Autor*innen und die Rechtschreibung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag geht es nicht um das Chaos in meinem Kopf. Sondern um das Chaos, dass ich häufig auf Papier verursache. Andere würden es schlicht Rechtschreibfehler nennen.

Jedoch ist das kein Plädoyer für das Erlernen der korrekten Rechtschreibung.

Ja, die Rechtschreibung ist wichtig!

Immer und immer wieder lese ich, dass Autor*innen bitte die Rechtschreibung beherrschen sollen. Ansonsten sollen sie bitte nicht schreiben. Manchmal wird diese Meinung freundlich rübergebracht, manchmal beleidigend. Im Sinne von, wenn Du keine Rechtschreibung beherrschst, darfst Du eben nicht schreiben.

Wenn ich einen fertigen Roman kaufe, dann möchte ich keine Rechtschreibfehler sehen. Und das sage ich, obwohl ich selbst eine Lese- und Rechtschreibschwäche habe. Aber auch ich erkenne einige Rechtschreibfehler.

Daher kann ich verstehen, dass in der fertigen Geschichte keine Rechtschreibfehler zu finden sein sollen. Aber das ist in meinen Augen etwas anderes.

Geld verdienen

Immerhin möchte ich ja mit meinem Buch Geld verdienen. Und in der freien Wildbahn hab ich schon Bücher gesehen, die für wenig Seiten durchaus viel Geld verlangen.

Wenn ich also Geld verdienen möchte, egal ob viel oder wenig, sollte ich ja auch ein gutes Produkt anbieten. Und am Ende ist meine Geschichte, mein Baby nichts weiter als ein Produkt. Ein Konsumgut (auch wenn jetzt einige Autor*innen die Decke entlangrasen und mir für diesen Absatz den Hals umdrehen möchten).

Diverse Gründe für eine schwache Rechtschreibfähigkeit

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen eine Rechtschreibschwäche haben. Manche hatten nicht die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Oder sie sind zur Schule gegangen und hatten nicht die Möglichkeit, dort zu lernen. Oder sie haben andere Schwierigkeiten.

In meinem Fall besteht der große Verdacht auf ADHS (ich hab mich bisher nicht offiziell testen lassen, aber inoffiziell hab ich von einem Psychiater eine indirekte Diagnose). Das bedeutet, dass eine meiner Schwächen eben eine Lese- und Rechtschreibschwäche sein kann.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Gründe. Aber darauf möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Nur bitte behalte das im Hinterkopf. Nicht alle Menschen sind so wie Du.

Schreibverbot?

Wenn ich mir so manche Meinungen durchlese, hab ich das Gefühl, dass ich, solange ich nicht das Handwerkszeug der Rechtschreibung beherrsche, eben nicht schreiben darf. Immerhin gehört das Eine zum Anderen.

Will ich Texte schreiben, muss ich nicht nur wissen, mit welchen Buchstaben ein Wort geschrieben wird. Sondern eben auch, in welcher Reihenfolge die Worte kommen (sicherlich sagt Dir noch der Lernhinweis Subjekt, Prädikat und Objekt etwas, um ein Beispiel zu nennen).

Es mag sein, dass ich mit der Beherrschung der Rechtschreibung bessere Texte schreibe. Darüber will ich nicht diskutieren. Aber ich kann auch ohne diese überhaupt Texte schreiben.

Das diese teilweise sogar gut sind, wurde mir durchaus bestätigt.

Wie kann ich vorgehen?

Also hab ich nun eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Wobei Letzteres eher Einfluss auf meine Texte hat. Dann ist das eben erst einmal so.

Jetzt kann ich mich verstecken und das Schreiben nur noch als Hobby betreiben. Aber ganz ehrlich, warum sollte ich? Es gibt Alternativen, mit denen ich arbeiten kann.

Es gibt Programme, mit denen ich eine erste Version der Texte bearbeiten kann. Dazu zähle ich “Papyrus: Author”. Und sicherlich gibt es noch weitere Programme, mit denen ich arbeiten kann. Aber fürs Erste reicht es erst einmal aus.

Wenn ich mich dann eines Tages dann traue, endlich meine Geschichte zu veröffentlichen, geht es erst richtig los. Mit anderen Worten, ein Korrektorat ist für mich absolut Pflicht. Da werde ich nicht drumherum kommen. Und das ist definitiv ein Posten, bei dem ich niemals sparen werde.

Das ist etwas, mit dem ich arbeiten muss, weil es eben zu mir gehört. Die Lese- und Rechtschreibschwäche ist ein Teil von mir. Und vermutlich ein Teil, den ich nicht mehr so schnell loswerde. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich mich deswegen verstecken muss.

Ende des Versteckens

Tatsächlich waren meine eher schwachen Fertigkeiten im Bereich der Rechtschreibung für mich jahrelang ein Grund, dass ich mich versteckt habe.

Es fühlt sich noch heute an, als trüge ich eine Zwangsjacke, weil für mich das ein Problem ist. Natürlich mag es Leute geben, denen es am Allerwertesten vorbeigeht, dass sie eine Rechtschreibschwäche haben. Sie gehen trotzdem hinaus und leben ihr Leben. Etwas, was ich völlig in Ordnung finde.

In meinem Fall hab ich meine Entscheidungen getroffen, wie ich vorangehen werde. Auf alle Fälle stehe ich zu meiner eigenen Schwäche. Sie ist nun einmal da. Und ich kann mich ihretwegen entweder schämen. Oder ich mache weiter und suche mir Hilfe, damit ich meine Ziele erreichen kann. Dafür muss ich notfalls eben tiefer in meinen Geldbeutel greifen.

Mein Wunsch …!

Mein Wunsch ist, dass die Rechtschreibfanatiker*innen ein wenig gelassener sind. Nein, ihnen soll nicht das Recht verweigert werden, ein gutes und vor allem Rechtschreibfreies Buch zu erwarten. Das will ich ja auch.

Aber dieses Permanente, Du MUSST die Rechtschreibung (und was noch alles dazu gehört) perfekt beherrschen, ansonsten darfst Du nicht schreiben, ist eher belastend, als fördernd. Menschen sind unterschiedlich. Und aus diesem Grund, finde ich, sollte man sie auch individuell behandeln.

Wenn Du auch zu denen gehörst, die eine Rechtschreibschwäche hast (egal aus welchem Grund), lass Dich nicht vom Schreiben abhalten. Sei Dir nur bewusst, dass Du sie hast. Und arbeite mit anderen zusammen, die sie besser beherrschen als Du.

Dann werden wir Erfolg haben.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 222

[Newsletter] Ein paar rechtliche Dinge

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer einen Newsletter in die Welt entlassen möchte, sollte wissen, auch hier gilt Recht und Ordnung. Oder anders ausgedrückt, auch hier musst Du auf ein paar rechtliche Dinge achten.

Kurze Vorgedanken

Ehrlich gesagt, ich würde mich selbst am liebsten hinsetzen und meinen Beitrag schreiben und es als Newsletter in die Welt entlassen. Dass man sich immer und immer wieder mit dem Rechtskram auseinandersetzen muss, ist ermüdend. Gerade, wenn man nicht vom Fach ist.

Das Problem ist natürlich, mache ich das nicht, kann ich in einen sehr dicken Fettnapf treten. Und die Nachwirkungen könnten schlimmer sein, als wenn ich mich anfänglich mit dem Thema auseinandergesetzt hätte.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Die wichtigen Punkte

Es gibt ein paar Punkte, auf die Du auf alle Fälle achten solltest. Vermutlich ist das nicht abschließend, aber für den Anfang Deiner Recherchereise sind die durchaus wichtig.

Vor der Anmeldung

Fangen wir ganz am Anfang an. Wenn Du jemanden einlädst, sich für Deinen Newsletter anzumelden, empfiehlt es sich, schon hier auf ein paar Dinge zu achten.

Inwiefern das rechtlich Relevant ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber häufig hab ich schon gelesen, dass man mögliche Abonennt*innen darüber informieren sollte, worum es sich beim Newsletter handelt.

Also, wie oft wird Dein Newsletter versandt? Mit welchen Inhalten? Wird auch etwas verkauft? Und vor allem, was ganz wichtig ist, was machst Du mit den E-Mail-Adressen?

Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Denn Du solltest darüber informieren, inwiefern Du mit den Daten arbeitest. In dem Fall reicht die E-Mail-Adresse aus, nur um den Newsletter zu versenden. Meine Empfehlung ist, schreibe definitiv rein, dass Du die Adressen nicht verkaufst. Und natürlich, mach das nicht.

Gerade in einer Zeit, in der es undurchsichtig geworden ist, wer alles meine Adresse hat, sind solche Informationen wichtig. Gerade, weil eine mögliche Abmahnung schlichtweg teuer ist.

Schau Dir andere Seiten an, wo Du Dich für einen Newsletter anmelden kannst, was sie so eingefügt haben. Und überprüfe, ob das ausreichen könnte. Vor allem, ob das für Dich ausreicht. Dementsprechend kannst Du Deine Seite aufbauen.

Ja, ich empfehle hier tatsächlich, eine eigene Unterseite aufzubauen. Dort kannst Du Dich entsprechend austoben und gegebenenfalls direkt darauf verlinken. Zum Beispiel in Büchern, wenn Du dafür Werbung machst. Oder, wenn Du andere Leute auf Deinen Newsletter aufmerksam machen möchtest. Es lohnt sich in meinen Augen in mehrerer Art und Weise.

Daten, Daten, Daten

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das sollte Dein Credo bei der Sammlung von Daten sein.

Was benötigst Du also, um Deinen Newsletter zu versenden? Genau, nur die E-Mail-Adresse. Mehr nicht.

Wenn Du also die Felder vorbereitetst, mit denen die Leute sich für Deinen Newsletter anmelden können, solltest Du nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld angeben. Natürlich kannst Du auch nach dem Vornamen fragen, damit Du die Leute persönlich anschreiben kannst. Aber mach bitte niemals daraus ein Pflichtfeld. Das bringt nur unnötigen Ärger.

Und mehr Daten solltest Du nicht sammeln. Denn, wofür brauchst Du die Privatadresse der Person? Bei einem möglichen Gewinnspiel kannst Du immer noch danach fragen.

Double-Opt-In

Um zu verhindern, dass ein paar Leute einfach so E-Mail-Adressen in einen Verteiler packen (das ist nur unter bestimmten Umständen möglich, aber geh am besten davon aus, dass Du als Einzelperson nicht von diesen Umständen betroffen bist), gibt es das Double-Opt-In Verfahren.

Das bedeutet, dass eine Person sich für Deinen Newsletter anmeldet. Sie oder er gibt die E-Mail-Adresse ein und bekommt dann eine Information. Danke für Deine Adresse, geh jetzt bitte in Dein E-Mail-Fach und bestätige die Anmeldung.

Erst, wenn ein Link in einer Extra zugesandten E-Mail bestätigt wird, bekommen sie zukünftig Deine E-Mails. Nicht vorher. So soll verhindert werden, dass man willkürlich E-Mails einfügt und dann an irgendwelche Leute, die vielleicht noch nie von Dir gehört haben, E-Mails versenden darf.

Das bedeutet auch, sollte die Person diese E-Mail löschen, wird sie nicht auf Deine Liste eingetragen. Dies habe ich selbst erfolgreich ausprobiert (nachdem ich mich gegen die Eintragung auf eine Liste entschieden habe).

Die meisten Anbieter von Newsletter stellen diese Funktion automatisch zur Verfügung. So musst Du Dir normalerweise keine Gedanken diesbezüglich machen.

Meine Empfehlung ist aber: Teste diese Funktion vorab selbst. Damit kannst Du sicher sein, dass alles so funktioniert, wie es eben funktionieren soll.

Das Impressum

Tatsächlich musst Du auch in Deinem Newsletter Dein Impressum zur Verfügung stellen. Meistens in dem Fußbereich. Bisher gibt es auch hier noch kein Urteil, aber sicherlich ist auch ein Impressumsdienst möglich.

Meine Empfehlung: Auch hier Augen und Ohren offen halten, ob sich daran etwas ändert. Und vor allem, sprich das mit Deinem Impressumsdienst ab, ob das in Ordnung geht oder weitere Kosten auf Dich zukommen.

Der Abmeldelink

In jeder E-Mail, die Du versendest, muss ein Abmeldelink zur Verfügung stehen. Oder zumindest einen Hinweis, wie Du aus dem Verteiler herauskommst. Du musst den Personen auf Deiner Liste die Möglichkeit geben, ohne viel Aufwand, sich abmelden zu können. Unterlässt Du es, kann es natürlich wieder Ärger geben.

Auch dieser wird normalerweise automatisch von Deinem Anbieter generiert. Und ja, auch hier gilt, immer prüfen.

Hier noch ein kleiner Hinweis: Vor Jahren hatte ich mich für einen Newsletter angemeldet, den ich kaum bis gar nicht gelesen habe. Irgendwann schaute ich mir den dann doch genauer an und fand, dass der doch nicht so interessant war. Daher hab ich mal nach dem Abmeldelink gesucht.

Zuerst hab ich diesen nicht gefunden. Beim genaueren hinsehen hab ich dann entdeckt, dass der Autor sowohl sein Impressum, als auch den Abmeldelink in weißer Schrift auf weißem Hintergrund eingefügt hat.

Zugegeben, vorher hätte ich mir noch überlegt, ob ich mich wirklich abmelde oder nicht. Als ich das gesehen habe, hatte ich mich in diesem Augenblick geärgert, weil ich es frech fand. Immerhin will er mir die schnelle Möglichkeit nehmen, mich abzumelden, wann ich es will. Da hab ich mich aus Prinzip abgemeldet.

Unabhängig der Tatsache, dass das rechtlich sehr fragwürdig sein dürfte, empfehle ich Dir, lass die Finger von solchen Spielereien. Einerseits, wie schon geschrieben, finde ich das frech. Und schlimmstenfalls melden sich die Leute einfach aus Prinzip ab. Andererseits kann es halt auch sein, dass Du mit solch einer Aktion rechtliche Probleme bekommen kannst.

Der Inhalt

Erst einmal ist beim Inhalt alles erlaubt, was nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt. Sobald Du das aber tust, kann es natürlich haarig werden.

Hate Spech und ähnliches

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du das machst, zumindest behaupte ich das Mal hier, dürfte wohl eher geringer sein. Daher nur zur Vollständigkeit.

Zwar haben wir in Deutschland die Meinungsfreiheit. Das bedeutet aber nicht, dass Du gegen die Menschenwürde einer anderen Person vorgehen darfst. Solltest Du also Deine Liste dafür missbrauchen, um gegen jemanden zu wettern (zum Beispiel einen Shitstorm auszulösen) oder derartiges, könntest Du Dich unter Umständen strafbar machen.

Vor allem kann es aber passieren, dass Du Dich unbeliebt machst. Und das ist manchmal schlimmer als alles andere. Selbst dann, wenn keine rechtlichen Konsequenzen drohen. Denn, wer unbeliebt ist, wird schlimmstenfalls nicht mehr gekauft.

Urheberrecht

Wenn Du kein Urheberrecht an einem Text oder Bild oder derartiges hast, würde ich erst einmal niemals in meinem Newsletter aufnehmen.

Bei meinem ersten Newsletter war ich einmal so begeistert von einem Bild, dass ich diesen verlinkt habe. Darüber hatte ich die Person dann auch informiert.

Natürlich ist es in Ordnung, zu fragen, ob man die Materialien verwenden darf. Aber ohne Erlaubnis würde ich nie eine Urheberrechtsverletzung begehen. Denn auch ein Newsletter ist kein rechtsfreier Raum.

Das Freebie oder sonstige Geschenke

Vor einiger Zeit kamst Du nicht an das Thema Newsletter vorbei, ohne mit dem Thema Freebie konfrontiert zu werden. Da ich dazu noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde, möchte ich mich hier nur auf den rechtlichen Aspekt beschränken.

Tatsächlich hab ich gelesen, dass man keinen Verlust erleiden darf, wenn man sich gegen eine Anmeldung entscheidet. Oder anders ausgerückt, ich darf nicht mit Geschenken beworben werden.

Das bedeutet also, dass eigentlich nichts angeboten werden darf, damit die Leute sich genau deswegen anmelden. Oder auch, dass sie eben dieses besondere Geschenk nicht bekommen, nur weil sie sich eben nicht anmelden (der erwähnte Verlust).

Jedoch sehe ich immer wieder Newsletteranbietende, die eben genau das tun. Bei Online-Shops bieten sie entweder einen Gutschein oder ein Rabatt auf den ersten Einkauf an. Alternativ werden auch Kurzgeschichten bei Autor*innen mitgeschickt.

Entweder war meine Information nicht richtig, oder die Leute setzen sich darüber hinweg und hoffen, dass es schon schief gehen wird. Ganz ehrlich? Ich werde zukünftig auf ein Freebie als Geschenk für die Anmeldung verzichten. Damit dürfte ich wohl auf der sicheren Seite sein. Alles andere erfährst Du dann in dem entsprechenden Beitrag.

Abschlussgedanken

Wie schon geschrieben, habe ich keinen rechtsberatenden Beruf und darf damit eben keinerlei Rechtsberatungen geben. Daher kann es natürlich auch sein, dass ich Punkte (wie das mit dem Freebie) falsch interpretiere.

Aber es gibt, in meinen Augen, auch Dinge, die man vorsichtshalber tun kann. Das bedeutet eben auch mal auf etwas zu verzichten. Egal wie, Du solltest Dich auf alle Fälle immer informieren, wie die aktuelle Rechtslage ist. Damit bist Du definitiv auf der sicheren Seite. Dann macht das Newsletter versenden entsprechend Spaß.

Und den wünsche ich Dir mit Deinem Newsletter.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 52

Mögliche Inhalte für Deinen Newsletter

Mögliche Inhalte für Deinen Newsletter

Beitragsübersicht

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer mit einem Newsletter anfangen möchte, wird sich vielleicht am ehesten Fragen, welchen Anbieter man nehmen soll. Diese Frage halte ich persönlich für viel zu verfrüht. Daher machen wir uns um die wichtigen Fragen heute Gedanken: zum Inhalt.

Kurze Vorgedanken

Idealerweise erscheint ein Newsletter regelmäßig mit spannenden Inhalten. Was regelmäßig ist, entscheidest übrigens Du allein. Und ja, es kann auch sein, dass regelmäßig bedeutet, dass Dein Newsletter nur einmal im Quartal erscheint. Aber dafür erscheint er einmal im Quartal.

Wer aber noch keine Bücher veröffentlicht hat, oder zu den Autor*innen gehört, die eine kleine Bücherliste ihr*sein eigen nennt, könnte etwas verunsichert sein. Worüber soll im Newsletter berichtet werden?

Vorarbeit ist wichtig

Idealerweise erscheint Dein Newsletter nicht nur für die kommenden Monate, sondern über einen längeren Zeitraum hinaus. Und zwar für Deine komplette schriftstellerische Karierre.

Viele Autor*innen erklären, dass sie über den Newsletter mehr Bücher verkaufen, als mit vielen anderen Werbemitteln. Eben, weil die E-Mail in den Postfach kommt. Und häufig so eine völlig andere Beziehung zu den Lesenden aufgebaut werden kann.

Und diese will natürlich gepflegt werden.

Nichts ist selbstverständlich

Vielleicht hast Du es schon mitbekommen. In vielen Bereichen wird um Neukund*innen einen erheblichen Aufwand betrieben. Doch kaum sind sie Kund*innen geworden, werden sie links liegen gelassen.

Darin sehe ich einen gewaltigen Fehler.

Denk immer daran, im Bereich des Newsletters reicht ein Klick und sie werden nie wieder eine E-Mail von Dir empfangen. Das abmelden geht sogar schneller, als das anmelden. Daher kann ich Dir nur empfehlen, pflege Deine sogenannte Liste (damit sind die Menschen gemeint, denen Du Deinen Newsletter senden darfst).

Daher kann ich Dir nur ans Herz legen, respektiere jede einzelne Person auf Deiner Liste. Nein, Du musst jetzt nicht alle per Namen nennen oder derartiges. Aber sorge dafür, dass sie sich so wohl wie nur möglich fühlen.

Der Wohlfühlfaktor

Das bedeutet natürlich, dass Du mit jeder E-Mail, die Du versendest, immer Dein Bestes gibst. Es soll einfach nicht dahin gerotzt werden, nur weil Du jetzt einen Newsletter aussenden musst. Das werden die Leute irgendwann merken und Dir den Rücken zukehren.

Du kannst Dich mit Deinem Newsletter natürlich austoben. Aber hab auch immer Deine Lesende im Blick. Was könnte sie interessieren und warum haben sie sich für Deine Liste angemeldet. Je mehr Du Dich um sie kümmerst, desto eher wird auch etwas zurückkommen.

Vorab ein paar Gedanken

Um Deine Lesenden bei Laune zu halten, kann ich Dir nur ans Herz legen, vorab eine grobe Planung zu machen. Das bedeutet nicht, dass Du auf ewig an diesen ersten Plan festhalten musst. Es heißt lediglich, dass Du Dir erst einmal überlegst, worüber Du am Anfang schreiben kannst.

Je mehr Bücher Du veröffentlicht hast, auf je mehr Messen Du gehst und an je mehr Projekten Du teilnehmen möchtest, wird sich der Inhalt Deines Newsletters immer wieder ändern. Daher geht es nur um den Anfang.

Werbung, Werbung, Werbung.

Worum sollte es in einem Newsletter von Autor*innen gehen? Natürlich um ihre Bücher. Das ist ja der Sinn und Zweck der ganzen Geschichten. Oder etwa nicht?

Klar, Dein Newsletter, Deine Werbung. Du hast jedes nur erdenkliche Recht, Deine Bücher und Deine Produkte zu bewerben. Dafür machst Du Dir ja die Mühe.

Trotzdem kann ich Dir nur raten, es nicht zu übertreiben.

Wenn Du öfters fernseh schaust, dann wirst Du die massige Werbeflut sicherlich mitbekommen haben. Was passiert, wenn ein Werbeblock ewig lange dauert? Ganz klar, wie alle schalten irgendwann weg. Auf einem anderen Sende läuft hoffentlich was interessantes, dass die Zeit überbrücken kann (oder wir gehen aufs Klo).

Es kann also passieren, wenn Du zu viel Werbung versendest, dass die Leute ebenfalls wegschalten und sich abmelden. Daher ist in meinen Augen die gesunde Mischung sehr entscheidend.

Dein Blog

Das gilt auch für Deinen Blog. Vor einiger Zeit hatte ich einige Newsletter von Autor*innen und Bloger*innen empfangen. Was mich persönlich genervt hat, war, wenn sie in einem Newsletter nur ihren aktuellen Blogbeitrag empfohlen habe.

Solltest Du einmal in der Woche einen Blogbeitrag schreiben, bekomme ich von Dir also vier E-Mails mit den Hinweis, hei Leute, ich hab mal wieder gebloggt. Und da ich, zum Beispiel, nicht immer schaffe, die E-Mails sofort zu lesen, bekomme ich vier Nachrichten, die für mich keinen Mehrwert bieten.

Mit Mehrwert meine ich, dass die E-Mail mir mehr bieten sollte, als das ich über einen RSS-Feader bekomme. Klar, Du darfst und sollst für Deine Blogbeiträge Werbung machen. Aber biete Deinen Lesenden auch Beiträge innerhalb Deines Newsletters an, die sie niemals auf Deinen Blog lesen werden.

So hab ich bei meinem letzten Newsletter Beiträge zum Thema “Weltenbau” angeboten. Diese haben sie nur in meinem Newsletter bekommen und nirgends sonst. Und gleichzeitig hab ich ihnen noch geschrieben, was sich sonst auf meinem Blog so getan hat. Das war eine Win:Win Situation.

Daher sage ich ganz klar, die Mischung macht den Gewinn aus.

Worüber schreiben?

So, Werbung ist ja schön und gut. Doch wenn Du, so wie ich, noch keine Veröffentlichung hast, dann ist das Thema schon einmal vom Tisch. Und wenn Du nicht bloggst, sowieso. Worüber könntest Du also schreiben?

Zumal wir ja auf Dauer es hinbekommen wollen, dass Du Deine Bücher bewerben kannst. Das ist am Ende unser oberstes Ziel.

Ein Blick auf Deine Leidenschaft

Worüber schreibst Du in Deinen unveröffentlichten Werken? Oder welche Themen interessieren Dich? Was sind die Topics, über die Du in einer Dauerschleife schreiben und reden könntest?

Überlege Dir dann, wie Du diese Leidenschaft vermitteln kannst, ohne dass Du die falschen Leute anziehst (wir möchten ja Deine zukünftigen Leser*innen anlocken).

Nehmen wir eine zweite Liebe von mir, Wrestling. Jetzt könnte ich natürlich einen Newsletter aufsetzen und darüber schreiben. Welche Promotion plant was und welche Wrestler*innen sind dort überhaupt unterwegs.

Würde mich das als Autorin weiterbringen? Vermutlich im Bereich Recherche. Aber in meiner Liste könnten sich am Ende eher Leute befinden, die sich mehr fürs Wrestling interessieren, als für meine Bücher (selbst wenn sich das eine oder andere Wrestlingbuch darunter befände, die anderen wären vermutlich uninteressant).

Daher wäre es gut, wenn ich dieses Thema im Zusammenhang mit meinem Schreiben angehe. Zum Beispiel, wenn mich das Thema Wrestling vom Schreiben abgehalten hat. Oder, wenn ich aufgrund einer Sache in einer Promotion eine Idee für meine Geschichte habe (was mir tatsächlich vor kurzem passiert ist).

Blick über die Schulter

Was aber die Meisten am ehesten interessieren dürfte, ist sicherlich ein Blick über Deine Schulter. Also über den Blick einer*eines Autor*in.

So kannst Du mal aus einem Tag Deines Lebens berichten. Wie leicht oder wie schwer war es, mal den ganzen Tag zu schreiben? Oder hast Du mal versucht, an einem Tag 10.000 Wörter zu verfassen? Und wie sieht es mit Schreibblockaden aus? Wie gehst Du mit ihnen um?

Übrigens, Du musst keinen Bericht schreiben, als würdest Du einen Blogbeitrag verfassen. Schreib einfach drauf los, als würdest Du einem vertrauten Menschen über Dich erzählen. Natürlich kannst Du gerne die ganz peinlichen Dinge weglassen.

Outtakes, Schnipsel und einen Blick in Dein Buch

Hat es eine Szene nicht in Dein Buch geschafft, dann kannst Du diesen gerne mit Deinen Lesenden teilen. Gerade, wenn Dein Roman veröffentlicht wurde. Dann kann man sehen, wie sehr sich die Idee von Dir mit dem Ergebnis unterscheidet.

Aber auch wenn Deine Geschichte noch nicht das Licht der Welt gesehen hat, können solche Schmankerl versendet werden. So machst Du Deine Lesende heiß auf Deine Geschichte. Wenn sie sehen, was Du rausgeworfen hast, wollen sie vielleicht am Ende sehen, was dafür in Deine Geschichte gekommen ist.

Schnipsel sind ganz kleine Ausschnitte aus Deiner Geschichte, die am Ende Deine Lesende auch in den Händen halten können. Damit soll der Heißhunger geschürt werden. Wenn ihnen ein Satz oder ein Absatz so gut gefällt, dass sie Lust auf mehr haben, werden sie hoffentlich Deinen Roman kaufen.

Kleine Geschenke

Du kennst sicherlich den Spruch “Kleine Geschenke erhalten die Freund*inschaft”. Das gilt natürlich auch für Menschen, die Du vielleicht niemals im realen Leben treffen wirst. Also die Lesenden Deiner Newsletter.

Wie wäre es, wenn Du ihnen mal eine Kurzgeschichte schickst, die Du nur für sie geschrieben hast? Diese darf dann natürlich nirgends anders erscheinen. Gut, erst einmal. Wenn Du möchtest, kannst Du nach einigen Jahren diese Geschichten nehmen und daraus eine Anthologie machen. Aber das würde ich selbst erst machen, wenn sich die Meisten auf Deiner Liste gar nicht mehr an die Geschichte erinnern.

Ergänzend könntest Du auch von Deiner Neuerscheinung das erste Kapitel versenden. Also eine Leseprobe. Damit lockst Du Mögliche Lesende an. Das Ziel ist nicht nur, dass Du ihnen etwas gibst, sondern sie hoffentlich am Ende so neugierig auf Deine Arbeit sind, dass sie das Ergebnis unbedingt haben wollen.

Sicherlich fallen Dir hier noch ein paar Ideen ein, die Du umsetzen könntest. Leg los.

Außerhalb Deiner Welt?

Damit meine ich alles, was Du selbst nicht kontrollieren kannst. Also andere Autor*innen, andere Blogs, eben andere Personen.

Wie sieht es aus, wenn Du andere Personen in Deinem Blog empfiehlst, weil Du sie gut findest? Könnte das ein Problem werden? Oder geht das in Ordnung?

Wenn wir zum Beitrag über die möglichen Fallstricke im rechtlichen Sinne kommen, werde ich noch auf ein paar Punkte eingehen. Daher möchte ich mich hier eher kurz äußern.

Natürlich kannst Du erst einmal alles empfehlen, was Dir gefallen hat. Dabei ist es immer wichtig, dass Du das Urheberrecht berücksichtigst. Also keine Kopien aus dem Werk, die mehr als über das zitieren hinausgeht.

Suchst Du bei Bücherempfehlungen nach Hinweisen, kann ich Dir nur die Bücherblogs ans Herz legen. Dort siehst Du, wie weit sie gehen und wann genug ist. Auch wenn das kein rechtlicher Rat ist (weil das keiner sein kann, weil ich diesen nicht geben darf), so orientiere ich mich schon daran. Ansonsten, such Dir für alle Fälle juristischen Rat.

Wenn Du ein Buch empfiehlst, dann sei nicht nur ehrlich, warum es Dir gefallen hat. Sondern auch, solltest Du dieses Werk als Rezensionsexemplar bekommen oder dafür eine finanzielle Entschädigung erhalten haben. Damit zeigst Du nicht nur Transparenz für Deine Lesende, sondern kommst damit auch rechtliche Erfordernissen nach.

Bei Linkempfehlungen rate ich Dir, genau hinzusehen. Ist der Blog oder die Internetseite wirklich zu empfehlen? Oder kommt Dir etwas seltsam vor? Bei Letzteren sage ich klar, Finger weg. Lieber noch einmal drüber schauen, als dass Du etwas verbreitest, was nicht verbreitet gehört. Und im nächsten Newsletter ist sicherlich noch Platz für die Empfehlung.

Rund um die*den Autor*in

Es möge schnell geschehen, aber egal wann, eines Tages ist es soweit, Du bist ein*e veröffentlichte*r Autor*in. Das bedeutet natürlich, dass Du vor der Veröffentlichung gerne mal sehr ausführlich über Deinen Roman berichten darfst.

Das bedeutet, dass Du den Klappentext einstellen darfst, Ausschnitte aus Deinem Roman oder auch das Cover. Gerne kannst Du das auch über mehrere Newsletter machen, um die Leute heiß zu machen.

Eventuell möchtest Du auch Leute einladen, die Dich als Betaleser*innen unterstützen. Oder denen Du ein Rezensionsexemplar zukommen lassen willst. Auch das ist natürlich möglich.

Ein Beispielnewsletter

An dieser Stelle möchte ich diesen Beispielnewsletter beschreiben. Natürlich für einen Newsletter. Der nächste könnte völlig anders aussehen. Und tun wir so, als würde ich diesen Newsletter versenden.

Anfangen könnte ich damit, dass ich über meinen Schreibprozess des letzten Monats schreibe (sofern ich den Newsletter einmal im Monat veröffentliche). Dazu würde ich erwähnen, wie ein Wrestlingmatch mich zu einem Charakter inspiriert hat. Dabei würde ich aber eher kurz auf dieses Wrestlingmatch eingehen, da ich nicht davon ausgehen kann, dass alle Lesende meine Leidenschaft fürs Wrestling so intensiv teilen.

Dann würde ich vielleicht noch auf ein Thema eingehen, über das ich in meinen Newsletter verarbeiten möchte (das Thema enthülle ich hier noch, sobald es konkret wird). Danach würde ich erzählen, was auf meinem Blog passiert ist (als Zusammenfassung und mit den Links direkt zu den entsprechenden Beiträgen).

Als Nächstes wäre dann die Buchwerbung dran (entweder für mich oder für andere). Und zu guter Letzt, sofern da was wäre, wo ich mal real zu treffen wäre (zum Beispiel auf einer Buchmesse).

Von anderen Autor*innen lernen

Ganz klar, lerne von denen, die schon vor Dir einen Newsletter veröffentlicht haben. Am besten von deutschsprachigen Autor*innen, weil sie sich an die gleichen gesetzlichen Grundlagen halten müssen, wie Du.

Schau Dir genau an, was sie schreiben und was sie veröffentlichen. Und vor allem, was Dir gefällt und Du auf Deine Art und Weise übernehmen möchtest. Natürlich sollst Du nicht kopieren, Du sollst Dich am besten inspirieren lassen.

Natürlich kannst Du auch die Newsletter von englischsprachige Autor*innen empfangen. Solltest Du vielleicht sogar, einfach, um zu sehen, was sie so machen. Doch sehe das, was sie schreiben, mit einem etwas kritischeren Blick. Denn in Ländern außerhalb der EU herrschen andere Gesetze. Und das zeigt sich auch in den Newslettern.

Abschlussgedanken

Mein Wunsch war es Dir zu zeigen, dass Du auch ohne ein veröffentlichtes Werk einen Newsletter anbieten kannst. Denn es geht letztendlich auch darum, eine Liste aufzubauen. Und wenn Du mit diesen Menschen dann Deine erste Veröffentlichung feierst, dann kann es passieren, dass Dein Werk in den Online-Shops eher zu sehen ist.

Deswegen, fang doch gleich mit der Planung an. Was würdest Du anbieten wollen? Und wie würdest Du einen Blick über Deine Schulter ermöglichen. Vielleicht magst Du sogar schon Deinen ersten Newsletter schreiben?

Auf alle Fälle wünsche ich Dir dabei viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 66

Dürfen Autor*innen noch andere Bücher rezensieren?

Dürfen Autor*innen noch andere Bücher rezensieren?

Vielleicht mag diese Frage für Dich ein wenig seltsam lesen, aber letztes Jahr wurde tatsächlich diese Frage mal auf Twitter gestellt. Sofort antwortete ich, warum soll das denn nicht möglich sein. Doch dann kam ein Einwand, dass die Antwort doch nicht so leicht ist, wie man meinen mag.

Rezensionen

Kurze Vorgedanken

Wer Geschichten schreibt, soll lesen. Zumindest ist Stephen King der Meinung, dass man nur gut schreiben kann, wenn man viel liest. Und wenn man viel liest, entwickelt man auch eine Meinung zu den entsprechenden Büchern. Eben diese Meinung möchten einige dann auch kundtun.

Das bedeutet, dass sie auf Onlineportalen die Rezensionen schreiben oder sogar eigene Blogs aufbauen, um diese zu veröffentlichen. Und natürlich, auch Autor*innen, die andere Bücher rezensieren, sind Menschen. Das bedeutet, dass ihnen Bücher gut gefallen und andere nicht. Und wenn sie ehrlich zu ihren Blogleser*innen sind, dann werden sie auch genau DAS schreiben.

Da kann aber schon das Problem beginnen.

Rezensionen

Warum Du rezensieren kannst/solltest

Wenn Du Bücher liest, dann lernst Du automatisch dazu. Natürlich an Erfahrungen, weil Du ein anderes Leben gelesen und für einige Stunden sogar gelebt hast. Aber auch für Dein Schreiben. Du wirst sehen, was andere gut machen und was nicht. Und entweder entscheidest Du für Dich aktiv, dies für Deine Werke zu übernehmen. Oder Du überlegst Dir, für Dich und Deine Arbeit etwas nicht zu machen.

Daher empfiehlt es sich auf alle Fälle, so viel zu lesen, wie Deine Zeit hergibt.

Doch warum solltest Du es dann rezensieren?

Reflektion

Wenn Du eine Rezension schreibst, dann reflektierst Du noch einmal darüber, was Du gelesen hast. Was hat Dir gefallen und was nicht. Du denkst noch einmal nach, was Du gelesen hast und notierst Dir alles.

Eventuell machst Du Dir sogar schon während des Lesens Notizen und denkst darüber in Ruhe nach. Und dann trägst Du alles zusammen, um einen Beitrag zu schreiben. Damit kannst Du für Dich und für andere schreiben, warum ein Buch (nicht) lesenswert ist.

Aber in erster Linie ist die Rezension für Dich gedacht, damit Du selbst weißt, was Dir gefallen hat. Damit lernst Du am meisten. Daher empfehle ich Dir an dieser Stelle, Dir durchaus Notizen zu machen.

Warnung/Empfehlung

Wie oben schon erwähnt, kannst Du natürlich auch Bücher empfehlen oder Leser*innen warnen, bestimmte Bücher zu kaufen. Klar, das ist immer ein persönlicher Geschmack, ob ein Buch gut ist oder nicht. Aber wenn man gut argumentiert, dann kann man erklären, warum Du ein Buch empfiehlst oder den Leuten rätst, die Finger davon zu lassen.

Denn es gibt sie, Bücher die jede*r lesen muss. Und Bücher, die man am besten verbannen sollte (gefühlt). Daher ist es doch in Ordnung, wenn Du genau darüber schreibst.

Das Buch respektieren

Gut, die Überschrift hört sich vielleicht ein wenig albern an, aber lass es mich erklären.

Wenn man ein Buch ausgelesen hat, dann legen die meisten es zur Seite, suchen nach ein neuem Buch und fangen an dieses zu lesen. Dabei entschwindet die gelesen Geschichte und man vergisst schnell, was man gelesen hat.

War die Geschichte auch nicht wirklich einprägsam, kann es sein, dass man nach einigen Tagen noch nicht einmal mehr die Namen der Charaktere sagen kann. Zumindest ist es mir schon einige Male passiert. Bei einem oder zwei Bücher kann ich noch nicht einmal mehr mit Sicherheit sagen, ob ich sie überhaupt gelesen habe.

Wenn Du Dich aber hinsetzt und eine Rezension schreibst, sei es für Dich oder für Dein Blog, dann sieht das ein wenig anders aus. Noch einmal musst Du Dich mit der Geschichte auseinandersetzen und dann bleibt der Roman und die Charaktere in Deiner Erinnerung.

Solltest Du also einige Zeit oder auch Jahre später den Roman oder Dein Rezensionsbuch zur Hand nehmen, bleibt alles um einiges lebendiger. Natürlich nicht so, wie zu der Zeit, als Du das Buch gelesen hast. Aber eher, als wenn Du gar keine Rezension geschrieben hättest.

Und wenn Du die Rezension öffentlich machst, haben alle anderen auch etwas davon.

Unterstützung

Midlistautor*innen oder Selfpublisher*innen bekommen nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Dabei sind unter diesen Büchern wahre Perlen dabei.

Daher tut es gut, wenn für Sie Rezensionen geschrieben werden, damit potenzielle Leser*innen auf diese Werke aufmerksam werden. Und solltest Du einen gutlaufenden Blog haben, sieht die Außenwirkung natürlich noch einmal ganz anders aus.

Häufig findet man über Blogs kleine Perlen. Das tut den Autor*innen gut und die Leser*innen freuen sich. Tatsächlich sind viele Leser*innen müde von den ganzen Bestsellerlisten. Sie möchten daher Perlen jenseits von Klischees und Hitlisten lesen. Da kannst Du ihnen durchaus helfen (sofern Du eben diese Bücher liest).

Die Unterstützung kann sehr wertvoll sein. Und eventuell ergeben sich auch Kooperationen zwischen Dir und den Autor*innen. Man weiß ja nie.

Rezensionen

Warum Du keine Rezensionen schreiben solltest

Eigentlich gibt es keine Gründe, warum Du sie nicht schreiben solltest. Aber es gibt Gründe, warum Du sie nicht veröffentlichen solltest. Zumindest, wenn man den Leuten glaubt, die damit sogar entsprechende Erfahrungen gemacht haben.

Einschmeicheln

Wenn ich deutschsprachige Autor*innen gut bewerte und diese Bewertungen noch mit denen teile, könnte man doch auf die Idee kommen, dass man sich bei denen einschmeicheln will. Oder schreiben wir es direkter, man will sich einschleimen.

Häufig lese ich, dass zwischen Blogger*innen und Autor*innen eine besondere Verbindung herrscht. Man kennt sich, man mag sich, man tauscht sich aus. Trifft man sich auf Messen, dann umarmt man sich und hängt miteinander herum. Das finde ich schön. Andere hingegen könnten darauf eifersüchtig reagieren.

Und wenn Autor*innen das tun, dann wollen sie natürlich sich bei den anderen einschmeicheln. Gerade dann, wenn diese erfolgreicher sind, als man noch selbst.

Hochziehen lassen

Wenn ich mich also erfolgreich bei den anderen Autor*innen eingeschleimt habe, dann kommen wir zum nächsten Punkt. Bewege ich mich im Kreise von erfolgreichen Autor*innen, dann komme ich auch mit deren Fans ins Gespräch. So zumindest die mögliche Vorstellung.

Und wenn ich da mal bin, was könnte passieren? Na klar, ich werde empfohlen und meine Bücher werden gekauft. Damit werde ich dann entsprechenden Erfolg haben.

Jetzt kann es bei einigen das Gefühl aufkommen, dass es sich hierbei um ein sehr konstruiertes Beispiel handelt. Aber schau Dich mal im Internet um, wenn zwei Autor*innen miteinander in Kontakt treten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich gegeneinander empfiehlt, ist dabei sehr groß.

Wenn ich also das von langer Hand vorbereite, dann kann ich auch in diesen Dunstkreis gelangen und entsprechend davon profitieren.

“Du bist ja nur neidisch!”

Die eben genannten Punkte beziehen sich darauf, wenn Du ein Werk gut bewertest. Aber was ist, wenn Dir ein Roman überhaupt nicht gefällt? Und Du es noch wagst, dies öffentlich zu machen?

Natürlich ist es nicht so, dass Du das Buch schlecht bewertet hast, weil es Dir nicht gefallen hat. Wie kommen wir nur darauf? Es liegt nur daran, dass Du neidisch bist. An nichts anderem.

Leider ist es im deutschsprachigen Raum so, dass man kein Werk oder Person negativ kritisieren kann, ohne dass dann gleich der Vorwurf des Neids kommt. Man kann förmlich die Uhr danach stellen.

Wenn Du also ein Buch negativ rezensierst, dann musst Du leider damit rechnen, dass sich irgendwer beschwert. Dabei ist es der Person egal, ob Du Recht hast oder nicht. Immerhin wagst Du es ja, den Liebling der besagten Person zu kritisieren. Das geht nun einmal gar nicht.

Rezensionen

Solltest Du nun schreiben oder nicht?

Natürlich kann man solch eine Frage nicht abschließend beantworten. Für mich selbst spricht sehr viel dafür, Rezensionen zu schreiben, als dagegen.

Natürlich ist es toll, wenn man mit anderen Autor*innen zusammenarbeiten könnte. Oder auch von denen empfohlen zu werden. Darüber will ich nichts Negatives sagen. Aber wenn ich ein Buch rezensieren, dann tue ich es aus eigenem Willen. Und nicht, weil ich mir dafür irgendwelche Vorteile erhoffe.

Und wenn ich ein Buch kritisieren möchte, dann tue ich es, weil ich das Buch nicht gut fand. Ganz bestimmt nicht, weil ich jemanden schlecht machen möchte oder gar neidisch bin.

Ja klar, es gibt Bücher, die würde ich auch am liebsten in der Luft zerreißen. Auch ich bin nur ein Mensch (meistens zumindest). Nur weiß ich mich zu benehmen und halte mich zurück.

Letztendlich musst Du das mit Dir ausmachen. Reicht Deine Leidenschaft dazu, dass Du regelmäßig nicht nur Bücher liest, sondern diese auch rezensieren möchtest (das verlangt ein Buchblog durchaus). Natürlich solltest Du gelegentlich auch mit etwas Gegenwind rechnen.

Aber ansonsten, wenn Du Lust darauf hast, leg doch einfach drauf los. Meine Empfehlung ist ganz klar, wenn Du eine Behauptung aufstellst, solltest Du diese belegen können. Und schreib ganz klar Deine eigene Meinung. Du kannst nur Deinen Geschmack darstellen. Und dieser muss nicht mit meinem übereinstimmen.

Sonst ist es wirklich so, entscheide für Dich, wie Du damit umgehen möchtest. Und dann leg los.

Rezensionen sind wichtig und können auch Spaß machen.
Rezensionen

Abschlussgedanken

Wie geschrieben, es gibt Punkte die dafür sprechen, dass auch Du als Autor*innen Rezensionen schreibst. Und eben, die dagegen sprechen. Auch wenn ich sicherlich noch nicht einmal alle Punkte angesprochen habe.

Auch wenn Du nicht Deine Rezensionen veröffentlichen möchtest, ich kann Dir nur empfehlen, sie trotzdem zu schreiben. Damit reflektierst Du das Buch noch einmal. Vor allem, was Du für Dich und Deine Arbeit übernehmen möchtest und was nicht.

Dabei wünsche ich Dir sehr viel Erfolg

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 188

(D) Ein Notizbuch

(D) Ein Notizbuch

(D)Ein Notizbuch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es empfiehlt sich durchaus für Dich als Autorin oder als Autor, in irgendeiner Art und Weise ein Notizbuch zu führen. Daher lasse ich Dich mal in meines blicken und schreibe Dir, wie ich mein Notizbuch führe. Vielleicht ist da die eine oder andere Idee für Dich, die Du gerne übernehmen möchtest.

Vorbemerkung

Notizbücher finde ich selbst schon fast überlebenswichtig. Anders könnte ich mit den ganzen Ideen nicht merken, die ich sonst so habe. Zwar nutze ich nicht immer alle Ideen, die ich selbst zu einer Geschichte habe. Einige davon vergesse ich, andere sind schon überholt, nachdem ich sie aufgeschrieben habe. Es gibt verschiedene Gründe, warum mich eine Idee irgendwann nicht mehr reizt. Aber zumindest habe ich sie mir notiert. Und wer weiß, wenn ich jetzt die Idee nicht für einen Roman nutze, kann es sein, dass diese für eine andere (Kurz-)Geschichte wiederum gut ist.

Vorneweg kann ich Dir aber schon einmal empfehlen, schaff Dir ein Notizbuch durchaus an. Und vor allem, hab diesen immer dabei. Wobei es zum Notizbuch auch alternativen gibt, die ich Dir in den kommenden Wochen noch vorstellen werde.

Ausgangsmaterialien

Um ein Notizbuch als Autor*in zu führen, benötigst Du nur wenige Grundmaterialien. Du benötigst mindestens

  • ein Notizbuch
  • ein Stift Deiner Wahl (zum Beispiel Füller, Kugelschreiber, Bleistift, womit Du am besten klar kommst).

Alle weiteren Punkte, die ich jetzt aufführe, sind optional. Du kannst sie benutzen, musst es aber nicht.

  • Klebestift bzw. Klebestreifen
  • Buntstifte oder Filzstifte
  • Zusätzliches Papier (aus entsprechenden Schreibblöcken)
  • Drucker, um etwas auszdrucken (und dementsprechend natürlich ein PC)
  • weitere Materialien Deiner Wahl

Dein individuelles Notizbuch

Es ist im Grunde genommen egal, was für ein Buch Du nutzt, um Deine Notizen festzuhalten. Hauptsache es sagt Dir zu und es ist zweckdienlich. Früher war ich ein großer Fan von Moleskine. Zwischenzeitlich neige ich eher zu Leuchtturm 1917. Was Dir also heute zusagt, könnte durchaus morgen ersetzt werden. Mach Dir nichts draus und schau Dich ruhig regelmäßig in Papierwarengeschäften vorbei. Du wirst sicherlich fündig werden.

Mir ist wichtig an einem Notizbuch, dass ich es jederzeit einpacken kann, um es überall mitzunehmen. Denn es könnte immer sein, dass ich gerade eine Idee habe und mir denke, wo kann ich es niederschreiben. Natürlich auch auf ein Stück Papier. Oder in meinen Handy. Aber wenn ich eine Zettelsammlung am Ende habe, macht das auch kein Spaß mehr, sich durchzuwühlen und am Ende landen sie wohlmöglich in der Ecke und dann habe ich nichts davon. Und ich schaue nicht immer in mein Handy, um mir die Ideen irgendwie zu überspielen oder gar zu notieren.

Ein Inhaltsverzeichnis

Meine Empfehlung ist ganz klar, arbeite mit einem Inhaltsverzeichnis. Es mag am Anfang noch alles sehr übersichtlich sein und Du wirst alles schnell finden. Aber irgendwann, gerade ab dem zweiten Notizbuch, kann es passieren, dass Du nicht mehr weißt, wo Du was notiert hast. Und dann wird es anstrengend genau die eine Information zu suchen, die man aktuell braucht.

Beim Schreiben kannst Du noch mit Lückenfüllern arbeiten. Aber wenn Du bei der Überarbeitung bist, möchtest Du sicherlich so langsam alles festziehen. Und dann ist es sicherlich toll, wenn Du die eine Information findest. So hatte ich mal einem Charakter einen etwas komplizierten Namen gegeben. Da ich diesen auf verschiedenen Medien festgehalten habe, konnte ich am Ende diesen nicht mehr finden, da ich damals noch kein vernünftiges Ordnungssystem hatte.

Meine Inhaltsverzeichnisse fange ich immer auf der letzten Seite an. Denn ich kann nicht sagen, ob ich nur eine Seite oder vielleicht sieben brauche. Und wenn ich diesen am Anfang beginne, kann es sein, dass mir dann einfach der Platz für eine ausführliche Notiz über den Inhalt fehlt. Und ehrlich gesagt, dafür bin ich schlichtweg zu faul.

Die Notiz sieht im groben etwa so aus:

  • Charktername – Idee – Seite
    oder
  • Szene – Geschichte – Seite

Oder was auch immer ich mir gerade notiere. Immer wenn ich eine Seite beschreibe, nummeriere ich sie, damit ich mein Inhaltsverzeichnis aktualisieren kann.

Egal wie Du Dein Inhaltsverzeichnis führst, idealerweise führst Du eines und weißt mit einem Blick, was sich auf den Seiten befindet. Du kannst auch eine ganz kurze Zusammenfassung zum Inhalt schreiben. „Charakternotiz zu XY, warum er XX liebt.“

Eine alternative Idee

Aktuell arbeite ich mit einer alternativen Idee, wie man das Notizbuch einteilen kann. Mein Projekt hat drei wichtige Hauptcharaktere. Daher habe ich die ersten 150 Seiten für diese drei Charaktere reserviert (also jeweils 50 Seiten). Der Rest benutze ich für meine Plotideen und für weitere Charaktere, die ich eventuell einbauen möchte.

Auf diesen Seiten lasse ich mich in erster Linie nur zu dem Charakter oder zum Plot aus. Dass ich dann häufig auch etwas zum Volk (es handelt sich um eine Fantasygeschichte) schreibe oder zu wichtigen anderen Charakteren, kommt häufiger vor.

Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass ich eine Information aufschreibe und sie in meiner Textwüste verloren geht. Eben, weil ich nicht mehr so detaillierte Inhaltsverzeichnisse notiere. Entweder ich verwende große Überschriften, sowie Zwischenüberschriften oder ich muss mir was anderes einfallen lassen.

Seitenaufbau

Das ist jetzt eine Sache, die ich bei meinem Tagebuch angefangen und daher in meinen Notizbüchern übernommen habe. Ob Du es für Dich übernehmen möchtest oder nicht, liegt völlig an Dir. Und zwar klebe ich auf einer Doppelseite noch weitere Papiere ein, damit ich auf einer Stelle alle wichtigen Notizen zusammenhabe. Dann schlage ich nur eine Doppelseite auf und sollte im Idealfall alles dort finden, was ich zu einer Szene, einem Charakter oder was auch immer geschrieben habe.

Wie gehe ich dabei vor? Dazu muss ich erwähnen, dass diese Methode bei mir am besten mit größeren Moleskinenotizüchern funktioniert. Sicherlich bei den anderen auch, aber da habe ich es selbst noch nicht ausprobiert.

Auf dem karierten Papier im Notizbuch zähle ich immer fünf Kästchen Richtung Mitte ab und zeichne einen Rand. Dafür benutze ich kein Lineal, reine Faulheit. Dieser Rand bleibt bei mir frei, damit ich dort noch Blätter oder Bilder rankleben kann. Gerade Charakterbilder finde ich persönlich immer gut, da ich so ein mögliches Bild von der Figur habe.

Dann gebe ich dem Beitrag einen eindeutigen Titel. Zum Beispiel „Ideen zum Bösewicht <Name>“.  Oder worüber ich auch gerade schreiben möchte. Und dann schreibe ich alles auf, was mir aktuell wichtig ist.

Aber wie geschrieben, ob Du das übernimmst, ist völlig Dir überlassen.

Meine Notizen

Immer wenn ich eine Idee zu einer Geschichte, Szene oder Figur habe, reserviere ich dem Ganzen eine Doppelseite. Dann schreibe ich den Namen der Figur als Beispiel darüber und notiere dann zukünftig alles, was mir zu dieser Figur einfällt. Dann ist alles an einer Stelle versammelt und muss nicht im kompletten Notizbuch suchen, wo ich was geschrieben habe.

Wobei ich nicht zwei Sachen miteinander vermische. Wenn ich als zu meiner Figur eine Szene schreibe, dann wechsle ich doch zu einer neuen Doppelseite. Das wäre sogar für mich zu unübersichtlich. Und ich bezeichne mich durchaus als Chaoskönigin.

Immer dann, wenn Du eine Idee hast, und sei sie noch so klein, solltest Du sofort zu Deinem Notizbuch greifen und aufschreiben. Denn Ideen können leider schneller weg sein, als es Dir lieb ist. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass die Idee schlecht war. Häufig ist das eine Gehirnsache. So habe ich zwischenzeitlich schon öfters gelesen, dass das Gehirn Sachen dann vergisst, wenn es denkt, dass es sich erledigt hat.

In dieser Hinsicht empfehle ich Dir, konsequent zu sein. Egal wo Du bist und egal wie viel oder wenig Du Zeit hast. Notier Dir auf alle Fälle ein paar Stichpunkte, damit Du immer etwas hast, worauf Du später zurückgreifen kannst.

Meine Szenen zu einem aktuellen Projekt

Es kann immer sein, dass ich unterwegs bin und gerade eine Idee für eine Szene habe. Diese Ideen ich mir dann in Gedanken aus und versuche diese dann zeitnah zu notieren. Das bedeutet nicht, dass sie auch wirklich in der Geschichte unterkommt. Es kann auch sein, dass ich einfach nur eine Szene schreibe, damit der Roman bei mir aktuell bleibt.

Und wenn die Ausarbeitung der Szene mehr Platz benötigt, als mir die Doppelseite hergibt, klebe ich schon mal DIN-A5 Papier ein, damit ich dort weiterschreiben kann (siehe weiter oben). Da kann es schon einmal passieren, dass ich mehrere Blätter übereinander klebe. Damit ich das Geschriebene nicht überklebe, bekommt das Papier ebenfalls ein Rand von mir und da schreibe ich nichts rauf.

Klar kann es dadurch unordentlich werden, aber das beruhigt meine kreative Ader und ich genieße diese Art von Schreiben. Aus diesem Grund bleibe ich halt dabei.

Szenenübungen

Wenn ich ein Bild sehe oder eine Geschichte lese, springen mir manchmal Szenen in den Kopf. Daher versuche ich das Bild auszudrucken, damit ich etwas in der Hand habe, und klebe es in mein Notizbuch ein. Und zu diesem Bild schreibe ich dann eine Szene.

Einerseits verwende ich diese Texte als Übung, damit ich sehe, wie ich das Beste aus einer Szene herauslocken kann. Denn ohne Schreiben wird man nicht besser. Andererseits kann das auch der Anfang einer neuen Geschichte sein, an der ich zukünftig arbeiten kann. Man sollte niemals unterschätzen, was sich am Ende in einem solchen Notizbuch so sammelt.

Charakterimpressionen

Wenn ich an einem neuen Charakter arbeite oder mit der Motivation einer Figur Probleme habe, mit der ich gerade arbeite, dann überlege ich mit dem Stift in der Hand, wo das Problem sein könnte. Auch wenn ich versuche meine Figuren sehr genau kennenzulernen, kann es immer passieren, dass sie sich während des Schreibprozesses ändern. Und das bedeutet für mich herauszufinden, was da passiert ist und wohin die neue Reise geht.

Manchmal stellt sich heraus, dass die Figur sich nur leicht entwickelt hat, manchmal auch sehr tief greifend. Und diese Dinge finde ich nicht immer am PC heraus, sondern eher, wenn ich mit dem Stift auf die Reise gehe. Hier werde ich nicht abgelenkt und kann jederzeit auch mal hin- und herspringen. Das tut mir gut.

Kurzgeschichten

Manchmal überkommt mich die Lust, an einer Kurzgeschichte zu schreiben. Du kannst die Kurzgeschichte sowohl als Schreibübung sehen, als Möglichkeit, um Deinen Charakter kennenzulernen oder auch für Dein Marketing. Denn diese Geschichten kannst Du dann abschreiben und als kleines Geschenk an Deine Leser*innen weiterreichen.

Oder Du lässt die Geschichte einfach in Deinem Notizbuch verstauben. Auch das ist natürlich möglich.

Szenenanalyse

Eine Möglichkeit als Autor*in besser zu werden, sind andere Bücher bzw. deren Szenen zu analysieren. Wo wären die Informationen dann am besten aufgehoben, als im eigenen Notizbuch. Denn es soll ja nicht nur ein Ort des Planens sein, sondern auch des Lernens.

Schreibe daher Deine Wunschszene ab, die Du näher kennenlernen möchtest. Das kann per Hand sein, aber auch per PC. Alternativ kannst Du es auch kopieren. Dann druckst Du die Sache aus und notierst Dir dann alles, was Dir auffällt. Das kann die Satzstellung sein, das kann die Wortwahl sein, wie die Autorin oder der Autor etwas beschreibt. Und alles, was Dir auffällt und zu dieser, für Dich, genialen Szene geführt hat. Oder auch, warum Du diese Szene persönlich als nicht so gelungen findest.

Du kannst danach versuchen selbst eine Szene zu schreiben, um zu sehen, ob Du das Gelernte sofort umsetzen kannst. Das kann natürlich einige Übung erfordern, aber wenn Du siehst, wie es andere machen und das übernimmst, was Dir gefällt, sieht die Sache dann anders aus. Du lernst aus der Theorie und der Praxis.

Alternativ kannst Du die Szene so umschreiben, wie Du sie selbst in Deinem Buch verwendet hättest. Gerade dann, wenn sie Dir nicht gefallen hat.

Achtung: Auch wenn Du Szenen überarbeitst und umschreibst, darfst Du sie noch lange nicht veröffentlichen. Davon rate ich Dir dringend ab, solange man noch erkennt, dass es nicht zu einhundert Prozent Dein eigenes Werk ist. Solltest Du das tun, handelt es sich hierbei um ein Plagiat. Und das ist kein Kavaliersdelikt. Bestenfalls bekommst Du nur eine Strafe und musst Dein Buch einstampfen. Schlimmstenfalls strafen Dich Deine Fans ab. Damit kannst Du dann Deinen guten Ruf sehr schnell ruinieren.

Plotten und Planen

Natürlich gehören alle Ideen und Ausarbeitungen zum Plot Deiner aktuellen oder auch zukünftigen Geschichte in Dein Notizbuch. Ich glaube, ohne diese Elemente wäre ein Notizbuch schlichtweg unvollständig.

Momentan arbeite ich gerne mit der Heldenreise. Daher notiere ich mir zu jedem der zwölf Schritte meine Gedanken und was ich aus den Tarotkarten herauslese. Mit diesen Informationen plotte ich meine Geschichten so gut, wie es möglich ist. Am Ende überarbeite ich die Fakten dann noch einmal am PC und am Ende schreibe ich natürlich dann die Geschichte.

Und immer, wenn ich zu einem der Schritte noch eine Idee habe, natürlich wird diese notiert. Das Erinnern an die Ideen darf nicht dem Vergessen zugeworfen werden. Zumindest gebe ich mir Mühe damit.

Marketing

Auch wenn ich noch keine Geschichte fertig habe, mache ich mir jetzt schon Gedanken, was für Marketingmöglichkeiten ich nutzen kann. Dazu gehören natürlich auch Werbematerialien, Aktionen und alles, was mir so spontan einfällt. Es ist schön und gut, dass ich an meinem Roman arbeite und erst dann wirklich über Werbemittel nachdenken kann, wenn er fertig ist.

Aber wenn ich erst anfange, wenn alles fertig ist, darüber nachzudenken, ist es auch ziemlich knapp. Daher nutze ich jetzt alle Möglichkeiten für die kreativen Ideen und schaue auch gerne mal bei den anderen Autorinnen und Autoren hin, was sie so machen. Dabei möchte ich die Ideen nicht 1:1 zu kopieren. Denn wir sind alle unterschiedlich und haben alle unseren eigenen Kopf. Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht von ihnen lernen kann.

Also notiere ich mir, was ich als Marketingstrategie anwenden könnte oder auch, welche Werbemittel ich nutzen möchte. Dann schreibe ich diese auf und in welchem Zusammenhang ich das nutzen kann. Und zu guter Letzt auch, wo ich die Sachen herbekomme.

Gerade Letzteres mag vielleicht eher kontraproduktiv sein, weil ich vielleicht noch ein oder zwei Jahre brauche, um meinen Roman zu veröffentlichen (ich will erst einmal einige Geschichten auf Lager haben, bevor ich das nächste Abenteuer angehe). Bis dahin können die Seiten alle offline sein. Aber es kann auch sein, dass sie bis dahin noch existieren und mein Computer wieder zu Bruch gegangen ist. Daher nützt mir meine Lesezeichenliste nicht immer.

Weitere Möglichkeiten

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Du Dein Notizbuch führen kannst. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, was Du daraus am Ende machst oder machen willst. Lass Dich von mir nur inspirieren. Vielleicht willst Du ja keine Marketingideen notieren oder Szenen schreiben. Das ist völlig in Ordnung. Es ist Dein Notizbuch und damit ist es auch Deine Entscheidung.

Ich gebe zu, einige der Punkte habe ich bisher noch nicht so umgesetzt, wie ich es hier notiert habe. Im Grunde genommen hat mich mein eigener Beitrag selbst zu einigen Punkten inspiriert, die ich nun selbst umsetzen werde (nicht lachen, ist wirklich so).

Dein digitales Notizbuch

Es mag sein, dass Du mit den handschriftlichen Notizen überhaupt nichts anfangen kannst. Das ist völlig in Ordnung. Dann finde Dein Weg, wie Du Dir die Notizen digital machst.

Wenn Du ein Smartphone hast, dann lade Dir ein Schreibprogramm herunter, wo Du alles notieren kannst, was Dir so einfällt. Es gibt gute und vor allem kostenfreie Apps, mit denen Du jederzeit arbeiten kannst. Manchmal lohnt es sich, eine kostenpflichtige App zu installieren, bei den Schreibprogrammen hat mich aber bisher noch keine dieser Apps wirklich gereizt.

Schreibe auch hier in einer eigenen Datei, was Dir immer einfällt. Also eine Datei für einen Charakter, eine Datei für das Schreiben einer Szene, Geschichtsideen und was auch immer Dir wichtig ist.

Und natürlich, vergib eindeutige Namen. In einem handschriftlichen Notizbuch kannst Du noch hin- und herblättern. In einem Ordner kann es durchaus nervig sein, wenn Du andauernd nach etwas suchen musst. Auch wenn Du aller Wahrscheinlichkeit eine Suchfunktion in der App hast (was aber nicht immer garantiert ist). Zumindest würde mich das absolut nerven. Daher vergib eindeutige Namen und dann findest Du alles schneller. Und wenn möglich, sortier alle Ideen für ein Projekt, auch in einem entsprechenden Ordner.

Wenn Du mit Word-Dateien arbeitest, empfehle ich Dir hier auch das Gleiche. Es ist zwar am PC leichter, auch mal wichtige Daten aus dem Internet zu kopieren und einzufügen. Aber wenn Du alles Charakteranalyse oder Szenenübung nennst, dann wird es durchaus sehr unübersichtlich.

Ansonsten empfehl ich Dir, mit Scrivener zu arbeiten. Mit diesen kannst Du ein Projekt anlegen, indem Du alle Ideen zu einem Projekt sammelst und diese dann in Ordner organisieren. Damit kannst Du Unterordner für die Genres anlegen, die Du verwenden willst, dann einen Ordner anlegen, der ein Projektname von Dir bekommt und zu guter Letzt kannst Du dann einzelne Schreibdateien anlegen, mit denen Du dann arbeiten kannst.

Abschlussgedanken

Ein Notizbuch kann eine Quelle der Kreativität für eine Geschichte sein. Alles, was Dir zu einem Thema einfällt, kannst Du hier notieren. Zugleich kann es auch eine Quelle der Frustration sein, wenn Du nicht eine gewisse Ordnung hast. Wie diese aussieht, ist vollkommen Dir überlassen. Wichtig ist nur, dass Du damit am Ende arbeiten kannst.

Mein Vorschlag ist, probiere es aus und sieh, was am Ende es für Dich hergibt. Es muss ja am Anfang kein teures Notizbuch sein. Hauptsache es ist eines, mit dem Du Dich wohlfühlst. Denn, wenn Du ein Notizbuch kaufst, was Du nicht magst, wirst Du es nicht verwenden. Und dann könntest Du fälchlicherweise auf die Idee kommen, dass diese Methode nicht für Dich arbeitet.

Sei offen und probiere es einfach aus.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 175