[Podcast] Nnedi Okorafor – The Binti Series

[Podcast] Nnedi Okorafor – The Binti Series

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag stelle ich Dir alle Bücher zu der Binti-Serie vor.

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: St Martin’s Press (1. Oktober 2016)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0765385252
  • ISBN-13: 978-0765385253

Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Werbung. Das Urheberrecht des Covers liegt bei der*dem Ersteller*in. Der erste Satz wird als Zitat verwendet. Das Lied im Podcast hab ich legal von hier gekauft.

Viel Spaß beim hören.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[ Newsletter] Werbung in Deinem Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

sobald Du Deinen ersten Roman veröffentlicht hast, willst Du natürlich in Deinem Newsletter darüber berichten. Warum sonst solltest Du diesen anbieten?

Kurze Vorgedanken

Wenn Du innerhalb Deines Newsletters Werbung machst, so hab ich erfahren, musst Du auch einige Dinge beachten. Einige Hinweise wirst Du sicherlich schon kennen und vermutlich auch selbst schon anwenden. Andere vielleicht weniger.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Gesetzte Links zu Büchern sind keine Affiliate-Links.

Was ist genau Werbung?

Vielleicht lachst Du darüber, weil Du Dir denkst, dass wir alle irgendeine Definition davon kennen. Lass uns trotzdem darüber kurz reden.

Im Grunde genommen handelt es sich dabei – sehr grob beschrieben – um eine Anpreisung eines Artikels oder einer Dienstleistung. Gelegentlich kann beides auch kombiniert werden. Werbung kann als Printversion erscheinen (zum Beispiel als Plakat), visuell (Werbespot im TV als Beispiel) oder mit Ton (ein Werbespot im Radio).

Dabei geht es darum, innerhalb von wenig Platz auf einem Plakat oder wenigen Sekunden im Spot eine Botschaft zu übermitteln. Dabei sind Bilder und Worte enorm wichtig.

Trotzdem muss man sich an gewisse Spielregeln halten, wenn man die Werbung schaltet. Zum Beispiel darf man ein anderes Produkt nicht schlechter darstellen (Mein Produkt ist besser als YZ). Oder Unwahrheiten behaupten (mit diesem Produkt wirst Du schön und reich). Und natürlich andere beleidigen (XYZ weigert sich das Produkt zu kaufen, und ist damit bescheuert).

Was leider immer noch zu einem pseudoguten Ton gehört ist leider rassistische und*oder sexistische Werbung. Tatsächlich gibt es Unternehmen, die bewusst diese Elemente nutzen, um zu provozieren. In meinen Augen geht das überhaupt nicht. Daher meine klare Empfehlung: Lass das!

Werbung in Deinem Newsletter

Was hat das nun mit Deinem Newsletter zu tun?

Natürlich sollst Du in Deinem Newsletter für Dein Buch werben. Dafür ist es am Ende da. Du bietest (hoffentlich) guten Content zwischen den Veröffentlichungen von zwei Büchern an. Dann darfst Du Dir auch mal gönnen, in einem Newsletter ausführlich über Dein neuestes Werk zu schreiben.

Aber theoretisch kannst Du auch für andere Werke oder auch Produkte bzw. Dienstleistungen Werbung machen. Das ist Dein gutes Recht. Vor allem, wenn Du dahinter stehst.

Solltest Du Werbung präsentieren?

Das ist natürlich eine Gewissensfrage. Möchtest Du überhaupt Werbung schalten? Oder bist Du eher dagegen? Darüber kannst Du Dir jederzeit Gedanken machen und die Ergebnisse Deiner Überlegungen auch ändern.

Wichtig ist aber, dass Du für Dich eine Haltung hast, mit der Du Dich auch wohlfühlst. Wenn Du zum Beispiel überhaupt keine Werbung aufnehmen möchtest, solltest Du Dich auch niemals dazu überreden lassen, es doch aufzunehmen.

Zudem solltest Du in Deine Überlegungen einschließen, wofür Du und Dein Newsletter stehen wollt. Also für welches Thema. Passt dann da Werbung hinein? Oder eher weniger?

Wie viel Werbung passt so?

Frag Dich selbst, wie viel Werbung Du in einem anderen Newsletter sehen willst. Sehr wahrscheinlich dürfte es nicht viel sein. Von daher kannst Du das dann als Maßstab sein.

Auf alle Fälle empfehle ich, nicht zu viel zu machen. Außer Du willst direkt regelmäßig einen Werbenewsletter versenden. Dann solltest Du dies auch entsprechend kommunizieren.

Welche Art von Werbung füge ich so ein?

Idealerweise solche, die zu Deinem Hauptthema passt. Wenn Du einen Büchernewsletter veröffentlichst, dürften Bohrmaschinen weniger passen. Außer in Deinen Büchern geht es um dieses Thema.

Also thematisch passende Werbung ist natürlich die beste Werbung. Sicherlich hast Du schon einige Gedanken dazu, wenn Du Dich für dieses Thema entscheidest.

Achtung! Recht!

Wie oben schon geschrieben, ich habe keinen rechtsberatenden Beruf. Daher sind folgende Punkte keine Rechtsberatung oder sonstige Empfehlung. Nutze sie als Grundlage für ein Gespräch bei einer Anwältin oder einem Anwalt oder wen auch immer.

Affiliate-Links

Affiliate-Links sind Links, die zu einem Partnerprogramm führt. Das bieten viele Online-Shops an. Du registriert Dich bei diesem Programm und generierst dann meistens über einen Tool einen Link zu einem Produkt. Wenn Deine Liste dann auf diesen Link klickt, registriert das Programm dies und bei einem Kauf kriegst Du einem bestimmten Prozentsatz.

Für die, die den Link als Kaufende nutzen, entsteht kein Nachteil. Der Preis bleibt gleich. Nur, dass Du einen Gewinn bekommst. Wobei, Nachteil. Eventuell werden hier Daten gesammelt. Zumindest könnte ich es mir vorstellen.

Wichtig ist aber, dass Du schreibst, dass es sich bei den gesetzten Links um Affiliate-Links handelt. Denn damit verdienst Du Geld. Solltest Du das nicht machen, könnte es schlimmstenfalls eine Abmahnung geben. Daher empfehle ich Dir, auch zu schreiben, wenn Du zwar Links zu einem, sagen wir, Buch setzt, dies aber kein Affiliate-Link ist.

Das Wort “Werbung”

Sobald Du mit einem Produkt Geld verdienen willst (dazu gehört auch, wenn Du Deine Liste bittest, Dein Buch zu kaufen), ist Dein Newsletter ein Werbenewsletter. So schnell kann es gehen.

In einem Buch, zum Thema E-Mail-Marketing las ich, dass in solchen Fällen das Wort “Werbung” in die Betreffzeile gehört. Und zwar am Anfang der Zeile, so dass ich es sofort erkennen kann. Eben nicht am Ende. Der Hintergrund ist der, dass man das Wort und damit den Hintergrund der E-Mail sofort erkennen kann.

Gerade bei langen Betreffzeilen würde das Wort “Werbung” nach hinten rutschen und wäre fast unlesbar. Man käme der Verpflichtung zur Information nach. Aber wer würde das sehen? Vermutlich wenige.

Damit Deine Lesenden wissen, worauf sie sich bei Deinem Newsletter einlassen, gehört eben die richtige Bezeichnung dazu. Zusätzlich würde ich empfehlen, in einem kurzen Vorwort noch zu erwähnen, dass der nachfolgende Text eben Werbung und Affiliate-Links und derartiges enthält.

Mach es Deinen Lesenden so leicht wie nur möglich an alle Informationen zu kommen, die sie benötigen. Damit fährst Du am besten. Sie werden informiert und Du musst Dir keine Sorgen wegen irgendwelchen Rechtsbrüche machen.

Abschlussgedanken

Werbung ist durchaus in Ordnung. Gerade, wenn Du die Bücher von Kolleg*innen bewerben möchtest. Damit vernetzt Du Dich und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass sie es auch für Dich tun.

Zudem bin ich eine Anhängerin davon, andere zu unterstützen, wenn ich sie oder ihre Werke mag. Auch ohne Gegenleistung.

Wichtig ist aber, dass Du Deine Rechten und Pflichten kennst. Dann kannst Du ohne Sorgen Deinen nächsten Newsletter versenden. Auch wenn ich bei Autor*innen bisher eher wenig bis gar keine Werbung in den E-Mails gesehen habe. Vielleicht ist hier eine Marketinglücke?

Egal wie Du es handhaben möchtest. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Chaos in meinem Kopf …

… oder, warum ich nicht das erreicht habe, was ich dieses Jahr erreichen wollte.

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es ist November und die meisten stürzen sich in das NaNoWriMo. In einem Monat wollen also 50.000 Wörter geschrieben werden. Andere hingegen ziehen sich eher zurück, weil die Wortzahlmitteilungen anderer bei Ihnen eher eine Schreibblockade verursacht.

Zwar versuche ich, zumindest jeden Tag zu schreiben. Jedoch möchte ich die Sonntagsbeiträge dazu nutzen, Dich einzuladen, ein wenig Revue geschehen zu lassen. Was hast Du erreicht, was wolltest Du erreichen und wie soll es weitergehen.

Theoretisch könnte ich das auch im Dezember machen. Aber da plane ich lieber für das kommende Jahr.

Was ich erreichen wollte

Wie viele andere habe ich Anfang 2019 einige Ideen gehabt, die ich erreichen wollte. Dazu zählten tatsächlich 6 Romane, der Anfang eines Sachbuches und diverse Kurzgeschichten.

Tatsächlich habe ich sogar meine eigentlichen Ziele sehr weit runtergeschraubt, da ich schon ahnte, dass es eine Herausforderung sein wird. Daher wollte ich es nicht übertreiben.

Ideen habe ich genug, um das alles umzusetzen. Von daher wäre es kein Problem gewesen.

Was habe ich erreicht?

Einen Roman habe ich fertig geschrieben. Das ist mein Baby, das eigentlich auch dieses Jahr erscheinen sollte. Nachdem aber meine Alphaleser*innen zwar den Anfang gut fanden, aber den weiteren Teil weniger, bin ich gerade dabei, es ziemlich ausführlich zu überarbeiten.

Leider sind noch einige neue Ideen dazu gekommen, die zwar zur Hauptidee passen. Aber ich muss bei meiner Kreativität und Prokratinationswillen vorsichtig sein, dass ich nicht alles über den Haufen werfe. Denn das alles hindert mich am Ende ja das Buch zu veröffentlichen. Vielleicht ein unbewusster Akt von mir?

Einen zweiten Roman habe ich geschrieben. Die Idee zu einem Charakter finde ich übrigens auch sehr gut. Nur leider der Roman selbst nicht. Daher werde ich auf alle Fälle diesen komplett neu schreiben. Was Schrott ist, ist halt Schrott. Die Planung werde ich im NaNoWriMo vornehmen.

Zu meinem Sachbuch habe ich immerhin die Planung begonnen. Immerhin etwas. Zudem habe ich dazu auf dem #LitCampHH eine Session gehalten. Es waren immerhin drei Leute dabei gewesen. Zudem finde ich, dass ich mich relativ gut gemacht habe. Aber gut, es geht immer besser.

Und immerhin schreibe ich gerade an einer Kurzgeschichte. Klar, es hätte mehr sein können. Aber auch weniger.

Warum habe ich nicht das erreicht, was ich wirklich erreichen wollte?

In meinem Kopf herrscht Chaos, um es mal klar zu benennen. Da sind so viele Pläne und Ideen, die ich gerne umsetzen möchte, dass ich am Ende nicht weiß, was ich wann wie machen soll.

Zwischenzeitlich wurde indirekt bestätigt, dass ich ADHS bin (noch bin ich am überlegen, ob ich wirklich eine offizielle Diagnose haben möchte oder es so belasse). Daher ist es für mich wichtig, Methoden zu finden, mit denen ich meinen Alltag bewältigen kann. Denn ich nehme keine Medikamente (ohne Diagnose, kein Rezept). Also muss es anders gehen.

Daher führe ich zum Beispiel eine andere Form der To-Do-Listen. Überhaupt führe ich seit dem intensiver meinen Bullet Journal. Ohne diesen wäre ich vermutlich absolut hilflos und verloren. Das ist eben meine Methode, um mit allem klar zu kommen.

Habe ich keine Planung, bin ich persönlich total verloren. Daher muss ich eben diesen einen Weg für mich finden, der eben funktioniert – für mich und für niemanden sonst.

Wie geht es für den Chaos in meinem Kopf weiter?

Tatsächlich werde ich mehr planen, weil ich eben planen muss. Das bedeutet tatsächlich, dass ich mir notieren werde, wann ich schreibe, wann ich blogge und wann ich für einen Kurs lernen werde.

Wobei ich da nicht zu weit im Vorausplanen werde. Woche für Woche wird es erst einmal sein. Da ich bisher damit noch keine Erfahrungen habe, muss ich sehen, ob es so klappt.

In meinem Bullet Journal werde ich daher einen Monatskalender einrichten, nur um zu klären, wann ich was machen werde. Also, wann werde ich Schreiben, wann eben bloggen und so weiter. Gleichzeitig notiere ich dann die Termine, die ich in der Woche habe, damit ich in meiner Planung nicht durcheinander komme. Gegebenenfalls muss ich dann halt etwas umstellen.

Daher eben auch die Planung. Dann kann ich sehen, wann sich was eher lohnen würde.

Und bei Dir so?

Wie sieht es bei Dir so aus? Hast Du erreicht, was Du Dir dieses Jahr vorgenommen hast? Oder, wenn nicht, bist Du zufrieden, was Du erreicht hast?

Auch wenn eher der Dezember durchaus der Monat des Rückblicks ist, finde ich es in Ordnung, wenn wir jetzt anfangen. Schnapp Dir Dein Tagebuch oder ein leeres Dokument und schau Dir das vergangene Jahr an.

Planen können wir dann im Dezember, wenn wir wollen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Das Freebie

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Beitrag geht es um mein Lieblingsthema, auch wenn ich manchmal die Umsetzung hasse. Aber darüber reden und schreiben tue ich gerne.

Kurze Vorgedanken

Vor einigen Jahren kam man als Newsletter-Anbieter*in nicht herum, sich Gedanken um das Freebie zu machen. Der Erfolg eines Newsletters wurde daran bemessen, wie gut das Freebie war. Wollte man eine große Liste haben, dann kam man eben nicht um dieses Thema herum.

Zugegeben, zwischenzeitlich verfolge ich nicht mehr so viele Dienstleistende, welche Dir zeigen wollen, wie man einen Newsletter am besten anbietet. Da hat sich bei mir eine Übersättigung eingestellt. Aber das Thema Freebie ist durchaus interessant.

Kurze Anmerkung: Links zu Büchern sind KEINE Affiliate-Links.

Definition: Was ist ein Freebie?

Ein Freebie ist zum Beispiel eine Datei mit einem bestimmten Inhalt, den Du, wenn Du Dich für einen Newsletter anmeldest, automatisch geschenkt bekommst. Dabei kann der Inhalt selbst variieren.

Die meisten Freebies, die mir über den Weg gelaufen sind, sind meistens PDF-Dateien, mit diversen Inhalten. So kam von einer Schreibseite ein Freebie, wie man ein Roman überarbeiten kann. Von einer der vielen, vielen Coachseiten könnte ein Freebie kommen, wie man ein eigenes Business in 30 Tagen umsetzt. Und so weiter.

Alternativ kannst Du auch einen Zugang zu einer Datenbank bekommen, eine Videoreihe erhalten oder Podcastfolgen. Der Kreativität ist hier überhaupt keine Grenze gesetzt.

Der Inhalt orientiert sich in erster Linie an die Person, welche den Newsletter versendet. Bist Du ein*e Autor*in, ist es wahrscheinlicher, dass Du eine Kurzgeschichte versenden wirst. Bietest Du Kurse zum Thema Achtsamkeit an, dann eher was in dieser Richtung. Und so weiter.

Mögliche rechtliche Schwierigkeiten (?!)

Wie oft schon erwähnt, ich gehöre keinem rechtsberatenden Beruf an. Daher bitte ich das Folgende mit Vorsicht zu genießen und gegebenenfalls den Rat einer*eines Anwältin*Anwalt einzuholen.

In einem Marketingbuch zum Thema Newsletter habe ich gelesen, dass es rechtlich als schwierig zu betrachten sei, wenn es so etwas wie ein Freebie oder Gutschein als Lockmittel gäbe. So sei die Entscheidung nicht ganz frei, ob man sich für diesen Newsletter anmeldet. Denn es gäbe ja einen Verlust, täte man es nicht. Man bekommt ja nicht anders an das Freebie oder den Gutschein.

Daher wurde empfohlen, dass man eben keine Freebies (egal welcher Art) anbieten soll. Damit sei man auf der sicheren Seite.

Aus diesem Grund habe ich für mich persönlich entschieden, nein, es wird kein Freebie als Geschenk angeboten. Damit meine ich, wenn sich jemand für meinen Newsletter anmeldet, gibt es nicht automatisch ein Geschenk, eben dafür, dass sich die besagte Person für meinen Newsletter angemeldet hat.

Vielleicht neige ich dazu, zu nervös zu sein und zu übertreiben. Aber ich fühle mich damit auf der sicheren Seite. Daher diese persönliche Entscheidung.

Was Du für Dich entscheidest, ist völlig Dir überlassen. Da werde ich Dir keine Ratschläge geben. Meine Empfehlung ist aber, recherchiere diesbezüglich oder hol Dir einen rechtlichen Rat ein. Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Freebie IN Deinem Newsletter

Im weiteren Verlauf des Beitrages gehe ich davon aus, dass Du ebenfalls kein Freebie als Anmeldegeschenk anbietest. Das bedeutet, dass sich die Leute in Deine Liste eintragen, dafür aber nichts bekommen, außer eben Deine Newsletter.

Das bedeutet aber nicht, dass Du nicht trotzdem kleine Geschenke (im weiteren Verlauf eben Freebie genannt) versenden kannst.

Kleine Geschenke erhalten die Freund*inschaft

Vielleicht ist es in Deinem Leben auch so. Wenn ich etwas sehe und an meine Freund*inschaften denke, dann warte ich nicht bis zu einem Geburtstag oder sonstigen Feiertag, um es der Person zu schenken. Häufig hole ich es sofort und überreiche es als kleine Überraschung.

So kannst Du es auch mit den Leuten auf Deinem Newsletter handhaben. Immerhin sind sie freiwillig auf Deiner Liste. Also völlig ohne Lockangebot. Von daher ist es in Ordnung, wenn sie ab und an kleine Geschenke von dir erhalten.

Ideen für Sachbuchautor*innen

Nicht jede*r Autor*in, welche einen Newsletter anbieten, sind automatisch Romanautor*innen. Von daher fallen in diesem Fall als Beispiel die Kurzgeschichten weg.

Wenn ich ein Sachbuch schreibe, dann kann man nicht von mir automatisch erwarten, dass ich mich im Bereich Prosa auskenne. Von daher muss ich auch keine entsprechenden Texte schreiben. Welche Alternativen bleiben mir dann?

Das Inhaltsverzeichnis

Mag sich jetzt ein wenig banal lesen, aber ich meine das tatsächlich ernst. Das Inhaltsverzeichnis Deines Sachbuches, erst recht, wenn es noch erscheint, kann durchaus ein Freebie wert sein.

Wer ein Sachbuch schreibt, tut das nicht nur, weil sie*er Wissen hat und dies der Welt präsentieren möchte. Es geht hierbei um die Lösung eines Problems. Wie schreibe ich einen Roman? Oder wie kann ich achtsam leben?

Suche ich nach einem Sachbuch, ist mir das Inhaltsverzeichnis immer sehr wichtig. Löst dieses Buch mein Problem? Oder hat es zu meiner Frage gerade eben nicht die Lösung?

Wenn Du Dein Inhaltsverzeichnis versendest, kannst Du Deine Liste auf Dein Sachbuch aufmerksam machen. Im Sinne von, schaut mal Leute, was auf euch zukommt. Und eventuell sind viele daran interessiert und kaufen am Ende eben Dein Sachbuch.

Ein weiterer Vorteil das Inhaltsverzeichnis zu versenden ist der, dass Du Deine Liste mit ins Boot holen kannst. Nehmen wir an, Du willst ein Sachbuch zum Thema “Wie schreibe ich einen Roman” schreiben. Dann kannst Du Deine Liste fragen, ob sie mit dem Inhaltsverzeichnis, und damit mit den aufgeführten Themen, zufrieden sind. Wenn ja, dann hast du eine Orientierung, dass Du Dein Buch so schreiben kannst. Wenn nicht, frag sie, was sie sich noch wünschen. Damit kannst Du Dich an ein reales Publikum orientieren.

Natürlich musst Du nicht alle Punkte, den Dir Deine Liste ans Herz legst, aufnehmen. Aber häufig bekommst Du so an Ideen, die Du sonst vielleicht nicht bekommen hättest. Eventuell bringt Dir das auch als Argumentation, wenn Du Dich mit Deinem Sachbuch bei einem Verlag bewerben möchtest.

Die wichtigen Hauptthemen – als Zusammenfassung

Nehmen wir an, Du hast zehn Punkte, die Du in Deinem Sachbuch besprichst. Diese kannst Du dann zusammenfassen und ebenfalls als Datei versenden.

Jetzt könntest Du sagen, Moment mal, dann werden die Leute ja nicht mein Buch mehr kaufen, wenn sie sowieso alles haben. Wenn Du nur die Hauptaussage mitteilst, aber nicht den kompletten Inhalt, werden viele vermutlich sehr interessiert sein, sich Dein Sachbuch doch zu holen. Sie wollen ja wissen, was Du noch für Weisheiten zusammengefasst hast. Um eben noch mehr davon zu profitieren.

Alternativ: Die ersten Themen als Zusammenfassung

Von den zehn Punkten, die ich als Beispiel genannt habe, kannst Du auch nur die ersten mitsenden. Sagen wir, dass Du die ersten vier Punkte zusammenfasst und als Datei versendest. Damit könnte Deine Liste schon arbeiten. Immerhin geht es ja darum, ihnen einen Mehrwert zu bieten.

Wollen sie noch mehr wissen, dann greifen sie eben zu Deinem Sachbuch.

Beispielkapitel

Du kannst natürlich auch ein komplettes Kapitel nehmen und mitsenden. Völlig ohne Schnitt oder Zusammenfassung. Du kopierst ein interessantes Kapitel aus Deinem Sachbuch heraus und stellst es Deiner Liste zur Verfügung.

Hier haben sie die Möglichkeit, Deinen Schreibstil zu sehen und zu überprüfen, ob sie damit warm werden können. Und vor allem, wenn sie mit dem Kapitel zufrieden sind, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie auch den Rest des Buches lesen wollen.

Leseliste

Wenn Du ein Sachbuch schreibst, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du dazu sehr viele Bücher gelesen und mit ihnen Deine Recherche betrieben hast. Von daher kannst Du diese Bücher auch gerne empfehlen.

Nicht nur als reine Leseliste. Das gehört in Dein Buch rein. Sondern mit einer kurzen Vorstellung, worum es in diesem Buch geht. Und*oder auch, warum Du dieses Buch empfiehlst.

In regelmäßigen Abständen erscheinen Bücher zu Deinem Thema, die Du noch nicht gelesen haben kannst, als Dein Sachbuch erschien. Wenn Du sie hast und empfehlen kannst, hol das ruhig nach. Schreib, auf welches Sachbuch Du Dich beziehst (wenn Du mehrere veröffentlicht hast) und warum eben dieses Buch noch gelesen werden sollte.

So machst Du Werbung für Dein Sachbuch, in dem Du es in Erinnerung rufst. Aber auch für andere. Das ist durchaus eine Win:Win Situation.

Die Romanautor*innen

Wer einen Roman schreibt, kann sich andere Dinge überlegen, um die Liste zu erfreuen. Hier ein paar Vorschläge, die Du umsetzen könntest.

Kurzgeschichten

Unterschätzen wir es nicht, es ist nicht leicht, eine gute Kurzgeschichte zu schreiben. Dazu gehört durchaus Zeit und ein gewisses Können. Aber unmöglich ist es auch nicht.

Wenn Du Lust hast eine Kurzgeschichte zu schreiben, leg los. Es gibt Themen, die eigenen sich in meinen Augen nicht, dass man sie in einem Roman verarbeitet. Diese sind für die Kurzgeschichten regelrecht prädestiniert.

Und eben auch als Geschenk für Deine Liste. So können sie sehen, wie Du schreibst, und freuen sich eventuell noch mehr auf Deinen nächsten Roman.

Du kannst sowohl eine allgemeine Geschichte schreiben, worauf Du Lust hast. Oder auch zu den Charakteren aus Deinem Roman. Die Romanreihe zu “Ever After High” hat einige kostenfreie Leseproben zu diversen Charakteren veröffentlicht. Damit soll ich als Leserin Lust bekommen, die Romane dazu zu lesen.

Es gibt viele Möglichkeiten, was für Kurzgeschichten Du schreiben könntest. Meine Empfehlung ist, dass sie in sich geschlossen sein sollte. Damit enttäuschst Du die Lesenden nicht, die sich eine spannende Geschichte erhoffen und die Datei mit einem guten Gefühl schließen möchten. Aber zugleich so offen, dass sie Lust haben, auf den dazugehörigen Roman zu warten oder diesen sofort zu kaufen.

Wenn Du die Variante wählst, eine Kurzgeschichte zu Deinem Roman zu schreiben, solltest Du natürlich auch dann Werbung für diesen Roman machen. Ansonsten könnte der Effekt, den Du damit erzielen möchtest, schlichtweg verpuffen.

Hast Du am Ende genügend Kurzgeschichten zusammen, kannst Du diese auch veröffentlichen. Entweder als kostenfreie Leseprobe, um für Dich Werbung zu machen. Oder als Anthologie, um damit am Ende auch etwas zu verdienen. Aber ich würde immer empfehlen, dass zwischen dem versenden in Deinem Newsletter und dem Veröffentlichen eine gewisse Zeit dazwischen ist.

Damit sorgst Du dafür, dass Deine Liste immer exklusiven Zugang zu den neuesten Informationen von Dir hat. So bleiben die Leute gerne auf Deiner Liste und werden Dich vermutlich sogar noch intensiver unterstützen. Sie bekommen dafür etwas von Dir. Wobei ich auch sage, dass es Dinge geben darf, die nur sie bekommen und niemand anderes. Damit ist es noch lohnenswerter, auf die Liste aufgenommen zu werden. Es soll sich auf Dauer lohnen.

Leseproben

Gerade, wenn ein Roman noch nicht erschienen ist, kann es sich lohnen, daraus das eine oder andere Kapitel mitzusenden. Immerhin möchtest Du ja, dass sie sich für Deinen Roman interessieren und es bei der Veröffentlichung kaufen.

Zudem kannst Du auch von älteren Romanen, die Du vor Deinem Newsletter veröffentlicht hast, ebenfalls Leseproben versenden. Damit weißt Du darauf hin, dass es diese gibt. Und vielleicht interessieren sie sich dafür und kaufen am Ende auch diese Romane.

Die Resterampe

Sehr wahrscheinlich sind viele Szenen aus Deinem Roman geflogen. Diese bitte auf keinen Fall löschen. Einerseits könntest Du sie für eine andere Geschichte benötigen. Alternativ kannst Du sie auch Deiner Liste senden, damit sie sehen, was beinahe in Deinem Roman gelandet wäre.

Besonders lustig ist es dann, wenn diese Szene unvollständige Sätze oder wirre Konstellationen hat. Damit zeigst Du offen und ehrlich, ja, auch Du bist ein Mensch. Und Deine Liste hat was zum Schmunzeln. Es ist die erste Fassung, daher darf sie ruhig schlecht sein.

Weitere Ideen

Diese Ideen sind definitiv nicht abschließend. Aber als Inspiration sollen sie erst einmal ausreichen. Schau Dir ruhig an, was die anderen so mitsenden. Sammle Freebies (sofern sie noch versendet werden) und überleg Dir, wie Deine am Ende aussehen könnten.

Am Ende darf Dein Freebie zu Deiner Geschichte passen. Daher ist eine individuelle Überlegung wichtig. Schau, was bei Dir herauskommen kann. Und setze es dann um.

Wie oft sollte man Freebies verteilen?

Dazu kann ich keine Regel aufstellen. Zum einen hatte ich das bei meinem letzten Newsletter nicht gemacht. Zum anderen ist das natürlich eine Frage der Häufigkeit. Wenn Du zu selten Dateien versendest, kann das etwas besonderes sein. Oder einige Leute denken sich, Du bist zu geizig. Machst Du es zu häufig, werden sich einige freuen, andere werden schnell übersättigt sein.

Auf alle Fälle würde ich es zu den Veröffentlichungen Deiner Bücher machen, bzw. davor. Immerhin ist das ein wichtiges Marketinginstrument. Von daher solltest Du es auch nutzen. Sobald es klar ist, wann Dein Roman erscheint, würde ich mir überlegen, wann Du was Deiner Liste zusendest. Das darf ruhig einige Monate vorher geschehen.

Und wenn zwischen zwei Büchern eine größere Zeitlücke ist, kannst Du entweder eine Kurzgeschichte versenden oder eben auch mal nichts. Das musst Du dann schauen, was zu Dir und Deiner Veröffentlichungsart passt.

Darauf hinweisen?

Wenn Du die Informationen zur Verfügung stellst, wie oft Dein Newsletter erscheint, könntest Du darauf hinweisen, dass es mögliche Freebies geben könnte. Inwiefern das rechtlich einwandfrei ist, weiß ich nicht. Immerhin wäre das ja auch ein möglicher Grund, dass man sich gezwungen fühlt, sich für den Newsletter anzumelden.

Da ich bisher noch nie gesehen habe, dass jemand so etwas in die Hinweise des Newsletters geschrieben hat, bin ich tatsächlich ein wenig unsicher. Vermutlich würde ich darauf hinweisen, dass ich mir das zumindest offenlassen, entsprechende Dateien zu versenden.

Abschlussgedanken

Ein Freebie kann durchaus eine schöne Geste sein. Es ist ein Geschenk an Menschen, die Dir erlauben, dass Du in deren E-Mail-Briefkasten darfst. Daher würde ich Dir ans Herz legen, dass Du Dir dabei so viel Mühe gibst, wie es möglich und notwendig ist.

Das bedeutet, so wenig Rechtschreibfehler wie nur möglich (lass notfalls jemand drüber lesen). Die Datei sollte so gut wie möglich formatiert sein und so weiter und so fort.

Wenn Du Dir Mühe gibst, werden die Leute es merken. Und es entsprechend honorieren. Von daher, es kann sich lohnen.

Bei Deiner Überlegung und Zusammenstellung des ersten Freebies wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Podcast] Heroine Complex von Sarah Kuhn

[Podcast] Heroine Complex von Sarah Kuhn

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in diesem Roman gibt es nicht nur eine, sondern zwei ungewöhnliche Superheldinnen. Ein Blick lohnt sich auf alle Fälle.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: DAW (4. Juli 2017)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0756413273
  • ISBN-13: 978-0756413279

Es handelt sich hierbei um keine bezahlte Werbung. Das Urheberrecht des Covers liegt bei der*dem Ersteller*in. Der erste Satz wird als Zitat verwendet. Das Lied im Podcast hab ich legal von hier gekauft.

Hier findest Du die Geschichte einer anderen ungewöhnlichen Superheldin.

Viel Spaß beim hören.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Toxischer Plot] Schwule und Sex

Hei, hallo und herzlich willkommen,

mitte Oktober 2019 tauchte (mal wieder) die Diskussion auf, ob Dumbledore in den Harry Potter Romanen als schwuler Mann hätte darstellen sollen. Im Grunde hätte man die Uhr danach stellen können, bis der Kommentar kommt, dass das keine gute Idee ist. Denn in Jugendbücher soll es doch bitte keinen Sex geben.

Kurze Vorgedanken

Scheinbar sind schwule Charaktere für einige Menschen wie ein rotes Tuch. Kaum lesen sie, dass eventuell, möglicherweise, vielleicht ein schwuler Charakter in einer Geschichte auftauchen könnte, reagieren sie. Einige positiv, andere sehr, sehr negativ.

Daher möchte ich heute einen Blick riskieren. Übrigens, ja, ich schreibe tatsächlich hier nur über schwule Charaktere in Geschichten. Das soll nicht bedeuten, dass andere nicht Cis-Het-Dudes nicht auch ihre Probleme in Romanen haben. Aber das ist dann ein eigener Beitrag wert.

Wo ist genau das Problem?

In den oben genannten Beispiel erwähnte jemand, dass viele Fans der Harry Potter Reihe es gerne gesehen hätten, dass Dumbledore im Roman seine Homosexualität gezeigt hätte. Bisher ist das eine Behauptung der Autorin, die sich an keiner Szene wirklich ausmachen lässt. Ja, Dumbledore könnte schwul sein, aber eben auch nicht.

Und wie erwähnt, gab es gleich mehrere Personen, die darauf reagierten. Tatsächlich viele, die dagegen waren. Man könne den Kindern nicht zumuten, dass in einem Jugendbuch die Charaktere Sex hätten.

Reduzierung der Charaktere (und der schwulen Menschen)

Faszinierend ist eigentlich das Bild, dass man von schwulen Charakteren (und letztendlich auch von schwulen Menschen) dabei zeichnet. Wobei ich mich im folgenden ausschließlich auf die schwulen Charaktere konzentrieren werde.

Denn scheinbar können sie nichts anderes, als eben ins Bett zu hüpfen. Wenn sie sich sehen, dann setzen ihre fiktiven Gehirnwindungen aus und es kommt, wie es kommen muss, sie müssen miteinander ins Bett und miteinander dann Sex haben. Dabei scheint es am Ende auch egal zu sein, ob sie zueinander passen oder es die Geschichte voranbringt.

Diese Charaktere werden also auf Sex reduziert. Das sie theoretisch das ganze Universum retten könnten ist geschenkt. Denn sie sind ja unterleibsgesteuert.

Und das ist das Traurige an diese Sache. Die Charaktere können noch so schön gezeichnet sein, sie dürfen bei vielen nicht weiter gehen. Denn sie werden eben auf diese eine Sache reduziert. Somit dürften viele Lesende ihnen gar keine Chance geben. Lesen sie, dass ein Charakter schwul ist, dürfte bei vielen das Interesse abgeebt sein.

Doch woher kommen diese Vorurteile?

Zugegeben, ich habe keine empirischen Daten, welche meine folgenden Behauptungen belegen können. Aber ich kann mir einige Gründe zumindest denken, warum das so ist. Und ich befürchte, dass sie nicht ganz unrealistisch sind.

Gedanken über schwulen Sex

Tatsächlich machen sich sehr viele Menschen darüber Gedanken, wie nicht Hetenpaare Sex miteinander haben. Da hab ich schon sehr viele Diskussionen darüber gelesen. Vermutlich ist dieser Gedanke daher sehr präsent bei vielen, wenn sie an schwule Charaktere denken. Wie haben die Sex?

Tauchen dann schwule Charaktere in Geschichten auf, fragen sich einige nicht, wie die Charakterdarstellung ist, sondern es geht eben um das Thema Sex. Vielleicht bemerken das viele noch nicht einmal, ich kann mir aber gut vorstellen, dass dies im Unterbewusstsein gärt.

Gay Romance

Ein weiteres Puzzlestück zu dieser Frage dürften die Gay-Romance Geschichten sein. Liebesromane leben unter anderen von den erotischen Szenen. Somit auch der Gay-Romance. Wobei ich selbst das Gefühl habe, dass es keinen Gay-Romance gibt, in dem die Charaktere nicht miteinander ins Bett gehen.

Bei dem klassischen Liebesroman kann es durchaus noch vorkommen, dass die Cis-Frau und der Cis-Mann nur Händchen halten (unter anderem bei den christlichen Liebesromanen). Da gibt es Alternativen. Doch ich befürchte, bei den Gay-Romances müsste ich sehr, sehr lange suchen, um einen Roman zu finden, in denen die Helden nur Händchen halten.

Vermutlich ist das auch eines der Gründe, warum es schwule Charaktere schwer haben. Wenn man sie mir Gay-Romance in Verbindung bringt (selbst dann, wenn man sie nicht liest), dann hat man eben dieses Bild im Kopf. Schwule Charaktere haben Sex miteinander. Eine Alternative scheint es ja nicht zu geben.

Andere Darstellung

Unglaublich aber wahr, schwule Charaktere sind mehr, als die Sache, die im Bett abläuft. Sie dürfen Tiefen haben, Probleme, einen schwarzen Sinn für Humor, mal gegen die Wand treten, sich verlieben und eben auch keinen Sex haben.

Egal, was für einen Roman Du schreiben möchtest, erschaffe erst einmal einen Charakter. Dieser darf natürlich schwul sein. Aber das soll nicht seinen Charakter definieren, sondern ein Teil davon sein.

Daher dürfen schwule Charaktere auch gerne in Kinder- und Jugendbücher auftauchen. Wenn sie Händchen halten oder sich küssen, ist das immer noch harmlos. Denn schwule Charaktere machen auch mal nur das.

Übrigens …

… zeigen die meisten ihre Ängste davor, dass schwule Charaktere miteinander Sex haben. Wieso machen sie sich keine Gedanken darüber, dass die heterosexuellen Charaktere nicht übereinander herfallen?

Gerade in einer heterosexistischen Welt ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle Charaktere eben heterosexuell sind. Daher sind den Bettgeschichten eigentlich Tor und Tür geöffnet.

Abschlussgedanken

Es ist völlig in Ordnung, auch in Kinder- und Jugendbücher schwule Charaktere, gar schwule Helden auftreten zu lassen. Daran ist nichts Verwerfliches. Und nein, sie müssen noch nicht einmal mit einem anderen schwulen Charakter Händchen halten, gar sich küssen.

Vielleicht magst Du ja als Schreibübung mal eine Kurzgeschichte für Kinder und*oder Jugendliche schreiben. Eben mit einem schwulen Helden. Wenn Du sie veröffentlichst, freue ich mich über eine Rückmeldung. Lesen werde ich sie auf alle Fälle.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg und noch mehr Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Mögliche Anbieter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

zugegeben, mit konkreten Angeboten oder Dienstleistern tue ich mich persönlich immer schwer. Denn Anbieter von irgendwelchen Dienstleistungen können heute zweifelhaft sein und morgen weg. Oder sie entsprechen nicht den Richtlinien und bessern nach. Alternativ tauchen sie erst auf, nachdem Beiträge geschrieben sind. Daher möchte ich mich heute eher darauf konzentrieren, worauf Du achten solltest.

Kurze Vorgedanken

Wenn Du Dir einige Newsletters von anderen Autor*innen abonniert hast (was ich Dir bereits empfahl, ansonsten kannst Du es immer noch nachholen), wirst Du sicherlich schon einige Anbieter gesehen haben. Diese kannst Du nach und nach abgrasen und schauen, welche der Anbieter Dir persönlich gefallen.

Im Folgenden schreibe ich Dinge auf, die mir bei der Auswahl immer wichtig sind.

Leichte Arbeit im Hintergrund

Jetzt muss ich Dir ein Geständnis machen, meine Geduld kann sehr, sehr endlich sein. Was ich damit meine? Wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es möchte, kann mich das ziemlich auf die Palme bringen.

Daher möchte ich einen leichten Zugang zu der Technik, zur Software und was auch immer haben, um ganz einfach den Newsletter zu versenden. Wo muss ich was klicken, um meine E-Mail zu schreiben. Wie schaffe ich es, die Bilder hochzuladen und was tue ich, um den Text zu editieren.

Je einfacher für mich der Zugang zu der Technik ist, desto eher bin ich gewillt, mit dem Anbieter zu arbeiten. Oder je mehr Informationen es gibt.

Tatsächlich sind einige Newsletterdienstleister so beliebt, dass es zu deren Funktionalitäten nicht nur Internetseiten gibt, die es erklären. Sondern auch Online-Kurse oder gar Bücher. Wenn es also doch keinen intuitiven Zugang zum Dienstleister gibt, dann können solche Dinge helfen.

Vielleicht magst Du ja im Vorfeld schauen, wie gut die Informationen im Internet sind. Dann weißt Du, dass Du Dir entsprechend Hilfe besorgen kannst. Vor allem, wenn der Dienstleister aus dem englischsprachigen Raum kommt und Du nicht ganz so sicher in dieser Sprache bist.

Der Preis

Gerade, wenn Du noch keine Geschichte veröffentlicht hast, kannst Du vielleicht Hemmungen haben, für solche Dienstleister Geld auszugeben. Immerhin nimmst Du ja noch nichts ein.

Klar, darüber kann man diskutieren. Wer nichts ausgibt, kann nichts verdienen. Aber ich kann es verstehen, wenn man erst einmal zögerlich damit umgeht. Das bedeutet jedoch auch, dass Du gewisse Abstriche machen musst. Wer die kostenfreie Variante nutzt, kann durchaus mächtige Tools bekommen. Aber die wirklich wichtigen Tools sind hinter der Bezahlwand versteckt.

Wenn Du damit leben kannst, ist das in Ordnung. Ansonsten heißt es, weiter suchen. Oder eben ein paar Euros in die Hand nehmen und zahlen.

Schau Dir am besten genau an, was Du für welchen Preis bekommst. Häufig bieten Dir die Dienstleister ein gewisses Kontigent an monatlichen E-Mails erst einmal kostenfrei an. Sagen wir mal, Du hast 200 Personen auf Deiner Liste. Und diesen kannst Du einmal im Monat eine E-Mail versenden. Eben kostenfrei.

Gerade fürs Austesten und Probieren ist das erst einmal gut. Wer will schon die Katze im Sack kaufen, wenn man nicht weiß, ob das alles zu mir passt? Ich auf alle Fälle nicht.

Mein Tipp noch, schau Dir auf alle Fälle die Preislisten an. Es kann sein, dass Du eines Tages den kostenfreien Bereich verlassen möchtest oder sogar musst (weil Du die Bedingungen für den kostenfreien Bereich nicht mehr erfüllst). Dann ist es besser, wenn Du nicht überrascht wirst, weil Du auf einmal eine Summe im dreistelligen Bereich bezahlen musst.

Du kannst natürlich auch die kostenfreie Variante nutzen und dann zu einem anderen Dienstleister umziehen. Dafür musst Du nur wissen, wie das geht. Wenn Du Deine Liste einfach so mitnehmen kannst, ist das natürlich besser, als wenn Du diese bitten musst, sich neu anzumelden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du einige dann verlierst, ist groß. Das ist dann leider der Faulheit geschuldet.

Rechtssicher

Wie schon erwähnt, muss Deine E-Mail einige rechtliche Dinge berücksichtigen. Zumindest für den deutschsprachigen bzw. für den EU-Bereich. Tut sie es nicht, kannst Du die Abhmahnung kassierst – sehr unwahrscheinlich, dass die Abmahnung Deinen Dienstleister trifft (gerade, wenn der Sitz im Ausland ist).

Daher ist und bleibt meine Empfehlung, teste vorher auch diese Punkte ausgiebig. Gibt es das Double-Opt-In Verfahren, siehst Du irgendwo das Impressum, kannst Du Dich ohne Probleme abmelden? Und so weiter und alles, was dazu gehört.

Wenn der Dienstleister sich nicht an die DSGVO hält. Oder plant, dieses abzuschaffen, ist meine Empfehlung diesen zu wechseln. Entweder gibt es die Möglichkeit, etwas zu installieren, sodass man diesen weiterhin nutzen kann (oder über den Text zu schreiben oder was auch immer). Oder Du musst Dir einen neuen Anbieter suchen.

Lieber einen angenehmen Dienstleister wechseln, als in einer möglichen Rechtshölle bleiben.

Design

Natürlich darf ein Newsletter auch optisch schön aussehen. Häufig bieten Dienstleister eine Auswahl von Designs an, mit denen Du arbeiten kannst. Oder du kannst sogar ein eigenes erstellen und mit diesen arbeiten.

Natürlich gilt auch hier, die kostenfreie Variante hat häufig eingeschränktere Möglichkeiten. Aber wenn Du ein einziges Design anlegen kannst, ist das schon ausreichend. Denn damit kannst Du Dein Logo hochladen, mit Deinen Farben arbeiten und was auch immer Dich optisch ausmacht.

Meine Empfehlung ist, dass Du darauf achtest, dass alles am Monitor lesbar ist. Blaue Schrift auf grünen Hintergrund ist halt schwer bis gar nicht lesbar. Und auch wenn ich es selbst nicht ausprobiert habe, doch dürfte dies auch für den Monitor gelten (tatsächlich hatte ich ein Buch mit dieser Schriftwahl, es war sehr schwer, den Text zu entziffern).

Und wenn Du ein vorbereitetes Design wählen musst, empfehle ich eines, was zu Dir passt, Dir gefällt und optisch ansprechend ist. Es mag sein, dass es nicht eins zu eins zu Dir und Deinem Branding passen mag, aber wenn es weitgehend Übereinstimmungen gibt, dann denke ich mal, kann man damit durchaus leben.

Ansonsten versuche Dein Design einzustellen, mit dem Du dann längerfristig arbeiten kannst. Das ist durchaus gut für Dein Branding.

Plugins

Für mich persönlich wäre das ein I-Tüpfelchen. Sollte Dein Dienstleister ein Plugin für WordPress oder andere Social-Media-Kanäle haben, erleichtert das durchaus die Arbeit.

Das bedeutet, dass Du das Plugin installierst und die Arbeit im Hintergrund läuft. Häufig musst Du nur noch entscheiden, wo das Plugin in Deinem Design sichtbar ist und der Rest läuft meistens von selbst.

Gibt es kein Plugin, dann ist das auch kein Problem. Es gibt andere Methoden, um Werbung für Deinen Newsletter zu machen (darauf komme ich später noch zurück). Daher ist das eine Kann-Sache, aber keine Muss-Sache.

Trotzdem kannst Du schauen, ob es ein Plugin gibt. Ansonsten, wenn der Rest stimmt, ist der Dienstleister in Ordnung. Auch ohne ein Plugin.

Abschlussgedanken

Am besten machst Du Dir eine Liste, was Dir an einem Anbieter wichtig ist. Arbeite mit meinen Vorschlägen und schau Dir die Newsletter anderer deutschsprachiger Autor*innen an, die Du abonniert hast. Was findest Du dort und was spricht Dich an?

Und denk daran, Du kannst Dir natürlich jederzeit einen anderen Anbieter suchen. Gegebenenfalls musst Du kündigen (wenn Du zahlst). Ansonsten einfach wechseln und weitermachen.

Bei der Suche wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Toxischer Plot] Fremdouting

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das Thema Fremdouting bezieht sich nicht nur auf Geschichten. Sondern tatsächlich auch auf reale Menschen, die nicht davor zurückschrecken, eben andere zu outen.

Kurze Vorgedanken

Gerade zu Weihnachten, wenn man mit der ach so lieben Familie zusammensitzt, lese ich auf Twitter teilweise sehr erschreckende Nachrichten. Da wird munter fremdgeoutet und dies auch noch gefeiert.

Und das Fremdouten hat auch in Geschichten Einzug gehalten. Daher schauen wir heute mal auf dieses Thema.

Definition

Unter einem Fremdouting verstehe ich, wenn jemand anderes das Outing für mich übernimmt. Nehmen wir mal ein Beispiel.

Frau X und ich sitzen in einem Büro mit anderen Personen. Frau X hat mir anvertraut, dass sie eventuell lesbisch sein könnte. Ein Fremdouting wäre ganz klar, wenn ich nun lauthals verkünde, hei Leute, Frau X ist lesbisch.

Wichtig zu erwähnen ist, dass Frau X mich nicht gebeten hat, dies zu übernehmen. Alternativ habe ich sie nicht gefragt, ob ich das dürfte. Aus irgendwelchen Gründen war ich der Meinung, dies anderen mitteilen zu müssen. Dabei ist es egal, ob es in ihrer Anwesenheit oder in ihrer Abwesenheit geschehen ist.

Übrigens, dass Thema Homosexualität ist zwar das gängigste, aber nicht das Einzige. Jede Sache, die nicht bekannt ist, fällt bei mir unter diesem Thema. Das kann Transsexualität sein, wenn die Person non-binary ist, eine Person mit einer Behinderung ist oder auch einfach, wenn die Person ein Kind hat.

Das Problem

Jetzt könntest Du fragen, wo denn genau das Problem liegt? Immerhin kann es ja sein, dass Frau X einfach nur schüchtern ist und deswegen es gut wäre, wenn sie jemand dabei unterstützt. Dann wäre das Fremdouting ja sogar etwas positives?

Selbst sehe ich zwei Ebenen für dieses Problem.

Die persönliche Ebene

Egal ob Frau X ein Familienmitglied ist oder eine Kollegin, was weiß ich wirklich über sie? Wenn sie sich nicht selbst outet, hat das vermutlich gute Gründe.

Vielleicht ist sich Frau X noch gar nicht sicher, ob sie wirklich lesbisch ist. Daher könnte ein Fremdouting sie verunsichern. Gerade, wenn man entdeckt, dass man eine andere Sexualität hat, als die allgemein anerkannte, oder man transsexuell ist oderoderoder, kann das erst einmal einschüchtern. Immerhin muss man sich nun neu kennenlernen.

Wir leben in einer Welt, in der das Cis-Geschlecht und Heterosexualität die Norm ist. Alles, was nicht in diesem Bild passt, muss man für sich erst einmal definieren und kennenlernen. Das kann auch manchmal relativ spät geschehen.

Auch wenn ich nur die Vermutung habe, dass Frau X lesbisch sein könnte, dann ist es eben erst einmal nur das, eine Vermutung. Und damit hab ich definitiv nicht das Recht sie zu outen.

Weiterhin kann es sein, dass Frau X schon schlechte Erfahrungen mit dem Outing hat. Häufig liest man, dass Familienmitglieder ihre homosexuellen oder transsexuellen Kinder (als Beispiel) verstoßen. Du bist nicht wie ich? Dann bist Du kein Teil meiner Familie mehr.

Da kann ich mir gut vorstellen, dass Frau X vielleicht Angst hat, dass ihr das in einer freundschaftlichen Umgebung auch passiert. Wenn Dich die Familie schon verstößt, dann kann das natürlich auch mit Freundschaften passieren.

Natürlich kann es noch weitere Gründe geben. Gründe, die bei Frau X liegen. Und die wir nur kennen können, wenn wir Frau X die Möglichkeit geben, dass sie mit uns redet.

Die Umwelt

Kann ich die Umwelt von Frau X wirklich einschätzen? Es gibt häufig Momente, bei denen ich mich regelrecht vor dem Kopf gestoßen fühle. Und zwar, wenn ich von langjährigen Freundschaften mitbekomme, wie sie über ein bestimmtes Thema denken.

Es passiert häufig, dass ich denke, dass sie in bestimmten Themen relativ locker sind. Und dann muss ich durchaus feststellen, dass sie gelegentlich richtig konservative Meinungen haben. Oder einfach Meinungen, die eben anders sind, als ich diese eingeschätzt hätte.

Und das geschieht bei langjährigen Freundschaften. Für Kolleg*innen würde ich niemals meine Hand ins Feuer legen, was ihre Ansichten trifft. Dafür kenne ich sie zu wenig. Bei einigen möchte ich das auch nicht.

Nehmen wir an, Frau X und ich arbeiten für Frau Y, eine sehr konservative Frau. Vielleicht hat sie etwas gegen lesbische Frauen. Und damit hätte sie auch etwas gegen Frau X. Das bedeutet, sollte ich Frau X auch gegen Frau Y fremdouten, könnte diese das als Möglichkeit wahrnehmen, um meine lesbische Kollegin zu mobben und aus der Firma werfen zu lassen.

Aber auch die Kolleg*innen könnten Frau X dann nicht wohlgesonnen sein. Immerhin könnten die Cis-Frauen jetzt denken, Frau X wolle etwas Sexuelles von denen. Leider gibt es ja das Vorurteil, dass homosexuelle Menschen angeblich alles angraben, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist.

Da ich die Umwelt nicht einschätzen kann, könnte ich eventuell Frau X (und alle anderen) sogar einer physischen Gefahr aussetzen. Häufig werden die, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen, sogar körperlich angegangen. Kann ich das vorhersehen?

Kurz gesagt …

Wenn ich erfahre, dass Frau X oder Herr Y oder wer auch immer, homosexuell, transsexuell, non-binary, in einem Rollstuhl sitzt, Kinder hat, ADHS ist, was auch immer, dann kann ich mich freuen, dass ich es in Erfahrung gebracht habe. Oder, es mir sogar direkt mitgeteilt wurde.

Und dann halten wir alle schön unsere Fresse (ja, ich habe dieses Wort mit Absicht benutzt).

Es ist nicht meine Aufgabe, andere fremd zu outen. Wenn sie Hilfe brauchen, werden sie sicherlich auf eine Person zukommen. Ansonsten, sie wissen schon, warum sie sich bei wem outen. Und wann sie schweigen.

Im Plot

Wenn Du nun eine Geschichte schreibst, in der ein Fremdouting ein Thema ist, dann ist das erst einmal in Ordnung. Es kommt natürlich auf die Geschichte an.

Leider hab ich von Geschichten gelesen und gehört, in der es aber als etwas Positives dargestellt wurde. Das ist es nicht. In solchen Fällen werden die Charaktere (oder auch die Menschen, wenn es im realen Leben ist) bevormundet. Sie sind nicht in der Lage, für sich selbst zu sprechen oder zu schweigen. Also muss das jemand anders für sie tun. Gegen ihren Willen.

Daher würde ich selbst das Fremdouting als etwas negatives darstellen. Wenn ich jemanden gegen ihren Willen oute, dann bevormunde ich die Person. Und damit entziehe ich ihr die Macht über die eigene Entscheidung, wann und wo und ob überhaupt diese sich outen möchte.

In meinen Augen kann das einfach nicht positiv dargestellt werden. Selbst, wenn es zur Aufklärung einer Situation beitragen soll.

Gelegentlich wird das Fremdouting benutzt, um Situationen zu klären. Zum Beispiel A kann nicht in B verliebt sein, weil A schwul ist. B ist damit erleichtert, weil C es B gesagt hat. Damit hat C A fremd geoutet. Und damit ist die Sache nicht positiv zu sehen (trotz der Sache, dass A und B nun Freunde werden könnten, aber die Situation hätte auch anders geklärt werden können).

Kurz zusammengefasst

Egal wie, entweder würde ich das Fremdouting negativ darstellen. Oder es sogar ganz lassen.

Also, wenn ich ein Fremdouting beschreiben würde, dann würde ich die besagte Person auf alle Fälle dafür kritisieren lassen. Zwar kenne ich als Autorin meine Charaktere. Und damit weiß ich, wie sie auf das Outing reagieren. Aber meine Charaktere können das nicht sagen und wissen.

Und ich würde auch zeigen, wie sehr man die Entscheidungsgewalt über das eigene Schicksal der Person genommen hat.

Oder eben, ich würde das gar nicht schreiben. Weil ich das selbst nicht gut finde.

Abschlussgedanken

Mein Wunsch ist es, dass Du über dieses Thema mal eingehend nachdenkst. Inwiefern hast Du schon mal Leute fremdgeoutet? Oder inwiefern hast Du mal darüber geschrieben? Würdest Du das heute genauso tun?

Das war ein Vorschlagsbeitrag und eine persönliche Ansicht. Vielleicht stimmen wir überein. Und wenn nicht, dann hast Du Dir hoffentlich Gedanken darüber gemacht, warum wir nicht übereinstimmen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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[Newsletter] Ein paar rechtliche Dinge

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wer einen Newsletter in die Welt entlassen möchte, sollte wissen, auch hier gilt Recht und Ordnung. Oder anders ausgedrückt, auch hier musst Du auf ein paar rechtliche Dinge achten.

Kurze Vorgedanken

Ehrlich gesagt, ich würde mich selbst am liebsten hinsetzen und meinen Beitrag schreiben und es als Newsletter in die Welt entlassen. Dass man sich immer und immer wieder mit dem Rechtskram auseinandersetzen muss, ist ermüdend. Gerade, wenn man nicht vom Fach ist.

Das Problem ist natürlich, mache ich das nicht, kann ich in einen sehr dicken Fettnapf treten. Und die Nachwirkungen könnten schlimmer sein, als wenn ich mich anfänglich mit dem Thema auseinandergesetzt hätte.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Die wichtigen Punkte

Es gibt ein paar Punkte, auf die Du auf alle Fälle achten solltest. Vermutlich ist das nicht abschließend, aber für den Anfang Deiner Recherchereise sind die durchaus wichtig.

Vor der Anmeldung

Fangen wir ganz am Anfang an. Wenn Du jemanden einlädst, sich für Deinen Newsletter anzumelden, empfiehlt es sich, schon hier auf ein paar Dinge zu achten.

Inwiefern das rechtlich Relevant ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber häufig hab ich schon gelesen, dass man mögliche Abonennt*innen darüber informieren sollte, worum es sich beim Newsletter handelt.

Also, wie oft wird Dein Newsletter versandt? Mit welchen Inhalten? Wird auch etwas verkauft? Und vor allem, was ganz wichtig ist, was machst Du mit den E-Mail-Adressen?

Der letzte Punkt ist sehr wichtig. Denn Du solltest darüber informieren, inwiefern Du mit den Daten arbeitest. In dem Fall reicht die E-Mail-Adresse aus, nur um den Newsletter zu versenden. Meine Empfehlung ist, schreibe definitiv rein, dass Du die Adressen nicht verkaufst. Und natürlich, mach das nicht.

Gerade in einer Zeit, in der es undurchsichtig geworden ist, wer alles meine Adresse hat, sind solche Informationen wichtig. Gerade, weil eine mögliche Abmahnung schlichtweg teuer ist.

Schau Dir andere Seiten an, wo Du Dich für einen Newsletter anmelden kannst, was sie so eingefügt haben. Und überprüfe, ob das ausreichen könnte. Vor allem, ob das für Dich ausreicht. Dementsprechend kannst Du Deine Seite aufbauen.

Ja, ich empfehle hier tatsächlich, eine eigene Unterseite aufzubauen. Dort kannst Du Dich entsprechend austoben und gegebenenfalls direkt darauf verlinken. Zum Beispiel in Büchern, wenn Du dafür Werbung machst. Oder, wenn Du andere Leute auf Deinen Newsletter aufmerksam machen möchtest. Es lohnt sich in meinen Augen in mehrerer Art und Weise.

Daten, Daten, Daten

So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das sollte Dein Credo bei der Sammlung von Daten sein.

Was benötigst Du also, um Deinen Newsletter zu versenden? Genau, nur die E-Mail-Adresse. Mehr nicht.

Wenn Du also die Felder vorbereitetst, mit denen die Leute sich für Deinen Newsletter anmelden können, solltest Du nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld angeben. Natürlich kannst Du auch nach dem Vornamen fragen, damit Du die Leute persönlich anschreiben kannst. Aber mach bitte niemals daraus ein Pflichtfeld. Das bringt nur unnötigen Ärger.

Und mehr Daten solltest Du nicht sammeln. Denn, wofür brauchst Du die Privatadresse der Person? Bei einem möglichen Gewinnspiel kannst Du immer noch danach fragen.

Double-Opt-In

Um zu verhindern, dass ein paar Leute einfach so E-Mail-Adressen in einen Verteiler packen (das ist nur unter bestimmten Umständen möglich, aber geh am besten davon aus, dass Du als Einzelperson nicht von diesen Umständen betroffen bist), gibt es das Double-Opt-In Verfahren.

Das bedeutet, dass eine Person sich für Deinen Newsletter anmeldet. Sie oder er gibt die E-Mail-Adresse ein und bekommt dann eine Information. Danke für Deine Adresse, geh jetzt bitte in Dein E-Mail-Fach und bestätige die Anmeldung.

Erst, wenn ein Link in einer Extra zugesandten E-Mail bestätigt wird, bekommen sie zukünftig Deine E-Mails. Nicht vorher. So soll verhindert werden, dass man willkürlich E-Mails einfügt und dann an irgendwelche Leute, die vielleicht noch nie von Dir gehört haben, E-Mails versenden darf.

Das bedeutet auch, sollte die Person diese E-Mail löschen, wird sie nicht auf Deine Liste eingetragen. Dies habe ich selbst erfolgreich ausprobiert (nachdem ich mich gegen die Eintragung auf eine Liste entschieden habe).

Die meisten Anbieter von Newsletter stellen diese Funktion automatisch zur Verfügung. So musst Du Dir normalerweise keine Gedanken diesbezüglich machen.

Meine Empfehlung ist aber: Teste diese Funktion vorab selbst. Damit kannst Du sicher sein, dass alles so funktioniert, wie es eben funktionieren soll.

Das Impressum

Tatsächlich musst Du auch in Deinem Newsletter Dein Impressum zur Verfügung stellen. Meistens in dem Fußbereich. Bisher gibt es auch hier noch kein Urteil, aber sicherlich ist auch ein Impressumsdienst möglich.

Meine Empfehlung: Auch hier Augen und Ohren offen halten, ob sich daran etwas ändert. Und vor allem, sprich das mit Deinem Impressumsdienst ab, ob das in Ordnung geht oder weitere Kosten auf Dich zukommen.

Der Abmeldelink

In jeder E-Mail, die Du versendest, muss ein Abmeldelink zur Verfügung stehen. Oder zumindest einen Hinweis, wie Du aus dem Verteiler herauskommst. Du musst den Personen auf Deiner Liste die Möglichkeit geben, ohne viel Aufwand, sich abmelden zu können. Unterlässt Du es, kann es natürlich wieder Ärger geben.

Auch dieser wird normalerweise automatisch von Deinem Anbieter generiert. Und ja, auch hier gilt, immer prüfen.

Hier noch ein kleiner Hinweis: Vor Jahren hatte ich mich für einen Newsletter angemeldet, den ich kaum bis gar nicht gelesen habe. Irgendwann schaute ich mir den dann doch genauer an und fand, dass der doch nicht so interessant war. Daher hab ich mal nach dem Abmeldelink gesucht.

Zuerst hab ich diesen nicht gefunden. Beim genaueren hinsehen hab ich dann entdeckt, dass der Autor sowohl sein Impressum, als auch den Abmeldelink in weißer Schrift auf weißem Hintergrund eingefügt hat.

Zugegeben, vorher hätte ich mir noch überlegt, ob ich mich wirklich abmelde oder nicht. Als ich das gesehen habe, hatte ich mich in diesem Augenblick geärgert, weil ich es frech fand. Immerhin will er mir die schnelle Möglichkeit nehmen, mich abzumelden, wann ich es will. Da hab ich mich aus Prinzip abgemeldet.

Unabhängig der Tatsache, dass das rechtlich sehr fragwürdig sein dürfte, empfehle ich Dir, lass die Finger von solchen Spielereien. Einerseits, wie schon geschrieben, finde ich das frech. Und schlimmstenfalls melden sich die Leute einfach aus Prinzip ab. Andererseits kann es halt auch sein, dass Du mit solch einer Aktion rechtliche Probleme bekommen kannst.

Der Inhalt

Erst einmal ist beim Inhalt alles erlaubt, was nicht gegen irgendwelche Gesetze verstößt. Sobald Du das aber tust, kann es natürlich haarig werden.

Hate Spech und ähnliches

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du das machst, zumindest behaupte ich das Mal hier, dürfte wohl eher geringer sein. Daher nur zur Vollständigkeit.

Zwar haben wir in Deutschland die Meinungsfreiheit. Das bedeutet aber nicht, dass Du gegen die Menschenwürde einer anderen Person vorgehen darfst. Solltest Du also Deine Liste dafür missbrauchen, um gegen jemanden zu wettern (zum Beispiel einen Shitstorm auszulösen) oder derartiges, könntest Du Dich unter Umständen strafbar machen.

Vor allem kann es aber passieren, dass Du Dich unbeliebt machst. Und das ist manchmal schlimmer als alles andere. Selbst dann, wenn keine rechtlichen Konsequenzen drohen. Denn, wer unbeliebt ist, wird schlimmstenfalls nicht mehr gekauft.

Urheberrecht

Wenn Du kein Urheberrecht an einem Text oder Bild oder derartiges hast, würde ich erst einmal niemals in meinem Newsletter aufnehmen.

Bei meinem ersten Newsletter war ich einmal so begeistert von einem Bild, dass ich diesen verlinkt habe. Darüber hatte ich die Person dann auch informiert.

Natürlich ist es in Ordnung, zu fragen, ob man die Materialien verwenden darf. Aber ohne Erlaubnis würde ich nie eine Urheberrechtsverletzung begehen. Denn auch ein Newsletter ist kein rechtsfreier Raum.

Das Freebie oder sonstige Geschenke

Vor einiger Zeit kamst Du nicht an das Thema Newsletter vorbei, ohne mit dem Thema Freebie konfrontiert zu werden. Da ich dazu noch einen gesonderten Beitrag schreiben werde, möchte ich mich hier nur auf den rechtlichen Aspekt beschränken.

Tatsächlich hab ich gelesen, dass man keinen Verlust erleiden darf, wenn man sich gegen eine Anmeldung entscheidet. Oder anders ausgerückt, ich darf nicht mit Geschenken beworben werden.

Das bedeutet also, dass eigentlich nichts angeboten werden darf, damit die Leute sich genau deswegen anmelden. Oder auch, dass sie eben dieses besondere Geschenk nicht bekommen, nur weil sie sich eben nicht anmelden (der erwähnte Verlust).

Jedoch sehe ich immer wieder Newsletteranbietende, die eben genau das tun. Bei Online-Shops bieten sie entweder einen Gutschein oder ein Rabatt auf den ersten Einkauf an. Alternativ werden auch Kurzgeschichten bei Autor*innen mitgeschickt.

Entweder war meine Information nicht richtig, oder die Leute setzen sich darüber hinweg und hoffen, dass es schon schief gehen wird. Ganz ehrlich? Ich werde zukünftig auf ein Freebie als Geschenk für die Anmeldung verzichten. Damit dürfte ich wohl auf der sicheren Seite sein. Alles andere erfährst Du dann in dem entsprechenden Beitrag.

Abschlussgedanken

Wie schon geschrieben, habe ich keinen rechtsberatenden Beruf und darf damit eben keinerlei Rechtsberatungen geben. Daher kann es natürlich auch sein, dass ich Punkte (wie das mit dem Freebie) falsch interpretiere.

Aber es gibt, in meinen Augen, auch Dinge, die man vorsichtshalber tun kann. Das bedeutet eben auch mal auf etwas zu verzichten. Egal wie, Du solltest Dich auf alle Fälle immer informieren, wie die aktuelle Rechtslage ist. Damit bist Du definitiv auf der sicheren Seite. Dann macht das Newsletter versenden entsprechend Spaß.

Und den wünsche ich Dir mit Deinem Newsletter.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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