Licht am Ende des Tunnels?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wie sieht es also aus, mit den ganzen Selbstzweifeln und einem Jahr, in dem nichts funktioniert hat. Zumindest nicht so, wie ich es ursprünglich geplant hatte. Es muss ja irgendwie weitergehen. Nur wie?

Eine E-Mail in meinem Postfach

In meinem E-Mail-Postfach fand ich eine Mail mit einem interessanten Anfang, den ich hier übersetzt zitiere:

250 Wörter in 15 Minuten.
250 Wörter für eine Seite.
10 Seiten am Tag.
100 Tage zu einer Novelle (oder Roman).
3 Romane im Jahr.

Diese Rechnung hat der Autor Anthony Trollope in seiner Autobiographie ausgerechnet.

Jedoch sollte man wissen, dass Anthony Trollope noch mit der Hand schrieb. Es ist also möglich, wenn Du und ich mit der Tastatur schreiben, einiges mehr zu schaffen. Theoretisch wäre das alles durchaus in einer Stunde machbar (wenn ich mich nicht ablenken lasse).

Realistisches Ziel?

Wie viel kann ich also in einer Stunde schreiben?

Um zehn Seiten am Tag zu schaffen, müsste ich also pro Tag mindestens 2.500 Wörter schreiben. Dass ich das schaffe, hab ich schon früher bewiesen. Und theoretisch kann ich das durchaus innerhalb einer Stunde schaffen.

Wenn ich jeden Tag dann schreibe, dann könnten drei Romane durchaus machbar sein. Und für den Anfang würde ich behaupten, dass es durchaus realistischer ist, als sechs oder gar zwölf.

Was plane ich kommendes Jahr?

Auf alle Fälle disziplinierter zu sein.

Meinen aktuellen Roman möchte ich bis Ende 2019 fertig schreiben. Da hab ich einen Deal mit der Autorin Elenor Avelle (sie will auch bis Ende des Jahres die Überarbeitung ihres aktuellen Romans fertig haben).

Im kommenden Jahr könnte ich mich dann um meine Märchenadaption kümmern. Dann um eine längere Novelle, an die ich dieses Jahr schon länger gearbeitet habe, aber die ich komplett neu schreiben möchte. Und dann hätte ich noch Zeit für eine dritte Idee.

Jetzt muss ich mich nur noch ranhalten und auf keinen Fall prokrastinieren.

Meine Arbeit mit dem Bullet Journal

Nächstes Jahr werde ich versuchen, alles richtig zu planen. Und da werde ich meinen Bullet Journal aktiver in die Planung miteinbinden. Immerhin arbeite ich täglich damit. Dann ist es naheliegend, diesen zu nutzen, um hoffentlich ans Ziel kommen.

Zudem werde ich mir einige Deadlines notieren, bis wann ich tatsächlich fertig sein werde. Ob es klappt? Das werde ich am Ende dann sehen.

Und Du?

Wie sehen Deine Pläne für das kommende Jahr aus? Du kannst jetzt schon anfangen zu planen. Und dann schauen wir Beide, ob wir das alles schaffen.

Ich bin an Deiner Seite.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Happy End, Bad End oder doch eher Open End

Happy End, Bad End oder doch eher Open End

Hei, hallo und herzlich willkommen,

jede Geschichte braucht einen guten Anfang und ein gutes Ende. Doch was ein gutes Ende ist, das ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. Zumal es verschiedene Arten von Enden gibt.

Kurze Vorgedanken

Viele Autor*innen machen sich Gedanken über einen starken Anfang. Das ist gut und wichtig. Denn habe ich erst einmal meine Leserinnen eingeladen meinen Roman zu lesen, habe ich sie so gut wie im Sack, dass sie auch gerne bis zum Ende den Roman lesen möchten.

Doch wenn eben dieses Ende nicht befriedigend ist, dann könnte es sein, dass sie nicht noch einmal zu einen meiner Geschichten greifen. Sie sagen sich dann, dass eben Autorin X oder Autor Y unbefriedigende Enden schreiben und eben das möchten sie sich nicht antun.

Doch vorher sollte man für sich klären, was für ein Ende man überhaupt schreiben möchte. Denn, wie die Überschrift sagt, gibt es drei Möglichkeiten. Nun gut, ich gestehe, ich kenne selbst nur diese drei Möglichkeiten, aus der Geschichte auszusteigen. Vielleicht gibt es mehr. Aber mir selbst sind sie nicht über den Weg gelaufen.

Happy End

Vermutlich muss ich nicht viel zum Happy End sagen. Denn wir alle haben bestimmte Bilder vom Happy End im Kopf. Sie kriegt ihn, der Held reitet in den Sonnenuntergang, das Böse wird besiegt und so weiter. Von normalen Happy Ends bis eben zu denen, die voller Klischees nur so triefen.

Am Ende bekommen die Guten ihre Belohnung und die Bösen eine Tracht Prügel. Auf alle Fälle fühlen sich die Leser*innen und Zuschauer*innen (von Serien oder Filmen) gut aufgehoben, wenn eben alles gut ausgeht.

Bei den meisten Romanen, die ich kenne, gibt es eigentlich ein Happy End. Zwar können einzelne Personen einen kleinen Verlust erleiden, aber auf Dauer bekommen alle, was sie verdient haben. Das ist in den meisten Genres irgendwie ein Usus.

Zudem verlangen viele Verlage auch ein Happy End. Gerade wenn Du im Romance Bereich schreiben möchtest, solltest Du darauf gefasst sein, dass Dein Bad End oder Open End nicht gerne gesehen wird. Das kann eventuell dazu führen, dass man Dich bittet, Dein Ende umzuschreiben. Alternativ bekommst Du für Dein Ende eine Absage.

Aber wir haben häufig ein Bild davon, dass zum Beispiel im Liebesromanbereich die Heldin und der Held sich kriegen. Das ist nicht unbedingt notwendig. Es kann auch sein, dass die Heldin den Helden in den Wind schießt und sich endlich bewusst wird, was sie wirklich im Leben will. Leider wird das eher selten geschrieben.

Auch wenn Dein*e Held*in nicht ihr Ziel erreicht, so wie sie*er es angestrebt hat, kann sie*er trotzdem ein Happy End bekommen. Es muss sich am Ende halt gut anfühlen. Das ist irgendwo das Wichtigste. Und wenn Du das schreiben kannst, weil es zur Geschichte passt, dann hat Deine Geschichte ein Happy End verdient.

Bad End

Bad Ends bedeuten nicht zwangsläufig, dass alles in einer Katastrophe endet. Aber es kann in dieser Richtung gehen. Häufig lese ich Bad Ends eher bei Kurzgeschichten. Vermutlich liegt es daran, dass man sich hier emotional nicht so sehr einbringt und dass es daher nicht so sehr wehtut, wenn man die Charaktere ein wenig mehr leiden lässt.

Bei einem Liebesroman würde das bedeuten, dass die Heldin nicht nur von ihrem Helden getrennt wird. Es geht sogar so weit, dass er stirbt und sie letztendlich allein zurücklässt. Oder auch andersherum.

Bad Ends bedeuten, dass Du Deine Leser*innen emotional sehr belastest. Sie haben sich über Tage hinweg mit Deinen Charakteren beschäftigt, sich mit ihnen auseinandergesetzt, mit ihnen geliebt und gelitten. Und als Belohnung bekommen sie ein Bad End.

Das ist nichts Schlechtes, nicht dass wir uns jetzt missverstehen. Gut eingesetzt kann auch ein Bad End ein gutes Ende sein. Und das nicht nur für Kurzgeschichten. Das Wichtige hierbei ist, zumindest finde ich es, dass es zur Geschichte passt.

Damit meine ich, dass es schwer zu verkaufen ist, dass die ganze Geschichte über Rosa und Liebe und Licht und so weiter ist und dann auf einmal bekomme ich als Leserin ein Bad End präsentiert. Und das völlig aus dem Nichts. Das ist ein schlechtes Bad End.

Bei einer ernsteren Geschichte könnte ich mir hingegen ein Bad End gut vorstellen. Hauptsache es überzeugt mich. Dann hast Du mich auch als Leserin für Deine weiteren Geschichten gewonnen.

Von einigen Autorinnen und Autoren hab ich gelesen, dass sie gerne Bad Ends schreiben würden. Aber die Angst vor den Reaktionen ihrer Verlage und letztendlich der Leserinnen und Leser hält sie davon ab. Dabei wäre es schön, wenn sie sich trotzdem trauen würden zu experimentieren. Denn letztendlich könnte das auch eine sehr gute Geschichte werden.

Wenn man sich eben traut.

Open End

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an den Deutschunterricht, als die Kurzgeschichten besprochen wurden. Dort wurde gesagt, dass man jede Kurzgeschichte unbedingt und auf jeden Fall mit einem offenen Ende ausklingen lassen soll. Zwischenzeitlich halte ich das für völligen Unsinn, doch dieser Satz hat mich über zu viele Jahre sehr geprägt.

Wie die Bezeichnung schon sagt, endet Deine Geschichte mit einem offenen Ende. Das bedeutet im Grunde genommen, man weiß nicht so genau, was mit den Charakteren am Ende alles passiert.

Es könnte gut ausgehen, es könnte auch schlecht mit den Charakteren weitergehen. Ich kann Dir nur eines hierbei empfehlen. Lass Deine Leser*innen nicht ganz in der Luft hängen. Wenn Deine Charaktere gerade dabei sind, die gegnerische Burg zu stürmen (in einem Fantasyroman), dann empfiehlt es sich natürlich zu zeigen, ob sie erfolgreich sind oder nicht.

Eine Ausnahme kann sein, wenn die Erstürmung dieser Burg gar nicht Teil des Handlungsstranges ist. Wenn also der Weg zur Burg der wichtige Teil ist, dann kannst Du auch gerne kurz vorher abbrechen. Aber ich denke, dass Du den Sinn schon verstehst.

Open Ends sollten aber genauso enden, als offenes Ende. Es kann aber durchaus passieren (und ich bin auch der Meinung, das in einem Film und in der einen oder anderen Geschichte mitbekommen zu haben), dass die Autorin oder der Autor das versaut. Und zwar mit einem Epilog. Dort wird dann erzählt, was aus den ganzen Charakteren passiert ist.

Das Open End lässt mir als Leserin die Möglichkeit, dass ich mir selbst ausmalen kann, was aus den Figuren geworden ist. Wenn ich in einem Epilog erzählt bekomme, was aus denen wurde, kann ich das auch in den Roman packen. Dann brauche ich kein Open End zu schreiben.

Eine weitere Schwäche des Open Ends kann der sein, dass Deine Leser*innen einen nächsten Teil erwarten. Daher empfehle ich klar zu machen, und zwar innerhalb der Geschichte, dass nach dem Band Schluss ist. Wenn Du eine Reihe schreibst, musst Du das Ganze sowieso anders aufziehen. Daher bleibe ich hier bei einem Einzelband.

Vorsicht! Cliffhanger!

Der vollständigkeitshalber erwähne ich es noch an dieser Stelle, ein Cliffhanger hat natürlich nichts mit einem Open End zu tun. Der Cliffhanger dient dazu, dass Du Deine aktuelle Geschichte so abbrichst, dass sie ein Ende hat. Aber natürlich soll sie neugierig auf den nachfolgenden Band machen.

Daher bewerte ich den Cliffhanger als eine Art Zwischenende. Erst wenn Du Deine Reihe vollständig beendet hast, musst Du natürlich auch ein richtiges Ende finden. Und dieser reiht sich dann in die oben genannten Kategorien ein.

Welches Ende solltest Du schreiben?

Du solltest das Ende schreiben, was am besten zur Geschichte passt. Das ist das wichtigste Kriterium. Wenn es ein Bad End ist, dann schreib diesen. Wenn nicht, dann quäl Deinen Plot nicht mit einem Ende, das niemanden am Ende glücklich macht. Vor allem Dich nicht.

Du kannst das Ganze natürlich überlegen, während Du plottest. Oder aber auch spontan, während Du schreibst. Immerhin kann sich die Geschichte während des Schreibens durchaus noch einmal verändern. Auf alle Fälle darf gerne alles Hand in Hand gehen, damit es zu einem großen Ganzen wird.

Wenn Du das schaffst, dann wird aus Deinem Roman eine tolle Geschichte. Davon bin ich überzeugt.

Abschlussgedanken

Dieser Beitrag soll als Übersicht und auch als kleine Erinnerung dienen, was für Möglichkeiten Du hast. Und theoretisch kannst Du allein mit dem Happy End eine Menge machen. Das Wichtige ist halt, dass Du weißt, was Du machst und vor allem, warum Du es machst.

Wenn Du das immer im Hinterkopf behältst, dann steht einer guten Geschichte mit einem tollen Ende nichts im Weg.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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Große Pläne – kleine Schritte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Pläne können gut und wichtig sein. Gerade dann, wenn Du, so wie ich, vielleicht dazu neigst, Dich zu verzetteln. Aber selbst dann, wenn Du ein Ziel klar verfolgen kannst, kann es wichtig sein, zu wissen, was für Ziele Du hast und wie Du sie verfolgen kannst.

Daher geht es heute darum, große Pläne in kleine Schritte aufzuteilen.

Kurze Vorgedanken

Häufig setze ich mir Ziele und mache Pläne und scheitere daran, weil diese für mich zu groß sind. Einen Roman schreiben, einen Podcast erstellen oder vom Schreiben leben. Das sind tolle Pläne. Aber wie soll ich das umsetzen, wenn ich mich so leicht ablenken lasse, nachdem meine Hyperfokussierung beendet ist?

Dabei gibt es eigentlich einen ganz einfachen Trick. Große Pläne bestehen aus kleinen Schritten. Genauso wie ein Roman von eintausend Seiten, auch aus einzelnen Wörtern, Sätzen und Kapitel besteht.

Darüber möchte ich heute an zwei Beispielen erklären. Keine Sorge, ich denke, dass sich die Dinge von selbst erklären, sodass ich das nicht bis ins allerletzte Detail bespreche.

Vom Schreiben leben

Viele Autor*innen haben den Wunsch, vom Schreiben zu leben. Sie möchten ihren Brotjob aufgeben und jeden Tag Stunde um Stunde nur noch schreiben. Dieser Traum ist legitim. Aber allein dieser Satz ist zum Scheitern verurteilt.

Was bedeutet denn für Dich tatsächlich “Vom Schreiben zu leben?”. Da können zwei Menschen zwei völlig unterschiedliche Meinungen dazu haben.

Person A sagt, dass es ihr reicht, wenn Sie 2.000 Euro netto verdient und sie eben jeden Tag schreiben kann. Person B wird sagen, dass mindestens 10.000 Euro in die Kasse müssen und die Möglichkeit, in Island zu leben um dort zu arbeiten.

Deine Wunschvorstellung

Wie sieht nun Deine Wunschvorstellung aus? Je Detaillierter Du das für Dich definierst, desto eher wirst Du es erreichen. Denn Du jagst dann nicht einem Gespenst hinterher, sondern einer Sache, die theoretisch erreichbar ist.

Schreib detailliert auf, wie Deine Wunschvorstellung aussieht.

Ein paar Inspirationen:

  • Wie viele Bücher möchtest Du im Jahr veröffentlichen?
  • Wie viel Geld soll monatlich mindestens dabei herauskommen?
  • Möchtest Du nur vom Schreiben leben oder noch nebenbei von etwas anderem? (zum Beispiel Schreibkurse)
  • Willst Du Deinen Job aufgeben? (das meine ich dauerhaft, es kann durchaus sein, dass du nebenbei weiterhin in Teilzeit arbeiten möchtest)
  • Was willst Du nebenbei machen? (Podcast, Blog, etc.)
  • Wie reagierst Du, wenn es mal nicht rund läuft?
  • Was passiert, wenn die Mindestsumme im Monat nicht hereinkommt?
  • Wie sieht Dein Rentenplan aus?

Und so weiter und so fort. Diese Fragen dürften für einen Einstieg ausreichen. Während Du diese abarbeitest, werden sicherlich noch Weitere auftauchen.

Deine Wunschvorstellung – Auf Papier

Am besten schreibst Du alles auf, was Du erreichen möchtest. Und auch, wann Du es erreichen möchtest.

Nehmen wir an, Du träumst davon, 2.500 Euro netto zu verdienen (monatlich natürlich) und mindestens vier Bücher pro Jahr zu veröffentlichen. An sich ist das schon einmal ein Plan.

Und wann willst Du das alles erreichen? Nächstes Jahr oder erst in zehn Jahren? Setz Dir eine Deadline und arbeite darauf hin. Ansonsten bleibt es aller Wahrscheinlichkeit bei einer Wunschvorstellung.

Roman schreiben

Klar, wer vom Schreiben leben möchte, muss auf Dauer irgendetwas schreiben. Doch viele stehen regelrecht vor einem Wald, wenn sie sich denken, dass sie einen Roman schreiben möchten. Immerhin kann das durchaus ein gewaltiger Akt sein.

Aber, wie oben schon erwähnt, selbst der dickste Roman aller Zeiten besteht aus Kapiteln, Szenen, Sätzen und einzelnen Wörtern. Natürlich hast Du schon einmal viel Arbeit, bevor Du den ersten Satz mit dem ersten Wort schreibst.

Doch auch das ist übersichtlich.

Überlege Dir, was Du als individuelle Person brauchst, um einen Roman zu schreiben. Warum ich das so betone? Weil das, was Du brauchst, sich durchaus von dem unterscheiden kann, was ich brauche.

Deine Liste

Notier Dir alles, was Du für Deinen Roman benötigst. Hier ebenfalls einige Inspirationen:

  • Charaktere (notier Dir auch die Namen der wichtigen Figuren)
  • Plot
  • Subplot
  • Recherche (Themenübersicht)
  • Dialog
  • Show don’t tell
  • Überarbeitungsweise

Egal was Du brauchst, notiere es Dir. Und wenn Du noch nicht alles aufgeschrieben hast, weil es Dein Erstlingswerk ist, schreib auf, was Du glaubst zu brauchen.

Natürlich kannst Du Dich auch mit anderen Schriftsteller*innen unterhalten und fragen, was sie so brauchen. Oder Dir entsprechende Schreibratgeber besorgen (wobei ich aktuell immer noch in erster Linie die englischsprachigen empfehlen kann).

Dann listest Du die Punkte noch einmal detailliert auf. Wie viele Charaktere möchtest Du bearbeiten. Den Plot kannst Du in “Anfang”, “Mittelteil” und “Schluss” aufteilen. Und so weiter.

Und für jeden Punkt setzt Du Dir Fristen. Bis wann hast Du Charakter A fertig bearbeitet. Mit anderen Worten, wie viel Zeit gibst Du Dir, bis Du für Dich entschieden hast, dass Du fertig bist.

Sagen wir, dass Du für die Hauptcharaktere eine Woche Zeit brauchst, um sie fertig zu bearbeiten. Schnapp Dir Deinen Kalender und trag die Frist ein. Von Monat bis Samstag arbeitest Du an Charakter A. Den Sonntag nimmst Du Dir als Frist, falls Du es bis dahin nicht schaffen solltest. Ansonsten gönnst Du Dir einen freien Tag. Alternativ kannst Du am nächsten Charakter arbeiten.

Deadlines sind wichtig

Zum Thema Deadlines kommt noch ein Extrabeitrag. Daher werde ich hier nicht tiefer eingehen.

Wenn Du Pläne erstellst, dann ist es gut, dass Du Dir notierst, bis wann Du sie umgestellt haben möchtest. Gerade dann, wenn Du Probleme hast, Deine Zeit einzuteilen oder auch wenn Du Dich schnell verzettelst.

Daher ist es immer eine gute Idee, wenn Du Dir einen Rahmen gibst, um zu arbeiten. Setz Dir also Fristen, bis wann Du etwas geschafft haben willst. Kleine Sachen brauchen weniger Zeit, als große Sachen.

Deswegen schreib Dir auf, bis wann Du die jeweiligen Ziele erreicht haben möchtest. Und erinnere Dich täglich daran, dass Du noch an dieses Ziel arbeiten möchtest (müssen tust Du es ja nicht). Und dann arbeite darauf hin.

Bei mir erlebe ich das in letzter Zeit, wenn ich mir diese Fristen setze, dann erreiche ich diese eher. Natürlich kann ich innerhalb eines Jahres einen Roman schreiben. Aber ich habe das bisher nie verschriftlicht. Und somit hatte ich keine richtige Deadline gehabt.

Und selbst wenn Du sagst, ich schreibe bis zu meinem nächsten Geburtstag den Roman fertig, ist das immer noch zu ungenau. Klar, Du weißt, wann Du Geburtstag hast. Aber da ist immer noch dieses Monster namens “Roman”. Das ist einfach zu groß.

Wenn Du aber Deine Ziele in kleine Schritte aufteilst, ist alles machbar. Und die Wahrscheinlichkeit steigt immens, dass Du diese auch erreichst.

Abschlussgedanken

Wenn Du Probleme damit hast, ein ganzes Jahr zu planen, ist das erst einmal völlig in Ordnung. Mach es eben quartalsweise. Was möchtest Du die nächsten drei Monate erreichen? Oder auch vier?

Theoretisch kannst Du in drei Monaten tatsächlich drei Romane schreiben (frag J. Vellguth, sie hat es durchgezogen). Ansonsten ist es vielleicht Zeit genug, um einen Roman zu schreiben.

Egal wofür Du Dich entscheidest, fang mit der Planung an. Und lerne aus Deiner eigenen Planung. Wenn Du in den ersten drei Monaten alles geschafft hast, was Du Dir vorgenommen hast, kann man das als einen guten Plan bezeichnen.

Hast Du es nicht geschafft, ist es Zeit nachzubessern. Was war zu viel? Oder hast Du Deine eigenen Deadlines nicht eingehalten? Sei ehrlich und kritisch zu gleich, verurteile Dich aber nicht. Du kannst das alles im zweiten Quartal besser machen.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele


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Warum ich Pläne für gut halte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

bald ist es soweit, das neue Jahr steht bevor. Für viele (auch für mich) bedeutet das, die Zeit zu nutzen, um eine Rückschau zu betreiben. Zugleich plane ich auch schon für das kommende Jahr, was ich dort alles erreichen möchte.

Warum ich Pläne schmieden sollte

Es gibt Menschen, die haben keine Probleme damit, sich etwas in den Kopf zu setzen und es dann umzusetzen. Und dann gibt es andere Menschen, die eben damit Probleme haben. Zu der zweiten Gruppe gehör eindeutig ich.

Seit einiger Zeit hege ich den Verdacht, dass ich doch ADS haben könnte. Diesen hatte ich schon vor einigen Jahren und mein damaliger Psychiater meinte, nein, ich habe es nicht. Doch als meine Teamleiterin mich darauf ansprach (sie hat in ihrer Familie einige Person, die ADS sind), informiere ich mich intensiver darüber.

Und was soll ich sagen, es trifft so vieles auf mich zu, dass es schon fast wehtut. Daher arbeite ich intensiver mit meinem Bullet Journal. Seit Jahren arbeite ich daran, überhaupt einen Roman fertig zu schreiben. Wenn ich tatsächlich ADS haben sollte, erklärt sich damit auch, warum ich es bisher nicht auf die Reihe gekriegt habe.

Daher ist es für mich persönlich wohl notwendig, dass ich Pläne schmiede. Denn ich sehe immer dieses riesige Projekt, zum Beispiel einen Roman oder ein Sachbuch schreiben, stürze mich mit Elan und Energie darauf und breche zusammen. Denn es dauert natürlich, einen Roman zu schreiben. Und vor allem, es benötigt viele kleine Schritte.

Wenn man aber so ungeduldig ist wie ich, dann sieht die Sache natürlich anders aus. Da hat alles sofort zu gehen und zu funktionieren. Und das klappt so nicht.

Ein Beispiel?

Aktuell bin ich bei einem Schreibprojekt dabei und arbeite dort als Social Media Managerin mit. Das bedeutet, dass ich mich um die Facebook- und Twitterpräsenz kümmere.

Zuerst habe ich mich freudig darauf gestürzt und war voller Eifer dabei. Doch in den letzten zwei Wochen hatte ich nicht die Leistung gezeigt, die ich auch von mir selbst erwarte.

Immerhin liegt meine eigene Facebookseite seit einigen Wochen eher brach. Erst jetzt fange ich wieder an, sie zu beleben.

Also habe ich einen Tracker in mein BuJo eingetragen, mit dem ich meine Social Media Termine hoffentlich besser planen kann. In diesem Tracker hacke ich immer ab, wann ich welchen Kanal abgearbeitet habe. Und dann kann ich mich auf das nächste Projekt konzentrieren.

Wenn das also klappt, dann könnte es ja mit dem Roman auch klappen. Eben dann, wenn ich ihn in kleine Schritte aufteile und abarbeite.

Wie sieht es bei Dir aus?

Du musst es niemanden Offenbahren, aber sei ehrlich zu Dir selbst. Wie sieht es denn bei Dir so aus? Hast Du bisher alles erreicht, was Du Dir vorgenommen hast? Oder zumindest einen Bruchteil davon? Und bis Du zufrieden mit Dir?

Wenn Du das alles mit Ja beantworten kannst, brauchst Du voraussichtlich keine Pläne zu schmieden bzw. tust Du es bereits. Bist Du nicht zufrieden, ist es vielleicht Zeit für Dich mal eine Bestandsaufnahme zu machen, wie Du bisher die Sache angegangen bist.

Nimm Dir die Feiertage Zeit und überdenke mal, welche Ziele Du für 2018 hattest. Und dann überprüfe, was Du davon erreicht hast. Solltest Du Dich nicht an alle Ziele erinnern, ist das kein Problem. Die Großen reichen hier völlig aus.

Hast Du alles notiert, überlege genau, warum Du gescheitert bist. Es gibt immer gute Gründe, warum Du nicht auf Dein Ziel hinarbeiten kannst. Zum Beispiel hab ich dieses Jahr das erste Mal seit langem das #NaNoWriMo nicht gewonnen. Und Warum? Ich hatte einen Unfall und dadurch eine schwere Verletzung am rechten Auge. Somit durfte ich nicht am PC sitzen.

Da ein Kalenderjahr ziemlich lang sein kann, gibt es unzählige Gründe, warum Du ein Ziel nicht erfolgreich umsetzen konntest. Krankheit, Arbeitsbelastung, was auch immer. Schreib ruhig diese Dinge auf, wenn sie Dich betroffen haben.

Aber sei auch ehrlich, wenn Du selbst der Grund warst. Wenn Du nicht in der Lage warst richtig zu planen oder einfach nur zu faul warst, notiere es Dir. Natürlich kann das wehtun. Aber Ehrlichkeit bringt uns weiter.

Wenn Du die Schwächen Deines letzten Jahres erkannt hast, ist es Zeit herauszufinden, wie Du ihnen entgegentreten kannst. In den nächsten Wochen werde ich Dir ein paar Vorschläge machen. Aber nichts davon wird wirklich helfen, solange Du sie nicht für Dich adaptierst.

Überlege Dir also, wie Du Deine Ziele erreichen kannst. Bei mir hilft zum Beispiel das Bullet Journal sehr weiter. Aber es kann sein, dass Du damit Probleme hast. Daher ist es wichtig, dass Du Deinen Weg findest. Nur so kommst Du weiter.

Dein Plan steht?

Wenn Du Dir Gedanken gemacht hast, wie Du zukünftig Deine Ziele angehen möchtest, ist es Zeit dies auch umzusetzen. In welchem Zeitraum möchtest Du das alles erreichen?

Nehmen wir an, Du möchtest einen Roman schreiben. Wie lange brauchst Du dafür? Reicht ein Monat? Oder wirst Du das komplette nächste Jahr benötigen?

Setze Dir Deadlines für Deine Projekte. Bis zu einem bestimmten Tag hast Du also mit Projekt X fertig zu werden. Wenn nicht, dann wird in den meisten Fällen keine Katastrophe passieren. Aber Du würdest wahrscheinlich mit Deinen anderen Projekten in Verzug geraten.

Eventuell wäre eine Idee, dass Du für Dich selbst eine Vertragsstrafe überlegst. Wie diese aussehen könnte, das entscheidest letztendlich Du. Aber ein Gedanke wäre es Wert.

Eventuell setzt Du einen Vertrag mit Dir auf

Du kannst auch mit Dir einen Vertrag abschließen über all die Dinge, die Du im kommenden Jahr erreichen möchtest. Das hat durchaus seine Vorteile:

  • Es hat einen offiziellen Charakter. Einfach so sagen, man möchte diverse Dinge erreichen, ist das eine. Es dann vertraglich festhalten hingegen eine andere.
  • Du wirst nicht übereifrig. Wenn Du nur so sagst, was Du alles erreichen möchtest, könnte die Liste ziemlich lang werden. Hältst Du alles schriftlich fest, wirst Du Deine Liste eher hinterfragen. Du kannst immer noch mehr erreichen. Aber versuch dann halt, dass in dem Vertrag umzusetzen.

Übrigens, Du musst natürlich kein hochkompliziertes Vertragswerk aufsetzen. Es geht nur dabei, dass Du Dich verpflichtest alles Mögliche zu tun, um kommendes Jahr Deine Projekte umzusetzen.

Das hängst Du dann sichtbar auf oder packst es dorthin, wo Du es regelmäßig siehst und Du Dich daran erinnern kannst. Und dann legst Du los.

Abschlussgedanken

Natürlich gibt es keine Garantie, dass Du trotz aller Vorbereitung alles schaffst, was Du möchtest. Aber wenn Du Dich einfach so auf das Abenteuer 2019 stürzt, dann könnte es sein, dass es in die Hose geht.

Probier es aus und sieh, wie es Dich weiterbringt.

Und ein wichtiger Hinweis. Wenn es nicht klappt, dann kannst Du alles einfach umwerfen und neu anfangen. Das ist alles erlaubt.

Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele


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