein Impressum prinzipiell veröffentlichst), dann soll es wohl ausreichen, wenn Du Dein Name, deine Adresse und eine E-Mailadresse veröffentlichst.

Sobald Du Geld verdienen möchtest, musst Du weitere Daten veröffentlichen. Dazu gehört Deine Rechtsform, Deine Steuernummer oder auch eine Telefonnummer. Da solltest Du Dich tatsächlich bei Anwält*innen erkundigen oder Deiner Kammer (es gibt Kammern, da bist Du automatisch Zwangsmitglied, von daher nutze deren Beratungsmöglichkeiten).

Verlass Dich nicht allein auf Impressumsgeneratoren. Sicher bist Du dann, wenn Du Dich beraten hast.

Wo gehört das Impressum hin

Natürlich auf Deiner Internetseite. Und zwar dauerhaft und präsent. Das bedeutet, dass Du Dein Impressum nicht nach Lust und Laune entfernen darfst. Oder in einem Pop-Up einbinden kannst. Wenn ich Deine Seite besuche, muss ich jederzeit auf dieses zugreifen können, sollte ich das Bedürfnis danach haben.

Es soll die sogenannte Zwei-Klick-Regel geben. Das bedeutet, dass man maximal auf zwei Links klicken soll, um ans Impressum ranzukommen. Benötigt man einen dritten Klick, soll es schon schwierig werden.

Ob das stimmt oder Urban Myth ist, keine Ahnung. Aber das soll auch mit den Sozialen Kanälen zu tun haben. Also, dass man das Impressum auch dort schnell aufrufen kann.

Neben einer entsprechenden Beratung kann ich Dir nur ans Herz legen, sorg dafür, dass Deine Besuchenden tatsächlich sehr schnell und offensichtlich Dein Impressum aufrufen können. Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Braucht mein Buch auch ein Impressum?

Um es kurz zu machen: JA!

Ein Buch ist eine Veröffentlichung. Und letztendlich auch ein Mittel, um Geld zu verdienen. Darüber sind wir uns sicherlich einig. Aus diesem Grund benötigst Du ein Impressum.

Wenn Du einen Verlag hast, musst Du Dir darüber keine Gedanken machen. Als Impressum wird der Verlag seine Büroadresse angeben. Damit bist Du fein raus.

Auch wenn Du einen Distributor hast, kannst Du häufig deren Adresse übernehmen (notfalls fragen). Doch sobald Du keine fremde Adresse als Impressum nehmen darfst, musst Du eine eigene angeben.

Das bedeutet, auch wenn Du einen Hardcore Horrorroman schreibst oder den berühmt-berüchtigten Erotik-BDSM-Roman, ja, es muss ein Impressum rein. Da kommst Du nicht herum. Gegebenenfalls musst Du geladen werden können.

Abschlussgedanken

Du fährst definitiv sicher, wenn Du ein Impressum hast. Das ist ein Fakt. Daher gewöhne Dich schon mal an den Gedanken, eines zu verwenden, wenn Du noch keine Internetpräsenz hast oder bereits etwas veröffentlicht wurde.

In den kommenden Wochen schauen wir uns noch folgende Punkte dazu an:

Bis dahin wünsche ich Dir eine schöne Zeit.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Rund um den Shitstorm

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer sich gerade auf Twitter umtreibt, könnte das Gefühl haben, dass ein sogenannter Shitstorm den anderen folgt. Das wechselt sich manchmal so schnell ab, dass man da gar nicht mehr hinterherkommt. Aber besser wäre es, wenn man selbst erst gar nicht in einen solchen Sturm hineingerät.

Kurze Vorgedanken

Eine unbedachte Äußerung, eine schief gelaufene Provokation, ein falscher Retweet. Das kann schon ausreichen, um einen Shitstorm gegen sich zu entfachen. Erst recht, wenn man bewusst entsprechende Aussagen von sich gibt.

Schon vor zwei oder drei Jahren wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Beitrag zu diesem Thema schreiben kann. Ehrlich gesagt, hatte ich mich bisher davor gedrückt. Denn die Mechaniken eines Shitstorms können manchmal erschreckend sein.

Da ich aber in den letzten Tagen und Wochen zwei oder drei Shitstorms beobachtet habe, denke ich, dass es Zeit wird. Also, schauen wir den Sturm ins Auge und überlegen, wie man da heil herauskommen kann. Denn leider ist es so, wir alle können in einem solchen Sturm landen. Selbst, wenn das noch nicht einmal beabsichtigt war.

Ein paar Definitionen

Wie so gut wie alles im Leben, hat auch der Shitstorm einige Wörter hervorgebracht, die sich nicht von selbst erklären. Es sei aber angemerkt, dass diese Liste nicht vollständig ist. Ich nehme Wörter, die mir selbst aufgefallen sind und eben einer Definition bedürfen.

Der Shitstorm

Bei einem Shitstorm (im englischen heißt der übrigens Firestorm) geht es darum, dass Institutionen, Personengruppen oder eine Person im Bereich Social Media mit negativen Kommentaren überhäuft wird. Diese negativen Kommentare sind wirklich herunterziehend oder auch beleidigend.

Wie ein Shitstorm auftritt, ist unterschiedlich. Manchmal kritisiert eine Person jemand oder etwas und niemand nimmt Notiz davon. Und aus irgendwelchen Gründen platzt Wochen später eine Blase und das halbe Internet stürzt sich auf die besagte Person. In anderen Fällen tritt der Shitstorm gleich mit voller Wucht auf und lässt dir keine Luft zum Atmen.

Criticalstorm

Der Criticalstorm ist keine offizielle Bezeichnung, sondern stammt von mir (zumindest hab ich davon bisher noch nie gelesen). Wenn man Glück hat, dann kommt vor dem Shitstorm der Criticalstorm.

Das bedeutet, dass die Menschen zu der Person kommen und erklären, warum sie den Beitrag nicht toll finden (unter Beitrag verstehe ich jetzt alles, was man veröffentlichen kann, von einem Tweet bis zu einem Roman oder Sachbuch).

Häufig kannst Du in dieser Phase noch einen richtigen Shitstorm abwenden, wenn Du richtig reagierst. Mir ist es leider passiert, dass ich einen Tweet mal geteilt habe, über deren Inhalt ich mich nicht wirklich informiert hatte. Da ich der teilenden Person vertraut habe, teilte ich den einfach. Da bekam ich die Kritik, ob ich das wirklich so sehe. Daher hab ich mich informiert und war tatsächlich anderer Meinung, als der Tweet es suggerierte.

In einem verfolgten Fall haben viele Menschen auch zuerst Aufklärung betrieben. Niemand stellte sich hin und beschimpfte die Person, sondern erklärten geduldig, warum die persönliche Einstellung nicht ganz korrekt sei. Daher kann man es als Mythos abtun, dass ohne Vorwarnung ein Shitstorm ausbricht.

In dieser Phase kommt es darauf an, wie Du darauf reagierst. Und je nach Entscheidung wird sich der Sturm entweder legen oder bricht dann erst so richtig aus.

Outcallen

Das sogenannte Outcallen bedeutet, dass man die besagte Person direkt beim Namen nennt. Nehmen wir an, Du hättest einen Tweet veröffentlicht, der nicht ganz sauber ist. Ich könnte nun indirekt von Dir sprechen oder direkt Deinen Namen erwähnen. Letzteres ist eben outcallen. Als alternative Bezeichnung kenne ich noch Prangern.

Viele sehen in dem Outcallen das Problem, dass eine Person bloß gestellt wird. Sie hat einen Fehler gemacht und alle Welt weiß es, weil der Name direkt genannt wurde (oder der Account verlinkt wurde). Damit würde man ihr die Möglichkeit nehmen, neu anzufangen.

Der Umgang mit einem Shitstorm

Wie oben schon geschrieben, kann man schon fast versehentlich einen Shitstorm auslösen. Bei einigen Stürmen, die ich beobachtet habe, bin ich der Meinung, dass nicht alle dies beabsichtigt haben.

Bei ein oder zwei bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass sie nur provozieren wollten. So als Marketinggag. Nur, dass es ordentlich nach hinten losging.

Im folgenden werde ich so tun, als würdest Du einen Shitstorm auslösen. Damit wird die Erklärung ein wenig persönlicher und vor allem konkreter.

Erkenne die Signale

Meistens kündigen sich die Stürme an. Beiträge werden häufiger kritisch kommentiert. Nehmen wir an, Du hast einen Tweet veröffentlicht, der ein wenig kontrovers ist. Dann kann es passieren, dass zuerst der Criticalstorm ausbricht.

Die Leute werden Dich darauf hinweisen, was mit Deinem Tweet nicht stimmt. Wenn Du Glück hast, dann erklären sie Dir auch warum. Auf alle Fälle solltest Du hier mitbekommen, dass sich da was zusammenbraut.

Reagiere zeitnah

Natürlich hocken wir nicht alle 24 Stunden am PC oder dem Handy, um auf alles und jeden zu reagieren. Das ist bei Privatpersonen unmöglich. Und Autorinnen wie Autoren zähle ich dazu.

Doch wahrscheinlich bist Du mindestens einmal täglich Online, um wichtige Nachrichten abzurufen. Und sei es “nur” Deine E-Mails. Da wirst Du vermutlich auch kurz mal bei Twitter oder Facebook reinschauen, um zu sehen, was dort los ist.

Spätestens dann siehst Du, dass da was los ist. Deine Mentions werden sich stark erhöht haben und die Beiträge sprechen ihre eigene Sprache. Daher ist es nun wichtig, dass Du reagierst.

Falls Du so ein emotionaler Mensch bist wie ich, empfehle ich Dir, nicht sofort zu reagieren. Manchmal benötige ich einen gewissen Abstand, um mein Gehirn zu beruhigen. Erst dann bin ich in der Lage, eine halbwegs vernünftige Antwort zu bieten. Aber dieser Abstand sollte in solchen Fällen höchsten Stunden betragen, niemals Tage oder gar noch länger.

Geh zum Sturm direkt hin

Expert*innen empfehlen immer wieder, dass man dort antworten soll, wo der Sturm ausgebrochen ist. Mit anderen Worten, ist der auf Twitter ausgebrochen, antworte auf Twitter. Hat jemand auf Facebook einen Beitrag auf der eigenen Pinnwand geschrieben, antworte in den Kommentaren. Und so weiter.

Natürlich kannst Du Deiner Internetseite oder Deinem Blog eine Antwort schreiben und diesen dann verlinken. Häufig kommt aber so etwas einfach nicht gut an. Denn viele bekommen das Gefühl, dass Du Dich gar nicht mit den kritischen Stimmen auseinandersetzen willst. Daher ziehst Du Dich auf Dein Gebiet zurück (und Dein Blog ist Dein Gebiet).

In Deinem Blog kontrollierst Du die Kommentare (in dem Du sie freischaltest oder löschst). Auf einer fremden Pinnwand hingegen lieferst Du Dich den kritischen Stimmen aus.

Daher geh dorthin, wo die Stimmen sind. Es spricht aber nichts dagegen, auf Deinem Gebiet noch ein Statement zu schreiben, wenn Du das Bedürfnis hast.

Eine Entschuldigung ist immer gut

Schau Dir genau an, was kritisiert wird. Bei manchen Shitstorms frage ich mich durchaus, wo genau das Problem ist. Da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht (z. B. wenn sich ein Promi nicht meldet, sondern sich eine Auszeit gönnt). Andere hingegen haben ihre Berechtigung.

Wie sieht es in Deinem Fall aus? Wolltest Du etwas ausdrücken und es kam nicht so gut an wie erhofft? Oder meintest Du etwas anderes und dies wurde nur falsch verstanden?

Egal was es war, jemand beschwert sich darüber. Daher ist erst einmal durchatmen angesagt und ja, auch eine Entschuldigung. An dieser Stelle ist es egal, was Du tatsächlich wolltest. Diese Botschaft wurde nicht aufgenommen.

Das bedeutet nicht, dass Du zwangsläufig im Unrecht bist. Jedoch hat jeder Mensch ein Anrecht auf die eigenen Gefühle. Und mit Deinem Beitrag hast Du diese verletzt. Dabei ist es egal, ob dies mit Absicht geschah oder nicht.

Bei der Entschuldigung solltest Du ehrlich sein. Sag, dass es Dir leidtut. Keine Ausreden, keine Drohungen, keine Bedingungen. Eine pure Entschuldigung.

Häufig haben solche Entschuldigungen einen positiven Effekt. Wenn es ehrlich gemeint ist, kommen nicht nur die Kritiker*innen zurück. Sondern auch neue Leute könnten sich durchaus für Dich und Dein Produkt interessieren.

Du bist nicht allein

Wenn man in einen solchen Sturm gerät oder angegriffen wird, hat man das Gefühl, völlig allein zu sein. Zumindest erging es mir mal so. Auf eine Frage wurde ich ziemlich heftig angegriffen. Am Ende stand ich da und hätte fast geheult. Eine ziemlich unangenehme Erfahrung.

Als ich aber dann Unterstützung bekam, baute es mich ziemlich auf. Gerade, weil einige meine persönliche Einschätzung teilten.

Es geht hier übrigens nicht darum, dass Du Leute vorausschicken sollst, damit sie Deinen Kampf kämpfen sollen. Es geht eher darum, dass Du Dich mit ihnen absprichst. Und zwar auch, ob die ganze Kritik berechtigt ist. Denn häufig haben wir keinen Blick dafür, was wir geschrieben haben. In solchen Fällen kann es wichtig sein, wenn eine neutrale Person die Angelegenheit genau unter die Lupe nimmt.

Gelegentlich hat diese Person oder diese Personengruppe auch Ratschläge für Dich, wie Du mit der Sache umgehen kannst. Gerade dann, wenn Du vielleicht eine marginalisierte Gruppe verletzt hast. Seien wir ehrlich, wir können nicht alle Feinheiten kennen. Aber was wir können, ist, entsprechende Personen fragen.

Sei offen, sei ehrlich und hör zu. Was immer diese Personen, die Du um Hilfe bittest, Dir sagen, meistens hat es Hand und Fuß.

Keine Drohungen

Ja, es stimmt. Viele User*innen da draußen rutschen in Sphären hinab, die nicht mehr schön sind. Da wird gepöbelt und beleidigt, was das Zeug hält. Und ja, das kann auch wehtun.

Egal wie sehr es Dir auf die Nerven geht, droh bitte auf keinen Fall mit irgendetwas. Vor allem nicht mit juristischer Unterstützung. Denn erst einmal solltest Du versuchen das auf Augenhöhe zu klären. Ein Anwalt oder eine Anwältin verhindert eine Diskussion auf Augenhöhe.

Versuch daher erst einmal alles alleine zu klären. Gerne mit Unterstützung von Freundschaften. Oder auch mit juristischer Beratung. Aber Du solltest dann in den Fokus treten. Das kommt meistens besser an.

Das soll aber nicht bedeuten, dass Du Deine Anwältin bzw. Deinen Anwalt einschaltest. Sollte es jemand da draußen ZU wild treiben. Dir gar drohen oder was auch immer, dann schalte die Polizei ein. Und dann auch Deinen juristischen Beistand.

Wenn es Dir zu viel wird oder gar unheimlich, oder was auch immer, darfst und sollst Du Dir entsprechende Hilfe suchen. Es geht hier in erster Linie darum, dass Du niemanden mit Klagen mundtot machst. Das bringt auf Dauer nichts.

Keine Zensur, keine Sperrungen

Häufig werden kritische Stimmen sofort mundtot gemacht. Oder entsprechende Beiträge aus dem Netz entfernt. Das Problem ist in der heutigen Zeit, dass das nichts mehr bringt.

Zwischenzeitlich werden sicherheitshalber die Videos heruntergeladen und Screenshots von Beiträgen gemacht. Viele ahnen schon, dass solche Beiträge schnell verschwinden, wenn die ersten kritischen Stimmen auftauchen. Und dann werden diese Sachen hochgeladen und verbreitet sich noch mehr, als man es eigentlich beabsichtigt hat.

Hier spricht man von dem sogenannten Streisand-Effekt. Je mehr Du etwas unterdrücken möchtest, desto eher gelangt es an die Öffentlichkeit. Und vor allem, desto heftiger noch.

Daher ist es besser, sich dem Sturm zu stellen. Zensieren oder löschen hilft hier überhaupt nicht.

Jeder Sturm geht mal zu Ende

Wenn Du selbst einige Shitstorms beobachtest, dann wirst Du feststellen, dass die häufig genauso schnell gehen, wie sie gekommen sind. Meistens so nach ein bis zwei Wochen. Man kann also sagen, es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels.

Mit anderen Worten, hier ist ein gewisses Durchhaltevermögen notwendig. Je eher Du die Kommunikation startest, desto eher ebbt der Sturm ab. Daher finde ich es wichtig, dass Du nicht abwartest und Tee trinkst. Das kann einfach zu viel kaputt machen, was Du Dir vorher aufgebaut hast.

Sollte der Sturm länger dauern, empfehle ich Dir, genauer hinzuschauen. Denn irgendetwas dürfte dann nicht stimmen. Ein Beispiel: Du hast Dich für einen aktuellen Beitrag entschuldigt und diesen danach gelöscht (danach ist es übrigens in Ordnung Posts zu löschen). Aber Du postest weiter Sachen, die eher zweifelhaft sind? Dann wäre es kein Wunder, wenn die Kritik dementsprechend anhält.

Wenn es dem so ist, kann ich Dir nur nahelegen, Deine Art der Kommunikation noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Gegebenenfalls könntest Du hier noch nachbessern.

Ansonsten gibt es eine andere Methode, um herauszufinden, warum der Shitstorm weiter anhält. Schau genau hin, was sie kritisieren. Und wenn Du Dir nicht sicher bist, frag nach. Viele sind auch jetzt noch bereit, Dir zu antworten.

Lös selbst keine Shitstorms aus – auch nicht zur Ablenkung

Vielleicht kennst Du es noch aus der Schulzeit, es war nie cool, wenn man andere versuchte hereinzulegen. Sei es sie zu verpetzen oder hereinzulegen. Spätestens wenn es herauskam, dass Du dahinter steckst, war es sehr wahrscheinlich, dass Du geschnitten wurdest.

Das gilt im Internet noch heute so. Mit anderen Worten, selbst einen Shitstorm auszulösen, weil man irgendwelche Hintergedanken dabei hat, kann in die Hose gehen. Nehmen wir an, Du als Autor*in möchtest die unliebsame Konkurrenz loswerden, weil Du von Gemeinschaft nicht hältst. Was wäre da besser, als einen Shitstorm loszutreten?

Vielleicht funktioniert es am Anfang. Sollte aber herauskommen, dass Du das eingefädelt hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du den Sturm abbekommst. Und schlimmstenfalls wird der heftiger, als der, den Du ausgelöst hast.

Das gilt auch, wenn Du einen Shitstorm auslösen möchtest, um von Dir abzulenken. Also, wenn Du mitten in einem steckst. Das könnte auch wieder auf Dich zurückfallen.

Wenn es ein Thema gibt, der kritisiert gehört, kritisiere. Das ist völlig in Ordnung. Aber missbrauche kein Shitstorm, egal aus welchen Gründen. Denn ich befürchte, dass der Rückschlag in solchen Fällen um einiges heftiger ausfällt, als gedacht.

Lerne daraus

Egal warum der Shitstorm über Dich eingebrochen ist, es ist immer eine gute Idee daraus zu lernen. Idealerweise gehst Du gestärkt und motiviert daraus. Vielleicht hast Du auch neue Kommunikationswege und -möglichkeiten gelernt.

Wenn Du Dich für eine offene und ehrliche Kommunikation entschieden hast, kann es sogar passieren, dass Du noch treuere Fans dazu bekommst.

Die Kommunikation

Im Internet läuft nun einmal alles über das schriftliche Wort. Dabei können wir keine Mimik oder Gestik sehen, um zu interpretieren, was Du mit Deiner Aussage meinst.

Daher sehe ich es als wichtig an, gerade in solchen Fällen die richtige Wortwahl zu treffen. Daher ein paar Tipps, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind. Und die ich unter keinen Umständen empfehlen kann.

Beleidigungen

Wenn in einem erklärenden oder gar entschuldigenden Text Beleidigungen jeglicher Art auftauchen, kann ich den Text nicht mehr ernst nehmen. Nur, weil ich Dich kritisiere, heißt das nicht, dass ich dumm, zurückgeblieben, humorlos oder untervögelt bin.

Wenn ich Dich kritisiere, dann wird das alles Wahrscheinlichkeit schon seinen Grund haben. Meine Empfehlung ist daher, such erst einmal den Fehler bei Dir (auch gerne mit Unterstützung). Wenn da alles sauber ist, dann kannst Du auf mich zukommen und fragen, was ich da nicht verstanden habe.

Hast Du mich aber vorher schon beleidigt, würde ich kein Wort mehr mit Dir wechseln. Dann ist der Zug abgefahren.

Ausreden suchen

“Du hast ja recht, aber …”

Häufig fangen Entschuldigungen so an. Natürlich haben die Kritikger*innen recht, erst einmal. Doch dann wird lang und breit erklärt, dass sie am Ende ja eigentlich Unrecht haben. Denn sie haben Dich ja missverstanden.

Vielleicht ist es aber auch so, dass Du Dich selbst missverstanden hast. Weil Du dachtest, dass Du etwas weißt und am Ende da einem Denkfehler unterlagst. Es ist nicht immer so, dass die anderen falsch liegen.

Werbung

Wegen einer Aussage oder einem Marketingbeitrag hast Du einen Shitstorm ausgelöst. Und klar, jetzt hast Du die Aufmerksamkeit sehr vieler Leute. Trotzdem ist es nie gut, wenn Du jetzt noch Werbung für Dich und/oder Dein Produkt machst.

In einem solchen Fall kann es sein, dass viele eine solche Entschuldigung nicht ernst nehmen. Da könnte man sich schon fragen, hast Du den Shitstorm vielleicht nur deswegen ausgelöst, um Werbung zu machen?

Vielleicht klappt das ja sogar. Doch ich hab häufig gesehen, dass dann erst recht zum Boykott aufgerufen wurde.

Provokation

Häufig wird in den Texten nach dem auslösenden Beitrag noch provoziert. Und das manchmal auf eine Art und Weise, wo ich mich frage, geht es noch?

Daher kann ich wirklich nur sagen, mach es nicht. Provoziere nicht die Leute. Bestenfalls ignorieren sie Dich. Schlimmstenfalls löst Du etwas aus, was Du am Ende nicht mehr unter Kontrolle hast.

Abschlussgedanken

Manchmal reicht ein gedankenloser Beitrag aus und schon bist Du mitten in dem Sturm drinnen. Dabei ist es vielleicht noch nicht einmal wirklich von Dir gewollt gewesen.

Daher kann man nicht sagen, lös keinen Shitstorm aus, dann musst Du Dich nicht damit beschäftigen. So einfach ist das nicht. Denn jeder Mensch empfindet eine Sache anders. Und daher kann man sagen, dass jede Äußerung von Dir, theoretisch ein Shitstorm auslösen könnte.

Es ist immer gut, wenn Du Dir einen guten und starken Ruf aufbaust. Dann hast Du in einem entsprechenden Fall auch Unterstützung, falls Du mal daneben greifst. Denn es dürfte sehr wahrscheinlich sein, solange Du nicht unnötig provozierst, dass Deine Base zu Dir steht.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Verlagsautor*innen versus SPautor*innen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

sie sitzen da, Stunde um Stunde, ringen mit den Sätzen, Formulierungen, einzelnen Wörtern. Schauen auf den Kalender, schauen auf die Uhr, denn sie kommt näher, immer näher und näher, die gefürchtete Deadline die tödliche Stunde. Die Nächte, nein, sie sind nicht zum schlafen da, es wird geschrieben, was der Geist und die Finger hergeben. Und doch reicht es nicht. Es reicht ihrem Ego nicht, es reicht ihren hohen Anforderungen nicht, es reicht einfach nicht. Doch irgendwann, irgendwann ist es so weit, irgendwann haben sie es geschafft, irgendwann ist ihre Geschichte fertig. Bereit in die Welt entlassen zu werden, bereit Menschen Freude zu bereiten, bereit veröffentlicht zu werden.

Obwohl sich sicherlich eine Menge Schriftsteller*innen in diesem kleinen Text irgendwie wiederfinden, sind sie doch nicht alle gleich.

Kurze Vorgedanken

Wer sich als (angehende) Autor*in im Netz tummelt, wird früher oder später auf Aussagen stoßen, die bei mir immer wieder kopfschütteln auslösen. Da stößt eine Berufsgruppe aufeinander, die nichts Besseres zu tun hat, als sich das Leben schwer zu machen.

Auf der einen Seite finden wir die Verlagsautor*innen und auf der anderen Seite die SPautor*innen. Obwohl beide letztendlich die gleiche Arbeit leisten, behandeln sie sich nicht gleich. Dass die Gesellschaft beide Wege unterschiedlich behandeln, nun gut, das ist irgendwo verständlich. Aber dass eine Autorin die andere verbal runter zu putzen versucht, das ist dann doch einzigartig. Zumindest empfinde ich es so.

Daher möchte ich auf den Unterschied eingehen, den Beide wirklich trennen und dann, warum sich beide Gruppen nicht leiden können. Zu guter Letzt möchte ich noch darüber schreiben, warum das sinnlose Zeitverschwendung ist, dieses Bashing zu betreiben.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf meinem alten Blog, dem “schreibkasten” am 30. September 2016. Sollte sich etwas geändert haben, passe ich den Beitrag entsprechend an. Ansonsten ist es der Originalbeitrag. Zudem ist er eine Ergänzung zum Beitrag “Veröffentlichungswege und Autor*innenstatus“.

Was sie trennt

Eigentlich nur der Vertriebsweg. Beide Gruppen schreiben eine Geschichte und sind (hoffentlich) mit Herzblut dabei. Sie lieben das Schreiben, haben sich aber aus individuellen Gründen dafür entschieden, entweder bei einem Verlag oder bei einem Distributor (für Selfpublishing) zu veröffentlichen.

Der Verlag übernimmt sehr viele Arbeiten für die Autor*innen, wenn sie das nötige Geld bereitstellen (können). Natürlich, Lektorat, Korrektorat, Cover und Veröffentlichung gehört bei einem Verlag dazu. Inwiefern die Werbung da eine Rolle spielt, kommt immer auf das Budget an, dass sich ein Verlag einzeln leisten kann.

Wer Selfpublishing betreibt, muss das alles selbst machen und in Vorleistung gehen. Das bedeutet, zuerst muss das Lektorat bezahlt werden, dass Korrektorat, die Coverdesigner*in und so weiter. Und das alles geschieht mit dem Risiko, dass die Kosten nicht durch den Verkauf reingefahren werden.

Natürlich kann das bei einem Verlag passieren. Nur das die ein ganz anderes finanzielles Polster haben. Immerhin veröffentlichen sie nicht nur ein Buch, sondern ein paar Dutzend in einem Jahr (wenn nicht sogar noch mehr). Und auch wenn nicht alle Bestseller werden, so tragen sie meistens die Kosten ein oder decken sich gegenseitig. Natürlich ist es für einen Verlag auch nicht schön, wenn sie Ausgaben haben, die sie nicht einfahren können. Aber wenn es mal passiert, ist es natürlich schlimm. Jedoch kann ein Verlag das anders abfedern, als eine Privatperson. Wenn eine Privatperson 4.000 Euro ausgibt (wie Marah Woolf zum Beispiel hat diese Summe mal angegeben) und die nicht reinkommen, sieht das Ganze anders aus.

Man kann also sagen, es trennt sie die Ansicht, was das Beste für sie und für ihre Geschichte ist. Und das ist in diesem Fall der Vertriebsweg. Denn bei Verlagen hat man ganz andere Möglichkeiten, als, wenn man sich selbst um die Veröffentlichung kümmert.

Bei einem Verlag wird alles übernommen. Unter anderem auch die Auszahlung des Geldes. Wer Selfpublishing betreibt, muss selbst ein Auge darauf werfen, was reinkommt und was für Ausgaben man hat, um das gegeneinander abzuwägen. Wer über einem Verlag veröffentlicht, kann sich in der Tat auf das Schreiben konzentrieren. Die andere Gruppe hingegen muss noch viel hinter der Bühne machen. Da kann man sich leider nicht den ganzen Tag hinsetzen und schreiben. Man muss halt für sich auch werben. Und das massiver, als wenn man sagt, ich habe beim Verlag XYZ veröffentlicht.

Was sie eint

Ganz klar, das Schreiben, die Liebe zum Schreiben und den Wunsch, dass die Geschichte veröffentlicht und gelesen wird. Natürlich, man will dafür auch noch Geld verdienen, idealerweise können die Schriftsteller*innen von ihrer Liebe und ihrer Arbeit sogar leben.

Beide einen, dass sie schreiben wollen und es auch tun. Und beide möchten für ihre Arbeit respektiert werden. Und letztendlich, beide veröffentlichen. Das macht also kein großer Unterschied. Nur eben der Weg. Die einen gehen den Weg des Verlages, die anderen gründen einen Verlag.

Und doch schreiben beide. Ich finde, das ist das Wichtigste.

Der Grund des “Streites”

Ob man das jetzt wirklich einen Streit nennen kann oder will, ich bin mir nicht so ganz sicher. Doch immer wieder fällt es mir auf, dass SPautor*innen häufig wie Schriftsteller*innen zweiter Klasse behandelt werden.

Sie dürfen nicht an einigen Wettbewerben teilnehmen oder bei Vereinigungen mitmachen. Immerhin haben sie kein Verlagsvertrag. Dabei wird gebetsmühlenartig wiederholt, dass SPautor*innen keine Qualität haben. Und aus diesem Grund dürfen sie nicht mitspielen. Ihre Bücher sind automatisch schlecht. Sonst hätten sie einen Verlag.

Wie ich zwischenzeitlich lesen durfte, sollte man mit solchen Aussagen aber erst einmal vorsichtig sein, da das zu Schadensersatzforderungen eventuell führen könnte (ob das stimmt, ich bin keine Anwältin und kann das nicht verifizieren, daher bei Bedarf eine Anwältin oder einen Anwalt kontaktieren).

Aber immer wieder lese ich, dass SPautor*innen ja keine Qualität veröffentlichen. Und das gilt natürlich für alle. Ausnahmslos. Eine Tatsache, die mich ärgert. Denn ich lese sehr gerne Bücher von Selfpublisher*innen und kann sagen, das stimmt nicht.

Natürlich, halt, stopp, es stimmt teilweise. Klar, wenn man veröffentlichen kann, wie man lustig ist und Laune hat, dann kommen auch Perlen unter die Bücher, die man normalerweise nicht mit der Kneifzange anfassen würde. Aber gilt das automatisch für alle SPbücher? Wenn man einigen Kritiker*innen glauben mag, dann ist dem so.

Dass es aber wahrlich Perlen unter den Selfpublishing Titeln gibt, das interessiert viele gar nicht. Und das auch Verlage Schrott veröffentlichen, das kann es natürlich nicht geben. Immerhin gelten noch heute Verlage als Wächter der guten Literatur. Aber ich würde glatt mit Dir Wetten, dass Du mindestens ein Buch, wenn nicht sogar mehrere, gekauft und sicherlich auch gelesen hast, die das Papier nicht Wert waren, auf denen sie gedruckt wurden. Bei mir war es schon öfters so.

Doch werden gleich alle Verlagsautor*innen in einem Topf geworfen, dass Verlage nur noch schlechte Literatur veröffentlichen? Dass man bestimmte Verlage meiden sollte, weil sie einige schlechte Titel veröffentlicht haben? Ich kann man nicht daran erinnern, so etwas gelesen zu haben.

Skandale, die gibt es

Natürlich, es gibt sie, die kleinen und großen Skandale des Selfpublishing. Wenn niemand ein Auge darauf wirft, dann können Plagiate veröffentlicht werden und Bücher, mit minderwertigem Inhalt.

Doch auch wenn es die Wächterfunktion gibt, welche die Verlage für sich beanspruchen, bedeutet das nicht, dass dort niemals Plagiate auftauchen. Dafür gab es auch in den letzten Jahren durchaus beweise.

Niemand zwingt aber die Verlage deswegen an den Pranger. Die Selfpublishingszene hingegen macht sich dann einen Kopf, wie so etwas geschehen und wie man sich distanzieren kann. Man steht dann, mal wieder, unter Generalverdacht.

Sie distanzieren sich öffentlich, dass sie keine Plagiate schreiben, dass sie alles selbst erledigen und was weiß ich. So etwas habe ich von Verlagsautor*innen noch nie erlebt. Und auch unter ihnen gibt es sie, die schwarzen Schafe. Und das nicht nur mit Plagiaten. Was ich in einigen Bücherforen erlebt habe, das möchte ich schon fast gar nicht mehr erzählen.

Die wichtigste Entscheidungsinstanz

Aber letztendlich entscheiden nicht Verlage oder die Autor*innen, was gelesen wird. Es sind die Leser*innen. Immerhin geben sie das Geld aus, um sich die Bücher zu kaufen. Daher entscheiden sie am Ende, was wirklich gut ist und was nicht (auch wenn einige an dieser Entscheidungsgewalt bei bestimmten Büchern wohl verzweifeln).

Und immer mehr Leser*innen entscheiden sich, dass sie Bücher die sowohl von Verlagen als auch im Selfpublishing veröffentlicht werden. Viele machen zwischenzeitlich schon gar keinen Unterschied mehr. Denn sie wollen nur eins, gut unterhalten werden. Wenn das ein Verlagsbuch schafft, toll. Schafft es dagegen ein Selfpublishingbuch, auch gut.

Immerhin können viele Leser*innen etwas, was Autor*innen nicht können, zwei Bücher auf einmal lesen. Versuch mal zwei Romane gleichzeitig zu schreiben. Das wird schwierig. Aber sie können lesen, kaufen und machen, wie es ihnen beliebt.

Ganz simpel ausgedruckt, in dem Warenkorb können sich also sowohl neben einem Verlagsbuch auch ein SPBuch tummeln. Darum brauchen wir uns also keine Sorgen zu machen. Wenn gute Bücher geschrieben werden, dann werden sie auch gekauft und gelesen.

Ist es daher nicht egal, wie man veröffentlicht? Hauptsache die Leserin oder der Leser ist am Ende glücklich? Ist es nicht das, was wir alle wollen?

Was ich mir wünsche

Als ich den Beitrag damals veröffentlichte, war das Bashing noch sehr heftig am Gange. Zwischenzeitlich scheint es zumindest oberflächlich alles ruhig zu sein.

Trotzdem ist noch nicht alles Gold, was ruhig ist. Es gibt weiterhin Vereinigungen, welche Selfpublisher*innen nicht in ihren Reihen sehen wollen. Dort gelten sie immer noch als Autor*innen zweiter Klasse. Oder man bekommt einen Knochen hingeworfen, im Sinne von, wir sind dann mal gnädig und nehmen euch mal auf.

Zwischen den Autor*innen scheint es aktuell ruhig zu sein. Jetzt dürfen gerne noch die Vereinigungen nachziehen. Das ist mein Wunsch. Öffnet eure Türen für tolle Autorinnen und Autoren. Ihr werdet sehen, sie bereichern euren Kreis auf wunderbare Art und Weise.

Abschlussgedanken

Autor*innen sind Autor*innen. Dabei ist es absolut egal, wie sie veröffentlichen. Hauptsache sie tun es und erfreuen letztendlich ihre Leser*innen. Das darum jetzt ein Aufstand gemacht ist, wer nun in der ersten Klasse oder in der Zweiten sitzen darf, ich finde das unnötige Zeitverschwendung.

Dass die Presse und die Gesellschaft eventuell Probleme damit hat und immer wieder den Untergang des Selfpublishing beschwört, sollen sie. Aber wenigstens die Autor*innen sollten, meiner Meinung nach, sich respektieren und sich gegenseitig unterstützen. Oder wenigstens in Ruhe lassen.

Daher, veröffentliche tolle Geschichten. Und, meine Empfehlung, sollten wieder Grabenkämpfe entstehen, einfach nicht mitmachen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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