[Podcast] Dreadnought von April Daniels

[Podcast] Dreadnought von April Daniels

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in der heutigen Geschichte lernen wir eine ungewöhnliche Superheldin kennen. Folgt ihr durch eine aufregende Zeit und begleitet sie an der Seite von Menschen, die ihr gut tun. Und die sie nicht respektieren.

  • Dateigröße: 4090 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Diversion Books (24. Januar 2017)
  • Sprache: Englisch

Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Werbung. Das Urheberrecht des Covers liegt bei der*dem Ersteller*in. Der erste Satz wird als Zitat verwendet. Das Lied im Podcast hab ich legal von hier gekauft.

Viel Spaß beim hören.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Das Impressum im Buch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinem Beitrag zum Thema “Impressumspflicht” hab ich mich zwar schon dazu geäußert, jedoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausführlich darauf eingehen. Es geht hier noch einmal um die Frage, muss ich ein Impressum in meinem Roman einfügen? Und welche Daten gehören noch in ein Buch?

Reihenübersicht

Kurze Vorgedanken

Auch wenn es Dir vielleicht nicht gefallen mag, aber auch in einem Buch gehört ein Impressum. Und zwar mit einer ladungsfähigen Adresse. Wieso und was dazu gehört, darüber möchte ich im Folgenden schreiben.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Diesen Beitrag habe ich nach besten Wissen und Gewissen recherchiert. Trotzdem kann und werde ich keine Garantie für die enthaltenen Daten übernehmen. Daher, immer informieren. Nehmt diesen Beitrag gerne aus Ausgangslage dafür.

Impressum in Printmedien

Wenn Du eine Zeitschrift aufschlägst oder eine Zeitung, findest Du irgendwo (meistens am Ende) eine Adresse, sprich, dass Impressum. Das gilt für alle Printmedien und damit auch für Deinen Roman.

Kurz geschrieben: Du kommst nicht drum herum, ein Buch zu veröffentlichen, bei dem Du das Impressum nicht einfügen musst.

Und bei E-Books?

Jetzt könnten wir argumentieren, dass ein E-Book ja kein Printmedium ist. Immerhin handelt es sich dabei um ein elektronisches Buch.

Aber Du kannst Dir Zeit und Energie sparen, die Impressumspflicht für ein Buch gilt für beides, also dem Printbuch und dem E-Book.

Daher würde ich es erst gar nicht auf einen Versuch ankommen, und bei einem E-Book das Impressum wegzulassen. Das könnte unter Umständen teuer werden.

Welche Daten brauche ich hier?

Tatsächlich soll das nicht wirklich einheitlich sein, da dies die Landesgesetze regelt. Jedoch gilt durchaus, dass Du folgende Daten anführen musst:

  • Name (NICHT Pseudonym) – alternativ die Firma (bei einem Verlag)
  • Anschrift der*des (Selbst-)Verleger*in UND die der Druckerei
  • Berlin: Bei der Adresse gilt Wohnort oder Geschäftssitz

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, müssen keine E-Mail-Adressen oder Telefonnummern bzw. eine Faxnummer angegeben werden. Damit benötigst Du etwas weniger Daten, als bei einem Impressum für das Internet (bezüglich der Aussage, siehe oben).

Wann kann ich ein Pseudonym verwenden?

Jetzt bekommen sicherlich einige Autor*innen richtige Schnappatmungen. Sie möchten vielleicht einen Erotikroman veröffentlichen. Oder einen Hardcorehorrorroman, der sogar Stephen King Albträume bescheren könnte. Da ist es natürlich nicht schön, wenn man den realen Namen verwendet. Immerhin könnte es sich negativ auf die berufliche Situation auswirken.

Hier gilt ganz klar, es muss ein Klarname sein. Da kommst Du nicht drum herum.

Gibt es einen Ausweg?

Nicht in diesem Beitrag. Aber kommende Woche werde ich über das Impressumsservice berichten. Da kannst Du tatsächlich ein Impressum verwenden und Dein Pseudonym verwenden. Aber an dieser Stelle halte ich mich an die reinen Fakten fürs Impressum im Buch.

Pseudonym im Ausweis eintragen lassen

Es gibt Hinweise, dass Du dann dein Pseudonym in ein Impressum eintragen kannst, wenn dieser in Deinem Personalausweis eintragen lässt. Hier gilt ganz klar, bevor Du das machst, informiere Dich ganz genau. Eventuell kommst Du dann tatsächlich um die Lüftung Deines Pseudonyms herum.

Wichtiger Hinweis: Häufig kann man Dich dann über die Adresse identifizieren. Aber die Lösung sehen wir in der kommenden Woche.

Die Druckerei

Es gibt einige Bundesländer in Deutschland, welche die Daten der Druckerei verlangen. Andere hingegen nicht. Wie es mit Österreich und der Schweiz aussieht, da bin ich mir nicht sicher.

Die Daten der Druckerei ersetzen jedoch nicht Dein Impressum. Das ist eine zusätzliche Angabe.

Aber sicher bist Du auf jedenfalls, wenn Du diese Daten prinzipiell angibst. Denn zu viele Daten kannst Du eigentlich nicht angeben, sondern nur zu wenige. Daher ruhig etwas das Soll übererfüllen und auf der sicheren Seite sein.

Wie sieht es mit einem Postfach aus?

Die kannst Du nicht verwenden. Denn das widerspricht der ladungsfähigen Adresse. Das bedeutet ganz klar, eine Adresse, an der Du normalerweise anzutreffen bist.

Darunter verstehe ich persönlich auch, wenn Du in einem Bundesland gemeldet bist, aber aus diversen Gründen woanders lebst, müsstest Du eigentlich die Adresse angeben, wo Du gerade lebst. Denn dort bist Du ja normalerweise anzutreffen.

In einem solchen Fall würde ich mich informieren, welche Adresse Du angeben solltest. Und bitte Finger weg vom Postfach.

Copyright-Vermerke

Das Wort Copyright kommt aus dem angloamerikanischen Raum. Und dort muss man für einen Text ein Copyright anmelden. In Deutschland ist das nicht notwendig. Denn ich bin automatisch die Urheberin meines Textes und dementsprechend darf niemand Drittes meine Texte verwenden, ohne meine Einwilligung.

Eine Ausnahme wäre das Zitieren oder wenn ich von vornherein sage, kein Problem, nach dem Common Licence dürft ihr diese verwenden.

Daher ist theoretisch ein Urheberrechtsvermerk in einem Buch nicht notwendig. Also das, die Texte gehören mir, die Vervielfältigung ist verboten und so weiter. Aber hei, schaden tut das übrigens auch nicht. Von daher, Du kannst es gerne machen.

Übrigens, wenn Du Material von anderen verwendest (zum Beispiel aus Büchern Dritter oder Wikipedia und so weiter), diese Quellen musst Du auf alle Fälle angeben.

Die Haftungs-Freistellung

Du kennst das sicherlich aus Sachbüchern aller Art. In denen geht es darum, dass der Verlag und*oder die*der Autor*in alle gemachten Angaben im Buch genauesten geprüft hat. Aber man kann keine Garantie für mögliche Schäden übernehmen.

Eine Haftungsfreistellung kann man aber nur in Verträgen aufnehmen, an denen beide Seiten beteiligt sind. Also ich als Autorin und Du als Leserin. Kaufst Du aber ein Buch, dann kannst Du nicht mitbestimmen. Und somit wäre das also unzulässig.

Sollte es aber dazu kommen, dass jemand Schaden durch Dein Buch nimmt, wird das wohl vor Gericht geklärt, inwiefern dein Buch daran Schuld bzw. Mitschuld hat. Bis dahin kann man tatsächlich nur auf das Beste hoffen.

Weitere Beteiligte an einem Buch

Ein Buch mag man alleine schreiben. Aber häufig arbeitet man mit einigen Leuten zusammen, um es am Ende zu veröffentlichen. Hier spreche ich von Lektorat, Korrektorat, Buchsetzung oder auch das Cover.

Eine gesetzliche Pflicht diese zu benennen gibt es nicht. Aber häufig verlangen die besagten Personen, dass sie genannt werden möchten. Unter anderem auch aus Werbegründen. Zudem hat es auch was mit Respekt zu tun, dass Du sie nennst.

Wenn Du oder Dein*e Coverdesigner*in Bildelemente aus bestimmten Datenbanken verwendet, dann kann es sein, dass die Datenbank verpflichtet, dass sie genannt werden.

Im Zweifel, immer Fragen ob die Personen genannt werden möchten. Und wenn ja, in welcher Form. Häufig haben sie mehr Erfahrung damit und können Dir eine entsprechende Vorlage schicken.

ISBN und die bibliografischen Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Hierbei handelt es sich um Kann-Daten. Das bedeutet, dass Du diese Daten durchaus aufführen kannst. Aber wenn Du es nicht tust, hast Du aktuell nichts zu befürchten.

Achtung: Hier kann sich jederzeit etwas ändern. Daher immer entsprechend informieren, wenn Du einen neuen Roman veröffentlichst.

Vorne oder hinten?

Noch gibt es keine rechtlich gesicherte Bestimmung, wohin Du Dein Impressum einfügen kannst. Du kannst es also vorne oder eben auch hinten packen.

Tatsächlich hab ich bisher bei Printbüchern das Impressum immer vorne gefunden. Bei E-Books war es hingegen unterschiedlich. Also mal vorne oder auch mal hinten.

Solange Du diese Freiheit hast, kannst Du sie auch entsprechend benutzen. Aber auch hier gilt, immer informieren. Gesetze ändern sich schneller, als man glauben mag.

Abschlussgedanken

Wie Du siehst, auch beim Impressum für ein Buch musst Du einiges beachten. Ganz klar empfehle ich Dir, Dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, bevor Du Deinen ersten Roman veröffentlichst.

Und natürlich auch dann, wenn Du Deinen nächsten Roman veröffentlichen möchtest. Denn, wie öfters erwähnt, Gesetze und Anforderungen können sich jederzeit ändern. Daher ist es immer gut, wenn Du Dich entsprechend informierst.

Du kannst Dir auch eine entsprechende Vorlage basteln, damit Du zukünftig dieses nur noch ausfüllen und dann einfügen musst. Aber mach Dir deswegen jetzt keinen Kopf. Wenn Du Hilfe brauchst, die meisten Autor*innen sind sehr hilfreich. Einfach Fragen und meistens bekommst Du wertvolle Antworten.

Und ganz wichtig, bei Zweifel immer eine Anwältin oder einen Anwalt für Medienrecht fragen. Diese dürfen Dich beraten und Du kannst sie bei einer falschen Antwort auch in Haftung nehmen.

Trotz allem, hab keine Angst einfach loszulegen. Bevor Du Deinen Roman veröffentlichst, kannst Du es immer noch korrigieren.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

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Inhalte eines Printbuches bzw. E-Books

Hei, hallo und herzlich willkommen,

der Aufbau eines Printbuches kann sich von dem Aufbau eines E-Books unterscheiden. Daher möchte ich mir heute einige Gedanken machen, wie ich ein Buch entsprechend aufbauen würde. Und auch, warum.

Kurze Vorgedanken

Gerade lese ich mich durch meine Bibliothek sowohl im Printbereich, als auch auf meinem Reader. Und mir fällt dabei immer wieder auf, wie unterschiedlich gerade die E-Books aufgebaut sind.

Dadurch hab ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein eigenes E-Book und teilweise auch mein Printbuch aufbauen würde. Dabei schreibe ich nicht vom Buchsatz oder Ähnliches. Das ist ein eigenes Thema für sich. Sondern davon, in welcher Reihenfolge ich was einfüge würde.

Kurze Vorgedanken

Dieser Beitrag richtet sich schon eher an die, welche Selfpublishing betreiben. Denn sie haben die meisten Freiheiten, was die Gestaltung ihres Buches betrifft.

Wenn Du aber etwas in Deinem Verlagsbuch einfügen möchtest, rede mit Deinem Verlag. Vielleicht finden sie Deine Idee so gut, dass sie es zukünftig immer übernehmen möchten. Es kann immer sein, dass sie bisher nicht daran gedacht haben. Auf einen Versuch kann es hier ankommen.

Vor der eigentlichen Geschichte

Damit meine ich den Teil, der kommt, bevor wir den Roman lesen können. Meistens überblättern wir dies in einem Printbuch, weil wir dorthin immer wieder zurückkehren können. Bei einem E-Book finde ich es selbst eher schwieriger.

Gerade bei älteren Modellen (mein Reader ist gut zehn Jahre alt, daher kann ich nicht sagen, wie es bei den Neueren aussieht) muss ich immer mit einem Button jede Seite umblättern. Daher finde ich es eher anstrengend, wieder nach vorne zu klicken, um zu sehen, was dort los ist.

Daher würde ich für meine Geschichte einige wichtige Punkte vor dem Roman einfügen. Damit solche Leute wie ich alles präsent haben, was wichtig ist. Und mich dann auf die Geschichte einlassen.

Das Cover

Ganz am Anfang gehört immer das Cover. Bei einem Printbuch ist es klar. Ohne ein Cover wird es schwerlich gedruckt. Aber auch in E-Büchern gehört, meiner Meinung nach, ganz vorne das Cover.

Gerade bei E-Büchern kann das notwendig sein. Auf meinem Reader befinden sich (Stand August 2019) über 100 Romane, Kurzgeschichten, Sachbücher und so weiter. Einige davon warten schon seit einigen Jahren darauf, von mir gelesen zu werden.

Wenn ich dann durch die Seiten klicke, um das nächste Buch zu lesen, kann ich nicht immer mit allen Titeln etwas anfangen. Daher rufe ich meistens das Buch auf und schaue mir das Cover an. Häufig fällt mir dann wieder ein, wobei es sich hierbei handelt.

Meistens trifft das aber auf wirklich individuelle Covers zu. Diese vielen nichtssagenden Covern, deren Stockbilder man zu oft genutzt haben, sagen mir dann weiter nichts. Und schlimmstenfalls lösche ich sie dann irgendwann, weil es mich nicht mehr anzieht. Und ich mich nicht mehr erinnere, warum ich das mal gekauft habe.

Mein Tipp:

Auf der ersten Position sollte daher immer Dein Cover sein. Nicht umsonst hast Du es Dir ja erstellen lassen und dafür einige Euros ausgegeben. Und im Idealfall ist es so individuell, dass sich Deine Lesenden immer daran erinnern, was sich hinter dem Cover für eine Geschichte versteckt.

Juristische Eckdaten

Wie immer gilt, ich übe keinen rechtsberatenden Beruf aus. Daher ist alles, was ich im folgenden Abschnitt erwähne, aus einer Laiensicht geschrieben. Solltest Du Fragen haben oder unsicher sein, dann wende Dich an die rechtsberatenden Leute (also zum Beispiel Anwält*innen). Ich übernehme keine Verantwortung für mögliche juristische Konsequenzen.

Kommt das Impressum nun vorne hin oder darf es doch ans Ende des Buches? Darüber scheiden sich tatsächlich die Geister. Aber nicht, dass da ein Impressum reingehört.

Am Anfang würde ich alle wichtigen Eckdaten erwähnen. Wer hat das Cover erstellt. Frag Dein*e Designer*in, welche Daten aufgenommen werden sollen. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Dann, wer hat das Lektorat und*oder Korrektorat gemacht. Hier würde ich neben den Namen auch die Internetseite aufführen. Wenn sie gute Arbeit geleistet haben, dann kann man auch gerne Werbung für sie machen.

Dann auch, wer der Distributor ist. Häufig bekommst Du Hilfestellungen, um diese Seite zu erstellen. Aber ich empfehle Dir, Dich entsprechend darüber zu informieren. Dann kannst Du überprüfen, ob die Daten so richtig sind oder da noch etwas fehlt.

Mein Tipp:

Informiere Dich gut, was alles an juristischen Sachen in Deine Bücher gehören. Und füge sie alle ein. Denn gerade im Bereich Recht kennen viele keinen Spaß.

Personenhinweis und Urheberrecht

Sicherlich kennst Du diese Sätze, die Figuren haben nichts mit realen Personen zu tun und so weiter. Bisher hab ich mich noch nicht damit beschäftigt, inwiefern es juristisch sicher ist, diesen Teil zu verwenden. Aber ganz unter uns, ich würde so etwas trotzdem verwenden.

Bei Sachbüchern käme noch hinzu, dass man alle Ratschläge und was auch immer Du in dem Buch aufgeführt hast, zwar sorgfältig geprüft hast, aber keine Garantie und so weiter übernehmen kannst. Und natürlich, dass Du kein Heilversprechen geben kannst, wenn Du etwas zum Thema geschrieben hast.

Und zu guter Letzt, dass das Urheberrecht bei Dir liegt und Du daher untersagst, dass Kopien erstellt werden. Sicher ist halt sicher.

Mein Tipp:

Auch hier gilt, gut informieren und alles einfügen, was auf Dich zutrifft. Lass Dich ruhig von anderen Büchern inspirieren. Und solange es lesbar ist, kannst Du gegebenenfalls auch eine kleinere Schriftgröße wählen, damit es nicht zu lang wird.

Klappentext

Das ist tatsächlich eher für Dein E-Buch geeignet. Oben erwähnte ich schon, dass es passieren kann, dass sich Deine Lesenden nicht unbedingt erinnern müssen, warum sie das Buch gekauft haben. Vielleicht sogar vor Jahren schon.

Bei einem Printbuch müssen sie es nur umdrehen und lesen den Klappentext. Häufig erinnern sie sich dann daran. Bei einem E-Book würde ich am Anfang noch einmal den Klappentext einfügen.

Wenn sie es überblättern, dann ist es ihre Entscheidung. Aber Du gibst ihnen die Möglichkeit, dass sie es lesen können. Und dann entscheiden, ob sie es jetzt lesen oder später. Oder auch gar nicht.

Jedoch ermögliche ich es so, dass die Leute die Chance haben, sich noch einmal den Klappentext durchzulesen. Und dann zu entscheiden, dass sie das Buch lesen.

Mein Tipp:

Hast Du Dir einmal die Arbeit gemacht, einen Klappentext zu erarbeiten, dann kannst Du ihn ruhig öfters verwenden. Gerade bei E-Books lohnt es sich durchaus, diesen am Anfang noch einmal einzufügen.

Inhaltsverzeichnis

Gerade bei Sachbüchern kann ich nur empfehlen, am Anfang das Inhaltsverzeichnis einzufügen. Denn hier ist es wichtig zu zeigen, dass Dein Buch die Lösung für das Problem Deiner Lesenden bietet. Wenn sie keinen Blick hineinwerfen können, dann können sie das nicht herausfinden.

Aber solche Lesende wie ich, mögen es, wenn am Anfang angezeigt wird, wie viele Kapitel die Geschichte hat. Denn ich teile mir gerne den Roman in täglich zu lesende Kapitel ein. Das ist eine Marotte von mir, die ich seit Jahren pflege. Und damit komme ich gut voran. Daher mag ich es sehr, wenn am Anfang das Inhaltsverzeichnis zu finden ist.

Mein Tipp:

Für einige sind Inhaltsverzeichnisse nichtssagend. Andere hingegen möchten diese haben. Da diese nicht viel Platz fressen und mit dem richtigen Programm automatisch erstellt werden können, ich würde sie aufnehmen.

Triggerwarnungen

Bevor der Roman beginnt, würde ich selbst meine Triggerwarnungen setzen. Denn selbst halte ich dieses Thema für enorm wichtig. Und daher kurz vor der Geschichte, damit ich quasi die Lesenden zwinge, sich das noch einmal anzusehen.

Ob sie es lesen oder sich daran halten, das kann ich nicht beeinflussen. Aber ich möchte mein Bestmögliches tun, damit sie die Chance haben, sich zu informieren. Und damit ihre persönliche Entscheidung zu treffen, wie sie mit dem Buch umgehen möchten.

Mein Tipp:

Über das Thema “Trigger” und “Triggerwarnungen” wird gerade sehr heftig diskutiert. Für mich ist es kein Thema die zu verwenden, ich werde es einfach tun. Hoffentlich Du auch.

Katania de Groot führt in ihrem Beitrag auf, wie man die Triggerwarnung mit dem Inhaltsverzeichnis verknüpfen kann. Das bedeutet, dass sie bei Kapitel 1 schreiben, was für mögliche Trigger dort warten könnten. Vielleicht eine Idee für Dich?

Die Widmung

Keine Pflicht, aber für viele gehört es doch dazu. Eine Widmung gehört für mich definitiv am Anfang. Damit alle es sehen können.

Da Widmungen nicht sehr lang sind, kannst Du es am Anfang setzen. Und sicherlich wird es die Person, der Du das Buch widmest, sich sehr darüber freuen.

Mein Tipp:

Häufig sind Widmungen zentriert und kursiv eingefügt. Vielleicht magst Du Dir ja Gedanken machen, diese optisch hübscher zu gestalten?

Sonstiges?

Wie oben erwähnt, finde ich es selbst eher schwierig in einem E-Buch hin- und herzuspringen. Daher kann es durchaus angenehmer sein, wenn zum Beispiel ein Glossar am Anfang eingefügt wird, um ein Beispiel zu nennen.

Wenn es nicht zu lang ist, dann kannst Du solche Elemente noch vorne einfügen. Nur irgendwann muss das ganze am Anfang auch ein Ende finden. Nicht, dass ich mich als Lesende erst einmal durch 15 Prozent klicken muss, nur um irgendwann mal zum Roman zu kommen.

Mein Tipp:

Überlege Dir genau, was Du noch am Anfang anfügen möchtest und was ruhig am Ende eingefügt werden kann.

Nach der eigentlichen Geschichte

Der Roman ist vorbei und hoffentlich fühlen sich Deine Lesende so wohl, dass sie nun total gerne eine Rezension schreiben. Das wünsche ich Dir auf alle Fälle.

Viele fügen am Ende des Buches noch einige Dinge an. Was es ist, das liegt an Dir.

Rezensionsbitte

Ehrlich gesagt, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich selbst solch eine Bitte einfügen soll. Also, wenn den Lesenden das Buch gefallen hat, dass sie bitte eine Rezension schreiben soll. Zum einen stellt sich mir die Frage, warum sie nicht eine Rezension schreiben sollen, wenn es ihnen nicht gefallen hat.

Zudem bin ich ziemlich schlecht darin, andere um solche Dinge zu bitten. Das liegt an meiner Persönlichkeit.

Mein Tipp:

Wenn Du das kannst, also um Rezensionen zu bitten, dann würde ich empfehlen, es neutral zu formulieren. Also nicht nur beim Gefallen, sondern dass sie überhaupt eine Rezension schreiben. Und ich würde es kurz halten.

Dankesseite

Eine Geschichte schreibt man sehr selten völlig alleine. Daher ist es schön, wenn man sich bei den entsprechenden Personen bedankt. Das kann gerne am Ende geschehen, weil sich nicht wirklich alle für diese Seite(n) interessieren. Häufig werden sie überflogen oder richtig überblättert.

Andere Personen lesen sie schon gerne. Daher würde ich mir durchaus hier Mühe geben und eine anlegen. Gerade für die Leute, die Dir geholfen haben.

Mein Tipp:

Leg ruhig eine Dankesseite ein. Lass Dir etwas Kreatives einfallen, damit diese Seite damit aufgewertet wird.

Mit Dir in Kontakt treten

Sei es, dass Du hier Deine Online-Präsenzen aufführst oder man mit Dir postalisch in Kontakt treten kann, ich würde alles aufführen, was Dir lieb ist.

Auf diese Weise kannst Du auf natürlichen Weg Deine Followerzahlen erhöhen. Und das häufig ganz nebenbei.

Mein Tipp:

Häufig werden Links abgekürzt. In diesen Fällen kann man auf diese klicken und die Seite wird automatisch aufgerufen. Doch denk daran, dass noch alte Geräte (wie meines) im Umlauf sind. Wenn Du also kein Linkungetüm hast, dann würde ich die Links komplett setzen.

Dein Newsletter

Immer häufiger sehe ich, gerade in englischsprachigen Büchern, dass Links zum Newsletter gesetzt werden. Das ist völlig in Ordnung. Das kannst Du auch gerne machen.

Setze aber nur dann einen Link, wenn Du dauerhaft vorhast Deinen Newsletter zu versenden. Es gibt nichts frustrierender, als wenn man einen Link aufruft und der ist tot.

Zudem würde ich nicht mehr mit einem sogenannten Freebie werben. Nach der DSGVO könnte das eine unschöne Sache werden. Aber dazu gesondert mehr.

Mein Tipp:

Wenn Du Werbung für Deinen Newsletter machen möchtest, kannst Du das im Rahmen Deiner Online-Präsenzen machen. Selbst würde ich das ein wenig gesondert machen, um auch zu sagen, warum die Leute meinen Newsletter empfangen sollen.

Leseproben

Wenn Du eine Reihe schreibst, kann es eine Überlegung Wert sein, vom nächsten Buch eine Leseprobe einzufügen. Oder von einem anderen Buch, das in diesem Genre geschrieben ist (besonders dann gut, wenn Du in mehreren schreibst). Oder ganz allgemein, von Deinem nächsten Roman.

Ehrlich gesagt, ich selbst lese nie Leseproben. Irgendwie finde ich sie nicht ansprechend. Wenn mir ein Roman gefallen hat, dann möchte ich auf alle Fälle den nächsten lesen. Da muss ich nicht erst heiß gemacht werden. Und wenn mir der Roman nicht gefallen hat, dann bringt es auch nichts mehr. Der nächste Roman ist für mich persönlich tabu.

Mein Tipp:

Du musst für Dich klären, ob Du eine Leseprobe einfügen möchtest oder nicht. Auf alle Fälle sollte dann das Buch natürlich auch erscheinen. Tatsächlich hab ich eine Geschichte gelesen, die eine Leseprobe vom nächsten Band enthielt. Nur ist bis heute dieser nicht erschienen. Und ich hab die Geschichte 2016 (!) gekauft.

Denk auch daran, wie es Deine Lesenden gerne haben könnte. Auf alle Fälle würde ich es nur nicht übertreiben. Denn eine Geschichte, die ich mal gelesen hatte, enthielt mehr Leseproben als Roman. Fand ich nicht überzeugend.

Bücherwerbung

Na klar, was gehört in ein Buch? Werbung für weitere Bücher aus der eigenen Feder. Bei einer Reihe würde ich nur auf das nächste Band aufmerksam machen. Und dann auf weitere Bücher. Nur würde ich es nicht übertreiben.

Wenn mich ein*e Autor*in interessiert, dann suche ich nach ihr*ihm schon selbst. Die Bücherwerbung soll in erster Linie nur zeigen, dass da definitiv noch mehr zu finden ist. Und was Du empfiehlst als nächstes zu lesen.

Mein Tipp:

Wähle mit Bedacht aus, welche Bücher Du als Werbung noch hinzufügst. In einem E-Buch kannst Du viel mehr einfügen, als in einem Printbuch. Trotzdem würde ich es nicht übertreiben.

Wichtig ist auch, dass man alles lesen kann. Tatsächlich hab ich in einem Verlagsbuch Werbung für andere Bücher gehabt, die so klein waren, dass ich sie nicht lesen konnte.

Sonstiges

Am Ende kannst Du Dich eher austoben, als am Anfang. Gerade bei einem E-Book. Finde zumindest ich. Denn der Roman ist ausgelesen und ich kann entscheiden, ob ich noch weiterlesen möchte oder nicht.

Trotzdem würde ich es auch hier nicht übertreiben. Wenn ich am Ende so viel geboten bekomme, dass zwanzig Prozent ausmacht, kann das Gefühl entstehen, dass ich für mein Geld nichts bekommen habe. Das würde ich eher vermeiden.

Also dezent austoben.

Mein Tipp:

Es ist immer ein Abwägen zwischen Werbung, Informationen und es nicht zu übertreiben. Schau genau hin und frag auch andere, wie sie den Aufbau Deines Buches bzw. Deines E-Books halten. Und wenn kritische Anmerkungen kommen, höre genau zu.

Abschlussgedanken

Natürlich sind all diese Elemente kein Muss. Daher kann ich Dir nur empfehlen, schau Dir andere Bücher an, wie sie es gemacht haben und dann entscheide für Dich, was Du davon übernehmen möchtest.

Und nein, die Liste ist nicht abschließend, aber jetzt weißt Du, wo Du anfangen kannst.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Aufrufe: 56

Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Buch oder E-Book: Veröffentlichungsarten

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man dem Internet glauben kann, dann besteht unter den Leserinnen und Lesern, bedingt aber auch unter den Verlagen, zwei Lager. Einmal die, welche die Bücher lieben und damit die E-Books ablehnen. Und dann die andere Seite, welche sich lieber auf die E-Books stürzen und die Bücher aus dem Haushalt verbannen. Daher möchte ich heute mal den einen oder anderen Gedanken dazu niederschreiben.

Natürlich ist es vor allem interessant, wie sich das auf Deine Veröffentlichungsart auswirken könnte.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 23. September 2016 auf meinem alten Blog. Das ist nun eine aktualisierte Version davon.

Kurze Vorgedanken

Was ein Buch (Print) bzw. ein E-Book ist, werde ich nicht erklären. Ich gehe davon aus, dass Du die beiden Medien kennst und damit auch den Unterschied. Daher möchte ich auf die Vor- und Nachteile eingehen. Und dann, warum Du als Autorin bzw. als Autorin Dich mit beiden auseinandersetzen solltest. Es soll ein Plädoyer dafür sein, beide Medien niemals aus den Augen zu verlieren.

Deine Entscheidung – Beides ist gut

Egal ob Du Bücher kaufst oder diese veröffentlichen möchtest, Du hast heute die Wahl zwischen einem normalen Buch (also der Printversion) und dem E-Book. Beim Letzteren ist es nur notwendig zu wissen, in welchem Format Du das Buch brauchst. Denn nicht jeder Reader ist in der Lage alle Dateien zu lesen. Und einige Reader haben sogar ein eigenes Format.

Es gibt aber legale Portale, die werden im Bezug auf die E-Books um einiges häufiger aufgerufen, als die Konkurrenz. Und bei hartem DRM (also der Schutz, dass das E-Book nicht kopiert wird) kann es passieren, dass man das E-Book nur auf einem einzigen Reader lesen kann.

Fehlt aber das harte DRM, dann kannst Du das E-Book entsprechend formatieren und auf andere Reader lesen. Und zwischenzeitlich verzichten die meisten Autorinnen und Autoren auf das harte DRM, bzw. überhaupt auf jegliche Art von Schutz. Denn sie wissen eines, ihre Bücher können jederzeit geknackt werden (von den Piratinnen und Piraten), wenn sich die Leute anstrengen. Und die ehrlichen Käuferinnen und Käufer werden mit dieser Methode nur bestraft.

Du als Käuferin bzw. Käufer kannst Du zwischen dem E-Book und Buch beim Kauf entscheiden, wenn Du einen entsprechenden Reader zur Verfügung hast. Bücher kannst Du natürlich jederzeit kaufen. Beim Veröffentlichen Deiner Bücher solltest Du Dir überlegen, immer auf beides zu setzen. Warum, das möchte ich Dir weiter unten erklären.

Die Vor- und Nachteile beider Medien

Die Vorteile des Printbuches

Das Buch hat einen Vertrauensvorteil, da es seit einigen Jahrhunderten schon existiert und wir damit auch groß geworden sind. Ich selbst habe mit einem Hardcoverbuch lesen und schreiben gelernt. Und ich behaupte jetzt, dass die meisten Leserinnen und Leser dieses Blogs das gleiche gemacht haben. Sagt Dir das Wort „Fibel“ noch etwas?

Zudem hast Du etwas Materielles in der Hand. Wenn Du in einem Buchladen gehst oder die Bücher online kaufst, dann bekommst Du ein Gegenstand in die Hand, mit dem Du aus dem Laden gehen kannst oder aus dem Paket auspackt. Da wir damit größtenteils groß geworden sind, ist bei einigen das eine gewisse Form der Beruhigung. Für mein Geld kriege ich etwas.

Weiterhin finde ich es immer ein schönes Gefühl, wenn ich sehe, wie die linke Seite des Buches zunimmt, wenn man die Seiten durchgelesen hat. Und die rechte Seite nimmt immer mehr und mehr dabei ab. Immer wenn ich aufhöre zu lesen (weil ich aus der Bahn zum Beispiel raus muss), dann schaue ich schon gerne, wo mein Lesezeichen ist und wie weit ich schon gekommen bin.

Und Du kannst immer lesen. Ein Buch hat kein Akku und kann daher nie ausgehen. Solange es halbwegs hell genug ist, kannst Du also immer lesen.

Die Nachteile des Buches

Du musst ein Medium immer mitnehmen. Egal ob das Buch dünn oder dick ist, Du musst es immer mitnehmen und letztendlich Platz in Deinem Rucksack oder Tasche haben, um es zu tragen. Gerade, wenn Du viel dabei hast, kann das am Ende ein wenig schwer werden.

Weiterhin kann es durchaus nervig sein, wenn man glaubt, dass das Buch noch über den Tag reicht und man es doch schneller ausgelesen hat. Mir ist das schon einige Male passiert, dass ich den ganzen Tag ein ausgelesenes Buch tragen musste. Oder, wenn ich gar nicht zum Lesen komme, dann muss ich trotzdem das manchmal schwere Buch mitnehmen.

Und auf Reisen kann es durchaus schwer sein, sich zu entscheiden, welches Buch man mitnimmt. Zumal sich die Frage stellt, ob man überhaupt so viel Gepäck mitnehmen kann und am Ende überhaupt zum Lesen kommt.

Wenn man da Buch ausgelesen hat und man sich definitiv sicher ist, dass man das Buch nie wieder lesen wird, hat man es im Regal. Und ich selbst weiß nie, wie ich es am besten los werde. Daher muss man sich darum kümmern. Sofern man sich überhaupt davon trennen kann.

Und wenn man in Regen kommt, dann kann das Buch kaputt gehen. Oder die Ecken werden angeknickt. Oder die Schutzfolie geht ab. Mir selbst geht das total auf die Nerven.

Die Vorteile des E-Books

Man kann, theoretisch, Hunderte von Büchern mitnehmen und hat nur einige Hundert Gramm mehr Gewicht dabei. Immerhin muss man nur den Reader tragen und hat eine ganze Bibliothek dabei. Und wenn Du einen Computer mit Internetzugang in der Nähe hast, kannst Du immer neue Bücher kaufen.

Das bedeutet auch, dass Du den Reader auch in den Urlaub mitnehmen kannst. Die oben genannten Vorteile klappen dort auch total gut. Und auch wenn Du mal nicht zum Lesen kommst, dann tut das nicht so weh. Du trägst nicht so viel Gewicht mit Dir.

Wenn Du das Buch danach nie wieder lesen möchtest, dann kannst Du es von Deinem Reader löschen. Gegebenenfalls hast Du es noch auf Deiner Festplatte oder in Deinem Onlineshop, wo Du es bei Bedarf noch einmal herunterladen kannst.

Die Nachteile des E-Books

Du hast kein Medium in der Hand, also kein Buch. Und dadurch fehlt auch der gewisse Bezug dazu. Vielen fehlt sogar so dermaßen der Bezug zum Buch, dass sie manchmal noch nicht einmal benennen können, welches sie gerade lesen.

Weiterhin ist durch den fehlenden Bezug dazu auch das Problem, dass der Respekt vor diesem Medium fehlen kann. Daher kann es natürlich passieren, dass man es nicht als richtiges Buch anerkennt und daher dementsprechend nicht so wahrnimmt, wie es verdient hat.

Und natürlich der größte Gau. Wenn der Akku alle ist, trägst Du eben einen Reader mit Dir, ohne lesen zu können. Das ist genauso, als ob Du ein ausgelesenes Buch mit Dir herumträgst.

Warum sollte Dich als Autorin / Autor dieses Thema interessieren?

Vor einigen Jahren habe ich auf der LoveLetter Convention von Tina Folsom Folgendes gelernt. Und damals sagte sie einen Satz, der mich indirekt bis heute prägt: Deutsche lieben Printbücher. Das bedeutet, dass Du für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser immer das Taschenbuch durchaus anbieten solltest.

Wenn Du Dir die Umfrage von Anfang 2018 anschaust (und die dazugehörigen Kommentare, ganz oben am Anfang des Beitrages), siehst Du, dass die meisten beides gleichzeitig veröffentlichen. Doch welche Gründe könnte es noch geben, neben dem E-Book auch noch eine Printversion zu veröffentlichen?

Einen sehr guten Beitrag findest Du auf der Selfpublisher-Bibel. Die für mich interessantesten hab ich hier aufbereitet. Der Rest berührt mich aktuell noch nicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie deswegen nicht genauso wichtig sind.

Preispsychologie

Gerade im Gay-Romance Bereich entscheiden sich immer mehr Autor*innen und Verlage dafür, nur noch die E-Bookversion zu veröffentlichen. Eine Printversion wird vielleicht mal als Sonderedition zur Verfügung gestellt. Oder bei Lesungen.

Bei vielen ist es jedoch wie folgt: Sehen sie ein E-Book für (sagen wir mal) 5,99 €, dann ist das ein durchaus hoher Preis. Steht daneben aber die Printversion für 10,99 € (als Beispiel), relativiert sich der Preis für das elektronische Buch automatisch. Man spart immerhin ein paar Euros.

Mit anderen Worten, es kann wahrscheinlich sein, dass man dann eher dazu neigt, Dein Buch zu kaufen. Und häufig ist es so, dass Du mit E-Books mehr verdienst, als mit Printbüchern.

Verschenken / Vorzeigen/Verkaufen

Irgendwo gehören diese Punkte für mich zusammen, daher möchte ich sie entsprechend hier gemeinsam aufführen.

Wenn Du jemanden eine Freude bereiten möchtest, zeigen willst, was Du geschrieben hast oder bei Lesungen und*oder Messen Deine Bücher verkaufen kannst, dann sind Printbücher die bessere Wahl.

Meinen beiden tollen Alphaleserinnen würde ich lieber eine Printversion mit einer schönen Widmung schenken, anstatt eines E-Books. Es mag teuerer sein, aber mir ist es wert. Genauso, wenn mich jemand fragt, was ich geschrieben habe. Dann kann ich in meine Tasche greifen und mein Buch herzeigen. Bei Bedarf könnte die Person es sich auch ausleihen. Und klar, auf Messen oder bei Lesungen können die Leute in das Buch reinlesen und es dann kaufen.

Weiter Verkäufe

Wie schon oben mit Tina Folsom geschrieben, Deutsche scheinen Printbücher zu lieben. Auf alle Fälle lieben Leser*innen gerade dann diese, wenn sie keinen Reader haben.

Bietest Du nur die E-Bookversion an, schließt Du einen Teil Deiner Leser*innen aus. Denn viele weigern sich sogar regelrecht sich einen Reader zu kaufen. Und damit Dir am Ende Geld zu geben.

Der Buchhandel

Ganz ehrlich? Ja, ich träume davon, in eine gut sortierte Buchhandlung zu gehen, nach meinem Buch zu fragen (ganz annonym natürlich) und die Antwort zu bekommen, ja, wir haben es, ich bringe Sie dorthin. Und ich behaupte mal, dass es den meisten von uns so geht.

Mit einem Printbuch (und einigen Bedingungen, die ich an dieser Stelle nicht aufführe) ist das möglich. Inwiefern sich die Investition bei Selfpublisher*innen lohnt, ist eine andere Frage. Aber nur wenn Du ein Printbuch hast, kannst Du zumindest theoretisch in einer Buchhandlung landen.

Wie Du siehst, spricht durchaus einiges für die Entscheidung, ein Printbuch zusätzlich zu veröffentlichen. Natürlich musst Du dafür erst einmal investieren. So benötigst Du ein entsprechendes Cover mit Buchrücken und Rückseite.

Solltest Du dabei sein, Dein erstes Buch zu veröffentlichen, empfehle ich Dir bei Unsicherheiten Autor*innen zu fragen, die damit bereits Erfahrungen haben. Die Meisten von ihnen sind total nett und helfen gerne. Alternativ gibt es zwischenzeitlich sicherlich viele Tutorials im Internet, die Dich dabie auch unterstützen.

Die Preisproblematik

Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass die meisten E-Books von Verlagen um den 1 Euro günstiger sind (bei den größeren). Die kleineren Verlage gehen sogar noch weiter mit dem Preis runter. Ich habe schon Preisunterschieden zwischen Buch und E-Book bis zu 50 Prozent gesehen.

Der Grund kann wohl an folgende Problematik liegen:

Vor Jahren habe ich eine Erklärung zum Kaffee in Burn Notice gesehen, die mich überrascht hat. Zumindest kann diese Kaffee-Problematik als Erklärung durchaus Anwendung finden. Und zwar gibt es ja Kaffe mit und ohne Koffein. Normalerweise ist Koffein ein natürlicher Bestandteil beim Kaffee. Wenn man diesen entfernt, dann muss man dafür mehr Aufwand betreiben. Und dadurch sollte der Kaffee eigentlich teurer sein.

Da aber der Kaffee weniger hat, also eben kein Koffein, erleiden wir irgendwo einen Verlust. Und aus diesem Grund weigern sich die meisten Leute, mehr für entkoffeinierten Kaffee zu bezahlen. Da ist ja weniger drin.

Das gleiche Problem sehe ich auch bei den E-Books. Da fehlt ja das Medium Buch, wenn Du ein E-Book kaufst. Und aus diesem Grund weigern sich viele für ein E-Book das gleiche zu bezahlen, wie für ein Printbuch.

Zumal viele sich sagen, dass man dafür kein Papier braucht, keine Druckerei, keine Logistik, keine Lagerkosten und so weiter. Hier benötigt man nur einen Server, er muss einmal formatiert werden und dann noch ein funktionierendes Onlineshopsystem. Und dann kann man dieses Buch einige Millionen Male herunterladen. Das völlig ohne Verlust des Mediums.

Der Aufwand für beide Formen des Buches ist im Vorfeld gleich. Damit meine ich Lektorat, Korrektorat und so weiter. Die Formatierung beider Bücherarten wäre da eher als unterschiedlich zu betrachten. Zumindest werden das die Leute sagen, die sich damit (noch) nicht auskennen.

Daher solltest Du Dir überlegen, Dein E-Book mindestens einen Euro günstiger zu verkaufen. Den gleichen Preis wie ein Buch oder gar mehr zu verlange, ich halte das für keine gute Idee. Außer Dir ist der E-Book-Markt egal und willst, dass Deine Leserinnen und Leser nur die Taschenbücher kaufen.

Abschlussgedanken

Wer Bücher veröffentlicht, sollte durchaus immer beide Medien im Blick haben. Mit E-Books kannst Du auch Experimente wagen. Denn es geht um einiges schneller mit dem veröffentlichen und Du kannst damit weniger Verlust machen.

Auf alle Fälle kann ich Dir nur empfehlen, mit beiden Medien zu arbeiten. Damit machst Du Deine Leserinnen und Leser auf alle Fälle glücklich. Und das ist es, was wir Autorinnen und Autoren letztendlich wollen. Oder?

Trotzdem ist es immer noch Deine Entscheidung. Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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