Impressumsservice

Hei, hallo und herzlich willkommen,

endlich kommen wir zum Thema Impressumsservice. Gerade für Selfpublisher*innen sehr interessant, die ihre korrekten Adressdaten nicht herausgeben möchten.

Reihenübersicht

Kurze Vorgedanken

Wer sich mit dem Thema Buch und Impressum auseinandersetzt, wird früher oder später auf das Thema “Impressumsservice” stoßen. Daher schauen wir uns in diesem Beitrag das Thema etwas genauer an.

Warum sollte ich meine Adresse nicht veröffentlichen?

Wir schon geschrieben, Du kommst nicht herum, eine sogenannte ladungsfähige Adresse zu veröffentlichen. Wenn Du damit keine Probleme hast, Deine Privatadresse zu veröffentlichen, benötigst Du kein Impressumsservice.

Ausnahmen

Doch es gäbe keine Dienstleister, die so etwas anbieten, wenn es nicht einige Leute gäbe, die den Wunsch hätten, sich quasi zu verstecken.

Nehmen wir ein Klischeebeispiel:

Tun wir so, als würdest Du in einem Kindergarten arbeiten. Aber nebenbei schreibst Du total gerne erotische Horrorstorys. Und dabei geht es wirklich hart zur Sache. Spätestens bei der Erotik denken viele, dass die Autor*innen das alles erlebt haben, worüber sie schreiben. Wenn Deine richtigen Daten im Buch stehen, könnte das eventuell Tratsch mit sich bringen. Das ein Elternteil solche Bücher liest, könnte man noch erklären (von wegen Neugier oder eine Freundin hat es mir geborgt). Die Frage aber, warum Du solche Bücher schreiben musst, da wird es schon schwieriger.

In solchen und ähnlichen Fällen kann es natürlich interessant sein, ein Impressumsservice zu haben. Aber auch einfach, um Ruhe vor möglichen aufdringlichen Leser*innen zu haben.

Vielleicht hast Du anfänglich noch nicht solche Probleme. Aber solltest Du richtig populär werden (was ich uns allen wünsche), dann kann es schon heikel werden.

Was ist ein Impressumsservice?

Um es grob zu schreiben, über einen Impressumsservice nutzt Du die Adresse einer anderen Person. Das bedeutet, dass Du diesen Service mietest und dann die Adresse der anderen Person auf Deiner Webseite oder in Deinem Buch schreibst.

Dein Pseudonym kannst Du dann als c/o einfügen und schon bist Du sichtbar unsichtbar.

Wie läuft das also genau ab?

Damit Du weißt, wie das mit dem Impressumsservice abläuft, erkläre ich Dir hier einen möglichen Ablauf.

Deinen Dienstleister finden

Wenn Du ein Impressumsdienst nutzen möchtest, musst Du natürlich Deinen finden. Das bedeutet, einen Dienstleister, bei dem Du Dich wohlfühlst.

Da möchte ich Dir keine Empfehlungen geben. Such diese einfach über einen Suchdienst. Oder schau Dir das Impressum im nächsten Selfpublisher-Buch, was Du Dir gegönnt hast (deutschsprachig natürlich). Welches wurde genutzt? Und welches in den anderen Büchern, die Du hast?

Häufig sind das gute Ansätze, um diese zu finden.

Die Seite anschauen

In erster Linie empfehle ich Dir, die Seite auch wegen der Aktualität anzuschauen. Je aktueller eine Seite ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese auch noch gepflegt wird. Also auch die Dienstleistung.

Solltest Du Dir nicht sicher sein, kannst Du auch eine E-Mail schreiben. Eventuell auch mit einer Frage, um ein mögliches Interesse zu signalisieren.

Wenn Du überhaupt keine Antwort bekommst, dann wäre es empfehlenswert weiter zu suchen. Kriegst Du eine, schau sie Dir an. Wurde Deine Frage beantwortet? Ist die Person höflich? Oder drängt sie Dich zu irgendetwas?

Je nachdem, was Dein Bauchgefühl Dir sagt, kannst Du diesen Dienstleister auf Deine Liste setzen.

Die Preise

Natürlich sind auch die Preise ein Thema.

Jeder Dienstleister verlangt unterschiedliche Preise. So hab ich schon erlebt, dass einige diesen Dienst umsonst anbieten (nachdem Du Dir vorher ein Schreibprogramm gekauft hast). Andere hingegen verlangen pro Jahr und pro Veröffentlichung eine bestimmte Summe. Und andere pro Pseudonym und pro Jahr eine einzige Summe.

Was auch immer diese Sache Dir Wert ist, musst Du natürlich auch hier genau schauen. Manchmal sind die Summen tatsächlich nicht aufgeführt (warum auch immer). Das wäre ein guter Grund, um bei der Person hinter der Seite anzufragen.

Ein Vertrag

Du erlaubst, dass Deine Post, die normalerweise unter das Postgeheimnis fällt, von einer dritten Person geöffnet wird. Daher sollte vorher ein Vertrag geschlossen werden.

Damit erlaubst Du Deinem Dienstleister, eben Deine Post zu öffnen und diese zu verarbeiten. Im Gegenzug sicherst Du dem Dienstleister zu, die Adresse nur so zu verwenden, wie es abgesprochen wurde.

Alles Weitere findest Du im Vertrag. Ließ ihn Dir bitte genau durch. Solltest Du fragen haben, such Dir eventuell juristische Hilfe.

Das neue Impressum setzen

Dein Dienstleister wird Dir sagen, wie Du das neue Impressum zu schreiben hast. Notfalls frag nach, damit alles im Rahmen ist. Und theoretisch kannst Du dann loslegen.

Post ist da!

Sollte nun Post hereinkommen, wird normalerweise der Dienstleister diese einscannen und es Dir per E-Mail zusenden. Die Originale werden dann vernichtet.

Du kannst aber auch abklären, dass die Originalpost Dir zugesandt wird. Entweder ausnahmsweise oder in der Regel. Rechne aber dann, dass Du Extrakosten zu zahlen hast.

In manchen Fällen würde ich diese aber zahlen. Gerade, wenn es um Gerichtspost handelt. Solltest Du etwas nachweisen müssen, zum Beispiel, dass Du tatsächlich eine Vorladung bekommen hast oder was auch immer, werden häufig die Originalschreiben verlangt. Kannst Du nur Kopien vorweisen, eventuell könnte sich das zu Deinem Nachteil entwickeln.

Für diese Aussage kann ich natürlich keine Garantie übernehmen. Jedes Gericht und jede Abteilung entscheidet durchaus unterschiedlich. Aber bei so etwas würde ich selbst NIE ein Risiko eingehen.

Nach einem Jahr

Wenn Du nicht einen dauerhaften Bezug für das Impressumsservice hast, musst Du nach einem Jahr bestimmt eine erneute Überweisung fertig machen.

Meine Empfehlung ist ganz klar: trag die Daten in Deinem Kalender ein. Dann vergisst Du den Tag nicht.

Ist das legal?

Normalerweise soll im Impressum die Adresse stehen, bei der DU Dich normalerweise dauerhaft aufhältst. Dies trifft jedoch nicht zu, wenn Du einen Impressumsdienst nutzt.

Auch nach dem DSGVO soll das Thema Impressumsdienst wohl etwas schwieriger sein. Jedoch kann man erst genau sagen, ob die Sache legal oder illegal ist, sobald die erste Klage durch ist.

Auch wenn es bitter klingen mag, doch erst wenn jemand mit einem Impressumsdienst verklagt wird, können wir sehen, wie legal die Sache am Ende ist. Bis dahin musst Du den Impressumsservice auf eigene Gefahr verwenden und letztendlich hoffen wir alle auf das Beste.

Abschlussgedanken

Nun bist Du dran. Möchtest Du ein Impressumsdienst? Musst Du eines haben? Dann fang nun an zu recherchieren, welches für Dich in Frage kommt. Frag in der Autor*innenbubble, welche dort genutzt werden. Und dann entscheide Dich für Deinen Dienstleister.

Solltest Du Dir bei irgendwelchen Punkten nicht sicher sein, hol Dir auf alle Fälle juristischen Rat. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Bei der Suche wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Das Impressum im Buch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinem Beitrag zum Thema “Impressumspflicht” hab ich mich zwar schon dazu geäußert, jedoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausführlich darauf eingehen. Es geht hier noch einmal um die Frage, muss ich ein Impressum in meinem Roman einfügen? Und welche Daten gehören noch in ein Buch?

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Kurze Vorgedanken

Auch wenn es Dir vielleicht nicht gefallen mag, aber auch in einem Buch gehört ein Impressum. Und zwar mit einer ladungsfähigen Adresse. Wieso und was dazu gehört, darüber möchte ich im Folgenden schreiben.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Diesen Beitrag habe ich nach besten Wissen und Gewissen recherchiert. Trotzdem kann und werde ich keine Garantie für die enthaltenen Daten übernehmen. Daher, immer informieren. Nehmt diesen Beitrag gerne aus Ausgangslage dafür.

Impressum in Printmedien

Wenn Du eine Zeitschrift aufschlägst oder eine Zeitung, findest Du irgendwo (meistens am Ende) eine Adresse, sprich, dass Impressum. Das gilt für alle Printmedien und damit auch für Deinen Roman.

Kurz geschrieben: Du kommst nicht drum herum, ein Buch zu veröffentlichen, bei dem Du das Impressum nicht einfügen musst.

Und bei E-Books?

Jetzt könnten wir argumentieren, dass ein E-Book ja kein Printmedium ist. Immerhin handelt es sich dabei um ein elektronisches Buch.

Aber Du kannst Dir Zeit und Energie sparen, die Impressumspflicht für ein Buch gilt für beides, also dem Printbuch und dem E-Book.

Daher würde ich es erst gar nicht auf einen Versuch ankommen, und bei einem E-Book das Impressum wegzulassen. Das könnte unter Umständen teuer werden.

Welche Daten brauche ich hier?

Tatsächlich soll das nicht wirklich einheitlich sein, da dies die Landesgesetze regelt. Jedoch gilt durchaus, dass Du folgende Daten anführen musst:

  • Name (NICHT Pseudonym) – alternativ die Firma (bei einem Verlag)
  • Anschrift der*des (Selbst-)Verleger*in UND die der Druckerei
  • Berlin: Bei der Adresse gilt Wohnort oder Geschäftssitz

Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, müssen keine E-Mail-Adressen oder Telefonnummern bzw. eine Faxnummer angegeben werden. Damit benötigst Du etwas weniger Daten, als bei einem Impressum für das Internet (bezüglich der Aussage, siehe oben).

Wann kann ich ein Pseudonym verwenden?

Jetzt bekommen sicherlich einige Autor*innen richtige Schnappatmungen. Sie möchten vielleicht einen Erotikroman veröffentlichen. Oder einen Hardcorehorrorroman, der sogar Stephen King Albträume bescheren könnte. Da ist es natürlich nicht schön, wenn man den realen Namen verwendet. Immerhin könnte es sich negativ auf die berufliche Situation auswirken.

Hier gilt ganz klar, es muss ein Klarname sein. Da kommst Du nicht drum herum.

Gibt es einen Ausweg?

Nicht in diesem Beitrag. Aber kommende Woche werde ich über das Impressumsservice berichten. Da kannst Du tatsächlich ein Impressum verwenden und Dein Pseudonym verwenden. Aber an dieser Stelle halte ich mich an die reinen Fakten fürs Impressum im Buch.

Pseudonym im Ausweis eintragen lassen

Es gibt Hinweise, dass Du dann dein Pseudonym in ein Impressum eintragen kannst, wenn dieser in Deinem Personalausweis eintragen lässt. Hier gilt ganz klar, bevor Du das machst, informiere Dich ganz genau. Eventuell kommst Du dann tatsächlich um die Lüftung Deines Pseudonyms herum.

Wichtiger Hinweis: Häufig kann man Dich dann über die Adresse identifizieren. Aber die Lösung sehen wir in der kommenden Woche.

Die Druckerei

Es gibt einige Bundesländer in Deutschland, welche die Daten der Druckerei verlangen. Andere hingegen nicht. Wie es mit Österreich und der Schweiz aussieht, da bin ich mir nicht sicher.

Die Daten der Druckerei ersetzen jedoch nicht Dein Impressum. Das ist eine zusätzliche Angabe.

Aber sicher bist Du auf jedenfalls, wenn Du diese Daten prinzipiell angibst. Denn zu viele Daten kannst Du eigentlich nicht angeben, sondern nur zu wenige. Daher ruhig etwas das Soll übererfüllen und auf der sicheren Seite sein.

Wie sieht es mit einem Postfach aus?

Die kannst Du nicht verwenden. Denn das widerspricht der ladungsfähigen Adresse. Das bedeutet ganz klar, eine Adresse, an der Du normalerweise anzutreffen bist.

Darunter verstehe ich persönlich auch, wenn Du in einem Bundesland gemeldet bist, aber aus diversen Gründen woanders lebst, müsstest Du eigentlich die Adresse angeben, wo Du gerade lebst. Denn dort bist Du ja normalerweise anzutreffen.

In einem solchen Fall würde ich mich informieren, welche Adresse Du angeben solltest. Und bitte Finger weg vom Postfach.

Copyright-Vermerke

Das Wort Copyright kommt aus dem angloamerikanischen Raum. Und dort muss man für einen Text ein Copyright anmelden. In Deutschland ist das nicht notwendig. Denn ich bin automatisch die Urheberin meines Textes und dementsprechend darf niemand Drittes meine Texte verwenden, ohne meine Einwilligung.

Eine Ausnahme wäre das Zitieren oder wenn ich von vornherein sage, kein Problem, nach dem Common Licence dürft ihr diese verwenden.

Daher ist theoretisch ein Urheberrechtsvermerk in einem Buch nicht notwendig. Also das, die Texte gehören mir, die Vervielfältigung ist verboten und so weiter. Aber hei, schaden tut das übrigens auch nicht. Von daher, Du kannst es gerne machen.

Übrigens, wenn Du Material von anderen verwendest (zum Beispiel aus Büchern Dritter oder Wikipedia und so weiter), diese Quellen musst Du auf alle Fälle angeben.

Die Haftungs-Freistellung

Du kennst das sicherlich aus Sachbüchern aller Art. In denen geht es darum, dass der Verlag und*oder die*der Autor*in alle gemachten Angaben im Buch genauesten geprüft hat. Aber man kann keine Garantie für mögliche Schäden übernehmen.

Eine Haftungsfreistellung kann man aber nur in Verträgen aufnehmen, an denen beide Seiten beteiligt sind. Also ich als Autorin und Du als Leserin. Kaufst Du aber ein Buch, dann kannst Du nicht mitbestimmen. Und somit wäre das also unzulässig.

Sollte es aber dazu kommen, dass jemand Schaden durch Dein Buch nimmt, wird das wohl vor Gericht geklärt, inwiefern dein Buch daran Schuld bzw. Mitschuld hat. Bis dahin kann man tatsächlich nur auf das Beste hoffen.

Weitere Beteiligte an einem Buch

Ein Buch mag man alleine schreiben. Aber häufig arbeitet man mit einigen Leuten zusammen, um es am Ende zu veröffentlichen. Hier spreche ich von Lektorat, Korrektorat, Buchsetzung oder auch das Cover.

Eine gesetzliche Pflicht diese zu benennen gibt es nicht. Aber häufig verlangen die besagten Personen, dass sie genannt werden möchten. Unter anderem auch aus Werbegründen. Zudem hat es auch was mit Respekt zu tun, dass Du sie nennst.

Wenn Du oder Dein*e Coverdesigner*in Bildelemente aus bestimmten Datenbanken verwendet, dann kann es sein, dass die Datenbank verpflichtet, dass sie genannt werden.

Im Zweifel, immer Fragen ob die Personen genannt werden möchten. Und wenn ja, in welcher Form. Häufig haben sie mehr Erfahrung damit und können Dir eine entsprechende Vorlage schicken.

ISBN und die bibliografischen Informationen der Deutschen Nationalbibliothek

Hierbei handelt es sich um Kann-Daten. Das bedeutet, dass Du diese Daten durchaus aufführen kannst. Aber wenn Du es nicht tust, hast Du aktuell nichts zu befürchten.

Achtung: Hier kann sich jederzeit etwas ändern. Daher immer entsprechend informieren, wenn Du einen neuen Roman veröffentlichst.

Vorne oder hinten?

Noch gibt es keine rechtlich gesicherte Bestimmung, wohin Du Dein Impressum einfügen kannst. Du kannst es also vorne oder eben auch hinten packen.

Tatsächlich hab ich bisher bei Printbüchern das Impressum immer vorne gefunden. Bei E-Books war es hingegen unterschiedlich. Also mal vorne oder auch mal hinten.

Solange Du diese Freiheit hast, kannst Du sie auch entsprechend benutzen. Aber auch hier gilt, immer informieren. Gesetze ändern sich schneller, als man glauben mag.

Abschlussgedanken

Wie Du siehst, auch beim Impressum für ein Buch musst Du einiges beachten. Ganz klar empfehle ich Dir, Dich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, bevor Du Deinen ersten Roman veröffentlichst.

Und natürlich auch dann, wenn Du Deinen nächsten Roman veröffentlichen möchtest. Denn, wie öfters erwähnt, Gesetze und Anforderungen können sich jederzeit ändern. Daher ist es immer gut, wenn Du Dich entsprechend informierst.

Du kannst Dir auch eine entsprechende Vorlage basteln, damit Du zukünftig dieses nur noch ausfüllen und dann einfügen musst. Aber mach Dir deswegen jetzt keinen Kopf. Wenn Du Hilfe brauchst, die meisten Autor*innen sind sehr hilfreich. Einfach Fragen und meistens bekommst Du wertvolle Antworten.

Und ganz wichtig, bei Zweifel immer eine Anwältin oder einen Anwalt für Medienrecht fragen. Diese dürfen Dich beraten und Du kannst sie bei einer falschen Antwort auch in Haftung nehmen.

Trotz allem, hab keine Angst einfach loszulegen. Bevor Du Deinen Roman veröffentlichst, kannst Du es immer noch korrigieren.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Die Impressumspflicht

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit ich im Internet aktiv bin, dürfte wohl kein Thema so kontrovers diskutiert worden sein, wie das eigene Impressum. Schauen wir uns das Thema genauer an.

Kurze Vorgedanken

Als ich anfing, im Internet meine Spuren zu hinterlassen, fing es mit der Diskussion an, brauche ich ein Impressum. Und was soll ich sagen, diese Diskussionen gibt es heute noch.

Meistens geht es bei der Diskussion darum, brauche ich ein Impressum? Und ab wann ist es notwendig?

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Was ist ein Impressum?

Kurz geschrieben, ein Impressum ist eine Adresse. Und zwar eine ladungsfähige Adresse, an die zum Beispiel eine gerichtliche Vorladung hingesandt werden kann. Aber auch die Information, wer sich hinter einer Seite befindet.

Die Verpflichtung ein Impressum zu veröffentlichen ergibt sich aus § 5 TMG sowie § 55 RStV.

Der Verstoß gegen die Pflicht

Wenn Du kein oder ein unvollständiges Impressum veröffentlichst, bist Du zumindest theoretisch abmahnungsfähig. Theoretisch deswegen, weil Du erst einmal gefunden werden musst. Und dann kommt es auch darauf an, wie das Gericht die Sache handhabt.

So hab ich gelesen, dass es Gerichte gab, die sehr hart mit Personen umgegangen sind, die kein Impressum hatten. Andere hingegen waren milder gestimmt. Meine Empfehlung ist ganz klar, rechne immer damit, dass Du es mit strengen Richter*innen zu tun hast.

Das bedeutet eine Klage, ein Urteil und eine Strafe. Und ob sich das lohnt, musst Du mit Deinen Anwält*innen besprechen.

Wer braucht überhaupt ein Impressum?

Das ist eine Frage, über die schon seit Jahren gestritten wird. In meiner Internetanfangszeit hieß es immer, rein private Seiten brauchen kein Impressum. Doch was ist das genau?

Wenn Deine Seite nicht öffentlich zugänglich ist, weil diese zum Beispiel mit einem Passwort geschützt ist, benötigst Du kein Impressum. Doch sobald diese öffentlich zugänglich ist, kann das schon wieder heikel werden.

Auf alle Fälle benötigst Du eines, wenn Du mit Deiner Seite in irgendeiner Art und Weise Geld verdienen möchtest. Da musst Du sogar noch mehr Daten angeben, als wenn Du einfach nur Beiträge online stellst (wie zum Beispiel eine Rufnummer).

Doch heißt es auch schon seit Jahren, sobald Du redaktionelle Texte veröffentlichst, brauchst Du ebenfalls ein Impressum. Was darunter fällt, darüber scheiden sich die Geister und die Gerichte.

Daher empfehlen viele als Vorsichtsmaßnahme, dass Du prinzipiell ein Impressum auf Deiner Seite hast. Sobald Du Dir unsicher ob Du eines brauchst oder nicht, veröffentliche eines.

Aus welchen Teilen besteht ein Impressum?

Es kommt natürlich immer darauf an, was für eine Seite Du betreibst. Ist eine private Seite (ich gehe davon aus, dass Du ein Impressum prinzipiell veröffentlichst), dann soll es wohl ausreichen, wenn Du Dein Name, deine Adresse und eine E-Mailadresse veröffentlichst.

Sobald Du Geld verdienen möchtest, musst Du weitere Daten veröffentlichen. Dazu gehört Deine Rechtsform, Deine Steuernummer oder auch eine Telefonnummer. Da solltest Du Dich tatsächlich bei Anwält*innen erkundigen oder Deiner Kammer (es gibt Kammern, da bist Du automatisch Zwangsmitglied, von daher nutze deren Beratungsmöglichkeiten).

Verlass Dich nicht allein auf Impressumsgeneratoren. Sicher bist Du dann, wenn Du Dich beraten hast.

Wo gehört das Impressum hin

Natürlich auf Deiner Internetseite. Und zwar dauerhaft und präsent. Das bedeutet, dass Du Dein Impressum nicht nach Lust und Laune entfernen darfst. Oder in einem Pop-Up einbinden kannst. Wenn ich Deine Seite besuche, muss ich jederzeit auf dieses zugreifen können, sollte ich das Bedürfnis danach haben.

Es soll die sogenannte Zwei-Klick-Regel geben. Das bedeutet, dass man maximal auf zwei Links klicken soll, um ans Impressum ranzukommen. Benötigt man einen dritten Klick, soll es schon schwierig werden.

Ob das stimmt oder Urban Myth ist, keine Ahnung. Aber das soll auch mit den Sozialen Kanälen zu tun haben. Also, dass man das Impressum auch dort schnell aufrufen kann.

Neben einer entsprechenden Beratung kann ich Dir nur ans Herz legen, sorg dafür, dass Deine Besuchenden tatsächlich sehr schnell und offensichtlich Dein Impressum aufrufen können. Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Braucht mein Buch auch ein Impressum?

Um es kurz zu machen: JA!

Ein Buch ist eine Veröffentlichung. Und letztendlich auch ein Mittel, um Geld zu verdienen. Darüber sind wir uns sicherlich einig. Aus diesem Grund benötigst Du ein Impressum.

Wenn Du einen Verlag hast, musst Du Dir darüber keine Gedanken machen. Als Impressum wird der Verlag seine Büroadresse angeben. Damit bist Du fein raus.

Auch wenn Du einen Distributor hast, kannst Du häufig deren Adresse übernehmen (notfalls fragen). Doch sobald Du keine fremde Adresse als Impressum nehmen darfst, musst Du eine eigene angeben.

Das bedeutet, auch wenn Du einen Hardcore Horrorroman schreibst oder den berühmt-berüchtigten Erotik-BDSM-Roman, ja, es muss ein Impressum rein. Da kommst Du nicht herum. Gegebenenfalls musst Du geladen werden können.

Abschlussgedanken

Du fährst definitiv sicher, wenn Du ein Impressum hast. Das ist ein Fakt. Daher gewöhne Dich schon mal an den Gedanken, eines zu verwenden, wenn Du noch keine Internetpräsenz hast oder bereits etwas veröffentlicht wurde.

In den kommenden Wochen schauen wir uns noch folgende Punkte dazu an:

Bis dahin wünsche ich Dir eine schöne Zeit.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Inhalte eines Printbuches bzw. E-Books

Hei, hallo und herzlich willkommen,

der Aufbau eines Printbuches kann sich von dem Aufbau eines E-Books unterscheiden. Daher möchte ich mir heute einige Gedanken machen, wie ich ein Buch entsprechend aufbauen würde. Und auch, warum.

Kurze Vorgedanken

Gerade lese ich mich durch meine Bibliothek sowohl im Printbereich, als auch auf meinem Reader. Und mir fällt dabei immer wieder auf, wie unterschiedlich gerade die E-Books aufgebaut sind.

Dadurch hab ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein eigenes E-Book und teilweise auch mein Printbuch aufbauen würde. Dabei schreibe ich nicht vom Buchsatz oder Ähnliches. Das ist ein eigenes Thema für sich. Sondern davon, in welcher Reihenfolge ich was einfüge würde.

Kurze Vorgedanken

Dieser Beitrag richtet sich schon eher an die, welche Selfpublishing betreiben. Denn sie haben die meisten Freiheiten, was die Gestaltung ihres Buches betrifft.

Wenn Du aber etwas in Deinem Verlagsbuch einfügen möchtest, rede mit Deinem Verlag. Vielleicht finden sie Deine Idee so gut, dass sie es zukünftig immer übernehmen möchten. Es kann immer sein, dass sie bisher nicht daran gedacht haben. Auf einen Versuch kann es hier ankommen.

Vor der eigentlichen Geschichte

Damit meine ich den Teil, der kommt, bevor wir den Roman lesen können. Meistens überblättern wir dies in einem Printbuch, weil wir dorthin immer wieder zurückkehren können. Bei einem E-Book finde ich es selbst eher schwieriger.

Gerade bei älteren Modellen (mein Reader ist gut zehn Jahre alt, daher kann ich nicht sagen, wie es bei den Neueren aussieht) muss ich immer mit einem Button jede Seite umblättern. Daher finde ich es eher anstrengend, wieder nach vorne zu klicken, um zu sehen, was dort los ist.

Daher würde ich für meine Geschichte einige wichtige Punkte vor dem Roman einfügen. Damit solche Leute wie ich alles präsent haben, was wichtig ist. Und mich dann auf die Geschichte einlassen.

Das Cover

Ganz am Anfang gehört immer das Cover. Bei einem Printbuch ist es klar. Ohne ein Cover wird es schwerlich gedruckt. Aber auch in E-Büchern gehört, meiner Meinung nach, ganz vorne das Cover.

Gerade bei E-Büchern kann das notwendig sein. Auf meinem Reader befinden sich (Stand August 2019) über 100 Romane, Kurzgeschichten, Sachbücher und so weiter. Einige davon warten schon seit einigen Jahren darauf, von mir gelesen zu werden.

Wenn ich dann durch die Seiten klicke, um das nächste Buch zu lesen, kann ich nicht immer mit allen Titeln etwas anfangen. Daher rufe ich meistens das Buch auf und schaue mir das Cover an. Häufig fällt mir dann wieder ein, wobei es sich hierbei handelt.

Meistens trifft das aber auf wirklich individuelle Covers zu. Diese vielen nichtssagenden Covern, deren Stockbilder man zu oft genutzt haben, sagen mir dann weiter nichts. Und schlimmstenfalls lösche ich sie dann irgendwann, weil es mich nicht mehr anzieht. Und ich mich nicht mehr erinnere, warum ich das mal gekauft habe.

Mein Tipp:

Auf der ersten Position sollte daher immer Dein Cover sein. Nicht umsonst hast Du es Dir ja erstellen lassen und dafür einige Euros ausgegeben. Und im Idealfall ist es so individuell, dass sich Deine Lesenden immer daran erinnern, was sich hinter dem Cover für eine Geschichte versteckt.

Juristische Eckdaten

Wie immer gilt, ich übe keinen rechtsberatenden Beruf aus. Daher ist alles, was ich im folgenden Abschnitt erwähne, aus einer Laiensicht geschrieben. Solltest Du Fragen haben oder unsicher sein, dann wende Dich an die rechtsberatenden Leute (also zum Beispiel Anwält*innen). Ich übernehme keine Verantwortung für mögliche juristische Konsequenzen.

Kommt das Impressum nun vorne hin oder darf es doch ans Ende des Buches? Darüber scheiden sich tatsächlich die Geister. Aber nicht, dass da ein Impressum reingehört.

Am Anfang würde ich alle wichtigen Eckdaten erwähnen. Wer hat das Cover erstellt. Frag Dein*e Designer*in, welche Daten aufgenommen werden sollen. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Dann, wer hat das Lektorat und*oder Korrektorat gemacht. Hier würde ich neben den Namen auch die Internetseite aufführen. Wenn sie gute Arbeit geleistet haben, dann kann man auch gerne Werbung für sie machen.

Dann auch, wer der Distributor ist. Häufig bekommst Du Hilfestellungen, um diese Seite zu erstellen. Aber ich empfehle Dir, Dich entsprechend darüber zu informieren. Dann kannst Du überprüfen, ob die Daten so richtig sind oder da noch etwas fehlt.

Mein Tipp:

Informiere Dich gut, was alles an juristischen Sachen in Deine Bücher gehören. Und füge sie alle ein. Denn gerade im Bereich Recht kennen viele keinen Spaß.

Personenhinweis und Urheberrecht

Sicherlich kennst Du diese Sätze, die Figuren haben nichts mit realen Personen zu tun und so weiter. Bisher hab ich mich noch nicht damit beschäftigt, inwiefern es juristisch sicher ist, diesen Teil zu verwenden. Aber ganz unter uns, ich würde so etwas trotzdem verwenden.

Bei Sachbüchern käme noch hinzu, dass man alle Ratschläge und was auch immer Du in dem Buch aufgeführt hast, zwar sorgfältig geprüft hast, aber keine Garantie und so weiter übernehmen kannst. Und natürlich, dass Du kein Heilversprechen geben kannst, wenn Du etwas zum Thema geschrieben hast.

Und zu guter Letzt, dass das Urheberrecht bei Dir liegt und Du daher untersagst, dass Kopien erstellt werden. Sicher ist halt sicher.

Mein Tipp:

Auch hier gilt, gut informieren und alles einfügen, was auf Dich zutrifft. Lass Dich ruhig von anderen Büchern inspirieren. Und solange es lesbar ist, kannst Du gegebenenfalls auch eine kleinere Schriftgröße wählen, damit es nicht zu lang wird.

Klappentext

Das ist tatsächlich eher für Dein E-Buch geeignet. Oben erwähnte ich schon, dass es passieren kann, dass sich Deine Lesenden nicht unbedingt erinnern müssen, warum sie das Buch gekauft haben. Vielleicht sogar vor Jahren schon.

Bei einem Printbuch müssen sie es nur umdrehen und lesen den Klappentext. Häufig erinnern sie sich dann daran. Bei einem E-Book würde ich am Anfang noch einmal den Klappentext einfügen.

Wenn sie es überblättern, dann ist es ihre Entscheidung. Aber Du gibst ihnen die Möglichkeit, dass sie es lesen können. Und dann entscheiden, ob sie es jetzt lesen oder später. Oder auch gar nicht.

Jedoch ermögliche ich es so, dass die Leute die Chance haben, sich noch einmal den Klappentext durchzulesen. Und dann zu entscheiden, dass sie das Buch lesen.

Mein Tipp:

Hast Du Dir einmal die Arbeit gemacht, einen Klappentext zu erarbeiten, dann kannst Du ihn ruhig öfters verwenden. Gerade bei E-Books lohnt es sich durchaus, diesen am Anfang noch einmal einzufügen.

Inhaltsverzeichnis

Gerade bei Sachbüchern kann ich nur empfehlen, am Anfang das Inhaltsverzeichnis einzufügen. Denn hier ist es wichtig zu zeigen, dass Dein Buch die Lösung für das Problem Deiner Lesenden bietet. Wenn sie keinen Blick hineinwerfen können, dann können sie das nicht herausfinden.

Aber solche Lesende wie ich, mögen es, wenn am Anfang angezeigt wird, wie viele Kapitel die Geschichte hat. Denn ich teile mir gerne den Roman in täglich zu lesende Kapitel ein. Das ist eine Marotte von mir, die ich seit Jahren pflege. Und damit komme ich gut voran. Daher mag ich es sehr, wenn am Anfang das Inhaltsverzeichnis zu finden ist.

Mein Tipp:

Für einige sind Inhaltsverzeichnisse nichtssagend. Andere hingegen möchten diese haben. Da diese nicht viel Platz fressen und mit dem richtigen Programm automatisch erstellt werden können, ich würde sie aufnehmen.

Triggerwarnungen

Bevor der Roman beginnt, würde ich selbst meine Triggerwarnungen setzen. Denn selbst halte ich dieses Thema für enorm wichtig. Und daher kurz vor der Geschichte, damit ich quasi die Lesenden zwinge, sich das noch einmal anzusehen.

Ob sie es lesen oder sich daran halten, das kann ich nicht beeinflussen. Aber ich möchte mein Bestmögliches tun, damit sie die Chance haben, sich zu informieren. Und damit ihre persönliche Entscheidung zu treffen, wie sie mit dem Buch umgehen möchten.

Mein Tipp:

Über das Thema “Trigger” und “Triggerwarnungen” wird gerade sehr heftig diskutiert. Für mich ist es kein Thema die zu verwenden, ich werde es einfach tun. Hoffentlich Du auch.

Katania de Groot führt in ihrem Beitrag auf, wie man die Triggerwarnung mit dem Inhaltsverzeichnis verknüpfen kann. Das bedeutet, dass sie bei Kapitel 1 schreiben, was für mögliche Trigger dort warten könnten. Vielleicht eine Idee für Dich?

Die Widmung

Keine Pflicht, aber für viele gehört es doch dazu. Eine Widmung gehört für mich definitiv am Anfang. Damit alle es sehen können.

Da Widmungen nicht sehr lang sind, kannst Du es am Anfang setzen. Und sicherlich wird es die Person, der Du das Buch widmest, sich sehr darüber freuen.

Mein Tipp:

Häufig sind Widmungen zentriert und kursiv eingefügt. Vielleicht magst Du Dir ja Gedanken machen, diese optisch hübscher zu gestalten?

Sonstiges?

Wie oben erwähnt, finde ich es selbst eher schwierig in einem E-Buch hin- und herzuspringen. Daher kann es durchaus angenehmer sein, wenn zum Beispiel ein Glossar am Anfang eingefügt wird, um ein Beispiel zu nennen.

Wenn es nicht zu lang ist, dann kannst Du solche Elemente noch vorne einfügen. Nur irgendwann muss das ganze am Anfang auch ein Ende finden. Nicht, dass ich mich als Lesende erst einmal durch 15 Prozent klicken muss, nur um irgendwann mal zum Roman zu kommen.

Mein Tipp:

Überlege Dir genau, was Du noch am Anfang anfügen möchtest und was ruhig am Ende eingefügt werden kann.

Nach der eigentlichen Geschichte

Der Roman ist vorbei und hoffentlich fühlen sich Deine Lesende so wohl, dass sie nun total gerne eine Rezension schreiben. Das wünsche ich Dir auf alle Fälle.

Viele fügen am Ende des Buches noch einige Dinge an. Was es ist, das liegt an Dir.

Rezensionsbitte

Ehrlich gesagt, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich selbst solch eine Bitte einfügen soll. Also, wenn den Lesenden das Buch gefallen hat, dass sie bitte eine Rezension schreiben soll. Zum einen stellt sich mir die Frage, warum sie nicht eine Rezension schreiben sollen, wenn es ihnen nicht gefallen hat.

Zudem bin ich ziemlich schlecht darin, andere um solche Dinge zu bitten. Das liegt an meiner Persönlichkeit.

Mein Tipp:

Wenn Du das kannst, also um Rezensionen zu bitten, dann würde ich empfehlen, es neutral zu formulieren. Also nicht nur beim Gefallen, sondern dass sie überhaupt eine Rezension schreiben. Und ich würde es kurz halten.

Dankesseite

Eine Geschichte schreibt man sehr selten völlig alleine. Daher ist es schön, wenn man sich bei den entsprechenden Personen bedankt. Das kann gerne am Ende geschehen, weil sich nicht wirklich alle für diese Seite(n) interessieren. Häufig werden sie überflogen oder richtig überblättert.

Andere Personen lesen sie schon gerne. Daher würde ich mir durchaus hier Mühe geben und eine anlegen. Gerade für die Leute, die Dir geholfen haben.

Mein Tipp:

Leg ruhig eine Dankesseite ein. Lass Dir etwas Kreatives einfallen, damit diese Seite damit aufgewertet wird.

Mit Dir in Kontakt treten

Sei es, dass Du hier Deine Online-Präsenzen aufführst oder man mit Dir postalisch in Kontakt treten kann, ich würde alles aufführen, was Dir lieb ist.

Auf diese Weise kannst Du auf natürlichen Weg Deine Followerzahlen erhöhen. Und das häufig ganz nebenbei.

Mein Tipp:

Häufig werden Links abgekürzt. In diesen Fällen kann man auf diese klicken und die Seite wird automatisch aufgerufen. Doch denk daran, dass noch alte Geräte (wie meines) im Umlauf sind. Wenn Du also kein Linkungetüm hast, dann würde ich die Links komplett setzen.

Dein Newsletter

Immer häufiger sehe ich, gerade in englischsprachigen Büchern, dass Links zum Newsletter gesetzt werden. Das ist völlig in Ordnung. Das kannst Du auch gerne machen.

Setze aber nur dann einen Link, wenn Du dauerhaft vorhast Deinen Newsletter zu versenden. Es gibt nichts frustrierender, als wenn man einen Link aufruft und der ist tot.

Zudem würde ich nicht mehr mit einem sogenannten Freebie werben. Nach der DSGVO könnte das eine unschöne Sache werden. Aber dazu gesondert mehr.

Mein Tipp:

Wenn Du Werbung für Deinen Newsletter machen möchtest, kannst Du das im Rahmen Deiner Online-Präsenzen machen. Selbst würde ich das ein wenig gesondert machen, um auch zu sagen, warum die Leute meinen Newsletter empfangen sollen.

Leseproben

Wenn Du eine Reihe schreibst, kann es eine Überlegung Wert sein, vom nächsten Buch eine Leseprobe einzufügen. Oder von einem anderen Buch, das in diesem Genre geschrieben ist (besonders dann gut, wenn Du in mehreren schreibst). Oder ganz allgemein, von Deinem nächsten Roman.

Ehrlich gesagt, ich selbst lese nie Leseproben. Irgendwie finde ich sie nicht ansprechend. Wenn mir ein Roman gefallen hat, dann möchte ich auf alle Fälle den nächsten lesen. Da muss ich nicht erst heiß gemacht werden. Und wenn mir der Roman nicht gefallen hat, dann bringt es auch nichts mehr. Der nächste Roman ist für mich persönlich tabu.

Mein Tipp:

Du musst für Dich klären, ob Du eine Leseprobe einfügen möchtest oder nicht. Auf alle Fälle sollte dann das Buch natürlich auch erscheinen. Tatsächlich hab ich eine Geschichte gelesen, die eine Leseprobe vom nächsten Band enthielt. Nur ist bis heute dieser nicht erschienen. Und ich hab die Geschichte 2016 (!) gekauft.

Denk auch daran, wie es Deine Lesenden gerne haben könnte. Auf alle Fälle würde ich es nur nicht übertreiben. Denn eine Geschichte, die ich mal gelesen hatte, enthielt mehr Leseproben als Roman. Fand ich nicht überzeugend.

Bücherwerbung

Na klar, was gehört in ein Buch? Werbung für weitere Bücher aus der eigenen Feder. Bei einer Reihe würde ich nur auf das nächste Band aufmerksam machen. Und dann auf weitere Bücher. Nur würde ich es nicht übertreiben.

Wenn mich ein*e Autor*in interessiert, dann suche ich nach ihr*ihm schon selbst. Die Bücherwerbung soll in erster Linie nur zeigen, dass da definitiv noch mehr zu finden ist. Und was Du empfiehlst als nächstes zu lesen.

Mein Tipp:

Wähle mit Bedacht aus, welche Bücher Du als Werbung noch hinzufügst. In einem E-Buch kannst Du viel mehr einfügen, als in einem Printbuch. Trotzdem würde ich es nicht übertreiben.

Wichtig ist auch, dass man alles lesen kann. Tatsächlich hab ich in einem Verlagsbuch Werbung für andere Bücher gehabt, die so klein waren, dass ich sie nicht lesen konnte.

Sonstiges

Am Ende kannst Du Dich eher austoben, als am Anfang. Gerade bei einem E-Book. Finde zumindest ich. Denn der Roman ist ausgelesen und ich kann entscheiden, ob ich noch weiterlesen möchte oder nicht.

Trotzdem würde ich es auch hier nicht übertreiben. Wenn ich am Ende so viel geboten bekomme, dass zwanzig Prozent ausmacht, kann das Gefühl entstehen, dass ich für mein Geld nichts bekommen habe. Das würde ich eher vermeiden.

Also dezent austoben.

Mein Tipp:

Es ist immer ein Abwägen zwischen Werbung, Informationen und es nicht zu übertreiben. Schau genau hin und frag auch andere, wie sie den Aufbau Deines Buches bzw. Deines E-Books halten. Und wenn kritische Anmerkungen kommen, höre genau zu.

Abschlussgedanken

Natürlich sind all diese Elemente kein Muss. Daher kann ich Dir nur empfehlen, schau Dir andere Bücher an, wie sie es gemacht haben und dann entscheide für Dich, was Du davon übernehmen möchtest.

Und nein, die Liste ist nicht abschließend, aber jetzt weißt Du, wo Du anfangen kannst.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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