Nach der Messe

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nun ist es soweit, die Messe ist vorbei. Zwei oder manchmal auch mehr anstrengende Tage liegen hinter uns. Jetzt ist es Zeit für den #Messeblues.

Kurze Vorgedanken

Auch die schönste Zeit ist irgendwann mal zu Ende. Und ich persönlich finde Convention- oder Messetage immer schön. Weil ich endlich mit Leuten zusammen bin, die genauso verrückt sind, wie ich (gefühlt). Und vor allem, ich fühle mich dann verbunden. Sei es, dass wir ähnliche Leseinteressen haben. Oder, dass man sich mit den Leuten über diverse Schreibthemen unterhalten kann.

Daher kann für viele ein #Messeblues eintreten, dass sie die Menschen vermissen. Und vor allem, dass sie sich schon auf die nächste Messe freuen.

Doch wie beendet man eine Messe am besten? Darüber mache ich mir heute ein paar Gedanken.

Kurzer Urlaub

Für mich habe ich entdeckt, dass es immer besser ist, wenn ich nach einer Messe mindestens einen oder sogar zwei bis drei Tage Urlaub habe. Denn eine Messe kann physisch durchaus anstrengend sein. Selbst als Besuchende.

Wenn Du aber den ganzen Tag am Stand stehst, immer bewusst da sein musst und Kontakte pflegst, das ist Hochleistungsarbeit. Das Stehen ist eben physische anstrengend (für Füße und auch Deinen Rücken). Der Rest kann Dich physisch beanspruchen.

Daher kann ich Dir nur ans Herz legen, dass Du Dir danach eine kleine Auszeit gönnst. Der erste Tag könnte sogar für die Heimfahrt in Anspruch genommen werden. Und der zweite Tag, um Dich zu erholen und auszuruhen.

Danach kannst Du Dich auf die Arbeit stürzen. Denn nach der Messe ist vor der Messe.

Inventur und Bilanz

Wenn Du Dich erholt hast, solltest Du Dir ein wenig Zeit nehmen und eine Inventur machen.

Was hattest Du auf die Messe mitgenommen (da solltest Du Dir im Vorfeld notieren, wie hoch die Anzahl von Deinen Mitbringseln sind) und was hast Du wieder nach Hause gebracht.

Das gilt natürlich für alle Medien. Von Büchern, über Merchandising was Du verkauft hast oder auch Deine Lesezeichen und was auch immer. Wie viel hast Du am Ende noch vorrätig. Wobei ich Dir wünsche, dass Du bei Deinen Büchern eine fette 0 schreibst.

Bei der Inventur geht es mir um zwei Dinge:

  • Feststellen, was Du beim nächsten Mal nachbestellen musst. Denn die nächste Messe kommt bestimmt. Daher ist es immer gut zu wissen, was Du noch vorrätig hast und was nicht.
  • Herausfinden, was gut lief. Manche Sachen kommen gut bei Standbesuchenden gut an, andere hingegen nicht. Ein Beispiel: Wenn Du zwei Lesezeichen hattest und einer ging gut weg, während der andere nicht angerührt wurde, weißt Du fürs nächste Mal Bescheid, dass Du den anderen neu designen könntest.

Deine Finanzen

Natürlich ist es auch wichtig, dass Du Dir einen Überblick über Deine Finanzen schaffst. Rechne nicht damit, dass Du die Ausgaben mit dem Verkauf von Büchern und anderen Sachen decken kannst. Falls doch, Glückwunsch dazu. Aber Messen sind eher dafür da, dass Du Werbung für Dich machst.

Die Autorin Tina Folsom sagte einmal auf einer LoveLetter Convention, dass sie für eine Teilnahme viel bezahlen muss. Danach gehen aber häufig ihre Bücherverkäufe hoch. Dadurch finanziert sich das häufig, daran teilzunehmen. Rechne daher eher, dass Du danach einen Anschub an Verkäufen verzeichnen kannst.

Bis dahin solltest Du schauen, was Du eingenommen hast (unter anderem auch für die Steuer, auch wenn ich Dir an dieser Stelle dazu keine Informationen geben kann). Und ja, wenn Du eine ordentliche Summe erreicht hast, darfst Du Dich auch gerne feiern. Das ist durchaus eine Leistung.

Ein Rücbklick

Nachdem Du die harten Fakten notiert hast, kannst Du noch einen weiteren Schritt gehen. Denn wie oben schon erwähnt, nach einer Messe ist immer vor einer Messe. Und mit jedem Messebesuch kannst Du für Dich lernen, wie die nächste besser aussehen kann.

Was war gut?

Am besten nimmst Du Dir dafür etwas Zeit und Papier, sowie ein Stift. Dann notiere Dir alles, was Du für gut befunden hast. Wie war Dein Auftritt, wie haben die anderen auf Dich reagiert und so weiter.

Tatsächlich kann es passieren, dass die Besuchenden direkt eine Rückmeldung geben, was sie an Deinem Stand und/oder Auftritt toll fanden. Schreib das unbedingt auf. Das wäre eventuell ein Thema für Deine nächste Messe. Also, dass Du das wieder anwendest, was gut bewertet wurde.

Aber auch alle Punkte, bei denen Du Dich wohlgefühlt hast und was die Leute positiv aufgenommen haben könnten. Damit meine ich Aktionen, die letztendlich dazu geführt haben, dass Du mit den Besuchenden ins Gespräch gekommen bist. Oder welche sie an Deinen Stand gelockt haben. Eben alles, was Du als positiv bewertest.

Das können auch ganz banale Punkte sein. War es besser zu stehen oder zu sitzen? Wie kam Deine Standdeko an? Oder der Aufbau der Bücher und den dazugehörigen Sachen? Schreib einfach auf, was Dir dazu einfällt.

Was war nicht so gut?

Gerade, wenn Du es die erste oder eine der ersten Messen in Deinem Leben war, war vermutlich nicht alles gut. Das ist völlig normal und keine Katastrophe. Vor allem, wenn die Besuchenden Dich positiv in Erinnerung behalten haben.

Trotzdem empfehle ich Dir, dass Du alles notierst, was Du nicht mehr machen willst. Vielleicht war der Aufbau Deines Standes nicht optimal. Dann kannst Du das nächste Mal das anpassen.

Oder vielleicht hast Du versehentlich im falschen Moment mit dem Handy gespielt (weil es privat was zu klären gab oder Du Deine SoMe Accounts gepflegt hattest). Vielleicht gibt es für das nächste Mal einen Plan, wie Du diese Sachen besser organisieren kannst.

Zwar behaupte ich, wer mit Herzblut dabei ist, wird eher in kleinen Bereichen Fehler machen. Und diese Fehler sind sogar eher kleine Schnitzer. Aber es kann sein, dass die Dir nicht gefallen. Daher schau ruhig mal über diese Punkte. Es kann alles nur charmanter werden.

Was hast Du gelernt?

Mit jeder Messe wirst Du etwas lernen. Sei es, weil Du achtsam die Tage beobachtet hast. Oder auch, weil Du die anderen Stände genauer betrachtet hast.

Seien wir ehrlich, die anderen Autor*innen haben ihre genialen Ideen. Und bei manchen stehe ich da und denke mir, boah ist das geil. Darauf wäre ich selbst nie gekommen.

Schreib alles auf, was Du von den anderen gelernt hast und Du zumindest theoretisch übernehmen möchtest. Gerne auch erst einmal so, wie Du es gesehen hast.

Bei Deiner nächsten Messeplanung kannst Du diese Ideen dann näher betrachten. Meine Empfehlung ist, dass Du diese Sachen nicht eins zu eins übernimmst. Wandle es so ab, dass es individuell wird und zu Dir persönlich passt. Alles andere ist nur eine billige Kopie des Originals.

Mach aus einer anderen Idee etwas Eigenes. Immerhin willst Du Dich ja in den Mittelpunkt setzen. Daher sollte jede Marketingidee auch zu Dir passen.

Nach der Messe … ist vor der Messe

Wenn Du für Dich entschieden hast, bei der letzten von Dir besuchten Messe wieder teilzunehmen, dann ist es durchaus in Ordnung, ein paar Termine zu setzen.

Natürlich ist es nicht notwendig, ein Jahr im Voraus alles zu planen. Aber ich kann Dir empfehlen, trotzdem ein paar Dinge rechtzeitig im Auge zu behalten.

Der nächste Termin

Einige Messeveranstaltende können Dir für die nächsten Jahre im Voraus oder zumindest kurz nach der Messe den nächsten Termin sagen. Notier Dir diesen in Deinen Notizkalender.

Sollte der nächste Termin noch nicht feststehen, empfehle ich Dir, regelmäßig auf der offiziellen Seite zu schauen. Irgendwann wird die Ankündigung kommen. Wenn Du die Möglichkeit hast, die Unterlagen im Vorfeld zu bekommen, fordere sie schon an. Dann bist Du wenigstens da einen Schritt weiter.

Datum der Planung

Irgendwann wird es dann soweit sein. Die nächste Messe will geplant sein. Überlege Dir, wie viel Zeit Du das letzte Mal genommen hast. Und vor allem, ob die Zeit für Dich gereicht hat. Wenn ja, dann setz Dir einen Termin, um diese Zeit entsprechend abzudecken.

Wenn Du also das letzte Mal drei Monate für alles gebraucht hast, notier Dir drei Monate vor der nächsten Messe den Termin. Und halt diesen auch ein. Sonst wird es vielleicht für Dich eng.

War es für Dich zu eng, überleg Dir, wie viel Zeit Du das letzte Mal mehr Dir gewünscht hast. Trag das dann entsprechend ein und erhöh ruhig um eine Woche. Sicher ist sicher. Besser ist es, wenn Du kurz vor der Messe alles erledigt hast und nicht mehr hetzen musst.

Alles weitere …

Wenn Du im Vorfeld schon weißt, bis wann Du etwas anmelden kannst, notier es Dir. Lerne von Deinen bisherigen Erfahrungen. Und ansonsten, genieß die planungsfreie Zeit und schreibe an Deinen nächsten Roman. Dann hast Du auf der nächsten Messe was Neues anzubieten.

Abschlussgedanken

Messen sind einerseits ein Erlebnis. Für introvertierte und schüchterne Messen vielleicht anstrengend (für mich auf alle Fälle). Aber sie bereichern sehr.

Häufig hab ich nach einer Messe- oder Conventionsbesuch den Wunsch, noch mehr und härter an meinen Geschichten zu arbeiten. Denn ich will sie auch endlich auf die große Bühne bringen.

Daher kann ich Dir empfehlen, besuch eine Messe in Deiner Nähe. Nimm die Energie auf (auch als Besuchende kannst Du sehr davon profitieren) und schreib dann an Deinen Geschichten. Du wirst es nicht bereuen.

Und wenn Du selbst zu den Ausstellenden gehörst, mach Dir nicht zu viel Druck für den perfekten Auftritt. Den gibt es nicht. Sorg dafür, dass es Dein Auftritt wird. Der ist dann perfekt – für Dich.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Auf der Messe

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn Du auf Deine Wunschmesse angekommen bist, hast Du den wichtigsten Teil geschafft. Die Anmeldung hat geklappt, Du bist heil angereist und nun vor Ort. Jetzt geht es erst richtig los.

Kurze Vorgedanken

Selbst auf der Messe zu sein kann sehr viel Spaß machen. Und zugleich auch unheimlich anstrengend sein. Denn so ein Messebesuch bedeutet nicht nur, dass man da steht und mit den Lesenden spricht. Es ist harter Marketingalltag. Daher gibt es heute einige Hinweise, wie Du alles überleben kannst. Ohne Garantie auf Vollständigkeit.

Der Aufbau

Jede Messe bietet ihren Ausstellenden ein Zeitfenster an, wann sie ihren Stand aufbauen kann. Das kann am Messetag ein paar Stunden vor der Eröffnung sein. Alternativ einen Tag vorher. Da ist es wichtig, dass Du das im Vorfeld in Erfahrung bringst.

Und im Idealfall hast Du Dir schon im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, wie Dein Stand aussieht. Nun ist es an der Zeit, das alles auf den realen Stand zu übertragen.

Hier ein paar Hinweise:

Es geht um Deine Bücher

Denk daran, es geht bei einer Buchmesse um Deine Bücher. Unglaublich aber wahr 😉 . Das bedeutet, dass Du Deine Werke in den Mittelpunkt stellst und nicht andere Dinge.

Daher sollte jedes Dekomaterial nur dafür genutzt werden, um die Bücher hervorzuheben. Und nicht, um so viel Dekomaterial wie nur möglich auf Deinen Tisch zu bringen. Wenn Du etwas unter dem Tisch verstecken musst, weil es zu viel war, mach das lieber.

Setz also Deine Werke in den Mittelpunkt und sorg dafür, dass die Interessierten diese auch sofort sehen. Alles andere ist dann schönes Beiwerk.

Ansichtsexemplar oder Buchverkauf?

Auf den meisten Messen geht es auch um den Buchverkauf. Mit anderen Worten, Du möchtest aller Wahrscheinlichkeit, dass die Lesenden zu Dir kommen und ein Buch kaufen. Es geht ja hier um den Kontakt und eventuell auch um die Erfüllung von Wünschen (wie ein Autogramm).

Aus diesem Grund empfehle ich Dir, mindestens zwei oder drei Bücher eines Titels auf dem Tisch zu haben. Ein Buch selbst könnte so wirken, als wäre es nur ein Ansichtsexemplar. Einige werden Dich fragen, ob sie das Buch kaufen können. Andere hingegen werden sich das vielleicht nicht trauen. Daher ist es immer eine gute Idee, es ihnen zu erleichtern.

Mit anderen Worten, wenn Du mehrere Bücher eines Titels auf dem Tisch hast, gibts Du den Interessierten die Möglichkeit das Buch zu kaufen. Ohne danach fragen zu müssen.

Vermeide unnötigen Chaos

Die Betonung liegt auf unnötig.

Stell Dir folgende Situation vor: Die Besuchende kommen an Deinen Stand und scannen Dein Angebot. Wenn es halbwegs übersichtlich ist, sehen sie was es gibt und kommen näher. Ist dort Chaos ausgebrochen und sie wissen nicht wieso, werden sie bestenfalls näher kommen und Dir eine zweite Chance geben. Schlimmstenfalls wenden Sie sich ab und geben ihrs Geld woanders aus.

Biete den Augen also ein paar Ruhepole an, damit sie wissen, was Du ihnen bietest.

Der Anfang der Messe

Wenn die Messe aufgemacht hat, dann musst Du erst einmal Geduld haben. Erst recht, wenn Du Dich im hinteren Teil befindest. Immerhin wollen die Besuchenden alles sehen. Und das in aller Ruhe.

Sie fangen also aller Wahrscheinlichkeit von vorne an und arbeiten sich dann nach hinten durch. Einige wenige drehen das entsprechend um. Alles im allen ist es immer gut, wenn Du hier Geduld hast.

Dein Auftritt

Irgendwann ist es aber dann soweit, die ersten Interessierten kommen an Deinen Stand. Nun liegt es an Dir, wie Du sie begrüßt.

Stehen oder sitzen

Tatsächlich fängt das schon an, ob Du sitzt oder stehst. Am Anfang des Tages sind Deine Füße noch sehr fit. Gegen Ende des Tages kann dies anders aussehen. Versuch daher, durchaus einige Pausen einzulegen, damit Du die Zeit überstehst.

Ansonsten kann es durchaus ansprechender wirken, wenn Du stehend die Leute begrüßt. Unterschreibst Du gerade etwas, oder packst etwas ein, ist es völlig in Ordnung, dass Du dies sitzend machst.

Während meiner letzten Messe hab ich die anderen Ausstellenden beobachtet. Und ich muss gestehen, es wirkt wirklich ansprechender, wenn man steht. Überlege Dir daher, ob Du das auch machen möchtest.

Handyverbot

Natürlich ist es wichtig, auch während der Messe Werbung auf den eigenen Kanälen im Internet zu machen. Jedoch kann es passieren, dass das nicht wirklich attraktiv aussieht.

Wenn Du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst, schau Dich ab und an mal um. Gerade, wenn die Menschen auf ihre Handydisplays starren. Wie wirkt das auf Dich? Positiv oder negativ?

Und jetzt stell Dir mal vor, Du gehst zu einem Stand und alle Ausstellenden starren ebenfalls auf ihr Handy. Wie würde das auf Dich wirken?

Jetzt wirst Du vielleicht sagen, dass das niemand macht. Darauf antworte ich ganz lapidar, doch. Das hab ich mit eigenen Augen gesehen. Sonst wäre ich wohl gar nicht auf die Idee gekommen, darüber zu schreiben.

Und auch hier kann ich Dir empfehlen: Lass es lieber, es sieht nicht attraktiv aus. Wenn Du mit anderen Personen am Tisch bist, kann eine*r von euch mal aufs Handy schauen. Je nach Anzahl auch mal zwei. Aber bitte, bitte, vermeidet es, dass gleichzeitig alle mit dem Handy spielen.

Aktiv ansprechen oder warten?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um mit möglichen Interessierten umzugehen. Wenn sie in der Nähe sind, könntest Du sie höflich begrüßen. Manchmal reicht ein freundliches Hallo durchaus aus.

Introvertierte oder schüchterne Menschen könnten vielleicht ablehnend darauf reagieren. Andererseits bietest Du ihnen die Möglichkeit, mit Dir ins Gespräch zu kommen.

Es besteht auch die Möglichkeit, zu warten, bis die Leute auf Dich zukommen. Einige werden es machen. Andere hingegen benötigen eben eine aktive Einladung (also das Ansprechen).

Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann probiere einfach verschiedene Varianten aus. Und die beste benutzt Du weiterhin.

Kleine Hilfsmittel

Wenn Du gerade mit jemanden im Gespräch bist, ist es unhöflich und zumeist auch unmöglich, mit einer zweiten Person noch zu sprechen. Es kann sein, dass das, was Du erzählt jemand anderen interessiert. Aber rechne erst einmal nicht damit.

Daher ist es gut, wenn die zweite Person dann die Möglichkeit hat, sich soweit zu informieren, dass sie zielgerichtete Fragen an Dich hat. Auch dafür gibt es kleine Hilfsmittel.

Preise

Wir sind zumeist Folgendes gewohnt: Da ist ein interessantes Buch, wir drehen es um und sehen neben dem Klappentext auch irgendwo den Preis. Bei Bücher aus dem Selfpublishing kann das manchmal fehlen.

Daher ist es gut, wenn Du für Deine Titel, bei denen der Preis nicht irgendwo vermerkt ist, diesen zumindest auf einen Kleber zu schreiben. Oder auf einer Liste oder wie auch immer Du es handhaben möchtest. Auf alle Fälle ist es gut, wenn Interessierte sehen können, wie viel Dein Buch kostet.

Und ja, das gilt auch für alle andere Sachen, die Du verkaufst.

Genre und Stichworte

Natürlich können sich die Leute den Klappentext durchlesen und sehen, ob das Buch was für sie wäre. Aber gerade, wenn Du alleine oder Du mit Deiner Gruppe verschiedene Genres bedient, ist Unterstützung immer gut. Und zwar, indem ihr notiert, in welchen Genres ihr die Bücher anbietet.

Das könnt ihr machen, indem ihr alles entsprechend sortiert. Oder die Deko so abstimmt, dass man es von selbst erkennt. Oder was auch immer Deine kreative Phantasie da alles hergibt.

Mit den Stichworten meine ich, dass Du ein paar Eckdaten zu den Titeln aufschreibst und ausstellst. Zum Beispiel die wichtigen #Hashtags zu Deinen Romanen. Die Interessierten sehen die Eckdaten und wissen ganz genau, ob das Buch sie anspricht oder nicht.

Umsonst und kostenpflichtig

Es ist auch gut, dass Du deutlich zeigst, was kostenpflichtig ist und was die Leute so mitnehmen können. Zumeist wissen erfahrende Besuchende, was sie so mitnehmen können. Daher ist es besonders wichtig, dass Du die kostenpflichtigen Angebote deutlich kennzeichnest.

So ersparst Du Dir die Frage am Ende, wieso Du von einem kostenpflichtigen Angebot nichts mehr hast, aber dafür kein Geld erhalten hast. Die Leute könnten es einfach mitgenommen haben. Und das war vielleicht noch nicht einmal mit böser Absicht.

Kleine Lebensretter

So ein Messetag kann lang sein. Daher sind schon einmal richtige Schuhe extrem wichtig. Noch wichtiger sind die kleinen Lebensretter.

Trinken

Schlimmstenfalls kann es in der Messehalle so trocken sein, dass Du da halb verdurstest. Sorg daher, dass Du immer genug zu trinken dabei hast. Selbst bevorzuge ich immer Wasser. Zuckerwasser jeglicher Art hilft mir persönlich nicht. Alternativ geht auch Tee oder Kaffee in Kannen.

Kleine Snacks

Zur Mittagszeit kann es ruhiger auf der Messe werden. Denn viele Besuchende ziehen sich zurück und essen etwas. Entweder was kleines oder eine richtige Mahlzeit. Aus psychologischen oder tatsächlichen Gründen kann es dann passieren, dass auch Dein Magen sich meldet.

Wenn Du möchtest und zugleich die Möglichkeit hast, kannst Du Dir ebenfalls eine Mittagspause gönnen. Wenn nicht, ist es immer eine gute Idee, was dabei zu haben. Zum Beispiel belegte Brötchen oder einen selbstgemachten Salat.

Alternativ können auch Nüsse helfen. Zum einen machen die satt. Und sie bieten sehr viel Energie.

Nervennahrung

Auf einer Messe würde ich nicht auf mein Gewicht achten, sondern immer was zu naschen dabei haben. Denn es kann halt sehr anstrengend sein vor Ort. Daher ist es völlig in Ordnung, zwischendurch mal ein bisschen Schokolade zu sich zu nehmen, als Beispiel.

Am besten ist immer das, was Du schnell in den Mund stecken kannst. Und womit Deine Finger dreckig werden. Chips würde ich selbst, als Beispiel, nie auf der Messe essen. Falls mir jemand die Hand reichen möchte, bekommt die Person eine Chipshand zurück.

Die Finanzübersicht

Jemand ist zu Dir gekommen und hat was gekauft? Herzlichen Glückwunsch. Doch es reicht nicht aus, das Geld zu nehmen und sich zu freuen. Notizen müssen nun her.

Die Geldkassette

Du solltest eine Geldkassette dabei haben, welche Du jederzeit transportieren kannst. Dort packst Du nicht nur das eingenommene Geld rein, sondern auch Wechselgeld. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass Du die Summe für Dein Buch nicht passend kriegst.

Ob Du bargeldlose Bezahlungen anbietest, müsstest Du prüfen. Damit meine ich die Technik und die Kosten.

Das Geldbuch

Egal, ob Du alleine am Stand bist oder diesen mit anderen teilst, es ist immer gut zu wissen, was Du verkauft hast. Gerade dann, wenn die Messe pro verkauftest Buch einen Anteil möchte. Und natürlich müsstest Du auch Steuern zahlen.

Daher solltest Du nach jedem Verkauf diesen sofort in Deinem Finanzbuch notieren. Dazu gehört der Titel des Buches, den Preis und die Menge. Du kannst auch ein entsprechendes Buch vorab kaufen und nur die Felder füllen.

Wenn Du noch andere Dinge verkaufst, notiere Dir auch da jeden Verkauf. Entweder die genau Bezeichnung oder Du kannst alternativ einen Code verwenden. Also anstatt “Eine Tasse mit Titel X” notierst Du Dir nur “Tasse A” oder “Tasse B”. Schreib aber auch irgendwo auf, was sich hinter diesen Codes verbergen. Dann entsteht am Ende keine Verwirrung diesbezüglich.

Und geht es an die Abrechnung, könnt ihr genau aufteilen, wer welches Geld kriegt.

Der zweite Tag

Wenn Du bei einer Messe bist, die über das Wochenende geht, dann läuft es meistens ähnlich ab. Besuchende, die über das ganze Wochenende da sind, werden sich häufig am Samstag umschauen. Was für Bücher gibt es und welche möchten sie mitnehmen.

Und am Sonntag schlagen dann die meisten zu. Sie wissen, was es gibt und wo auch die Autor*innen zu finden sind. Dann besorgen sie sich das Buch und, sofern möglich, auch noch ein Autogramm.

Natürlich kann es auch andersherum laufen (wie mir auf der Buchmesse Berlin von einem anderen Stand berichtet wurde). Aber die Wahrscheinlichkeit ist jedoch, dass es in diese Reihenfolge geht.

Trotzdem ist es immer gut, dass Du überprüfst, wie Du immer besser werden kannst. Denn manchmal ist der Stand nicht attraktiv aufgebaut oder die Ausstellenden zu zurückhaltend, um Interessierte anzulocken. Das Ganze ist also auch immer ein Versuch und Irrtum. Variiere also, um mehr Besuchende anzulocken.

Aktionen

Aber wie kann man die Leute anlocken? Dazu kannst Du Dir noch ein paar Aktionen ausdenken und starten.

Eigene Aktionen

Du kannst natürlich für Deinen Stand auch eigene Aktionen planen und starten. Sei es eine Verlosung oder indem Du Dich mitten in den Gang stellst und die Leute freundliche begrüßt und ihnen etwas in die Hand gibst (das haben wir Nornen auf der Buchmesse Berlin gemacht).

Natürlich sollte das mit den Regeln der Messe übereinstimmen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, bitte im Vorfeld fragen. Aber häufig haben die Messen nichts gegen Aktionen, solange sie andere nicht stören.

Mit anderen Aktionen planen

Die tolle Elenor Avelle hat recht, wenn sie sagt, dass man Aktionen durchaus zusammen planen und durchführen kann, vielleicht sogar sollte. Wir alle wollen ja letztendlich das Gleiche, Lesende glücklich machen. Und dies kann man erreichen, wenn sie tolle Bücher kriegen.

Wenn Du mit anderen eine Aktion planst, dann solltest Du die Regeln genau definieren. Was müssen die anderen Teilnehmenden alles machen. Was sind die Bedingungen, um mitzumachen. Und was passiert, wenn sie sich nicht daran halten.

Sorg am besten dafür, dass alle ihren Teil beitragen. Nicht nur bei der Arbeit, sondern auch bei den Gewinnen. Glaub mir, das ist besser.

Spaß haben

Bei der ganzen Planung und Beachtung von Kleinigkeiten und was weiß ich, solltest Du bitte eines nicht vergessen: Hab Spaß.

Du hast die Möglichkeit mit Deinen Lesenden in Kontakt zu treten. Daher ist es immer schön, wenn Du ihnen zeigst, dass Du Dich auch auf sie freust. Und je offener und positiver Du an die Sache herangehst, desto besser werden sie Dich in Erinnerung haben.

Dabei musst Du noch nicht einmal eine Quatschtante oder Quatschonkel sein. Ein Lächeln macht viel aus. Und wenn die Leute Dich anreden, reagiere darauf. Damit ist eine Menge gewonnen.

Also, hab viel Spaß auf Deiner Messe.

Abschlussgedanken

Vermutlich hab ich noch nicht einmal alle Punkte besprochen, auf die man Rücksicht nehmen kann oder vielleicht sollte. Wichtig ist aber, dass Du Deine eigenen Erfahrungen machst. Dadurch lernst Du am meisten.

Daher, sei offen und wirf Dich ins Getümmel. Und nächste Woche sehen wir, was Du nach der Messe machst.

Bis dahin wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele



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Marketing: Das Lesezeichen

Eine Umfrage von mir, zum Thema Lesezeichen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vor knapp zwei Jahren hatte ich auf Twitter eine kleine Umfrage zum Thema Lesezeichen erstellt. Und da wir uns in der geistigen Vorbereitung auf einem Messebesuch sind, möchte ich heute ein wenig genauer auf das Thema Lesezeichen eingehen.

Denn Lesezeichen sind durchaus sehr kreative Marketinginstrumente.

Kurze Vorgedanken

Vermutlich ist eines der ersten Dinge, an die Autor*innen beim Thema Marketing denken, wohl das Lesezeichen. Es ist durchaus naheliegend. Immerhin besteht zwischen dem Lesezeichen und dem Buch eine lange Geschichte.

Und selbst Autor*innen, die ihre Werke nur als E-Books veröffentlichen, könnten sich Gedanken zu diesem Thema machen. Aber eins nach dem anderen.

Kurz zur Umfrage

Bei der Umfrage hatte ich folgende Frage gestellt:

Würdest Du Lesezeichen als Marketinggeschenk haben wollen?

Dazu gab es drei Antwortmöglichkeiten:

  • Ja (43 %)
  • Nein (16 %)
  • Kommt auf das Motiv an (41 %)

Die Zahlen hinter den Antwortmöglichkeiten sind die Ergebnisse der Antworten. Es haben 132 Menschen an dieser Umfrage mitgemacht.

Natürlich ist das keine große Anzahl von Teilnehmenden. Aber ich behaupte, dass sie trotzdem für die meisten Lesezeichensammelnden spricht. Man kann also sagen, dass etwa 84 Prozent der Personen an Lesezeichen interessiert sind. Nur 16 Prozent würden Dein Lesezeichen also verschmähen. Das ist eigentlich ein guter Schnitt.

Wie Lesezeichen nicht aussehen sollten

Auf der Buchmesse Berlin hatte eine Nornenschwester ihre Lesezeichen ausgelegt, die nicht so ganz gut ankamen. Daher möchte ich Dir hier aufzeigen, was das für Punkte sind.

Noch ein Hinweis: Die besagte Schwester hab ich noch vor Ort darüber informiert. Das ist hier also kein Lästern hinter ihrem Rücken.

Das Material

In diesem Fall war das Material nicht unbedingt überzeugend. Das Papier war so dünn, dass selbst jedes Druckerpapier dicker war. Im Idealfall soll Dein Lesezeichen ein paar Jahre sogar überleben. Daher kann ich Dir nur empfehlen, etwas dickeres Papier zu nehmen.

Die Rückseite

Vor ein oder zwei Jahren las ich auf Facebook von einer befreundeten Autorin folgende Geschichte: Sie hatte Postkarten ausgelegt und bemerkte, dass die Besuchenden ihres Standes nach diesen griffen und automatisch die Karte umdrehten.

Auf der Buchmesse Berlin hab ich nicht daran gedacht, bis ich sah, wie unsere Besuchenden das ebenfalls taten. Sie griffen nach den Lesezeichen und zack, drehten sie sofort diesen um.

In beiden Fällen war da nichts zu sehen, nur eine weiße Fläche.

Auch wenn es die Kosten in die Höhe treibt, ich schlage hier auf alle Fälle vor auch der Rückseite ein hübsches Motiv zu gönnen. Dann lohnt sich das Umdrehen auf alle Fälle.

Wie ein Lesezeichen aussehen könnte

Das Material

Du musst natürlich nicht das dickste Papier nehmen, was angeboten wird. Immerhin soll es zwischen zwei dünnen Seiten eines Buches passen. Und zudem mögen es durchaus viele nicht, wenn die Lücke, welche durch das Lesezeichen entsteht, dann zu dick wird.

Optik

Es kommt natürlich darauf an, für welche Gelegenheiten Du das Lesezeichen erstellst. Wenn es für ein Buch ist, dann bestehen ganz andere Bedingungen, als für eine Reihe.

Es gibt Autor*innen, welche das Cover auf der einen Seite abbilden, andere hingegen das Hauptmotiv des Covers (zum Beispiel die Person). Auf der anderen Seite sind dann die wichtigen Informationen zum Buch zu finden. Dazu zähle ich den Namen, Titel des Buches, wo es erschienen ist, ISBN und derartiges.

Tatsächlich gilt hier, was gefällt, kann genommen werden.

Haptik

Zwar eher selten, aber es gibt vereinzelt Lesezeichen, die eine 3D Haptik haben. Das bedeutet, wenn man mit dem Finger über eine Seite streichelt, fühlt man eine Erhebung.

Dafür benötigst Du durchaus eine entsprechende Druckerei, welche diese Technik Dir zur Verfügung stellt (gegen ein entsprechendes Entgelt). Zudem ist die Frage, ob Du das benötigst. Die einen werden sagen, dass es so ist, die anderen nicht.

Auf alle Fälle kannst Du Dich entsprechende informieren und schauen, ob es was für Dich ist. Für ein Erstlingswerk würde ich es mir zumindest überlegen, da ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Denn immerhin hat es den besten Auftritt verdient, den ich bieten kann.

Die Größe

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie groß so ein Lesezeichen sein soll. Da gibt es keine einheitlichen Maßen. Daher hab ich für mich entschlossen, dass mein eigenes Buch die Vorlage bildet.

Mit anderen Worten, mein Lesezeichen soll in erster Linie in mein Buch passen. Wenn es dann zufällig auch in andere passt, perfekt. Das bedeutet also auch, dass es nicht zu groß werden sollte.

Es gibt Lesezeichen, die nur in Fachpublikationen hineinpassen. Davon würde ich selbst eher die Finger lassen. Denn in welches Buch soll das passen? Und ich denke mir immer, dass ich damit Werbung mache. Wenn also eine Lesende zu meinem Lesezeichen greift, um es in ein anderes Buch zu packen, bin ich präsent. Ist es zu groß, landet mein Lesezeichen schlimmstenfalls in eine Schublade. Und damit bin ich nicht mehr präsent.

Zwischengedanken

Eigentlich ist es nicht schwer, ein Lesezeichen herzustellen. Du benötigst erst einmal eine Idee von Deinem idealen Lesezeichen. Das kannst Du aufzeichnen. Selbst dann, wenn Du zeichnerisch nicht begabt bist, kannst Du grob skizzieren, wo was sein soll.

Als Nächstes das Material. Also das Bild von Deinem Cover zum Beispiel. Und die wichtigen Daten, was Du noch auf das Lesezeichen einfügen möchtest. Dann eine Vorlage, welche Du bei der Druckerei hochlädst (wenn Du es online machst) und die Maßen, mit denen Du arbeiten möchtest. Und theoretisch kann es schon losgehen.

Rechtliches

Nein, ich bin keine Anwältin, noch hab ich die Zulassung in irgendeiner Art und Weise eine juristische Beratung zu geben. Das bedeutet, dass ich im Folgenden nur das wiedergebe, was ich auch von anderen gehört habe. Gegebenenfalls solltest Du Dir eine richtige rechtliche Beratung besorgen, um auf der sicheren Seite zu sein. Es handelt sich hiermit um keine rechtliche Beratung.

Wenn Du Bilder verwendest, solltest Du wissen, dass es darauf ein Urheberrecht gibt. Und zwar von der Person, die das Bild erstellt hat. Das zu umgehen und/oder zu ignorieren kann schlichtweg sehr, sehr teuer werden.

Daher unterscheide ich zwischen den Covern, die Du selbst herstellst und die ein*e Designer*in hergestellt hat.

Dein Design

Wenn Du das Design herstellst, hast Du das Urheberrecht über das Endergebnis. Damit könntest Du theoretisch alles damit machen. Es kommt nun nur noch darauf an, woher Du das Material her hast.

Wenn Du wirklich alles selbst gemacht hast, brauchst Du Dir vermutlich keine Gedanken zu machen. Aber spätestens, wenn Du ein Bild aus einer Fotodatenbank hast, solltest Du Dich erkundigen, für was alles Du es verwenden darfst.

Gegebenenfalls kann es sogar sein, dass Du noch eine Lizenz nachkaufen müsstest. Erkundige Dich im Vorfeld lieber einmal mehr, als zu wenig. Das kostet etwas Zeit, kann Dich aber im schlimmsten Fall vor unnötigen Kosten bewahren (wegen Urheberrechtsverletzung als Beispiel).

Ein*e Designer*in

Hast Du Dein Cover von einer Designerin, solltest Du Dich auf alle Fälle erkundigen, für was Du alles das Werk verwenden darfst. Einige erlauben mit einer Lizenz eine komplette Nutzung in allen Lebenslagen. Andere hingegen nicht.

Das bedeutet also auch, dass Du gegebenenfalls eine entsprechende Lizenz kaufen müsstest. Häufig bieten Designer*innen auch entsprechende Pakete an, in denen sie Dir auch die Vorlage für Dein Lesezeichen erstellen. Damit sparst Du Dir die entsprechende Arbeit.

Rechtliche Zwischengedanken

Wie oben schon geschrieben, wenn Du im Vorfeld die Erkundigungen einholst, ersparst Du Dir am Ende unnötige Kosten. Und notfalls einmal zu viel, als einmal zu wenig nachfragen.

Lesezeichen vs. Visitenkarte

Lesezeichen können natürlich genau dafür verwendet werden, eben als Lesezeichen. Jedoch ist es auch möglich, sie für einen weiteren Zweck zu verwenden. Eben als Visitenkarten.

Wenn Du noch kein Buch veröffentlicht hast oder Dir das Format gefällt, kannst Du auch die Form des Lesezeichens als Visitenkarte verwenden. Damit haben die, welche es von Dir bekommen, die Möglichkeit Deine wichtigen Daten zu erhalten. Und gleichzeitig etwas für ihr Buch.

Was als Bild?

Natürlich hast Du dann kein Cover, was Du verwenden kannst. Aber wie wäre es mit einem hübschen Logo? Entweder Du erstellst es selbst oder lässt es von jemanden erstellen (denk an den rechtlichen Aspekt).

Mein Hinweis ist auf alle Fälle, wenn Du ein Logo verwendest, solltest Du damit zufrieden sein. Es ist nichts nervigeres, wenn Du es nicht magst, aber Dich dann alle damit irgendwie in Verbindung bringen. Dabei hast Du vielleicht zwischenzeitlich schon einige Male das Logo verändert.

Die Daten

Auf der anderen Seite kannst Du dann Deine wichtigen Daten präsentieren, die Du auch herausgeben möchtest. Dazu zähle ich Folgende:

  • Name (oder Pseudonym)
  • Webseite
  • E-Mailadresse
  • Optional: Deine anderen Social Media Accounts (je nach Platz)

Wenn Du nur Deine Webseite aufführen möchtest, solltest Du dort dann alle Deine Internetpräsenzen aufführen. Damit sparst Du Platz und bist immer aktuell. Denn Internetpräsenzen in den sozialen Medien können sich ändern, seltener dagegen die Adresse Deiner Webseite.

Warum?

Der Vorteil bei einer Visitenkarte in der Form eines Lesezeichens ist, dass man diesen ebenfalls in einem Buch packen kann. Mit anderen Worten, Du bleibst somit präsenter in Erinnerung. Und wenn Dein Lesezeichen bei der Person wieder auftaucht, wie sie*er Deine Internetseite vielleicht aufrufen und sich nach Dir erkundigen.

Bestenfalls hast Du dann Deinen ersten Roman veröffentlicht und wird dann von der Person gekauft. Wäre doch ideal, oder nicht? 😀

E-Book Only

Es gibt natürlich Autor*innen, die ihre Werke ausschließlich als E-Books veröffentlichen. Dabei ist es egal, ob dies im Selfpublishing oder in einem Verlag geschieht. Denn auch einige Verlage haben sich darauf spezialisiert, die Werke nur als E-Book zu veröffentlichen.

Jetzt könnte man sagen, dass es hier reine Geldverschwendung wäre, wenn man Lesezeichen herstellt. Immerhin könnte man diesen nicht in das E-Book legen. Logischerweise.

Aber das bedeutet noch lange nicht, dass Du das mit dem Lesezeichen nicht für Dich nutzen kannst. Häufig ist es so, dass man nicht sofort ein Buch kauft, sondern sich erst einmal darüber informieren möchte. Und die wenigsten laufen mit einem Notizbuch über Messen oder Conventions, um sich dann die tollsten Bücher zu notieren.

Daher könnte man die Lesezeichen auch als eine Art Einkaufsliste bezeichnen. Zudem schafft ein Lesezeichen eher, Deine Geschichte in Erinnerung zu halten, als ein E-Book. Denn bei einem E-Book sieht man irgendwann nicht mehr das Cover oder den Titel. Wenn also die Person sich dann an Dich dauerhaft erinnert, dann ist das goldwert.

Daher kann ich Dir nur empfehlen, zumindest darüber nachzudenken, ob Du nicht doch Lesezeichen herstellen lässt.

Andere Lesezeichen

Eine meiner Hobbys ist es, Lesezeichen zu sammeln. Einerseits, weil ich diese für meine Bücher brauche. Und zum anderen, ich finde diese teilweise total schön.

Und natürlich auch, um von anderen zu lernen. Wenn ich mir die gesammelten Lesezeichen ansehe, erkenne ich, was mir gefällt und was nicht. Durch die anderen lerne ich halt, was ich machen kann.

Vielleicht schaffst Du Dir auch dieses Hobby an.

Abschlussgedanken

Lesezeichen kannst Du nicht nur für Messen oder Conventions verwenden. Zusätzlich kannst Du es auch als Beigabe für Deine Bücher verwenden, wenn Du sie verschickst. Oder für andere Dinge.

Das Tolle daran ist, dass diese zwischenzeitlich preislich auch erschwinglich geworden sind. Du musst also nicht Haus und Hof verkaufen, für ein paar Lesezeichen. Wichtig ist es, die Preise zu vergleichen.

Beim erstellen und verteilen der Lesezeichen wünsche ich Dir auf alle Fälle viel Spaß und noch mehr Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Vor der Messe

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nehmen wir an, Du hast Dich entschieden, auf eine oder mehrere Messen und/oder eine oder mehrere Conventions zu gehen. Erst einmal Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Nun fängt die Arbeit an.

Kurze Vorgedanken

Es gibt, über das Jahr verteilt, Dutzende von Veranstaltungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du an allen teilnehmen kannst, ist da schon einmal gering. Daher finde ich es persönlich wichtiger, meine Energie auf die Veranstaltungen zu konzentrieren, die mich am meisten interessieren.

Zumal das ganze auch Zeit und Geld kostet. Besonders Letzteres ist ein durchaus ernstzunehmender Punkt. Aber gehen wir Schritt für Schritt durch.

Katrin Ils: Buchmessen – Ein eigener Stand

Die wichtige Vorarbeit

Bevor Du Dir Gedanken machen kannst, was Du auf der Messe alles machst, gehören meiner Meinung nach, einige wichtige Vorgedanken und Vorarbeit dazu. Hier sind meine Ideen.

Recherche

Neben den drei großen Messen (Leipziger Buchmesse, Frankfurter Buchmesse und die Buchmesse Berlin) gibt es noch viele, viele kleine Messen. Vermutlich auch in Deiner Nähe etwas. Recherchiere das oder frag mal in den sozialen Medien nach. Bestimmt gibt es Leute, die Dir da Auskunft geben können.

Nebenbei gibt es noch diverse Convention, die sich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Oder auch Branchentreffen und so weiter. Daher, betreib erst einmal Recherche, was es gibt. Und noch wichtiger, was Dich interessieren könnte.

Deine Auswahl

Wenn Du fertig bist, hast Du eine Auswahl von möglichen Messen und/oder Convention, die Dich interessieren könnten. Wenn es nur wenige sind, vielleicht schaffst Du es ja, alle zu besuchen. Bei einer größeren Anzahl von Möglichkeiten, könnte es nun wichtig sein, eine Auswahl zu treffen.

Überlege Dir, was Dir persönlich und auch marketingtechnisch am meisten bringt. Denn Messen bzw. Convention sind nicht nur zum privaten Vergnügen da. Es ist eine Art Arbeitsplatz. Du machst dort ja Werbung für Dich und Deine Werke.

Eine weitere Überlegung sollte dann die Kosten sein. Wenn die Messe (ich bleibe bei dem Wort Messe, meine damit aber alle anderen Formen der literarischen Zusammenkunft mit) nicht gerade um die Ecke ist, musst Du einiges planen. Dazu zähle ich die Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten und eventuell Kosten für die Anfahrt von dem Ort Deiner Übernachtung zur Messe.

Natürlich kannst Du kostengünstiger wegkommen, wenn Du in einer Gemeinschaft anfährst, übernachtest und jemand ein Auto hat. Aber das ist nicht immer gegeben. Und manchmal ist es auch viel angenehmer, wenn man alleine sein kann. Dann hast Du immer die Möglichkeit, Dich zurückzuziehen. Gerade dann, wenn Gemeinschaften Dich psychisch anstrengen.

Rechtzeitig buchen

Egal ob Du als Besucher*in oder als Aussteller*in dort auftauchst. Es ist wichtig, dass Du alles rechtzeitig buchst. Zum einen gibt es häufig auf Frühbuchungen kleine oder größere Rabatte. Zudem kannst Du so verhindern, dass zum Beispiel Hotelzimmer ausgebucht sind, wenn Du zu spät kommst.

Notfalls trag die wichtigen Termine in Deinem Kalender ein und Deine Deadline, bis wann Du alles geklärt und gebucht haben solltest. Dann verpasst Du keine wichtigen Termine mehr.

Aussteller*in

Wenn Du nicht als Autor*in auf der Messe erscheinst, sondern als Aussteller*in, gibt es noch einige Punkte, die Du beachten musst.

Anmeldung

Die Stände bei einer Messe sind meistens sehr heiß begehrt. Daher ist es wichtig, dass Du Dich rechtzeitig anmeldest. Das bedeutet natürlich auch, dass Du Kosten zu tragen hast.

Wie viel kostet ein Stand und wie groß ist er. Möchtest Du den alleine führen oder hast Du Mitstreitende, die auch mit Dir die Kosten tragen. Wenn Du in einer Gruppe bist, ist es immer gut, dass ein bestimmter Tag geklärt wird, bis wann die Kosten der anderen überwiesen wird. Dann trägt die Person, welche die Anmeldung vornimmt, nicht die Kosten alleine (im schlimmstenfall, weil andere abspringen).

Rechte und Pflichten

Wenn Du bei einer Messe mitmachst, hast Du nicht nur Rechte, sondern auch gewisse Pflichten. Erkundige Dich genau, was Du alles berücksichtigen musst.

Hier ein paar Beispiele: Ab wann darfst Du aufbauen? Bis wann musst Du alles abgebaut haben? Darfst Du Deine Bücher ohne Kosten an die Messe abzutreten verkaufen? Und wenn nicht, wie hoch sind sie? Wie sieht es mit einer Haftpflichtversicherung aus (bei Unfällen bei Deinem Stand)? Und so weiter und noch viel mehr.

Die meisten Messen haben einen FAQ Bereich dafür. Denn sie sind es gewohnt, dass man mit solchen Fragen auf sie zukommt. Studiere diese und wenn noch was offen ist, frag vor einer Anmeldung am besten nach.

Der spaßige Teil

Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, was Du alles brauchst, erkundige Dich bei erfahrenen Ausstellenden. Viele von ihnen werden Dir sicherlich mit zumindest dem einen oder anderen Rat beiseitestehen.

Hast Du den Arbeitsteil hinter Dich gebracht, kommt der spaßige Teil eben dran. Wer kommt denn da auf die Messe?

Deine Bücher

Je nachdem, wie Du dort auftrittst (alleine oder mit einer Gruppe), ist es natürlich nun wichtig zu überlegen, welche Bücher Du mitnimmst. Bei einem Erstlingswerk oder wenigen Büchern mag es noch übersichtlich sein. Hast Du aber schon viele geschrieben, ist eine Entscheidung wichtig.

Selbst würde ich mich immer für mein letztes Werk entscheiden. Und dann kommt es darauf an, wie viel Platz ich bekomme. Aber das letzte und eventuell vorletzte Werk sollte immer dabei sein. Oder auch die Premiere, die Du auf der Messe vorstellen möchtest.

Eventuell möchtest Du auch eine Sonderauflage drucken, welche nur auf der Messe verkauft wird. Meine Empfehlung wäre dann, dass Du Dir etwas Besonderes einfallen lässt. Also einen Grund lieferst, warum ich als Besuchende gerade Dein Werk auf der Messe kaufen soll. Denk dabei, dass Du um den Platz in der Tasche der Kaufenden kämpfst. Bücher sind schwer und viele überlegen vorher genau, wie viele sie kaufen. Und manche sogar von wem (wegen den Autogrammen und so weiter).

Etwas Besonderes könnte ein Hardcoverbuch sein. Oder Dein Buch mit einer Landkarte. Oder mit farbigen Bildern. Einem Variantcover. Und was auch immer Dir einfallen mag.

Merchandising

Vielleicht kannst Du irgendetwas aus Deinem Buch nehmen und daraus ein Produkt zaubern, welche Du verkaufen könntest. Oder zu Deinem Buchverkauf beifügst.

Vermutlich hast Du schon was im Kopf, was Du mitbringen könntest. Wenn nicht, frag Deine Lesende, was sie sich wünschen. Kannst Du es umsetzen, mach es ruhig. Schaffst Du es nicht, überleg Dir eine Alternative. Ansonsten frag andere Autor*innen, was sie so anbieten. Und dann überleg Dir, wie Du das für Dich abwandeln und umsetzen kannst.

Lesezeichen, Visitenkarten und andere Papiersachen

Sehr viele Lesende lieben es, wenn sie Lesezeichen bekommen. Und das ist auch ein gutes Marketingmittel. Denn mit einigen einfachen Methoden, kannst Du Dich im Idealfall immer wieder in Erinnerung rufen (zum Thema Lesezeichen gibt es noch einmal einen eigenen Beitrag, daher gehe ich hier nicht in die Tiefe).

Ein Lesezeichen passt meistens in ein Buch hinein und kann daher für verschiedene Werke benutzt werden. Und wenn es besonders hübsch aussieht, machen es auch viele.

Visitenkarten können dann interessant sein, damit die Leute Dich im Netz finden können. Daher empfehle ich Dir, dass Deine Karten Deinen individuellen Stil wiederspiegeln und Du Deine wichtigen Onlinpräsenzen dort finden. Zumindest Deine Internetseite.

Bestenfalls wird Deine Visitenkarte auch als Lesezeichen verwendet. Dann erinnern sie sich auch so an Dich.

Schau Dich noch auf Seiten um, welche solche Printprodukte anbieten, um zu sehen, was Du noch mitnehmen könntest. Zum Beispiel einen Flyer mit Deinen Geschichten. Oder eine Leseprobe anderer Bücher, die Du nicht mitgebracht hast und so weiter.

Bedenk aber bitte zwei Dinge: Zum einen, dass alles kostet Geld und muss finanziert werden. Daher überlege Dir genau, was Du wirklich mitnehmen willst und was Dir gefällt. Zumal Du das ganze Zeug auch noch schleppen musst (zum Ort und zum Stand). Und zweitens, wie viel Platz hast Du und was benötigen die anderen für Raum (sofern Du mit anderen Deinen Stand teilst).

Deko und Sonstiges

Um Deinen Stand eine individuelle Note zu verleihen, kann es interessant sein, das mit Deko zu tun. Wenn Du alleine bist, kannst Du die Stimmung Deiner Romane aufnehmen.

Als Horrorautor*in könntest Du zum Beispiel mit Kunstblut arbeiten oder den Waffen aus Deiner Geschichte. Ist Steampunk Dein Thema, wäre es möglich mit Zahnräder zu arbeiten. Und so weiter und so fort.

Die Dekosachen sollten jedoch nicht Deine Bücher verdrängen. Und ich würde Dir empfehlen, dass es so händelbar ist, dass Du es leicht transportieren kannst.

Bei einer Gruppe ist es etwas leichter. Ihr sprecht euch ab, was ihr wollt und besorgt gemeinsam die Sachen. Und vor allem, ihr bringt es gemeinsam dorthin und nehmt es dann entsprechend wieder mit.

Du als Autor*in

Nun kommen wir zu der wichtigsten Person auf der Messe. Und zwar Du selbst. Immerhin trittst Du dort auf. Also machen wir uns noch ein paar Gedanken, wie Du dort erscheinen könntest.

Passendes Schuhwerk

Egal wie Du dort erscheinst, ich empfehle Dir ganz bequeme Schuhe zu tragen. Glaub mir, das ist tatsächlich das A und O dort.

Schlimmstenfalls wirst Du dort den ganzen Tag stehen. Und wenn Du falsche Schuhe hast, hältst Du es schwerlich durch. Am zweiten Tag der Buchmesse Berlin 2018 konnte ich kaum noch stehen. Dabei hatte ich schon bequeme Schuhe angehabt. Was wäre gewesen, wenn ich irgendwelche Mörderschuhe anhätte. Irgendwann wäre ich wohl barfuß gelaufen.

Kleidungsstil

Auf Messen hast Du die Möglichkeit, Dich mit einem bestimmten Kleidungsstil in Szene zu setzen. Wenn Du Fantasy schreibst, kannst Du entsprechend Kleidung aus dieser Welt tragen. Oder Steampunkt eignet sich besonders dafür.

Alternativ kannst Du auch besonders bunte Kleidung tragen. Oder nur schwarze. Klar, Alltagskleidung geht auch. Da könnte es aber passieren, dass Du vielleicht untergehst. Daher mein Hinweis zum Kleidungsstil.

Hier aber der wichtigste Hinweis überhaupt: Wenn Du Dich in der Kleidung überhaupt nicht wohlfühlst, wird man das mitbekommen. Das bedeutet, dass man Dich mit anderen Augen sehen wird. Daher ist es besser, wenn Du mit Alltagskleidung kommst, als wenn Du eine hübsche Gewandung wählst, mit dem Du nicht klarkommst. Das ist unnötig hinderlich.

Accessoires

Wenn Du Dich nicht über die Kleidung in Szene setzen möchtest, eventuell geht es über Accessoires. Elenor Avelle zum Beispiel ist zwischenzeitlich wegen ihrem roten Hut bekannt. Vielleicht gibt es ja etwas, womit Du Dich einzigartig machen könntest.

Sonstiges

Wenn Du das erste Mal ausstellst, kann es durchaus passieren, dass Du noch ein paar Fehler machst. Das Wichtige, wie ich finde, ist, dass Du dabei Spaß hast. Dann wirst Du und Deine Besuchenden darüber hinweg sehen können.

Mach Dir gerne Notizen, wie Du dort auftauchen möchtest. Mit welchen Materialien und so weiter. Und dann arbeite alles nach und nach ab. Und wenn etwas nicht so ganz klappt, krieg keine Panik. Irgendwie wird sich das alles richten.

Abschlussgedanken

Die allerste Messe kann sehr aufregend sein. Und noch wichtiger, sie kann sehr toll werden. Sei einfach offen für alles. Denn egal wie sehr es nach Arbeit klingt (und ein Messeauftritt kann sehr arbeitsreich sein), wenn Du einfach keinen Spaß daran hast, dann macht das alles keinen Sinn.

Daher wünsche ich Dir auf Deinen Messen nicht nur Erfolg, sondern ganz, ganz viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele


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Messen und Co: Warum dorthin gehen?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das neue Jahr hat begonnen und damit für viele auch die Messeplanung. Auf welche Messe gehe ich und was nehme ich mit. Manchen stellt sich aber die Frage, warum soll ich denn überhaupt auf eine Messe oder eine Convention oder einem BarCamp gehen?

Daher hier meine Ansicht dazu.

Katrin Ils: Buchmessein im Vergleich

Warum sich überhaupt Gedanken machen?

Jetzt könntest Du sagen, hei, ich hab noch kein Buch veröffentlicht, ich muss mir darüber noch keine Gedanken machen. Oder, es ist mir alles zu aufwändig, um irgendwo hinzufahren, daher bleibe ich lieber zu Hause und schreib an meinem nächsten Roman. Es könnte auch sein, dass Du Dir sagst, dass das alles zu teuer oder zu anstrengend ist, daher tust Du Dir das alles an.

Das sind Aussagen, die auch auf mich durchaus zutreffen. Trotzdem findest Du mich immer wieder auf diverse Veranstaltungen. Dabei ist es mir zwischenzeitlich fast sogar egal, ob ich ein Buch veröffentlicht habe oder nicht.

Denn nicht auf allen Messen, Convention oder BarCamps (mit welcher Ausrichtung auch immer) wirst Du Werbung für Dich und Dein Werk machen. Bei manchen ist das klar, dass das geht. Bei anderen hingegen gehört es nicht zum guten Ton, wenn Du kein*e offizielle*r Teilnehmer*in bist und trotzdem die Veranstaltung für Dich nutzt.

Es ist daher gut, wenn Du Dir überlegst, warum Du auf diese Messen gehst und mit welcher Intention. Dabei ist es wichtig, dass Du recherchierst, was Du dort überhaupt machen darfst und was nicht.

Ist Werbung explizit erlaubt, dann kannst Du das machen. Wenn nicht, kannst Du die Messen auch auf andere Art und Weise nutzen. Daher hier ein paar Gedanken:

Vernetzung

Klar, Du könntest natürlich auch im Internet nach Autor*innen suchen, um Dich mit denen zu vernetzen. Und das klappt hervorragend. Auf diese Weise lernst Du Menschen kennen, die Du im realen Leben nie treffen würdest. Denn viele können es sich nicht leisten, zu einer Messe zu fahren, um dabei zu sein.

Wenn man sich aber persönlich trifft, merkt man häufig, wenn eine gewisse Energie zwischen den Personen herrscht. Also die gewisse Energie. Dann ist man eher geneigt, mit dieser bestimmten Person an einem Projekt zu arbeiten. Oder man lernt sich auch endlich persönlich kennen und neigt dann eher dazu, miteinander zu arbeiten.

Über den persönlichen Kontakt kann man vieles klären, was über das Internet nicht so leicht geht. Unter anderem auch deswegen, weil man das Gesicht oder auch die Stimme der anderen Person wahrnimmt. Natürlich kann man miteinander über diverse Onlinemöglichkeiten Kontakt aufnehmen. Aber das Persönliche ist eben was ganz anderes.

Menschen real treffen

Hierbei geht es nicht um die Vernetzung, sondern einfach um das Treffen. Häufig hab ich mit Menschen im Internet Kontakt, die ich real noch nie getroffen habe. Das finde ich persönlich doch sehr schade. Auch wenn das häufig an meiner introvertierten Art wohl liegen mag.

Wenn Du und jemand anderes auf die gleiche Messe geht, dann ist es möglich, dass ihr euch dort trefft. Einfach mal zum Kaffee trinken oder um einen kleinen Plausch zu halten. Manchmal lohnt es sich, zu zweit über eine Messe zu tingeln. Gerade dann, wenn die andere Person etwas extrovertierter ist als ich.

Diese schleppen mich dann häufig zu den tollsten Ständen oder Menschen, mit denen ich selbst sonst nie in Kontakt getreten wäre. Daher ist das schon eine gute Sache. Und zudem, man trifft auch mal auf völlig andere Menschen, als die, die man sonst im eigenen Umfeld hat.

Werbung

Selbst wenn Du nicht als offizielle Messeteilnehmende auftrittst, kannst Du indirekt Werbung für Dich machen. Sogar dann, wenn es Dir verboten ist. Wenn Du es schaffst, zu sagen, hei, ich schreibe und hab sogar was veröffentlicht, kann es sein, dass man fragt, wer bist denn Du eigentlich. Dann kannst Du eine Visitenkarte geben oder was auch immer Du dabei hast und schon kennt Dich eine Person mehr.

Ideal ist es natürlich dann noch, wenn die fragende Person noch einen Buchblog hat, könnte es sein, dass sie nach Dir recherchiert. Da könnte sich wieder eine Vernetzung anbahnen. Oder sie sucht nach Deinem Buch bzw. Deinen Büchern und sieht, dass sie ihr gefallen. Und damit könntest Du ein*e neue*n Leser*in haben.

Auf solchen Messen, Convention und Co. kann man, wenn man sehr dezent bleibt, tatsächlich auch Werbung für sich machen. Dabei betone ich, dass es durchaus dezent sein sollte. Gerade dann, wenn die offiziell auftretenden Autor*innen viel Geld bezahlen, um dort zu sein, sollte man sich eher zurückhalten. Alles andere ist schlicht unhöflich.

Seien wir mal ehrlich, warum solltest Du von den Strukturen einen Nutzen haben, wenn andere dafür bezahlen müssen. Würdest Du zu den zahlenden Autor*innen gehören, wärst Du sicherlich auch nicht glücklich darüber, wenn andere die Convention als Werbeplattform benutzen würden.

Vor der Messe

In der nächsten Woche werde ich noch einmal intensiver auf die Zeit vor der Messe eingehen, daher hier nur ein paar kurze Gedanken.

Auf vielen Kanälen im Social Media Bereich siehst Du Tage und auch Wochen vor einer Messe, wie sich die Leute darauf vorbereiten. Dabei ist es fast egal, was es für eine Messe ist. Man plant die Anreise, trifft sich mit anderen und stellt dabei die eigenen oder andere Bücher vor.

Das kann häufig die eigene Motivation unglaublich steigern. Zum Beispiel mit dem Ziel, selbst mit einem Buch auf solch einer Messe zu erscheinen. Dadurch entsteht dann die Energie, dass man mehr Schreiben möchte, und tut es dann auch.

Denn seien wir mal ehrlich. Es ist einfach ein geiles Gefühl, wenn man selbst auf solch eine Messe geht und die eigenen Bücher vorstellen kann. Oder auf eine Convention geht und einen Vortrag hält und nebenbei erwähnen kann, dass man den Inhalt des Vortrages im eigenen Roman angewandt hat.

Dabei ist es egal, wie oft man sich sagt, man schreibt nicht für den schnöden Mammon oder für den Ruhm. Viele von uns wollen aber zumindest wahrgenommen werden. Und auf einer solchen Messe kann das natürlich passieren.

Die Energie nach der Messe & Co.

Noch heute kann ich mich an meine erste LoveLetter Convention erinnern. Danach hatte ich so viel Energie in den Händen, im Bauch und im Popo, dass ich unbedingt einen Roman fertig schreiben wollte. Und das nur, weil ich dort ebenfalls mal einen Panel halten möchte.

Da ich meine Planung nie unter Kontrolle hatte, funktionierte das bisher noch nicht wirklich gut. Aber auch von anderen habe ich gelesen, dass sie nach einem solchen Treffen so viel Energie haben, dass sie unbedingt weiterschreiben wollen und auch können.

Dabei ist es fast egal, ob Du alleine oder in einer (kleinen) Gruppe über die Messe, Convention & Co. flanierst. Diese Energie kann dann auftreten und Dich regelrecht nerven. Und zwar im Sinne von “Schreib endlich Deinen verpupsten Roman zu Ende“.

Daher kann ich Dir nur empfehlen, diese Energie, sofern sie auch bei Dir auftritt, mitzunehmen und zu nutzen. Idealerweise ist sie bis zur nächsten Messe noch da und dann kannst Du mit der neuen Energie weitermachen.

Abschlussgedanken

Vernetzung, Werbung oder auch die Energie, das sind alles gute Gründe, um auf eine Messe aufzuschlagen. Mach Dir heute Abend doch mal Gedanken darüber, welche Gründe Du haben könntest, um auf eine Messe, Convention, was auch immer zu gehen.

Danach kannst Du entscheiden, ob Du nicht dieses Jahr dann doch irgendwie auftauchst. Sicherlich wirst Du viel Spaß haben. Selbst dann, wenn Du introvertiert bist.

Bei Deiner Recherche und Entscheidung wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

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