Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man dem Internet glauben kann, dann besteht unter den Leserinnen und Lesern, bedingt aber auch unter den Verlagen, zwei Lager. Einmal die, welche die Bücher lieben und damit die E-Books ablehnen. Und dann die andere Seite, welche sich lieber auf die E-Books stürzen und die Bücher aus dem Haushalt verbannen. Daher möchte ich heute mal den einen oder anderen Gedanken dazu niederschreiben.

Natürlich ist es vor allem interessant, wie sich das auf Deine Veröffentlichungsart auswirken könnte.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 23. September 2016 auf meinem alten Blog. Das ist nun eine aktualisierte Version davon.

Kurze Vorgedanken

Was ein Buch (Print) bzw. ein E-Book ist, werde ich nicht erklären. Ich gehe davon aus, dass Du die beiden Medien kennst und damit auch den Unterschied. Daher möchte ich auf die Vor- und Nachteile eingehen. Und dann, warum Du als Autorin bzw. als Autorin Dich mit beiden auseinandersetzen solltest. Es soll ein Plädoyer dafür sein, beide Medien niemals aus den Augen zu verlieren.

Deine Entscheidung – Beides ist gut

Egal ob Du Bücher kaufst oder diese veröffentlichen möchtest, Du hast heute die Wahl zwischen einem normalen Buch (also der Printversion) und dem E-Book. Beim Letzteren ist es nur notwendig zu wissen, in welchem Format Du das Buch brauchst. Denn nicht jeder Reader ist in der Lage alle Dateien zu lesen. Und einige Reader haben sogar ein eigenes Format.

Es gibt aber legale Portale, die werden im Bezug auf die E-Books um einiges häufiger aufgerufen, als die Konkurrenz. Und bei hartem DRM (also der Schutz, dass das E-Book nicht kopiert wird) kann es passieren, dass man das E-Book nur auf einem einzigen Reader lesen kann.

Fehlt aber das harte DRM, dann kannst Du das E-Book entsprechend formatieren und auf andere Reader lesen. Und zwischenzeitlich verzichten die meisten Autorinnen und Autoren auf das harte DRM, bzw. überhaupt auf jegliche Art von Schutz. Denn sie wissen eines, ihre Bücher können jederzeit geknackt werden (von den Piratinnen und Piraten), wenn sich die Leute anstrengen. Und die ehrlichen Käuferinnen und Käufer werden mit dieser Methode nur bestraft.

Du als Käuferin bzw. Käufer kannst Du zwischen dem E-Book und Buch beim Kauf entscheiden, wenn Du einen entsprechenden Reader zur Verfügung hast. Bücher kannst Du natürlich jederzeit kaufen. Beim Veröffentlichen Deiner Bücher solltest Du Dir überlegen, immer auf beides zu setzen. Warum, das möchte ich Dir weiter unten erklären.

Die Vor- und Nachteile beider Medien

Die Vorteile des Printbuches

Das Buch hat einen Vertrauensvorteil, da es seit einigen Jahrhunderten schon existiert und wir damit auch groß geworden sind. Ich selbst habe mit einem Hardcoverbuch lesen und schreiben gelernt. Und ich behaupte jetzt, dass die meisten Leserinnen und Leser dieses Blogs das gleiche gemacht haben. Sagt Dir das Wort „Fibel“ noch etwas?

Zudem hast Du etwas Materielles in der Hand. Wenn Du in einem Buchladen gehst oder die Bücher online kaufst, dann bekommst Du ein Gegenstand in die Hand, mit dem Du aus dem Laden gehen kannst oder aus dem Paket auspackt. Da wir damit größtenteils groß geworden sind, ist bei einigen das eine gewisse Form der Beruhigung. Für mein Geld kriege ich etwas.

Weiterhin finde ich es immer ein schönes Gefühl, wenn ich sehe, wie die linke Seite des Buches zunimmt, wenn man die Seiten durchgelesen hat. Und die rechte Seite nimmt immer mehr und mehr dabei ab. Immer wenn ich aufhöre zu lesen (weil ich aus der Bahn zum Beispiel raus muss), dann schaue ich schon gerne, wo mein Lesezeichen ist und wie weit ich schon gekommen bin.

Und Du kannst immer lesen. Ein Buch hat kein Akku und kann daher nie ausgehen. Solange es halbwegs hell genug ist, kannst Du also immer lesen.

Die Nachteile des Buches

Du musst ein Medium immer mitnehmen. Egal ob das Buch dünn oder dick ist, Du musst es immer mitnehmen und letztendlich Platz in Deinem Rucksack oder Tasche haben, um es zu tragen. Gerade, wenn Du viel dabei hast, kann das am Ende ein wenig schwer werden.

Weiterhin kann es durchaus nervig sein, wenn man glaubt, dass das Buch noch über den Tag reicht und man es doch schneller ausgelesen hat. Mir ist das schon einige Male passiert, dass ich den ganzen Tag ein ausgelesenes Buch tragen musste. Oder, wenn ich gar nicht zum Lesen komme, dann muss ich trotzdem das manchmal schwere Buch mitnehmen.

Und auf Reisen kann es durchaus schwer sein, sich zu entscheiden, welches Buch man mitnimmt. Zumal sich die Frage stellt, ob man überhaupt so viel Gepäck mitnehmen kann und am Ende überhaupt zum Lesen kommt.

Wenn man da Buch ausgelesen hat und man sich definitiv sicher ist, dass man das Buch nie wieder lesen wird, hat man es im Regal. Und ich selbst weiß nie, wie ich es am besten los werde. Daher muss man sich darum kümmern. Sofern man sich überhaupt davon trennen kann.

Und wenn man in Regen kommt, dann kann das Buch kaputt gehen. Oder die Ecken werden angeknickt. Oder die Schutzfolie geht ab. Mir selbst geht das total auf die Nerven.

Die Vorteile des E-Books

Man kann, theoretisch, Hunderte von Büchern mitnehmen und hat nur einige Hundert Gramm mehr Gewicht dabei. Immerhin muss man nur den Reader tragen und hat eine ganze Bibliothek dabei. Und wenn Du einen Computer mit Internetzugang in der Nähe hast, kannst Du immer neue Bücher kaufen.

Das bedeutet auch, dass Du den Reader auch in den Urlaub mitnehmen kannst. Die oben genannten Vorteile klappen dort auch total gut. Und auch wenn Du mal nicht zum Lesen kommst, dann tut das nicht so weh. Du trägst nicht so viel Gewicht mit Dir.

Wenn Du das Buch danach nie wieder lesen möchtest, dann kannst Du es von Deinem Reader löschen. Gegebenenfalls hast Du es noch auf Deiner Festplatte oder in Deinem Onlineshop, wo Du es bei Bedarf noch einmal herunterladen kannst.

Die Nachteile des E-Books

Du hast kein Medium in der Hand, also kein Buch. Und dadurch fehlt auch der gewisse Bezug dazu. Vielen fehlt sogar so dermaßen der Bezug zum Buch, dass sie manchmal noch nicht einmal benennen können, welches sie gerade lesen.

Weiterhin ist durch den fehlenden Bezug dazu auch das Problem, dass der Respekt vor diesem Medium fehlen kann. Daher kann es natürlich passieren, dass man es nicht als richtiges Buch anerkennt und daher dementsprechend nicht so wahrnimmt, wie es verdient hat.

Und natürlich der größte Gau. Wenn der Akku alle ist, trägst Du eben einen Reader mit Dir, ohne lesen zu können. Das ist genauso, als ob Du ein ausgelesenes Buch mit Dir herumträgst.

Warum sollte Dich als Autorin / Autor dieses Thema interessieren?

Vor einigen Jahren habe ich auf der LoveLetter Convention von Tina Folsom Folgendes gelernt. Und damals sagte sie einen Satz, der mich indirekt bis heute prägt: Deutsche lieben Printbücher. Das bedeutet, dass Du für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser immer das Taschenbuch durchaus anbieten solltest.

Wenn Du Dir die Umfrage von Anfang 2018 anschaust (und die dazugehörigen Kommentare, ganz oben am Anfang des Beitrages), siehst Du, dass die meisten beides gleichzeitig veröffentlichen. Doch welche Gründe könnte es noch geben, neben dem E-Book auch noch eine Printversion zu veröffentlichen?

Einen sehr guten Beitrag findest Du auf der Selfpublisher-Bibel. Die für mich interessantesten hab ich hier aufbereitet. Der Rest berührt mich aktuell noch nicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie deswegen nicht genauso wichtig sind.

Preispsychologie

Gerade im Gay-Romance Bereich entscheiden sich immer mehr Autor*innen und Verlage dafür, nur noch die E-Bookversion zu veröffentlichen. Eine Printversion wird vielleicht mal als Sonderedition zur Verfügung gestellt. Oder bei Lesungen.

Bei vielen ist es jedoch wie folgt: Sehen sie ein E-Book für (sagen wir mal) 5,99 €, dann ist das ein durchaus hoher Preis. Steht daneben aber die Printversion für 10,99 € (als Beispiel), relativiert sich der Preis für das elektronische Buch automatisch. Man spart immerhin ein paar Euros.

Mit anderen Worten, es kann wahrscheinlich sein, dass man dann eher dazu neigt, Dein Buch zu kaufen. Und häufig ist es so, dass Du mit E-Books mehr verdienst, als mit Printbüchern.

Verschenken / Vorzeigen/Verkaufen

Irgendwo gehören diese Punkte für mich zusammen, daher möchte ich sie entsprechend hier gemeinsam aufführen.

Wenn Du jemanden eine Freude bereiten möchtest, zeigen willst, was Du geschrieben hast oder bei Lesungen und*oder Messen Deine Bücher verkaufen kannst, dann sind Printbücher die bessere Wahl.

Meinen beiden tollen Alphaleserinnen würde ich lieber eine Printversion mit einer schönen Widmung schenken, anstatt eines E-Books. Es mag teuerer sein, aber mir ist es wert. Genauso, wenn mich jemand fragt, was ich geschrieben habe. Dann kann ich in meine Tasche greifen und mein Buch herzeigen. Bei Bedarf könnte die Person es sich auch ausleihen. Und klar, auf Messen oder bei Lesungen können die Leute in das Buch reinlesen und es dann kaufen.

Weiter Verkäufe

Wie schon oben mit Tina Folsom geschrieben, Deutsche scheinen Printbücher zu lieben. Auf alle Fälle lieben Leser*innen gerade dann diese, wenn sie keinen Reader haben.

Bietest Du nur die E-Bookversion an, schließt Du einen Teil Deiner Leser*innen aus. Denn viele weigern sich sogar regelrecht sich einen Reader zu kaufen. Und damit Dir am Ende Geld zu geben.

Der Buchhandel

Ganz ehrlich? Ja, ich träume davon, in eine gut sortierte Buchhandlung zu gehen, nach meinem Buch zu fragen (ganz annonym natürlich) und die Antwort zu bekommen, ja, wir haben es, ich bringe Sie dorthin. Und ich behaupte mal, dass es den meisten von uns so geht.

Mit einem Printbuch (und einigen Bedingungen, die ich an dieser Stelle nicht aufführe) ist das möglich. Inwiefern sich die Investition bei Selfpublisher*innen lohnt, ist eine andere Frage. Aber nur wenn Du ein Printbuch hast, kannst Du zumindest theoretisch in einer Buchhandlung landen.

Wie Du siehst, spricht durchaus einiges für die Entscheidung, ein Printbuch zusätzlich zu veröffentlichen. Natürlich musst Du dafür erst einmal investieren. So benötigst Du ein entsprechendes Cover mit Buchrücken und Rückseite.

Solltest Du dabei sein, Dein erstes Buch zu veröffentlichen, empfehle ich Dir bei Unsicherheiten Autor*innen zu fragen, die damit bereits Erfahrungen haben. Die Meisten von ihnen sind total nett und helfen gerne. Alternativ gibt es zwischenzeitlich sicherlich viele Tutorials im Internet, die Dich dabie auch unterstützen.

Die Preisproblematik

Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass die meisten E-Books von Verlagen um den 1 Euro günstiger sind (bei den größeren). Die kleineren Verlage gehen sogar noch weiter mit dem Preis runter. Ich habe schon Preisunterschieden zwischen Buch und E-Book bis zu 50 Prozent gesehen.

Der Grund kann wohl an folgende Problematik liegen:

Vor Jahren habe ich eine Erklärung zum Kaffee in Burn Notice gesehen, die mich überrascht hat. Zumindest kann diese Kaffee-Problematik als Erklärung durchaus Anwendung finden. Und zwar gibt es ja Kaffe mit und ohne Koffein. Normalerweise ist Koffein ein natürlicher Bestandteil beim Kaffee. Wenn man diesen entfernt, dann muss man dafür mehr Aufwand betreiben. Und dadurch sollte der Kaffee eigentlich teurer sein.

Da aber der Kaffee weniger hat, also eben kein Koffein, erleiden wir irgendwo einen Verlust. Und aus diesem Grund weigern sich die meisten Leute, mehr für entkoffeinierten Kaffee zu bezahlen. Da ist ja weniger drin.

Das gleiche Problem sehe ich auch bei den E-Books. Da fehlt ja das Medium Buch, wenn Du ein E-Book kaufst. Und aus diesem Grund weigern sich viele für ein E-Book das gleiche zu bezahlen, wie für ein Printbuch.

Zumal viele sich sagen, dass man dafür kein Papier braucht, keine Druckerei, keine Logistik, keine Lagerkosten und so weiter. Hier benötigt man nur einen Server, er muss einmal formatiert werden und dann noch ein funktionierendes Onlineshopsystem. Und dann kann man dieses Buch einige Millionen Male herunterladen. Das völlig ohne Verlust des Mediums.

Der Aufwand für beide Formen des Buches ist im Vorfeld gleich. Damit meine ich Lektorat, Korrektorat und so weiter. Die Formatierung beider Bücherarten wäre da eher als unterschiedlich zu betrachten. Zumindest werden das die Leute sagen, die sich damit (noch) nicht auskennen.

Daher solltest Du Dir überlegen, Dein E-Book mindestens einen Euro günstiger zu verkaufen. Den gleichen Preis wie ein Buch oder gar mehr zu verlange, ich halte das für keine gute Idee. Außer Dir ist der E-Book-Markt egal und willst, dass Deine Leserinnen und Leser nur die Taschenbücher kaufen.

Abschlussgedanken

Wer Bücher veröffentlicht, sollte durchaus immer beide Medien im Blick haben. Mit E-Books kannst Du auch Experimente wagen. Denn es geht um einiges schneller mit dem veröffentlichen und Du kannst damit weniger Verlust machen.

Auf alle Fälle kann ich Dir nur empfehlen, mit beiden Medien zu arbeiten. Damit machst Du Deine Leserinnen und Leser auf alle Fälle glücklich. Und das ist es, was wir Autorinnen und Autoren letztendlich wollen. Oder?

Trotzdem ist es immer noch Deine Entscheidung. Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Dein Blog

Marketing: Dein Blog

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es kann sein, dass Du Dir sagst, dass eine Internetseite an sich eine interessante Sache ist. Aber eben nicht für Dich. Für Dich kommt so etwas nicht infrage. Das mag daran liegen, dass Du keine Ahnung von HTML hast (und der Meinung bist, dass Du das benötigst). Und überhaupt ist ein Blog doch viel interessanter.

Oder Du weißt noch nicht, was interessanter für Dich sein könnte, eine Internetseite oder eben ein Blog. Darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.

Kurze Vorgedanken

An dieser Stelle möchte ich keinen Beitrag darüber schreiben, welcher Blogbetreiber nun am besten ist. Die einen schwören auf WordPress, die anderen auf Blogspot und die Dritten auf einen völlig anderen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, welchen Anbieter Du wählen könntest, sprich mit den Leuten, welche die jeweiligen Anbieter gewählt haben und frag sie nach deren Vor- und Nachteilen. Es kann natürlich sein, dass Du es mit Hardcorefans zu tun bekommst. Das ist völlig in Ordnung. Ich gehe davon aus, dass Du trotzdem vernünftige Antworten erhältst.

Zusätzlich kannst und solltest Du noch bei den Anbietern selbst recherchieren, was sie Dir zu bieten haben. Du kannst auch einfach einen Probeblog anlegen, um zu sehen, wie es hinter der Bühne aussieht. Und danach kannst Du immer noch entscheiden.

Warum überhaupt ein Autor*innenblog und nicht nur eine Internetseite?

Ein Autor*innenblog ist um einiges direkter als eine Webseite. Eine Webseite ist eine zumeist statische Angelegenheit. Das bedeutet, Du erschaffst sie, aber häufig ist eine direkte Kommunikation mit Deinen Leser*innen etwas schwieriger (außer Du hast ein Gästebuch – eine eher aussterbende Angelegenheit).

Bei einem Blog sieht das meistens ein wenig anders aus. Denn hier hast Du die Kommentarfunktion. Wenn Du also einen Beitrag schreibst und veröffentlichst (und die Funktion nicht ausgeschaltet hast), dann können Deine LeserInnen direkt mit Dir in Kontakt treten.

Damit ist der Blog ein wenig näher an dem sogenannten Web 2.0. Deine Leser*innen konsumieren nicht nur, was Du ihnen bietest, sondern können dazu Stellung nehmen. Zwar in einem vorgegebenen Rahmen (sie werden aller Wahrscheinlichkeit in erster Linie auf Deine Beiträge reagieren), aber der Kontakt ist weitaus mehr gegeben, als bei einer Internetseite.

Daher kann es sich schon lohnen, zumindest darüber nachzudenken, ob Du nicht zu einem Blog greifst.

Entweder – Oder, oder doch beide zusammen?

Einigen stellt sich die Frage, ob sie nur eine Webseite erstellen sollen oder einen Blog. Andere hingegen entscheiden sich für beide Sachen. Das hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile.

Eine Internetseite lässt sich um einiges leichter pflegen. Und zwar spätestens dann, wenn es etwas Neues von Dir gibt. Sei es eine neue Geschichte, ob Du irgendwo auftrittst (zum Beispiel auf Buchmessen) oder was auch immer Dir wichtig ist.

Ein Blog will hingegen regelmäßig gepflegt werden. Regelmäßig bedeutet nicht jede Woche ein oder zwei Beiträge. Das kann auch nur einmal im Monat sein. Aber es empfiehlt sich trotzdem eine Art Redaktionsplan zu erstellen, was Du wann veröffentlichen willst.

Damit verhinderst Du, dass bei Deinen Leser*innen sich ein gewisser Frust aufbaut. Wenn sie jede Woche nachschauen, ob ein neuer Beitrag online gestellt wurde und da keiner ist und sie nicht wissen, wann der nun kommt, dann werden sie immer weniger Deine Seite aufsuchen.

Daher ist es immer gut, solltest Du Dich für einen Blog entscheiden, dass Du klar machst, wann Deine Beiträge erscheinen. Das könnte der Erste eines Monats sein, oder immer montags oder immer etwas am Wochenende. Es ist egal, wann Du Deine Beiträge schreibst (auch wenn das Blogprofis vielleicht anders sehen dürften). Wichtig ist, dass Du regelmäßig schreibst und Deinen Leser*innen auch sagst, wann sie mit einem Blogbeitrag rechnen können.

Wenn Du beides miteinander mischst, dann kannst Du ein statisches Element mit einem dynamischen kombinieren. Das statische Element der Internetseite (die eher unregelmäßig aktualisiert wird) und das dynamische Element des Blogs (das regelmäßig einen Beitrag von Dir erwartet).

Der Vorteil eines Blogs

Mit einem Blog kannst Du Dich schreibtechnisch austoben. Du kannst Deine Meinung kundtun, Schnipsel aus Deinem aktuellen Projekt posten, Texte veröffentlichen, die sonst nie das Licht der Welt erblicken würden, Tipps und Tricks zum Schreibprozess geben oder was auch immer Dich so bewegt.

Als Autor*in kannst Du aus allem schöpfen, was Dich interessiert oder Dich gerade beschäftigt. Da gibt es keine Grenzen. Immerhin bist Du Schriftsteller*in, dass bedeutet, dass Du kreativ genug bist (oder zumindest sein solltest), um genügend Material zu haben, damit Dein Blog gefüllt wird.

Da die meisten Blogs eine Kommentarfunktion haben, können Deine LeserInnen auf die Beiträge reagieren und Du kannst entsprechend darauf antworten. Und damit ist es möglich, dass ihr miteinander in Kontakt tretet. Denn ein Blog lebt nicht nur von den Beiträgen, es lebt von der Kommunikation.

Zudem kannst Du schneller auf bestimmte Ereignisse reagieren, die aktuell in der Welt des Schreibens passieren. Nehmen wir an, es gibt eine wichtige Änderung in der SP-Szene oder der Verlagswelt und Du hast das Bedürfnis darüber etwas zu schreiben, Dein Blog ist der passende Ort dafür.

Natürlich könntest Du einen solchen Text auch auf Deiner Internetseite packen, das stimmt. Aber wenn Du regelmäßig so etwas schreibst, könnte es passieren, dass diese irgendwann unübersichtlich wird (dafür gibt es ja die Beitragsübersicht im Pull-down-Menü). Zudem kannst Du Dich nicht mit jemandem austauschen, die oder der ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht hat, die Sache anders sieht oder nachfragen hat.

Und theoretisch könnte ein Blog auch eine Internetseite ersetzen. Es spricht also eine Menge für einen Blog.

Die Nachteile eines Blogs

Natürlich musst Du ihn regelmäßig füttern (auch wenn es nur einmal im Monat ist). Das bedeutet, Du musst Dich hinsetzen und etwas schreiben und es dann auch zu einem bestimmten Termin veröffentlichen.

Das bedeutet, dass Du ein Thema finden musst, um darüber zu schreiben. Gegebenenfalls musst Du recherchieren oder Deine Meinung argumentativ untermauern. Auf alle Fälle machen die Beiträge durchaus arbeit. Rechne gerne mit mehreren Stunden für einen halbwegs guten Beitrag.

Und natürlich will dieser auch überarbeitet werden (nicht immer ist es gut, die erste Fassung zu veröffentlichen). Denn Satzverwirrungen können sich einschleichen oder Du wiederholst Dich. Das kann alles vorkommen und kommt auch vor.

Weiterhin kann es durchaus auch frustrierend sein, wenn die Leute nicht auf Deinen Beitrag reagieren. Gerade am Anfang bedeutet das also, dass Du einen sehr langen Atem haben solltest.

Im ersten Jahr meines Bloglebens war es so, dass ich schon richtig glücklich war, wenn am jedem Tag der Woche überhaupt welche meinen Blog aufgesucht haben. Und wenn ich mehr als 10 Klicks am Tag hatte, ich war so glücklich wie eine Schneekönigin. Likes oder gar Kommentare waren trotzdem sehr rar gesät. Das sind schlichtweg Fakten, mit denen man sich durchaus beschäftigen sollte.

Erst nach und nach passierte es, dass ich jeden Tag Besucher*tnnen auf meinem Blog begrüßen darf und das sogar im hohen zweistelligen Bereich und auch teilweise im dreistelligen Bereich. Aber auch wenn Du Dich an die ganzen Tipps und Tricks von irgendwelchen Blogexpert*innen hältst, es wird immer eine gewisse Zeit dauern, bis Dein Blog berühmt wird.

Es könnte sein, dass das anders aussieht, wenn Du vorher schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hast. Aber rechne einfach erst einmal damit, dass der Anfang schwer wird. Das sage ich nicht, um Dich zu entmutigen. Ganz im Gegenteil, je mehr Du an Dich und Deinen Texten arbeitest, desto schöner wird die Belohnung. Ich möchte Dich nur darauf hinweisen, dass die Sache eben ihre Zeit benötigt. Aber es kann sich durchaus lohnen.

Der rechtliche Kram

Da ich das schon in meinem Beitrag rund um die Internetseite erwähnt habe, möchte ich mich hier nicht wiederholen. Daher bitte ich Dich höflichst, dort alles Weiter nachzulesen, vielen Dank.

Die Kommentarfunktion

Da eine Internetseite nicht zwangsläufig über eine Kommentarfunktion verfügt, außer Du entscheidest Dich ein Gästebuch einzufügen, möchte ich an dieser Stelle gesondert darauf eingehen, da es hierbei durchaus was zu beachten geben kann.

Aber auch hier gilt, ich selbst bin keine Juristin oder hab eine juristische Ausbildung mit der Erlaubnis, eine entsprechende Beratung anzubieten. Wenn Du also weitere Fragen hast, bitte ich Dich, dass Du Dich damit an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt wendest. Dort wird Dir sicherlich bei speziellen Fragen geholfen.

Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, Du bist für die Kommentare der Anderen verantwortlich. Das bedeutet, was auch immer auf Deinem Blog als Kommentar hinterlassen und nicht von Dir kontrolliert wird, kannst Du dafür gegebenenfalls verklagt werden. Zumindest war das die Rechtsprechung vor einigen Jahren so (damals auch mit Gästebüchern und Foren).

Und ich befürchte, dass sich zwischenzeitlich nicht viel daran geändert hat. Immerhin gab es vor einigen Jahren (zumindest meine ich mich daran zu erinnern) ein Urteil, dass man auch dafür verantwortlich ist, was auf der eigenen Facebook-Seite geteilt wird. Warum sollte sich also daher die Sache auf dem Blog als Kommentar geändert haben?

Aber keine Panik, es gibt die eine oder andere einfache Methode, um das alles zu umgehen.

Keine automatische Freischaltung der Kommentare

Eine für mich wichtige Einstellung bezüglich der Kommentare ist die, dass diese nicht automatisch freigeschaltet werden. Auch dann nicht, wenn die entsprechende Person bereits auf meinem Blog kommentiert hat. Denn man weiß nie, mit was für Personen man es zu tun hat. Dann schaltest Du einen Kommentar frei, der an sich harmlos ist und beim nächsten Mal legt die Person so richtig zu und beleidigt Dich oder wen auch immer und dieser Kommentar wird automatisch freigeschaltet. Keine gute Idee.

Normalerweise solltest Du in Deinem Blog ein entsprechendes Häkchen setzen können, dass die Kommentare erst einmal gespeichert werden und Du sie manuell freischaltest.

Ein weiterer Vorteil ist auch der, dass Du jeden Kommentar nach und nach abarbeiten kannst. Nehmen wir an, dass Du zu denen gehörst, die viele Kommentare bekommt. Dann könnte es passieren, dass diese irgendwann untergehen. Schaltest Du sie erst dann frei, wenn Du sie beantwortest, kann Dir das nicht passieren.

Kommentare im Notfall auch mal zensieren

Wenn Du das Gefühl hast, dass ein Kommentar urheberrechtlich geschütztes Material beinhaltet oder einfach nur voller Beleidigungen ist, dann ist es möglich, diesen zensiert zu veröffentlichten. Meine Empfehlung ist dabei, dass Du die gelöschten Stellen mit folgenden Zeichen kenntlich machst: […].

Du kannst auch in den eckigen Klammern schreiben, was Du gelöscht hast (zum Beispiel, Text aus dem Roman, der Kurzgeschichte oder was auch immer bzw. eine Beleidigung). Damit wissen alle LeserInnen, warum Du Dich für diesen Weg entschieden hast.

Hier noch ein kleiner Tipp. Bei Kommentaren mit Beleidigungen oder sonstigen Inhalt, der sich nach einer Straftat anhören könnte, mach bitte immer vom Original ein Screenshot. Damit hast Du immer ein Beweis in der Hand, solltest Du Dich gezwungen sehen, doch die Person anzeigen zu müssen. Im Rahmen der DSGVO solltest Du jedoch keine IP-Adressen mehr speichern. Daher ist es fraglich, inwiefern das juristisch verfolgt werden kann. Die Polizei wird Dir sicherlich hier Auskunft geben können.

Kommentare dürfen auch mal gelöscht werden

Für mich gibt es durchaus Kommentare, die sehr wohl gelöscht werden dürfen. Immerhin ist es mein Blog und ich trag die Verantwortung dafür, was hier veröffentlicht wird. Das gilt letztendlich auch für die Kommentare.

Erst einmal habe ich mich selbst entschieden, keine reinen Werbekommentare mehr zu veröffentlichen. Das sind Kommentare, die nichts zum Inhalt des jeweiligen Beitrages sagen, sondern wirklich nur für die eigene Webseite oder für das aktuelle Buch Werbung machen. Da ich selbst keine Werbeplattform bin und dafür nicht bezahlt werde, fliegen sie raus.

Bitte missverstehe das nicht, ich unterstütze gerne Autor*innen bei der Werbung für ihre Bücher. Sprich mich an und ich schreibe sogar ein Beitrag für Dich oder mit Dir. Daran soll es nicht scheitern. Nur wenn ich das Gefühl habe, die Leute interessieren sich weder für mich als Person noch für mich als Autorin oder als Bloggerin, warum sollte mich dann ihr Kommentar interessieren?

Wenn Du aber einen sinnvollen Kommentar schreibst und dann zu Deinem Blog linkst, wo vielleicht ein Beitrag steht, der zum Thema passt, dann sehe ich von einer Löschung ganz klar ab. Das ist für mich keine Werbung, sondern lediglich eine Verlinkung. Auf diese Weise habe ich auch Nike Leonhardt kennengelernt und sie möchte ich auf keinen Fall missen.

Kommentare, bei denen man das Gefühl hat, dass die/der Verfasser*in sich nicht die Mühe gemacht hat, sich den Beitrag zu lesen oder gar die verlinkten Beiträge, aber irgendwie etwas verzapfen muss, warum soll ich sie freischalten? Ich wüsste nicht wieso. Aber das ist ein Thema, da muss jede*r selbst entscheiden, wie sie oder er damit umgeht.

Solltest Du das machen, sei Dir versichert, viele solcher Leute werden dann Deinen Blog nicht besuchen. Daher sollte man hier eher sparsam vorgehen. Andererseits, es ist meine kostbare Lebenszeit. Warum sollte ich sie als mit Leuten verbringen, die sich nicht die Mühe machen ihre kostbare Lebenszeit ein wenig zu verschwenden, um den Beitrag zu lesen?

Beleidigende, rassistische, sexistische oder ähnliche Kommentare gehören natürlich sofort gelöscht. Nachdem Du ein Screenshot gemacht hast. Denn so etwas eine Plattform zu geben, halte ich für unsinnig und in manchen Fällen kann das sogar ganz schön nach hinten losgehen.

Den Screenshot solltest Du natürlich auch dafür behalten, falls Du eine Anzeige erstatten möchtest. Gegebenenfalls, wenn Du den Beitrag sowieso nicht veröffentlichen möchtest, kannst Du ihn auch da belassen, dann hast Du direkte Beweise für die Polizei.

Zwei Hinweise

Es mag sich vielleicht anhören, als müsstest Du regelmäßig Kommentare löschen und Dich mit Anwält*innen und der Polizei auseinandersetzen. Dem ist nicht so. Bisher musste ich bisher noch nie die Polizei anrufen, weil ein Kommentar grenzwertig war. Und der Blog ist ein paar Tage alt und früher habe ich schon einige Blogs geführt.

Das sind nur Hinweise, falls es doch mal kommen sollte und Du nicht weißt, was Du nun tun sollst. Einige könnten dann spontan auf dem Schlauch stehen.

Und zum Zweiten kann es immer passieren, dass jemand Meinungsfreiheit brüllt und Du sie ja ach so böse verletzt. Es stimmt, Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit. Artikel 1 des Grundgesetzes hingegen spricht von der Würde des Menschen und das sie unantastbar sind.

Im Sozialkundeunterricht habe ich gelernt, dass die Rangfolge der Artikel im Grundgesetz eine Bedeutung hat. Je höher der entsprechende Artikel, desto wichtiger ist er. Das bedeutet, dass Deine Würde wichtiger ist, als die Meinungsfreiheit einer anderen Person. Sollte also jemand Deine Würde verletzten oder beschneiden wollen, hat sie oder er kein Recht dazu. Du hingegen hast das Recht die Meinungsfreiheit zu beschneiden. So einfach ist das.

Doch solche Gedanken könnten dann für Dich interessant werden, wenn Du über sehr kontroverse Themen schreibst. Das ist leider ein Fakt. Immer wieder verfolge ich Diskussionen auf Twitter (was hierzu nicht vergleichbar ist) und mir ist regelrecht die Kinnlade runtergefallen (Memo an mich, ich sollte einfach keine Kommentare mehr lesen). Da ging es sehr stark unter die Gürtellinie. Aber bei einem persönlichen Blog, indem es nur um Deine Bücher und Dein Leben als Autor*in geht, da sollte das eigentlich nicht passieren. Und wenn doch, keine Panik, hol Dir notfalls Hilfe und geh aufrecht in die Antwortfunktion.

Die Reiter

In einem Blog kannst Du mehrere „Reiter“ einfügen, in denen Du wichtige Informationen einfügen kannst (siehe bei meinem Blog oben die Reiter). Da ich mich dazu bereits in meinem Beitrag rund um die Internetseite dazu geäußert habe, wiederhole ich mich hier nicht. Bitte einfach dort notfalls noch einmal alles nachlesen. Danke schön.

Bücherrezensionen

Da ein Blog mehr Platz bietet, um verschiedene Beiträge zu schreiben, im Gegensatz zu einer Internetseite, möchte ich dieses Thema hier aufgreifen. Denn vor einiger Zeit wurde auf Twitter eine Frage zum Thema Buchrezension auf dem eigenen Autor*innenblog gestellt.

Und zwar ging es darum, ob man als Autor*in die Bücher anderer Autor*innen rezensieren darf bzw. sollte. Mein erster Gedanke war, ja klar, warum denn nicht? Doch eine andere Antwort leuchtet durchaus ein.

Wenn Dir ein Buch gefallen hat und Du eine positive Rezension schreibst, könnten einige auf den Gedanken kommen, dass es sich hierbei um eine Gefälligkeitsrezension handelt. Schreibst Du dagegen eine negative Rezension, bist Du natürlich nur neidisch.

Egal also, was Du machst, Du kannst nur verlieren. Daher wurde damals in der Diskussion empfohlen, eben keine Rezensionen auf einen Autor*innenblog zu veröffentlichen. Neuerscheinungen kannst Du ankündigen, dass wurde allgemein zugestimmt. Und Rezensionen gehört auf Dein Reziblog. Oder eben auf gewissen Onlineportalen.

Wie Du das letztendlich machst, wie so oft, ist am Ende Deine eigene Entscheidung.

Abschlussgedanken

Theoretisch gibt es zum Thema Blog noch eine Menge zu sagen. Aber Du kannst Dich auch einfach von den vielen anderen Autor*innenblogs inspirieren lassen und sehen, was am Ende dabei herauskommt. Mach Dir Notizen, mit welchen Kategorien Du arbeiten möchtest oder auch was für Beiträge Du verfassen willst.

Du kannst entweder eine Internetseite haben oder einen Blog. Mit beiden zusammen kannst Du durchaus mehr Leute erreichen. Denn eine Internetseite bietet nicht zwangsläufig viel Material, um die Leute dauerhaft dort zu binden. Haben sie einmal alles durchgelesen, dann ist eine Internetseite nicht mehr interessant. Aber wenn Du dazu noch einen Blog hast, dann werden Deine Leser*innen aller Wahrscheinlichkeit eher zurückkommen. Denn sie wollen Deinen neuesten Beitrag lesen.

Überleg Dir daher, ob Du Dir einen Blog anschaffen möchtest, und recherchiere dann, welcher Anbieter für Dich der richtige ist. Und dann leg einfach los.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr lesenden Besuch.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Mit Buchblogs in Kontakt treten – für Rezensionen

Mit Buchblogs in Kontakt treten – für Rezensionen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

für viele gehört zum Marketing, dass ihre Bücher auf Bücherblogs rezensiert werden. Doch erfolgreiche Blogs haben ein Problem, ihr SuB (Stapel ungelesener Bücher) ist extrem hoch. Das bedeutet, sie müssen Bücher ablehnen. Aber gibt es doch eine Möglichkeit bei ihnen mit einer Rezension zu erscheinen?

Rezensionen

Kurze Vorgedanken

Vor einiger Zeit hab ich den Beitrag „Wie bringe ich Blogger dazu, mein Buch zu lesen?“ von Stehlblüten gelesen. Ich empfehl Dir, diesen Beitrag durchzulesen, da er aus der Sicht der Buchblogger*innen erklärt, was viele Autor*innen bei der Bewerbung für eine Rezension falsch machen. Beim ersten #litcamphh (2018) wurde diese Ansicht noch einmal von diversen Bloger*innen bestätigt.

Ja, Du hast richtig gelesen, Bewerbung. Viele Blogger*innen, die schon länger dabei sind, haben sehr viele Bücher, die sie lesen sollen, dass sie gar nicht mehr hinterherkommen. Die Bücher stammen nicht nur von einer exzessiven Einkaufstour, es gibt auch viele Verlage, die Rezensionsexemplare verteilen. Letztendlich wollen die auch gelesen und natürlich rezensiert werden.

Daher kann es passieren, dass nach einer gewissen Zeit die Blogger*innen sagen, Schluss, bis hierhin und nicht mehr weiter. Ich lese nur noch Bücher, die mir gefallen oder auch Bücher von Autor*innen, die sich korrekt beworben haben.

Mit anderen Worten, Du konkurrierst also mit anderen Autor*innen um die Zeit der Blogger*innen. Mag vielleicht unfair klingen, aber ist nur logisch. Denn die meisten Blogger*innen betreiben ihre Blogs nicht des Ruhms oder gar des Geldes wegen (sofern sie überhaupt Geld bekommen). Sie betreiben es als Leidenschaft neben ihrem alltäglichen Leben. Und da haben sie nicht Zeit jedes Buch zu lesen, welches ihnen angeboten wird. Das ist leider ein Fakt.

Doch was können wir Autor*innen tun, um bei unserer Bewerbung erfolgreich zu sein? Darüber hab ich mir heute Gedanken gemacht, wie ich die Sache angehen würde.

Rezensionen

Die Suche

Bevor Du eine E-Mail losschickst, um Dein Buch zu bewerben, solltest Du natürlich wissen, welche Blogs überhaupt infrage kommen. Es bringt überhaupt nichts, wenn Du willkürlich Bücherblogs anschreibst, welche gar nicht Dein Genre liest.

Nehmen wir an, Du schreibst einen Thriller. Dann ist es absolute Zeitverschwendung Blogs anzuschreiben, die sich auf Liebesromane oder Fantasy spezialisiert haben. Es mag sein, dass Dein Klappentext und Dein Schreiben so dermaßen interessant klingen, dass sie es probieren werden. Aber viele bleiben ihrem Genre treu und möchten einfach nichts anderes ausprobieren. Und darüber brauchst Du auch erst gar nicht zu diskutieren. Denn die Blogger*innen sitzen am längeren Hebel.

Daher such Bücherblogs, die Rezensionen geschrieben haben, welche Deinem Genre entsprechen. Gerade auch, wenn Du ein eher Selteneres bedienen möchtest (wie ich zum Beispiel mit Steampunk). Dann schau bei Deinem Genre noch einmal genau hin und überprüf, ob er nicht auch andere Genres bedient, wie zum Beispiel dem Krimi oder dem Liebesroman.

Wenn Du einen Blog gefunden hast, schau auch in deren Linklisten nach. Denn häufig vernetzen sich die Buchblogs untereinander. Und über diese findest Du dann weitere Bücherblogs, die Dich vielleicht interessieren könnten.

Vielleicht magst Du Dir auch eine Excel- oder Word-Tabelle anlegen, in denen Du die wichtigsten Eckdaten notierst.

Dazu zähle ich den Namen des Blogs, den Namen der Blogger*innen, die Mailadresse, welche Genres dort gelesen und veröffentlicht werden (markiere auch Dein Genre), wann die Beiträge erscheinen und sonstige für Dich wichtige Informationen.

Übrigens, Du kannst und solltest durchaus anfangen jetzt zu suchen, auch wenn Du noch gar kein Buch veröffentlicht hast. Was Du jetzt schon recherchiert hast, musst Du nachher nicht. Zumal Du dann den nächsten Schritt vornehmen kannst.

Rezensionen

Auf Dich aufmerksam machen

Wenn Du Deine Wunschblogs gefunden hast, wird es Zeit, dass Du auf Dich aufmerksam machst. Du willst was von den Blogger*innen? Kein Problem, dann gib erst einmal etwas. Und zwar Kommentare, Verlinkungen, Likes, was auch immer angesagt ist.

Wie schon erwähnt, am besten fängst Du damit an, wenn Du diesen Beitrag fertig gelesen hast. Mit kommentieren meine ich übrigens nicht nur, dass Du schreibst, toller Beitrag und so weiter. Damit meine ich, dass Du Dich mit dem Beitrag durchaus auseinandersetzt und auf den Inhalt eingehst.

Sicherlich wünschst Du Dir auch eine ausführliche Rezension. Daher ist es durchaus in Ordnung, wenn Du einen ausführlichen Kommentar schreibst. Widme dem Beitrag durchaus einige Minuten und kommentiere ausführlich. Und das bitte von nun an regelmäßig.

Natürlich musst Du nicht jeden Beitrag kommentieren. Gerade, wenn Du nichts zu sagen hast. Aber wenn Du das Bedürfnis hast Dich zu äußern, dann mach es gerne.

Rezensionen

Deine Bewerbung

Dann ist es so weit, Dein Buch ist fertig und bereit veröffentlicht zu werden. Schmeiß Deine Marketingmaschinerie an und bewirb Dich rechtzeitig bei Deinen Wunschblogs.

Denn denk bitte daran, ein Buch will natürlich auch gelesen werden, bevor es rezensiert wird. Daher solltest Du durchaus ein paar Wochen vor der Veröffentlichung die Blogger*innen anschreiben, damit sie auch die Möglichkeit haben, es zu lesen und auf ihre individuelle Art zu besprechen. Manche machen sich nämlich ausführliche Notizen oder haben andere Besonderheiten, mit dem Buch umzugehen.

Bei Stehlblüten hab ich ein Media-Kit entdeckt und überlege mir, ebenfalls ein solches zu erstellen.

Was ist ein Media-Kit

Eigentlich ist es eine Zusammenstellung von Informationen, um zu zeigen, dass es sich lohnt, dem Blog ein Rezensionsexemplar zu Verfügung zu stellen (als Beispiel). Denn Verlage oder auch Autor*innen möchte natürlich eine gewisse Reichweite haben, wenn sie kostenfrei ein Buch stellen. Denn so sollen so viele Leser*innen wie nur möglich erreicht werden, damit sich das Buch entsprechend verkauft.

Mit Deinem eigenen Media-Kit könntest Du theoretisch die Buchblogger*innen kurz und prägnant über Dein Buch informieren. Dazu könnten folgende Elemente gehören:

  • das Cover
  • der Klappentext
  • eine kurze Zusammenfassung der Geschichte
  • Genrezuordnung
  • Seitenzahl / Wortzahl
  • was Du sonst noch liefern würdest
  • Optional (sofern schon vorhanden): Leser*innenstimmen
  • Lektorat und Korrektorat (wichtiger bei SP-Autor*innen)
  • wenn vorhanden: Der Verlag
  • was Dir sonst noch wichtig ist

Zum Cover und Klappentext muss ich sicherlich nichts schreiben. Bei der Zusammenfassung der Geschichte geht es wirklich um eine kurze Übersicht, worum es sich bei der Geschichte handelt, welche Charaktere auftreten und weitere wichtige Informationen. Das darf ausführlicher sein als der Klappentext, aber nicht übertrieben lang.

Bei der Genrezuordnung geht es darum, dass die*den Blogger*in sofort sehen kann, ob es überhaupt zu ihren Interessen passt. Bei der Seitenzahl (Wortzahl ist optional) denke ich in erster Linie daran, dass Du die*den Blogger*in informierst, wie lang es ist, damit sie abschätzen kann, wie lang sie fürs Lesen braucht.

Bei dem „Was Du sonst noch liefern würdest“ denke ich an Interviews, Gewinnspiele, Blogtouren und derartiges. Viele Blogs bestehen nicht nur aus Rezensionen (wie Du sicherlich schon festgestellt hast). Und viele Blogger*innen möchten durchaus, dass die Autor*innen sich ein wenig mehr einbringen, damit der Buchblog etwas präsentieren kann.

Aber Vorsicht. Gleichzeitig schätzen die Bloger*innen es nicht, wenn Du alles fest hast und sie wie Angestellte behandelst. Also, indem Du denen sagst, was sie zu tun haben und sie selbst kein Mitspracherecht mehr haben. Erst recht, wenn es um ihren eigenen Blog geht.

Letztendlich haben beide Seiten etwas davon, weil Du Werbung für Dich machen kannst und dadurch auch neue Leser*innen lockst. Und der Buchblog hat einen weiteren Beitrag, der veröffentlicht werden kann und ebenfalls für sie Werbung bringt. Denn es zeigt, dass die*der Blogger*in sich auch anderweitig mit dem Thema auseinandersetzt.

Wenn Du gar keine Ahnung hast, was Du liefern könntest, erkundige Dich bei anderen Autor*innen, was sie gemacht haben. Oder schau Dir die Blogs an. Und die wenigsten Blogger*innen werden Dich schräg anschauen, wenn Du sie fragst, was sie sich von Dir wünschen. Immer miteinanderreden. Das ist wichtig.

Bei den Leser*innenstimmen denke ich eher an Personen, die bekannt sind. Vielleicht hast Du bereits Kontakt zu einer bekannteren Autorin, die Dein Buch gelesen und eine Meinung kundgetan haben. Warum das nicht für Dich verwenden? Das könnte der*dem Blogger*in zeigen, dass es sich doch lohnt, sich mit Deinem Buch auseinanderzusetzen.

Beim Lektorat und Korrektorat lohnt es sich eher, wenn Du als Selfpublisher*in auftrittst. Denn viele Blogger*innen haben immer noch das Vorurteil, dass beim SP jeder Schund veröffentlicht wird. Zeigst Du aber, dass Du Dir professionelle Hilfe geholt hast, könnte es diese Hürde vielleicht sogar abbauen. Immerhin dürfte Deine Geschichte dann nicht vor lauter Rechtschreibfehler überquellen.

Zum Thema Verlag denke ich mal, dass es selbsterklärend ist. Und zum letzten Punkt, es könnte ja sein, dass Dir noch etwas wichtig ist. Dann füge es ein.

Wobei ich empfehlen würde, dass Dein persönliches Media-Kit entweder als Flyer aufgebaut wird oder nicht länger als zwei DIN-A4-Seiten lang ist. Denn immerhin willst Du Deine Blogger*in nicht erschlagen.

Deine Bewerbung

Auch wenn Du ein Media-Kit erstellt hast, reicht es nicht aus, die Datei einfach anzuhängen und einen Dreizeiler zu verfassen. Ein wenig Mühe sollte schon dabei sein. Wenn Du ein Media-Kit erstellst, kannst Du Dich in der Mail auf andere Dinge konzentrieren.

Und hier kommt der Grund, warum Du Dich rechtzeitig bei den Blogs in Form der Kommentare vorstellen könntest, vielleicht sogar solltest. Denn in Deiner E-Mail kannst Du nun schreiben, dass Du schon länger den Blog verfolgst und die Beiträge toll/interessant/kritisch oder was auch immer siehst.

Hast Du unter einem anderen Namen kommentiert, dann erwähne dies auch in Deiner E-Mail, sodass die Bloggerin bzw. der Blogger Dich zuordnen kann.

Das Wichtigste zuerst, schreib bitte nicht als Begrüßung „Hallo Blogger“ oder „Hallo Bloggerin“. Das wirkt unpersönlich und unhöflich. Und vor allem, es zeigt, dass Du Dir wohl gar keine Mühe gemacht hast herauszufinden, mit wem Du es zu tun hast.

Jede Internetseite und jeder Blog muss ein Impressum führen. Wenn Du keine Informationen gesammelt hast, dann solltest Du spätestens jetzt herausfinden, wie der korrekte Name lautet. Dann kopier ihn in Deine E-Mail, falls er doch kompliziert sein sollte. Und kürz bitte auch den Namen nicht ab. Also, aus Samira wird bitte keine Sam. Denn Du weißt nicht, ob sie so genannt werden möchte. Nutz also den vollen Namen. Wenn sie Dir anbietet, dass Du sie Sam nennst, ist das etwas anderes.

Danach kannst Du erwähnen, sofern Du es getan hast, dass Du schon länger den Blog folgst und unter einen bestimmten Internetnamen öfters kommentiert hast. Damit baust Du eine ganz andere Bindung zu der Bloggerin / dem Blogger auf. Von einer fremden Person wirst Du dann zu einer Art Bekannten. Und ich kann mir gut vorstellen, dass man dann ganz anders reagiert.

Zumindest war es bei mir so. Denn die Autorin Nora Bendzko hat auch zuerst auf meinem Blog einige Beiträge kommentiert. Und dann kam sie privat auf mich zu und fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihr etwas onlinemäßig zu unternehmen. Zuerst eine Beitragsreihe und dann eine Blogtour. Da ich sie schon vorher kannte, hatte ich einen ganz anderen Bezug zu ihr, als wenn sie mich spontan angeschrieben hätte.

Dann stellst Du kurz Dein Buch vor, unabhängig, ob Du ein Media-Kit erstellt hast oder nicht. Wiederhol Dich jedoch nicht nur, was in Deinem Kit steht, biete immer völlig eigene, unabhängige Informationen an. Notfalls kannst Du auf Dein Media-Kit verweisen. Und vor allem auch erklärst Du bitte, warum Du glaubst, dass Dein Buch und ihr Blog zusammenarbeiten könnten.

Wenn Du damit fertig bist, schick notfalls Dein Text durch den Duden Korrektor. Der findet zwar nicht alle Fehler, aber die gröbsten. Und das ist mehr, als wenn Du einen fehlerhaften Text losschickst.

Wichtig ist auch, ob es einen bestimmten Stichtag gibt, wann Du gerne die Rezension sehen würdest. Meine Empfehlung, gib es als Wunsch an, nie als Bedingung. Denn Du kannst einfach nicht über die Zeit der Blogger*innen verfügen. Aber wenn sie weiß, wann die Veröffentlichung ist, kann sie*er für sich entscheiden, ob sie*er Dein Buch liest und es sogar vorzieht.

Denn trotz allem, viele Blogger*innen sind durchaus daran interessante Neulinge zu unterstützen. Und das tun sie eben mit einer Rezension.

Ganz wichtig sei noch erwähnt: wie bei einer Bewerbung um eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle solltest Du versuchen immer individuelle Mails zu schreiben. Denn jeder Blog ist individuell und sollte daher auch behandelt werden. Während Du bei einer Stellenbewerbung auf viele Stilmittel achten musst, ist bei dieser Mail doch möglich, lockerer zu sein. Das ist eindeutig der Vorteil.

Aber reine Copy & Paste Mails kommen nicht gut an. Denn das merkt man und die Blogger*innen bekommen das Gefühl, dass Du einfach nur Blogs ausgesucht, Dich nicht weiter mit ihnen beschäftigt hast und einfach nur anschreibst. Merke Dir, das kann zu Ablehnungen führen.

Es gibt durchaus Teile, die Du kopieren kannst, zum Beispiel die Zusammenfassung zu Deiner Geschichte. Warum solltest Du das Rad immer wieder neu erfinden? Aber das Anschreiben selbst sollte im Idealfall individuell sein.

Und noch ganz wichtig, Du bittest um eine Rezension, niemals um eine Rezession. Mit Letzteren können die Buchblogger*innen Dir nicht dienen.

Überwachung der Bewerbungen

In Deiner Liste, die Du vielleicht erstellt hast, kannst Du nun noch einige Spalten hinzufügen. Die Autorin Tanja Hanika hat in ihrem Schreibratgeber “Arbeitsbuch für Schriftsteller” eine entsprechende Vorlage eingefügt. Vielleicht ist dies auch für Dich interessant.

Füge das Datum hinein, wann Du Deine Bewerbung losgeschickt hast. Sollte eine Zwischenmeldung kommen in Form von, ich melde mich, kannst Du das ebenfalls vermerken und sobald eine Antwort gekommen ist. Und natürlich, ob überhaupt eine gekommen ist.

Eins ist Fakt, Du kannst Dir noch so viel Mühe geben, es werden nicht alle Antworten. Natürlich könntest Du jetzt sagen, dass dann die Zeit, die Du in dem Blog investiert hast, umsonst war. Und ich antworte, mag sein. Aber die Wahrscheinlichkeit ist höher, wenn Du Zeit investierst, weil Dich die Blogger*innen kennen.

Auf alle Fälle musst Du herausfinden, was sich für Dich lohnt. Und ob Du dann mit den Blogs, welche Dir nicht geantwortet haben, noch weiter irgendwie zusammenarbeiten möchtest. Auch das musst Du für Dich klären.

Sie hat Ja gesagt

Dann sag ich erst einmal, herzlichen Glückwunsch.

Wenn Dein*e Wunschblogger*in ja gesagt hat, heißt das natürlich, dass ihr nun einiges gemeinsam klären müsst. Und vor allem, Du musst zuverlässig sein. Das gilt für die Versendung Deines Buches sowie über das ganze Zusatzmaterial, worüber ihr euch dann einigt.

Klär ab, ob Du ein Printbuch senden sollst oder ein E-Book. Und wenn es ein Printbuch sein darf, ob es signiert sein soll. Bei Gewinnspielen gilt auch, welche Bücher zur Verfügung gestellt werden und ob Du noch Zusatzmaterial hast. Dazu zähle ich Autogrammkarten, Lesezeichen und was auch immer Dich als Autor*in ausmacht.

Dann besorg die Bücher und schick sie rechtzeitig los. Nur so kannst Du garantieren, dass das Buch rechtzeitig ankommt, von der*dem Blogger*in gelesen, individuell betrachtet und dann die Rezension veröffentlicht wird.

Wenn ihr noch andere Themen abgesprochen habt, dann liegt es an Dir, Dich darum zu kümmern. Soll es ein Interview geben, dann füll die Fragen aus. Hier ein kleiner Tipp: Fragen wiederholen sich immer und immer wieder, das kannst Du nicht verhindern. Versuch aber trotzdem jede Frage individuell zu beantworten.

Denn Deine (zukünftige) Leser*innen wollen etwas über Dich erfahren. Und das bedeutet, dass Du ihnen immer wieder etwas Neues bieten solltest. Immerhin machst Du Werbung für Dich, nutz sie also bitte.

Die Veröffentlichung ist da

Wenn dann Dein Buch rezensiert und veröffentlicht wurde, bist Du natürlich noch nicht entlassen. Je nachdem, was ihr zuvor abgemacht habt, geht es natürlich nun zum Gewinnspiel oder zum Interview und so weiter.

Aber es geht natürlich auch um das Teilen des Beitrages auf allen sozialen Netzwerken, an denen Du teilnimmst. Also Facebook, Twitter, Instagram und so weiter. Es geht darum, dass nicht nur der Buchblog für Dich etwas tut, sondern Du auch für den Buchblog. Also wieder gegenseitige Werbung.

Und klar, ein Danke schön sollte natürlich auch drin sein. Persönlich per E-Mail oder wie ihr beide auch immer Kontakt habt. Auch wenn ihr euch auf Augenhöhe getroffen habt, so ist zeugt es von Respekt, wenn Du einfach mal danke sagst.

Keine Rezension

Ja, das kann auch passieren. Du und Deine Bloggerin habt euch gut verstanden und es sah danach aus, dass sie über Dein Buch was schreiben wird. Und dann passiert es, die Rezension bleibt aus.

Was könnte passiert sein?

Es kann eine Menge geschehen sein. Unter anderem, auch wenn das schwer zu glauben ist, dass ihr schlicht Dein Buch nicht gefallen hat. Und einige entscheiden sich, bevor sie eine negative Rezension schreiben, dass sie gar nichts schreiben. Das hab ich tatsächlich schon öfters gelesen.

Bitte merke Dir immer eines, Geschmäcker sind verschieden. Und auch wenn hundert Menschen sagen, dass sie Dein Buch lieben, wird die hundertunderste Person sagen, nein, es ist nicht mein Buch, ich liebe es nicht. Und damit musst Du halt klarkommen. Tut mir leid, das sagen zu müssen. Aber das ist halt ein Fakt.

Wenn die*der Blogger*in sich ein wenig vor der Wahrheit drückt, sprich sie*ihn freundlich an und erkundige Dich, warum es keine Rezension gibt. Und sei fair ihr*ihm gegenüber. Denn sie*er hat wahrscheinlich durchaus Dein Buch gelesen, um sich eine Meinung zu bilden.

Vielleicht könnt ihr euch darauf einigen, dass sie doch eine Rezension schreibt, aber dazu eine neutrale Meinung zum Buch gibt. Dann kann sie*er auch gerne schreiben, warum es ihr*ihm persönlich nicht gefallen hat. Denn denke bitte daran, auch eine negative Rezension kann für Dich gut sein.

Warum?

Viele lesen allein aufgrund einer negativen Rezension doch ein Buch, um zu sehen, ob die Meinung stimmt. Und gelegentlich kann es auch passieren, dass sie ganz anderer Meinung sind und dies auch öffentlich kundtun möchten. Daher lehne eine negative Rezension nicht ab, solange sie offen, ehrlich und fair geschrieben ist.

Rezensionen

An die Blogger*innen

Immer wieder lese ich, dass ihr überlastet seid. Und sicherlich stimmt das auch. Es sind ja nicht nur eure Bücher auf den SuBs, sondern auch viele Verlagsbücher und andere von Autor*innen, die alle darauf warten, dass sie gelesen werden wollen.

Und das ist völlig in Ordnung. Gut, zumindest für die meisten Autor*innen. Wir wissen alle, dass manche ihre gute Kinderstube vergessen und unhöflich werden, wenn es um sie und ihre Babys geht, leider.

Doch leider müsst ihr Blogger*innen auch an die eigene Nase fassen, was die Höflichkeit betrifft. Nicht alle, glücklicherweise, aber es gibt sie, die unhöflichen Bloggerinnen.

Was meine ich damit?

Immer wieder lese ich von Autor*innen, dass sie nicht wissen, was sie machen sollen. Da haben sie einem Blog ein Rezensionsexemplar als Printversion zur Verfügung gestellt und bekommen einfach keine Antwort, was denn nun mit der Rezension ist.

Der Grund der Verzweiflung ist einfach, es kommt nichts. Es gibt weder eine Rezension noch eine E-Mail, was los ist. Und einige der Autor*innen haben sogar öfters nachgefragt.

Mit anderen Worten, hier wurde ein Buch abgegriffen und es gab keine Rezension dafür. Natürlich sind Blogger*innen nicht verpflichtet, eine Rezension zu liefern, nur weil sie ein Buch geschenkt bekommen haben. Das will ich nicht sagen.

Aber hei, seien wir doch mal ehrlich, eine kurze E-Mail, dass man das Buch nicht öffentlich rezensieren kann oder das es noch dauert, das tut einfach nicht weh. Damit wissen die Autor*innen Bescheid und können sich entsprechend darauf einstellen.

Aber nichts zu schreiben, keine Reaktion zu zeigen, nichts gar nichts, es tut mir leid, das ist aber alles andere als unhöflich.

Und hier noch ein kleiner Hinweis liebe Blogger*innen. Es heißt, dass ihr sehr gut untereinander vernetzt seid. Und es heißt auch, dass ihr wisst, wenn sich eine Autor*in daneben benimmt. Das Gleiche trifft auch auf Autor*innen zu.

Wenn ich erfahren würde, dass ein Buchblog eher Bücher abgreift und nicht rezensiert (und das auch regelmäßig), ganz unter uns, ich würde um den dann einen ganz schön großen Bogen machen.

Wie geschrieben, Du bist zu keinem Zeitpunkt verpflichtet, eine Rezension zu schreiben. Noch nicht einmal Dich zu melden, wenn Du es nicht willst. Aber auf Dauer wäre das eine gute Idee, damit Du weiterhin guten Kontakt zu den Autor*innen behalten kannst. Zudem, es ist einfach höflich.

Daher meine Bitte melde Dich.

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An die Autor*innen

Es reicht nicht nur aus, einfach ein Buch zur Verfügung zu stellen und dann den Blogger*innen die restliche Arbeit zu überlassen. Es geht auch nicht, dass ihr den Blogger*innen vorschreibt, was sie wann zu bloggen haben.

Es geht um eine Gemeinschaftsaufgabe. Das bedeutet, dass ihr gemeinschaftlich arbeitet. Redet miteinander und schaut euch an, was ihr bieten könnt und was die Blogger*innen sich wünschen. Auf einem Blog zu erscheinen kann eine große Sache sein. Und kann auch eine Aufgabe sein. Respektiert das.

Und ja, es wird Rezensionen geben, die Dir nicht gefallen werden. So ist halt das Leben. Es macht aber keinen guten Eindruck, wenn Du dann den Höllenschlund öffnest und über die entsprechenden Blogger*innen herziehst. Erst recht, wenn Du Selfpublishing betreibst. Damit reißt Du nicht nur Dich in die Misere, sondern gleich alle anderen. Dann gibt es wieder diesen Tenor, dass alle Selfpublisher*innen keine Kritik ertragen können.

Lerne, professionell zu arbeiten und zu handeln. Und das in erster Linie für Dich.

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Abschlussgedanken

Eigentlich ist es einfach, sich bei den Bücherblogs zu bewerben. Mach Dich vorher sichtbar, danach schreib eine persönliche und individuelle Mail und zu guter Letzt versuch ein wenig Geduld mitzubringen. Wenn Du das berücksichtigst, dürfte es wahrscheinlicher sein, dass es mit Deinem Wunschbuchblog eher klappt.

Natürlich ist dieses Vorgehen keine Garantie, dass es wirklich klappt. Wobei, bei mir funktionierte es. Und letztendlich, was hast Du zu verlieren? Probier es aus und mach Deine eigenen Erfahrungen.

Dabei wünsche ich Dir allen Erfolg dieser Welt.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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