(D)Ein Kreativbuch

(D)Ein Kreativbuch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nachdem wir uns Dein mögliches Notizbuch angesehen haben, möchte ich Deiner möglicherweise übersprudelnden Kreativität einen Raum geben. Zumindest dann, wenn Du das Gefühl hast, dass Du vor lauter Kreativität platzen könntest.

Frau Schreibseele und das Kreativbuch

Kurze Vorgedanken

Wenn Du eher zu den Leuten gehörst, die sich auf eine Sache konzentrieren können oder sich für wenige Dinge interessieren (so etwas soll es tatsächlich geben), könnte Dich dieser Beitrag vielleicht weniger interessieren. Trotzdem lade ich Dich ein, diesen durchzulesen. Vielleicht enthält er trotzdem ein paar Inspirationen für Dich.

Gehörst Du aber zu den Leuten, die vor lauter kreativen Ideen regelrecht platzen, hab ich da eine Idee für Dich. Aber vorab ein wichtiger Hinweis. Im Folgenden schreibe ich nicht von Ideen für Geschichten jeglicher Art. Dazu gibt es nächste Woche einen Beitrag. Hier geht es um kreative Ideen aller Arten.

Kurze Erklärung: Was verstehe ich unter kreative Ideen?

Schriftsteller*innen können sich natürlich nur auf das Schreiben konzentrieren. Aber manche von uns haben dann noch Ideen für ein Bild oder für eine Skulptur oder für Schmuck oder fürs stricken, nähen, sticken. Sie brauchen sich nur umsehen und schon platzt wieder die Ideenkiste. Und das alles unter einem Hut zu bringen, kann manchmal sehr schwer sein.

Unter kreative Idee verstehe ich tatsächlich alles, was man zum Thema Kreativität haben könnte. Dabei ist das Gebiet hierbei völlig egal. Theoretisch könntest Du das Schreiben hier ausschließen und Dich nur noch auf die anderen Gebiete konzentrieren.

Natürlich kannst Du Dein Kreativitätsbuch anders verstehen. Wichtig ist, dass Du für Dich entscheidest, wie Du es führen möchtest – sofern Du eines brauchst.

Was ist nun ein Kreativitätsbuch?

Unter einem Kreativitätsbuch verstehe ich ein Notizbuch, das mit kreativen Ideen gefüllt ist. Du kannst Bilder einkleben, Notizen machen, gerne selbst Bilder malen oder Proben einkleben.

So bin ich per Zufall in über ein Onlineshop gestolpert mit schönen Anhängern aus Fimo. Theoretisch könnte ich die mir natürlich kaufen. Aber ich könnte mich auch hinsetzen und meine eigene Version basteln, wenn ich dazu Lust habe. Also drucke ich mir die Bilder als Beispiele aus und klebe sie in mein Kreativitätsbuch ein.

Oder wenn Du ein Stück gehäkelt hast, um es als Probe für ein späteres Werk zu benutzen, kannst Du es einkleben. Natürlich wird das Buch dadurch dicker. Zugleich wird es aber ein Zeugnis Deiner bisherigen Arbeit. Und da lohnt es sich durchaus, wenn der Rücken mal platzt.

In Deinem Kreativitätsbuch darf alles rein, was Dich fasziniert. Klar kannst Du auch Ideen für Deinen nächsten Roman reinschreiben. Das würde ich selbst nur nicht machen, um den Platz nicht zu vergeben. Gerade dann, wenn Du viele Ideen hast, könnte aus Deinem Kreativitätsbuch am Ende ein Ideenbuch werden. Das würde ich daher doch trennen.

Materialliste

Zum einen brauchst Du nicht viel, um Dein Kreativbuch zu beginnen. Und gleichzeitig kann Deine persönliche Materialliste endlos lang sein. Hierbei kommt es in erster Linie darauf an, was Dich persönlich interessiert und wie Du Dein Buch führen möchtest.

Und wenn Du heute Dich für eine bestimmte Materialliste entscheidest, kann sich das für Dein nächstes Kreativbuch wieder total ändern. In dem Sinne sei gerne offen für alles, was Du in einem gut geführten Bastelladen findest.

Das Kreativbuch

Natürlich brauchst Du etwas, wo Du Deine kreativen Ideen einfügst. Es kann ein Buch sein, aber es können auch Einzelseiten sein, die Du am Ende zu einem Buch zusammenfügst.

Wichtig ist nur, solltest Du mit Klebstoff oder Farbe arbeiten (besonders mit Wasserfarben oder Ähnliches), empfiehlt es sich, dass Du dickes Papier nimmst. Damit meine ich schon mindestens 180 Gramm Papier und dicker. Die Seiten werden sich aller Wahrscheinlichkeit auch bei sehr dickem Papier wellen. Aber zum einen nicht so stark und vor allem, die Farben oder der Klebstoff bluten nicht durch. Somit kannst Du die andere Seite ohne Probleme benutzen.

In Kreativläden wirst Du sicherlich fündig werden. Eventuell hältst Du nach Büchern Ausschau, die für das Art Journaling geeignet sind.

Zubehör

An Zubehör gibt es keine Grenzen, außer die, die Du Dir selbst setzt. Das kann daran liegen, dass Dir etwas nicht gefällt oder Du noch nicht weißt, wie Du mit dem Material umgehen kannst. Hier gibt es die Möglichkeit der Experimente. Einfach ausprobieren. Niemand muss Dein Kreativbuch sehen. Also ist es in Ordnung, wenn Du mal die eine oder andere Seite versaust.

Du kannst Farben verschiedener Arten verwenden. Also Buntstifte, Filzstifte, Aquarellstifte und so weiter. Alternativ auch Wasserfarben, Aquarellfarben und was es noch so gibt. Und ja, es ist auch möglich, Schminke zu benutzen. Eines meiner ersten Bilder (das Gesicht einer Frau) hab ich mit Schminke und Lippenstift ausgemalt. Es sah tatsächlich sehr gut aus.

Und natürlich kannst Du Bilder, Glanzbilder oder Zeitungsausschnitte verwenden. Sticker, Coverideen und was auch immer. Wenn Du so etwas verwendest, solltest Du Dir auch guten Bastelkleber gönnen. Und dafür einen Pinsel, mit dem Du gut arbeiten kannst.

Was Du darüber hinaus verwendest, liegt an Dir, das sollte nur ein kleiner Einblick sein, was möglich ist. Vermutlich wird sich Deine Sammlung nach und nach erweitern, wenn Du einmal anfängst, mit einem Kreativbuch zu arbeiten.

Doch warum ein Kreativbuch?

Natürlich weiß ich nicht, wie es bei Dir so ist, daher schreibe ich aus meinen eigenen Erfahrungen. Es gibt Phasen, da kann ich unheimlich viel Schreiben. So viel, dass mir am Ende die Finger wehtun.

Doch dann ist es manchmal notwendig, dass ich mich mit etwas anderem beschäftige. Das kann ein Wollprojekt sein oder eben mit einem Kreativbuch.

Damit lade ich meine Batterien wieder auf und beschäftige mich für eine gewisse Zeit mit etwas anderem. Danach hab ich wieder die nötige Energie, um mich auf das Schreiben zu konzentrieren.

Andererseits hab ich sehr viele Ideen im Kopf. Das betrifft nicht nur das geschriebene Wort, sondern auch das gemalte Wort. Und das möchte ich entsprechend für mich festhalten. Manchmal kann sich daraus noch mehr entwickeln, als ich ursprünglich geplant habe.

So hab ich mal ein Bild gemalt, was mich zu einer möglichen Reihe inspiriert. Das war eine spontane Idee und die möchte ich nun nach und nach dann als ein Projekt umsetzen.

Zusätzlich kann ich auch Ideen auf andere Ebene visualisieren. Wenn ich ein Bild sehe und es mich anspricht, möchte ich es häufig für mich interpretieren. Und daraus kann dann am Ende tatsächlich auch eine Marketingidee werden.

Gerade im Bereich Marketing kann solch ein Kreativbuch etwas besonderes sein. Denn Du kannst Dich damit individuell von anderen Autor*innen abheben, ohne Dich quasi anstrengen zu müssen. Und das kann ein Vorteil für Dich sein.

Mit anderen Worten, es spricht durchaus viel für ein Kreativbuch.

Die erste Seite

Die erste leere Seite kann durchaus beängstigend sein. Man möchte gleich von Anfang an perfekt sein und hat Angst, die Seite zu versauen. Zumindest ergeht es mir so.

Hier kommt die gute Nachricht. Wenn Du die eine Seite versaust, dann blätterst Du einfach auf die nächste um. Dort kannst Du komplett neu anfangen. Es ist also nichts Schlimmes daran.

Wie bei einer ersten Fassung Deines Romans gibt es hier kein richtig oder falsch. Selbst wenn Dir das Werk am Ende nicht gefällt, hat es Dich sicherlich etwas gelehrt. Und wenn es zumindest der Umgang mit den Materialien ist.

Eine gute Möglichkeit ist, wenn Du den Hintergrund mit Farbe bemalst. Damit ist die Angst vor der weißen Seite häufig schon einmal genommen. Und je nach Farbwahl und Hintergrundmuster kann es schon sein, dass Du erste Inspirationen bekommst, was Du mit der Seite anfangen möchtest.

Durch die Musterung der Farbe hab ich ein ganz tolles Bild hinbekommen, obwohl ich nicht unbedingt die beste im Zeichnen von Gesichtern bin. Da war ich aber sehr stolz auf mich. Einfach das Bild auf Dich wirken lassen. Es wird Dir schon zeigen, was es dort alles zu finden gibt.

Abschlussgedanken

Gerade wenn Du Dich nicht kreativ fühlst, könnte solch ein Buch vielleicht hilfreich sein. Es ist nicht nur für Bilder gut. Du kannst auch einfach Dinge einkleben, die Dich faszinieren und Du festhalten möchtest. Oder Du schreibst Texte auf, die Dich gerade beschäftigen.

Alles ist möglich, solange es Dir gefällt. Das Wichtige ist nur, setz Dir keine Grenzen. Sei einfach offen, was Du möchtest. Und dann sieh zu, wie Dein Kreativbuch wächst und wächst.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Kreativität.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele