Inhalte eines Printbuches bzw. E-Books

Hei, hallo und herzlich willkommen,

der Aufbau eines Printbuches kann sich von dem Aufbau eines E-Books unterscheiden. Daher möchte ich mir heute einige Gedanken machen, wie ich ein Buch entsprechend aufbauen würde. Und auch, warum.

Kurze Vorgedanken

Gerade lese ich mich durch meine Bibliothek sowohl im Printbereich, als auch auf meinem Reader. Und mir fällt dabei immer wieder auf, wie unterschiedlich gerade die E-Books aufgebaut sind.

Dadurch hab ich mir Gedanken gemacht, wie ich mein eigenes E-Book und teilweise auch mein Printbuch aufbauen würde. Dabei schreibe ich nicht vom Buchsatz oder Ähnliches. Das ist ein eigenes Thema für sich. Sondern davon, in welcher Reihenfolge ich was einfüge würde.

Kurze Vorgedanken

Dieser Beitrag richtet sich schon eher an die, welche Selfpublishing betreiben. Denn sie haben die meisten Freiheiten, was die Gestaltung ihres Buches betrifft.

Wenn Du aber etwas in Deinem Verlagsbuch einfügen möchtest, rede mit Deinem Verlag. Vielleicht finden sie Deine Idee so gut, dass sie es zukünftig immer übernehmen möchten. Es kann immer sein, dass sie bisher nicht daran gedacht haben. Auf einen Versuch kann es hier ankommen.

Vor der eigentlichen Geschichte

Damit meine ich den Teil, der kommt, bevor wir den Roman lesen können. Meistens überblättern wir dies in einem Printbuch, weil wir dorthin immer wieder zurückkehren können. Bei einem E-Book finde ich es selbst eher schwieriger.

Gerade bei älteren Modellen (mein Reader ist gut zehn Jahre alt, daher kann ich nicht sagen, wie es bei den Neueren aussieht) muss ich immer mit einem Button jede Seite umblättern. Daher finde ich es eher anstrengend, wieder nach vorne zu klicken, um zu sehen, was dort los ist.

Daher würde ich für meine Geschichte einige wichtige Punkte vor dem Roman einfügen. Damit solche Leute wie ich alles präsent haben, was wichtig ist. Und mich dann auf die Geschichte einlassen.

Das Cover

Ganz am Anfang gehört immer das Cover. Bei einem Printbuch ist es klar. Ohne ein Cover wird es schwerlich gedruckt. Aber auch in E-Büchern gehört, meiner Meinung nach, ganz vorne das Cover.

Gerade bei E-Büchern kann das notwendig sein. Auf meinem Reader befinden sich (Stand August 2019) über 100 Romane, Kurzgeschichten, Sachbücher und so weiter. Einige davon warten schon seit einigen Jahren darauf, von mir gelesen zu werden.

Wenn ich dann durch die Seiten klicke, um das nächste Buch zu lesen, kann ich nicht immer mit allen Titeln etwas anfangen. Daher rufe ich meistens das Buch auf und schaue mir das Cover an. Häufig fällt mir dann wieder ein, wobei es sich hierbei handelt.

Meistens trifft das aber auf wirklich individuelle Covers zu. Diese vielen nichtssagenden Covern, deren Stockbilder man zu oft genutzt haben, sagen mir dann weiter nichts. Und schlimmstenfalls lösche ich sie dann irgendwann, weil es mich nicht mehr anzieht. Und ich mich nicht mehr erinnere, warum ich das mal gekauft habe.

Mein Tipp:

Auf der ersten Position sollte daher immer Dein Cover sein. Nicht umsonst hast Du es Dir ja erstellen lassen und dafür einige Euros ausgegeben. Und im Idealfall ist es so individuell, dass sich Deine Lesenden immer daran erinnern, was sich hinter dem Cover für eine Geschichte versteckt.

Juristische Eckdaten

Wie immer gilt, ich übe keinen rechtsberatenden Beruf aus. Daher ist alles, was ich im folgenden Abschnitt erwähne, aus einer Laiensicht geschrieben. Solltest Du Fragen haben oder unsicher sein, dann wende Dich an die rechtsberatenden Leute (also zum Beispiel Anwält*innen). Ich übernehme keine Verantwortung für mögliche juristische Konsequenzen.

Kommt das Impressum nun vorne hin oder darf es doch ans Ende des Buches? Darüber scheiden sich tatsächlich die Geister. Aber nicht, dass da ein Impressum reingehört.

Am Anfang würde ich alle wichtigen Eckdaten erwähnen. Wer hat das Cover erstellt. Frag Dein*e Designer*in, welche Daten aufgenommen werden sollen. Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Dann, wer hat das Lektorat und*oder Korrektorat gemacht. Hier würde ich neben den Namen auch die Internetseite aufführen. Wenn sie gute Arbeit geleistet haben, dann kann man auch gerne Werbung für sie machen.

Dann auch, wer der Distributor ist. Häufig bekommst Du Hilfestellungen, um diese Seite zu erstellen. Aber ich empfehle Dir, Dich entsprechend darüber zu informieren. Dann kannst Du überprüfen, ob die Daten so richtig sind oder da noch etwas fehlt.

Mein Tipp:

Informiere Dich gut, was alles an juristischen Sachen in Deine Bücher gehören. Und füge sie alle ein. Denn gerade im Bereich Recht kennen viele keinen Spaß.

Personenhinweis und Urheberrecht

Sicherlich kennst Du diese Sätze, die Figuren haben nichts mit realen Personen zu tun und so weiter. Bisher hab ich mich noch nicht damit beschäftigt, inwiefern es juristisch sicher ist, diesen Teil zu verwenden. Aber ganz unter uns, ich würde so etwas trotzdem verwenden.

Bei Sachbüchern käme noch hinzu, dass man alle Ratschläge und was auch immer Du in dem Buch aufgeführt hast, zwar sorgfältig geprüft hast, aber keine Garantie und so weiter übernehmen kannst. Und natürlich, dass Du kein Heilversprechen geben kannst, wenn Du etwas zum Thema geschrieben hast.

Und zu guter Letzt, dass das Urheberrecht bei Dir liegt und Du daher untersagst, dass Kopien erstellt werden. Sicher ist halt sicher.

Mein Tipp:

Auch hier gilt, gut informieren und alles einfügen, was auf Dich zutrifft. Lass Dich ruhig von anderen Büchern inspirieren. Und solange es lesbar ist, kannst Du gegebenenfalls auch eine kleinere Schriftgröße wählen, damit es nicht zu lang wird.

Klappentext

Das ist tatsächlich eher für Dein E-Buch geeignet. Oben erwähnte ich schon, dass es passieren kann, dass sich Deine Lesenden nicht unbedingt erinnern müssen, warum sie das Buch gekauft haben. Vielleicht sogar vor Jahren schon.

Bei einem Printbuch müssen sie es nur umdrehen und lesen den Klappentext. Häufig erinnern sie sich dann daran. Bei einem E-Book würde ich am Anfang noch einmal den Klappentext einfügen.

Wenn sie es überblättern, dann ist es ihre Entscheidung. Aber Du gibst ihnen die Möglichkeit, dass sie es lesen können. Und dann entscheiden, ob sie es jetzt lesen oder später. Oder auch gar nicht.

Jedoch ermögliche ich es so, dass die Leute die Chance haben, sich noch einmal den Klappentext durchzulesen. Und dann zu entscheiden, dass sie das Buch lesen.

Mein Tipp:

Hast Du Dir einmal die Arbeit gemacht, einen Klappentext zu erarbeiten, dann kannst Du ihn ruhig öfters verwenden. Gerade bei E-Books lohnt es sich durchaus, diesen am Anfang noch einmal einzufügen.

Inhaltsverzeichnis

Gerade bei Sachbüchern kann ich nur empfehlen, am Anfang das Inhaltsverzeichnis einzufügen. Denn hier ist es wichtig zu zeigen, dass Dein Buch die Lösung für das Problem Deiner Lesenden bietet. Wenn sie keinen Blick hineinwerfen können, dann können sie das nicht herausfinden.

Aber solche Lesende wie ich, mögen es, wenn am Anfang angezeigt wird, wie viele Kapitel die Geschichte hat. Denn ich teile mir gerne den Roman in täglich zu lesende Kapitel ein. Das ist eine Marotte von mir, die ich seit Jahren pflege. Und damit komme ich gut voran. Daher mag ich es sehr, wenn am Anfang das Inhaltsverzeichnis zu finden ist.

Mein Tipp:

Für einige sind Inhaltsverzeichnisse nichtssagend. Andere hingegen möchten diese haben. Da diese nicht viel Platz fressen und mit dem richtigen Programm automatisch erstellt werden können, ich würde sie aufnehmen.

Triggerwarnungen

Bevor der Roman beginnt, würde ich selbst meine Triggerwarnungen setzen. Denn selbst halte ich dieses Thema für enorm wichtig. Und daher kurz vor der Geschichte, damit ich quasi die Lesenden zwinge, sich das noch einmal anzusehen.

Ob sie es lesen oder sich daran halten, das kann ich nicht beeinflussen. Aber ich möchte mein Bestmögliches tun, damit sie die Chance haben, sich zu informieren. Und damit ihre persönliche Entscheidung zu treffen, wie sie mit dem Buch umgehen möchten.

Mein Tipp:

Über das Thema “Trigger” und “Triggerwarnungen” wird gerade sehr heftig diskutiert. Für mich ist es kein Thema die zu verwenden, ich werde es einfach tun. Hoffentlich Du auch.

Katania de Groot führt in ihrem Beitrag auf, wie man die Triggerwarnung mit dem Inhaltsverzeichnis verknüpfen kann. Das bedeutet, dass sie bei Kapitel 1 schreiben, was für mögliche Trigger dort warten könnten. Vielleicht eine Idee für Dich?

Die Widmung

Keine Pflicht, aber für viele gehört es doch dazu. Eine Widmung gehört für mich definitiv am Anfang. Damit alle es sehen können.

Da Widmungen nicht sehr lang sind, kannst Du es am Anfang setzen. Und sicherlich wird es die Person, der Du das Buch widmest, sich sehr darüber freuen.

Mein Tipp:

Häufig sind Widmungen zentriert und kursiv eingefügt. Vielleicht magst Du Dir ja Gedanken machen, diese optisch hübscher zu gestalten?

Sonstiges?

Wie oben erwähnt, finde ich es selbst eher schwierig in einem E-Buch hin- und herzuspringen. Daher kann es durchaus angenehmer sein, wenn zum Beispiel ein Glossar am Anfang eingefügt wird, um ein Beispiel zu nennen.

Wenn es nicht zu lang ist, dann kannst Du solche Elemente noch vorne einfügen. Nur irgendwann muss das ganze am Anfang auch ein Ende finden. Nicht, dass ich mich als Lesende erst einmal durch 15 Prozent klicken muss, nur um irgendwann mal zum Roman zu kommen.

Mein Tipp:

Überlege Dir genau, was Du noch am Anfang anfügen möchtest und was ruhig am Ende eingefügt werden kann.

Nach der eigentlichen Geschichte

Der Roman ist vorbei und hoffentlich fühlen sich Deine Lesende so wohl, dass sie nun total gerne eine Rezension schreiben. Das wünsche ich Dir auf alle Fälle.

Viele fügen am Ende des Buches noch einige Dinge an. Was es ist, das liegt an Dir.

Rezensionsbitte

Ehrlich gesagt, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich selbst solch eine Bitte einfügen soll. Also, wenn den Lesenden das Buch gefallen hat, dass sie bitte eine Rezension schreiben soll. Zum einen stellt sich mir die Frage, warum sie nicht eine Rezension schreiben sollen, wenn es ihnen nicht gefallen hat.

Zudem bin ich ziemlich schlecht darin, andere um solche Dinge zu bitten. Das liegt an meiner Persönlichkeit.

Mein Tipp:

Wenn Du das kannst, also um Rezensionen zu bitten, dann würde ich empfehlen, es neutral zu formulieren. Also nicht nur beim Gefallen, sondern dass sie überhaupt eine Rezension schreiben. Und ich würde es kurz halten.

Dankesseite

Eine Geschichte schreibt man sehr selten völlig alleine. Daher ist es schön, wenn man sich bei den entsprechenden Personen bedankt. Das kann gerne am Ende geschehen, weil sich nicht wirklich alle für diese Seite(n) interessieren. Häufig werden sie überflogen oder richtig überblättert.

Andere Personen lesen sie schon gerne. Daher würde ich mir durchaus hier Mühe geben und eine anlegen. Gerade für die Leute, die Dir geholfen haben.

Mein Tipp:

Leg ruhig eine Dankesseite ein. Lass Dir etwas Kreatives einfallen, damit diese Seite damit aufgewertet wird.

Mit Dir in Kontakt treten

Sei es, dass Du hier Deine Online-Präsenzen aufführst oder man mit Dir postalisch in Kontakt treten kann, ich würde alles aufführen, was Dir lieb ist.

Auf diese Weise kannst Du auf natürlichen Weg Deine Followerzahlen erhöhen. Und das häufig ganz nebenbei.

Mein Tipp:

Häufig werden Links abgekürzt. In diesen Fällen kann man auf diese klicken und die Seite wird automatisch aufgerufen. Doch denk daran, dass noch alte Geräte (wie meines) im Umlauf sind. Wenn Du also kein Linkungetüm hast, dann würde ich die Links komplett setzen.

Dein Newsletter

Immer häufiger sehe ich, gerade in englischsprachigen Büchern, dass Links zum Newsletter gesetzt werden. Das ist völlig in Ordnung. Das kannst Du auch gerne machen.

Setze aber nur dann einen Link, wenn Du dauerhaft vorhast Deinen Newsletter zu versenden. Es gibt nichts frustrierender, als wenn man einen Link aufruft und der ist tot.

Zudem würde ich nicht mehr mit einem sogenannten Freebie werben. Nach der DSGVO könnte das eine unschöne Sache werden. Aber dazu gesondert mehr.

Mein Tipp:

Wenn Du Werbung für Deinen Newsletter machen möchtest, kannst Du das im Rahmen Deiner Online-Präsenzen machen. Selbst würde ich das ein wenig gesondert machen, um auch zu sagen, warum die Leute meinen Newsletter empfangen sollen.

Leseproben

Wenn Du eine Reihe schreibst, kann es eine Überlegung Wert sein, vom nächsten Buch eine Leseprobe einzufügen. Oder von einem anderen Buch, das in diesem Genre geschrieben ist (besonders dann gut, wenn Du in mehreren schreibst). Oder ganz allgemein, von Deinem nächsten Roman.

Ehrlich gesagt, ich selbst lese nie Leseproben. Irgendwie finde ich sie nicht ansprechend. Wenn mir ein Roman gefallen hat, dann möchte ich auf alle Fälle den nächsten lesen. Da muss ich nicht erst heiß gemacht werden. Und wenn mir der Roman nicht gefallen hat, dann bringt es auch nichts mehr. Der nächste Roman ist für mich persönlich tabu.

Mein Tipp:

Du musst für Dich klären, ob Du eine Leseprobe einfügen möchtest oder nicht. Auf alle Fälle sollte dann das Buch natürlich auch erscheinen. Tatsächlich hab ich eine Geschichte gelesen, die eine Leseprobe vom nächsten Band enthielt. Nur ist bis heute dieser nicht erschienen. Und ich hab die Geschichte 2016 (!) gekauft.

Denk auch daran, wie es Deine Lesenden gerne haben könnte. Auf alle Fälle würde ich es nur nicht übertreiben. Denn eine Geschichte, die ich mal gelesen hatte, enthielt mehr Leseproben als Roman. Fand ich nicht überzeugend.

Bücherwerbung

Na klar, was gehört in ein Buch? Werbung für weitere Bücher aus der eigenen Feder. Bei einer Reihe würde ich nur auf das nächste Band aufmerksam machen. Und dann auf weitere Bücher. Nur würde ich es nicht übertreiben.

Wenn mich ein*e Autor*in interessiert, dann suche ich nach ihr*ihm schon selbst. Die Bücherwerbung soll in erster Linie nur zeigen, dass da definitiv noch mehr zu finden ist. Und was Du empfiehlst als nächstes zu lesen.

Mein Tipp:

Wähle mit Bedacht aus, welche Bücher Du als Werbung noch hinzufügst. In einem E-Buch kannst Du viel mehr einfügen, als in einem Printbuch. Trotzdem würde ich es nicht übertreiben.

Wichtig ist auch, dass man alles lesen kann. Tatsächlich hab ich in einem Verlagsbuch Werbung für andere Bücher gehabt, die so klein waren, dass ich sie nicht lesen konnte.

Sonstiges

Am Ende kannst Du Dich eher austoben, als am Anfang. Gerade bei einem E-Book. Finde zumindest ich. Denn der Roman ist ausgelesen und ich kann entscheiden, ob ich noch weiterlesen möchte oder nicht.

Trotzdem würde ich es auch hier nicht übertreiben. Wenn ich am Ende so viel geboten bekomme, dass zwanzig Prozent ausmacht, kann das Gefühl entstehen, dass ich für mein Geld nichts bekommen habe. Das würde ich eher vermeiden.

Also dezent austoben.

Mein Tipp:

Es ist immer ein Abwägen zwischen Werbung, Informationen und es nicht zu übertreiben. Schau genau hin und frag auch andere, wie sie den Aufbau Deines Buches bzw. Deines E-Books halten. Und wenn kritische Anmerkungen kommen, höre genau zu.

Abschlussgedanken

Natürlich sind all diese Elemente kein Muss. Daher kann ich Dir nur empfehlen, schau Dir andere Bücher an, wie sie es gemacht haben und dann entscheide für Dich, was Du davon übernehmen möchtest.

Und nein, die Liste ist nicht abschließend, aber jetzt weißt Du, wo Du anfangen kannst.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Marketing: Dein Newsletter

Marketing: Dein Newsletter

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man den ganzen Internetgurus glauben mag, welche Dir erklären wollen, wie Du ein Onlinebusiness aufbaust, dann kommst Du an einem Newsletter nicht vorbei. Dabei ist es egal, ob Du ein Onlineprodukt verkaufen willst, was den Menschen erklärt, wie man ihn zehn Schritten die erste Million verdient oder Deinen Roman.

Bis zur Einführung der DSGVO hatte ich auch einen Newsletter gehabt. Aktuell bin ich am überlegen, mir wieder einen anzuschaffen. Gerade, da ich dabei bin, meinen ersten Roman in die Welt zu lassen.

Zwar bin ich keine absolute Expertin, was dieses Thema betrifft. Trotzdem möchte ich Dir meine zwei Cent dazu anbieten und erzählen, wie es bei mir läuft.

Kurze Vorgedanken

Es heißt immer und immer wieder, wenn Du was verkaufen willst, solltest Du rechtzeitig anfangen Adressen zu sammeln, also E-Mail-Adressen. Denn Du kommst nie so nah an Deine Leser*innen heran, wie über ihr E-Mail-Fach. Und das stimmt.

Seien wir mal ganz ehrlich, wie oft besuchst Du die Internetseite Deiner Lieblingsautor*innen? Wenn Du täglich da bist, dann gehörst Du vielleicht sogar zu den Hardcorefans. Einmal wöchentlich? Sehr gut, das wird sie oder ihn freuen. Mit einem Blog könnte das sogar öfters sein. Wie sieht es mit den Social Media Kanälen aus? Durch die Änderung einiger Algorithmen und der Tatsache, dass Du nicht 24 Stunden online bist, verpasst Du sicherlich auch dort einiges.

Und wie oft rufst Du Deine E-Mails ab? Ich wette mit Dir, mindestens einmal täglich, wenn nicht sogar noch öfters. Genau dort soll dann auch Dein Newsletter landen. Dort erinnern wir uns daran, ach ja, stimmt, ich hab ja von AutorIn XYZ den Newsletter abonniert, da könnte ich ja auch mal wieder vorbeischauen.

Das ist einer von vielen Gründen, warum Du Dir durchaus überlegen könntest, Dir einen eigenen Newsletter anzuschaffen. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Warum überhaupt einen Newsletter anbieten?

Um es mal ganz brutal zu sagen, wenn die Leute einmal täglich (mindestens) ihre E-Mails abrufen und Dein Newsletter dazugehört, kannst Du dort eher verkaufen. Wie geschrieben, das ist die simple Wahrheit.

Bleiben wir einfach bei Deinem nächsten Roman. Wenn Du ihn bewerben willst, gibt es unzählige Möglichkeiten. Werbung auf Facebook schalten oder bei Twitter darüber schreiben. Sicherlich wirst Du diesen auch auf Deiner Internetseite ankündigen. Und doch kann das alles verpuffen, wenn Du die Leute nicht erreichst.

Wenn Du aber eine genügend große Liste hast (mit Listen werden die Leute gemeint, welche Deinen Newsletter abboniert haben, klingt irgendwie unpersönlich), dann ist das bewerben Deines Buches leichter.

Gehen wir mal von einer idealisierten Beispielrechnung aus. Du hast geschafft, dass sich 1.000 verschiedene Menschen für Deinen Newsletter angemeldet haben. Wenn Du eine Öffnungsrate von 50 Prozent hast, ist das viel. In diesem Fall würden also 500 Menschen Deinen Newsletter öffnen und diesen (hoffentlich) lesen. Und wenn von den 500 Menschen wieder 50 Prozent Dein Buch kaufen, also 250 Menschen, dann bist Du auf Amazon durchaus schon einmal sichtbarer, als ohne diese 250 tollen Menschen.

Das ist die knallharte Realität. Newsletter können dazu genutzt werden, um letztendlich ein Produkt zu verkaufen. Damit meine ich natürlich Deinen nächsten Roman. Aber Du kannst diesen auch noch für weitere Elemente nutzen.

Ich will aber nicht nur verkaufen

Mithilfe des Newsletters musst Du nicht nur Dinge verkaufen. Gerade dann, wenn Du noch Schwierigkeiten hast, wirklich aktiv auf die Leute zu zugehen und zu sagen, hei, mein neuer Roman ist online, magst Du den nicht kaufen, lesen und rezensieren?

Du kannst mit dem Newsletter auch in Kontakt mit Deinen Leser*innen treten. Zum Beispiel schreibst Du, wie weit Du mit Deinem Roman bist oder wo man Dich demnächst antreffen kann (zum Beispiel auf Messen, bei Lesungen und ähnlichen Veranstaltungen). Aber es ist auch möglich, kleine Geschenke zu verteilen. Denn wer auf Deiner Liste ist, gebührt durchaus ein kleines Dankeschön.

Auf diese Weise sorgst Du eher dafür, dass sie auch dort bleiben und wahrscheinlicher Dein Buch kaufen, als wenn Du Dich nur meldest, wenn es heißt, mein Buch ist da, kauft es jetzt. Seien wir mal ehrlich, würdest Du darauf reagieren? Ich wäre schneller weg, als es den Leuten lieb ist.

Wie fange ich überhaupt an?

Bevor wir auf den möglichen Inhalt eines Newsletters eingehen, solltest Du Dir überlegen, welchen Anbieter Du nimmst. Auch hier werde ich keine Werbung machen, weil es so viele verschiedene Anbieter gibt, da musst Du selbst entscheiden, welchen Du nimmst. Es kommt natürlich auf Deine persönlichen Bedürfnisse an und gegebenenfalls, wie viel Du bereit bist auszugeben.

Der Grund, warum ich mich damals für Mailchimp entschied, lag nur daran, dass damals alle davon geschwärmt haben. Zwischenzeitlich sind einige von denen, die eben davon schwärmten, aber zu anderen Anbietern gegangen.

Aktuell ist Mailchimp in einigen Funktionen kostenfrei und zudem arbeitet es im Rahmen der DSGVO. Wenn man hinter die Funktionweise von Mailchimp gekommen ist, dann ist es sogar leicht damit zu arbeiten.

Wenn Du ein Anbieter für Dich gefunden hast, dann schau Dir sämtliche Bedingungen genau an. Bist Du damit einverstanden, kannst Du Dich dort anmelden. Ansonsten, weitersuchen.

Häufig musst Du einiges einrichten. Wenn Du da Probleme hast, ich bin mir sicher, dass Du da nicht alleine bist und schon jemand anderes die gleichen Fragen gestellt hat, die auch Du hast. Gegebenenfalls hat auch jemand auf YouTube einige Videos hochgeladen. Mit anderen Worten, ich bin mir sicher, dass Du eine Lösung finden wirst.

Ein paar juristische Sachen

Wie bei allen anderen Beiträgen schon geschrieben, ich bin keine Anwältin, noch habe ich in irgendeiner Art und Weise eine juristische Ausbildung. Daher bin ich nicht berechtigt, eine Rechtsberatung zu geben. Wenn Du Fragen hast, dann wende Dich bitte an eine Anwältin oder einen Anwalt Deines Vertrauens, um diese abzuklären.

Dein Mailanbieter bietet Dir meistens schon von vornherein an, die ganzen juristischen Sachen entsprechend einzufügen und umzusetzen. Zumindest sollte er dies tun. Du musst sie nur noch ausfüllen und dann hat es sich erledigt.

So gilt auch für einen Newsletter eine Impressumspflicht. Das bedeutet, dass Deine Leser*innen auch darüber jederzeit erfahren müssen, mit wem sie es zu tun haben. Daher sollte irgendwo in der Mail Deine Adresse stehen. Es reicht aber meistens aus, dass Du sie bei Deinem Anbieter ausfüllst und dann wird diese automatisch in jedem Newsletter eingetragen. Löschen darfst Du sie hingegen nicht. Mailchimp zum Beispiel weigert sich dann, den Newsletter loszusenden, sollte die Adresse gelöscht worden sein.

Das Double-Opt-In Verfahren

Wenn Du Dich in letzter Zeit für einen Newsletter angemeldet hast, hast Du sicherlich einen Hinweis bekommen, dass Du Deine Adresse noch einmal bestätigen musst. Damit soll gesichert werden, dass Du Dich wirklich für diesen Newsletter angemeldet hast.

Hier wird einfach verhindert, dass Leute E-Mail-Adressen sammeln und in ihre Datenbank einpflegen. Somit würdest Du Mails bekommen, von denen Du noch nicht einmal weißt, dass es diese Anbieter gibt. Und damit wären auch dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Immerhin könnte sich in der E-Mail eine Schadsoftware befinden, welche Deinen PC verseucht und ausspioniert.

Zwar gibt es Ausnahmen, in denen Deine E-Mail-Adresse gesammelt und für den Versand von Werbung verwendet werden darf. Aber unter normalen Umständen sind diese Ausnahmen eher rar gesät. Gehe davon aus, dass Du selbst keine dieser Ausnahmen in Anspruch nehmen darfst. Damit fährst Du schlichtweg sicherer.

Wobei ich auch erlebt habe, dass bei diversen Events Listen umgehen, wo man sich für den Newsletter eintragen kann. In solche Listen hab ich mich auch schon eingetragen. Inwiefern das nun im Rahmen der DSGVO erlaubt ist, da bin ich mir selbst nicht so sicher. Auf alle Fälle musst Du immer nachweisen, woher Du die Adressen bekommen hast. Wenn du das also machst, solltest du auf alle Fälle diese Listen aufbewahren.

Der Abmeldelink

In jeder Mail, welche Du versendest, muss immer ein Link vorhanden sein, über den sich Deine Leser*innen gegebenenfalls abmelden können. Dieser wird meistens automatisch generiert und Du musst Dich nicht darum kümmern. Nur darfst Du diesen ebenfalls nicht löschen.

Wenn sich jemand dann aus Deinem Verteiler abmeldet, wirst Du meistens darüber informiert. Das bedeutet aber nicht, dass Du jetzt die Person anschreiben darfst, um zu erfahren, warum sie oder er sich abgemeldet hat. Denn das Abmelden bedeutet, dass sie oder er keine Mails von Dir mehr erhalten darf. Auch keine Anfragen. Das kann Ärger bedeuten. Akzeptiere es und konzentriere Dich auf die, welche Dir weiterhin die Treue halten.

Da ich mich für viele Newsletter angemeldet habe, neige ich dazu, diese auch ab und an mal auszusortieren. Gerade dann, wenn ich gar nicht mehr weiß, warum ich mich überhaupt angemeldet habe. Was mich bei einem Anbieter sehr geärgert hat, war die Tatsache, dass er den Abmeldelink mit weißer Schrift auf weißen Hintergrund eingefügt hat.

Damit hat er zwar die Regeln eingehalten, ich fand das in diesem Moment aber so unendlich arrogant, dass ich das gar nicht richtig beschreiben kann, wieso. Vielleicht, weil er der Meinung war, mir den Weg zu erschweren, weil er ja angeblich so einen tollen Newsletter hat. Was glaubst Du wohl, wie schnell ich bei dem draußen war.

Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht ein wenig penibel oder was auch immer, aber so etwas schätze ich überhaupt nicht. Akzeptiere, dass sich die Leute abmelden können, und behindere sie auf keinen Fall irgendwie daran. Das kann sogar noch eher dazu führen, dass sie Dich aus deren Leben streichen.

Das Freebie

Ein Freebie ist eine Datei (meistens eine Textdatei als PDF, gelegentlich auch Bilder oder eine MP3 Datei), welche Du kostenfrei denen zur Verfügung stellst, welche sich für Deinen Newsletter anmelden.

Als ich diesen Beitrag auf meinem alten Blog veröffentlicht habe, war ich durchaus von den Freebies überzeugt. Zumal Du nirgends über einen Blog gestolpert bist, der ohne eines ausgekommen ist.

Zwischenzeitlich gibt es sogar eine ganz kleine Bewegung gegen die Freebies. Denn viele empfinden, dass sie nicht nützlich sind. Ganz im Gegenteil, sie könnten sogar schädlich sein.

Und im Rahmen der DSGVO könnte es sogar unschöne Konsequenzen haben, wenn Du eines anbietest (folgende Ausführungen sind, wie immer, ohne Gewähr). In einem Rechtsberatungsbuch hab ich gelesen, dass man eine Anmeldung für einen Newsletter ohne Lockangebote realisieren soll. Es soll, so die Idee dahinter, allen die Möglichkeit geboten werden, sich anzumelden oder es abzulehnen, ohne ein Verlust zu erleiden.

Würde ich also die Anmeldung mit einem Freebie belohnen, würden die, die sich nicht anmelden, eben diesen Verlust erleiden. Und hätten einen Nachteil. Daher könnte es passieren, dass Dir am Ende vielleicht sogar eine Anwältin oder ein Anwalt auf Dein Dach steigt (wie geschrieben, ohne Gewähr).

Wie steh ich zur Sache

Geplant ist, dass ich mich wieder um das Thema Newsletter bemühe. Aber dieses Mal würde ich tatsächlich kein Freebie mehr für die Anmeldung anbieten. Und zwar aus zwei Gründen.

Einmal wegen der rechtlichen Unsicherheit. Es heißt zwar irgendwie, irgendwo, man dürfe keines mehr anbieten, weil es verboten sein könnte. Und doch bieten viele Leute diese dann doch an. Dann sitze ich da und denke mir, was denn nun? Darf ich oder darf ich nicht?

Zudem möchte ich, dass die Lesenden sich meinen Newsletter deswegen zu Gemüte führen, weil der Inhalt und ich sie interessieren. Und nicht, weil es ein Geschenk gibt.

Eine Alternative

Wenn Du kein Freebie anbieten möchtest, dann gibt es durchaus eine Alternative. Du schenkst Deinen Lesenden zwischendurch etwas. Das machen wir ja auch mit unseren Freund*innen. Immer, wenn ich etwas sehe, wobei ich an meine Freundschaften denke, bekommen diese ein kleines Geschenk.

Du hast eine Kurzgeschichte geschrieben? Vielleicht packst Du es nicht auf Deine Seite, sondern schenkst es Deinen Lesenden. Oder ein Kapitel aus Deinem nächsten Roman. Egal was. Da kannst Du Dir so vieles einfallen lassen. Deiner Kreativität ist keinen Grenzen gesetzt.

Dein Inhalt

Wiederholung des Blogbeitrages

Da mag ich vielleicht allein auf weiter Flur stehen, aber ich persönlich finde es nervig, wenn ich eine E-Mail bekomme und dabei lediglich darauf hingewiesen wird, mein neuer Blogbeitrag ist online. Gut, meistens gibt es noch ein paar Hinweise zum Text, aber diese Art von Newsletter bietet mir persönlich keinen Mehrwert.

Und ehrlich gesagt, für mich persönlich habe ich entschieden, dass ich solche Newsletter konsequent abmelden werde, wenn sich keine Besserung einstellt. Per se habe ich nichts gegen solche Mails. Aber dazwischen darf auch etwas kommen, was nur ich als Newsletterleserin bekomme und niemand sonst. Darauf kommt es mir persönlich an.

Wenn Du dazwischen auch Beiträge schreibst, die ich nur im Newsletter lesen kann, dann ist das wieder etwas Besonderes. Und Du behältst meine Adresse. Daher kann ich Dir empfehlen, dass Du da mischst, wenn Du schon Werbung für Deine Blogbeiträge machen möchtest.

Eigene Inhalte

Mit eigenen Inhalten meine ich, die eben erwähnten Mails mit Beiträgen, die ich nur als Newsletterleserin bekomme. In meinem Fall bekommst Du die Informationen zum Weltenbau nicht hier auf dem Blog, sondern nur dann, wenn Du Dich für den Newsletter anmeldest.

Aber wenn Du keinen solchen Themenblog hast, dann kannst Du auch Leseproben schicken, die man nur über Deinen Newsletter bekommt. Oder Kurzgeschichten. Informationen aus Deinem Alltag. Oder was auch immer Dir wichtig ist. So habe ich auch schon gelesen, dass manche ihren nächsten Roman erst einmal per Newsletter versenden, um zu sehen, wie die Reaktionen sind. Das ist auch möglich.

Der Inhalt sollte zu Dir, Deiner Persönlichkeit, Deiner Arbeit und Deiner Internetpräsenz passen. Notfalls mach Dir ein paar Gedanken, was zu Dir und Deinem Thema passen könnte und überleg Dir für die ersten sechs Newsletter die Themen. Nach und nach wirst Du sicherlich ein Händchen dafür entwickeln und die Themen fliegen Dir nur so zu.

Häufigkeit

Bei einigen Newsletter, die ich erhalte, bin ich durchaus überrascht, dass es die Leute noch gibt. Das liegt schlichtweg daran, dass ich teilweise über Monate und in einem Fall sogar über einem Jahr hinweg nichts lese, weil sie nichts senden. Das ist keine gute Idee. Man sollte sich durchaus regelmäßig melden.

Du musst Dich nicht jede Woche melden. Einmal alle zwei bis drei Monate können ausreichen. Nur mach es auch bitte. Bei Deinen Hardcoreleser*innen ist das kein Problem. Wenn Du aber dafür sorgen möchtest, dass sich Deine Newsletterleser*innen dazu entwickeln, musst Du dafür Sorgen, dass sie Deine Romane lesen. Und das bedeutet, bring Dich regelmäßig in Erinnerung.

Bei einer Autorin, die sich schon seit über einem Jahr nicht gemeldet hat, habe ich gerade mal auf ihrer Facebook-Seite geschaut. Sie ist noch aktiv und hatte sogar vor Kurzem wieder was gepostet. Durch die Algorithmen hab ich das nicht gesehen und somit verpasste ich, dass sie einen neuen Roman veröffentlicht hat.

Hätte sie das in ihrem Newsletter geschrieben, bei dem ich ja noch immer auf der Liste stehe, hätte ich das gesehen. So ist das aber verschenktes Potenzial, welche die Sichtbarkeit ihres Romans um einiges hätte erhöhen können.

Und ja, wieder die DSGVO: Du solltest eine Seite auf deiner Webseite oder Deinem Blog einrichten. Dort informierst Du (durchaus auch kurz) darüber, was Du in Deinem Newsletter anbietest. Und auch, wie oft im Monat dieser erscheint. Denn zu häufig kann scheinbar auch ein Abmahngrund werden.

Kleiner Tipp: Halte Dir immer noch eine ganz kleine Hintertür offen. Schreib dazu, dass Du nur in Notfällen eine zweite Mail außerhalb des üblichen Rhythmus schreibst. Willst Du einmal im Monat eine Mail schreiben, ist das in Ordnung.

Nehmen wir aber an, Du hast noch etwas ganz Wichtiges zu schreiben. Entweder Du wartest auf den nächsten Newsletter oder erlaubst Dir, noch eine zu schreiben. Aber ich würde Dir empfehlen, solche Ausnahmen auch wirklich als Ausnahmen zu belassen. Sonst kannst Du daraus eine Regel machen und sie auf Deine entsprechende Seite einfügen.

Letzte Frage: Du, Sie oder doch eher ihr?

Letztens fragte auf Facebook jemand, ob man die Leute in einem Newsletter duzen darf, sie Siezen oder doch eher, als ihr ansprechen sollte?

Das „ihr“ finde ich persönlich absolut fürchterlich. Es ist unpersönlich und, ne, nicht meins. Damit spreche ich letztendlich niemanden direkt an und kann mich auch irgendwie herauswinden, wenn es mal unangenehm wird. Wenn es nach mir ginge, sollte niemand „ihr“ benutzen. Aber trotzdem darfst Du das verwenden, wenn es für Dich passt.

Ansonsten empfehle ich Dir, dass Du im Newsletter die gleiche Anrede verwendest, wie auf Deinem Blog oder Deiner Internetseite. Damit trittst Du einheitlicher auf und damit spüren die Leute eine gewisse Verbindung zwischen den Medien.

Zwischenzeitlich ist das Du durchaus im Internet akzeptiert. Denn man kann höflich und respektvoll sein, auch wenn man sich duzt. Und man kann auch sagen, Sie Frau oder Herr Arsch*****. Das eine schließt das andere nicht aus.

Benutz die Anrede, mit der Du Dich wohlfühlst. Das ist wohl der beste Rat, den ich Dir hier geben kann.

Abschlussgedanken

Dein Newsletter macht durchaus Arbeit, darüber will ich nicht hinwegtäuschen. Aber letztendlich kann das auch ein verdammt gutes Werbemittel für Dich und Deine Romane sein. Daher ist es empfehlenswert, genau jetzt und heute damit anzufangen. Wenn Du eine Internetseite aufbaust, dann solltest Du auch sofort über einen Newsletter nachdenken. Und nicht erst Monate später.

Daher plane mit dem Newsletter als aktives Werbemedium für Dich ein. Du wirst es schon noch zu schätzen wissen.

Und vor allem, informiere Dich noch einmal über alle möglichen rechtlichen Irrwege. Dazu noch ein Buchtipp (und KEIN Affiliate-Link): Recht im Online-Marketing von Christian Solmecke und Sibel Kocatepe.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim erstellen und versenden Deines ersten Newsletters.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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