Twitter und die #Hashtags

Twitter und die #Hashtags

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine der wichtigsten Mittel, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, oder auch das eigene Anliegen darzustellen, sind die sogenannten Hashtags.

Schauen wir uns das doch mal näher an.

Kurze Vorgedanken

Hashtags gehören zu Twitter, wie die kurzen Nachrichten und dass taggen. Damit kannst Du eben mit anderen in Kontakt treten, Leute auf Dich aufmerksam machen oder sie auch um Hilfe bitten.

Und das tolle ist, ein Zeichen und aus jedem Wort kann ein Hashtag werden.

Was ist ein Hashtag?

Ein Hashtag besteht aus zwei Teilen. Einmal einem x-beliebigen Wort, wie zum Beispiel Hashtag. Davor, ohne ein Leerzeichen, kommt das Zeichen #. Das steht im deutschen für Nummer, im englischen halt für Hashtag. In unserem Beispiel würde das dann so stehen: #Hashtag.

Auf Twitter kannst Du dann die Hashtags als Links benutzen. Wenn Du auf diese Worte klickst, öffnet sich ein neuer Kanal (je nach Einstellung und mit welchem Programm Du arbeitest) und Du siehst alle Tweets, die mit einem bestimmten Hashtag veröffentlicht wurden.

Einen Hashtag erkennst Du daran, dass sie in blauer Farbe angezeigt werden. Genauso, wie ein Link. Hier ein Beispiel vom Nornennetz mit Links, Tags und eben Hashtags.

Warum kannst / solltest Du Hashtags benutzen?

Natürlich kannst Du Twitter benutzen, ohne jemals ein Hashtag zu benutzen. Irgendwie finden Dich die Leute auch, sofern sie nach Teilen aus Deinem Tweet suchen.

Vor etwas zwei Jahren schrieb ich über meinem Lieblingscomiczeichner. Dabei habe ich seinen Namen nicht als Hashtag benutzt, sondern nur als einfache Wörter aufgeschrieben. Trotzdem hat tatsächlich eben dieser Comicbuchautor einen Tweet gefunden und geliked (er stammt aus den U.S.A. nebenbei erwähnt). Das geht. Aber mit einem Hashtag ginge das sicherlich schneller.

Mit einem Hashtag kannst Du eine Bewegung unterstützen, wie zum Beispiel #MeToo. Du kannst Werbung für etwas machen, zum Beispiel Deinem Buch oder eine Aktion an der Du teilnimmst. Es können auch Netzwerke sein, wie zum Beispiel das #Nornennetz. Oder Du bittest mit einem Hashtag um Hilfe, zum Beispiel mit #PlsRT (also Please Retweet, bitte teile) oder #Followerpower (entweder, weil jemand um Antworten bittet oder um weiterverbreiten eines Tweets).

Du kannst Dich also mit einem Hashtag positionieren, Deine Einstellung zeigen, erklären, was Du gerade machst (#AmWriting) oder was auch immer Dir wichtig ist. Dadurch kannst Du ein Statement setzen. Oder Dich mit anderen verbinden.

Nehmen wir an, Du schreibst gerne #Steampunk Geschichten. Dann kannst Du diesen Hashtag benutzen, um Dich mit anderen Autor:innen zu verbinden, die ebenfalls dieses Genre mögen.

Sie können auf den #Steampunk Hashtag klicken und sehen dann irgendwann Deinen Tweet. Darüber finden Sie auch Dich. Wenn den Personen gefällt, was sie sonst noch auf Deinem Kanal finden, werden sie Dir folgen.

Klar, irgendwann könnte es sein, dass sie trotzdem auf Deinem Tweet kommen. Aber das ist nie garantiert. Und es würde um einiges länger dauern. Mit Hashtags kannst Du Dich mit anderen Leuten verbinden.

Lohnt sich ein Hashtag wirklich?

Regelmäßig teile ich Tweets, in denen um Hilfe gebeten wird oder, die doch bitte für die größere Reichweite geteilt werden soll, mit dem Hashtag #Followerpower. Es gibt einen Account, der automatisch alle Beiträge teilt, in dem dieses Hashtag auftaucht.

Dadurch sind auch Leute auf diese Tweets von mir aufmerksam geworden, die mir nicht folgen. Und diese haben die Tweets auch geteilt. Es hat sich in diesem Fall auf alle Fälle gelohnt.

In meinen Augen können sich Hashtags durchaus lohnen. Und wenn eines besonders häufig benutzt wird, kann es passieren, dass dieses in den Trends auftaucht. Damit kannst Du für ein bestimmtes Thema noch einmal Aufmerksamkeit generieren.

Es mag sein, dass es für Bücher schwerer ist, in den Trends aufzutauchen (diese siehst Du auf der Twitter Startseite). Aber nicht unmöglich.

Welche Hashtags kannst Du nutzen?

Theoretisch kannst Du jedes Wort in Deinem Tweet als Hashtag schreiben. Das ist aber etwas, was ich Dir nicht empfehlen kann. Deine Tweets werden unleserlich und schlimmstenfalls uninteressant. Ganz unter uns, ich würde solche Tweets schlichtweg ignorieren.

In einem #Tweet kannst Du jedes wichtige Wort in einem #Hashtag verwandeln. Damit sorgst Du schon einmal für #Aufmerksamkeit. Zudem kannst Du noch weitere #Hashtags getrennt einbauen. Wenn Du an Deinem #Roman schreibst, könntest Du #AmWriting oder #WritingFantasy nutzen, um nur zwei #Beispiele zu nennen.

Du kannst auch viele Hashtags aus dem Englischen nehmen. Diese finden im deutschsprachigen Raum durchaus ihre Beliebtheit. Und ja, ich muss gestehen, diese sind häufig auch kürzer.

Schreib Deine Genres als Hashtags. Deine Buchtitel oder auch Arbeitstitel. Alternativ Deinen Autor:innennamen. Oder Hashtags, die Du selbst erschaffen hast.

Ja, es ist auch völlig in Ordnung, wenn Du eigene Hashtags kreierst. Wichtig ist dann natürlich, dass Du diese regelmäßig benutzt. Damit baust Du Deinen Brand entsprechend nach und nach auf.

Einige wichtige Punkte zum Hashtag

Wenn Du ein Hashtag nutzt, wäre es schön, wenn Du einige Punkte beachten könntest.

Kurz und bündig ist immer gut

Natürlich kannst Du Hashtags benutzen, welche alle 280 Zeichen in einem Tweet ausnutzt. Das wäre aber schwer zu lesen. Daher empfehle ich, dass Dein Hashtag kurz und bündig ist. Das sorgt dafür, dass dieser lesbar ist und sich auch leicht zu merken ist. Und ja, auch von Dir selbst. Je komplizierter Dein Hashtag ist, desto schwerer kann es bei einigen Personen sein, dass sie sich an ihren eigenen Hashtag erinnern.

Es gibt auch längere Hashtags, die funktionieren. Wichtig ist aber, dass dieser in sich stimmig ist. Ansonsten würde ich das nicht machen. Also wäre es gut, wenn Du das ausgeglichen behältst.

Großbuchstaben

Nicht alle Menschen können gut sehen, oder überhaupt. Um trotzdem am Internetleben teilzunehmen, werden sie von Programmen unterstützt. Diese benötigen jedoch Unterstützung von Dir.

Daher ist es gut, wenn Du jedes neue Wort großschreibst. Ja, auch dann, wenn es grammatikalisch nicht korrekt ist. Denn diese Programme können diese Großbuchstaben besser finden und dann eine Pause einfügen. Damit wird das Wort leiser auswertbar für diese Programme.

Ein Beispiel: #ichprokrastinierejetzteinwenig

Seien wir mal ehrlich, das ist wirklich schwer zu lesen für Leute, die sehen können. Also ich hab damit Probleme. Jetzt will ich gar nicht wissen, wie es sich anhört, wenn ein Programm versucht, DAS vorzulesen versucht.

Daher wäre es toll, wenn Du dann solche Hashtags wie folgt schreibst: #IchProkrastiniereJetztEinWenig.

Ja, ich diskutiere nicht darüber, dass es grammatikalisch nicht richtig ist. In diesem Fall ist das aber auch völlig in Ordnung. Im restlichen Tweet kannst Du dann die korrekte Rechtschreibung verwenden. Da aber zwischen den Worten immer ein Leerzeichen zu finden ist, ist das kein Problem. Nur bei den Hashtags wäre es schön, wenn Du jedes Wort groß anfängst.

Es gibt Diskussionen, ob das erste Wort trotzdem klein geschrieben werden kann. Für mich habe ich entschieden, auch dieses Wort groß zu schreiben. Sicher ist sicher.

Abschlussgedanken

Hashtags sind glücklicherweise keine Wissenschaft. Probiere Dich einfach aus, um zu sehen, was für Dich funktioniert und welche Hashtags Du zukünftig nutzen möchtest.

Und wie immer, Social Media ist eine Mitmachesache. Bring Dich ein, nutze die Hashtags und sei ein Teil von allem. Alles andere gibt sich dann.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Wie kann man Twitter (am besten) nutzen?

Wie kann man Twitter (am besten) nutzen?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man sich für einen Social Media Kanal entscheidet, kommen die ersten Fragen. Wie richte ich etwas ein? Wie arbeite ich damit? Und natürlich, was poste ich überhaupt?

Kurze Vorgedanken

Jeder Kanal hat seine eigenen kleinen Regeln. Ein Beispiel wäre, dass Du auf Facebook niemals neue Freund:inschaften sofort einlädst, Deine Seite zu liken. Zwischenzeitlich ist das für viele ein No Go geworden.

Wenn Du eine Zeitlang angemeldet bist und die anderen beobachtest, wirst Du vieles lernen. Auch die ungeschriebenen Gesetze eines Kanals (neben den Gesetzen des Betreibers selbst).

Aber lass Dich nicht verschrecken. Meistens ist eine offene und ehrliche Kommunikation immer das Beste, was Du tun kannst. Alles andere ergibt sich von selbst.

Wie Du Twitter (nicht) nutzen kannst

Auf Twitter hast Du 280 Zeichen Platz, um Deine Botschaft in die Welt zu schicken. Dabei bleiben mögliche Threads unberücksichtigt.

In diesen 280 Zeichen sollte idealerweise Deine Botschaft zu finden sein. Deine möglichen Tags (also andere User:innen ansprechen), Hashtags und gegebenenfalls Links. Das bedeutet, dass Du effizient schreiben lernen solltest. Oder anders ausgedrückt, Du solltest Deine Botschaft mit wenigen Zeichen vermitteln. Wenn das nicht klappt, bleibt Dir immer noch die Möglichkeit eines Threads.

Im folgenden möchte ich Dir einige Vorschläge machen, worüber Du tweeten kannst. Oder was Du in meinen Augen doch eher lassen solltest. Diese Punkte kannst Du trotzdem machen. Letztendlich werde ich es Dir nicht verbieten. Aber Du solltest damit rechnen, dass andere Leute Dir dafür die Quittung geben und Dir nicht mehr folgen werden.

Umgang mit Links

Vor Jahren passierte mir folgende Geschichte: Ein Account folgte mir zuerst und ich entschied mich sofort zurück zu folgen. In den darauffolgenden Monaten viel mir immer wieder auf, dass dieser Account andauernd einen Link postete.

Zuerst dachte ich mir nichts dabei. Der nächste Gedanke war dann, dass ich Pech gehabt habe, dass ich diesen Account immer dann erwische, wenn die Person dahinter eben diesen Link postet (wohlgemerkt, es war nur ein Link, an den man nicht erkennen konnte, wohin er führte, zudem fehlten auch noch Erklärungen).

Irgendwann reichte es mir dann doch und ich rief den Account auf und durchsuchte die Timeline. Und tatsächlich wurde über Monate hinweg nur dieser eine Link gepostet. Keine Retweets, keine Tweets, kein gar nichts.

Wenn Du Links postest, dann schreib bitte hinzu, was ich sehe, wenn ich diesen aufrufe. Damit verhinderst Du den Gedanken, dass Du ein:e Spammer:in bist, möglicherweise Virenseiten teilst und, dass ich kein Interesse habe, Dir weiter zu folgen. Daher, Link rein und dann einen kurzen Text schreiben, worum es geht. Das reicht schon völlig aus.

Dezente Werbung

Jetzt behaupte ich mal, so gut wie niemand mag Werbung. Zumindest zähle ich mich dazu. Zwar gibt es Werbetrailer, die ich mag, aber die lassen sich an einer Hand abzählen. Und zwar alle, die ich in meinem Leben gesehen habe.

Warum sollte ich mich also in den sozialen Medien aufhalten und dort andauernd mit Werbung belästigt zu werden? Für mich lautet die Antwort ganz klar: gar nicht!

Wenn Du Werbung für Deine Arbeit machst, ist das erst einmal in Ordnung. Solange Deine Tweets nicht ausschließlich aus Werbung besteht. Das ist der feine Unterschied.

Schreib ruhig, wie weit Du mit Deinem Roman bist. Oder auch, dass Du diesen demnächst veröffentlichst. Gerne auch, dass dieser auf Platz 1 der Bestsellerlisten ist. Oder sag einfach plump, dass es Dein Buch zu kaufen gibt.

In meinen Augen ist es aber wichtig, dass Du zwischenzeitlich auch andere Tweets absetzt. Wenn Du eine Katze hast, dann poste etwas über diese (immerhin wurde das Internet nur erfunden, um Katzenbilder und Videos zu teilen). Oder was Du an dem jeweiligen Tag gemacht hast. Und noch vieles mehr.

Zeig einfach zwischendurch Deine Persönlichkeit. Dann fallen Deine Werbetweets nicht so sehr auf.

Respektiere den Originaltweet

Es gibt da draußen so viele geniale Tweets, da werde ich manchmal ganz narrisch, warum mir so etwas nicht eingefallen ist. Diese teile ich dann. Entweder kommentarlos oder mit einer eigenen Interpretation des Tweets. Oder was mir auch gerade dazu einfällt.

Andere hingegen wandeln den Tweet ab und geben die Idee dahinter dann als eigene aus. Natürlich kann das durchgehen. Aber häufig habe ich schon gesehen, dass User:innen wissen, woher die Originalidee stammt. Und es kam bisher nicht wirklich gut an, wenn jemand das getan hat.

Auf Dauer kann ich Dir empfehlen, dass Du lieber den Originaltweet zitierst und etwas Neues lustiges dazu schreibst. Oder erfinde etwas Eigenes. Und setze das in die Welt. Nur Mut, ein wenig Übung und dann klappt das schon.

Sei offen – aber nicht ZU offen

Du gehst ins Kino? Schreib lieber darüber, in welchem Film Du gehst, anstatt in welches Kino. Du kochst in einem VHS-Kurs? Dann doch lieber Bilder von dem Rezept, als von den anderen Teilnehmer:innen.

Persönlich halte ich es immer so, dass ich zwar sage, dass ich unterwegs bin, aber nicht immer wohin genau. Vielleicht bin ich ein wenig paranoid. Aber ich möchte halt nicht, dass jemand dort steht und mich begrüßt. Oder ich schreibe erst, dass ich an einem Ort war, nachdem ich schon lange wieder zu Hause bin.

Meine Empfehlung ist, achte auf Deinen Datenschutz und auch auf den der Anderen. Auch wenn die Daten überall gesammelt werden, ich versuche wenigstens, den Anderen das Leben schwer zu machen.

Linktipp (kein Affiliatelink): Sicherheit im Internet

Bilder und Gifs und Videos

Du kannst selbsterstellte oder selbstgemachte Bilder hochladen oder aus Twitter Gifs auswählen und diese mit der Welt teilen. Natürlich gilt dies auch für Videos.

Bei Bildern und seit Kurzem auch bei Gifs, kannst Du einen Text einfügen, was dort gesehen werden kann. Für sehende Menschen spielt es keinen Unterschied, ob da was steht oder nicht. Aber für Menschen, die schlecht oder gar nicht sehen können, ist das unheimlich wichtig.

Sie arbeiten mit einem Programm, der für sie Tweets und eben solche Texte ausliest. Damit können sie nachvollziehen, was auf dem Bild steht. Eben, wenn Du es schreibst.

Selbst gehöre ich zu den sehenden Personen. Aber ich habe immer wieder Probleme mit meinen Augen. Bis hin zu Entzündungen, bei denen ich tagelang nicht die Augen öffnen konnte. Daher kann ich zumindest im Hauch nachvollziehen, wie es ist, auf solche Technik angewiesen zu sein.

Sei daher fair und ermögliche nicht sehenden Menschen ein barrierefreies Internet. Danke.

Fülle Dein Autor:innenkarma

Du hast Dir ein Buch gekauft? Schreib darüber. Dir hat ein Buch gefallen? Schreib auch darüber. Du magst ein:e Autor:in? Tagge sie und schreib darüber.

Es ist jederzeit völlig in Ordnung, für andere Autor:innen Werbung zu machen. Du musst sie auch nicht taggen, wenn es Dir noch unangenehm ist. Bei deutschsprachigen Autor:innen habe ich selbst wenig bis gar keine Hemmungen. Bei englischsprachigen hingegen schon.

Jedoch ist es in Ordnung, wenn Du über ihre Bücher schreibst und den Autor:innennamen als Hashtag benutzt (mehr zu Hashtags in einem späteren Beitrag). Aber mach ruhig Werbung für sie.

Es werden niemals alle sich an Dich erinnern und Dein Buch empfehlen. Das kannst Du vergessen. Aber wenn andere Autor:innen sehen, dass Du fleißig für sie Werbung machst, werden sie eher geneigt sein, Dich mal zu retweeten.

Daher fang an, nachdem Du diesen Beitrag zu Ende gelesen hast, und empfehle allen, die Dir folgen, Deinen Lieblingsroman.

Und alles, was Dir so einfällt

Du kannst natürlich über alles tweeten, was Dir wichtig ist und einfällt. Daher empfehle ich Dir, einige Accounts zu folgen, um von ihnen zu lernen. Natürlich besonders Menschen, die Deiner Leidenschaft folgen. In unserem Fall also Autor:innen und Lektor:innen und alle, die in dieser Bubble zu finden sind.

Das Wichtigste ist, leg einfach los.

Abschlussgedanken

Du wirst nach und nach die Sprache von Twitter mitbekommen, wenn Du Twitter aktiv benutzt. Nach einiger Zeit findest Du Deinen eigenen Ton und Deine Besonderheit. Dann kannst Du einen Satz twittern und die Leute verstehen Dich. Und dementsprechend werden sie Deinen Tweet liken.

Manchmal reicht es bei mir zwischenzeitlich, dass ich tweete, dass ich eine Idee habe. Meine tollen Follower:innen kennen einige meiner Macken zwischenzeitlich und wissen, wie sie damit umgehen sollen. Und das färbt sogar auf die Eine oder den Anderen sogar ab.

Sei Du selbst und finde Deine Stimme. Dann wird Twitter sicherlich toll für Dich werden.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Deine Wahl: Es soll ein Verlag werden

Deine Wahl: Es soll ein Verlag werden

Hei, hallo und herzlich willkommen,

für viele ist die Veröffentlichung in einem Verlag immer noch das Ziel schlechthin. Es handelt sich hierbei um eine bewusste Entscheidung. Daher möchte ich diesen Monat auf das Thema “Du und Dein Verlag” eingehen.

Kurze Vorgedanken

Für viele ist der Verlag immer noch die Instanz, welche ihnen das Gefühl gibt, dass sie echte Autor:innen sind. Nur wer in einem Verlag veröffentlicht, hat es geschafft. Wer es geschafft hat, ist wer. Und mit einer Verlagsveröffentlichung fühlen sich viele als echte Autor:innen.

Und auch wenn ich viel über Selfpublishing schreibe, so finde ich die Entscheidung völlig in Ordnung. Solange Du sie triffst, weil Du davon überzeugt bist.

Allgemeines zum Verlag

Schauen wir uns erst einmal ein paar Eckdaten zum Thema Verlag an und dann kommen wir zu den Vor- und Nachteilen.

Was ist ein Verlag?

Ein Verlag ist ein wirtschaftliches Unternehmen, welches sich auf die Flagge geschrieben hat, unter anderem Bücher zu veröffentlichen. Zwischenzeitlich hat sich meistens ihr Sortiment auf E-Books erweitert. Und einige veröffentlichen auch Hörbücher.

Einige Verlage veröffentlichen auch andere Printprodukte wie Kalender oder Lesezeichen. Doch wir konzentrieren uns hier auf die Verlage, die hauptsächlich Bücher veröffentlichen. Diese sind unsere Zielgruppe.

Häufig haben Verlage ein bestimmtes Sortiment, auf das sie sich am ehesten konzentrieren. So kann es Verlage geben, die nur Krimis veröffentlichen. Oder nur Liebesromane. Andere hingegen haben ein weitaus breiter gefächertes Sortiment. Hier kommt es auf die Größe des Unternehmens an und wie viel Kapazitäten sie frei machen können.

Verlag kommt vom verlegen oder auch vorlegen

Auch wenn ich später im Monat noch zu diesem Thema komme, aber hier schon der erste Hinweis: Sobald ein Verlag Geld von Dir für die Veröffentlichung verlangt, nimm Dein Manuskript und lauf davon.

Ein seriöser Verlag wird niemals Geld von Dir verlangen. Niemals!

Kleine Verlage können sich häufig keinen Vorschuss leisten. Darüber musst Du Dir im Klaren sein. Das ist eher etwas, was Du von den größeren Publikumsverlagen erhoffen kannst (ich würde es nie erwarten, nur hoffen). Aber auch kleine Verlage verlangen kein Geld.

Solltest Du also für Deine Veröffentlichung Geld bezahlen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du es mit einem sogenannten Druckkostenzuschussverlag zu tun hast. Und die sind alles andere als seriös. Mehr aber zu denen in einem gesonderten Beitrag.

Kleine vs. große Verlage

Es gibt kleine Verlage, die von Nischenverlag bis hin zum Indieverlag reichen. Und im Gegenzug dann die großen Publikumsverlage. Du solltest durchaus die Unterschiede kennen, um zu wissen, was Dich erwartet.

Kleine Verlage, Kleinstverlage oder gelegentlich Indieverlage sind das, was Du hinter den Namen vermutest. Zumeist sind sie so klein, dass man ihre Mitarbeiter:innen an einer Hand abzählen kann.

Ein klarer Vorteil ist natürlich, dass Du die Verlagsmenschen persönlich kennenlernen kannst und sogar die Chefin oder den Chef. Dadurch kann eine eher familiäre Beziehung entstehen. Zudem ist es hier auch häufiger der Fall, dass Du in die Produktion miteinbezogen wirst. So kannst Du bei der Covergestaltung oder dem Klappentext mehr Einfluss nehmen, als woanders. Gelegentlich sollst Du den sogar schreiben.

Zudem veröffentlichen die kleineren Verlagen eher experimentelle Romane, als die Großen. Hier könntest Du also mit einer ungewöhnlichen Geschichte eher landen.

Der große Nachteil ist der, dass die Reichweite hier häufig fehlt. Denn seien wir mal ehrlich, wie viele Verlage kannst Du spontan aufzählen, die nicht zu den großen Publikumsverlagen zählen? Wenn Du Dich mit dem Thema beschäftigst, vielleicht mehr. Aber frag mal in Deinem Umkreis, die nicht Schreiben. Vermutlich werden sie nicht einen aufzählen können.

Dementsprechend kann es natürlich auch sein, dass Dein Gewinn ein wenig schmaler aussieht. Und auch die Übersetzung oder der Filmvertrag könnte hier schwieriger werden (okay, Spaß beiseite, den gibt es auch nicht beim zwangsläufig beim Publikumsverlag).

Beim großen Verlag kannst Du eher einen Vorschuss bekommen. Das bedeutet, dass Du diesen nutzen kannst, um davon bis zur Veröffentlichung zu leben. Sofern Du nicht einen Brotjob hast.

Zudem steht häufig ein Team hinter Dir, mit dem Du arbeiten kannst. Da Publikumsverlage aber um einiges größer ist, wirst Du die Chefin oder den Chef zwangsläufig nicht persönlich kennen. Nur Deine Ansprechpartner:innen und das war es.

Aber allein, wenn Du sagst oder schreibst, dass Du bei dem Verlag veröffentlicht hast, den viele kennen, sorgt das für entsprechende Aufmerksamkeit. Und häufig wirst Du deswegen gekauft.

Doch häufig ist es so, dass Du kaum bis gar kein Mitspracherecht mehr hast. Ein Publikumsverlag weiß, oder meint zumindest es zu wissen, was gerade angesagt ist und was sich verkauft. Daher werden sie darauf vertrauen und Dich eher außen vor lassen.

Verlage müssen erwirtschaften

Über eine Sache solltest Du Dir immer im klaren sein. Ein Verlag ist und bleibt ein Wirtschaftsunternehmen und ist kein Wohlfartsverein. Das bedeutet, dass sie natürlich Geld verdienen wollen. Und viele tun das durchaus erfolgreich.

Das bedeutet aber auch, dass häufig die Autor:innen auf der Strecke bleiben könnten. Kein Muss, aber darüber solltest Du Dir im klaren sein. Ein Verlag wird dafür Sorgen, dass dieser die Rechnungen bezahlen kann. Egal wie.

Vorteile einer Verlagsveröffentlichung

Natürlich hat es viele Vorteile, bei einem Verlag zu veröffentlichen. Einige möchte ich hier vorstellen, damit Du Dich für diesen Weg bewusst entscheiden kannst.

Lektorat, Korrektorat und der ganze Rest

Ein Verlag möchte natürlich, dass das bestmöglichste Produkt auf den Markt kommt. Daher wird Dir ein Lektorat, ein Korrektorat und alles, was dazu gehört, gestellt. Natürlich auf dem ersten Blick kostenfrei (mehr dazu bei den Nachteilen).

Du kannst also darauf vertrauen, dass der Verlag alles tut, damit aus Deinem Baby was Tolles wird. Immerhin hat dieser auch ein finanzielles Interesse daran.

Werbemittel

Dir wird zumindest ein Grundpaket an Werbemitteln zur Verfügung gestellt, mit denen Du arbeiten kannst. Häufig erscheint dann Dein Buch auch auf den wichtigen Buchmessen am Stand. Oder in den entsprechenden Katalogen.

Damit musst Du meistens nicht komplett von Null anfangen. Sondern startest mit dem, was der Verlag Dir zur Verfügung stellt. Zumal Du eine Verlagsveröffentlichung vorweisen kannst. Das ist für einige Werbung genug.

Leichter in dem Buchhandel

Seien wir doch mal ganz ehrlich, die meisten Autor:innen träumen davon, in die nächste Buchhandlung zu gehen und dort ihr Buch ausgelegt zu finden. Das dürfte ein unbeschreibliches Gefühl sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Verlagsbuch auch in den stationären Buchhandel kommt, ist sehr groß. Allein schon deswegen, weil der Verlag mit Deinem Projekt Geld verdienen möchte. Ausnahme wäre, wenn Du bei einem E-Book-Only Verlag veröffentlich hast. Dann ist das etwas anderes.

Zwischenzeitlich suchen auch kleinere Verlage den Weg in den Buchladen. Das konnte ich bei meinen Streifzügen entdecken.

Der Weg ist frei für Preise oder Organisationen

Fakt ist, für viele Selfpublisher:innen ist der Weg zu diversen Organisationen wie Delia oder entsprechenden Preisen schlichtweg versperrt. Da heißt es explizit, dass Bücher, die im Selbstverlag (also Selfpublishing) nicht aufgenommen oder sonstwie berücksichtigt werden.

Dabei ist es egal, ob das Werk im Selfpublishing häufig besser ist, als viele Verlagsbücher. Hat es keinen Verlag, bist Du als Verlagsautor:in automatisch wertvoller.

Automatische Abrechnungen

Ein seriöser Verlag hat normalerweise den Wunsch, dass Du bezahlt wirst. Daher wird dieser alles dafür tun, dass Du regelmäßig Dein Geld bekommst.

In welchen Abständen dies geschieht, das sollte entweder in Deinem Vertrag stehen. Oder Du erkundigst Dich im Vorfeld. Dann erlebst Du keine spontanen Überraschungen.

Nachteile der Verlagsveröffentlichung

Da, wo Licht ist, ist auch automatisch Schatten. Das bedeutet, dass die Verlagsveröffentlichung auch mit einigen Überraschungen aufwartet. Und die sind nicht immer positiv.

Gatekeeper Verlag

Der Verlag wird immer mit einem Gatekeeper verglichen. Das bedeutet, dass dieser uns vor schlechter Literatur bewahren soll. Zwischenzeitlich ist dem nicht so.

Sicherlich können wir alle mindestens eine Handvoll Bücher benennen, die aus einem Verlag stammen und man eher als schlecht bezeichnen kann. Da könnte man auf die Idee kommen, dass hier die Gatekeeperfunktion versagt hat.

Für mich viel schwerwiegender ist, dass Bücher mit diverse Themen im deutschsprachigen Raum kaum übersetzt oder veröffentlicht werden. Divers Themen wie Bücher von Own Voice Autor:innen, von PoC oder was auch immer. Diese werden eher von kleinen Verlagen bedient. Bei Großen heißt es, dass das nicht gelesen wird. Was aber nicht stimmt.

Es wird reingeredet

Von einigen Autor:innen habe ich gehört, dass Verlage massiv in das Manuskript reingeredet wurde. Es sollten nicht nur einzelne Absätze geändert werden, um den Lesefluss zu verbessern. Teilweise sollte der ganze Roman umgeschrieben werden, um in einem anderen Genre besser zu passen.

Solche Geschichten habe ich schon vor über zehn Jahren gehört. Und vor Kurzem erst wieder. Von daher, ist das nichts Neues.

Größere Abrechnungszeiträume

Je nach Verlag kann die Abrechnung alle drei Monate stattfinden. Zumindest sind das die Zeiträume, von denen ich weiß. Das bedeutet, dass Du in der Zwischenzeit mit dem verfügbaren Geld rechnen solltest.

Wenn Deine Abrechnungszeiträume bekommst, dann ist das keine Selbstverständlichkeit.

Keine Verkaufszahlen

Nicht immer bekommst Du Deine exakten Verkaufszahlen. Das bedeutet, dass Du eine Summe X nach einem Abrechnungszeitraum erhältst. Aber Du weißt nicht, wie viele Bücher Du verkauft hast.

Erkundige Dich auf alle Fälle, ob Du die Zahlen bekommst. Rechne aber nicht damit, dass Du sie kriegst.

Es dauert … bis zur Veröffentlichung

Durchschnittlich heißt es, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis Dein Roman veröffentlicht wird. Das bedeutet, dass Du in dieser Zeit keinen Cent mit Deinem Roman verdienst. Und sollte sich was ändern, zum Beispiel Dein Wunsch nach der Veröffentlichung, kann es schwierig sein, das Projekt wieder zu bekommen.

Auf alle Fälle heißt es, Geduld haben. Viel Geduld haben.

Nichts ist umsonst

Lektorat ist kostenfrei. Das Korrektorat ist kostenfrei. Das Cover ist kostenfrei. Und bestenfalls kriegst Du noch einen Vorschuss geschenkt. Das ist doch toll. Oder?

Wie oben schon erwähnt, ein Verlag ist ein Wirtschaftsunternehmen. Was er Dir vermeintlich schenkt, holt er sich über den Buchpreis und Deinen Tantiemen wieder zurück. Du musst nichts im Vorausbezahlen. Aber Du bezahlst über das, was Du nicht bekommst.

Geringere Tantiemen

Sieben bis zehn Prozent des Buchpreises kannst Du als Tantiemen für Dich verbuchen. Zumindest im Durchschnitt. Im Vergleich, wenn Du für eine gewisse Summe Dein Buch bei amazon als E-Book direkt hochlädst, kannst Du bis zu 70 Prozent dafür bekommen.

Ein anderer Vergleich, der Buchhandel kriegt circa 20 Prozent des Buchpreises, wenn dieser Dein Buch verkauft. Das ausstellen, gerade auf den Tischen kostet übrigens extra.

Eine Autorin sagte mal vor einiger Zeit auf einer Convention, alle können von dem Buch der Autor:innen leben, nur die Autor:innen selbst nicht. Immerhin verdient der Buchhandel mehr als Du an Deinem eigenen Buch. Das lässt tief blicken.

Die Werbetrommel rühren

Die Zeiten, in denen der Verlag alles für Dich abgenommen hat, sind eindeutig vorbei. Du bekommst, mit viel Glück, ein Basiswerbepaket. Den Rest musst Du selbst erledigen.

Gerade, wenn Du ein Erstlingswerk veröffentlichst, wird der Verlag schauen, was dieser in Dich investiert. Den Rest musst Du selbst übernehmen. Bei schlechten Verkaufszahlen könnte Dein Verlag sich überlegen, dass er Dein zweites Buch nicht mehr veröffentlicht.

Abschlussgedanken

Überlege Dir genau, was Du willst. Wiegen für Dich die Vorteile eindeutig die Nachteile auf? Dann könnte die Verlagsveröffentlichung was für Dich sein. Wenn die Nachteile aber zu gewichtig sind, überlege Dir Alternativen.

Ich bin die Letzte, die Dir sagt, was Du zu tun oder zu lassen hast. Aber ich bin die Erste, die Dir sagt, mache Dir Deine Entscheidung bewusst. Dann bist Du für das Meiste gewappnet, was auf Dich noch zukommen wird.

Von daher, viel Spaß bei Deiner Entscheidung.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Allgemeines zu Twitter

Allgemeines zu Twitter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Twitter hat nach einer Studie circa 145 Millionen aktive Nutzer:innen täglich. Damit ist dieses Netzwerk weit abgeschlagen (im Gegensatz zu vielen anderen). Aber das bedeutet nicht, dass Du es ignorieren musst.

Kurze Vorgedanken

Sehr wahrscheinlich ist es, dass Du mit vielen anderen Social Media Kanälen wahrscheinlich mehr Personen erreichen dürfest. Sicher ist aber, dass die Leute hinter Twitter häufig zweifelhafte Entscheidungen treffen, wen sie sperren und wen nicht.

Trotzdem finde ich, dass es sich lohnt, trotzdem mit Twitter zu beschäftigen. Daher schauen wir uns im Februar mal diesen Kanal ein wenig genauer an.

Was genau ist Twitter eigentlich?

Twitter wird als sogenanntes Mikroblogging beschrieben. Das bedeutet, Du bloggst einen kurzen Beitrag und entlässt diesen in die Welt. Und alle, die diesen Beitrag lesen, können darauf antworten.

Ein Vorteil ist, dass alles schnell geht. Du rufst Twitter auf und schon kann es losgehen. Schreiben, was Du möchtest, einen Hashtag setzen, vielleicht einen Link, Leute darüber anschreiben geht auch und schon geht die Nachricht los.

Mit der Nachricht kannst Du nicht nur die erreichen, die Dir folgen. Sondern alle, die Deinen Kanal durchsuchen. Und diese können mit Dir interagieren, solange Dein Konto offen ist. Sie müssen Dir also nicht folgen.

Der große Nachteil dürfte wohl der sein, dass Deine Nachricht schneller verschwindet, als Du sie geschrieben hast. Bei circa 145 Millionen täglichen Nutzer:innen ist es schwer die entsprechende Aufmerksamkeit zu generieren.

Eine eigene Sprache

Wie viele Sachen, gibt es bei Twitter einige Wörter, die man durchaus kennen sollte. Daher führe ich hier die bekanntesten auf, damit Du verstehst, was ich im Folgenden schreibe.

Tweet

Wenn Du eine Nachricht in die Welt entlässt, dann handelt es sich dabei um einen Tweet. Im Folgenden ein Beispiel:

Ein Tweet kann maximal 280 Zeichen lang sein. Und in diesem Tweet kannst Du alles einfügen, was möglich ist. Deine Nachricht mit einem Hashtag, einem Link oder einem Tag. Sollte die Nachricht länger als 280 Zeichen sein, dann kannst Du diesen nicht abschicken. Das bedeutet, dass Du Deinen Tweet so lange bearbeiten musst, bis Du auf 280 Zeichen gekommen bist.

Retweet

Wenn Dir ein Tweet gefallen hat, dann kannst Du ihn aus Deinem Timeline quasi nehmen und ihn mit denen teilen, die Dir folgen.

Früher musstest Du Dir Deine 140 Zeichen (so fing Twitter mal an) mit dem Retweet teilen. Jetzt ist es nicht mehr so.

Ruf mal diesen Tweet auf. Dann siehst Du, dass ich den Originaltweet von @JudithCVogt retweetet habe. Dazu hab ich dann meinen Beitrag geschrieben. Damit kannst Du nicht mehr den Originaltweet verändern. Zudem frisst der Retweet nicht mehr Deine Zeichen.

Damit kannst Du Werbung für andere machen, indem Du sie retweetest (das ist die Aktion beim Retweet). Gleichzeitig kannst Du auch zeigen, wen Du kritisierst und warum.

Thread

Ein Thread ist, wenn Du mehrere Tweets aneinander reihst. Das kann wichtig sein, wenn Du etwas Wichtiges schreiben möchtest, aber das nicht in 280 Zeichen unterbringen kannst.

Der Vorgang ist einfach: Du schreibst den ersten Tweet und schickst diesen ab. Wenn er erscheint, antwortest Du auf diesen Tweet und schickst den ab. Beim ersten Tweet siehst Du (und alle anderen) dann, dass da noch mehr Beiträge kommen.

Der dritte Beitrag sollte dann auf dem zweiten Tweet folgen, nicht auf den ersten. So können alle Deinen Thread nach und nach durchlesen, ohne hin und her springen zu müssen.

Zwischenzeitlich hat sich ein Trend entwickelt. Und zwar wird jeder Tweet in der Reihenfolge durchnummeriert. Also der erste Tweet bekommt eine 1. Wenn weitere Beiträge folgen und Du weißt genau, dass es am Ende zwölf sind, dann schreibe 1/12. Wenn Du noch nicht weißt, wie viele Tweets es am Ende werden, dann kannst Du auch 1* schreiben. Beim letzten Tweet würde ich dann schreiben 6/6. Dann wissen die Meisten, dass Du mit Deinem Thread fertig bist.

Hashtag

Mit Hilfe eines Hashtags kannst Du Deine Tweets quasi organisieren. Du zeigst, in welche Richtung es mit Deinem Tweet gehen soll.

Ein Beispiel wäre #Autor_innenleben. Damit sehen die Leute, in welche Richtung Dein Tweet geht. Und wenn man diesen Hashtag anklickt (er benimmt sich wie eine Art Link), ruft Twitter für Dich alle Tweets mit diesem Hashtag auf. Daher Vorsicht bei Rechtschreibfehlern.

Mit den Hashtags hast Du die Chance, dass Leute mit einem ähnlichen Geschmack oder ähnlichen Gedanken Dir folgen können. Bedingung ist natürlich, dass sie dem Hashtag aufrufen. Aber darüber hast Du größere Chancen.

Follow

Follow bedeutet, dass Du einen anderen Account folgt. Die Tweets dieses Accounts tauchen dann automatisch in Deiner Timeline auf. Zumindest in der Theorie sollte Dir kein Tweet mehr entkommen. In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Je mehr Du folgst, desto eher verschwinden auch die Tweets, wenn Du nicht Online bist.

Wichtig zu wissen ist, dass die Leute Dir nicht automatisch folgen müssen. Häufig kann das passieren, aber es ist kein Muss. Mein Tipp ist, dass Du mit den Leuten interagierst. Höflich, respektvoll und interessant. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Leute Dir zurückfolgen.

Follower

Das sind die Accounts, die Dir am Ende folgen. Je mehr Du Interessantes tweetest, desto eher werden die Leute Dir folgen. Am Ende kann es passieren, dass Dir mehr Leute folgen, als Du. Außer Du folgst allen zurück, die Dir folgen.

Häufig sehen es viele als negativ an, wenn Du mehr Accounts folgst, als Dir folgen. Aber mach Dir keine Gedanken darum. Gerade am Anfang kann das völlig normal sein. Und wenn es dauerhaft ist, kannst Du Dir überlegen, das zu ändern. Oder es ist Dir egal, solange Du Dich damit wohl fühlst.

Dir wird irgendwann sicherlich auffallen, dass Deine Followerzahl steigt, nur um dann wieder zu sinken. Es gibt Leute, die nur deswegen Accounts folgen, damit diese Zurückfolgen. Solche Accounts haben letztendlich kein wirkliches Interesse an Deinen Tweets. Daher empfehle ich ganz klar, schau Dir die Accounts an. Wenn sie Dir zusagen, kannst Du denen folgen. Wenn nicht, dann lass es ruhig. Die Leute verschwinden schon wieder.

Muten

Muten bedeutet, dass Du die Tweets von anderen Leuten nicht siehst. Aber wenn Du einen Beitrag aufrufst, siehst Du, dass jemand unbekanntes geantwortet hat. Theoretisch kannst Du das muten aufheben und die Tweets der Person sehen.

Das muten kann besonders dann interessant sein, wenn jemand penetrant ist. Also immer wieder Dich mit Werbung belästigt oder Antworten schreibt, wo Du Dich fragst, was das mit Deinem Tweet zu tun hat.

Wichtig zu wissen ist, dass die Person, die gemutet wurde, gar nicht mitbekommt, dass Du deren Tweets nicht mehr liest. Sie oder er wird sich nur wundern, warum Du nicht antwortest. Aber das bekommst Du ja dann auch nicht mehr mit.

Blocken

Es gibt Leute, mit denen will man einfach keinen Kontakt haben. Und gelegentlich ist das muten nicht mehr hilfreich. Dann greifst Du zum härtesten Mittel. Du blockst die Leute, sodass sie Dir nie wieder eine Nachricht schreiben oder auf Deinen Kanal zugreifen können. Das bedeutet aber auch, dass Du das ebenfalls nicht kannst.

Im Gegensatz zum muten, sehen die Leute, dass sie geblockt wurden, wenn sie Dein Profil aufrufen. Damit ist das kein Geheimnis mehr. Und leider gibt es Kreise, die sich sogar damit brüsten, wenn sie geblockt wurden.

Hier zwei Empfehlungen rund um das Blocken:

  1. Wenn Du jemanden blocken willst, dann tue es. Keine Hemmungen, keine Schuldgefühle. Es ist Deine Zeit und es geht um Dein Wohlbefinden. Wenn Dir jemand nicht gut tut, blocke den Account. Du hast jedes Recht dazu.
  2. Erkläre und entschuldige Dich nicht dafür. Du hast jemanden geblockt, der oder die bei allen anderen beliebt ist? Dann ist es eben so. Mit Sicherheit hattest Du gute Gründe dafür. Damit müssen die anderen eben leben.
    Übrigens, auch ein Block kann gegebenenfalls aufgehoben werden.

Die ersten Schritte auf Twitter

Wie Du Twitter genau nutzen kannst, dazu gibt es noch einen eigenen Beitrag. Daher hier nur ein paar grobe Schritte.

Der erste Schritt ist natürlich, Du musst Dich registrieren. Wenn Du dort einfach nur ab und an Tweets lesen möchtest, ist das nicht notwendig. Willst Du aber richtig mitmischen, dann benötigst Du natürlich einen eigenen Account.

Neben einigen Standarddaten, wie Deine E-Mailadresse, musst Du noch einen Namen und einen Tagnamen eingeben. Willst Du unter einem Autor:innennamen bekannt werden, empfehle ich Dir, diesen zu wählen. Schau aber genau hin, ob dieser nicht schon vergeben ist.

Während der Tagname durchaus eindeutiger sein kann, kannst Du den Sichtnamen kreativ wählen. So kann dort auch stehen, wo Du als Nächstes auftauchen wirst. Also auf einer Buchmesse oder einer Convention.

Der zweite Schritt ist die Wahl eines guten Avaters und eines Banners. Es gibt viele Hinweise und Empfehlungen, denen Du, nach der Meinung anderer, nachkommen solltest. Tatsächlich ist es aber so, dass viele Leute quasi blind werden, wenn Du Dein Avaters änderst. Sie lesen nicht Deinen Namen, sondern sehen Dein Bild. Daher wäre es gut, wenn Du so wenig wie nur möglich Dein Avater änderst.

Der zweite Schritt ist den ersten Accounts folgen. Da ich jetzt seit über zehn Jahren bei Twitter bin, weiß ich nicht so genau, wie das heute ist. Von einigen habe ich schon gehört, dass Du zwangsweise anderen Accounts folgen musst. Ob das stimmt, ich bin mir da nicht sicher. Auch wenn, das ist kein Problem.

Eines ist sicher, Du kannst den Accounts genauso schnell entfolgen, wie Du ihnen gefolgt bist. Von daher kannst Du das mitmachen.

Und dann schickst Du einfach den ersten Tweet in die Welt. Der Klassiker dürfte wohl sicherlich “Hello World” sein. Warum nicht, schreib ihn und zeig allen, dass Du da bist.

Zeig allen, die Du kennst, dass Du Twitter hast, und verbinde Dich mit ihnen. Damit dürfest Du auch die ersten Follower haben. Was dann kommt, erfährst Du in den kommenden Wochen.

Abschlussgedanken

Twitter kann viele Möglichkeiten bieten. Aber es hat auch Schwächen. Von daher kann ich Dir nur empfehlen, Dich damit ein wenig zu beschäftigen. Wenn es etwas für Dich ist, dann bleib dabei. Wenn nicht, dann kannst Du Deinen Account auch wieder löschen.

Für den Februar sind folgende Beiträge geplant:

Dann wünsche ich Dir viel Spaß auf Twitter.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele (@fr_schreibseele)

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[Newsletter] Mein Weg zu einem Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nachdem die Vorgedanken durch sind, ist es Zeit, alles in die Praxis umzusetzen. Dazu gehört es nicht nur, sich über alles Gedanken zu machen, sich zu registrieren oder Werbung zu machen. Ganz wichtig ist es, den Mut zu haben, es wirklich umzusetzen.

Kurze Vorgedanken

Vielleicht hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie Dein Newsletter aussehen soll. Oder Du willst im Dezember, so zum Jahresschluss damit anfangen. Egal wann, meine Empfehlung ist ganz klar, mach einfach.

Du wirst sowieso Fehler machen (ich weiß, sehr aufbauend). Aber wenn Du gar nicht anfängst, wirst Du nie besser werden und sehen, was Du alles erreichen könntest. Daher ist es wichtig, den ersten Schritt zu tun. Und dann immer einen Schritt weiter gehen.

Gedanken und Vorbereitungen

Bevor Du Deinen ersten Newsletter versendest, kannst Du noch einmal durchatmen. Nimm Dir ein Stück Papier oder eine leere Schreibdatei und mach Dir Gedanken. Worüber möchtest Du schreiben und die anderen informieren.

Hast Du ein bestimmtes Thema, dann kannst Du auch schon einige Newsletter vorbereiten. Das ist durchaus legitim. Meine Empfehlung ist aber, dass Du die Datei offenlässt. Damit meine ich, dass Du Dir selbst immer noch Platz gönnst, um wichtige Informationen einzufügen.

Du hast spontan eine Kurzgeschichte auf Deine Seite veröffentlicht? Toll. Dann kannst Du diese verlinken. Oder wenn Du die Zusage zu einer Teilnahme an einer Anthologie hast. Auch so etwas kann in Deinen Newsletter eingefügt werden. Immerhin ist es Dein Newsletter. Da darfst und sollst Du Deine Lesende darüber informieren.

Solltest Du aber ein festes Thema haben, dann kannst Du die zukünftigen Mails durchaus vorbereiten. Schreibe alles, was Du mitteilen möchtest in verschiedenen Dateien (für jede E-Mail eine eigene Datei). Und alles, was spontan dazu kommen soll, ergänzt Du vor dem versenden.

Hast Du ein Thema, der eher aktuelle Mails benötigst, musst Du schauen, wie Du an die entsprechende Zeit kommst. Die Meisten von uns haben eher am Wochenende Zeit. Daher würde ich selbst dann ein Versendezeitraum wählen, statt einem Tag. Zum Beispiel jedes erste Wochenende im Monat. Oder, noch konkreter, jeden ersten Sonntag im Monat. Damit habe ich den Samstag noch Zeit, um die Mail zu schreiben.

Schaffen wir Fakten

Nutze die Vorbereitung aber nicht, um Dich vor dem großen Schritt zu drücken. Während Du sie schreibst, meldest Du Dich bei Deinem Wunschanbieter an. Bist Du Dir noch nicht sicher, wer das sein könnte, schau Dir die Anbieter anderer Autor*innen an. Welche nutzen sie und kommen sie für Dich im Frage (Tipp: Schau am besten im Fußbereich der Newsletter nach, häufig findest Du dort Hinweise auf die verschiedenen Anbieter).

Bei manchen brauchst Du ein wenig, um Dich einzuarbeiten. Daher empfehle ich Dir, Dich parallel zum Vorbereiten der Inhalte, Dich mit Deinem Anbieter auseinanderzusetzen. Damit sparst Du Dir Zeit. Und je besser Du Deinen Anbieter kennst, desto eher wirst Du Deine erste E-Mail los senden.

Die Seite vorbereiten

Auf Deiner Internetseite würde ich nun eine Seite vorbereiten. Stell dort Deinen Newsletter vor. Das kannst Du tatsächlich schon machen, auch wenn Du gar nicht soweit bist. Damit machst Du Werbung auf etwas, was noch in naher/weiter Zukunft ist.

Schreib dann ein Datum hin, ab wann Dein Versand erfolgt. Meine Empfehlung ist aber, es sollte nicht zu lange dauern. Also zwischen der Schaltung der Seite und dem Versenden der ersten E-Mail sollte nicht zu viel Zeit verstreichen.

Schlimmstenfalls denken die Leute, dass Du sie nur auf den Arm nehmen willst und ignorieren Dich irgendwann. Du kannst zwischenzeitlich auch die Möglichkeit zur Anmeldung zur Verfügung stellen. Dann werden sie nicht immer wieder auf Deine Seite schauen, sondern warten auf den Versand der E-Mail.

Wenn Du ein konkretes Datum festlegst, warten die Leute gegebenenfalls auch mal länger auf den ersten Versand. Lässt Du sie in der Luft hängen, könnte es schlimmstenfalls sein, dass sie Dich hängen lassen.

Erstell Dir einen Fahrplan, wie Du vorgehen willst und wann Du was erledigst. Und vor allem, halte Dich selbst daran.

Alles zusammenfügen

Du hast Dich also für einen Anbieter entschieden und registriert. Einige E-Mail-Inhalte wurden vorbereitet. Und Du hast Dich um Deine Seite gekümmert, wo sich Interessierte anmelden können.

Das sind wichtige Schritte. Nun melde Dich an und bereite alles vor. Wenn Du das alles getan hast, dann kannst Du alles versenden.

Ab wann darf es losgehen?

Wenn Du Dir ein Datum gesetzt hast, dann schau nach, ob sich schon jemand angemeldet hat. Dann würde ich die Mails los senden. Auch dann, wenn es tatsächlich nur eine einzige Person ist. Immerhin hat sich diese Person entschieden, Deine Mails zu bekommen. Belohne sie damit, dass sie auch diese bekommt.

Melden sich weitere Leute an, kannst Du entscheiden, ob sie die Mails ebenfalls erhalten. Oder Du sagst Dir, wer zuletzt kommt, bestraft das Leben. Das ist vollkommen Dir überlassen.

Abschlussgedanken

Es heißt immer wieder, wann war der beste Tag um etwas zu machen. Sagen wir es so, heute ist ein guter Tag, um Deinen Newsletter zu beginnen.

Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, entschied ich mich für einen Newsletteranbieter und hab mich angemeldet. Damit hab ich selbst keine Ausrede mehr, um nicht die nächsten Schritte zu gehen.

Den heutigen Abend werde ich unter anderem damit verbringen, um die Seite vorzubereiten. Und dann geht es los. Wie sieht es bei Dir aus? Bist Du bereit?

Auf Deinen Newsletter freue ich mich schon.

Bis dahin alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Die Gestaltung einer E-Mail

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn Du Dir über alle Punkte Gedanken gemacht hast, also über die Inhalte, mögliche Freebies, Deinen Anbieter gewählt hast und wo Du Werbung machen möchtest, kommen wir endlich zu Deinem ersten Newsletter. Wie soll er aussehen und welche Inhalte möchtest Du veröffentlichen?

Kurze Vorgedanken

Theoretisch kannst Du Dir für jeden Newsletter ein neues Konzept ausdenken, wie Du es aufbauen möchtest. Damit meine ich optisch, als auch inhaltlich. Damit kannst Du durchaus Deinen Lesenden ein Highlight bieten. Denn sie werden jedes Mal von neuem überrascht, was Du ihnen dieses Mal bietest.

Jedoch hat es einen Grund, warum die meisten Newsletteranbietenden einen einheitlichen Stil anbieten. Darüber bauen sie sich als Marke auf. Und damit steigt der Wiedererkennungswert.

Farben, Formen und Bilder

In letzter Zeit beschäftige ich mich intensiver mit den ganzen Newslettern, die ich bekomme. Und was soll ich sagen, bei mir sind Namen häufig Schall und Rauch. Somit erkenne ich nicht unbedingt die Person hinter dem Newsletter, für den ich mich mal angemeldet habe.

Rufe ich aber die E-Mail auf, erkenne ich dann das Design des Newsletters. Und dann erinnere ich mich häufig, wer das überhaupt ist.

Dein Design

Idealerweise findest Du Dein Design, mit dem Du glücklich bist und der auch einige Jahre hält. Ansonsten kannst Du anfänglich ruhig ein wenig experimentieren. Nur irgendwann empfiehlt es sich, auf Dein Design zu kommen, damit Du einen Wiedererkennungswert bekommst.

Das Problem ist nur häufig so, wenn Du die kostenfreie Version nimmst, dass die Erstellung eines eigenen Designs durchaus eingeschränkt ist. Daher kann es natürlich schwierig sein, Deine Farben und Formen zu wählen.

Hier gibt es einen kleinen Trick. Und zwar kannst Du mit einer PDF-Datei arbeiten. Diese gestaltest Du so, wie Du sie haben möchtest. Dann lädst Du sie im Internet hoch (zum Beispiel über Google Drive) und verlinkst diese Datei am Ende.

Dann wählst Du ein Design für die E-Mail aus, mit denen Du Deine Liste anschreibst. Und in dieser verschickst Du Deinen Link. Kleiner Hinweis jedoch, schreib auf alle Fälle etwas in die E-Mail hinein. Es wäre doch sehr unhöflich, wenn Du einfach nur Links durch die Gegend schickst.

Deine Bilder

Das ist eher optional. Aber wenn Du halbwegs zeichnen kannst (kann ich nicht, trotzdem gibt es meine frau schreibseele), dann zeichne auch ruhig etwas. Damit kannst Du Deine Newsletters aufpeppen. Und Du zeigst damit, dass Du Dir Mühe gegeben hast.

Solltest Du Bilder aus Datenbanken verwenden, achte hier bitte auf das Urheberrecht. Gerade in freien Datenbanken werden wild Bilder hochgeladen, ohne zu berücksichtigen, dass es ein Urheberrecht verletzten könnte.

Das gilt übrigens auch, wenn Du eigene Bilder verwendest. Die Bilder selber unterstehen Deinem Urheberrecht. Aber nicht unbedingt das Motiv (Stichwort: Persönlichkeitsrechte, wenn Personen dort abgebildet sind).

Dein Inhalt

Nachdem Du Deinen Newsletter optisch gestaltet hast, kommen wir zu den Inhalten.

Die Begrüßung

Wenn Du die Namen der Leute auf Deiner Liste hast, kannst Du sie natürlich auch namentlich begrüßen. Viele Anbieter haben ihre Newsletter so programmiert, dass Du einen Code einfügen kannst, welchen dann die Namen ausliest. So fühlen sich die Personen direkt angesprochen, wenn sie die Mail aufmachen.

Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das durchaus Eindruck schinden kann. Häufig hab ich eine E-Mail allein deswegen geöffnet, weil ich dachte, es sei eine persönliche Nachricht für mich. Oder anders ausgedrückt, ich hab mich hereinlegen lassen.

Aber Achtung, das bedeutet trotzdem nicht, dass Du bei der Anmeldung den Namen zum Pflichtfeld machen darfst. Das muss weiterhin freiwillig bleiben. Denn Du benötigst nicht den Namen, um eine E-Mail zu versenden.

Einleitung

Wie Deine Einleitung aussieht, musst Du für Dich entscheiden. Entweder Du begrüßt Deine Liste einfach nur so. Oder Du stellst ihnen vor, was sie in diesem Newsletter erwarten dürfen.

Dabei kannst Du ganz standardisiert vorgehen. Oder jedes Mal von neuen und kreativ.

Dein Text

Je nach Thema Deines Newsletters kannst Du entweder auf Deine Bücher zu sprechen kommen. Oder alternativ auf Dein Thema. Denk auf alle Fälle an genügend Absätze.

Vor einiger Zeit habe ich einen Blog gefunden, der nur aus Textwüsten bestand. Irgendwann hab ich aufgegeben die Beiträge zu lesen. Es war mir einfach zu anstrengend. Die Person dahinter hab ich darauf hingewiesen, leider ohne Erfolg. Daher meine Empfehlung, mach es besser. Denn ich denke mal, Du möchtest, dass Deine Liste alles von Dir liest und nicht irgendwann einmal aufgibt.

In diesem Bereich kannst Du, sofern Du möchtest, auch den Link zu einer PDF-Datei setzen. Entweder zu einem Freebie. Oder, sofern Du das bevorzugst, zu dem Inhalt Deines Newsletters.

Der Abschluss

Freundlich und einladend, solltest Du die Leute dann entlassen. Und zwar so, dass sie Lust darauf haben, den nächsten Newsletter von Dir zu lesen.

Ob Du über den nächsten Newsletter schreibst oder einfach nur die Leute verabschiedest, ist Dir überlassen. Wichtig ist nur, wenn Du etwas ankündigst, empfiehlt es sich, dieses Versprechen dann auch einzuhalten. Ansonsten sind die Leute enttäuscht. Ein oder zwei Mal machen sie das mit. Irgendwann werden sie Dir aber dann die Treue kündigen.

Abschlussgedanken

Wichtig ist erst einmal, dass Du Dich mit dem Endergebnis wohlfühlst. Wenn Du sagst, ja, ich kann diese E-Mail versenden, ist schon einmal viel gewonnen. Denn Du kennst Deinen Geschmack wahrscheinlich am besten. Und Du weißt, was zu Dir und Deiner Marke passt. Und vor allem, was harmonisch aussieht.

Setz Dich einfach hin und probiere einiges aus. Und notfalls, frag ruhig andere nach deren Meinung. Mal sehen, was sie dazu sagen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Werbung FÜR Deinen Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn es so weit ist und Du einen Newsletter hast, ist es natürlich wichtig, für diesen Werbung zu machen. Immerhin soll sich am Ende Deine Liste ordentlich füllen.

Kurze Vorgedanken

Nicht nur für Deine Bücher musst Du letztendlich Werbung machen. Sondern auch für Deinen Newsletter. Immerhin möchtest Du aller Wahrscheinlichkeit nach ja über diesen dann wieder Werbung für Deine Bücher machen. Am Ende, wenn Deine Liste gut gefüllt ist.

Es ist also ein Kreislauf, auf den Du Dich dann einlassen kannst und durchaus solltest. Mit einer guten Liste ist es dann wahrscheinlicher, dass Deine Bücher am Ende sich besser verkaufen. Wenn Du aus Deinen Lesenden zu richtigen Fans machen kannst.

Rechtzeitig anfangen

Vielleicht klingt das als Werbemaßnahme ein wenig seltsam, kann aber sehr wichtig sein. Denn einen Newsletter kurz vor der Veröffentlichung bereitzustellen ist zu spät.

Sobald Du weißt, dass Du eine Geschichte veröffentlichen möchtest, solltest Du anfangen, an Deinem Newsletter zu arbeiten. Also heute. Auf diese Weise haben die Menschen überhaupt eine Chance sich anzumelden und Deinen Weg zu verfolgen.

Natürlich kannst Du auch kurz vor Deiner Veröffentlichung diesen anmelden. Aber dann haben Menschen, die Dich gerne über dieses Medium unterstützen möchten, nicht die Möglichkeit. Und schlimmstenfalls verpassen sie Deine Veröffentlichung.

Gute Freebies

Auch wenn ich als Anmeldegeschenk kein Freebie mehr anbieten würde, finde ich, dass Freebies eine gute Idee sind. Und wenn sich herumspricht, dass Du interessante und sinnige Dateien anbietest, ist es gut möglich, dass sie gerne auf Deine Liste wollen.

Daher überlege Dir heute Abend noch mindestens fünf Ideen, woraus Du am Ende ein Freebie machen würdest. Und fange mit der ersten Idee an, diese umzusetzen.

Werbung IM Buch

Einer der wichtigsten Orte für die Werbung ist in Deinen Büchern. Du kannst sowohl am Anfang und*oder auch am Ende auf Deinen Newsletter hinweisen. Und das solltest Du durchaus auch machen.

Reserviere eine Seite (orientiere Dich hier an einem Printbuch) und stelle dort Deinen Newsletter vor. Ganz wichtig ist natürlich der Link, damit die interessierten Personen dorthin gelangen (nicht, dass Du diesen versehentlich vergisst).

Dann erzähle auf dieser Seite, warum sich die Leute für Deinen Newsletter anmelden sollen. Also, welche Inhalte bietest Du ihnen an. Wie oft erscheint er und was für Themen möchtest Du ihnen vorstellen.

Sei dabei so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich. Also erzähle alles, was wichtig ist. Und lasse alles unnötig weg. Immerhin hast Du nicht viel Platz. Zudem möchtest Du aller Wahrscheinlichkeit nach, sie nicht verschrecken, mit unnötig vielen Informationen.

Offline Werbung

Natürlich kannst und sollst Du auch offline Werbung für Deinen Newsletter machen. Dazu gehört ein Hinweis auf Deine Visitenkarte, Deiner Postkarte oder auch Deinem Lesezeichen. Da diese Dinge häufig in einem Printbuch landen (hoffentlich nicht nur in Deinem, damit Du auch in anderen Büchern in Erinnerung bleibst), werden sie sich vielleicht überlegen und sich anmelden.

Theoretisch kannst Du auch einen Flyer mit Deinen Büchern erstellen, für die Du Werbung machen möchtest. Und auf der Rückseite des Flyers informierst Du dann über Deinen Internetauftritt. Dabei kannst Du auch schreiben, ob Du einen Podcast hast oder eben auf Deinen Newsletter hinweisen.

Vor einigen Jahren habe ich gesehen, wie eine Autorin eine Liste herumreichte, um sich so für den Newsletter anzumelden. Dort musste man die E-Mail-Adresse eintragen und unterschreiben, dass man diesen empfangen möchte.

Inwiefern das in der Zeit der DSGVO noch geht, bin ich mir nicht sicher. Solltest Du an solch einer Aktion interesse haben, meine Empfehlung ist, erkundige Dich im Vorfeld nach der rechtlichen Lage. Sicher ist sicher.

Soziale Medien

Natürlich ist es wichtig, Deinen Newsletter auf Deiner Internetseite vorzustellen. Aber genauso ist es wichtig, darüber auf Deinen sozialen Kanälen zu schreiben.

Wenn Du jetzt an Deinem Newsletter arbeitest, schreib einfach darüber. Eben, dass Du an diesem schreibst und vielleicht auch die eine oder andere Information, worüber Du schreibst. Natürlich aber auch, wann der versendet wird. In diesem Fall würde ich immer den Anmeldelink mitsenden. Damit haben Interessierte die Möglichkeit noch schnell auf Deine Liste zu hüpfen.

Und natürlich, poste in regelmäßigen Abständen den Link zu Deiner Seite, in der Du Deinen Newsletter vorstellst. Dort können sich die Leute über Dein Angebot informieren und sich halt anmelden.

Abschlussgedanken

Wichtig ist, über Deine Angebote zu sprechen. Dezent aber konsequent. Auf einigen sozialen Kanälen kannst Du öfters darüber posten (wie Twitter). Andere hingegen verlangen ein dezenteres vorgehen. Und natürlich, bereite die Informationsseiten auf Deiner Webseite und in Deinem Buch gut vor. Damit die Leute auch Lust haben sich anzumelden.

Kurz geschrieben, bleib dabei, bleib konsequent und biete Deiner Liste interessante Informationen. Dann wird sie sich fühlen. Langsam vielleicht, aber hoffentlich stetig.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[ Newsletter] Werbung in Deinem Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

sobald Du Deinen ersten Roman veröffentlicht hast, willst Du natürlich in Deinem Newsletter darüber berichten. Warum sonst solltest Du diesen anbieten?

Kurze Vorgedanken

Wenn Du innerhalb Deines Newsletters Werbung machst, so hab ich erfahren, musst Du auch einige Dinge beachten. Einige Hinweise wirst Du sicherlich schon kennen und vermutlich auch selbst schon anwenden. Andere vielleicht weniger.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Gesetzte Links zu Büchern sind keine Affiliate-Links.

Was ist genau Werbung?

Vielleicht lachst Du darüber, weil Du Dir denkst, dass wir alle irgendeine Definition davon kennen. Lass uns trotzdem darüber kurz reden.

Im Grunde genommen handelt es sich dabei – sehr grob beschrieben – um eine Anpreisung eines Artikels oder einer Dienstleistung. Gelegentlich kann beides auch kombiniert werden. Werbung kann als Printversion erscheinen (zum Beispiel als Plakat), visuell (Werbespot im TV als Beispiel) oder mit Ton (ein Werbespot im Radio).

Dabei geht es darum, innerhalb von wenig Platz auf einem Plakat oder wenigen Sekunden im Spot eine Botschaft zu übermitteln. Dabei sind Bilder und Worte enorm wichtig.

Trotzdem muss man sich an gewisse Spielregeln halten, wenn man die Werbung schaltet. Zum Beispiel darf man ein anderes Produkt nicht schlechter darstellen (Mein Produkt ist besser als YZ). Oder Unwahrheiten behaupten (mit diesem Produkt wirst Du schön und reich). Und natürlich andere beleidigen (XYZ weigert sich das Produkt zu kaufen, und ist damit bescheuert).

Was leider immer noch zu einem pseudoguten Ton gehört ist leider rassistische und*oder sexistische Werbung. Tatsächlich gibt es Unternehmen, die bewusst diese Elemente nutzen, um zu provozieren. In meinen Augen geht das überhaupt nicht. Daher meine klare Empfehlung: Lass das!

Werbung in Deinem Newsletter

Was hat das nun mit Deinem Newsletter zu tun?

Natürlich sollst Du in Deinem Newsletter für Dein Buch werben. Dafür ist es am Ende da. Du bietest (hoffentlich) guten Content zwischen den Veröffentlichungen von zwei Büchern an. Dann darfst Du Dir auch mal gönnen, in einem Newsletter ausführlich über Dein neuestes Werk zu schreiben.

Aber theoretisch kannst Du auch für andere Werke oder auch Produkte bzw. Dienstleistungen Werbung machen. Das ist Dein gutes Recht. Vor allem, wenn Du dahinter stehst.

Solltest Du Werbung präsentieren?

Das ist natürlich eine Gewissensfrage. Möchtest Du überhaupt Werbung schalten? Oder bist Du eher dagegen? Darüber kannst Du Dir jederzeit Gedanken machen und die Ergebnisse Deiner Überlegungen auch ändern.

Wichtig ist aber, dass Du für Dich eine Haltung hast, mit der Du Dich auch wohlfühlst. Wenn Du zum Beispiel überhaupt keine Werbung aufnehmen möchtest, solltest Du Dich auch niemals dazu überreden lassen, es doch aufzunehmen.

Zudem solltest Du in Deine Überlegungen einschließen, wofür Du und Dein Newsletter stehen wollt. Also für welches Thema. Passt dann da Werbung hinein? Oder eher weniger?

Wie viel Werbung passt so?

Frag Dich selbst, wie viel Werbung Du in einem anderen Newsletter sehen willst. Sehr wahrscheinlich dürfte es nicht viel sein. Von daher kannst Du das dann als Maßstab sein.

Auf alle Fälle empfehle ich, nicht zu viel zu machen. Außer Du willst direkt regelmäßig einen Werbenewsletter versenden. Dann solltest Du dies auch entsprechend kommunizieren.

Welche Art von Werbung füge ich so ein?

Idealerweise solche, die zu Deinem Hauptthema passt. Wenn Du einen Büchernewsletter veröffentlichst, dürften Bohrmaschinen weniger passen. Außer in Deinen Büchern geht es um dieses Thema.

Also thematisch passende Werbung ist natürlich die beste Werbung. Sicherlich hast Du schon einige Gedanken dazu, wenn Du Dich für dieses Thema entscheidest.

Achtung! Recht!

Wie oben schon geschrieben, ich habe keinen rechtsberatenden Beruf. Daher sind folgende Punkte keine Rechtsberatung oder sonstige Empfehlung. Nutze sie als Grundlage für ein Gespräch bei einer Anwältin oder einem Anwalt oder wen auch immer.

Affiliate-Links

Affiliate-Links sind Links, die zu einem Partnerprogramm führt. Das bieten viele Online-Shops an. Du registriert Dich bei diesem Programm und generierst dann meistens über einen Tool einen Link zu einem Produkt. Wenn Deine Liste dann auf diesen Link klickt, registriert das Programm dies und bei einem Kauf kriegst Du einem bestimmten Prozentsatz.

Für die, die den Link als Kaufende nutzen, entsteht kein Nachteil. Der Preis bleibt gleich. Nur, dass Du einen Gewinn bekommst. Wobei, Nachteil. Eventuell werden hier Daten gesammelt. Zumindest könnte ich es mir vorstellen.

Wichtig ist aber, dass Du schreibst, dass es sich bei den gesetzten Links um Affiliate-Links handelt. Denn damit verdienst Du Geld. Solltest Du das nicht machen, könnte es schlimmstenfalls eine Abmahnung geben. Daher empfehle ich Dir, auch zu schreiben, wenn Du zwar Links zu einem, sagen wir, Buch setzt, dies aber kein Affiliate-Link ist.

Das Wort “Werbung”

Sobald Du mit einem Produkt Geld verdienen willst (dazu gehört auch, wenn Du Deine Liste bittest, Dein Buch zu kaufen), ist Dein Newsletter ein Werbenewsletter. So schnell kann es gehen.

In einem Buch, zum Thema E-Mail-Marketing las ich, dass in solchen Fällen das Wort “Werbung” in die Betreffzeile gehört. Und zwar am Anfang der Zeile, so dass ich es sofort erkennen kann. Eben nicht am Ende. Der Hintergrund ist der, dass man das Wort und damit den Hintergrund der E-Mail sofort erkennen kann.

Gerade bei langen Betreffzeilen würde das Wort “Werbung” nach hinten rutschen und wäre fast unlesbar. Man käme der Verpflichtung zur Information nach. Aber wer würde das sehen? Vermutlich wenige.

Damit Deine Lesenden wissen, worauf sie sich bei Deinem Newsletter einlassen, gehört eben die richtige Bezeichnung dazu. Zusätzlich würde ich empfehlen, in einem kurzen Vorwort noch zu erwähnen, dass der nachfolgende Text eben Werbung und Affiliate-Links und derartiges enthält.

Mach es Deinen Lesenden so leicht wie nur möglich an alle Informationen zu kommen, die sie benötigen. Damit fährst Du am besten. Sie werden informiert und Du musst Dir keine Sorgen wegen irgendwelchen Rechtsbrüche machen.

Abschlussgedanken

Werbung ist durchaus in Ordnung. Gerade, wenn Du die Bücher von Kolleg*innen bewerben möchtest. Damit vernetzt Du Dich und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass sie es auch für Dich tun.

Zudem bin ich eine Anhängerin davon, andere zu unterstützen, wenn ich sie oder ihre Werke mag. Auch ohne Gegenleistung.

Wichtig ist aber, dass Du Deine Rechten und Pflichten kennst. Dann kannst Du ohne Sorgen Deinen nächsten Newsletter versenden. Auch wenn ich bei Autor*innen bisher eher wenig bis gar keine Werbung in den E-Mails gesehen habe. Vielleicht ist hier eine Marketinglücke?

Egal wie Du es handhaben möchtest. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Das Freebie

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag geht es um mein Lieblingsthema, auch wenn ich manchmal die Umsetzung hasse. Aber darüber reden und schreiben tue ich gerne.

Kurze Vorgedanken

Vor einigen Jahren kam man als Newsletter-Anbieter*in nicht herum, sich Gedanken um das Freebie zu machen. Der Erfolg eines Newsletters wurde daran bemessen, wie gut das Freebie war. Wollte man eine große Liste haben, dann kam man eben nicht um dieses Thema herum.

Zugegeben, zwischenzeitlich verfolge ich nicht mehr so viele Dienstleistende, welche Dir zeigen wollen, wie man einen Newsletter am besten anbietet. Da hat sich bei mir eine Übersättigung eingestellt. Aber das Thema Freebie ist durchaus interessant.

Kurze Anmerkung: Links zu Büchern sind KEINE Affiliate-Links.

Definition: Was ist ein Freebie?

Ein Freebie ist zum Beispiel eine Datei mit einem bestimmten Inhalt, den Du, wenn Du Dich für einen Newsletter anmeldest, automatisch geschenkt bekommst. Dabei kann der Inhalt selbst variieren.

Die meisten Freebies, die mir über den Weg gelaufen sind, sind meistens PDF-Dateien, mit diversen Inhalten. So kam von einer Schreibseite ein Freebie, wie man ein Roman überarbeiten kann. Von einer der vielen, vielen Coachseiten könnte ein Freebie kommen, wie man ein eigenes Business in 30 Tagen umsetzt. Und so weiter.

Alternativ kannst Du auch einen Zugang zu einer Datenbank bekommen, eine Videoreihe erhalten oder Podcastfolgen. Der Kreativität ist hier überhaupt keine Grenze gesetzt.

Der Inhalt orientiert sich in erster Linie an die Person, welche den Newsletter versendet. Bist Du ein*e Autor*in, ist es wahrscheinlicher, dass Du eine Kurzgeschichte versenden wirst. Bietest Du Kurse zum Thema Achtsamkeit an, dann eher was in dieser Richtung. Und so weiter.

Mögliche rechtliche Schwierigkeiten (?!)

Wie oft schon erwähnt, ich gehöre keinem rechtsberatenden Beruf an. Daher bitte ich das Folgende mit Vorsicht zu genießen und gegebenenfalls den Rat einer*eines Anwältin*Anwalt einzuholen.

In einem Marketingbuch zum Thema Newsletter habe ich gelesen, dass es rechtlich als schwierig zu betrachten sei, wenn es so etwas wie ein Freebie oder Gutschein als Lockmittel gäbe. So sei die Entscheidung nicht ganz frei, ob man sich für diesen Newsletter anmeldet. Denn es gäbe ja einen Verlust, täte man es nicht. Man bekommt ja nicht anders an das Freebie oder den Gutschein.

Daher wurde empfohlen, dass man eben keine Freebies (egal welcher Art) anbieten soll. Damit sei man auf der sicheren Seite.

Aus diesem Grund habe ich für mich persönlich entschieden, nein, es wird kein Freebie als Geschenk angeboten. Damit meine ich, wenn sich jemand für meinen Newsletter anmeldet, gibt es nicht automatisch ein Geschenk, eben dafür, dass sich die besagte Person für meinen Newsletter angemeldet hat.

Vielleicht neige ich dazu, zu nervös zu sein und zu übertreiben. Aber ich fühle mich damit auf der sicheren Seite. Daher diese persönliche Entscheidung.

Was Du für Dich entscheidest, ist völlig Dir überlassen. Da werde ich Dir keine Ratschläge geben. Meine Empfehlung ist aber, recherchiere diesbezüglich oder hol Dir einen rechtlichen Rat ein. Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Freebie IN Deinem Newsletter

Im weiteren Verlauf des Beitrages gehe ich davon aus, dass Du ebenfalls kein Freebie als Anmeldegeschenk anbietest. Das bedeutet, dass sich die Leute in Deine Liste eintragen, dafür aber nichts bekommen, außer eben Deine Newsletter.

Das bedeutet aber nicht, dass Du nicht trotzdem kleine Geschenke (im weiteren Verlauf eben Freebie genannt) versenden kannst.

Kleine Geschenke erhalten die Freund*inschaft

Vielleicht ist es in Deinem Leben auch so. Wenn ich etwas sehe und an meine Freund*inschaften denke, dann warte ich nicht bis zu einem Geburtstag oder sonstigen Feiertag, um es der Person zu schenken. Häufig hole ich es sofort und überreiche es als kleine Überraschung.

So kannst Du es auch mit den Leuten auf Deinem Newsletter handhaben. Immerhin sind sie freiwillig auf Deiner Liste. Also völlig ohne Lockangebot. Von daher ist es in Ordnung, wenn sie ab und an kleine Geschenke von dir erhalten.

Ideen für Sachbuchautor*innen

Nicht jede*r Autor*in, welche einen Newsletter anbieten, sind automatisch Romanautor*innen. Von daher fallen in diesem Fall als Beispiel die Kurzgeschichten weg.

Wenn ich ein Sachbuch schreibe, dann kann man nicht von mir automatisch erwarten, dass ich mich im Bereich Prosa auskenne. Von daher muss ich auch keine entsprechenden Texte schreiben. Welche Alternativen bleiben mir dann?

Das Inhaltsverzeichnis

Mag sich jetzt ein wenig banal lesen, aber ich meine das tatsächlich ernst. Das Inhaltsverzeichnis Deines Sachbuches, erst recht, wenn es noch erscheint, kann durchaus ein Freebie wert sein.

Wer ein Sachbuch schreibt, tut das nicht nur, weil sie*er Wissen hat und dies der Welt präsentieren möchte. Es geht hierbei um die Lösung eines Problems. Wie schreibe ich einen Roman? Oder wie kann ich achtsam leben?

Suche ich nach einem Sachbuch, ist mir das Inhaltsverzeichnis immer sehr wichtig. Löst dieses Buch mein Problem? Oder hat es zu meiner Frage gerade eben nicht die Lösung?

Wenn Du Dein Inhaltsverzeichnis versendest, kannst Du Deine Liste auf Dein Sachbuch aufmerksam machen. Im Sinne von, schaut mal Leute, was auf euch zukommt. Und eventuell sind viele daran interessiert und kaufen am Ende eben Dein Sachbuch.

Ein weiterer Vorteil das Inhaltsverzeichnis zu versenden ist der, dass Du Deine Liste mit ins Boot holen kannst. Nehmen wir an, Du willst ein Sachbuch zum Thema “Wie schreibe ich einen Roman” schreiben. Dann kannst Du Deine Liste fragen, ob sie mit dem Inhaltsverzeichnis, und damit mit den aufgeführten Themen, zufrieden sind. Wenn ja, dann hast du eine Orientierung, dass Du Dein Buch so schreiben kannst. Wenn nicht, frag sie, was sie sich noch wünschen. Damit kannst Du Dich an ein reales Publikum orientieren.

Natürlich musst Du nicht alle Punkte, den Dir Deine Liste ans Herz legst, aufnehmen. Aber häufig bekommst Du so an Ideen, die Du sonst vielleicht nicht bekommen hättest. Eventuell bringt Dir das auch als Argumentation, wenn Du Dich mit Deinem Sachbuch bei einem Verlag bewerben möchtest.

Die wichtigen Hauptthemen – als Zusammenfassung

Nehmen wir an, Du hast zehn Punkte, die Du in Deinem Sachbuch besprichst. Diese kannst Du dann zusammenfassen und ebenfalls als Datei versenden.

Jetzt könntest Du sagen, Moment mal, dann werden die Leute ja nicht mein Buch mehr kaufen, wenn sie sowieso alles haben. Wenn Du nur die Hauptaussage mitteilst, aber nicht den kompletten Inhalt, werden viele vermutlich sehr interessiert sein, sich Dein Sachbuch doch zu holen. Sie wollen ja wissen, was Du noch für Weisheiten zusammengefasst hast. Um eben noch mehr davon zu profitieren.

Alternativ: Die ersten Themen als Zusammenfassung

Von den zehn Punkten, die ich als Beispiel genannt habe, kannst Du auch nur die ersten mitsenden. Sagen wir, dass Du die ersten vier Punkte zusammenfasst und als Datei versendest. Damit könnte Deine Liste schon arbeiten. Immerhin geht es ja darum, ihnen einen Mehrwert zu bieten.

Wollen sie noch mehr wissen, dann greifen sie eben zu Deinem Sachbuch.

Beispielkapitel

Du kannst natürlich auch ein komplettes Kapitel nehmen und mitsenden. Völlig ohne Schnitt oder Zusammenfassung. Du kopierst ein interessantes Kapitel aus Deinem Sachbuch heraus und stellst es Deiner Liste zur Verfügung.

Hier haben sie die Möglichkeit, Deinen Schreibstil zu sehen und zu überprüfen, ob sie damit warm werden können. Und vor allem, wenn sie mit dem Kapitel zufrieden sind, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie auch den Rest des Buches lesen wollen.

Leseliste

Wenn Du ein Sachbuch schreibst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du dazu sehr viele Bücher gelesen und mit ihnen Deine Recherche betrieben hast. Von daher kannst Du diese Bücher auch gerne empfehlen.

Nicht nur als reine Leseliste. Das gehört in Dein Buch rein. Sondern mit einer kurzen Vorstellung, worum es in diesem Buch geht. Und*oder auch, warum Du dieses Buch empfiehlst.

In regelmäßigen Abständen erscheinen Bücher zu Deinem Thema, die Du noch nicht gelesen haben kannst, als Dein Sachbuch erschien. Wenn Du sie hast und empfehlen kannst, hol das ruhig nach. Schreib, auf welches Sachbuch Du Dich beziehst (wenn Du mehrere veröffentlicht hast) und warum eben dieses Buch noch gelesen werden sollte.

So machst Du Werbung für Dein Sachbuch, in dem Du es in Erinnerung rufst. Aber auch für andere. Das ist durchaus eine Win:Win Situation.

Die Romanautor*innen

Wer einen Roman schreibt, kann sich andere Dinge überlegen, um die Liste zu erfreuen. Hier ein paar Vorschläge, die Du umsetzen könntest.

Kurzgeschichten

Unterschätzen wir es nicht, es ist nicht leicht, eine gute Kurzgeschichte zu schreiben. Dazu gehört durchaus Zeit und ein gewisses Können. Aber unmöglich ist es auch nicht.

Wenn Du Lust hast eine Kurzgeschichte zu schreiben, leg los. Es gibt Themen, die eigenen sich in meinen Augen nicht, dass man sie in einem Roman verarbeitet. Diese sind für die Kurzgeschichten regelrecht prädestiniert.

Und eben auch als Geschenk für Deine Liste. So können sie sehen, wie Du schreibst, und freuen sich eventuell noch mehr auf Deinen nächsten Roman.

Du kannst sowohl eine allgemeine Geschichte schreiben, worauf Du Lust hast. Oder auch zu den Charakteren aus Deinem Roman. Die Romanreihe zu “Ever After High” hat einige kostenfreie Leseproben zu diversen Charakteren veröffentlicht. Damit soll ich als Leserin Lust bekommen, die Romane dazu zu lesen.

Es gibt viele Möglichkeiten, was für Kurzgeschichten Du schreiben könntest. Meine Empfehlung ist, dass sie in sich geschlossen sein sollte. Damit enttäuschst Du die Lesenden nicht, die sich eine spannende Geschichte erhoffen und die Datei mit einem guten Gefühl schließen möchten. Aber zugleich so offen, dass sie Lust haben, auf den dazugehörigen Roman zu warten oder diesen sofort zu kaufen.

Wenn Du die Variante wählst, eine Kurzgeschichte zu Deinem Roman zu schreiben, solltest Du natürlich auch dann Werbung für diesen Roman machen. Ansonsten könnte der Effekt, den Du damit erzielen möchtest, schlichtweg verpuffen.

Hast Du am Ende genügend Kurzgeschichten zusammen, kannst Du diese auch veröffentlichen. Entweder als kostenfreie Leseprobe, um für Dich Werbung zu machen. Oder als Anthologie, um damit am Ende auch etwas zu verdienen. Aber ich würde immer empfehlen, dass zwischen dem versenden in Deinem Newsletter und dem Veröffentlichen eine gewisse Zeit dazwischen ist.

Damit sorgst Du dafür, dass Deine Liste immer exklusiven Zugang zu den neuesten Informationen von Dir hat. So bleiben die Leute gerne auf Deiner Liste und werden Dich vermutlich sogar noch intensiver unterstützen. Sie bekommen dafür etwas von Dir. Wobei ich auch sage, dass es Dinge geben darf, die nur sie bekommen und niemand anderes. Damit ist es noch lohnenswerter, auf die Liste aufgenommen zu werden. Es soll sich auf Dauer lohnen.

Leseproben

Gerade, wenn ein Roman noch nicht erschienen ist, kann es sich lohnen, daraus das eine oder andere Kapitel mitzusenden. Immerhin möchtest Du ja, dass sie sich für Deinen Roman interessieren und es bei der Veröffentlichung kaufen.

Zudem kannst Du auch von älteren Romanen, die Du vor Deinem Newsletter veröffentlicht hast, ebenfalls Leseproben versenden. Damit weißt Du darauf hin, dass es diese gibt. Und vielleicht interessieren sie sich dafür und kaufen am Ende auch diese Romane.

Die Resterampe

Sehr wahrscheinlich sind viele Szenen aus Deinem Roman geflogen. Diese bitte auf keinen Fall löschen. Einerseits könntest Du sie für eine andere Geschichte benötigen. Alternativ kannst Du sie auch Deiner Liste senden, damit sie sehen, was beinahe in Deinem Roman gelandet wäre.

Besonders lustig ist es dann, wenn diese Szene unvollständige Sätze oder wirre Konstellationen hat. Damit zeigst Du offen und ehrlich, ja, auch Du bist ein Mensch. Und Deine Liste hat was zum Schmunzeln. Es ist die erste Fassung, daher darf sie ruhig schlecht sein.

Weitere Ideen

Diese Ideen sind definitiv nicht abschließend. Aber als Inspiration sollen sie erst einmal ausreichen. Schau Dir ruhig an, was die anderen so mitsenden. Sammle Freebies (sofern sie noch versendet werden) und überleg Dir, wie Deine am Ende aussehen könnten.

Am Ende darf Dein Freebie zu Deiner Geschichte passen. Daher ist eine individuelle Überlegung wichtig. Schau, was bei Dir herauskommen kann. Und setze es dann um.

Wie oft sollte man Freebies verteilen?

Dazu kann ich keine Regel aufstellen. Zum einen hatte ich das bei meinem letzten Newsletter nicht gemacht. Zum anderen ist das natürlich eine Frage der Häufigkeit. Wenn Du zu selten Dateien versendest, kann das etwas besonderes sein. Oder einige Leute denken sich, Du bist zu geizig. Machst Du es zu häufig, werden sich einige freuen, andere werden schnell übersättigt sein.

Auf alle Fälle würde ich es zu den Veröffentlichungen Deiner Bücher machen, bzw. davor. Immerhin ist das ein wichtiges Marketinginstrument. Von daher solltest Du es auch nutzen. Sobald es klar ist, wann Dein Roman erscheint, würde ich mir überlegen, wann Du was Deiner Liste zusendest. Das darf ruhig einige Monate vorher geschehen.

Und wenn zwischen zwei Büchern eine größere Zeitlücke ist, kannst Du entweder eine Kurzgeschichte versenden oder eben auch mal nichts. Das musst Du dann schauen, was zu Dir und Deiner Veröffentlichungsart passt.

Darauf hinweisen?

Wenn Du die Informationen zur Verfügung stellst, wie oft Dein Newsletter erscheint, könntest Du darauf hinweisen, dass es mögliche Freebies geben könnte. Inwiefern das rechtlich einwandfrei ist, weiß ich nicht. Immerhin wäre das ja auch ein möglicher Grund, dass man sich gezwungen fühlt, sich für den Newsletter anzumelden.

Da ich bisher noch nie gesehen habe, dass jemand so etwas in die Hinweise des Newsletters geschrieben hat, bin ich tatsächlich ein wenig unsicher. Vermutlich würde ich darauf hinweisen, dass ich mir das zumindest offenlassen, entsprechende Dateien zu versenden.

Abschlussgedanken

Ein Freebie kann durchaus eine schöne Geste sein. Es ist ein Geschenk an Menschen, die Dir erlauben, dass Du in deren E-Mail-Briefkasten darfst. Daher würde ich Dir ans Herz legen, dass Du Dir dabei so viel Mühe gibst, wie es möglich und notwendig ist.

Das bedeutet, so wenig Rechtschreibfehler wie nur möglich (lass notfalls jemand drüber lesen). Die Datei sollte so gut wie möglich formatiert sein und so weiter und so fort.

Wenn Du Dir Mühe gibst, werden die Leute es merken. Und es entsprechend honorieren. Von daher, es kann sich lohnen.

Bei Deiner Überlegung und Zusammenstellung des ersten Freebies wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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