[Newsletter] Ein paar rechtliche Dinge

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer einen Newsletter in die Welt entlassen möchte, sollte wissen, auch hier gilt Recht und Ordnung. Oder anders ausgedrückt, auch hier musst Du auf ein paar rechtliche Dinge achten.

Kurze Vorgedanken

Ehrlich gesagt, ich würde mich selbst am liebsten hinsetzen und meinen Beitrag schreiben und es als Newsletter in die Welt entlassen. Dass man sich immer und immer wieder mit dem Rechtskram auseinandersetzen muss, ist ermüdend. Gerade, wenn man nicht vom Fach ist.

Das Problem ist natürlich, mache ich das nicht, kann ich in einen sehr dicken Fettnapf treten. Und die Nachwirkungen könnten schlimmer sein, als wenn ich mich anfänglich mit dem Thema auseinandergesetzt hätte.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Die wichtigen Punkte

Es gibt ein paar Punkte, auf die Du auf alle Fälle achten solltest. Vermutlich ist das nicht abschließend, aber für den Anfang Deiner Recherchereise sind die durchaus wichtig.

Vor der Anmeldung

Fangen wir ganz am Anfang an. Wenn Du jemanden einlädst, sich für Deinen Newsletter anzumelden, empfiehlt es sich, schon hier auf ein paar Dinge zu achten.

Inwiefern das rechtlich Relevant ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber häufig hab ich schon gelesen, dass man mögliche Abonennt*innen darüber informieren sollte, worum es sich beim Newsletter handelt.

Also, wie oft wird Dein Newsletter versandt? Mit welchen Inhalten? Wird auch etwas verkauft? Und vor allem, was ganz wichtig ist, was machst Du mit den E-Mail-Adressen?

Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Denn Du solltest darüber informieren, inwiefern Du mit den Daten arbeitest. In dem Fall reicht die E-Mail-Adresse aus, nur um den Newsletter zu versenden. Meine Empfehlung ist, schreibe definitiv rein, dass Du die Adressen nicht verkaufst. Und natürlich, mach das nicht.

Gerade in einer Zeit, in der es undurchsichtig geworden ist, wer alles meine Adresse hat, sind solche Informationen wichtig. Gerade, weil eine mögliche Abmahnung schlichtweg teuer ist.

Schau Dir andere Seiten an, wo Du Dich für einen Newsletter anmelden kannst, was sie so eingefügt haben. Und überprüfe, ob das ausreichen könnte. Vor allem, ob das für Dich ausreicht. Dementsprechend kannst Du Deine Seite aufbauen.

Ja, ich empfehle hier tatsächlich, eine eigene Unterseite aufzubauen. Dort kannst Du Dich entsprechend austoben und gegebenenfalls direkt darauf verlinken. Zum Beispiel in Büchern, wenn Du dafür Werbung machst. Oder, wenn Du andere Leute auf Deinen Newsletter aufmerksam machen möchtest. Es lohnt sich in meinen Augen in mehrerer Art und Weise.

Daten, Daten, Daten

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das sollte Dein Credo bei der Sammlung von Daten sein.

Was benötigst Du also, um Deinen Newsletter zu versenden? Genau, nur die E-Mail-Adresse. Mehr nicht.

Wenn Du also die Felder vorbereitetst, mit denen die Leute sich für Deinen Newsletter anmelden können, solltest Du nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld angeben. Natürlich kannst Du auch nach dem Vornamen fragen, damit Du die Leute persönlich anschreiben kannst. Aber mach bitte niemals daraus ein Pflichtfeld. Das bringt nur unnötigen Ärger.

Und mehr Daten solltest Du nicht sammeln. Denn, wofür brauchst Du die Privatadresse der Person? Bei einem möglichen Gewinnspiel kannst Du immer noch danach fragen.

Double-Opt-In

Um zu verhindern, dass ein paar Leute einfach so E-Mail-Adressen in einen Verteiler packen (das ist nur unter bestimmten Umständen möglich, aber geh am besten davon aus, dass Du als Einzelperson nicht von diesen Umständen betroffen bist), gibt es das Double-Opt-In Verfahren.

Das bedeutet, dass eine Person sich für Deinen Newsletter anmeldet. Sie oder er gibt die E-Mail-Adresse ein und bekommt dann eine Information. Danke für Deine Adresse, geh jetzt bitte in Dein E-Mail-Fach und bestätige die Anmeldung.

Erst, wenn ein Link in einer Extra zugesandten E-Mail bestätigt wird, bekommen sie zukünftig Deine E-Mails. Nicht vorher. So soll verhindert werden, dass man willkürlich E-Mails einfügt und dann an irgendwelche Leute, die vielleicht noch nie von Dir gehört haben, E-Mails versenden darf.

Das bedeutet auch, sollte die Person diese E-Mail löschen, wird sie nicht auf Deine Liste eingetragen. Dies habe ich selbst erfolgreich ausprobiert (nachdem ich mich gegen die Eintragung auf eine Liste entschieden habe).

Die meisten Anbieter von Newsletter stellen diese Funktion automatisch zur Verfügung. So musst Du Dir normalerweise keine Gedanken diesbezüglich machen.

Meine Empfehlung ist aber: Teste diese Funktion vorab selbst. Damit kannst Du sicher sein, dass alles so funktioniert, wie es eben funktionieren soll.

Das Impressum

Tatsächlich musst Du auch in Deinem Newsletter Dein Impressum zur Verfügung stellen. Meistens in dem Fußbereich. Bisher gibt es auch hier noch kein Urteil, aber sicherlich ist auch ein Impressumsdienst möglich.

Meine Empfehlung: Auch hier Augen und Ohren offen halten, ob sich daran etwas ändert. Und vor allem, sprich das mit Deinem Impressumsdienst ab, ob das in Ordnung geht oder weitere Kosten auf Dich zukommen.

Der Abmeldelink

In jeder E-Mail, die Du versendest, muss ein Abmeldelink zur Verfügung stehen. Oder zumindest einen Hinweis, wie Du aus dem Verteiler herauskommst. Du musst den Personen auf Deiner Liste die Möglichkeit geben, ohne viel Aufwand, sich abmelden zu können. Unterlässt Du es, kann es natürlich wieder Ärger geben.

Auch dieser wird normalerweise automatisch von Deinem Anbieter generiert. Und ja, auch hier gilt, immer prüfen.

Hier noch ein kleiner Hinweis: Vor Jahren hatte ich mich für einen Newsletter angemeldet, den ich kaum bis gar nicht gelesen habe. Irgendwann schaute ich mir den dann doch genauer an und fand, dass der doch nicht so interessant war. Daher hab ich mal nach dem Abmeldelink gesucht.

Zuerst hab ich diesen nicht gefunden. Beim genaueren hinsehen hab ich dann entdeckt, dass der Autor sowohl sein Impressum, als auch den Abmeldelink in weißer Schrift auf weißem Hintergrund eingefügt hat.

Zugegeben, vorher hätte ich mir noch überlegt, ob ich mich wirklich abmelde oder nicht. Als ich das gesehen habe, hatte ich mich in diesem Augenblick geärgert, weil ich es frech fand. Immerhin will er mir die schnelle Möglichkeit nehmen, mich abzumelden, wann ich es will. Da hab ich mich aus Prinzip abgemeldet.

Unabhängig der Tatsache, dass das rechtlich sehr fragwürdig sein dürfte, empfehle ich Dir, lass die Finger von solchen Spielereien. Einerseits, wie schon geschrieben, finde ich das frech. Und schlimmstenfalls melden sich die Leute einfach aus Prinzip ab. Andererseits kann es halt auch sein, dass Du mit solch einer Aktion rechtliche Probleme bekommen kannst.

Der Inhalt

Erst einmal ist beim Inhalt alles erlaubt, was nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt. Sobald Du das aber tust, kann es natürlich haarig werden.

Hate Spech und ähnliches

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du das machst, zumindest behaupte ich das Mal hier, dürfte wohl eher geringer sein. Daher nur zur Vollständigkeit.

Zwar haben wir in Deutschland die Meinungsfreiheit. Das bedeutet aber nicht, dass Du gegen die Menschenwürde einer anderen Person vorgehen darfst. Solltest Du also Deine Liste dafür missbrauchen, um gegen jemanden zu wettern (zum Beispiel einen Shitstorm auszulösen) oder derartiges, könntest Du Dich unter Umständen strafbar machen.

Vor allem kann es aber passieren, dass Du Dich unbeliebt machst. Und das ist manchmal schlimmer als alles andere. Selbst dann, wenn keine rechtlichen Konsequenzen drohen. Denn, wer unbeliebt ist, wird schlimmstenfalls nicht mehr gekauft.

Urheberrecht

Wenn Du kein Urheberrecht an einem Text oder Bild oder derartiges hast, würde ich erst einmal niemals in meinem Newsletter aufnehmen.

Bei meinem ersten Newsletter war ich einmal so begeistert von einem Bild, dass ich diesen verlinkt habe. Darüber hatte ich die Person dann auch informiert.

Natürlich ist es in Ordnung, zu fragen, ob man die Materialien verwenden darf. Aber ohne Erlaubnis würde ich nie eine Urheberrechtsverletzung begehen. Denn auch ein Newsletter ist kein rechtsfreier Raum.

Das Freebie oder sonstige Geschenke

Vor einiger Zeit kamst Du nicht an das Thema Newsletter vorbei, ohne mit dem Thema Freebie konfrontiert zu werden. Da ich dazu noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde, möchte ich mich hier nur auf den rechtlichen Aspekt beschränken.

Tatsächlich hab ich gelesen, dass man keinen Verlust erleiden darf, wenn man sich gegen eine Anmeldung entscheidet. Oder anders ausgerückt, ich darf nicht mit Geschenken beworben werden.

Das bedeutet also, dass eigentlich nichts angeboten werden darf, damit die Leute sich genau deswegen anmelden. Oder auch, dass sie eben dieses besondere Geschenk nicht bekommen, nur weil sie sich eben nicht anmelden (der erwähnte Verlust).

Jedoch sehe ich immer wieder Newsletteranbietende, die eben genau das tun. Bei Online-Shops bieten sie entweder einen Gutschein oder ein Rabatt auf den ersten Einkauf an. Alternativ werden auch Kurzgeschichten bei Autor*innen mitgeschickt.

Entweder war meine Information nicht richtig, oder die Leute setzen sich darüber hinweg und hoffen, dass es schon schief gehen wird. Ganz ehrlich? Ich werde zukünftig auf ein Freebie als Geschenk für die Anmeldung verzichten. Damit dürfte ich wohl auf der sicheren Seite sein. Alles andere erfährst Du dann in dem entsprechenden Beitrag.

Abschlussgedanken

Wie schon geschrieben, habe ich keinen rechtsberatenden Beruf und darf damit eben keinerlei Rechtsberatungen geben. Daher kann es natürlich auch sein, dass ich Punkte (wie das mit dem Freebie) falsch interpretiere.

Aber es gibt, in meinen Augen, auch Dinge, die man vorsichtshalber tun kann. Das bedeutet eben auch mal auf etwas zu verzichten. Egal wie, Du solltest Dich auf alle Fälle immer informieren, wie die aktuelle Rechtslage ist. Damit bist Du definitiv auf der sicheren Seite. Dann macht das Newsletter versenden entsprechend Spaß.

Und den wünsche ich Dir mit Deinem Newsletter.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 52

Dürfen Autor*innen noch andere Bücher rezensieren?

Dürfen Autor*innen noch andere Bücher rezensieren?

Vielleicht mag diese Frage für Dich ein wenig seltsam lesen, aber letztes Jahr wurde tatsächlich diese Frage mal auf Twitter gestellt. Sofort antwortete ich, warum soll das denn nicht möglich sein. Doch dann kam ein Einwand, dass die Antwort doch nicht so leicht ist, wie man meinen mag.

Rezensionen

Kurze Vorgedanken

Wer Geschichten schreibt, soll lesen. Zumindest ist Stephen King der Meinung, dass man nur gut schreiben kann, wenn man viel liest. Und wenn man viel liest, entwickelt man auch eine Meinung zu den entsprechenden Büchern. Eben diese Meinung möchten einige dann auch kundtun.

Das bedeutet, dass sie auf Onlineportalen die Rezensionen schreiben oder sogar eigene Blogs aufbauen, um diese zu veröffentlichen. Und natürlich, auch Autor*innen, die andere Bücher rezensieren, sind Menschen. Das bedeutet, dass ihnen Bücher gut gefallen und andere nicht. Und wenn sie ehrlich zu ihren Blogleser*innen sind, dann werden sie auch genau DAS schreiben.

Da kann aber schon das Problem beginnen.

Rezensionen

Warum Du rezensieren kannst/solltest

Wenn Du Bücher liest, dann lernst Du automatisch dazu. Natürlich an Erfahrungen, weil Du ein anderes Leben gelesen und für einige Stunden sogar gelebt hast. Aber auch für Dein Schreiben. Du wirst sehen, was andere gut machen und was nicht. Und entweder entscheidest Du für Dich aktiv, dies für Deine Werke zu übernehmen. Oder Du überlegst Dir, für Dich und Deine Arbeit etwas nicht zu machen.

Daher empfiehlt es sich auf alle Fälle, so viel zu lesen, wie Deine Zeit hergibt.

Doch warum solltest Du es dann rezensieren?

Reflektion

Wenn Du eine Rezension schreibst, dann reflektierst Du noch einmal darüber, was Du gelesen hast. Was hat Dir gefallen und was nicht. Du denkst noch einmal nach, was Du gelesen hast und notierst Dir alles.

Eventuell machst Du Dir sogar schon während des Lesens Notizen und denkst darüber in Ruhe nach. Und dann trägst Du alles zusammen, um einen Beitrag zu schreiben. Damit kannst Du für Dich und für andere schreiben, warum ein Buch (nicht) lesenswert ist.

Aber in erster Linie ist die Rezension für Dich gedacht, damit Du selbst weißt, was Dir gefallen hat. Damit lernst Du am meisten. Daher empfehle ich Dir an dieser Stelle, Dir durchaus Notizen zu machen.

Warnung/Empfehlung

Wie oben schon erwähnt, kannst Du natürlich auch Bücher empfehlen oder Leser*innen warnen, bestimmte Bücher zu kaufen. Klar, das ist immer ein persönlicher Geschmack, ob ein Buch gut ist oder nicht. Aber wenn man gut argumentiert, dann kann man erklären, warum Du ein Buch empfiehlst oder den Leuten rätst, die Finger davon zu lassen.

Denn es gibt sie, Bücher die jede*r lesen muss. Und Bücher, die man am besten verbannen sollte (gefühlt). Daher ist es doch in Ordnung, wenn Du genau darüber schreibst.

Das Buch respektieren

Gut, die Überschrift hört sich vielleicht ein wenig albern an, aber lass es mich erklären.

Wenn man ein Buch ausgelesen hat, dann legen die meisten es zur Seite, suchen nach ein neuem Buch und fangen an dieses zu lesen. Dabei entschwindet die gelesen Geschichte und man vergisst schnell, was man gelesen hat.

War die Geschichte auch nicht wirklich einprägsam, kann es sein, dass man nach einigen Tagen noch nicht einmal mehr die Namen der Charaktere sagen kann. Zumindest ist es mir schon einige Male passiert. Bei einem oder zwei Bücher kann ich noch nicht einmal mehr mit Sicherheit sagen, ob ich sie überhaupt gelesen habe.

Wenn Du Dich aber hinsetzt und eine Rezension schreibst, sei es für Dich oder für Dein Blog, dann sieht das ein wenig anders aus. Noch einmal musst Du Dich mit der Geschichte auseinandersetzen und dann bleibt der Roman und die Charaktere in Deiner Erinnerung.

Solltest Du also einige Zeit oder auch Jahre später den Roman oder Dein Rezensionsbuch zur Hand nehmen, bleibt alles um einiges lebendiger. Natürlich nicht so, wie zu der Zeit, als Du das Buch gelesen hast. Aber eher, als wenn Du gar keine Rezension geschrieben hättest.

Und wenn Du die Rezension öffentlich machst, haben alle anderen auch etwas davon.

Unterstützung

Midlistautor*innen oder Selfpublisher*innen bekommen nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Dabei sind unter diesen Büchern wahre Perlen dabei.

Daher tut es gut, wenn für Sie Rezensionen geschrieben werden, damit potenzielle Leser*innen auf diese Werke aufmerksam werden. Und solltest Du einen gutlaufenden Blog haben, sieht die Außenwirkung natürlich noch einmal ganz anders aus.

Häufig findet man über Blogs kleine Perlen. Das tut den Autor*innen gut und die Leser*innen freuen sich. Tatsächlich sind viele Leser*innen müde von den ganzen Bestsellerlisten. Sie möchten daher Perlen jenseits von Klischees und Hitlisten lesen. Da kannst Du ihnen durchaus helfen (sofern Du eben diese Bücher liest).

Die Unterstützung kann sehr wertvoll sein. Und eventuell ergeben sich auch Kooperationen zwischen Dir und den Autor*innen. Man weiß ja nie.

Rezensionen

Warum Du keine Rezensionen schreiben solltest

Eigentlich gibt es keine Gründe, warum Du sie nicht schreiben solltest. Aber es gibt Gründe, warum Du sie nicht veröffentlichen solltest. Zumindest, wenn man den Leuten glaubt, die damit sogar entsprechende Erfahrungen gemacht haben.

Einschmeicheln

Wenn ich deutschsprachige Autor*innen gut bewerte und diese Bewertungen noch mit denen teile, könnte man doch auf die Idee kommen, dass man sich bei denen einschmeicheln will. Oder schreiben wir es direkter, man will sich einschleimen.

Häufig lese ich, dass zwischen Blogger*innen und Autor*innen eine besondere Verbindung herrscht. Man kennt sich, man mag sich, man tauscht sich aus. Trifft man sich auf Messen, dann umarmt man sich und hängt miteinander herum. Das finde ich schön. Andere hingegen könnten darauf eifersüchtig reagieren.

Und wenn Autor*innen das tun, dann wollen sie natürlich sich bei den anderen einschmeicheln. Gerade dann, wenn diese erfolgreicher sind, als man noch selbst.

Hochziehen lassen

Wenn ich mich also erfolgreich bei den anderen Autor*innen eingeschleimt habe, dann kommen wir zum nächsten Punkt. Bewege ich mich im Kreise von erfolgreichen Autor*innen, dann komme ich auch mit deren Fans ins Gespräch. So zumindest die mögliche Vorstellung.

Und wenn ich da mal bin, was könnte passieren? Na klar, ich werde empfohlen und meine Bücher werden gekauft. Damit werde ich dann entsprechenden Erfolg haben.

Jetzt kann es bei einigen das Gefühl aufkommen, dass es sich hierbei um ein sehr konstruiertes Beispiel handelt. Aber schau Dich mal im Internet um, wenn zwei Autor*innen miteinander in Kontakt treten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich gegeneinander empfiehlt, ist dabei sehr groß.

Wenn ich also das von langer Hand vorbereite, dann kann ich auch in diesen Dunstkreis gelangen und entsprechend davon profitieren.

“Du bist ja nur neidisch!”

Die eben genannten Punkte beziehen sich darauf, wenn Du ein Werk gut bewertest. Aber was ist, wenn Dir ein Roman überhaupt nicht gefällt? Und Du es noch wagst, dies öffentlich zu machen?

Natürlich ist es nicht so, dass Du das Buch schlecht bewertet hast, weil es Dir nicht gefallen hat. Wie kommen wir nur darauf? Es liegt nur daran, dass Du neidisch bist. An nichts anderem.

Leider ist es im deutschsprachigen Raum so, dass man kein Werk oder Person negativ kritisieren kann, ohne dass dann gleich der Vorwurf des Neids kommt. Man kann förmlich die Uhr danach stellen.

Wenn Du also ein Buch negativ rezensierst, dann musst Du leider damit rechnen, dass sich irgendwer beschwert. Dabei ist es der Person egal, ob Du Recht hast oder nicht. Immerhin wagst Du es ja, den Liebling der besagten Person zu kritisieren. Das geht nun einmal gar nicht.

Rezensionen

Solltest Du nun schreiben oder nicht?

Natürlich kann man solch eine Frage nicht abschließend beantworten. Für mich selbst spricht sehr viel dafür, Rezensionen zu schreiben, als dagegen.

Natürlich ist es toll, wenn man mit anderen Autor*innen zusammenarbeiten könnte. Oder auch von denen empfohlen zu werden. Darüber will ich nichts Negatives sagen. Aber wenn ich ein Buch rezensieren, dann tue ich es aus eigenem Willen. Und nicht, weil ich mir dafür irgendwelche Vorteile erhoffe.

Und wenn ich ein Buch kritisieren möchte, dann tue ich es, weil ich das Buch nicht gut fand. Ganz bestimmt nicht, weil ich jemanden schlecht machen möchte oder gar neidisch bin.

Ja klar, es gibt Bücher, die würde ich auch am liebsten in der Luft zerreißen. Auch ich bin nur ein Mensch (meistens zumindest). Nur weiß ich mich zu benehmen und halte mich zurück.

Letztendlich musst Du das mit Dir ausmachen. Reicht Deine Leidenschaft dazu, dass Du regelmäßig nicht nur Bücher liest, sondern diese auch rezensieren möchtest (das verlangt ein Buchblog durchaus). Natürlich solltest Du gelegentlich auch mit etwas Gegenwind rechnen.

Aber ansonsten, wenn Du Lust darauf hast, leg doch einfach drauf los. Meine Empfehlung ist ganz klar, wenn Du eine Behauptung aufstellst, solltest Du diese belegen können. Und schreib ganz klar Deine eigene Meinung. Du kannst nur Deinen Geschmack darstellen. Und dieser muss nicht mit meinem übereinstimmen.

Sonst ist es wirklich so, entscheide für Dich, wie Du damit umgehen möchtest. Und dann leg los.

Rezensionen sind wichtig und können auch Spaß machen.
Rezensionen

Abschlussgedanken

Wie geschrieben, es gibt Punkte die dafür sprechen, dass auch Du als Autor*innen Rezensionen schreibst. Und eben, die dagegen sprechen. Auch wenn ich sicherlich noch nicht einmal alle Punkte angesprochen habe.

Auch wenn Du nicht Deine Rezensionen veröffentlichen möchtest, ich kann Dir nur empfehlen, sie trotzdem zu schreiben. Damit reflektierst Du das Buch noch einmal. Vor allem, was Du für Dich und Deine Arbeit übernehmen möchtest und was nicht.

Dabei wünsche ich Dir sehr viel Erfolg

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 188