Marketing: Dein Blog

Marketing: Dein Blog

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es kann sein, dass Du Dir sagst, dass eine Internetseite an sich eine interessante Sache ist. Aber eben nicht für Dich. Für Dich kommt so etwas nicht infrage. Das mag daran liegen, dass Du keine Ahnung von HTML hast (und der Meinung bist, dass Du das benötigst). Und überhaupt ist ein Blog doch viel interessanter.

Oder Du weißt noch nicht, was interessanter für Dich sein könnte, eine Internetseite oder eben ein Blog. Darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.

Kurze Vorgedanken

An dieser Stelle möchte ich keinen Beitrag darüber schreiben, welcher Blogbetreiber nun am besten ist. Die einen schwören auf WordPress, die anderen auf Blogspot und die Dritten auf einen völlig anderen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, welchen Anbieter Du wählen könntest, sprich mit den Leuten, welche die jeweiligen Anbieter gewählt haben und frag sie nach deren Vor- und Nachteilen. Es kann natürlich sein, dass Du es mit Hardcorefans zu tun bekommst. Das ist völlig in Ordnung. Ich gehe davon aus, dass Du trotzdem vernünftige Antworten erhältst.

Zusätzlich kannst und solltest Du noch bei den Anbietern selbst recherchieren, was sie Dir zu bieten haben. Du kannst auch einfach einen Probeblog anlegen, um zu sehen, wie es hinter der Bühne aussieht. Und danach kannst Du immer noch entscheiden.

Warum überhaupt ein Autor*innenblog und nicht nur eine Internetseite?

Ein Autor*innenblog ist um einiges direkter als eine Webseite. Eine Webseite ist eine zumeist statische Angelegenheit. Das bedeutet, Du erschaffst sie, aber häufig ist eine direkte Kommunikation mit Deinen Leser*innen etwas schwieriger (außer Du hast ein Gästebuch – eine eher aussterbende Angelegenheit).

Bei einem Blog sieht das meistens ein wenig anders aus. Denn hier hast Du die Kommentarfunktion. Wenn Du also einen Beitrag schreibst und veröffentlichst (und die Funktion nicht ausgeschaltet hast), dann können Deine LeserInnen direkt mit Dir in Kontakt treten.

Damit ist der Blog ein wenig näher an dem sogenannten Web 2.0. Deine Leser*innen konsumieren nicht nur, was Du ihnen bietest, sondern können dazu Stellung nehmen. Zwar in einem vorgegebenen Rahmen (sie werden aller Wahrscheinlichkeit in erster Linie auf Deine Beiträge reagieren), aber der Kontakt ist weitaus mehr gegeben, als bei einer Internetseite.

Daher kann es sich schon lohnen, zumindest darüber nachzudenken, ob Du nicht zu einem Blog greifst.

Entweder – Oder, oder doch beide zusammen?

Einigen stellt sich die Frage, ob sie nur eine Webseite erstellen sollen oder einen Blog. Andere hingegen entscheiden sich für beide Sachen. Das hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile.

Eine Internetseite lässt sich um einiges leichter pflegen. Und zwar spätestens dann, wenn es etwas Neues von Dir gibt. Sei es eine neue Geschichte, ob Du irgendwo auftrittst (zum Beispiel auf Buchmessen) oder was auch immer Dir wichtig ist.

Ein Blog will hingegen regelmäßig gepflegt werden. Regelmäßig bedeutet nicht jede Woche ein oder zwei Beiträge. Das kann auch nur einmal im Monat sein. Aber es empfiehlt sich trotzdem eine Art Redaktionsplan zu erstellen, was Du wann veröffentlichen willst.

Damit verhinderst Du, dass bei Deinen Leser*innen sich ein gewisser Frust aufbaut. Wenn sie jede Woche nachschauen, ob ein neuer Beitrag online gestellt wurde und da keiner ist und sie nicht wissen, wann der nun kommt, dann werden sie immer weniger Deine Seite aufsuchen.

Daher ist es immer gut, solltest Du Dich für einen Blog entscheiden, dass Du klar machst, wann Deine Beiträge erscheinen. Das könnte der Erste eines Monats sein, oder immer montags oder immer etwas am Wochenende. Es ist egal, wann Du Deine Beiträge schreibst (auch wenn das Blogprofis vielleicht anders sehen dürften). Wichtig ist, dass Du regelmäßig schreibst und Deinen Leser*innen auch sagst, wann sie mit einem Blogbeitrag rechnen können.

Wenn Du beides miteinander mischst, dann kannst Du ein statisches Element mit einem dynamischen kombinieren. Das statische Element der Internetseite (die eher unregelmäßig aktualisiert wird) und das dynamische Element des Blogs (das regelmäßig einen Beitrag von Dir erwartet).

Der Vorteil eines Blogs

Mit einem Blog kannst Du Dich schreibtechnisch austoben. Du kannst Deine Meinung kundtun, Schnipsel aus Deinem aktuellen Projekt posten, Texte veröffentlichen, die sonst nie das Licht der Welt erblicken würden, Tipps und Tricks zum Schreibprozess geben oder was auch immer Dich so bewegt.

Als Autor*in kannst Du aus allem schöpfen, was Dich interessiert oder Dich gerade beschäftigt. Da gibt es keine Grenzen. Immerhin bist Du Schriftsteller*in, dass bedeutet, dass Du kreativ genug bist (oder zumindest sein solltest), um genügend Material zu haben, damit Dein Blog gefüllt wird.

Da die meisten Blogs eine Kommentarfunktion haben, können Deine LeserInnen auf die Beiträge reagieren und Du kannst entsprechend darauf antworten. Und damit ist es möglich, dass ihr miteinander in Kontakt tretet. Denn ein Blog lebt nicht nur von den Beiträgen, es lebt von der Kommunikation.

Zudem kannst Du schneller auf bestimmte Ereignisse reagieren, die aktuell in der Welt des Schreibens passieren. Nehmen wir an, es gibt eine wichtige Änderung in der SP-Szene oder der Verlagswelt und Du hast das Bedürfnis darüber etwas zu schreiben, Dein Blog ist der passende Ort dafür.

Natürlich könntest Du einen solchen Text auch auf Deiner Internetseite packen, das stimmt. Aber wenn Du regelmäßig so etwas schreibst, könnte es passieren, dass diese irgendwann unübersichtlich wird (dafür gibt es ja die Beitragsübersicht im Pull-down-Menü). Zudem kannst Du Dich nicht mit jemandem austauschen, die oder der ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht hat, die Sache anders sieht oder nachfragen hat.

Und theoretisch könnte ein Blog auch eine Internetseite ersetzen. Es spricht also eine Menge für einen Blog.

Die Nachteile eines Blogs

Natürlich musst Du ihn regelmäßig füttern (auch wenn es nur einmal im Monat ist). Das bedeutet, Du musst Dich hinsetzen und etwas schreiben und es dann auch zu einem bestimmten Termin veröffentlichen.

Das bedeutet, dass Du ein Thema finden musst, um darüber zu schreiben. Gegebenenfalls musst Du recherchieren oder Deine Meinung argumentativ untermauern. Auf alle Fälle machen die Beiträge durchaus arbeit. Rechne gerne mit mehreren Stunden für einen halbwegs guten Beitrag.

Und natürlich will dieser auch überarbeitet werden (nicht immer ist es gut, die erste Fassung zu veröffentlichen). Denn Satzverwirrungen können sich einschleichen oder Du wiederholst Dich. Das kann alles vorkommen und kommt auch vor.

Weiterhin kann es durchaus auch frustrierend sein, wenn die Leute nicht auf Deinen Beitrag reagieren. Gerade am Anfang bedeutet das also, dass Du einen sehr langen Atem haben solltest.

Im ersten Jahr meines Bloglebens war es so, dass ich schon richtig glücklich war, wenn am jedem Tag der Woche überhaupt welche meinen Blog aufgesucht haben. Und wenn ich mehr als 10 Klicks am Tag hatte, ich war so glücklich wie eine Schneekönigin. Likes oder gar Kommentare waren trotzdem sehr rar gesät. Das sind schlichtweg Fakten, mit denen man sich durchaus beschäftigen sollte.

Erst nach und nach passierte es, dass ich jeden Tag Besucher*tnnen auf meinem Blog begrüßen darf und das sogar im hohen zweistelligen Bereich und auch teilweise im dreistelligen Bereich. Aber auch wenn Du Dich an die ganzen Tipps und Tricks von irgendwelchen Blogexpert*innen hältst, es wird immer eine gewisse Zeit dauern, bis Dein Blog berühmt wird.

Es könnte sein, dass das anders aussieht, wenn Du vorher schon eine gewisse Berühmtheit erlangt hast. Aber rechne einfach erst einmal damit, dass der Anfang schwer wird. Das sage ich nicht, um Dich zu entmutigen. Ganz im Gegenteil, je mehr Du an Dich und Deinen Texten arbeitest, desto schöner wird die Belohnung. Ich möchte Dich nur darauf hinweisen, dass die Sache eben ihre Zeit benötigt. Aber es kann sich durchaus lohnen.

Der rechtliche Kram

Da ich das schon in meinem Beitrag rund um die Internetseite erwähnt habe, möchte ich mich hier nicht wiederholen. Daher bitte ich Dich höflichst, dort alles Weiter nachzulesen, vielen Dank.

Die Kommentarfunktion

Da eine Internetseite nicht zwangsläufig über eine Kommentarfunktion verfügt, außer Du entscheidest Dich ein Gästebuch einzufügen, möchte ich an dieser Stelle gesondert darauf eingehen, da es hierbei durchaus was zu beachten geben kann.

Aber auch hier gilt, ich selbst bin keine Juristin oder hab eine juristische Ausbildung mit der Erlaubnis, eine entsprechende Beratung anzubieten. Wenn Du also weitere Fragen hast, bitte ich Dich, dass Du Dich damit an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt wendest. Dort wird Dir sicherlich bei speziellen Fragen geholfen.

Auch wenn sich das vielleicht komisch anhört, Du bist für die Kommentare der Anderen verantwortlich. Das bedeutet, was auch immer auf Deinem Blog als Kommentar hinterlassen und nicht von Dir kontrolliert wird, kannst Du dafür gegebenenfalls verklagt werden. Zumindest war das die Rechtsprechung vor einigen Jahren so (damals auch mit Gästebüchern und Foren).

Und ich befürchte, dass sich zwischenzeitlich nicht viel daran geändert hat. Immerhin gab es vor einigen Jahren (zumindest meine ich mich daran zu erinnern) ein Urteil, dass man auch dafür verantwortlich ist, was auf der eigenen Facebook-Seite geteilt wird. Warum sollte sich also daher die Sache auf dem Blog als Kommentar geändert haben?

Aber keine Panik, es gibt die eine oder andere einfache Methode, um das alles zu umgehen.

Keine automatische Freischaltung der Kommentare

Eine für mich wichtige Einstellung bezüglich der Kommentare ist die, dass diese nicht automatisch freigeschaltet werden. Auch dann nicht, wenn die entsprechende Person bereits auf meinem Blog kommentiert hat. Denn man weiß nie, mit was für Personen man es zu tun hat. Dann schaltest Du einen Kommentar frei, der an sich harmlos ist und beim nächsten Mal legt die Person so richtig zu und beleidigt Dich oder wen auch immer und dieser Kommentar wird automatisch freigeschaltet. Keine gute Idee.

Normalerweise solltest Du in Deinem Blog ein entsprechendes Häkchen setzen können, dass die Kommentare erst einmal gespeichert werden und Du sie manuell freischaltest.

Ein weiterer Vorteil ist auch der, dass Du jeden Kommentar nach und nach abarbeiten kannst. Nehmen wir an, dass Du zu denen gehörst, die viele Kommentare bekommt. Dann könnte es passieren, dass diese irgendwann untergehen. Schaltest Du sie erst dann frei, wenn Du sie beantwortest, kann Dir das nicht passieren.

Kommentare im Notfall auch mal zensieren

Wenn Du das Gefühl hast, dass ein Kommentar urheberrechtlich geschütztes Material beinhaltet oder einfach nur voller Beleidigungen ist, dann ist es möglich, diesen zensiert zu veröffentlichten. Meine Empfehlung ist dabei, dass Du die gelöschten Stellen mit folgenden Zeichen kenntlich machst: […].

Du kannst auch in den eckigen Klammern schreiben, was Du gelöscht hast (zum Beispiel, Text aus dem Roman, der Kurzgeschichte oder was auch immer bzw. eine Beleidigung). Damit wissen alle LeserInnen, warum Du Dich für diesen Weg entschieden hast.

Hier noch ein kleiner Tipp. Bei Kommentaren mit Beleidigungen oder sonstigen Inhalt, der sich nach einer Straftat anhören könnte, mach bitte immer vom Original ein Screenshot. Damit hast Du immer ein Beweis in der Hand, solltest Du Dich gezwungen sehen, doch die Person anzeigen zu müssen. Im Rahmen der DSGVO solltest Du jedoch keine IP-Adressen mehr speichern. Daher ist es fraglich, inwiefern das juristisch verfolgt werden kann. Die Polizei wird Dir sicherlich hier Auskunft geben können.

Kommentare dürfen auch mal gelöscht werden

Für mich gibt es durchaus Kommentare, die sehr wohl gelöscht werden dürfen. Immerhin ist es mein Blog und ich trag die Verantwortung dafür, was hier veröffentlicht wird. Das gilt letztendlich auch für die Kommentare.

Erst einmal habe ich mich selbst entschieden, keine reinen Werbekommentare mehr zu veröffentlichen. Das sind Kommentare, die nichts zum Inhalt des jeweiligen Beitrages sagen, sondern wirklich nur für die eigene Webseite oder für das aktuelle Buch Werbung machen. Da ich selbst keine Werbeplattform bin und dafür nicht bezahlt werde, fliegen sie raus.

Bitte missverstehe das nicht, ich unterstütze gerne Autor*innen bei der Werbung für ihre Bücher. Sprich mich an und ich schreibe sogar ein Beitrag für Dich oder mit Dir. Daran soll es nicht scheitern. Nur wenn ich das Gefühl habe, die Leute interessieren sich weder für mich als Person noch für mich als Autorin oder als Bloggerin, warum sollte mich dann ihr Kommentar interessieren?

Wenn Du aber einen sinnvollen Kommentar schreibst und dann zu Deinem Blog linkst, wo vielleicht ein Beitrag steht, der zum Thema passt, dann sehe ich von einer Löschung ganz klar ab. Das ist für mich keine Werbung, sondern lediglich eine Verlinkung. Auf diese Weise habe ich auch Nike Leonhardt kennengelernt und sie möchte ich auf keinen Fall missen.

Kommentare, bei denen man das Gefühl hat, dass die/der Verfasser*in sich nicht die Mühe gemacht hat, sich den Beitrag zu lesen oder gar die verlinkten Beiträge, aber irgendwie etwas verzapfen muss, warum soll ich sie freischalten? Ich wüsste nicht wieso. Aber das ist ein Thema, da muss jede*r selbst entscheiden, wie sie oder er damit umgeht.

Solltest Du das machen, sei Dir versichert, viele solcher Leute werden dann Deinen Blog nicht besuchen. Daher sollte man hier eher sparsam vorgehen. Andererseits, es ist meine kostbare Lebenszeit. Warum sollte ich sie als mit Leuten verbringen, die sich nicht die Mühe machen ihre kostbare Lebenszeit ein wenig zu verschwenden, um den Beitrag zu lesen?

Beleidigende, rassistische, sexistische oder ähnliche Kommentare gehören natürlich sofort gelöscht. Nachdem Du ein Screenshot gemacht hast. Denn so etwas eine Plattform zu geben, halte ich für unsinnig und in manchen Fällen kann das sogar ganz schön nach hinten losgehen.

Den Screenshot solltest Du natürlich auch dafür behalten, falls Du eine Anzeige erstatten möchtest. Gegebenenfalls, wenn Du den Beitrag sowieso nicht veröffentlichen möchtest, kannst Du ihn auch da belassen, dann hast Du direkte Beweise für die Polizei.

Zwei Hinweise

Es mag sich vielleicht anhören, als müsstest Du regelmäßig Kommentare löschen und Dich mit Anwält*innen und der Polizei auseinandersetzen. Dem ist nicht so. Bisher musste ich bisher noch nie die Polizei anrufen, weil ein Kommentar grenzwertig war. Und der Blog ist ein paar Tage alt und früher habe ich schon einige Blogs geführt.

Das sind nur Hinweise, falls es doch mal kommen sollte und Du nicht weißt, was Du nun tun sollst. Einige könnten dann spontan auf dem Schlauch stehen.

Und zum Zweiten kann es immer passieren, dass jemand Meinungsfreiheit brüllt und Du sie ja ach so böse verletzt. Es stimmt, Artikel 5 des Grundgesetzes schützt die Meinungsfreiheit. Artikel 1 des Grundgesetzes hingegen spricht von der Würde des Menschen und das sie unantastbar sind.

Im Sozialkundeunterricht habe ich gelernt, dass die Rangfolge der Artikel im Grundgesetz eine Bedeutung hat. Je höher der entsprechende Artikel, desto wichtiger ist er. Das bedeutet, dass Deine Würde wichtiger ist, als die Meinungsfreiheit einer anderen Person. Sollte also jemand Deine Würde verletzten oder beschneiden wollen, hat sie oder er kein Recht dazu. Du hingegen hast das Recht die Meinungsfreiheit zu beschneiden. So einfach ist das.

Doch solche Gedanken könnten dann für Dich interessant werden, wenn Du über sehr kontroverse Themen schreibst. Das ist leider ein Fakt. Immer wieder verfolge ich Diskussionen auf Twitter (was hierzu nicht vergleichbar ist) und mir ist regelrecht die Kinnlade runtergefallen (Memo an mich, ich sollte einfach keine Kommentare mehr lesen). Da ging es sehr stark unter die Gürtellinie. Aber bei einem persönlichen Blog, indem es nur um Deine Bücher und Dein Leben als Autor*in geht, da sollte das eigentlich nicht passieren. Und wenn doch, keine Panik, hol Dir notfalls Hilfe und geh aufrecht in die Antwortfunktion.

Die Reiter

In einem Blog kannst Du mehrere „Reiter“ einfügen, in denen Du wichtige Informationen einfügen kannst (siehe bei meinem Blog oben die Reiter). Da ich mich dazu bereits in meinem Beitrag rund um die Internetseite dazu geäußert habe, wiederhole ich mich hier nicht. Bitte einfach dort notfalls noch einmal alles nachlesen. Danke schön.

Bücherrezensionen

Da ein Blog mehr Platz bietet, um verschiedene Beiträge zu schreiben, im Gegensatz zu einer Internetseite, möchte ich dieses Thema hier aufgreifen. Denn vor einiger Zeit wurde auf Twitter eine Frage zum Thema Buchrezension auf dem eigenen Autor*innenblog gestellt.

Und zwar ging es darum, ob man als Autor*in die Bücher anderer Autor*innen rezensieren darf bzw. sollte. Mein erster Gedanke war, ja klar, warum denn nicht? Doch eine andere Antwort leuchtet durchaus ein.

Wenn Dir ein Buch gefallen hat und Du eine positive Rezension schreibst, könnten einige auf den Gedanken kommen, dass es sich hierbei um eine Gefälligkeitsrezension handelt. Schreibst Du dagegen eine negative Rezension, bist Du natürlich nur neidisch.

Egal also, was Du machst, Du kannst nur verlieren. Daher wurde damals in der Diskussion empfohlen, eben keine Rezensionen auf einen Autor*innenblog zu veröffentlichen. Neuerscheinungen kannst Du ankündigen, dass wurde allgemein zugestimmt. Und Rezensionen gehört auf Dein Reziblog. Oder eben auf gewissen Onlineportalen.

Wie Du das letztendlich machst, wie so oft, ist am Ende Deine eigene Entscheidung.

Abschlussgedanken

Theoretisch gibt es zum Thema Blog noch eine Menge zu sagen. Aber Du kannst Dich auch einfach von den vielen anderen Autor*innenblogs inspirieren lassen und sehen, was am Ende dabei herauskommt. Mach Dir Notizen, mit welchen Kategorien Du arbeiten möchtest oder auch was für Beiträge Du verfassen willst.

Du kannst entweder eine Internetseite haben oder einen Blog. Mit beiden zusammen kannst Du durchaus mehr Leute erreichen. Denn eine Internetseite bietet nicht zwangsläufig viel Material, um die Leute dauerhaft dort zu binden. Haben sie einmal alles durchgelesen, dann ist eine Internetseite nicht mehr interessant. Aber wenn Du dazu noch einen Blog hast, dann werden Deine Leser*innen aller Wahrscheinlichkeit eher zurückkommen. Denn sie wollen Deinen neuesten Beitrag lesen.

Überleg Dir daher, ob Du Dir einen Blog anschaffen möchtest, und recherchiere dann, welcher Anbieter für Dich der richtige ist. Und dann leg einfach los.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr lesenden Besuch.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Hits: 38

Marketing: Deine Internetseite

Marketing: Deine Internetseite

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinen Anfangszeiten des Internets (also vor über zehn Jahren) gehörte es zum guten Ton eine eigene Internetseite zu haben. Doch heutzutage gibt es mehrere Social Media Kanäle, welche diese eigentlich ersetzen könnte. Also Facebook oder Twitter oder auch Instagram. Da könnte man doch meinen, da wäre eine eigene Internetseite völlig überflüssig, oder?

Meine Antwort lautet ganz klar: Myspace.

Kurze Vorgedanken

Gut, die Antwort Myspace ist nicht sonderlich erschöpfend, gerade wenn Du nicht weißt, wer oder was Myspace ist bzw. war.

Myspace könnte man als eine Vorgängerversion von Facebook bezeichnen. Dort trafen sich in erster Linie zwar sehr viele Musiker*innen, aber auch alle andere waren dort zu finden (ich hatte dort auch eine Seite gehabt). Über Myspace wurden sogar einige überhaupt erst berühmt.

Doch dann gab es einige Skandale rund um Myspace und es wurde im Allgemeinen eher unpopulär. Man zog weiter und Facebook wurde interessant. Und auch wenn viele das nicht lesen wollen, aber auch Facebook hat an Attraktivität verloren.

Gerade jüngere Menschen finden andere Plattformen um einiges cooler (zum Beispiel Snapchat). Das bedeutet, dass es schneller passieren kann, also man Facebook schreibt, dass diese Plattform ebenfalls bald in Vergessenheit gerät.

Warum also jetzt genau eine Webseite?

Eine eigene Webseite ist die eigene Wohnung. Dort kannst Du (wenn Du Dich an ein paar Spielregeln hältst) im Grunde genommen machen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, was für Möbel Du in Deine Wohnung stellst, welche Farben Du wählst oder ob Du überhaupt aufräumst (über feine Details wie Geruchsbelästigung oder die lieben Eltern, die sich doch gerne einmischen, will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen, ich denke, Du verstehst, was ich meine).

Sämtliche Social Media Kanäle hingegen sind öffentliche Plätze. Damit meine ich Parks, Kinos oder auch Einkaufszentren. Du darfst Dich dort aufhalten, aber nicht dort nach eigenen Regeln agieren, sondern musst Dich an fremde Spielregeln halten.

Den Park darfst Du nicht verschmutzen, in Kinos hast Du Dich ruhig zu verhalten und in Einkaufszentren musst Du Dich an die Centerregeln halten. Dort bist Du lediglich ein Gast, niemals die Bewohnerin oder der Bewohner.

Das gilt auch für das Internet. Wenn Du Dich an einige Spielregeln hältst, dann darfst Du auf Deiner Internetseite tun und lassen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, wie Du Deine Seite gestalten sollst oder Dich verbannen, nur weil Du einen nackten Männerrücken zeigst.

So habe ich den Leidensweg einer Autorin verfolgt, die vor einigen Jahren mehrere Male auf Facebook blockiert wurde, wegen einer unbedeutenden Kleinigkeit (den oben erwähnten nackten Männerrücken). Und das kann uns allen jederzeit passieren.

Früher hatte ich noch meinen Twitteraccount mit meiner privaten Facebook-Seite verlinkt gehabt. Das bedeutete, dass alle meine Tweets bei Facebook erschienen sind. Und einer dieser Tweets (es war ein Retweet von einem meiner Lieblingsschauspielern, wohlgemerkt in einem Anzug) wurde gelöscht. Es gab keine Erklärung warum.

Das bedeutet also, dass es uns allen theoretisch jederzeit passieren kann, dass wir gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen und dann nicht mehr auf ein der Social Media Plattformen dürfen. Denn die Regeln schreiben andere und wir haben uns daran zu halten (egal wie sinnig oder unsinnig wir sie finden). Und es kann jederzeit ein Hausverbot ausgesprochen werden.

Wenn wir also unsere Kontakte nur auf Social Media Kanäle reduzieren, machen wir, zumindest sehe ich das so, einen gewaltigen Fehler. Leser*innen, Fans, wie auch immer können Dich dann nicht mehr im Internet finden oder Kontakt zu Dir halten, solltest Du gesperrt werden.

Hast Du aber eine Internetseite, sieht das definitiv anders aus. Denn solange Du Deine Gebühren bezahlst (sofern Du Dein eigenes Webspace verwendest), ist das Deine Wohnung im Internet. Und Deine Leser*innen können Dich jederzeit finden, auch wenn Deine Seiten in irgendwelchen Social Media Kanälen gesperrt sind.

Der Anfang

Vielleicht habe ich Dich jetzt überzeugt, doch an einer Internetseite zu basteln. Dann musst Du natürlich irgendwo anfangen. Bevor Du Dir Webspace mietest und eine eigene Internetseite, empfehle ich Dir erst einmal die kompletten Texte vorher offline zu schreiben.

Wenn Du offline die ganzen Texte schreibst, kannst Du auch alles immer hin- und herschieben ohne das Du Dich mit Quellcodes oder Sonstiges herumschlagen musst. Zudem kannst Du die Texte auch noch an andere schicken, damit sie Dir eine Rückmeldung geben, wie gut sie sind oder wo Du noch ein wenig nachbessern kannst.

Wenn Du das alles fertig hast, kannst Du Dich als Nächstes um die Plattform kümmern, auf denen Deine Internetseite erscheinen soll. Es kommt natürlich darauf an, ob Du eigenen Webspace haben oder Du einen Anbieter nutzen möchtest. Wobei Letzteres bedeutet, dass Du wieder nach anderen Regeln zu spielen hast.

Auf Dauer würde ich Dir empfehlen, dass Du Dir Dein eigenes Webspace anmietest. Denn dort hast Du dann alle Möglichkeiten, um Deine eigene Seite aufzubauen. Du musst Dich nur an die maximale Größe halten, die Du gemietet hast (bei den meisten kannst Du eigentlich auch ganz einfach noch ein Paket dazu mieten, wenn Du doch mehr brauchen solltest) und eben an die gesetzlichen Vorlagen (also keine rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder sonstige ismen-Meinungen kundtun).

Viele Webspaceanbieter haben noch den Service, dass man gleich noch die dazugehörige Webseitenadresse, also die URL gleich mitmieten kann. Ganz ehrlich? Das ist so eine Sache. Ich würde Dir empfehlen, da immer zwei verschiedene Anbieter zu nehmen (auch wenn ich mich selbst nicht daran gehalten habe).

Der Grund ist ganz einfach: Es kann immer passieren, dass Du Dich entscheidest, den Anbieter für Dein Webspace zu kündigen. Entweder sind die Preise zu teuer geworden, oder der Service geht immer mehr und mehr in die Knie. Das sind keine Seltenheiten.

Du kannst jederzeit dann Deine Webseite einpacken, zum nächsten Anbieter wechseln und diese wieder hochladen. Die URL bleibt weiterhin bestehen und Du kümmerst Dich um Deine Internetseite. Zwischenzeitlich können Deine Besucher*innen die URL weiter aufrufen und sehen eben, dass kurzfristig die Seite nicht aufrufbar ist. Denn es ist eher selten, dass man wirklich Probleme mit dem Anbieter des Namens einer Internetseite hat, eher mit dem Webspaceanbieter. Daher eben die Trennung.

Der juristische Kram

Ganz wichtig, ich bin selbst keine Juristin, also werde ich Dir an dieser Stelle keine juristische Beratung in jeglicher Art anbieten. Solltest Du Zweifel oder weitere Fragen haben, bitte wende Dich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt. Sie können Dir jederzeit weiterhelfen.

Zumindest für Deutschland gilt, es herrscht hier Impressumspflicht. Das bedeutet, Du musst Deinen Namen und Deine private Wohnadresse preisgeben. Mit anderen Worten, eine ladungsfähige Adresse.

Sollte Dich also jemand verklagen wollen (weswegen auch immer), muss diese Person mit wenigen Klicks Deine Adresse finden können, um Dir die Klage zusenden zu können (man spricht hier von der 2-Klick-Lösung, man darf also maximal zwei Mal klicken, um an Deine Daten zu kommen). Oder Deine Adresse dem Gericht mitteilen können, damit eine Ladung zu einer Verhandlung zugestellt werden kann.

Solltest Du also nur Dein Namen und eine E-Mail-Adresse oder ein Postfach angeben wollen, dann muss ich Dir leider sagen, es reicht nicht. Das könnte Ärger mit sich bringen.

Dein Vor- und Zuname und Deine komplette Adresse müssen angegeben werden. Aber es gibt auch sogenannte Impressumsdienste, die das für Dich übernehmen. Du schließt mit denen einen Vertrag ab (die Details erfährst Du dann von denen) und die Post wird dann an den Impressumsdienst geschickt. Und sie lassen es dann Dir schnellstmöglich zukommen. Das wäre noch eine gute Alternative für Dich, wenn Du Deine Adresse nicht preisgeben möchtest.

Mit einem Impressum auf Deiner Internetseite kannst Du diesen Link auf allen Social Media Kanälen angeben, die ebenfalls ein Impressum verlangen. Einfach den Link setzen und bisher hatte ich mit keinem der Kanäle irgendwelche Probleme. Natürlich ist das schwierig, wenn Du unter einem Pseudonym Deine Geschichten veröffentlichst und niemand Deine Daten kennen soll. Dann wende Dich an einen der Impressumsdienste. Zwar kosten einige davon etwas, aber Du erfüllst damit ebenfalls die gesetzlichen Vorgaben.

Wenn Du noch den Datenschutz auf Deine Seite einfügen möchtest (was ebenfalls Pflicht ist, spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO), zwischenzeitlich gibt es diverse Seiten, die einen kostenfreien Dienst dafür anbieten. Du musst nur einige Daten eingeben und anklicken, für welche Angebote Du die Datenschutzerklärung benötigst. Dann wird Dir eine entsprechende Erklärung formuliert.

Dein Name

Wenn Du den langweiligen Teil abgearbeitet hast, wirst Du Dir vielleicht nun einen Namen für Deine Internetseite überlegen wollen. Es kann Dein Pseudonym bzw. Dein Autorinnenname sein, es kann aber auch eine Bezeichnung oder der Titel Deines Romans sein.

Wenn Du als Autor*in die Welt trittst, ich würde Dir empfehlen auch mit diesen aufzutreten. Oder ein Name, der mit Deinem Pseudonym zu tun hat. Die Autorin Ally J. Stone hat ihre Seite Stonebooks genannt. Er ist passend, kurz und sehr prägnant. Und ihr Pseudonym ist immer noch zu erkennen.

Oder TinaWritesRomance (die Internetseite der Autorin Tina Folsom). Wir haben den Vornamen der Autorin und was sie schreibt (hier Romance). Das Problem kann hier sein, sollte sich Tina Folsom überlegen einen Krimi zu schreiben, passt der Name schon nicht mehr.

Daher empfehle ich Dir, sehr genau über diesen Namen nachzudenken. Hat sich erst einmal ein bestimmter Name bei Deinen Leser*innen bekannt gemacht, wird es sehr schwer sein, einen neuen zu etablieren. Das gilt für Pseudonyme überhaupt. Wenn Du Hilfe brauchst, ich bin mir sicher, dass Deine Freund*innen und/oder Onlinekontakte Dir bei dieser Entscheidung gerne unter die Arme greifen werden. Bitte sie nur um Hilfe.

Der Inhalt Deiner Seite

Kommen wir endlich zu den (möglichen) Inhalten Deiner Webseite. Wobei das alles, was ich im Folgenden Schreibe eben nur Möglichkeiten sind. Was für Texte Du letztendlich auf Deine Seite packst, ist Dir und Deiner Idee für Deine Außenwirkung überlassen.

Über mich – Vita

Eine von zwei Seiten, die ich Dir doch sehr ans Herz legen würde. Und zwar eine Seite, in der Du Dich vorstellst. Das kann als Vita geschehen (ein kurzer Text, der in der dritten Person verfasst ist) oder ein längerer Text in der Ich-Form.

Hier erzählst Du Deinen Besucher*innen, wer Du bist, was Du tust und warum das letztendlich irgendjemanden interessieren sollte. Wenn Du also Krimis schreibst, dann sag, warum Du das tust, was Dich daran fasziniert und was Dich von anderen Krimiautor*innen unterscheidet.

Wenn Du dann noch ein Praktikum bei der Polizei oder in der Gerichtsmedizin gemacht hast, dann kannst Du so etwas auch erwähnen. Langweilige Sachen kannst Du weglassen, gerade dann, wenn sie nichts mit Deiner Tätigkeit zu tun haben.

Versuch dabei so spannend und spontan zu sein, wie nur möglich. Ich selbst möchte keine Abhandlung Deines Lebens lesen, sondern einen kurzen, erfrischenden Text, der Spaß macht und lustig ist. Bei solchen Texten darfst Du Dir gerne Mühe geben, denn hier lockst Du durchaus einige Leser*innen.

Diese Seite ist auch immer gut, für ein hübsches Potrait von Dir. Es soll Dich am besten sehr sympathisch und angenehm zeigen, daher gönne Dir ruhig ein professionelles Fotoshooting damit das nicht in die Hose geht.

Schreibst Du in einem bestimmten Genre, kannst Du die Elemente auch in Deinem Foto widerspiegeln lassen. Schau Dir mal die Bilder der Autorin Nina C. Hasse an. An dem Bild kannst Du schnell erkennen, dass sie eine Steampunkautorin ist.

Überleg Dir also, wie Du Dein Genre auf ein Bild darstellen kannst, und nutze dann die Elemente dafür. Du wirst dann völlig anders rüberkommen, als wenn Du ein ganz normales Autor*innenfoto zur Verfügung stellst.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn das Bild Dich zeigt, so besteht auf die Arbeit des Fotos ein Urheberrecht, welche der/dem Fotograf*in gehört. Daher erkundige Dich vorab, in welcher Art und Weise Du das Foto öffentlich nutzen kannst. Gegebenenfalls musst Du die Rechte entsprechend bezahlen. Das sollte es Dir dann Wert sein, wenn das Bild wirklich gut ist.

Übersicht Deiner Werke

Die zweite Seite, die unglaublich wichtig ist, ist die Übersicht über Deine Arbeit. Letztendlich sind es die Bücher der Grund, warum viele Besucher*innen überhaupt auf Deine Internetseite kommen.

Das bedeutet, dass Du mindestens eine Seite allein für Deine Bücher reservieren solltest, egal ob Du nur eines oder einhundert Bücher veröffentlicht hast.

Wichtig finde ich immer, dass Du das Cover zu der Geschichte veröffentlichst, den Klappentext und die ISBN (sofern vorhanden). Du kannst zusätzlich noch die ganzen Onlineshops aufführen, wo man das Buch bestellen kann.

Bieten die Shops ein Programm an, an denen Du Dich für die verkauften Bücher über Deine Seite noch finanziell beteiligen, ich würde daran teilnehmen. Dann bekommst Du für jedes Buch, was Du über Deine Internetseite vermittelst, noch ein oder zwei Prozent mehr Geld. Besser als nichts.

Aber Achtung: Vor einiger Zeit habe ich gelesen, dass solche Affiliatelinks steuerpflichtig sind. Daher bei Bedarf erkundigen, inwiefern Du die Daten dann bei Deiner Steuererklärung angeben musst.

Im Zweifel wende Dich hier an Dein Finanzamt.

Du kannst zusätzlich auch noch eine Leseprobe aus Deinem Roman veröffentlichen, damit Deine Leser*innen einen Eindruck von Deiner Geschichte bekommen und vielleicht richtig Lust bekommen, diesen sofort zu kaufen.

Was ich noch gut finde, ist eine Reihenübersicht, sofern es notwendig ist. Häufig suche ich nämlich die Internetseiten der Autor*innen auf, um herauszufinden, in welcher Reihenfolge ich die Romane lesen sollte. Daher empfehle ich Dir, sofern Du natürlich Reihen schreibst, Deinen Leser*innen dies auch zu vermitteln.

Du kannst eine Übersicht über die Reihe aufbauen, und jedes Mal, wenn man auf eines der Covers klickt, kommt man zu den ganzen Informationen rund um Deinen Roman.

Weitere Texte von Dir

Du kannst natürlich auch noch kleine Geschenke für Deine Besucher*innen bereithalten. Das können Schnipsel aus Deinen Romanen sein, Texte, die Dir einfach nicht gelungen sind (und Du dann Deinen Leser*innen zeigst, dass auch Du nur ein Mensch bist), Kurzgeschichten und noch einiges mehr.

Natürlich besteht hier die Möglichkeit, dass jemand Deine Texte klaut. Aber das ist immer möglich. Jedoch würde ich es trotzdem machen, damit Deine ehrlichen Besucher*innen etwas haben, worüber sie sich freuen können.

Deine Hobbys

Bis zu einem gewissen Grad kannst Du noch über Deine Hobbys informieren (je ungewöhnlicher, desto besser kann das sein). Jedoch empfehle ich Dir, dass Du Deine Hobbys nur in einem kleinen Rahmen Platz auf Deiner Seite zur Verfügung stellst.

Solche Informationen sollen Dich interessanter machen, aber nicht das Gefühl vermitteln, dass es Dir wohlmöglich wichtiger ist, als das Schreiben. Willst Du Deinem Hobby mehr Platz einräumen, dann empfehle ich Dir, dafür eine eigene Seite zu basteln.

Weitere Angebote

Viele Autor*innen bieten neben ihren Romanen noch andere Dienstleistungen an. Dazu kann das Lektorat, Korrektorat oder auch Autor*innencoaching gehören. Auch das kannst Du auf Deine Seite packen.

Sei aber auf alle Fälle ehrlich und sag klar, was Du dafür verlangst. Ich finde es immer anstrengend, wenn ich ein Angebot sehe, mich eventuell dafür sogar interessiere, aber keinerlei Angaben zu den Preisen finde. Und bei vielen gibt es eine Hemmschwelle anzufragen, was denn für diese Dienstleistung verlangt wird.

Wenn Du keine konkreten Angaben machen willst, dann solltest Du wenigstens eine grobe Richtung anbieten. Einfach etwas, woran man sich orientieren kann.

Weitere Punkte

Sicherlich fallen Dir noch weitere Punkte ein, die Du auf Deine Internetseite raufpacken möchtest. Schau Dir ruhig andere Internetseiten von Autor*innen an und überleg Dir, was Du davon selbst übernehmen möchtest, weil es Dir gefällt.

Übernimm aber nicht einfach irgendeine Idee, sondern garniere sie mit Deiner eigenen Persönlichkeit. Denn Du bist nicht irgendein*e Autor*in, Du bist jemand ganz Besonderes. Und zwar Du selbst. Aber klar, manche Ideen sind einfach zu gut, als dass man sie nicht einfach an sich vorbeiziehen lassen sollte.

Daher überleg Dir, wie Du die Idee so abänderst, dass man erkennen kann, dass Du dahinter steckst. Das kostet ein wenig Gehirnschmalz, aber ich bin mir sicher, dass es sich am Ende wahrhaftig lohnen wird.

Das Aussehen

Kommen wir nun zum Aussehen Deiner Internetseite. Denn diese kann ganz wichtig sein. Immerhin schauen sich Deine Besucher*innen die Internetseite an. Daher empfiehlt es sich, dass sie so angenehm wie nur möglich aufgebaut ist.

Farben

Jetzt stell Dir mal bitte folgende Internetseite vor:

Sie hat eine rosa Schrift auf weißen Hintergrund. Überall siehst Du Einhörner. Und wenn Du den Pfeil Deiner Maus über die Seite bewegst, kommen noch süße bunte, Glitzersterne hinterher.

Wenn ich Dir sage, dass die Autorin oder der Autor Hardcorethriller schreibt, ich glaube, Du würdest vom Glauben abfallen (oder zumindest von Deinem Stuhl runter). Denn das passt nicht zusammen, beim besten Willen nicht.

Früher gab es in der Tat extreme Seiten, die jenseits von Gut und Geschmack angelegt wurden. Zwischenzeitlich hat sich das doch zum Glück stark gebessert. In meinen Anfangszeiten hatte jede Seite einen eigenen Hintergrund, verschieden Farben und Fonts und eben unnötige Spielereien.

Vor Kurzem habe ich jedoch eine Autorinnenseite besucht, die einen animierten Hintergrund hatte. Die Seite empfand ich so ansprechend, dass ich Hals über Kopf wieder geflüchtet bin. Ich fand es anstrengend.

Erst einmal empfehle ich Dir, die passenden Farben auszuwählen. Wenn Du Krimis oder Thrillers schreibst, solltest Du nicht unbedingt rosa oder andere „süße“ Farben wählen. Gedeckte Farben sind da eher passend (schwarz ganz klar, oder auch ein dunkles Rot kann passen).

Du musst keine Klischeefarben verwenden (also rosa für Liebesromane), wenn Du das nicht möchtest. Aber man sollte schon darauf kommen, in was für einem Genre Du schreibst, wenn man Deine Seite besucht. Oder zumindest nicht in die Irre geführt werden. Rosa und Thriller, das passt beim besten Willen nicht zusammen. Und wenn das Rosa keinen höheren Sinn hat (vielleicht spielt die Farbe ja in Deinem Roman eine Rolle), solltest Du Dir gut überlegen, warum Du diese Farbe unbedingt verwenden willst.

Trotzdem bitte ich Dich, lass die Farben immer lesbar bleiben. Blau auf Grün zum Beispiel ist ungemein schwer zu lesen. Und es macht auf Dauer keinen Spaß. Das Einzige, was Du mit solchen Farbkombinationen erreichst, ist, dass Deine Besucher*innen keine Lust mehr haben und aufgeben, weil sie Deine Texte gar nicht lesen können.

Genauso ist es unangenehm verschiedene Schriftarten zu lesen, wohlmöglich noch auf einer Seite. Auch das hat sich in den letzten Jahren verbessert, aber ich möchte nur darauf hinweisen, dass so etwas nicht unbedingt auf eine Internetseite gehört.

Versuch Deine Seite so angenehm wie nur möglich zu gestalten, damit Deine Besucher*innen Spaß daran haben, diese zu lesen. Das gilt also auch für Absätze. Längere Texte am Monitor zu lesen sind schlichtweg anstrengend. Aus diesem Grund solltest Du idealerweise alles tun, damit es für die Augen Deiner Besucher*innen so angenehm wie nur möglich ist. Ansonsten werden sie auf Dauer keine Lust haben Deine Seite zu besuchen und die Texte zu lesen. Denn irgendwann geben sie es auf und Du hast das nachsehen, nicht sie.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.

Sicherlich kennst Du dieses Zitat. Und es stimmt häufig, dass Bilder eine Internetseite auffrischen können. Doch Du solltest vorsichtig mit Bildern sein.

Zum einen ist es wichtig, dass Du nur Bilder nimmst, deren Urheberrecht Du selbst innehast oder die Du frei benutzen darfst. Abmahnungen können teuer sein. Und jede unnötige Abmahnung ist genau das – unnötig.

Entweder Du verwendest nur Bilder, an denen Du selbst das Urheberrecht hast (also eigene Bilder) oder Du kaufst Bilder auf entsprechenden Seiten. Es gibt durchaus kostenfreie Bilder, die Du verwenden kannst. Da solltest Du aber nur diejenigen auswählen, die keine Personen oder öffentliche Gebäude zeigen.

Oder Du zeichnest Bildchen, wenn es notwendig ist (so wie meine Bildchen bei den Beiträgen, natürlich in eigener Ausprägung). Alternativ kannst Du dann mit den Coverbildern arbeiten und sie entsprechend auf den einzelnen Unterseiten verwenden.

Wenn Du Bilder mit Text versiehst, was durchaus faszinierend aussehen kann, dann sollte der Text natürlich lesbar sein. Auf sogenannten Expert*innenseiten habe ich durchaus gesehen, dass genau das nicht berücksichtigt wurde. Und diese Bilder wurden als Links für Blogbeiträge verwendet. Wenn ich nicht lesen kann, wohin es mich führt, warum soll ich dann das Bild anklicken? Ein kleiner, aber doch feiner Fehler.

Verspielte Sachen wie Gifs und Co.

Mit diesen ganzen Spielereien, wie Gif-Animationen oder was es auch noch heutzutage gibt, würde ich eher vorsichtig sein. Denn sie können so dermaßen ablenken, dass sich Deine Besucher*innen vielleicht am Ende gar nicht mehr für Dich und Deine Bücher interessieren. Sofern sie überhaupt so weit kommen, nach denen zu suchen.

Zurückhaltung kann auf Seiten, auf denen Du etwas anbietest (wie in diesem Fall Deine Romane) besser kommen. Ich selbst würde mich da eher zurückhalten.

Weitere Angebote

Zum Thema Newsletter und auch Blog werde ich dann noch gesonderte Beiträge schreiben, daher halte ich mich da eher kurz. Wenn Du Dich dafür entscheidest, diese Medien zu nutzen, solltest Du sie natürlich in Deine Internetseite integrieren. Alles Weitere dann in den entsprechenden Beiträgen.

Verbindung mit Social Media Kanälen

Solange die Social Media Kanäle funktionieren, solltest Du diese natürlich auch in Deine Seite integrieren. Das bedeutet, dass Du die Links jederzeit setzen kannst, damit sich Deine Besucher*innen mit Dir in Verbindung setzen können.

Denn auf Twitter oder Facebook trittst Du schneller mit Deinen Leser*innen in Verbindung, als wenn Du eine starre Internetseite nutzt. Nur sei bitte vorsichtig. Zu Facebook gab es ein Urteil, dass man zum Beispiel nicht so verlinken darf, dass Du die Bilder anderer User*innen zeigen darfst. Daher solltest Du hier Vorsicht walten lassen und schauen, was Du machen darfst und was nicht. Eine Recherche im Internet sollte bei so etwas alle Fragen beseitigen.

Alternativ kannst Du einfach nur die Buttons zu den jeweiligen Kanälen setzen, damit Deine Leser*innen Dich darüber liken können. Und Du umgehst unnötige Fragen, was Du darfst und was nicht.

Aktualität

Nichts ist schlimmer, als wenn Du Deine Seite nicht aktuell hältst. So habe ich vor einiger Zeit eine Autorinnenseite aufgerufen und konnte deutlich erkennen, dass sie seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden ist. Denn die Bücherliste war einfach zu klein. Ein Blick auf Amazon hat jedoch ergeben, dass sie zwischenzeitlich weitere Bücher veröffentlicht hatte.

Daher meine klare Empfehlung halte Deine Internetseite immer aktuell. Ansonsten sehe ich selbst keinen Sinn dabei, diese überhaupt zu führen. Dabei ist es nicht schwer, die Covers einzufügen, ein paar Links zu setzen und Texte zu schreiben. Und schon machst Du Deine Besucher*innen glücklicher.

Abschlussgedanken

Es ist nicht viel, was man eigentlich tun muss, um eine Internetseite zu gestalten und zu pflegen. Der Anfang, ja, das stimmt, der kostet ein wenig Zeit und Energie. Aber danach läuft sie, mehr oder weniger, nebenbei. Und trotzdem kann und sollte sie nicht vernachlässigt werden. Denn für viele ist es immer noch DIE zentrale Anlaufstelle. Gerade dann, wenn man sich einigen Social Media Kanälen verweigert. Und ja, die gibt es wirklich.

Bei der Gestaltung wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Energie.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

Hits: 39

Marketing Buch: Die Leseprobe

 

Hei, hallo und herzlich willkommen,

noch 8 Prozent der Teilnehmenden an meiner Umfrage sagten, dass eine Leseprobe ihnen beim Kaufentscheid hilft. Das mag auf dem ersten Blick nicht viel sein. Aber wenn Du Dir den Twitterthread durchliest (das kannst Du machen, auch wenn Du nicht bei Twitter angemeldet bist), dann siehst Du, dass viele eine Reihenfolge haben. Erst lassen sie sich vom Cover ködern, dann vom Titel, dann den Klappentext und dann die Leseprobe. Oder sie haben eine andere Reihenfolge.

Aber man kann sagen, eine Leseprobe sollte, trotz allem, nicht unterschätzt werden.

Kurze Vorgedanken

Es gibt genügend Leute, die Du mit Deinem Cover und Klappentext überzeugen kannst. Die öffnen häufig gar nicht das Buch und machen sich mit dem Schreibstil vertraut. Zu diesen Kamikazeleserinnen gehöre ich übrigens auch. Man hofft irgendwie, dass es schon gut ausgehen wird, und kauft sich das Buch. Zumal sich der Horror eines Buches auch eher hinten befindet.

In letzter Zeit habe ich zwei Bücher abgebrochen, die sich anfänglich gut gelesen haben. Doch dann gab es Elemente, bei denen ich mir dachte, ehrlich jetzt? Das war dann der Grund, die Bücher nicht mehr weiterzulesen. Mit einer Leseprobe hätte ich das wohl nicht herausgefunden. Es bleibt also immer ein gewisses Restrisiko. Zumal es durchaus passieren kann, dass Kapitel 1 hervorragend ist und dann brach die Qualität fast in sich zusammen.

Im folgenden möchte ich daher erklären, wo und wie Du eine Leseprobe veröffentlichen könntest. Und vor allem, was Du bei einem Non-Fiction Buch veröffentlichen solltest. Da gibt es für mich einen gewissen Unterschied.

Kurzdefinition: Leseprobe

Eine Leseprobe ist, ganz klar, ein Ausschnitt aus Deinem Buch, den Du öffentlich machst und kostenfrei zum Lesen anbietest. In einem Buchladen haben die Leser*innen die Möglichkeit das Buch aufzumachen und zu lesen. Im Internet ist dies nicht möglich. Daher sind die Lesenden darauf angewiesen, dass ihnen zumindest ein Ausschnitt angeboten wird.

Die meisten Onlineshops bieten eine Möglichkeit an, damit man die ersten Seiten lesen kann. Zudem kann man auf der eigenen Internetseite eine Leseprobe veröffentlichen.

Die Länge

Wie lang eine Leseprobe sein soll, darüber kann man keine eindeutige Aussage machen. Nehmen wir an, Du würdest zehn Prozent veröffentlichen wollen. Das wäre bei einhundert Seiten zehn Seiten. Bei 400 schon vierzig und bei 1.000 Seiten dann satte 100 Seiten. Das sind schon nicht wenige Seiten. Diese Anzahl könnte man schon fast als XXL-Leseprobe bezeichnen.

In erster Linie empfehle ich Dir, vertrau Deinem Bauchgefühl. Gerade dann, wenn Deine Geschichte eher kurz ist. Bei langen Geschichten kann es sich schon lohnen, wenn Du Kapitel 1 bzw. Dein Prolog veröffentlichst. Aber an pauschalen Vorgaben würde ich mich nicht halten. Auf Dauer bringen die nichts.

Wenn Du auf einem anderen Marktplatz die Leseprobe veröffentlichst, musst Du Dich an deren Regeln halten. Überprüf genau, wie viel von Deiner Geschichte veröffentlicht werden soll. Wenn es noch im humanen Bereich ist, dann solltest Du diese Möglichkeit nutzen. Ansonsten gibt es andere Wege, eine Leseprobe zur Verfügung zu stellen.

Aber gehen wir die einzelnen Möglichkeiten kurz durch.

Onlineshops

Zumindest beim größten Onlinebuchhändler gibt es meistens die Möglichkeit, einen Blick ins Buch zu werfen. Dort werden automatisch eine gewisse Prozentanzahl des anfänglichen Buches veröffentlicht, wenn man es einrichtet. Und dann können die Leser*innen sich einen Eindruck vom Buch machen.

Diese Funktion muss ausgewählt werden, da ich häufig Bücher finde, in die man nicht schauen kann. Auch wenn vielleicht nicht viele diese Möglichkeit nutzen, solltest Du diese trotzdem zur Verfügung stellen. Einfach aus dem Grund, dass auch die Kamikazeleser*innen ab und an einen Blick in Deine Geschichte werfen wollen. Und dann kannst Du sie damit überzeugen.

Daher würde ich auf dieses Marketingmittel nicht verzichten.

Die Beschreibung

Erst vor kurzem hab ich entdeckt, dass jemand einen Blick ins Buch gewährt und trotzdem eine Leseprobe in der Beschreibung zur Verfügung gestellt hat. Das kann tatsächlich nützlich sein, wie ich finde.

Denn einige dürften durchaus den Blick ins Buch meiden. Aber wenn Du eine Leseprobe auf Augenhöhe zum Klappentext anbietest, könnten einige eher neigen, sich diese durchzulesen. Und damit könntest Du tatsächlich die Leute entsprechend noch ködern. Wenn ich aber ehrlich bin, ich würde diese Leseprobe eher kürzer halten. Denn ich kenne mich. Sehr lange möchte ich nicht auf dem Monitor lesen. Und entweder mich fesselt die Leseprobe (wenn ich sie schon mal lese) oder das Buch wird nicht gekauft.

Deine Internetseite

Deine Internetseite bietet sich für eine vernünftige Leseprobe geradezu an. Dort kannst und solltest Du Deine Bücher bewerben. Und neben den Fakten (wie Klappentext oder ISBN-Nummer) kannst Du dort eben einen Textauszug präsentieren. Das Besondere hier ist, dass Du nicht zwangsläufig den Anfang Deiner Geschichte posten musst. Du könntest eine besonders tolle Szene aus Deinem Buch nehmen und kurz vor dem Höhepunkt abbrechen. Also einen bösen Cliffhanger posten.

Wie Du Deine Leseprobe auf der Internetseite präsentierst, ist Dir überlassen. Entweder Du kopierst diesen einfach auf die Seite oder bindest es mit irgendwelchen Spielereien ein. Aber Achtung: Bei den Spielereien könnte es schlimmstenfalls passieren, dass Deine Leser*innen diese gar nicht aufrufen könnten. PDF mag weit verbreitet sein. Aber ich kenne tatsächlich einige Leute, welche den Reader gar nicht auf ihrem PC haben und somit solch eine Datei nicht öffnen können. Nur, um mal ein Beispiel zu nennen.

Andere Portale

Es gibt unzählige andere Portale, bei denen Du eine Leseprobe hochladen kannst. Während Du auf Deiner Internetseite noch eine alternative Szene posten kannst, würde ich nicht zu viele verschiedene Szenen überall posten. Nicht, dass am Ende Deine Leser*innen sich dadurch das Buch zusammenreimen können. Dann müssen sie es nicht mehr kaufen. Und das wäre doch schade.

Daher entscheide Dich für eine einheitliche Leseprobe und veröffentliche diese. Sofern nicht eine besondere Seite aus Deinem Buch verlangt wird. Seite 99 zum Beispiel möchte Deine, wie der Name schon verrät, 99 Seite haben. Das wäre dann eine Ausnahme. Oder Du arbeitest eben mit dieser Seite auf den anderen Portalen.

Hier schau Dir genau an, was die Portale verlangen und entscheide dann. Notfalls kannst Du Dich auch mit anderen Autor*innen beratschlagen, wie sie es handhaben bzw. handhaben würden. Über solche Kontakte kannst Du mehr erfahren, als über jede FAQ-Seite.

Dein Buch

Wenn Du Deinen ersten Roman veröffentlichst, dann hat sich dieses Thema erst einmal für Dich erledigt. Aber spätestens beim zweiten Roman solltest Du diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Oder auch bei Reihen.

Am Ende Deines Romans kannst Du gerne ein Nachwort schreiben. Und dann das erste Kapitel eines anderen Romans veröffentlichen. Manche machen es sogar so, dass sie aus mehreren Romanen Kapitel 1 dazu packen. Kann man machen, man sollte es nur nicht übertreiben.

Auf alle Fälle solltest Du Dich entscheiden, ob Du genreähnliche Kapitel veröffentlichst. Oder sogar genrefremde Kapitel. Also, wenn Du eine Fantasiegeschichte geschrieben hast, könntest Du natürlich die ersten Kapitel aus anderen Fantasiegeschichten reinpacken. Alternativ wäre es auch möglich, aus Deinem Krimi was zu nehmen. Damit könntest Du Deine Leser*innen darauf aufmerksam machen, dass Du mehr schreibst, als eben nur Fantasie. Vorausgesetzt natürlich, Du veröffentlichst in verschiedenen Genres.

Bei einer Reihe kann es sich durchaus lohnen, Kapitel 1 des Nachfolgebandes mit zu veröffentlichen. Damit sorgst Du dafür, dass Deine Leser*innen weiterhin in der Welt gefangen bleiben und bekommen Lust auf mehr. Und das bietest Du ihnen. Damit besteht die Möglichkeit, dass sie unbedingt das nächste Band wollen und es kaufen wollen.

Solltest Du bei der Veröffentlichung des aktuellen Bandes die Nachfolgegeschichte noch nicht fertig haben, ist das kein Problem. Zum einen kannst Du es auch auf Deiner Internetseite bewerben. Und beim Selfpublishing kannst Du die Datei entsprechend anpassen. Oder Du veröffentlichst erst die Geschichte, wenn Du den Anfang des Nachfolgebandes sicher fertig hast. Das kann natürlich ein Risiko sein, wenn Du es doch veränderst, aber so kannst Du Lust auf mehr machen. Oder Du schreibst die Geschichte komplett und veröffentlichst dann die Vorgeschichte.

Achtung: Non-Fiction

Zu den Non-Fiction Büchern zähle ich Ratgeber, Sachbücher un Fachbücher. Hier herrscht ein anderes Gesetz, als bei den Romanen. Diese kannst Du verkaufen, auch ohne eine Leseprobe, aber mit einem sehr guten Klappentext. Bei Non-Fiction Büchern sieht das ein wenig anders aus.

Denn diese sollen ein Problem lösen. Entweder, indem sie Dir Wissen anbieten oder auf eine Lebensfrage einen konkreten Rat anbieten. Daher kaufen die meisten Lesenden ein Buch, um dieses Problem zu lösen. Und schlimmstenfalls nur eines, damit sie das Problem gelöst bekommen.

Daher finde ich es hier sehr wichtig, dass Du das Inhaltsverzeichnis veröffentlichst. Und zwar das komplette Inhaltsverzeichnis wohlgemerkt. Dort kann ich als Leserin dann sehen, worum es sich bei Deinem Non-Fiction Buch handelt und entscheiden, ob mich diese Themen ansprechen. Finde ich nicht im Inhaltsverzeichnis das, was mein Problem löst, könnte es sein, dass ich das Buch nicht kaufe. Wenn doch, kann allein das schon ein Kaufargument sein. Ohne das Buch weiter zu lesen.

So hab ich auch schon Non-Fiction Bücher nicht gekauft, weil ich nicht nachvollziehen konnte, um was es sich dabei handelte. Also, ich konnte nicht ins Inhaltsverzeichnis schauen. Man sollte sich dabei immer bewusst sein, jemand anderes wird dieses Thema auch aufgreifen. Vielleicht Schlechter. Aber diese Person wird vielleicht das Inhaltsverzeichnis zur Verfügung stellen und damit das Buch verkaufen.

Abschlussgedanken

Bei Leseproben kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Außer vielleicht, gar keine anzubieten. Daher kann ich Dir empfehlen, Dir Gedanken zu machen, wo, wie und welchen Teil Deiner Geschichte Du als Leseprobe anbietest. Und dann kann es schon losgehen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

 

 

 

 

Hits: 58