Die Buchpreisbindung

Die Buchpreisbindung

wer Bücher verkaufen möchte, kommt früher oder später mit dem Buchbindungspreisgesetz in Kontakt. Und das kann durchaus einige verunsichern. Als ich meinen Beitrag zu Preisaktionen veröffentlichte, kaum auf Twitter die Frage, ob dies überhaupt legal ist.

Schauen wir uns doch das Thema etwas genauer an.

Kurze Vorgedanken

Um es kurz zu machen, an dieser Stelle werde ich nicht diskutieren, ob das Buchbindungspreisgesetz sinnig ist oder nicht. Das ist nicht das Thema dieses Beitrages. Denn aktuell haben wir das Buchbindungspreisgesetz. Und ich denke nicht, dass es zeitnah gekippt wird. Von daher sollten wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen. Es gehört zu unserer Arbeit, wenn wir im Selfpublishing Bücher veröffentlichen möchten.

Schauen wir uns das Thema aus der Sicht einer Person an, die nicht zu einem rechtsberatendenden Beruf gehört (also mir). Damit will ich sagen, dass ich keine Anwältin bin oder sonst wie befugt bin, eine rechtliche Beratung zu geben. Frage IMMER eine Anwältin oder einen Anwalt, wenn Du etwas zum Thema wissen möchtest. Hier biete ich Dir nur Grundlagenwissen an. Nicht mehr.

Was bedeutet Buchbindungspreis?

Wenn ich es ganz einfach ausdrücken sollte, würde ich sagen, es ist der Preis, zu dem Dein Buch überall neuwertig verkauft werden muss. Das gilt für einen kleinen Buchladen in einem Dorf mit zwei Bewohnenden genauso wie für die Buchkette in einer Großstadt.

Sicherlich hast Du den Satz schon öfters gehört, dass es egal ist, wo Du ein Buch kaufst, welches in Deutschland veröffentlicht wurde. Überall hat es den gleichen Preis. Und dem ist so. Importwaren aus Ländern, in denen es kein Buchpreis gibt, unterliegen keiner Preisbindung. Da Du aber aller Wahrscheinlichkeit in einem Land mit der Buchpreisbindung veröffentlichen wirst, gilt er für Dich.

Ein Beispiel:

Du verkaufst Dein Buch über drei Distributoren für 7,99 EUR. Irgendwann entscheidest Du Dich bei Distributor A, weil Du dorthin Deine Lesenden locken möchtest, das Buch für 6,49 EUR anzubieten. Distributor B und C werden von dieser Preisaktion nicht bedacht. Dort soll das Buch weiterhin 7,99 EUR kosten.

Um es kurz zu machen, solltest Du das in Erwägung ziehen, verletzt Du damit das Buchbindungspreisgesetz. Wenn Du Dein Buch günstiger anbieten möchtest, dann musst Du dies bei allen drei Distributoren machen. Da gibt es keinen Weg drum herum.

Solange Dein Buch in einem Land veröffentlicht wird, in der das Buchbindungspreisgesetz herrscht, solltest Du Dich unbedingt daran halten. Abmahnungen oder Klagen sind unnötig teuer.

Für was genau gilt der Buchbingungspreis?

Dieser gilt für eine bestimmte Ausgabe. Zum Beispiel für das E-Book, für die Taschenbuchausgabe oder für das Hardcoverbuch. Das bedeutet also genau, dass diese drei Versionen (um dabei zu bleiben, es kann ja noch einiges mehr geben) nicht den gleichen Preis haben müssen. So kannst Du Dein E-Book günstiger anbieten, als das Hardcover.

Jedoch müssen sie jederzeit den gleichen Preis haben. Eben im Buchladen im kleinsten Dorf, genauso wie in der Buchkette in der nächsten Buchkette. Das ist die einzige Bedingung an der ganzen Sache.

Aber wenn sich am Inhalt etwas ändert?

Nehmen wir an, Du willst einen fixen Preis nutzen, ohne diesen zu ändern. Aber es könnte ja sein, dass Du am Inhalt etwas veränderst, um einen neuen Preis zu rechtfertigen. Das ist Deine Entscheidung, wenn Du das so handhaben möchtest.

Bei meinen Recherchen habe ich keine Daten gefunden, ab wann wir von einer neuen Ausgabe sprechen können. Aber nach meiner persönlichen Auffassung (ACHTUNG: Persönliche Meinung, keine Rechtsberatung) dürften Rechtschreibkorrekturen, minimale Änderungen oder ein neues Cover aus Deinem Buch keine neue Version machen.

Solltest Du aber neue Kapitel einfügen, den Inhalt stark ändern oder gar eine Kurzgeschichte einfügen, als Beispiel, können wir durchaus von einer neuen Version sprechen (auch hier gilt, im Falle eines Falles, bitte eine Rechtsberatung aufsuchen).

Kurz geschrieben: Jedes Buch, egal wie es erschienen ist, sollte immer den gleichen Preis haben. Zu möglichen Preisaktionen komme ich gleich.

Wie sieht es mit Box Sets aus?

Box Sets sind Büchersammlungen, die es meistens nur als E-Books gibt. Das bedeutet, dass hier mindestens zwei oder auch mehr Bücher zu einer Box zusammengefasst werden. Das können eine bestimmte Anzahl von Büchern der eigenen Reihe sein. Oder alternativ kommen einige Autor*innen zusammen und veröffentlichen ihre Bücher unter einem bestimmten Thema. Zum Beispiel Liebesromane am Strand oder Krimis im Wald.

Durch eine solche Sammlung von Büchern entsteht eine neue Ausgabe. Und somit kann diesem Werk einen neuen Preis gegeben werden. Dieser Preis ist dann für diese Ausgabe wieder bindend.

Das gilt auch für Zusammenstellungen, wenn Du etwas Neues zu einem bestehenden Roman hinzufügst. Dabei handelt es sich dann um eine neue Ausgabe. Also zu Deinem Hauptroman kommt eine Novelle und*oder eine Kurzgeschichte.

Sind Preisaktionen möglich?

Das Buchbindungspreisgesetz sagt ganz klar, dass jedes Buch in jedem (Online-)Laden innerhalb Deutschlands zum gleichen Preis angeboten werden muss (für Österreich empfehle ich die entsprechenden Gesetze nachzulesen). Jetzt gibt es aber bei einigen die Unsicherheit, dass man dadurch keine Preisaktionen veranstalten darf.

Aktuell (das kann sich natürlich jederzeit ändern, daher solltest Du immer die Rechtslage beobachten) ist es möglich, die Preise für Dein Buch zu ändern. Und zwar zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Erst einmal.

Nach der Theorie kannst Du täglich den Preis Deiner Bücher ändern. Praktisch soll dies wohl nicht möglich sein. Da wird empfohlen, es maximal alle drei Monate zu tun. Einmal im Quartal scheint eher sicher zu sein. Daher würde ich Dir auch empfehlen, es nicht zu übertreiben. Zwar habe ich noch von keinem entsprechenden Urteil gehört, wenn jemand zu oft die Preise innerhalb kurzer Zeit ändert. Aber was nicht ist, könnte noch werden.

Was bedeutet das genau?

Wenn Du für Deine Ausgaben einen neuen Preis ansetzen möchtest, empfiehlt es sich, dies nur alle drei Monate zu machen. Mindestens. Längere Phasen sind natürlich auch in Ordnung. Alles was darunter liegt, könnte eventuell die Aufmerksamkeit von Anwält*innen auf sich ziehen.

Daher empfehle ich persönlich, entweder fixe Buchpreise zu wählen. Oder als Alternative, nur zu besonderen Zeiten die Preise zu ändern. Dann sollte es theoretisch keine Probleme damit geben.

Wie gehst Du am besten vor?

Wenn Du nur mit einem Distributor arbeitest, ist es einfacher als bei zwei oder mehreren. Bei einem änderst Du eben den Buchpreis und dann wird dieser eingestellt. Aber Achtung, gegebenenfalls kann das ein wenig dauern.

Sagen wir aber, Du arbeitest mit zwei Distributoren. Dann musst Du zeitgleich bei beiden Anbietern den Preis ändern. Wie lange ein Preisunterschied sein darf, ohne rechtliche Konsequenzen zu fürchten, kann ich nicht sagen. Idealerweise geht der jedoch gegen Null. Also, dass die Preise wirklich extrem zeitnah geändert werden.

Das gilt natürlich auch dann, wenn Du den Preis wieder auf den normalen Wert zurück änderst. Auch dies sollte zeitgleich passieren.

Jedoch kann hier schon ein Problem entstehen. Häufiger hab ich gelesen, dass die unterschiedlichen Distributoren unterschiedlich lange benötigen, um den Preis zu ändern. Und es soll sogar einige geben, welche die Preise auslesen, wo Dein Buch gelistet ist. Sollte der sich von dem Preis dieses Distributors entscheiden, passt dieser dann den Preis an.

Okay, noch einmal langsam. Wir haben wieder die beiden Distributoren A und B. Du änderst bei beiden den Preis. A ist schnell und reduziert den Preis wie gewünscht. B hingegen braucht länger. A liest die Preise anderer Distributoren aus, weil der Anbieter nicht gegen das Buchbindungspreisgesetz verstoßen möchte. Dann sieht A, dass B den Preis höher hat. Um rechtliche Probleme aus dem Weg zu gehen, passt er automatisch den Preis an. Und damit kann Deine Preisaktion versehentlich sabotiert werden.

Jetzt könnte man sagen, kein Problem, dann ändere ich nur bei einem den Preis. Der andere übernimmt das. Darauf würde ich selbst jedoch nicht wetten. Natürlich könnte das funktionieren. Schlimmstenfalls verletzt Du dadurch eben das Buchbindungspreisgesetz und musst die Zeche dafür bezahlen. Vertraue niemals Dritten. Meine Empfehlung.

Was Du lieber lassen solltest

Alles, was den Buchbindungspreis in irgendeiner Art und Weise unterläuft, ist am besten zu unterlassen. Das bedeutet, nur Du bestimmst den Preis, nicht Deine Lesenden. So etwas soll es tatsächlich in anderen Ländern geben.

Bei Gewinnspielen solltest Du auch sehr vorsichtig sein. Da kann sich jederzeit etwas ändern. Daher lege ich Dir nahe, bevor Du eines veranstaltest, Dich zu informieren, was erlaubt ist und was nicht.

So ist es nicht erlaubt, den Buchkauf mit Lockmitteln oder Bedingungen zu verknüpfen. Ein Lockmittel wäre, dass jeder zehnte Buchkauf umsonst wäre. Entweder sind alle Bücher umsonst oder keines. Oder Du sagst, wenn Du dieses Buch kaufst, dann erst kriegst Du was dazu.

Selbst mit Beilagen zu Deinem Buch solltest Du nicht werben. So von wegen, kaufst Du dieses Buch, dann gibt es etwas dazu. Also eine kleine Abwandlung zum letzten Absatz.

Beim folgenden Punkt war ich überrascht, als ich das recherchiert habe. Denn Du darfst scheinbar auch nicht werben, dass Teile der Einnahmen gespendet werden. Zugegeben, damit habe ich nicht gerechnet. Aber das wird als Geschenk an die Kaufenden gewertet (man kriegt dafür ein gutes Gewissen) und somit kann man das wohl als eine Art Rabatt werten. Über drei Ecken. Auf alle Fälle, nicht erlaubt. Überraschend trotz allem.

Abschlussgedanken

Wenn Du mehr über das Buchbindungspreisgesetz lesen möchtest, klick hier. Aber ohne Garantie für den Inhalt. Ansonsten empfehle ich, finde erst einmal einen festen Preis für Deine Ausgaben. Und wenn Du diese dann ändern möchtest, sorge immer dafür, dass dies überall gleichzeitig passiert. Und sei vorsichtig bei Angeboten mit Zusätzen.

Für mich persönlich hab ich die Entscheidung getroffen, Preisaktionen schön und gut, aber ich bleibe lieber bei einem fixen Preis. Es dürfen gerne günstigere Bücher dabei sein. Aber ich kenne mich und mein Technikglück. Und diesen werde ich nicht herausfordern.

Wie sieht es bei Dir aus?

Auf alle Fälle Dir viel Spaß bei Deinen Überlegungen.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Von Preisaktionen und 0 Euro Büchern

Von Preisaktionen und 0 Euro Büchern

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn Du Dich mit den Preisen für Deine Bücher beschäftigst, wirst Du bestimmt auf Ratschläge stoßen, in denen es heißt, dass Du Dein Buch für eine kurze Zeit günstig oder gar umsonst anbieten sollst. Doch ist das wirklich logisch? Oder verliert man damit Geld? Daher hier eine theoretische Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Kurze Vorgedanken

Wenn man ein Buch veröffentlicht, bieten einige Distributoren an, diesen für einen vergünstigten Preis zu veröffentlichen. Oder gar für 0 Euro. Gerade in der Vergangenheit sind viele auf diesen Zug aufgesprungen. Doch zwischenzeitlich hat sich eine etwas kritischere Sicht auf diese Preisaktionen gebildet.

Doch gibt es immer wieder Autor*innen, die Preisaktionen anpreisen. Gerade im englischsprachigen Bereich sind diese nicht wegzudenken.

Was sind genau Preisaktionen?

Eine Preisaktion ist, wenn man ein Buch in einem bestimmten Zeitraum vergünstigt oder umsonst anbietet. Diese Zeiträume können zur Veröffentlichung, zum Buchgeburtstag oder dem eigenen Geburtstag sein, Feiertage oder andere besondere Tage.

So könnten Weihnachtsgeschichten im Dezember günstiger angeboten werden. Oder Liebesromane Ende Januar bis zum 14. Februar, also dem Valentinstag. Damit sollen potenzielle Leser*innen angelockt werden, um das Buch zu kaufen.

Außerhalb dieser Zeiträume werden die Bücher dann eben zum normalen Preis angeboten. Damit verbinden viele die Hoffnung, wenn das Buch gut ankommt, dass sie durchaus geneigt sind, auch weitere Bücher zu kaufen.

Der Vorteil von Preisaktionen

Gerade, wenn man mehrere Bücher veröffentlicht hat, könnte eine Preisaktion ein Lockmittel sein. Man kauft sich ein Buch zu einem günstigeren Preis oder bezahlt nichts davon, liest es sich durch und ist dann (hoffentlich) so begeistert, dass man die anderen Bücher ebenfalls kauft. Zum normalen Preis.

Damit soll Aufmerksamkeit generiert werden. Gerade für unbekannte Autor*innen kann es häufig schwierig sein, gekauft zu werden. Denn trotz Leseprobe und eventuell vorhandener Rezensionen können sich einige sagen, die oder den kenne ich nicht, also wird die Person nicht gekauft.

Ein günstiger Preis könnte wie ein Lockmittel funktionieren. Man sieht Dich als neue*n Autor*in und sieht dann den Preis. Und dann ist man vielleicht eher geneigt, Dir eine Chance zu geben. Denn statt 4,99 Euro kostet Dein Buch vielleicht nur 1,99 Euro. Die Hemschwelle Dir eine Chance zu geben sinkt dadurch.

Der Nachteil von Preisaktionen

Den Teil, dass Du damit eventuell weniger verdienst, klammere ich aus. Das kannst Du Dir sicherlich denken. Gerade, wenn das Buch für 0 Euro angeboten wird.

Einen großen Nachteil sehe ich darin, dass die Leute nur auf Dich aufmerksam werden, wenn Du Preisaktionen startest. Außerhalb bist Du den Preisjäger*innen zu teuer. Also warten sie darauf, dass Deine Bücher günstiger angeboten werden und greifen erst dann zu.

Tatsächlich habe ich vor einigen Jahren eine*n Autor*in beobachtet, wie die Preise der Bücher immer wieder auf 0 Euro heruntergesetzt wurden. Zugegeben, ich habe mir irgendwann den Spaß erlaubt, die Bücher dann herunterzuladen. Einige Bücher konnte ich tatsächlich so “ergattern”. Hätte ich das weitergemacht, wer weiß, vielleicht hätte ich alle veröffentlichten Bücher bekommen, ohne auch nur 1 Cent zu bezahlen.

So etwas kann passieren, wenn man die eigenen Preisaktionen so ausarten. Und ich kann mir vorstellen, dass ich nicht die Einzige bin, die das gemacht hat.

Weiterhin kann das Gefühl eines Verlustes entstehen. Das habe ich mal im Rahmen eines Psychologiebeitrages erfahren. Wenn ich ein Buch für 2,99 Euro kaufe, dann ist das erst einmal in Ordnung für mich. Sollte ich aber erfahren, dass das Buch zuvor 1,99 Euro gekostet hat oder nach meinem Kauf der Preis reduziert wurde, fühle ich diesen Verlust. Immerhin hätte ich einen ganzen Euro sparen können.

Psycholog*innen können Dir das hier sicherlich besser erklären als ich. Daher werde ich keine Analyse starten, warum das so sein könnte. Aber Du kannst das an Dir selbst überprüfen. Wie würde es sich anfühlen, wenn das letzte Buch, dass Du gekauft hast, auf einmal günstiger werden würde. Da niemand Deine Antwort jemals erfahren wird, kannst Du ganz ehrlich sein.

Weiterhin kann es schwierig sein, wenn Du in einer Autor*innenvereinigung Mitglied bist. Eventuell könnte es sein, dass sie dort Preisaktionen nicht gut finden. Bestenfalls wirst Du dort nicht beworben. Vielleicht sind aber einige auch dafür, dass Du dann die Gruppe verlässt, wenn Du Preisaktionen planst.

Solltest Du also Mitglied in einer Autor*innenvereinigung sein und eine Preisaktion planen, erkundige Dich am besten vorher, inwiefern das dort möglich ist. Sicher ist hier definitiv sicher.

“Ich bin es mir wert”

Immer wieder fällt es mir auf, dass Autor*innen sich weigern, unter Wert zu verkaufen. Daher setzen sie für ihre Bücher Preise fest, die sie für realistisch halten. Und laden alle ein, fair zu kaufen.

Der Vorteil davon ist ganz klar, dass sie erklären, warum sie für ihre Bücher entsprechende Preise verlangen. Das ist transparent und viele neigen danach durchaus die entsprechenden Autor*innen zu unterstützen. Ein offener Umgang mit der Preispolitik kann durchaus positiv sein.

Eine mögliche Alternative

Erst einmal spricht nichts gegen Preiskationen. Damit kannst Du mögliche Lesende anlocken, damit sie Deine Bücher kaufen. Aber ich würde selbst das anders aufziehen.

Und zwar dauerhaft das eine oder andere Buch zu einem günstigeren Preis anbieten. Nehmen wir mein erstes Buch (dass hoffentlich dieses Jahr erscheint). Dieses würde ich um einiges günstiger anbieten, als alle nachfolgende Bücher. Und zwar dauerhaft.

Du könntest also Dein erstes Buch als ein Einstiegsbuch eben günstiger anbieten. Damit lockst Du die möglichen Lesenden, sodass sie sich dann auch für Deine anderen Bücher interessieren.

Wenn Du eine Reihe schreibst, dann könntest Du Band 1 dauerhaft entweder günstig oder eben kostenfrei anbieten. Das kannst Du auch als Lockmittel nutzen. Wenn ihnen Band 1 gefallen hat, werden sie auch die weiteren Bände kaufen, weil sie sehen wollen, wie es weitergeht. Auch hier würde ich überlegen, Band 1 dauerhaft zu diesem Preis anzubieten.

Da diese Preise dauerhaft angeboten werden, könntest Du auch dauerhaft die Leute locken. Also nicht nur zur Veröffentlichung Deines Buches, sondern eben auch danach, zu besonderen Tagen oder wann auch immer.

Deine Fanbase

Dauerhaft, als mögliche Lesende zu locken, ist, sich eine Fanbase aufzubauen. Diese werden Deine Bücher sofort kaufen, wenn es erschienen ist. Und sie werden Rezensionen für Dich schreiben, ohne dass Du sie vorher fragen musst.

Einige werden sogar Werbung für Dich machen, ohne dass Du sie darum bitten musst. Einfach, weil sie Dich unterstützen möchten. Und sie werden jeden Deiner Beiträge teilen, wenn Du was schreibst. Einfach, weil sie Dich und Deine Bücher mögen.

Daher ist es besser, wenn Du Dir Deine Fanbase aufbaust, damit sie Dich unterstützen können. Denn hierbei handelt es sich um eine Aktion, die dauerhafter wirken kann. Keine Preisaktion der Welt kann eine gute Fanbase aufwiegen.

Wann Du mit dem Aufbau Deiner Fanbase anfangen solltest? Eigentlich an dem Tag, an dem Du entschieden hast, einen Roman zu schreiben. Aber Du kannst heute, nachdem Du diesen Beitrag fertig gelesen hast, damit anfangen.

Abschlussgedanken

Preisaktionen können helfen. Gerade am Anfang Deiner Kariere. Das kann gut stimmen. Aber ich persönlich werde es eher mit fixen Preisen versuchen. Das erste Buch einer Reihe günstiger als die anderen. Und das erste Buch überhaupt ebenfalls günstiger.

Wichtiger ist auf alle Fälle, eine gute Fanbase zu haben. Wenn sie Dir zur Seite steht, dann wirst Du eher Erfolg haben, als wenn Du alle Deine Bücher verschenkst.

Beim Aufbau wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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