Impressumsservice

Hei, hallo und herzlich willkommen,

endlich kommen wir zum Thema Impressumsservice. Gerade für Selfpublisher*innen sehr interessant, die ihre korrekten Adressdaten nicht herausgeben möchten.

Reihenübersicht

Kurze Vorgedanken

Wer sich mit dem Thema Buch und Impressum auseinandersetzt, wird früher oder später auf das Thema “Impressumsservice” stoßen. Daher schauen wir uns in diesem Beitrag das Thema etwas genauer an.

Warum sollte ich meine Adresse nicht veröffentlichen?

Wir schon geschrieben, Du kommst nicht herum, eine sogenannte ladungsfähige Adresse zu veröffentlichen. Wenn Du damit keine Probleme hast, Deine Privatadresse zu veröffentlichen, benötigst Du kein Impressumsservice.

Ausnahmen

Doch es gäbe keine Dienstleister, die so etwas anbieten, wenn es nicht einige Leute gäbe, die den Wunsch hätten, sich quasi zu verstecken.

Nehmen wir ein Klischeebeispiel:

Tun wir so, als würdest Du in einem Kindergarten arbeiten. Aber nebenbei schreibst Du total gerne erotische Horrorstorys. Und dabei geht es wirklich hart zur Sache. Spätestens bei der Erotik denken viele, dass die Autor*innen das alles erlebt haben, worüber sie schreiben. Wenn Deine richtigen Daten im Buch stehen, könnte das eventuell Tratsch mit sich bringen. Das ein Elternteil solche Bücher liest, könnte man noch erklären (von wegen Neugier oder eine Freundin hat es mir geborgt). Die Frage aber, warum Du solche Bücher schreiben musst, da wird es schon schwieriger.

In solchen und ähnlichen Fällen kann es natürlich interessant sein, ein Impressumsservice zu haben. Aber auch einfach, um Ruhe vor möglichen aufdringlichen Leser*innen zu haben.

Vielleicht hast Du anfänglich noch nicht solche Probleme. Aber solltest Du richtig populär werden (was ich uns allen wünsche), dann kann es schon heikel werden.

Was ist ein Impressumsservice?

Um es grob zu schreiben, über einen Impressumsservice nutzt Du die Adresse einer anderen Person. Das bedeutet, dass Du diesen Service mietest und dann die Adresse der anderen Person auf Deiner Webseite oder in Deinem Buch schreibst.

Dein Pseudonym kannst Du dann als c/o einfügen und schon bist Du sichtbar unsichtbar.

Wie läuft das also genau ab?

Damit Du weißt, wie das mit dem Impressumsservice abläuft, erkläre ich Dir hier einen möglichen Ablauf.

Deinen Dienstleister finden

Wenn Du ein Impressumsdienst nutzen möchtest, musst Du natürlich Deinen finden. Das bedeutet, einen Dienstleister, bei dem Du Dich wohlfühlst.

Da möchte ich Dir keine Empfehlungen geben. Such diese einfach über einen Suchdienst. Oder schau Dir das Impressum im nächsten Selfpublisher-Buch, was Du Dir gegönnt hast (deutschsprachig natürlich). Welches wurde genutzt? Und welches in den anderen Büchern, die Du hast?

Häufig sind das gute Ansätze, um diese zu finden.

Die Seite anschauen

In erster Linie empfehle ich Dir, die Seite auch wegen der Aktualität anzuschauen. Je aktueller eine Seite ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese auch noch gepflegt wird. Also auch die Dienstleistung.

Solltest Du Dir nicht sicher sein, kannst Du auch eine E-Mail schreiben. Eventuell auch mit einer Frage, um ein mögliches Interesse zu signalisieren.

Wenn Du überhaupt keine Antwort bekommst, dann wäre es empfehlenswert weiter zu suchen. Kriegst Du eine, schau sie Dir an. Wurde Deine Frage beantwortet? Ist die Person höflich? Oder drängt sie Dich zu irgendetwas?

Je nachdem, was Dein Bauchgefühl Dir sagt, kannst Du diesen Dienstleister auf Deine Liste setzen.

Die Preise

Natürlich sind auch die Preise ein Thema.

Jeder Dienstleister verlangt unterschiedliche Preise. So hab ich schon erlebt, dass einige diesen Dienst umsonst anbieten (nachdem Du Dir vorher ein Schreibprogramm gekauft hast). Andere hingegen verlangen pro Jahr und pro Veröffentlichung eine bestimmte Summe. Und andere pro Pseudonym und pro Jahr eine einzige Summe.

Was auch immer diese Sache Dir Wert ist, musst Du natürlich auch hier genau schauen. Manchmal sind die Summen tatsächlich nicht aufgeführt (warum auch immer). Das wäre ein guter Grund, um bei der Person hinter der Seite anzufragen.

Ein Vertrag

Du erlaubst, dass Deine Post, die normalerweise unter das Postgeheimnis fällt, von einer dritten Person geöffnet wird. Daher sollte vorher ein Vertrag geschlossen werden.

Damit erlaubst Du Deinem Dienstleister, eben Deine Post zu öffnen und diese zu verarbeiten. Im Gegenzug sicherst Du dem Dienstleister zu, die Adresse nur so zu verwenden, wie es abgesprochen wurde.

Alles Weitere findest Du im Vertrag. Ließ ihn Dir bitte genau durch. Solltest Du fragen haben, such Dir eventuell juristische Hilfe.

Das neue Impressum setzen

Dein Dienstleister wird Dir sagen, wie Du das neue Impressum zu schreiben hast. Notfalls frag nach, damit alles im Rahmen ist. Und theoretisch kannst Du dann loslegen.

Post ist da!

Sollte nun Post hereinkommen, wird normalerweise der Dienstleister diese einscannen und es Dir per E-Mail zusenden. Die Originale werden dann vernichtet.

Du kannst aber auch abklären, dass die Originalpost Dir zugesandt wird. Entweder ausnahmsweise oder in der Regel. Rechne aber dann, dass Du Extrakosten zu zahlen hast.

In manchen Fällen würde ich diese aber zahlen. Gerade, wenn es um Gerichtspost handelt. Solltest Du etwas nachweisen müssen, zum Beispiel, dass Du tatsächlich eine Vorladung bekommen hast oder was auch immer, werden häufig die Originalschreiben verlangt. Kannst Du nur Kopien vorweisen, eventuell könnte sich das zu Deinem Nachteil entwickeln.

Für diese Aussage kann ich natürlich keine Garantie übernehmen. Jedes Gericht und jede Abteilung entscheidet durchaus unterschiedlich. Aber bei so etwas würde ich selbst NIE ein Risiko eingehen.

Nach einem Jahr

Wenn Du nicht einen dauerhaften Bezug für das Impressumsservice hast, musst Du nach einem Jahr bestimmt eine erneute Überweisung fertig machen.

Meine Empfehlung ist ganz klar: trag die Daten in Deinem Kalender ein. Dann vergisst Du den Tag nicht.

Ist das legal?

Normalerweise soll im Impressum die Adresse stehen, bei der DU Dich normalerweise dauerhaft aufhältst. Dies trifft jedoch nicht zu, wenn Du einen Impressumsdienst nutzt.

Auch nach dem DSGVO soll das Thema Impressumsdienst wohl etwas schwieriger sein. Jedoch kann man erst genau sagen, ob die Sache legal oder illegal ist, sobald die erste Klage durch ist.

Auch wenn es bitter klingen mag, doch erst wenn jemand mit einem Impressumsdienst verklagt wird, können wir sehen, wie legal die Sache am Ende ist. Bis dahin musst Du den Impressumsservice auf eigene Gefahr verwenden und letztendlich hoffen wir alle auf das Beste.

Abschlussgedanken

Nun bist Du dran. Möchtest Du ein Impressumsdienst? Musst Du eines haben? Dann fang nun an zu recherchieren, welches für Dich in Frage kommt. Frag in der Autor*innenbubble, welche dort genutzt werden. Und dann entscheide Dich für Deinen Dienstleister.

Solltest Du Dir bei irgendwelchen Punkten nicht sicher sein, hol Dir auf alle Fälle juristischen Rat. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Bei der Suche wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Das Impressum im Buch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinem Beitrag zum Thema “Impressumspflicht” hab ich mich zwar schon dazu geäußert, jedoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausführlich darauf eingehen. Es geht hier noch einmal um die Frage, muss ich ein Impressum in meinem Roman einfügen? Und welche Daten gehören noch in ein Buch?

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Kurze Vorgedanken

Auch wenn es Dir vielleicht nicht gefallen mag, aber auch in einem Buch gehört ein Impressum. Und zwar mit einer ladungsfähigen Adresse. Wieso und was dazu gehört, darüber möchte ich im Folgenden schreiben.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Diesen Beitrag habe ich nach besten Wissen und Gewissen recherchiert. Trotzdem kann und werde ich keine Garantie für die enthaltenen Daten übernehmen. Daher, immer informieren. Nehmt diesen Beitrag gerne aus Ausgangslage dafür.

Impressum in Printmedien

Wenn Du eine Zeitschrift aufschlägst oder eine Zeitung, findest Du irgendwo (meistens am Ende) eine Adresse, sprich, dass Impressum. Das gilt für alle Printmedien und damit auch für Deinen Roman.

Kurz geschrieben: Du kommst nicht drum herum, ein Buch zu veröffentlichen, bei dem Du das Impressum nicht einfügen musst.

Und bei E-Books?

Jetzt könnten wir argumentieren, dass ein E-Book ja kein Printmedium ist. Immerhin handelt es sich dabei um ein elektronisches Buch.

Aber Du kannst Dir Zeit und Energie sparen, die Impressumspflicht für ein Buch gilt für beides, also dem Printbuch und dem E-Book.

Daher würde ich es erst gar nicht auf einen Versuch ankommen, und bei einem E-Book das Impressum wegzulassen. Das könnte unter Umständen teuer werden.

Welche Daten brauche ich hier?

Tatsächlich soll das nicht wirklich einheitlich sein, da dies die Landesgesetze regelt. Jedoch gilt durchaus, dass Du folgende Daten anführen musst:

  • Name (NICHT Pseudonym) – alternativ die Firma (bei einem Verlag)
  • Anschrift der*des (Selbst-)Verleger*in UND die der Druckerei
  • Berlin: Bei der Adresse gilt Wohnort oder Geschäftssitz

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, müssen keine E-Mail-Adressen oder Telefonnummern bzw. eine Faxnummer angegeben werden. Damit benötigst Du etwas weniger Daten, als bei einem Impressum für das Internet (bezüglich der Aussage, siehe oben).

Wann kann ich ein Pseudonym verwenden?

Jetzt bekommen sicherlich einige Autor*innen richtige Schnappatmungen. Sie möchten vielleicht einen Erotikroman veröffentlichen. Oder einen Hardcorehorrorroman, der sogar Stephen King Albträume bescheren könnte. Da ist es natürlich nicht schön, wenn man den realen Namen verwendet. Immerhin könnte es sich negativ auf die berufliche Situation auswirken.

Hier gilt ganz klar, es muss ein Klarname sein. Da kommst Du nicht drum herum.

Gibt es einen Ausweg?

Nicht in diesem Beitrag. Aber kommende Woche werde ich über das Impressumsservice berichten. Da kannst Du tatsächlich ein Impressum verwenden und Dein Pseudonym verwenden. Aber an dieser Stelle halte ich mich an die reinen Fakten fürs Impressum im Buch.

Pseudonym im Ausweis eintragen lassen

Es gibt Hinweise, dass Du dann dein Pseudonym in ein Impressum eintragen kannst, wenn dieser in Deinem Personalausweis eintragen lässt. Hier gilt ganz klar, bevor Du das machst, informiere Dich ganz genau. Eventuell kommst Du dann tatsächlich um die Lüftung Deines Pseudonyms herum.

Wichtiger Hinweis: Häufig kann man Dich dann über die Adresse identifizieren. Aber die Lösung sehen wir in der kommenden Woche.

Die Druckerei

Es gibt einige Bundesländer in Deutschland, welche die Daten der Druckerei verlangen. Andere hingegen nicht. Wie es mit Österreich und der Schweiz aussieht, da bin ich mir nicht sicher.

Die Daten der Druckerei ersetzen jedoch nicht Dein Impressum. Das ist eine zusätzliche Angabe.

Aber sicher bist Du auf jedenfalls, wenn Du diese Daten prinzipiell angibst. Denn zu viele Daten kannst Du eigentlich nicht angeben, sondern nur zu wenige. Daher ruhig etwas das Soll übererfüllen und auf der sicheren Seite sein.

Wie sieht es mit einem Postfach aus?

Die kannst Du nicht verwenden. Denn das widerspricht der ladungsfähigen Adresse. Das bedeutet ganz klar, eine Adresse, an der Du normalerweise anzutreffen bist.

Darunter verstehe ich persönlich auch, wenn Du in einem Bundesland gemeldet bist, aber aus diversen Gründen woanders lebst, müsstest Du eigentlich die Adresse angeben, wo Du gerade lebst. Denn dort bist Du ja normalerweise anzutreffen.

In einem solchen Fall würde ich mich informieren, welche Adresse Du angeben solltest. Und bitte Finger weg vom Postfach.

Copyright-Vermerke

Das Wort Copyright kommt aus dem angloamerikanischen Raum. Und dort muss man für einen Text ein Copyright anmelden. In Deutschland ist das nicht notwendig. Denn ich bin automatisch die Urheberin meines Textes und dementsprechend darf niemand Drittes meine Texte verwenden, ohne meine Einwilligung.

Eine Ausnahme wäre das Zitieren oder wenn ich von vornherein sage, kein Problem, nach dem Common Licence dürft ihr diese verwenden.

Daher ist theoretisch ein Urheberrechtsvermerk in einem Buch nicht notwendig. Also das, die Texte gehören mir, die Vervielfältigung ist verboten und so weiter. Aber hei, schaden tut das übrigens auch nicht. Von daher, Du kannst es gerne machen.

Übrigens, wenn Du Material von anderen verwendest (zum Beispiel aus Büchern Dritter oder Wikipedia und so weiter), diese Quellen musst Du auf alle Fälle angeben.

Die Haftungs-Freistellung

Du kennst das sicherlich aus Sachbüchern aller Art. In denen geht es darum, dass der Verlag und*oder die*der Autor*in alle gemachten Angaben im Buch genauesten geprüft hat. Aber man kann keine Garantie für mögliche Schäden übernehmen.

Eine Haftungsfreistellung kann man aber nur in Verträgen aufnehmen, an denen beide Seiten beteiligt sind. Also ich als Autorin und Du als Leserin. Kaufst Du aber ein Buch, dann kannst Du nicht mitbestimmen. Und somit wäre das also unzulässig.

Sollte es aber dazu kommen, dass jemand Schaden durch Dein Buch nimmt, wird das wohl vor Gericht geklärt, inwiefern dein Buch daran Schuld bzw. Mitschuld hat. Bis dahin kann man tatsächlich nur auf das Beste hoffen.

Weitere Beteiligte an einem Buch

Ein Buch mag man alleine schreiben. Aber häufig arbeitet man mit einigen Leuten zusammen, um es am Ende zu veröffentlichen. Hier spreche ich von Lektorat, Korrektorat, Buchsetzung oder auch das Cover.

Eine gesetzliche Pflicht diese zu benennen gibt es nicht. Aber häufig verlangen die besagten Personen, dass sie genannt werden möchten. Unter anderem auch aus Werbegründen. Zudem hat es auch was mit Respekt zu tun, dass Du sie nennst.

Wenn Du oder Dein*e Coverdesigner*in Bildelemente aus bestimmten Datenbanken verwendet, dann kann es sein, dass die Datenbank verpflichtet, dass sie genannt werden.

Im Zweifel, immer Fragen ob die Personen genannt werden möchten. Und wenn ja, in welcher Form. Häufig haben sie mehr Erfahrung damit und können Dir eine entsprechende Vorlage schicken.

ISBN und die bibliografischen Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Hierbei handelt es sich um Kann-Daten. Das bedeutet, dass Du diese Daten durchaus aufführen kannst. Aber wenn Du es nicht tust, hast Du aktuell nichts zu befürchten.

Achtung: Hier kann sich jederzeit etwas ändern. Daher immer entsprechend informieren, wenn Du einen neuen Roman veröffentlichst.

Vorne oder hinten?

Noch gibt es keine rechtlich gesicherte Bestimmung, wohin Du Dein Impressum einfügen kannst. Du kannst es also vorne oder eben auch hinten packen.

Tatsächlich hab ich bisher bei Printbüchern das Impressum immer vorne gefunden. Bei E-Books war es hingegen unterschiedlich. Also mal vorne oder auch mal hinten.

Solange Du diese Freiheit hast, kannst Du sie auch entsprechend benutzen. Aber auch hier gilt, immer informieren. Gesetze ändern sich schneller, als man glauben mag.

Abschlussgedanken

Wie Du siehst, auch beim Impressum für ein Buch musst Du einiges beachten. Ganz klar empfehle ich Dir, Dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, bevor Du Deinen ersten Roman veröffentlichst.

Und natürlich auch dann, wenn Du Deinen nächsten Roman veröffentlichen möchtest. Denn, wie öfters erwähnt, Gesetze und Anforderungen können sich jederzeit ändern. Daher ist es immer gut, wenn Du Dich entsprechend informierst.

Du kannst Dir auch eine entsprechende Vorlage basteln, damit Du zukünftig dieses nur noch ausfüllen und dann einfügen musst. Aber mach Dir deswegen jetzt keinen Kopf. Wenn Du Hilfe brauchst, die meisten Autor*innen sind sehr hilfreich. Einfach Fragen und meistens bekommst Du wertvolle Antworten.

Und ganz wichtig, bei Zweifel immer eine Anwältin oder einen Anwalt für Medienrecht fragen. Diese dürfen Dich beraten und Du kannst sie bei einer falschen Antwort auch in Haftung nehmen.

Trotz allem, hab keine Angst einfach loszulegen. Bevor Du Deinen Roman veröffentlichst, kannst Du es immer noch korrigieren.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Widmung und Danksagung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eines der eher wenig beachteten Dingen bei der Erstellung eines Buches scheint die Widmung und die Danksagung zu sein. Zumal viele, sehr viele diese noch nicht einmal lesen. Die Widmung vielleicht, doch viele überblättern die Danksagung.

Schauen wir uns diese Punkte genauer an.

Kurze Vorgedanken

Tatsächlich gehöre ich zu den Lesenden, die so gut wie jede Danksagung durchliest. Aber erklären, warum ich das tue, kann ich tatsächlich nicht. Zumal bei Sachbüchern eher eine regelrechte Namenswüste auftaucht, die für mich manchmal zu schwierig ist, zu lesen. Es sind häufig zu viele Namen. Und es ist eben nur eine Auflistung. Namen also, mit denen ich überhaupt nichts anfangen kann.

Die Widmung hingegen lese ich immer und in aller Ruhe. Das liegt einmal an der Länge. Aber auch daran, dass zu der Namensgebung auch häufig steht, wer diese Person ist.

Nun denn, schauen wir uns beide an und wie man sie schreiben kann.

Die Widmung

Die Widmung selbst ist kurz, bündig und häufig – aber nicht immer – am Anfang des Buches zu finden.

Warum eine Widmung?

Eine Widmung ist erst einmal keine Pflicht. Es gibt so viele Bücher allein in meinem Regal, die keine Widmungen haben, dass Du Dir keine Sorgen machen musst. Du kannst Deinem Buch jemanden widmen, musst es aber nicht.

Jedoch ist es häufig eine nette Geste. Es kann ja sein, dass es einen Menschen gibt, die Dich sehr inspiriert hat. Egal wie diese Inspiration ausgesehen haben mag. Daher sagst Du eben nicht nur Danke, sondern widmest dieser Person das Buch.

Wie ich erfahren habe, bekamen früher Autor*innen kein Honorar für ihre Werke. Sie wurden von Mäzen*innen unterstützt. Und als Gegenleistung, für diese edle Tat, wurden sie ausführlich in der Widmung dafür gelobt.

Heutzutage kannst Du eben die inspirierende Person erwähnen. Oder alternativ Personen, die Du liebst, schätzt oder denen Du auf diese Weise ein kleines Geschenk machen möchtest.

Wer wird erwähnt?

Es kann eine einzelne Person sein. Aber es können auch mehrere sein. Das liegt völlig an Dir. Und eine Mindest- oder Maximalzahl möchte ich an dieser Stelle Dir nicht vorschlagen.

Diese Person muss Dir noch nicht einmal bei Deinem Roman irgendwie geholfen haben. Sagen wir, Deine Urgroßmutter hat Dich inspiriert Deinen Weg als Schriftsteller*in zu gehen. Aber sie hat die Veröffentlichung Deines Werkes leider nicht mehr miterlebt. So hat sie Dir zwar nicht beim Roman geholfen. Aber Du kannst ihr trotzdem eine Widmung schreiben, als Beispiel.

Wer letztendlich hier aufgeführt wird, liegt vollständig an Dir selbst.

Wie sieht eine Widmung aus?

Meine Empfehlung am Anfang, schau Dir verschiedene Widmungen aus der Literatur an. Wie machen es die anderen? Was gefällt Dir an diesen Widmungen und was nicht. Dadurch bekommst Du schon einmal ein Gefühl, wie Du Deine schreiben könntest.

Ansonsten kannst Du von ganz banal, bis zu episch alles schreiben, was Dir zusagt. Zum Beispiel “Ich widme dieses Buch Person XY”. Oder auf elbisch (was ich hier nicht schreiben werde, da ich kein elbisch beherrsche).

Bei einer Widmung kannst Du gerne Dein Herz sprechen lassen. Denn darum geht es in meinen Augen. Jemanden auf diese Weise ganz besonders Danke zu sagen.

Die Danksagung

Die Danksagung kann definitiv länger sein, als eine Widmung. Aber rechne damit, dass sie so gut wie niemand liest. Und auch hier gilt, Du kannst eine Schreiben, musst aber nicht.

Der Inhalt

Im Grunde genommen kannst Du hier allen Personen ein öffentliches Danke zukommen lassen, die Dir direkt oder indirekt geholfen haben. Das können Deine Eltern seien, weil sie Dich inspiriert haben. Oder Deine Katze, weil sie öfters über die Tastatur gelaufen ist. Dein Schatz, für den gekochten Kaffee und so weiter.

Es können hier Personen genannt werden, welche Dir direkt oder indirekt geholfen haben. Welche an Dich geglaubt und unterstützt haben. Aber auch, welche Dich scheitern sehen wollten. Manchmal sind diese Leute auch eine Motivation, im Sinne von, Du wolltest, dass ich scheitere, jetzt erst recht. Und die öffentliche Erwähnung kann manchmal eine Genugtuung sein.

Die Personen

Wie Du Dir denken kannst, hier können alle Personen rein, die Du erwähnen möchtest. Meine Empfehlung, fang mit dem Schreiben an Deinem Buch sofort an, eine Liste zu führen. Wer hat Dir bei was geholfen? Notiere Dir den Namen und was die besagte Person getan hat.

Am Ende musst Du nicht alle Personen aufführen. Aber Du hast wenigstens eine Liste, um nicht versehentlich jemanden zu vergessen. Das wäre ärgerlich, wenn das passiert und Dein Buch ist bereits erschienen.

Übrigens, auch Deine liebsten Tiere gehören dazu. Aber auch verstorbene Personen. Oder auch Menschen, die Du selbst (noch) nicht getroffen hast, aber sie Dich inspiriert haben. Zum Beispiel andere berühmte Autor*innen, die Dich ermutigt haben.

Vorher fragen

Bisher habe ich noch nie davon gehört, dass ein*e Autor*in verklagt wurde, weil xier jemanden in der Danksagung erwähnte. Aber nur, weil es bisher nicht passiert ist, könnte es nicht in der Zukunft theoretisch passieren. Daher würde ich vorher fragen, ob es in Ordnung ist, wenn Du den Namen der Person öffentlich erwähnst. Oder, ob Du ein Pseudonym wählen sollst.

Jemand nicht erwähnen?

Wenn jemand nicht erwähnt werden möchte, respektiere diesen Wunsch. Damit bleibt die Freund*inschaft definitiv länger erhalten. Du kannst dann solche Personen unter einem Satz wie “An alle, die ich hier vergessen habe, ihr wisst schon, wer gemeint ist” zusammenfassen (oder etwas in der Richtung).

Vor etlichen Jahren hatte ich mal ein Buch in der Hand, in dem die Autorin einer Frau eigentlich nicht danken wollte, weil sie für ihre Arbeit bezahlt wurde. Damals hatte die Autorin per Hand alles geschrieben und die Frau tippte alles ab. Und da sie nichts Besonderes geleistet habe und zudem für die Arbeit entsprechend entlohnt wurde, hätte sich das alles erledigt.

Jetzt könnte man sagen, dass Dein Lektorat und Korrektorat auch nur ihre Arbeit leisten. Aber diese werden sehr häufig in der Danksagung besonders erwähnt.

Ganz ehrlich? Vermutlich würde ich Personen, die nur ihre Arbeit nach der Regel macht, auch nicht überschwänglich danken. Erwähnen ja, aber keinen überschwänglichen Dank. Hat die besagte Person aber alles getan, damit aus dem Roman das Beste werden kann, wozu wir beide in der Lage sind, dann ja, dann hat die Person einen fetten Dank verdient.

Wie Du das hanhaben möchtest, das überlasse ich natürlich Dir.

Wie eine Danksagung schreiben?

Der Klassiker ist und bleibt, die Namen zu erwähnen und kurz zu erklären, warum man dieser Person dankbar ist. So liest man so gut wie alle Danksagungen.

Jetzt könnte ich Dir verschiedene Alternativen aufführen. Doch das hat Alice Högner vom Author Wing bereits getan. Daher verlinke ich ihren Beitrag an dieser Stelle: Klick.

Niemand verbietet Dir, Deine Danksagung genauso kreativ zu gestalten, wie Deinen Roman. Im Gegenteil, vielleicht ist das dann so spannend, dass alle diesen lesen werden. Und vor allem, dass man diesen positiv erwähnt.

Was noch reinkann

Während Selfpublishing-Autor*innen freie Hand haben, ob sie nicht noch Bücherempfehlungen reinpacken, sieht es bei Verlagsautor*innen anders aus.

Nehmen wir an, Du findest einige Bücher total toll. Und Du bist der Meinung, wer Deine Bücher gelesen hat, sollte unbedingt auch diese lesen. Mit Deinem Selfpublishing-Buch kannst Du diese einfach aufführen. Da musst Du Dir keine Gedanken machen, ob Du jemanden auf die Füße trittst.

Bei Deinem Verlagsbuch hat eben der Verlag ein ordentliches Wort mitzusprechen. Erst recht, wenn die Bücher, die Du gerne empfehlen würdest, in einem anderen Verlag erschienen sind. Nicht alle würden erlauben, dass Du für diesen Verlag Werbung machst.

Daher könntest Du diese Bücher in der Danksagung einfügen. Inwiefern hier der Verlag Dir reinreden wird, es zu löschen, musst Du sehen. Aber theoretisch ist es möglich, hier auch auf andere, tolle Werke aufmerksam zu machen.

Vielleicht magst Du darüber nachdenken.

Abschlussgedanken

Wie so oft, bei der Widmung und der Danksagung ist es wichtig, dass Du Dich am Ende damit wohlfühlst. Ob du überhaupt eine Widmung/Danksagung schreibst, ist eine Sache. Wie diese aussieht, dann eine andere.

Mach es Dir zur Aufgabe, jedes Mal, wenn Du einen Roman oder Sachbuch liest, definitiv auch die Widmungen/Danksagungen zu lesen. Und dann überlegst Du Dir, wie Du Deine schreiben möchtest. So lernst Du am besten.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und viele kreative Eingebungen.

Alles Liebe

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Alles rund ums Kapitel

Alles rund ums Kapitel

Hei, hallo und herzlich willkommen,

im Internet und auch bei Facebook verfolge ich gerne die eine oder andere Diskussion. Und dabei habe ich festgestellt, dass sich viele Autorinnen und Autoren nicht nur die Frage stellen, wie sie ein magisches System erstellen oder Genres mixen können. Es geht ihnen auch um einfache grundlegende Fragen. Fragen, welche bei einigen vielleicht ein Runzeln auf der Stirn verursacht, für andere aber essenziell sind. Wie zum Beispiel die Länge eines Kapitels.

Kurze Vorgedanken

Es mag bei einigen eher ein Augenrollen herbeiführen, wenn sie die Frage lesen, wie lang soll denn bitte schön ein Kapitel sein. Andere hingegen machen sich darüber ernsthafte Gedanken, damit sie auch nichts falsch machen. Und ich finde, daran ist nichts Verwerfliches.

Daher möchte ich heute mal einen Überblick zum Thema liefern, welche sich mit einigen Fragen beschäftigt. Zum Beispiel, wofür man überhaupt Kapitel benötigt, bis hin zu der Länge und wie man die Kapitel auch bezeichnen könnte.

Sollte es notwendig sein, eine Personengruppe anzusprechen, werde ich die rein weibliche Form verwenden, damit der Satzbau einheitlich ist. Die Herren sind dabei immer und zu jederzeit mitgemeint.

Was ist ein Kapitel?

Man kann sagen, dass ein Kapitel eine (hoffentlich) logische Aufteilung eines Romans in mehreren Unterteilen ist. Man kann ein Buch also in mehrere Sinneinheiten aufteilen (eben die Kapitel), sodass sich die Leserinnen an ihnen orientieren können.

Manchmal bezeichne ich die Kapitel als ganz kleine Romane innerhalb eines Romans. Oder auch als Kurzgeschichten, auch wenn das so nicht stimmt. Denn ein Roman sollte die Einteilung „Einleitung, Hauptteil und Schluss haben“. Das gilt aber nicht für das Kapitel.

Von der Wortanzahl her hast Du unzählige Möglichkeiten, wie viele Du in einem Kapitel verwenden kannst. Daher kommt es eher auf den Inhalt an, als auf die Wortzahl.

Brauche ich überhaupt Kapitel?

Um es mal klar zu sagen: Nein!

Theoretisch könnte Dein ganzer Roman ein einziges Kapitel sein. Mit anderen Worten, Du machst keine Aufteilung. Und ich hatte in der Tat ein Buch in der Hand gehabt, welche keine Kapitel hatte. Aber auch keine Absätze. Was so dermaßen anstrengend zu lesen war, dass ich es aufgab.

Das andere Extrem wäre, wenn Du nach ein paar Sätzen ein neues Kapitel einfügen würdest. Wobei ich behaupte, dass das sicherlich auch anstrengend wäre zu lesen. Bisher ist mir jedoch solch ein Werk noch nie untergekommen. Aber durchaus Romane, bei denen ab und an solch kurze Kapitel aufgetaucht sind.

Es gibt aber ein ungeschriebenes Gesetz, dass die meisten Romane in Kapitel aufgeteilt sind. Und zwar nach einer gewissen Anzahl von Seiten wird der Schnitt gemacht, damit das nächste Kapitel kommen kann.

Möglich ist es auch, dass man in einem Roman mir gar keinen Kapiteln arbeitet und im nächsten mit ganz vielen. Hier kommt es auch darauf an, was Du erzählen möchtest und vor allem auch, wie Du es tun willst. Das ist völlig Dir überlassen.

Was ist der Sinn eines Kapitels?

In meinen Augen gibt es nicht den einen Sinn, sondern mehrere.

Sinneinheit

Innerhalb eines Kapitels empfehle ich, dass es ein einheitlicher Sinn zu finden ist. Was ich damit meine? Es sollte in sich ein geschlossenes Thema sein. Wenn Du anfängst, von der Bestimmung der Heldin zu sprechen, dann über die Macht dieser Heldin und womöglich noch über die Pläne des Bösen, das wäre auf Dauer doch zu viel. Aber Du kannst das alles, zum Beispiel, in drei Kapiteln unterbringen.

So überforderst Du weder Dich beim Schreiben noch Deine Leserinnen beim Lesen. Und es macht die ganze Angelegenheit angenehmer.

Kleine Etappen

Wenn Deine Leserinnen ein wenig so sind wie ich, dann werden sie aller Wahrscheinlichkeit von Kapitel zu Kapitel lesen. Das macht mir persönlich mehr Spaß, wenn ich ein Buch beiseitelegen kann, und weiß, dass ich ein kleines Ziel erreicht habe, eben das Ende des Kapitels.

Nicht alle Romane lassen sich innerhalb eines Tages lesen (gerade wenn der Roman um die 1.000 Seiten hat). Aber ein Kapitel ist meistens zu schaffen. Das sorgt bei mir für eine gewisse Beruhigung. Ich hab was gelesen. Und mit dem neuen Kapitel kommt eine neue Etappe.

Unterstützung der Geschichte

Wichtig ist natürlich auch, dass Kapitel die Geschichte unterstützen können. So kann man bei dem Wechsel der Kapitel auch die Perspektive der Charaktere wechseln. So kann man aus der Perspektive der Heldin schreiben, dann des Helden, dann eines anderen Charakters. Je nachdem, was gerade notwendig ist.

Weiterhin kann man von Ort zu Ort springen, wenn dies notwendig ist. Aber auch zwischen verschiedenen Zeitperioden, wenn das ein Teil der Geschichte ist. Natürlich ist das innerhalb eines Kapitels auch möglich. Aber eventuell könnte das hier Deine Leserinnen verwirren, weil sie sich nicht darauf einstellen können. Bei einem Kapitelwechsel sind sie dafür eher empfänglicher. Denn hier kann man eher erwarten, dass man sich ganz woanders befindet. Eben aus der Erfahrung heraus.

Wie lang sollte so ein Kapitel sein?

Das ist der Pudelkern und letztendlich auch der wahre Grund für diesen Beitrag. Aber ich kann Dir jetzt schon mal sagen, dass Du mit der Antwort nicht sonderlich zufrieden sein wirst. Denn es gibt keine Regelung dafür, wie lang oder wie kurz ein Kapitel sein sollte. Genauso wenig, wie Du eine Antwort bekommen kannst, wie lang Dein Roman überhaupt sein soll.

Es gibt einige, die entscheiden, dass ihre Kapitel zwischen 2.000 bis 5.000 Wörter lang sind. Danach versuchen sie, ihr Kapitel zu einem Ende zu bringen und einen Neuen anzufangen. Aber ich lese gerne die Romane von Anne Perry. Und ihre Kapitel sind durchaus bis zu 30 Seiten lang und länger. Und ich behaupte mal, ohne es nachgezählt zu haben, dass das mehr als 5.000 Wörter sind.

Theoretisch könnte Dein Kapitel auch aus einem einzigen Wort bestehen. Nehmen wir an, dass etwas aus der Gefangenschaft befreit wurde (sei es ein Mensch, Monster, was auch immer). Dann könntest Du mit einem Kapitel das Wort „Freiheit“ schreiben. Wenn Du vorher dieses etwas erwähnt und in kursiv über ihn oder sie geschrieben hast, werden sich Deine Leserinnen denken können, was damit gemeint ist.

Es kommt also nicht auf die Wortzahl an, sondern auf den Inhalt. Meine Empfehlung ist ganz klar, konzentriere Dich lieber auf den Inhalt. Wenn Du diesen mit zweihundert Wörtern erzählen kannst, ist das in Ordnung. Benötigst Du dafür 2.000 oder sogar 20.000 Wörter, dann ist das auch in Ordnung.

Natürlich kannst Du mit Unterkapiteln arbeiten. Aber darum geht es nicht. Arbeite so, dass Deine Leserinnen Lust haben, Deinen Roman zu lesen. Alles andere ist Zeitverschwendung, finde ich. Auf den Inhalt kommt es an. Und wenn Deine Leserinnen merken, dass Du Dich damit beschäftigt hast, werden sie kurze oder auch lange Kapitel hinnehmen.

Der Inhalt Deines Kapitels

Wie oben schon erwähnt, hat idealerweise Dein Kapitel einen inhaltlichen Sinn. Das bedeutet, dass Du mit einem Kapitel eine bestimmte Aussage machst und dadurch klar ist, wenn Deine Leserinnen und Leser das Kapitel beendet hat, dass auch die Sinneinheit beendet ist.

Ein Beispiel, damit Du verstehst, was ich meine:

Wenn Du einen Krimi schreibst, könntest Du ein Kapitel dafür benutzen, die Leiche zu finden (oder eine Leiche von mehreren). Dann wäre ein weiterer dafür geeignet, wie die ersten Zeugen und Zeuginnen vernommen werden. Und dann wie der Fall aufgeklärt wird. Und so weiter.

Aber das ist kein Muss.

Wichtig finde ich persönlich, dass Du weißt, was Du in einem Kapitel einfügst. Wenn Du Dir sagst, dass Du diese und jene Informationen einfügen möchtest, dann notiere Dir alles in Deinen Roman.

Wobei ich gelernt habe, dass es immer gut ist, wenn Du mit kleinen Cliffhangern arbeiten kannst. Innerhalb eines Kapitels kannst Du ein Ende des roten Fadens aufklären. Gleichzeitig bindest Du ein neues Teilstück an den roten Faden, sodass Du das Kapitel mit einem kleinen offenen Ende aufhörst. So sorgst Du dafür, dass Deine Leserinnen weiterhin am Ball bleiben und weiterlesen. Das ist es ja letztendlich, was wir Autorinnen wollen.

Wobei ich persönlich es gut finde, wenn ab und an mal ein Kapitel ohne nervige Cliffhanger auskommen. Gelegentlich darf ruhig mal ein Faden beendet werden, solange das große Ganze dabei nicht verloren geht.

Definiere Dein Inhalt

Egal was Du in Deinem Kapitel einfügen möchtest, mache Dir den Inhalt klar. Es kann ja sein, dass Du nur ein paar Sachen schreiben möchtest, aber der Inhalt nicht innerhalb eines Kapitels erledigt ist, ist das völlig in Ordnung.

Damit meine ich Folgendes: Deine Polizistin vernimmt gerade eine Zeugin und Du endest die Vernehmung an einer spannenden Stelle. Die Vernehmung kann aber in einem späteren Kapitel fortgesetzt werden. Ich würde das zwar nicht zu häufig machen, aber das ist eine legitime Möglichkeit. Die Angelegenheit muss nicht zwingend innerhalb eines Kapitels abgeschlossen sein. Stichwort: Cliffhanger.

Definiere Deine Länge

Es kann aber auch sein, dass es Dir mehr Sicherheit gibt, wenn Du eine gewisse Wortlänge schreibst, um Dein Kapitel zu beenden. Hast Du die Wortzahl erreicht, dann musst Du Dir halt überlegen, wie Du die Angelegenheit beendest, egal wo Du gerade bist oder was Du noch schreiben möchtest.

Wenn Du für Dich entschieden hast, dass Deine Kapitel maximal 5.000 Zeichen lang werden, dann musst Du Dich daran halten (es ist ja Deine Entscheidung). Das bedeutet, wenn Du siehst, wie sich die Wortzahl immer mehr und mehr an Deine Wunschwortzahl annähert, liegt es an Dir, das Kapitel auf eine sinnvolle Art und Weise abzuschließen. Eben mit einem Cliffhanger oder mit einem runden Ende. Das liegt an Dir und wo Deine Geschichte gerade ist.

Trotzdem empfehle ich Dir, halt Dich nicht sklavisch daran. Manchmal ist es nun einmal so, dass ein Kapitel mehr oder weniger Worte verlangt, als veranschlagt. Das ist auch kein Beinbruch.

Der Vorteil, der bestimmten Wortzahl

Es kann durchaus Vorteile haben, wenn Du eine bestimmte Anzahl von Worten für Dein Kapitel wählst. Auf diese Art und Weise machst Du Dir Gedanken, wie Du die wichtigen Informationen innerhalb der selbst gesteckten Wortzahl sinnvoll unterbringen kannst.

Denn häufig ist es gut, wenn man sich darauf konzentriert, alles klar und strukturiert darzustellen und sich nicht in ewigen Erzählungen auslässt. Es kann nämlich passieren, dass Du das Bedürfnis hast, noch das zu schreiben und dann kommt noch eine wichtige Information und dann ist Dein Kapitel vollgestopft mit irgendwelchen Sachen, die zwar nett zu lesen sind, aber nichts zur Geschichte zu sagen haben.

Und leider kann ich das aus eigener Erfahrung schreiben.

Wie viele Kapitel braucht so ein Roman eigentlich?

Auch dazu gibt es keine einheitliche Regelung. Anne Perry schreibt zum Beispiel Romane mit ca. 500 Seiten. Trotzdem hat sie häufig in ihren Büchern um die 12 Kapitel (mal etwas mehr, mal weniger).

Andere Bücher haben bei 500 Seiten die doppelte oder dreifache Anzahl an Kapiteln. Es kommt halt darauf an, was Du sagen möchtest. Und beide Methoden funktionieren gut (also wenige Kapitel oder viele).

Aber ich kann Dir eines sagen, egal, für welche Länge oder für welche Anzahl von Kapitel Du Dich entscheidest. Es wird immer Menschen geben, die sich trotzdem beschweren. Mal sind die Kapitel zu kurz und mal zu lang. Also in dem Sinne entscheide Dich für Deine eigene Länge. Du wirst sowieso Kritik erhalten (ich weiß, das klingt sehr ermutigend).

Kapitelüberschriften

Wenn Du einen Roman aufschlägst, dann wirst Du aller Wahrscheinlichkeit dort eine Kapiteleinteilung finden. Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch bei den populären Büchern ist mir das noch nicht untergekommen, dass es fehlt. Gehen wir kurz durch, was Du theoretisch nehmen könntest.

Gar keine Einteilung

Das bedeutet, dass jedes neue Kapitel mit einer Einrückung des Textes anfängt. Oder das die erste Zeile nicht ganz oben ist, sondern das erste Drittel der Seite frei bleibt und dann erst die erste Zeile kommt. Habe ich bisher ein oder zwei Mal gesehen. Ist meiner Meinung nach selten. Aber es funktioniert.

Kapitel 1, Erster Kapitel, 1. Kapitel oder auch 1 und I

Meinen Erfahrungen nach ist die Einteilung der Kapitel anhand ihrer Anzahl vorzunehmen, die wohl am weit verbreitetste. Es dürfte wahrscheinlich sein, wenn Du ein X-beliebiges Buch aufschlägst und dort schaust, wie die Einteilung ist, eine der obigen Varianten findest.

Und warum auch nicht? Sie funktioniert.

Wenn Dir also nichts Extravagantes einfällt oder etwas Entsprechendes einfach nicht zum Stil Deines Romans passt, dann verwende eine dieser Möglichkeiten.

Ort, Datum oder auch die Perspektive

Es gibt auch Möglichkeiten, dass Du den Ort erwähnst, wo sich Deine Figuren gerade aufhalten, das Datum oder auch, dass Du immer schreibst, aus welcher Perspektive wir die Geschichte gerade erleben.

Das hat Vor- und natürlich auch Nachteile. Die Orte solltest Du nur dann verwenden, wenn sich der Ort ändert. Sagen wir mal, Deine Figuren bleiben die ganze Zeit in Dublin, Irland. Und ein Ortswechsel findet zu keinem Zeitpunkt statt. Warum dann bei jedem Kapitel erwähnen? Da reicht es aus, wenn Du es bei Kapitel 1 machst, damit die Leute sofort wissen, wo sie sich befinden und dann lasse es am besten. Wenn sie aber doch mal den Ort wechseln, dann kannst Du das dann gerne erwähnen.

Das gilt auch für die Zeitangaben. Gerade wenn Du einen historischen Roman schreibst, kann es gut sein, dass Du zumindest das Jahr erwähnst. Ansonsten dann nur noch, wenn das Datum sich ändert oder auch große Zeitsprünge stattgefunden haben. Ansonsten können sich Deine Leserinnen und Leser denken, dass es zeitnah alles spielt oder es immer noch der gleiche Tag ist.

Wenn Du die Namen der Personen am Anfang schreiben willst, aus deren Perspektive Du gerade schreibst, müssen natürlich mindestens zwei Perspektiven dran kommen. Ansonsten lohnt es sich nicht. Du kannst jedes Kapitel mit den Namen der Person einleiten, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben. Dann musst Du auch nicht am Anfang irgendwie deutlich machen, bei welcher Figur wir gerade sind. Das hat also durchaus gewisse Vorteile.

Gedichte, Zitate, Prophezeiungen, kleine Einleitungssätze

Auch das ist möglich. Ich habe schon Romane gelesen, bei dem jedes Kapitel mit einem Zitat, das zum Thema passte, anfing.

Wichtiger Hinweis: Immer auf das Urheberrecht achten!

WICHTIG!!!

Du kannst Dir aber auch Prophezeiungen, die in Deiner Welt eine Bedeutung haben, schreiben und dann als Anfang nehmen. Oder wie bei Jules Vernes „Reise um die Welt in achtzig Tagen“ das Kapitel in einem Satz zusammenfassen.

Kleiner Tipp: Verrate nicht zu viel, sonst macht das Lesen keinen Spaß mehr.

HINWEIS!!!

Weitere Möglichkeiten

Sicherlich fallen Dir spontan noch weitere Möglichkeiten ein, wie Du Deine Kapitel einleiten kannst. Probiere sie aus, lasse Testleserinnen darüber schauen, was sie davon halten. Und dann wirst Du schon sehen, ob es gut ist. Und wichtig ist natürlich, es darf gerne zum Roman passen und sollte am Ende Dir gefallen.

Weitere Ideen

Du kannst auch eine kleine Pause einlegen, indem Du die Hauptfigur zu Deinen Leserinnen und Leser sprechen lässt (zum Beispiel Marion Zimmer-Bradley „Die Nebel von Avalon“). Oder, indem Du eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählst. Oder ein Brief einfügst. Oder, eine Prophezeiung, eine Legende oder was auch immer zu Deiner Geschichte passt.

In diesem Fall darfst Du Deiner Kreativität gerne freien Lauf lassen. Doch sorge dafür, dass Deine Geschichte am Ende geschrieben wird. Ansonsten kannst Du Dir Deine tolle Kapitelübersicht und Deine herzzerreißende Prophezeiung leider nur an der Wand hängen, aber leitet nichts an Deine Leserinnen und Leser weiter.

Abschlussgedanken

Es kommt immer darauf an, dass Du Dich wohlfühlst mit dem Ergebnis, niemand sonst. Wenn das passt, dann ist alles andere in Ordnung. Mach Dir also keine Gedanken, wie lang oder wie kurz ein Kapitel sein sollte. Schreib ihn einfach und sieh zu, was am Ende daraus wird.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Glossar – Was kann da alles rein?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

für manche ist es ein Graus, andere sind da regelrecht süchtig hinterher. Ein Glossar kann gerade bei Fantasy- oder auch Science-Fiction-Geschichten durchaus ein Gewinn sein. Und ja, ich gestehe, ich mag sie total.

Kurze Vorgedanken

Zugegeben, da ich momentan eher Fantasyromane lese, kann ich sagen, dass da häufiger ein Glossar am Ende zu finden ist. Manchmal vom Verlag selbst eingefügt, können sie auch von der Autorin oder dem Autor stammen.

Sie sollen eine Orientierung für die fremde Welt bieten, in der wir uns hineinwagen. Und das kann manchmal durchaus eine gute Idee sein. Wobei es immer gilt, wenn man es richtig macht.

Daher habe ich mir heute Gedanken gemacht, wie ich ein Glossar aufbauen würde, was hineinkommt und welche Unterschiede es dabei geben kann. Wobei ich hier nicht zwischen den verschiedenen Genres unterscheiden werde. Letztendlich, ein Glossar ist ein Glossar.

Was verstehe ich unter einem Glossar?

Unter einem Glossar verstehe ich eine Ansammlung von Stichworten, die sich direkt auf die Welt konzentrieren und mir diese kurz und bündig erklären. In erster Linie soll mir das Glossar einen Hinweis geben, mit wem oder was ich es zu tun habe. Und gegebenenfalls auch eine Erinnerungshilfe sein.

Nehmen wir an, Du schreibst an einer längeren Reihe von zehn Romanen. Im ersten Band taucht ein Charakter auf, der im Zweiten verschwindet und erst im Siebten wieder auftaucht. Aufgrund der längeren Veröffentlichungsweise könnte es sein, dass ich mich schon gar nicht mehr an den Charakter erinnere und daher im Glossar nachschlage, mit wem ich es zu tun habe. Und dann erinnere ich mich, ach ja, das war die und der.

Weiterhin kann ein Glossar eine Hilfestellung für Wörter und deren Bedeutung sein. Gerade wenn Du eine Sprache erfindest, kannst Du das eine oder andere Wort benutzen und mir mit dem Glossar die Möglichkeit geben nachzuschlagen, was es bedeutet. Auch wenn Du es im Roman übersetzt hast, kann es sein, dass ich es hundert Seiten später wieder vergessen habe. Daher würde ich selbst es im Glossar nachschlagen und erinnere mich dann, was dieses Wort bedeutet.

Eine kleine Geschichte aus meiner Lesewelt:

Im August 2019 lese ich “Unstern” von Katrin Ils. Zu Beginn des Romans hat sie zwei Seiten als Glossar. Einige Wörter und ihre Gottheiten. Und ich muss gestehen, häufig blättere zum Glossar, weil ich mich noch einmal erinnern möchte, was das eine Wort bedeutet. Oder auch, wer diese Gottheit noch einmal war.

In erster Linie würde ich ein Glossar so aufbauen, dass es eine Orientierungshilfe ist und nicht ein Ersatz für die Geschichte. Das bringt es nicht. Daher würde ich auch sehr behutsam mit dem sein, was ich in dem Glossar alles aufnehme und welche Informationen ich preisgebe. Ansonsten würde ich selbst meinen eigenen Roman Spoilern. Und das würde keinen Sinn machen.

Der Inhalt

Welche Punkte kannst Du theoretisch in Deinem Glossar aufnehmen? Eigentlich alles, was Dir wichtig ist. Oder auch das, was Deine Testleser*innen für wichtig erachten. Wenn sie sagen, dass sie das eine oder andere Wort nicht verstanden haben oder es andauernd vergessen, wäre das durchaus ein Hinweis es ins Glossar aufzunehmen.

Personen

Gerade, wenn Du eine Reihe mit vielen Charakteren schreibst, wäre ein Personenregister durchaus hilfreich. Dann kann man immer nachvollziehen, wer die Person ist, mit der man es gerade zu tun hat. Zudem kannst Du auch die Rolle aufführen (zum Beispiel, Tochter oder Sohn von XY), zu welcher Familie sie oder er gehört und weitere wichtige Informationen.

Bei erfundenen Namen kannst Du zudem noch die Lautschrift aufführen, also wie man den Namen korrekt ausspricht. Zwar werden die Leute trotzdem eine eigene Art finden, wie man den Charakter anspricht, aber so bietest Du wenigstens eine Lösung an.

Du kannst auch den Lebensweg der Charaktere aufzeigen. So war es beim Rad der Zeit so, dass die Hauptfiguren am Anfang regelrecht minimalistisch aufgeführt wurden. Erst nach und nach wurden die Informationen umfangreicher, je mehr sie erlebt haben und je weiter die Reihe vorangegangen ist. Eventuell wäre das auch etwas für Dich.

Orte

Eventuell wäre es auch interessant eine Landkarte anzubieten. Aber wenn Du die Orte aufnimmst, dann würde ich erklären, wo sich dieser ungefähr befindet, welcher Charakter von dort kommt und was so besonders an diesem Ort ist.

Auch hier würde ich eher empfehlen, die Informationen wachsen zu lassen. Gerade dann, wenn der Ort noch gar nicht aufgetaucht ist, solltest Du Dir überlegen, den erst gar nicht aufzunehmen.

Gegenstände

Wenn es besondere Gegenstände in Deiner Geschichte gibt, gehören die durchaus ebenfalls in Deinem Glossar. Dazu zähle ich den Namen, wie man es ausspricht und welche Bedeutung es für Deine Geschichte hat. Zudem kannst Du auch noch den Unterschied zwischen magisch und nicht magisch machen, wenn es eine Rolle spielt.

Wobei ich selbst nicht unbedingt jeden Gegenstand aufführen würde, der in Deinem Roman erwähnt wird. Das könnte am Ende zu viel sein. Daher empfehle ich Dir, nur die wirklich Wichtigen zu nehmen. Alles andere kann, wenn es sein darf, eher mit einem Satz abgehandelt werden.

Worte

Also eine Art Duden für Deine Geschichte könnte man das bezeichnen. Da würde ich schon jedes Wort aufnehmen, welche Deine Charaktere sprechen. So können sie sich immer darauf beziehen, wenn Du es in Deinem Roman erwähnst. Und vielleicht möchten Deine Leser*innen auch Deine Sprache lernen. Wer weiß.

Sonstiges

Klar, alles, was noch wichtig für Deine Geschichte ist.

Aufbau

Wie Du Dein Glossar am Ende aufbaust, entscheidet Dein persönlicher Geschmack. So könntest Du jeden der oben genannten Punkte mit einer eigenen Unterkategorie erwähnen. Oder Du packst alles zusammen.

Wichtig finde ich, dass man eine Ordnung erkennen kann. Alles andere verwirrt nur. Und am Ende könnte es passieren, dass man sich so viel Mühe mit dem Glossar gemacht hat und niemand will es lesen. Das fände ich schade.

Überleg Dir, wie Du die Informationen am besten vermitteln kannst.

Dein persönliches Glossar

Wenn Du den Roman schreibst, würde ich Dir empfehlen, ein persönliches Glossar noch zu erstellen. Aus diesem kannst Du dann das Glossar für Deinen Roman herausfiltern. In Deinem persönlichen Glossar kannst Du so ausführlich sein, wie Du willst. Hier geht es darum, dass Du die Informationen hast, die Du brauchst, um Deinen Roman zu schreiben.

Du darfst also jedes noch so kleine Wort aufnehmen, was in Deiner Geschichte auftaucht. Da musst Du Dich gar nicht zurückhalten. Und wenn Du mit dem Roman fertig bist, schaust Du, was Du aus Deinem Glossar herausfiltern kannst, um dem Romanglossar zu schreiben.

Kleiner Tipp, niemals die Unterlagen wegwerfen oder löschen. Es könnte sein, dass Deine Fans noch mehr Infos um Deine Geschichten haben wollen. Da könntest Du auch Dein persönliches Glossar veröffentlichen.

Vorne oder hinten

Ganz ehrlich? Einmal hab ich einen Roman gelesen, da war vorne das Glossar. Und mir wurden Informationen geboten, bei denen ich dachte, cool, das wird ein toller Roman. Am Ende waren die Informationen interessanter als der Roman selbst. Denn das Glossar hat mich so heiß gemacht, dass ich am Ende nur noch enttäuscht wurde.

Bei Katrin Ils hingegen funktioniert es. Denn sie hat nur kurz und bündig die wichtigen Informationen erklärt. Und damit hatte es sich. Damit wurde ich nicht auf eine Geschichte heiß gemacht, die es nicht gibt.

Selbst würde ich selbst das Glossar immer am Ende des Romans packen. Dort gehört er für mich hin und niemals vorne. Keine Ahnung, warum manche das machen. Gilt übrigens auch für ein E-Book.

Aber es kommt natürlich auch auf Deinen persönlichen Geschmack an. Wenn Du Dein Glossar vorne einfügen möchtest, ist es in Ordnung. Doch dort kann ich Dir nur sehr ans Herz legen, dass nicht zu viele Informationen verraten werden. Viele lesen sich dort eher alles durch und da kann es schwierig werden, Deine Lesenden entsprechend abzuholen. Ist das Glossar hinten, dann werden sie es erst am Ende durchlesen.

Abschlussgedanken

Das war jetzt ein kurzer Einblick, wie ich selbst ein Glossar aufbauen würde. Letztendlich kommt es darauf an, ob Du eines schreiben möchtest und ob es sich lohnt. Bei einem kurzen Roman, der nur aus einem Band besteht, mag es überflüssig sein. Bedeutet aber natürlich nicht, dass es sich nicht trotzdem lohnt. Besonders dann, wenn Du sehr viele Fremdwörter verwendest.

Bei einem längeren Roman oder einer Reihe mag es sich eher lohnen. Wenn dort sehr viele Fremdbegriffe vorkommen. Wenn nicht, ist das hier dann eher Zeitverschwendung. Also eine Standardlösung gibt es hier definitiv nicht.

Schreib also erst einmal Deinen Roman und Deinen persönlichem Glossar und schau dann, ob und was Du übernehmen möchtest. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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