Datenschutzregelung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

als die DSGVO in Kraft trat, sind einige Internetmenschen sehr, sehr nervös geworden. Und ich muss gestehen, zu diesen Menschen gehörte ich ebenfalls. Denn, dass eine solche Regelung auftauchte, war mir gar nicht bewusst. Dann gab es noch so viel zu beachten.

Reihenübersicht

Kurze Vorgedanken

Man könnte platt sagen, mit der Datenschutzerklärung offenbarst Du, welche Daten Du sammelst bzw. sammeln lässt und wofür diese gebraucht werden. Verstecken gilt also nicht.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Diesen Beitrag habe ich nach besten Wissen und Gewissen recherchiert. Trotzdem kann und werde ich keine Garantie für die enthaltenen Daten übernehmen. Daher, immer informieren. Nehmt diesen Beitrag gerne aus Ausgangslage dafür.

Warum eine Datenschutzerklärung?

Wer sich im Internet bewegt, hinterlässt Spuren. Das dürfte vermutlich für Dich nichts Neues sein. Das ist eine der Gründe, warum gewisse Portale Dir entsprechende Angebote machen können, wenn Du sie regelmäßig aufsuchst. Seien es Suchergebnisse, wenn Du nach etwas bestimmten suchst. Oder Kaufangebote, die zu dem Produkt passen, was Du letztes Jahr gekauft hast.

Bei vielen Angeboten wusste man nicht, woher kommen die eigentlich. Und ich bin mir sicher, dass meine E-Mail-Adresse von einigen Anbieter*innen durchaus verkauft wurden. Zwar hab ich eine Adresse durchaus bei vielen Portalen eingetragen (daher hab ich sie mir auch angeschafft). Aber bei einigen Mails frage ich mich, wieso ich sie bekomme. Denn ich bin mir so gut wie sicher, solche Seiten niemals besucht zu haben (und nein, ich meine nicht FSK 18 Seiten).

Mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (ober eben kurz DSGVO) sollen nun die Besucher*innen der Webseiten darüber aufgeklärt werden, was mit ihren Daten passiert. Was wird gesammelt und wohin werden sie gesendet. Und so weiter.

Was ist nun genau die Datenschutzerklärung?

Um es kurz zu machen: Wenn Du irgendwelche Widgets auf Deiner Seite benutzt, Verbindungen zu anderen Social Media Netzwerken (bekanntestes Beispiel ist dafür ja Facebook) oder über einem Newsletter Daten sammelst (hier die E-Mail-Adresse), dann musst Du das alles angeben.

Was benutzt Du, warum eventuell auch und was für Daten werden damit gesammelt. Und auch, was mit diesen Daten gemacht wird. Oder zumindest, wohin werden diese übermittelt.

Das gilt auch für Angebote, die ich als Nutzerin Deiner Webseite nicht sehen kann. Denn häufig laufen Programme im Hintergrund ab und haben auf mein Surfverhalten erst einmal keinen Einfluss. Aber jede Unterseite, die ich besuche, könnten von diversen Trackern oder Widgets oder Programmteilen aufgezeichnet werden. Diesbezüglich musst Du mir nun die Möglichkeit geben, dass ich mich informieren kann, was Du quasi so treibst.

Ob ich das nun mache oder nicht, das ist dabei egal. Die Möglichkeit allein reicht völlig aus.

Wie gehe ich am besten vor?

Wichtig vorneweg ist zu erwähnen, weniger ist immer mehr.

Was ich damit meine? Erst einmal, verwende nur Widgets, Social Media Verlinkungen und all das, was Du wirklich brauchst. Wenn Du etwas nicht benutzt (zum Beispiel Twitter), dann lad Dir nichts dazu auf Deine Webseite.

Du hast ein Widget schon länger nicht mehr benutzt? Dann deinstalliere es am besten gleich. Damit riskierst Du nicht, ein Widget zu verwenden, die nicht (mehr) DSGVO-konform ist.

Zudem musst Du Dir dann keine Gedanken machen, ob Du dieses Widget in Deiner Datenschutzerklärung aufführen musst oder nicht. Damit sicherst Du Dich doppelt ab.

Liste alles auf

Was auch immer Du verwendest, liste es erst einmal auf. Mach Dir ruhig in einer Schreibdatei eine Liste und notiere Dir dort alles. Und dann auch, ob Du es schon in Deiner Datenschutzerklärung aufgeführt hast oder nicht.

Meine Empfehlung ist, dass Du diese Liste immer aktuell hältst. Ändert sich nichts an Deinen Widgets (oder was auch immer Du benutzt), dann kannst Du sie durchaus ignorieren. Aber sobald Du etwas installierst, bzw. deinstallierst, solltest Du sie verwenden.

Deine Datenschutzerklärung schreiben

Das kann natürlich schwieriger sein, als es sich auf dem ersten Blick liest. Weiter unten werde ich Dir einen simplen Trick verraten, wie Du zu einer Datenschutzerklärung kommst.

Aber im Grunde genommen musst Du aufführen, was Du verwendest und in welcher Art und Weise. Welche Daten werden gespeichert, wohin und auch warum.

Fertig – und wohin damit?

Diese muss natürlich auf Deine Seite bzw. auf Deinen Blog. Hier empfehle ich Dir, dass Du es wie Dein Impressum behandelst. Also, leicht zu finden, und maximal zwei Klicks entfernt. Nicht mehr.

Zumindest sind mir keine anderen Meinungen zum Ort bekannt. Bei der folgenden Aussage bin ich mir noch nicht sicher, da ich dazu keine gesicherte Antwort gefunden habe. Aber es scheint so zu sein, dass Dein Impressum und Deine Datenschutzerklärung auf zwei verschiedenen Unterseiten zu finden sein soll.

Im Zweifel solltest Du das getrennt behandeln.

Generatoren für Deine Datenschutzerklärung

Einige Anwält*innen haben eine freundliche Dienstleistung auf Ihre Internetseite installiert. Und zwar einen Generator, mit denen Du eine Datenschutzerklärung (neben einem Impressum) generieren kannst.

Dafür musst Du einige Daten eingeben. Zum Beispiel, was Du benutzt und in welcher Form. Dazu wirst Du meistens durch die entsprechende Anwendung geleitet. Am Ende hast Du idealerweise einen Text, den Du so auf Deiner Seite verwenden kannst.

Ist das sicher?

Keiner dieser Seiten übernimmt eine Haftung für das Resultat. Das liegt unter anderem wohl auch daran, dass sich die Gesetzeslage jederzeit ändern kann. Das bedeutet, dass heute Deine Datenschutzerklärung noch gültig ist. Und morgen könntest Du wegen einer falschen Formulierung schon verklagt werden.

Daher kann ich verstehen, dass dafür niemand die Haftung übernehmen möchte. Aber ich behaupte als Nicht-Juristin mal, dass Du mit einer solchen Datenschutzerklärung weitaus sicherer aufgestellt bist, als wenn Du versuchst etwas Eigenes zu schreiben.

Aus diesem Grund würde ich sagen, relativ sicher (ohne Garantie natürlich).

Regelmäßig überprüfen

Wenn Du nicht gerade einen direkten Zugang zu Menschen hast, die sich mit dem Thema auskennen, musst Du immer wieder die aktuelle Rechtslage überprüfen. Und trotzdem kann es passieren, dass Du etwas verpasst. Denn Fakt ist, wir können nicht alles wissen, da wir als Nicht-Rechtsberatende-Leute nicht alle Quellen kennen.

Daher würde ich vorschlagen, dass Du in regelmäßigen Abständen Deine Datenschutzregelung überprüfst. Und zwar mit Hilfe der Generatoren. Wenn die Ergebnisse gleich sind, kannst Du Dir überlegen, die Texte auszutauschen. Eventuell hast Du ja was Kleines übersehen. Ansonsten, immer austauschen, wenn sich etwas geändert hat.

Und danach?

Wenn Du ein Impressum und eine Datenschutzerklärung hast, solltest Du sicher sein. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du es tatsächlich bist. Denn es kann sich immer etwas ändern und Dich überraschen.

Daher solltest Du einige Blogs von Anwält*innen verfolgen, die sich speziell auf die ganzen Online-Themen spezialisiert haben. Im Idealfall informieren sie Dich als Leser*in relativ zeitnah, wenn sich etwas ändert, was am Ende auch Dich betrifft.

Was die Gesetze betrifft, empfehle ich Dir, immer am Ball zu bleiben. Es geht hierbei um Dich. Und am Ende auch um Deinen Geldbeutel.

Abschlussgedanken

Die Datenschutzerklärung ist der große Brocken für Deine Webseite. Aber auch diese sollte von Dir gemeistert werden. Hast Du das alles geschafft, bist Du trotzdem nicht wirklich fertig. Denn die Daten wollen gepflegt und überprüft werden.

Daher meine letzte Empfehlung für diesen Beitrag: Vermerke Dir regelmäßig einen Termin in Deinem Kalender. Am besten an einem freien Tag und für die eine oder andere Stunde. Dann überprüfe Dein Impressum und Deine Datenschutzerklärung. Ist sie noch aktuell, dann ist alles gut. Ist sie es nicht, aktualisiere sie sofort.

Ansonsten empfehle ich Dir auch nur Widgets und Ähnliches zu verwenden, die DSGVO-konform sind. Dazu solltest Du im Internet vorab recherchieren, bevor Du sie installierst. Damit bist Du aktuell auf der sicheren Seite.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du sicher bist, dann frag bei Anwält*innen nach. Dann solltest Du mit Deiner Webseite sicher sein.

Dafür wünsche ich Dir viel Energie.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Und warum ist manchmal weniger viel mehr?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in den letzten Beiträgen habe ich es zwar öfters schon erwähnt, aber hier möchte ich es noch einmal gesondert aufführen. Und zwar, warum weniger Geschenke manchmal mehr sind.

Kurze Vorgedanken

Natürlich freuen sich die meisten Menschen über kleine Geschenke. Nicht umsonst heißt es, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Du musst also nicht unbedingt darauf verzichten, wenn Du nicht möchtest.

In dieser Reihe ging es mir persönlich, darum aufzuzeigen, wie Du effizient Deine Geschenke auswählst. Und wann viel einfach zu viel ist. Hier fasse ich noch einmal zusammen, warum Du Dir überlegen möchtest, eben auch effizient zu schenken.

Wirtschaftliche Aspekte

Finanzielle Mittel für die Geschenke

Gerade als Neu-Autor*in kann es finanziell eine Herausforderung sein, überhaupt nur ein Marketinggeschenk zu finanzieren. Denn Du dürftest noch kein großes, finanzielles Polster besitzen, um dass alles zu bezahlen. Und selbst, wenn Du seit Jahren dabei bist, kann es sein, dass Du nicht die großen finanziellen Ressourcen besitzt.

Daher ist eine gezielte Auswahl von Marketinggeschenken die beste Möglichkeit, um Deinen Geldbeutel durchaus zu schonen. Aber auch, um Dich eher in Erinnerung zu bringen.

Wenn Du quasi nur 0-8-15 Geschenke verteilst, bleibst Du schlimmstenfalls so in Erinnerung, als 0-8-15 Autor*in. Da erwähne ich noch einmal den Kugelschreiber aus den letzten Beiträgen.

Manchmal ist so ein schicker Schlüsselanhänger oder ein wiederverwendbarer Kugelschreiber eben das Geschenk. Vielleicht auf den ersten Blick etwas teurer. Aber diese Dinge sind immer und immer wieder nutzbar. Und wenn ich solch einen Schlüsselanhänger nutze, denke ich immer wieder an Dich als Autor*in. Was kann es Besseres geben?

Portokosten eventuell sparen

Häufig ist es, dass man nicht in einem Shop alles bekommt, was man haben möchte. Das bedeutet, dass Du eventuell in zwei oder mehr Shops bestellen müsstest. Und häufig verlangen sie auch entsprechende Portokosten.

Klar, das kann auch passieren, wenn Du effizient bestellst. Aber ich würde die Wahrscheinlichkeit als geringer einschätzen. Und damit sparst Du eben auch an Portokosten. Manchmal ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

Ökonomische Aspekte

Umweltschutz

Wie schon öfters erwähnt, finde ich es persönlich besser einen Kugelschreiber (als banales Beispiel) zu bekommen, bei dem ich die Miene austauschen kann.

Vielleicht wirst Du jetzt sagen, dass ein einzelner Kugelschreiber nicht die Welt retten wird. Zumal man ja die Miene austauschen muss. Klar, da gebe ich Dir absolut recht. Aber jeder noch so kleine Beitrag zählt.

Und vielleicht inspiriert Dich dieser Gedanke auch ein paar umweltbewusste Geschenke zu planen und umzusetzen. Möglichkeiten gibt es ja.

Mehrere Pakete? Mehr Energie zum Versand und zur Zustellung

Wie oben erwähnt, wenn Du in zwei Shops etwas bestellst, musst Du meistens zwei Mal Porto bezahlen. Hinzu käme es ja noch, dass häufig die dann zwei Mal zugestellt werden müssen. Also zwei Mal Abgas von Autos. Als Beispiel.

Also schützt Du auch die Umwelt damit, wenn Du weniger bestellst. Es sind kleine Dinge, aber es ist eben auch die kleinen Dinge.

Persönliche Aspekte

In Erinnerung bleiben

Wie schon öfters erwähnt, mit den richtigen Marketinggeschenken bleibst Du wahrscheinlich eher in Erinnerung, als wenn Deine Fans diese irgendwann wegschmeißen. Selbst wenn die Farbe abgegangen ist oder die Sache dreckig wurde oder was auch immer. Durch die regelmäßige Nutzung erinnern sich viele daran, von wem sie es bekommen haben.

Weniger Stress

Wenn Du nur ein oder zwei Sachen organisieren musst, ist das weniger Stress, als wenn es am Ende zehn sind. Je mehr Du haben willst, desto mehr Shops musst Du finden, vorbereiten, bestellen und zustellen lassen.

Und je näher das Event kommt, wofür Du die Sachen benötigst, desto nervenaufreibender kann das alles werden. Klar, wenn Du nur eine Sache bestellst und das geht in die Hose, hast Du gar nichts. Aber die Energie, die Du für die eine Sache sparst, kannst Du in die Problemlösung stecken.

Andere werden nicht unter Druck gesetzt

Nicht lachen, aber Du schützt nicht nur Dich, sondern auch andere ein wenig. Als ich auf der letzten Convention war, hab ich gesehen, wie einige Autorinnen losgelegt haben.

Das kann einige Autor*innen durchaus unter Druck setzen. Viele fragen sich dann durchaus, ob das tatsächlich Pflicht ist, so viel zu bringen. Und das setzt sie unter Druck, mit dieser Masse von anderen mitzuhalten.

Wenn Du also den ganzen Marketingapparat ein wenig herunterschraubst, hilfst Du auch anderen. Es mag sein, dass es indirekt ist. Aber es hilft allen.

Abschlussgedanken

Es ist ein Übersichtsbeitrag, warum weniger mehr ist. Denn in den letzten drei Beiträgen hab ich mich dazu ein wenig ausführlicher dazu geäußert. Aber Du siehst, es spricht vieles dafür, sparsamer zu sein. Zumal Du Deine Fans damit nicht überforderst.

Daher, schnapp Dir ein Stift und ein Blatt Papier und mach Dir Gedanken, was Du verschenken möchtest und was Du wirklich nutzen willst. Und schau mal nach, wo Du was findest. Damit kannst Du heute schon anfangen, auch wenn Dein Roman noch nicht erschienen ist.

Vorbereitung ist alles.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Wie kannst Du Trash-Marketing verhindern?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

und ja, ich gestehe, manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das bedeutet ganz klar, ich verrenne mich häufig selbst, wenn ich mich für etwas begeistern kann. Da könnte es auch passieren, dass ich einen Marketingshop leerkaufen würde, nur, um Marketing zu betreiben. Doch wie verhindern, wenn man Spaß dabei hat?

Kurze Vorgedanken

Zugegeben, es gehört zu meiner Persönlichkeit zu übertreiben. Leider bin ich so. Daher kann ich die Autor*innen verstehen, die sehr gerne, sehr viel verschenken. Es macht mir Spaß, anderen Leuten eine Freude zu bereiten.

Aber wie schon erwähnt, bringt es auf Dauer nicht viel. Wie können wir also verhindern, vor lauter Leidenschaft es zu übertreiben?

Willst Du alles? Dann ist es schon zu viel!

Kennst Du dieses Gefühl? Wenn Du Dir denkst, dass Du dieses kaufen könntest und jenes, dann vielleicht noch das und dann noch das andere. Kommt dieses Gefühl auf, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du übertreibst.

Natürlich darfst Du Dich austoben und Dir vorstellen, wie es wäre, wenn Du das alles kaufst und verteilst. Irgendwie gehört das dazu, finde ich zumindest.

Aber seien wir ehrlich, brauchen Deine Fans das alles wirklich? Es geht hier erst einmal um Deine Fans, nicht um Dich. Wenn Du es haben möchtest, klar, es macht Spaß. Doch am Ende sollen es Deine Fans nicht nur bekommen, idealerweise sollen sie es auch nutzen, was auch immer Du verschenkst.

Wie geschrieben, in Deinem Kopf (und im Einkaufskorb) darfst Du Dich erst einmal austoben. Doch bevor Du Dich dranmachst alles zu individualisieren, um es tatsächlich zu kaufen, stoppe erst einmal. Dann lauf die eine oder andere Runde durch Deine Wohnung und überlege Dir genau, was Du jetzt machen möchtest.

Willst Du das wirklich alles? Wenn ja, dann kauf es (ich meine das wirklich so, denn ich denke mir, dass Du dann dafür gute Gründe hast). Wenn nein, überlege Dir genau, was von den ganzen Dingen Du tatsächlich verschenken möchtest.

Lieber weniger, dafür hochwertigere Geschenke

Erinnerst Du Dich noch an das Beispiel mit dem Kugelschreiber? Hier zur Sicherheit eine kurze Zusammenfassung:

Es gibt ja (grob geschrieben) zwei Arten von Kugelschreibern. Die einen, welche man nur einmal benutzen kann, weil man die Mienen nicht austauschen kann. Wenn die Miene leer ist, muss man sie entsorgen. Und eben die, bei denen man die Miene austauschen kann. Damit sind sie dauerhafter nutzbar.

Wenn Du also die Wahl zwischen diesen Einmalkugelschreiber und einem Mehrfachkugelschreiber hast, ist meine Empfehlung ganz klar, lieber etwas teurer, dafür länger nutzbar. Und zwar nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Erinnerung der Person. Denn sie wird aller Wahrscheinlichkeit öfters Deinen Kugelschreiber verwenden, wenn sie die Miene austauschen kann. Gerade dann, wenn sich dieser gut in der Hand anfühlt.

Am Ende kannst Du natürlich weniger kaufen, weil solche Artikel ein wenig teurer sind. Aber es geht am Ende darum, dass Du diese Mittel sinnvoll einsetzt. Wir möchten ja dauerhaft in Erinnerung bleiben und nicht nur kurzfristig.

Häufig gewinnt das Naheliegendste

Womit kannst Du Bücherfans eine kleine Freude machen? Häufig muss man keine riesigen Gedankensprünge machen. Lesezeichen oder Postkarten gehört irgendwie dazu. Das landet im nächsten Buch und die Meisten freuen sich (so wie ich).

Auf Messen oder Convention könnte sich noch ein Beutel gut machen. Natürlich mit Deinem Logo oder Deinem Buchcover drauf. Auch wenn am Ende andere Bücher in dem Beutel landen, so werden alle sehen, mit was für einen Beutel die Person herumläuft. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Beobachtenden sich mit Dir und Deinem Werk beschäftigen, kann steigen.

Überhaupt sind solche Dinge mit Deinen Sachen durchaus interessant. Weil viele sich eher Bilder auf Messen oder Convention ansehen, als das geschriebene Wort. Es geht schneller.

Deine eigene Marke

Gibt es etwas, was Dich besonders fasziniert? Oder worüber Du besonders viel weißt? Die Autorin Katherina Ushachov liebt zum Beispiel den Fächer. Warum das nicht irgendwie in den Kanälen immer wieder erwähnen und dann daraus ein Marketingprodukt machen?

Unter dem Hashtag #SchreibseelesTarotForWriters poste ich aktuell auf Twitter alles rund um das Tarot fürs Schreiben. Warum nicht am Ende selbst ein Tarotdeck veröffentlichen? Das wäre auch eine Möglichkeit.

Natürlich ist der Aufbau einer solchen Marke nicht von heute auf morgen getan. Aber wenn Du nicht heute damit anfängst, kannst Du es nicht morgen nutzen.

Frag Deine Fans

Letztendlich wissen Deine Fans am besten, was ihnen gefällt. Daher frag sie einfach. Natürlich wird es immer Leute geben, die etwas exotisches haben wollen. Aber das gehört zum Leben dazu.

Doch sehr wahrscheinlich kannst Du die Sache eingrenzen und am Ende auf eine Lösung kommen, die für alle passend ist. Daher kannst Du eine Umfrage erstellen (es gibt viele kostenfreie Tools im Internet) und damit herausfinden, was am Ende Deine Fans von Dir möchten. Und so kannst Du zielgerichtet ihnen etwas anbieten.

Aber klar, überraschen darfst Du sie immer noch am Ende. Daher ist es gut, ihnen zuzuhören. Was schreiben sie unter anderen Tweets oder Beiträgen, was teilen sie auf ihren Accounts und so weiter.

Einen Onlineshop aufmachen

Es gibt verschiedene Anbieter im Internet, die es Dir ermöglichen, Dein Logo oder Dein Cover (oder was auch immer) auf den unterschiedlichsten Produkten zu packen und zu verkaufen. Du musst das Bild nur in einer entsprechenden Qualität hochladen und schon kann es losgehen.

Diesbezüglich musst Du Dir keine Gedanken machen, was Deine Fans wollen. Denn der Shop bestimmt die Bestückung und sie können auswählen was und wie viel sie wollen.

Bisher kenne ich noch nicht viele Autor*innen, welche einen eigenen Onlineshop haben. Aber zumindest eine Überlegung ist es Wert.

Abschlussgedanken

Gerade bei der ersten Messe oder Convention kann es passieren, dass man die Fans vor lauter Freude und Begeisterung mit kleinen Dankeschöns überschütten möchte. Denn nichts anderes sind diese Marketinggeschenke häufig. Ein kleines Dankeschön, dass die Fans Dich als Autor*in besuchen, Deine Bücher gekauft haben und Dich unterstützen.

Trotz allem würde ich Dir empfehlen, es nicht zu übertreiben. Einerseits, um Deinen Geldbeutel zu schonen. Aber auch, um Dir für weitere Messen Luft zu lassen, damit Du sie mit neuen Dingen überraschen kannst.

Bei Deinen Überlegungen wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Warum ist Trash-Marketing keine gute Idee?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

letzte Woche haben wir uns angesehen, was ich unter Trash-Marketing verstehe. Nun geht es um das Thema, warum ich es für keine gute Idee halte, im Rahmen des Offline-Marketing Müll zu fabrizieren.

Kurze Vorgedanken

Marketing um jeden Preis? Bei manchen scheint das ihr Motto zu sein. Dabei finde ich, dass es sehr gute Gründe gibt, die gegen Trash-Marketing sprechen. Drei Themen halte ich hier besonders für ausschlaggebend. Jedoch bin ich mir sicher, dass Du selbst auch noch ein paar Gedanken dazu hast. Also, warum man Trash-Marketing unterlassen könnte.

Dein Geldbeutel wird es Dir danken

Zwar heißt es in den Kreisen des Marketing sinngemäß, wenn man 1.000 EURO investiert, verbrennt man circa 500 EURO. Man weiß nur nicht, welcher Teil es ist.

Bei Offline-Marketing ist es fast genauso. Wenn ich jetzt Kugelschreiber, Lesezeichen, Leseproben und so weiter anbiete, weiß ich natürlich nicht, was davon wirklich gut ankommt. Zumal einige Leute Leseproben lieben und andere dies sofort aussortieren (das war auch ein Kommentar auf Twitter zu diesem Thema).

Wenn ich aber sinnlos Geld ausgebe, nur um eine breite Palette anbieten zu können, ich bin der festen Überzeugung, dass da durchaus eine Menge Müll anfällt. Denn ich bekomme immer öfters mit, dass viele Menschen in meiner näheren Umgebung ihre Wohnungen ausmisten und minimaler leben wollen. Und in dieser minimalen Welt passen hunderte von Marketingsachen der Lieblingsautorin oder des Lieblingsautor nicht mehr rein.

Daher ist eine zielgerichtete Auswahl von Marketingmittel auf Dauer günstiger. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Umwelt wird es Dir danken

Dass wir ein massives Umweltproblem haben, ist sicherlich kein großes Geheimnis. Eine der vielen Gründe, warum Schüler*innen jeden Freitag auf die Straße gehen, anstatt in die Schule (auch wenn die Nachrichten in letzter Zeit kaum noch darüber berichtet).

In diesem Zusammenhang finde ich es, dass es ein fatales Signal ist, wenn wir dann, im Rahmen des Marketing, auf Umweltbelange keinen Wert legen. Immerhin geht es uns auch etwas an. Dabei kann es durchaus leicht sein, ein paar Hebel zu bewegen, um etwas umweltfreundlicher aufzutreten.

Nehmen wir ein banales Beispiel: den Kugelschreiber. Bei meiner letzten Convention hatte ich einige Kugelschreiber als Geschenk dabei. Dabei gab es zwei unterschiedliche Versionen. Einen Kugelschreiber, bei dem ich die Miene jederzeit austauschen kann und einmal, den ich wegwerfen kann, wenn die Miene leer ist.

Klar, ist der Kugelschreiber, den ich irgendwann wegwerfen muss, nicht gerade umweltfreundlich. Es gibt aber noch ein weiteres Problem, wie ich das mal bezeichnen möchte. Wenn ich den Kugelschreiber irgendwann wegwerfe (je nach Gebrauch mal früher oder mal später), könnte es passieren, dass ich die Person dahinter vergesse.

Das ist gerade bei neuen Autor*innen schade. Nehmen wir an, ich gehe auf eine Messe, treffe auf ein*e neue*n Autor*in und bekomme so einen Einmalkugelschreiber. Bei mir ist es so, dass ich schlimmstenfalls zeitnah vergesse, dass ich die Person getroffen habe. Und fliegt irgendwann der Kugelschreiber aus dem Haus (warum soll ich Müll aufbewahren), vergesse ich definitiv auf Dauer die Person.

Bei Kugelschreibern, wo man die Mienen austauschen kann, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus größer, dass man diese öfters benutzt. Gerade, wenn die Miene weich ist (also nicht kratzt). Zumindest ist es bei mir so. Der Vorteil ist dadurch ganz klar, dass die Person dahinter eher im Bewusstsein bleibt. Und das eben jedes Mal, wenn ich den Kugelschreiber in die Hand nehme.

Bei vielen ist es sogar so, dass sie sich an die Person dahinter erinnern, wenn schon die Farbe vom Kugelschreiber ab ist. Denn sie haben eine Art Verbindung dazu aufgebaut. Aus diesem Grund finde ich es gut, wenn auf Dauer eher auf qualitativ hochwertigere Produkte zurückgegriffen wird.

Ja klar, auf dem ersten Blick sind sie teurer. Aber ich bin der Überzeugung, dass sie auf Dauer mehr einbringen, als die Billigprodukte. Und immerhin kannst Du auch damit werben, dass Du etwas für die Umwelt tust.

Deine Fans / Leser*innen werden es Dir danken

Bücher haben nicht den gleichen Status wie, sagen wir mal, eines Autos. Im Normalfall kaufst Du Dir ein Auto zur gleichen Zeit (Abweichungen wie, ein Auto für Schatzi oder Autosammlungen, lasse ich mal hier außen vor, denn das wäre jetzt zu speziell). Bei Büchern hingegen sieht es anders aus.

Je nach Budget kannst Du Dir pro Monat mehrere Bücher kaufen (dazu zähle ich auch gebrauchte Bücher oder auch E-Books, die häufig um einiges günstiger sind). Dadurch kann es natürlich passieren, dass Du mehrere Lieblingsautor*innen hast.

Jetzt gehen wir mal davon aus, dass Du drei Lieblingsautor*innen hast (auch wenn das die Autor*innen vielleicht nicht gerne hören, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man mehr als nur von einer Person sehr, sehr gerne die Bücher liest). Und jetzt stell Dir mal vor, alle drei Autor*innen schenken Dir einen Berg von Marketingsachen.

Und das eben nicht nur einmal (dann würde ich das gar nicht erwähnen), sondern auf jeder Messe oder auf jeder Convention. Dann gibt es ja noch Gewinnspiele und so weiter und so fort. Da kann durchaus was zusammenkommen.

Willst Du alles aufbewahren, dann kann es durchaus viel werden. Schlimmstenfalls landet alles in einer Kiste und Du vergisst es. Dadurch wird Stauraum in Beschlag genommen, welche die Lesenden durchaus für etwas anderes gebrauchen könnten. Aber da sie Dich als Autor*in zu sehr mögen, möchten sie es nicht wegwerfen. Es ist auf Dauer ein Teufelskreislauf.

Wenn Du zielgerichtet Geschenke vorbereitest, bringst Du Deine Lesenden nicht zur Sammelleidenschaft. Und vor allem, Du bleibst selbst eher in Erinnerung.

Du wirst es Dir vielleicht sogar selbst danken

Jetzt kenne ich nicht Dich und Deine Persönlichkeit. Aber wenn Du nur ein wenig wie ich bist, dann würde es Dir vermutlich wehtun zu sehen oder zumindest zu hören, dass Deine Geschenke in der Tonne gelandet sind.

Bei mir wäre es auf alle Fälle so. Seien wir mal ganz ehrlich. Wenn ich mir die ganze Zeit Gedanken mache, was meinen Lesenden gefallen könnte und viel Geld in die Hand nehme, um das alles zu realisieren, ich hätte es schon gerne, wenn es ihnen gefällt. Tut es nicht, mir würde es weh tun.

Klar, das ist eine reine Egosache, aber wir sind halt alle Menschen. Und es tut sicherlich uns allen gut, wenn unsere Arbeit auch auf dieser Ebene wertgeschätzt wird. Wenn nicht, mich würde es durchaus verunsichern. Das ist aber halt meine Persönlichkeit.

Würde aber alles, was ich in die Welt entlasse, gebraucht werden, ja, ich gestehe, meinem Ego würde das sehr, sehr gefallen. Daher wäre eine zielgerichtete Marketingaktion sicherlich um einiges attraktiver als blinder Aktionismus. Allein, für das persönliche Ego. Oder etwa nicht? 😀

Abschlussgedanken

Es gibt mindestens drei große und gute Gründe, warum man, meiner Meinung nach, Trash-Marketing vermeiden sollte. Klar, bei teureren Marketinggeschenken (wie der oben erwähnte Kugelschreiber) kratzen sicherlich an Dein Budget. Aber wenn Du weniger verschenkst, sieht die Sache anders aus.

Auf Dauer könntest Du vielleicht sogar Deinen Geldbeutel entlasten (weil die unendliche Masse wegfällt), die Umwelt wird entlastet (weil nicht jede zweite Sache weggeworfen wird) und letztendlich werden sogar Deine Lesenden entlastet, weil sie sich nicht um die Entsorgung kümmern müssen.

Und ja, wenn das Marketing gut ankommt, dann darf sich das persönliche Ego dabei durchaus wohl fühlen. Muss ja niemand wissen, außer Dir selbst.

Bei Deinem nächsten Marketingschritt wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Was verstehe ich unter “Trash-Marketing”?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

warst Du in letzter Zeit auf irgendwelchen Messen oder Conventions unterwegs? Vielleicht hast Du ja dort eine Tasche oder einen Beutel bekommen, der sehr viel Werbung enthalten hat. Und um diesen Inhalt geht es heute.

Kurze Vorgedanken

Auf viele Messen oder Conventions ist es schon Usus, dass man als Besuchende einen Beutel oder eine Tasche als Geschenk bekommt. Häufig sind sie ein Bestandteil der Eintrittskarte.

In diesen Taschen befindet sich in erster Linie Werbematerial, wie zum Beispiel Postkarten, Kugelschreiber, Lippenstifte, Schlüsselanhänger, Leseproben, Autogrammkarten, Bücher und so weiter.

Doch wird das alles wirklich gebraucht?

Was verstehe ich nun unter “Trash-Marketing”?

Als ich auf einer Convention war, bekam ich im Rahmen meines Tickets eine Tasche geschenkt. Und in dieser Tasche war so viel Zeugs drinnen, dass ich schon gar nicht weiß, was da alles war.

Auf der Veranstaltung hab ich dann gesehen, dass einige ihre Taschen entleert hatten und die Inhalte teilweise in die nächste Mülltonne warfen. Und ja, teilweise sogar die Taschen selbst. Es tut mir leid das zu sagen, ich kann es verstehen. Oder anders ausgedrückt, mein chaotisches Selbst kann es verstehen.

Genau das ist dann auch Trash-Marketing. Marketing, dass zeitnah oder sogar sofort eben im Trash, also dem Mülleimer landet. Und das teilweise, ohne sich sogar mit dem Werbemittel zu beschäftigen.

Warum?

Das kann tatsächlich viele Gründe haben. Schauen wir uns einige Mögliche davon an.

Uninteressante Inhalte

Kommen wir zu dem, für mich zumindest, naheliegendste Grund. Die Autor*innen suchen sich Werbematerialien aus, die einfach uninteressant sind. Warum sollte ich mich also als Lesende mit so etwas beschäftigen?

Ein Beispiel: Ich versuche meinen Schlüsselbund so mager, wie nur möglich zu halten. Das bedeutet also, dass ich mir niemals irgendwelche Schlüsselbundanhänger dran befestigen würde. Damit sind solche Werbegeschenke einfach uninteressant.

Würde ich also so etwas geschenkt bekommen, würde ich entweder Versuchen es jemanden zu geben, die oder der damit mehr anfangen kann (wenn ich es schon nicht ablehnen kann) oder es quasi frei lassen. Also auf der Messe irgendwo heimlich liegen lassen. Oder sonstwo auf einer Parkbank.

Aber rechne damit, dass andere sich nicht so viele Gedanken darüber machen würden. Vermutlich würden die meisten es sofort in den nächsten Mülleimer werfen. Für mich ist es sehr wahrscheinlich, dass sogar sehr viele das machen würden.

Hat nichts mit dem Buch zu tun

Wenn Werbematerialien nichts mit dem Buch zu tun hat, stehen viele Leute da und wissen damit nichts anzufangen.

Nehmen wir an, Du hast einen Roman über Rockstars geschrieben und als Geschenk gibt es eine Badekappe. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Erst recht, wenn Deine Band nicht ein einziges Mal schwimmen geht. Da würde ich mich schon fragen, was ich damit soll.

Mir würde einfach der Bezug zur Geschichte fehlen. Zudem drängt sich mir dann der Gedanke auf, dass die Autorin oder der Autor sich keine Gedanken über das Marketing gemacht hat. Hauptsache irgendwelche Geschenke.

Mehr, mehr und noch viel mehr

Bei manchen Autor*innen hab ich das Gefühl, dass es ihnen nicht nur darum geht, Marketing zu betreiben. Es geht ihnen viel mehr darum, als jemand zu gelten, die*der viele Geschenke macht. Da wird alles in den Beutel gepackt, was man in irgendwelchen Werbegeschenkeonlineshops findet.

Das ist natürlich nett, aber einfach zu viel. Wobei es auch häufig hier zu dem Fall kommt, dass durchaus einiges dieser Geschenke nichts mit dem aktuellen Roman zu tun hat. Zusätzlich ist das auch häufig einfach reine Materialverschwendung.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Jetzt überleg mal zurück zu Deine Beutel, die Du auf Messen oder Conventions bekommen hast. Was war da so alles drinnen? Hast Du wirklich alles genutzt? Oder hast Du auch was weggeschmissen?

Du musst gerade den letzten Punkt nicht öffentlich beantworten. Aber wenn Du was in die Mülltonne geworfen hast, dann weißt Du genau, was Trash-Marketing ist. Denn, wenn man es so will, hast Du es in diesem Moment gelebt.

Wenn Du aber alles nutzen konntest, sage ich Glückwunsch dazu. Nur muss ich provokant fragen, wie viele Schlüsselanhänger kannst Du wirklich gebrauchen?

Wie geht es weiter?

In den nächsten drei Wochen schauen wir uns dazu noch folgende Themen an:

Bis dahin wünsche ich Dir kreative Gedanken zu diesem Thema.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Formen Deiner Visitenkarte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

die Überschrift mag vielleicht verwirrend klingen, daher hier die kurze Erklärung. Es geht um das Aussehen der Karte. Also das, was Du oder die empfangende Person am Ende in den Händen halten wird. Um genau zu sein, um mögliche Sonderformen.

Kurze Vorgedanken

Schließ mal kurz die Augen und stell Dir eine Visitenkarte vor. Wie sieht sie aus? Die Wahrscheinlichkeit, dass Du diese handgroßen Karten siehst, dürfte sehr groß sein. Das ist halt der Standard, den so gut wie alle nutzen.

In der Businesswelt kann es sehr wichtig sein, dass die Standardgröße eingehalten wird. Denn viele haben diese Visitenkartenhalter oder in ihren Kalender entsprechende Einlegezusatzdingens (ja, ich bin heute sehr wortgewandt 😀 ). Da kann es wichtig sein, nicht aus dem Rahmen zu fallen.

Aber Du willst aller Wahrscheinlichkeit keine Industriell*innen beeindrucken, sondern kreative Menschen. Daher darf Deine Karte auch gerne kreativ sein.

Die Standardform

Die Standardform (84mm x 55mm) hat sich nicht ohne Grund durchgesetzt. Und auch wenn wir im kreativen Bereich zu Hause sind, darfst Du gerne die Standardform benutzen.

Und es kann sich durchaus lohnen, darüber nachzudenken, diese zu wählen.

Gute Gründe für den Standard

Wenn Du Dich mit Agenturen, Verlagen oder Dienstleistern in Verbindung setzen möchtest, könnte es besser sein, diese mit einer Standardvisitenkarte zu versorgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie regelmäßig Dutzende von Karten bekommen. Und um diese ordentlich zu verstauen, dürften sie entsprechende Taschen haben (sei es einen Kartenhalter, Visitenseiten für ihre Kalender, was auch immer).

Natürlich könntest Du hier argumentieren und sagen, wenn ich mit einer Sondergröße aus dem Rahmen falle, dann falle ich ja auf. Und das stimmt. Hier sehe ich nur das Problem, dass sie Deine Karte in ihren Haltern nicht aufbewahren können (welche sie auch immer verwenden). Bestenfalls landet Deine Karte da, wo die anderen sind. Schlimmstenfalls irgendwo in eine Tasche und dann könnte diese verloren gehen.

Natürlich könnte Deine Visitenkarte neben den anderen auch untergehen. Da helfen besondere Farben und Schrifttypen, um aufzufallen. Aber auf alle Fälle landet Deine Karte neben den anderen. Sofern diese Leute so arbeiten, wie ich es tun würde.

Eine kleine Auflage reicht völlig aus

Je nachdem, mit wie vielen Leute Du in Kontakt treten möchtest, kann eine kleine Auflage völlig ausreichen. Und ich rede hier von 50 Karten (mehr oder weniger, je nachdem). Denn hier geht es um Dein Business (und auch Schreiben kann ein Business sein).

Häufig sind kleinere Auflagen durchaus teurer, das stimmt. Aber wenn Du schon Geld in die Hand nimmst, dann kannst Du hier so richtig klotzen. Mit Farben, Schrifttypen und Papierdicke. Damit besteht die Hoffnung, dass Du eher in Erinnerung bleibst, als bei normalen Karten.

Vor etwa zwei oder drei Jahren habe ich eine Visitenkarte von Ally J. Stone bekommen. Sie hatte als Idee ihre Werwolfreihe in ihrem Design einfließen lassen. So waren Krallenspuren darauf, die eine leichte Erhöhung auf der Karte hatten. Und bis heute erinnere ich mich daran, weil das eher selten ist.

Such nach diesem einen besonderen Element in Deiner Arbeit oder Deiner Idee oder was auch immer. Und dann füge sie in Deine Karte ein (lass Dir gegebenenfalls von einer*einem Designer*in helfen). Mit solchen kleinen Elementen kannst Du für Aufsehen erregen.

Sonderformate

Natürlich kannst Du auch Sonderformate an Agenturen, Verlagen oder auch Distributoren ausgeben, wenn Du möchtest. Diese Karten können aber eher für Deine Lesenden interessant sein.

Zum einen kannst Du hier viel mehr mit Farben, Formen oder Aussehen spielen. Durch das Sonderformat musst Du nicht zwangsläufig klotzen. Denn allein durch eine andere Größe kann es passieren, dass Du eher in Erinnerung bleibst. Deine Visitenkarte kann größer sein, als die Standardgröße.

Austoben

Du kannst Dich bei einer größeren Karte austoben. Zum einen mit Farben und Formen. Andererseits auch mit Deinen Daten. Zwar bin ich der Meinung, dass Deine Internetseite als Dein Hauptbahnhof dienen darf. Aber das bedeutet nicht, dass Du diesen Gedanken folgen musst. Gerne kannst Du jede Seite, die Du hast, auf Deine Karte aufführen.

Groß, größer, besser?

Große Visitenkarten haben mehrere Vorteile. Zum einen fallen sie eindeutig auf. Du kannst Dich auf verschiedene Art und Weise dort austoben (siehe oben). Zudem kannst Du Dein Logo prominent in Szene setzen. Und außerdem einen Bereich für ein Autogramm nutzen.

Das Beste wäre aber auch, dass Deine Visitenkarte als Lesezeichen benutzt werden könnte. Damit bleibst Du vielleicht sogar noch eher in Erinnerung, als wenn Du in irgendeine Visitenkartentasche landest.

Was ist richtig für Dich?

Letztendlich ist es Deine Visitenkarte. Du musst für Dich entscheiden, was sich gut anfühlt. Und natürlich auch, was Dir gefällt. Immerhin darfst*musst Du die Karte übergeben. Wenn Du Dich dabei nicht wohlfühlst, dann ist es nicht die richtige.

Daher hier eine kleine Hausaufgabe für Dich. Beim nächsten Zusammentreffen mit Schreibenden sammele Visitenkarten. Damit meine ich Buchmessen, Conventions und was auch immer.

Wenn Du dann Zeit hast (und das Treffen überlebt hast), schau Dir die Karten an. Analysiere sie. Was gefällt Dir und was nicht? Und vor allem, welche Elemente würdest Du auf Deiner Karte gerne sehen?

Zusätzlich schau Dir an, was die Anbieter von Visitenkarten für Druckmöglichkeiten haben. Es kann sein, dass Du etwas haben möchtest, aber es die meisten Anbieter nicht drucken können. Oder sie haben etwas auf Lager, woran Du nicht gedacht hast.

So kommst Du Stück für Stück zu Deiner Visitenkarte.

Abschlussgedanken

Du kannst natürlich komplizierte Recherchen betreiben. Oder Du druckst einfach drauf los. Denn eines ist sicher, mit jeder gestalteten Visitenkarte wirst Du an Erfahrung sammeln. Und damit wird diese immer besser und ausgefeilter.

Schau Dich um, schau Dir andere Visitenkarten an, was die Druckerei möglich machen und leg los. Und freue Dich, wenn Du die ersten Visitenkarten in den Händen hältst (behalte die erste ruhig).

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Daten auf Deiner Visitenkarte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine Visitenkarte ohne Daten, das bringt natürlich überhaupt nichts. Daher schauen wir uns heute an, was auf Deine Visitenkarte gehören können und, meiner Meinung nach, müssen.

Kurze Vorgedanken

Es gibt Daten, die gehören eindeutig auf eine Visitenkarte. Zugleich gibt es Daten, die würde ich niemals im Leben veröffentlichen. Und das auch aus guten Gründen. Zugleich ist es vielleicht gar keine gute Idee, wenn diese fehlen.

Daher möchte ich schauen, was rauf kommt. Und vielleicht lohnt es sich ja, zwei Karten zu erstellen?

Zwei verschiedene Karten?

Aufgrund der Tatsache, dass ich nicht alle Daten auf meine öffentliche Visistenkarte packen würde (darunter verstehe ich die Karte, die an alle gehen darf), könnte ich auf den Gedanken kommen, zwei anzuschaffen.

Eine dieser Karten könnte für eine Agentur, einem Verlag oder einem Distributor sein, mit denen man im Gespräch bleiben möchte. Immerhin könnte sich daraus auch eine Geschäftsbeziehung entwickeln.

In solchen Fällen könnte es sich lohnen, privatere Daten aufzuführen. So könnte die andere Seite mit Dir in Kontakt treten, um direkt mit Dir zu sprechen. Dazu zähle ich Deine Privatadresse und*oder Deine Telefon- bzw. Handynummer.

Hier kommt es definitiv darauf an, welche Daten Du veröffentlichen möchtest. Und mit wem Du planst in Kontakt zu treten.

Deine Daten

Schauen wir uns nun ein paar Punkte an, die auf Deine Visitenkarte auftauchen könnte. Dabei möchte ich vorneweg erwähnen, dass, was ich hier aufschreibe, sind nur Vorschläge. Schaue genau hin, was DU brauchst.

Kleiner Tipp: Sammele auf Messen oder Conventions ruhig ein paar Visitenkarten und schau sie Dir genau an. Was findest Du dort und was fehlt? Und vor allem, was gefällt Dir und was nicht? Dadurch kannst Du eine Menge lernen.

Bei der Auflistung werde ich noch darauf hinweisen, was ich selbst auf eine Fanvisitenkarte setzen würde und was auf eine Geschäftskarte. Denn nicht auf jeder Karte gehören alle Daten.

Der Name

Dein Autor*innenname ist quasi der Titel Deiner Visitenkarte. Der gehört definitiv darauf. Nur so ist die Person, die Deine Karte bekommen hat, überhaupt noch in der Lage, halbwegs zu zuordnen, zu welcher Person die Karte gehört.

Dabei kann man den Unterschied zwischen dem realen Namen und dem Pseudonym machen. Wenn Du unter einem Pseudonym veröffentlichst, würde ich diesen konsequent verwenden. Selbst dann, wenn es sich dabei um ein öffentliches Pseudonym handelt. Immerhin werden Dich die meisten mit dem Pseudonym in Verbindung bringen, da dieser auf den Covern Deiner Romane steht.

Selbst für mögliche Geschäftspartner*innen würde ich nur meinen Pseudonym wählen. Auch die werden mich wahrscheinlich darunter kennen. Sollte es zu am Ende zu einem Vertrag kommen, kommt der reale Name sowieso in die Papiere.

Den realen Namen würde ich persönlich nie auf meine Visitenkarte schreiben lassen. Wenn jemand den wissen will, kann mich gerne fragen.

  • Geschäftskarte
  • Fankarte

Eine E-Mail-Adresse

Egal welche Daten am Ende noch auf Deine Visitenkarte landet, Eine E-Mail-Adresse sollte immer dabei sein. Denn es ist meistens so, dass E-Mails so gut wie täglich abgerufen werden.

Ich kenne einige, die (Online-)Nachrichten (über Facebook, WhatsApp oder sogar SMS) nicht täglich anschauen oder ignorieren. Bei E-Mails scheint es jedoch häufig (nicht immer) anders zu sein. Daher lohnt es sich, wenn Du eine Adresse angibst. Und vor allem, dann auch regelmäßig das Postfach zu kontrollieren.

Bei einer offiziellen Karte würde ich auch eine halbwegs seriöse E-Mail-Adresse wählen. Also zum Beispiel info@frau-schreibseele.de (was tatsächlich meine E-Mail-Adresse ist). Und nicht zum Beispiel sweetlittledragonangel@anbieter.de.

Wenn Du Dich fragst, wer solch einen naiven Namen für eine E-Mail-Adresse wählen würde, antworte ich nur mit … hüstel (ich war damals noch sehr, sehr jung 😀 ).

Wenn Du keine eigene Domain hast, kannst Du auch bei einem Anbieter eine Adresse registrieren. Für den Anfang nimmst Du einfach Deinen Autor*innenname.

Natürlich kannst Du auch den Namen Deiner Reihe wählen. Aus einem einfachen Grund würde ich selbst das nie machen. In meinem Kopf schwirren mindestens drei mögliche Reihen. Welcher Reihe sollte ich jetzt auf meine Visitenkarte als Name wählen? Und vor allem, wenn ich diese Bücher parallel veröffentliche, müsste ich dann mehrere Karten drucken lassen?

Titel von einzelnen Büchern oder Namen von Buchreihen können kommen und gehen. Im Idealfall bleibt aber Dein Pseudonym Dir über die Jahre treu an Deiner Seite. Meine klare Empfehlung ist, dass Du eher Dein Pseudonym oder Deinen realen Namen als Mail-Adresse wählst. Das dürfte sich eher rechnen.

  • Geschäftskarte
  • Fankarte

Webadresse(n)

Wenn Du eine oder mehrere Webadressen hast, kannst Du diese auch auf Deiner Karte notieren. Meine Empfehlung ist, dass Du Deine Autor*innenseite nimmst und nicht Seiten für Deine Bücher oder Buchreihen (sofern Du welche hast).

Dadurch verhinderst Du, dass Deine Karte mit den ganzen Netzadressen überfüllst. Lock Deine möglichen Besucher*innen auf Deine Hauptseite. Und von dort kannst Du sie auf Deine Projektseiten lotsen. Vorausgesetzt natürlich, dass Du überhaupt welche pflegst.

Kleiner Tipp: Auch wenn Du Deine Seite über kostenfreie Anbieter hostest (was durchaus möglich und natürlich legitim ist), kann ich Dir nur eine professionelle Webadresse ans Herz legen. Also keine Name@anbieter.de (oder welche Kombinationen es auch immer geben mag), sondern www.frau-schreibseele.de. Damit hast Du eine weitaus besser merkbare und eintippbare Seite.

  • Geschäftskarte – Optional
  • Fankarte – Optional

Die Social-Media Kanäle

Facebook, Twitter, YouTube, MeWe oder welche Kanäle es noch gibt, könnten theoretisch auf Deine Visitenkarte landen.

Jetzt zähl mal auf, wie viele Kanäle Du hast und pflegst (das könnte unterschiedlich sein, da man sich überall registrieren kann, aber nicht zwangsläufig pflegt). Auf wie viele Kanäle kommst Du so?

Spontan kann ich sechs Kanäle aufzählen, die ich pflege. Und es gibt Weitere, die ich habe, aber mir gerade spontan nicht eingefallen sind. Würde ich diese alle auf meine Visitenkarte packen, wäre die ganz schön voll.

Daher würde ich das nicht mehr machen. Sondern diese ganzen Kanäle auf meiner Webseite einpflegen und dann die möglichen Besuchenden auf meine Seite locken. Und dort sehen sie dann, wo man mich noch so finden kann.

Zukünftig möchte ich es so handhaben, dass meine Webseite die zentrale Anlaufstelle ist. Von dort geht dann alles ab. Meine Social-Media Kanäle, meine Buchseiten oder Buchinformationen. Oder wie ich das alles aufbauen werde.

Stell Dir das wie ein Hauptbahnhof vor. Das ist Deine Autor*innenseite. Und jeder Gleis führt dann zu den verschiedenen Unterseiten. Daher ist meine klare Empfehlung, sorg für einen gut funktionierenden Hauptbahnhof. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Leute auch Deine Seite aufrufen, um zu sehen, wo sie Dich noch finden können.

  • Geschäftskarte – weniger bis gar nicht
  • Fankarte – weniger bis gar nicht

Die letzte veröffentliche Geschichte

Theoretisch könntest Du Deinen letzten Roman auf Deine Visitenkarte schreiben (lassen). Damit machst Du immerhin Werbung für Dich und Deine Arbeit.

Aber aus einem guten Grund habe ich das bisher auf keine Visitenkarte gefunden. Wenn Du im Selfpublishing veröffentlichst, könntest Du theoretisch alle paar Monate einen Roman publizieren. Damit wären Deine Visitenkarten schneller veraltet, als Du diese gedruckt hast.

Meine Empfehlung, ich würde Dir davon abraten. Ohne Buchtitel haben Deine Karten eine längere Aktualität.

  • Geschäftskarte – keine Empfehlung
  • Fankarte – keine Empfehlung

Eine Telefon- bzw. Handynummer

Bis auf einige Ausnahmen, dürfte wohl so gut wie jeder Mensch in Europa ein Handy oder einen Telefonanschluss besitzen. So kommt man schneller in Kontakt mit den Menschen, als wenn man ihnen eine E-Mail schreibt. Denn gerade bei Handys kann man davon ausgehen, dass die Menschen das Gerät immer in der Nähe hat und durchaus schnell auf einen Anruf reagiert.

Ein Beispiel soll Dir zeigen, warum ich selbst niemals meine Rufnummer auf eine Fankarte schreiben würde:

In meiner Internetanfangszeit hatte ich mal ein Treffen mit einigen Personen organisiert. Um uns zu erreichen (falls wir uns am Treffpunkt verpassen), hatten wir die Handynummern ausgetauscht. Das Treffen fand statt, war nett, alles in Ordnung.

Einige Wochen später fing dann jemand an, mich immer und immer wieder anzurufen. Jedes Mal, wenn ich rangegangen bin, legte die Person auf. Irgendwann war ich nervlich ziemlich fertig. Und leider war die Nummer unterdrückt, sodass ich auch nicht zurückrufen konnte.

Irgendwann fiel mir das Treffen ein (ich hatte hier erst einmal nicht den Zusammenhang erkannt, frag mich bitte nicht wieso) und ahnte schon, wer dahinter stecken könnte. Daraufhin schrieb ich eine Person an, von der ich ausging, dass diese dahinter stecken könnte.

Auf meine freundliche, aber doch sehr bestimmende E-Mail kam nur als Antwort, dass die besagte Person mit der Freundin sprechen würde. Denn diese habe die Nummer heimlich aus dem Handy geklaut (nun ja, tun wir mal so, als würden wir es glauben). In dem Fall hörten die Anrufe aber auf.

Was ich Dir damit erklären möchte, ist, dass Du nie weißt, wer Deine Nummer bekommt. Es können die nettesten Menschen auf der Welt sein. Oder Leute, die sich einen Spaß daraus machen, Dich zu ärgern. Von Stalker*innen möchte ich noch nicht einmal sprechen.

In meinem Fall konnte ich nachvollziehen, wer es war und dem ganzen ein Ende bereiten. Wenn Du aber gar keine Möglichkeit hast herauszufinden, wer Dich ärgern möchte, kannst Du nur die Handynummer wechseln, um das Ganze zu beenden. Daher würde ich auf Fankarten niemals meine Handynummer verwenden. Die Festnetznummer sogar noch weniger.

Auf Geschäftskarten sehe ich das ein wenig anders. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Dich Agenturen, Verlage oder Distributoren ärgern wollen, halte ich für geringer. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass sie Dich zu vernünftigen Zeiten anrufen und nur dann, wenn ihr das auch aktiv besprochen habt. Und wenn es zu keiner geschäftlichen Beziehung kommt, werden sie Dich wohl weniger nerven und permanent anrufen.

Natürlich könnte es passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit sehe ich in einem sehr, sehr, sehr niedrigen Prozentbereich.

  • Geschäftskarte – Optional
  • Fankarte – kann ich nicht empfehlen

Die Adresse

Egal ob Du Deine reale Hausadresse oder die Adresse eines Impressumsdienstes angibst, ich würde das selbst niemals machen. Und das definitiv nicht auf der Fankarte.

Auf einer Geschäftskarte könnte durchaus Deine Adresse stehen. Stellt sich mir nur die Frage, warum? Zum einen muss auf Deiner Internetseite ein Impressum stehen. Deine Geschäftspartner*innen können sich notfalls von dort die Informationen holen. Und wenn ihr ins Geschäft kommt, kannst Du Deine Daten auch direkt mitteilen, damit ein Vertrag aufgesetzt werden kann.

Und warum sollten sich deine Fans für Deine private Adresse interessieren? Aller Wahrscheinlichkeit werden sie sich eher für Deinen Auftritt im Internet interessieren. Und dafür kannst Du ihnen eine schöne Plattform bieten (eben Deine Webseite).

Daher sehe ich keinen Sinn, außer das Deine Visitenkarte voller wird, Deine Adresse anzugeben. Aus diesem Grund würde ich das machen. Zumal es Dich vor irgendwelche Chaot*innen auch schützt.

  • Geschäftskarte – sehe ich keinen Sinn
  • Fankarte – würde ich nicht machen

Abschlussgedanken

Wie Du siehst, es gibt Daten, die meiner Meinung nach, auf Deine Visitenkarten gehören. Wobei es nur zwei sind, die ich als Pflicht ansehe. Das ist ein Name und eine E-Mail-Adresse. Der ganze Rest ist eher optional.

Schnapp Dir jetzt ein Blatt Papier und überlege, was Du gerne angeben möchtest und was Du nicht brauchst. Und dann kreiere Deine persönliche Visitenkarte.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

P.S. Das Design der Rückseite meiner Visitenkarte stammt von Anna Kleve. Vielen Dank Dir noch einmal.

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Marketing: Warum Visitenkarten lohnen können

Marketing: Warum Visitenkarten lohnen können

Hei, hallo und herzlich willkommen,

egal wie technisch organisiert man ist, wie viele Onlinekanäle man führt, irgendwie gehört es für einige (unter anderem auch für mich) dazu, eine Visitenkarte zu haben.

Als ich vor einiger Zeit davor stand, meine ersten Visitenkarten zu gestalten, war ich tatsächlich ein wenig überfordert. Was könnte rauf und vor allem, wie kriege ich die Daten auf ein Bild, um das drucken zu lassen.

Doch warum solltest Du Dir überhaupt eine Visitenkarte anschaffen? Ist das nicht doch Geldverschwendung? Sind nicht Lesezeichen um einiges cooler?

Kurze Vorgedanken

In der Geschäftswelt sind Visitenkarten sicherlich immer noch wichtig. Und als Autor*in bist Du auch ein Teil eines Geschäftslebens. So knüpfst Du (hoffentlich) Kontakte zu Blogger*innen, Lesenden und (sofern Du möchtest) auch Verlagen oder Agenturen.

Aus diesem Grund kann es sich durchaus lohnen, wenn Du zumindest darüber nachdenkst, Dir Visitenkarten anzuschaffen. Und darum dreht sich der heutige Beitrag.

Was sind Visitenkarten genau?

Vermutlich muss ich nicht wirklich erklären, was Visitenkarten sind. Daher mache ich es hier nur kurz, um den Beitrag vollständig zu halten.

Visitenkarten sind Kontaktkarten. Auf diesen Kärtchen findet man alle wichtigen Daten, um mit der Person, welche diese verteilt hat, in Kontakt zu treten. Man erfährt, wer sie ist, bei welchem Unternehmen sie angestellt ist und welcher Beruf ausgeübt wird, sowie die wichtigen Kontaktdaten. Damit meine ich Telefon, E-Mail-Adresse, Faxnummer und was auch immer man mitteilen möchte.

Bei konservativen Unternehmen wirst Du aller Wahrscheinlichkeit eher die klassischen Angaben finden. Also Telefon, Faxnummer und E-Mail-Adresse. Bei Unternehmen, die sehr viel Wert auf ihre Onlinekanäle legen, könnte es noch sein, dass Du dort Informationen zur Facebookseite, Instagramkanal oder dem Twitteraccount findest.

Dank dieser Angaben, kann die Person, welche die Karte bekommen hat, mit der anderen Person in Kontakt treten. Entweder auf den Kanälen folgen oder einfach mal anrufen bzw. eine E-Mail schreiben.

Wofür brauchst DU eine Visitenkarte?

Es gibt tatsächlich verschiedene Gründe dafür, warum Du eine Visitenkarte gebrauchen könntest. Davon sind einige geschäftlicher Natur, andere hingegen persönlicher. Schauen wir uns einige mögliche Punkte genauer an.

Für Verlage bzw. Agenturen

Das ist für Autor*innen interessant, die nicht im Selfpublishing veröffentlichen möchten. Oder die zwar dort veröffentlichen, aber doch ins Verlagwesen möchten.

Wenn Du auf Messen oder Conventions gehst, dann kann es passieren, dass Du mit Vertreter*innen eines Verlages und*oder Angentur in Kontakt trittst. Man kommt ins Gespräch und dann heißt es, schreib mir doch mal eine E-Mail.

Jetzt könntest Du natürlich Dein Notizbuch nehmen und die Mail-Adresse aufschreiben. Alternativ kannst Du eben nach der Visitenkarte der Person fragen. Oder eben Deine geben (je nach Situation). Das geht schneller und häufig bleibt das Geschehen besser in Erinnerung.

Gegebenenfalls kannst Du auf der Rückseite noch Notizen schreiben, um die Karte zum Gespräch zu zuordnen. Auf alle Fälle hast Du entweder eine Karte bekommen oder eine gegeben, um in Kontakt zu bleiben.

Blogger*innen

Im Grunde genommen könnte ich fast den Text zu den Verlagen und Agenturen hier kopieren. Du triffst ein*e Blogger*in und ihr wollt eine gemeinsame Aktion starten. Klar, da sollte man in Kontakt bleiben.

Hier kannst Du gleichzeitig aber auch sehen, wie viele Follower*innen die*der Blogger*in hat. Sofern die Kanäle auf der Karte zu finden sind. Damit kannst Du schon im Vorfeld schauen, wie die*der Blogger*in arbeitet und was für Aktionen sie*er bisher schon durchgeführt hat.

Dich bei anderen in Erinnerung halten

Du hast jemanden getroffen die*der sich für Deine Bücher interessiert? Aber sie*er kann gerade keines kaufen? Dann halt Dich in Erinnerung, mit einer Visistenkarte.

Dort sollte idealerweise auch die Adresse zu Deiner Webseite stehen, sodass Du online gefunden werden kannst. Damit bietest Du der lesenden Person die Möglichkeit an, Deine Bücher zu finden und neue zu entdecken (je nachdem, wie viele Du bisher geschrieben hast und was noch dazu kommt).

Ego streicheln

Seien wir doch mal ganz ehrlich. Allein schon der Gedanke eine Visitenkarte zu haben, ist doch irgendwie genial. Als ich meine Ersten bestellt habe, fühlte ich mich schon richtig gut. Dann durfte ich diese einige Tage später in den Händen halten und es war einfach nur genial.

Selbst wenn Du noch kein Buch veröffentlicht hast, kannst Du Dir ruhig Deine Visitenkarte gönnen. Das puscht weitaus mehr, als man es sich vorstellen mag. Jetzt möchte ich unbedingt das Buch zur Visitenkarte quasi schreiben.

Kurz geschrieben: Es darf, kann und soll ruhig Dein Ego streicheln. Damit kannst Du für den Kick sorgen, um Deine Geschichte zu schreiben, zu Ende zu schreiben, zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Da lohnen sich in meinen Augen alle Kosten dafür.

Visitenkarten vs. Lesezeichen

Jetzt könntest Du vielleicht sagen, dass Du mit einem Lesezeichen doch beides vereinigen kannst: Deine Visitenkarten und eben Werbung für Dein Buch.

Per se kann das tatsächlich eine gute Idee sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten Büchermenschen auch Bücher lesen (also Verlagsmenschen, Agenturmenschen, Blogmenschen und so weiter). Wenn sie also Dein Lesezeichen in ihr aktuelles Buch stecken, dann werden sie eher an Dich erinnert, als an eine Visistenkarte.

Gleichzeitig fällst Du erst einmal aus den Rahmen. Die meisten Visitenkarten haben eine gewisse Form. Das sind die kleinen Kärtchen, die durchaus auf die Handfläche passen. Dieses Bild hat sich bei den Meisten eingeprägt.

Allein, wenn Du eine andere Größe wählst, fällst Du auf. Und ein Lesezeichen erst recht.

Meine Empfehlung ist, dass Du nicht zu viel auf ein Lesezeichen packst. Entweder Du wirbst für Dich als Autor*in, oder für Dein aktuelles Buch. Beides auf ein Medium, schlimmstenfalls kann das zu viel werden.

Wenn wir die Visitenkarte gestalten, schauen wir uns dieses Thema noch einmal genauer an. Aktuell empfehle ich Dir, Du entscheidest Dich für die Werbung für Dich oder für Dein Buch.

Für die Tonne drucken?

Fakt ist, nicht alle Visitenkarten, die Du ausgibst, werden am Ende ihren Zweck erfüllen. Einige davon landen über kurz oder lang im Papiereimer. Wie die Zahlen tatsächlich sind, kann ich nicht sagen. Aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das durchaus im zweistelligen Prozentbereich sein.

Seien wir mal ehrlich, wie oft siehst Du Dir die Visitenkarten an, wenn Du welche bekommst. Einige werden es sicherlich sein, andere hingegen nicht. Somit dürfte das mit Deinen Visitenkarten auch nicht anders aussehen.

Das Schreibe ich nicht, damit Du am Ende keine Visitenkarten druckst. Sondern einfach, um Dich darauf vorzubereiten. Natürlich gönne ich Dir, dass Deine Karten zu einhundert Prozent verwendet werden. Aber ich befürchte, die Realität sieht anders aus.

Trotzdem kann ich Dir nur empfehlen, sehr viel Liebe und Energie in die Produktion Deiner Karten zu stecken. Und zwar aus einem einfachen Grund: Je einmaliger sie aussehen, desto eher wird man sie anschauen. Das schauen wir uns aber in einem späteren Beitrag genauer an.

Abschlussgedanken

Visitenkarten haben ihre Vorteile. Und sei es am Ende nur, dass sie Dein Ego streicheln. Das ist durchaus legitim, wie ich persönlich finde. Aber spätestens um Kontakte zu knüpfen können sie Dich dabei unterstützen.

Daher empfehle ich Dir, darüber nachzudenken, ob Du nicht Deine eigenen Karten erstellen möchtest.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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