Daten auf Deiner Visitenkarte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine Visitenkarte ohne Daten, das bringt natürlich überhaupt nichts. Daher schauen wir uns heute an, was auf Deine Visitenkarte gehören können und, meiner Meinung nach, müssen.

Kurze Vorgedanken

Es gibt Daten, die gehören eindeutig auf eine Visitenkarte. Zugleich gibt es Daten, die würde ich niemals im Leben veröffentlichen. Und das auch aus guten Gründen. Zugleich ist es vielleicht gar keine gute Idee, wenn diese fehlen.

Daher möchte ich schauen, was rauf kommt. Und vielleicht lohnt es sich ja, zwei Karten zu erstellen?

Zwei verschiedene Karten?

Aufgrund der Tatsache, dass ich nicht alle Daten auf meine öffentliche Visistenkarte packen würde (darunter verstehe ich die Karte, die an alle gehen darf), könnte ich auf den Gedanken kommen, zwei anzuschaffen.

Eine dieser Karten könnte für eine Agentur, einem Verlag oder einem Distributor sein, mit denen man im Gespräch bleiben möchte. Immerhin könnte sich daraus auch eine Geschäftsbeziehung entwickeln.

In solchen Fällen könnte es sich lohnen, privatere Daten aufzuführen. So könnte die andere Seite mit Dir in Kontakt treten, um direkt mit Dir zu sprechen. Dazu zähle ich Deine Privatadresse und*oder Deine Telefon- bzw. Handynummer.

Hier kommt es definitiv darauf an, welche Daten Du veröffentlichen möchtest. Und mit wem Du planst in Kontakt zu treten.

Deine Daten

Schauen wir uns nun ein paar Punkte an, die auf Deine Visitenkarte auftauchen könnte. Dabei möchte ich vorneweg erwähnen, dass, was ich hier aufschreibe, sind nur Vorschläge. Schaue genau hin, was DU brauchst.

Kleiner Tipp: Sammele auf Messen oder Conventions ruhig ein paar Visitenkarten und schau sie Dir genau an. Was findest Du dort und was fehlt? Und vor allem, was gefällt Dir und was nicht? Dadurch kannst Du eine Menge lernen.

Bei der Auflistung werde ich noch darauf hinweisen, was ich selbst auf eine Fanvisitenkarte setzen würde und was auf eine Geschäftskarte. Denn nicht auf jeder Karte gehören alle Daten.

Der Name

Dein Autor*innenname ist quasi der Titel Deiner Visitenkarte. Der gehört definitiv darauf. Nur so ist die Person, die Deine Karte bekommen hat, überhaupt noch in der Lage, halbwegs zu zuordnen, zu welcher Person die Karte gehört.

Dabei kann man den Unterschied zwischen dem realen Namen und dem Pseudonym machen. Wenn Du unter einem Pseudonym veröffentlichst, würde ich diesen konsequent verwenden. Selbst dann, wenn es sich dabei um ein öffentliches Pseudonym handelt. Immerhin werden Dich die meisten mit dem Pseudonym in Verbindung bringen, da dieser auf den Covern Deiner Romane steht.

Selbst für mögliche Geschäftspartner*innen würde ich nur meinen Pseudonym wählen. Auch die werden mich wahrscheinlich darunter kennen. Sollte es zu am Ende zu einem Vertrag kommen, kommt der reale Name sowieso in die Papiere.

Den realen Namen würde ich persönlich nie auf meine Visitenkarte schreiben lassen. Wenn jemand den wissen will, kann mich gerne fragen.

  • Geschäftskarte
  • Fankarte

Eine E-Mail-Adresse

Egal welche Daten am Ende noch auf Deine Visitenkarte landet, Eine E-Mail-Adresse sollte immer dabei sein. Denn es ist meistens so, dass E-Mails so gut wie täglich abgerufen werden.

Ich kenne einige, die (Online-)Nachrichten (über Facebook, WhatsApp oder sogar SMS) nicht täglich anschauen oder ignorieren. Bei E-Mails scheint es jedoch häufig (nicht immer) anders zu sein. Daher lohnt es sich, wenn Du eine Adresse angibst. Und vor allem, dann auch regelmäßig das Postfach zu kontrollieren.

Bei einer offiziellen Karte würde ich auch eine halbwegs seriöse E-Mail-Adresse wählen. Also zum Beispiel info@frau-schreibseele.de (was tatsächlich meine E-Mail-Adresse ist). Und nicht zum Beispiel sweetlittledragonangel@anbieter.de.

Wenn Du Dich fragst, wer solch einen naiven Namen für eine E-Mail-Adresse wählen würde, antworte ich nur mit … hüstel (ich war damals noch sehr, sehr jung 😀 ).

Wenn Du keine eigene Domain hast, kannst Du auch bei einem Anbieter eine Adresse registrieren. Für den Anfang nimmst Du einfach Deinen Autor*innenname.

Natürlich kannst Du auch den Namen Deiner Reihe wählen. Aus einem einfachen Grund würde ich selbst das nie machen. In meinem Kopf schwirren mindestens drei mögliche Reihen. Welcher Reihe sollte ich jetzt auf meine Visitenkarte als Name wählen? Und vor allem, wenn ich diese Bücher parallel veröffentliche, müsste ich dann mehrere Karten drucken lassen?

Titel von einzelnen Büchern oder Namen von Buchreihen können kommen und gehen. Im Idealfall bleibt aber Dein Pseudonym Dir über die Jahre treu an Deiner Seite. Meine klare Empfehlung ist, dass Du eher Dein Pseudonym oder Deinen realen Namen als Mail-Adresse wählst. Das dürfte sich eher rechnen.

  • Geschäftskarte
  • Fankarte

Webadresse(n)

Wenn Du eine oder mehrere Webadressen hast, kannst Du diese auch auf Deiner Karte notieren. Meine Empfehlung ist, dass Du Deine Autor*innenseite nimmst und nicht Seiten für Deine Bücher oder Buchreihen (sofern Du welche hast).

Dadurch verhinderst Du, dass Deine Karte mit den ganzen Netzadressen überfüllst. Lock Deine möglichen Besucher*innen auf Deine Hauptseite. Und von dort kannst Du sie auf Deine Projektseiten lotsen. Vorausgesetzt natürlich, dass Du überhaupt welche pflegst.

Kleiner Tipp: Auch wenn Du Deine Seite über kostenfreie Anbieter hostest (was durchaus möglich und natürlich legitim ist), kann ich Dir nur eine professionelle Webadresse ans Herz legen. Also keine Name@anbieter.de (oder welche Kombinationen es auch immer geben mag), sondern www.frau-schreibseele.de. Damit hast Du eine weitaus besser merkbare und eintippbare Seite.

  • Geschäftskarte – Optional
  • Fankarte – Optional

Die Social-Media Kanäle

Facebook, Twitter, YouTube, MeWe oder welche Kanäle es noch gibt, könnten theoretisch auf Deine Visitenkarte landen.

Jetzt zähl mal auf, wie viele Kanäle Du hast und pflegst (das könnte unterschiedlich sein, da man sich überall registrieren kann, aber nicht zwangsläufig pflegt). Auf wie viele Kanäle kommst Du so?

Spontan kann ich sechs Kanäle aufzählen, die ich pflege. Und es gibt Weitere, die ich habe, aber mir gerade spontan nicht eingefallen sind. Würde ich diese alle auf meine Visitenkarte packen, wäre die ganz schön voll.

Daher würde ich das nicht mehr machen. Sondern diese ganzen Kanäle auf meiner Webseite einpflegen und dann die möglichen Besuchenden auf meine Seite locken. Und dort sehen sie dann, wo man mich noch so finden kann.

Zukünftig möchte ich es so handhaben, dass meine Webseite die zentrale Anlaufstelle ist. Von dort geht dann alles ab. Meine Social-Media Kanäle, meine Buchseiten oder Buchinformationen. Oder wie ich das alles aufbauen werde.

Stell Dir das wie ein Hauptbahnhof vor. Das ist Deine Autor*innenseite. Und jeder Gleis führt dann zu den verschiedenen Unterseiten. Daher ist meine klare Empfehlung, sorg für einen gut funktionierenden Hauptbahnhof. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Leute auch Deine Seite aufrufen, um zu sehen, wo sie Dich noch finden können.

  • Geschäftskarte – weniger bis gar nicht
  • Fankarte – weniger bis gar nicht

Die letzte veröffentliche Geschichte

Theoretisch könntest Du Deinen letzten Roman auf Deine Visitenkarte schreiben (lassen). Damit machst Du immerhin Werbung für Dich und Deine Arbeit.

Aber aus einem guten Grund habe ich das bisher auf keine Visitenkarte gefunden. Wenn Du im Selfpublishing veröffentlichst, könntest Du theoretisch alle paar Monate einen Roman publizieren. Damit wären Deine Visitenkarten schneller veraltet, als Du diese gedruckt hast.

Meine Empfehlung, ich würde Dir davon abraten. Ohne Buchtitel haben Deine Karten eine längere Aktualität.

  • Geschäftskarte – keine Empfehlung
  • Fankarte – keine Empfehlung

Eine Telefon- bzw. Handynummer

Bis auf einige Ausnahmen, dürfte wohl so gut wie jeder Mensch in Europa ein Handy oder einen Telefonanschluss besitzen. So kommt man schneller in Kontakt mit den Menschen, als wenn man ihnen eine E-Mail schreibt. Denn gerade bei Handys kann man davon ausgehen, dass die Menschen das Gerät immer in der Nähe hat und durchaus schnell auf einen Anruf reagiert.

Ein Beispiel soll Dir zeigen, warum ich selbst niemals meine Rufnummer auf eine Fankarte schreiben würde:

In meiner Internetanfangszeit hatte ich mal ein Treffen mit einigen Personen organisiert. Um uns zu erreichen (falls wir uns am Treffpunkt verpassen), hatten wir die Handynummern ausgetauscht. Das Treffen fand statt, war nett, alles in Ordnung.

Einige Wochen später fing dann jemand an, mich immer und immer wieder anzurufen. Jedes Mal, wenn ich rangegangen bin, legte die Person auf. Irgendwann war ich nervlich ziemlich fertig. Und leider war die Nummer unterdrückt, sodass ich auch nicht zurückrufen konnte.

Irgendwann fiel mir das Treffen ein (ich hatte hier erst einmal nicht den Zusammenhang erkannt, frag mich bitte nicht wieso) und ahnte schon, wer dahinter stecken könnte. Daraufhin schrieb ich eine Person an, von der ich ausging, dass diese dahinter stecken könnte.

Auf meine freundliche, aber doch sehr bestimmende E-Mail kam nur als Antwort, dass die besagte Person mit der Freundin sprechen würde. Denn diese habe die Nummer heimlich aus dem Handy geklaut (nun ja, tun wir mal so, als würden wir es glauben). In dem Fall hörten die Anrufe aber auf.

Was ich Dir damit erklären möchte, ist, dass Du nie weißt, wer Deine Nummer bekommt. Es können die nettesten Menschen auf der Welt sein. Oder Leute, die sich einen Spaß daraus machen, Dich zu ärgern. Von Stalker*innen möchte ich noch nicht einmal sprechen.

In meinem Fall konnte ich nachvollziehen, wer es war und dem ganzen ein Ende bereiten. Wenn Du aber gar keine Möglichkeit hast herauszufinden, wer Dich ärgern möchte, kannst Du nur die Handynummer wechseln, um das Ganze zu beenden. Daher würde ich auf Fankarten niemals meine Handynummer verwenden. Die Festnetznummer sogar noch weniger.

Auf Geschäftskarten sehe ich das ein wenig anders. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Dich Agenturen, Verlage oder Distributoren ärgern wollen, halte ich für geringer. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass sie Dich zu vernünftigen Zeiten anrufen und nur dann, wenn ihr das auch aktiv besprochen habt. Und wenn es zu keiner geschäftlichen Beziehung kommt, werden sie Dich wohl weniger nerven und permanent anrufen.

Natürlich könnte es passieren. Aber die Wahrscheinlichkeit sehe ich in einem sehr, sehr, sehr niedrigen Prozentbereich.

  • Geschäftskarte – Optional
  • Fankarte – kann ich nicht empfehlen

Die Adresse

Egal ob Du Deine reale Hausadresse oder die Adresse eines Impressumsdienstes angibst, ich würde das selbst niemals machen. Und das definitiv nicht auf der Fankarte.

Auf einer Geschäftskarte könnte durchaus Deine Adresse stehen. Stellt sich mir nur die Frage, warum? Zum einen muss auf Deiner Internetseite ein Impressum stehen. Deine Geschäftspartner*innen können sich notfalls von dort die Informationen holen. Und wenn ihr ins Geschäft kommt, kannst Du Deine Daten auch direkt mitteilen, damit ein Vertrag aufgesetzt werden kann.

Und warum sollten sich deine Fans für Deine private Adresse interessieren? Aller Wahrscheinlichkeit werden sie sich eher für Deinen Auftritt im Internet interessieren. Und dafür kannst Du ihnen eine schöne Plattform bieten (eben Deine Webseite).

Daher sehe ich keinen Sinn, außer das Deine Visitenkarte voller wird, Deine Adresse anzugeben. Aus diesem Grund würde ich das machen. Zumal es Dich vor irgendwelche Chaot*innen auch schützt.

  • Geschäftskarte – sehe ich keinen Sinn
  • Fankarte – würde ich nicht machen

Abschlussgedanken

Wie Du siehst, es gibt Daten, die meiner Meinung nach, auf Deine Visitenkarten gehören. Wobei es nur zwei sind, die ich als Pflicht ansehe. Das ist ein Name und eine E-Mail-Adresse. Der ganze Rest ist eher optional.

Schnapp Dir jetzt ein Blatt Papier und überlege, was Du gerne angeben möchtest und was Du nicht brauchst. Und dann kreiere Deine persönliche Visitenkarte.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

P.S. Das Design der Rückseite meiner Visitenkarte stammt von Anna Kleve. Vielen Dank Dir noch einmal.

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Marketing: Warum Visitenkarten lohnen können

Marketing: Warum Visitenkarten lohnen können

Hei, hallo und herzlich willkommen,

egal wie technisch organisiert man ist, wie viele Onlinekanäle man führt, irgendwie gehört es für einige (unter anderem auch für mich) dazu, eine Visitenkarte zu haben.

Als ich vor einiger Zeit davor stand, meine ersten Visitenkarten zu gestalten, war ich tatsächlich ein wenig überfordert. Was könnte rauf und vor allem, wie kriege ich die Daten auf ein Bild, um das drucken zu lassen.

Doch warum solltest Du Dir überhaupt eine Visitenkarte anschaffen? Ist das nicht doch Geldverschwendung? Sind nicht Lesezeichen um einiges cooler?

Kurze Vorgedanken

In der Geschäftswelt sind Visitenkarten sicherlich immer noch wichtig. Und als Autor*in bist Du auch ein Teil eines Geschäftslebens. So knüpfst Du (hoffentlich) Kontakte zu Blogger*innen, Lesenden und (sofern Du möchtest) auch Verlagen oder Agenturen.

Aus diesem Grund kann es sich durchaus lohnen, wenn Du zumindest darüber nachdenkst, Dir Visitenkarten anzuschaffen. Und darum dreht sich der heutige Beitrag.

Was sind Visitenkarten genau?

Vermutlich muss ich nicht wirklich erklären, was Visitenkarten sind. Daher mache ich es hier nur kurz, um den Beitrag vollständig zu halten.

Visitenkarten sind Kontaktkarten. Auf diesen Kärtchen findet man alle wichtigen Daten, um mit der Person, welche diese verteilt hat, in Kontakt zu treten. Man erfährt, wer sie ist, bei welchem Unternehmen sie angestellt ist und welcher Beruf ausgeübt wird, sowie die wichtigen Kontaktdaten. Damit meine ich Telefon, E-Mail-Adresse, Faxnummer und was auch immer man mitteilen möchte.

Bei konservativen Unternehmen wirst Du aller Wahrscheinlichkeit eher die klassischen Angaben finden. Also Telefon, Faxnummer und E-Mail-Adresse. Bei Unternehmen, die sehr viel Wert auf ihre Onlinekanäle legen, könnte es noch sein, dass Du dort Informationen zur Facebookseite, Instagramkanal oder dem Twitteraccount findest.

Dank dieser Angaben, kann die Person, welche die Karte bekommen hat, mit der anderen Person in Kontakt treten. Entweder auf den Kanälen folgen oder einfach mal anrufen bzw. eine E-Mail schreiben.

Wofür brauchst DU eine Visitenkarte?

Es gibt tatsächlich verschiedene Gründe dafür, warum Du eine Visitenkarte gebrauchen könntest. Davon sind einige geschäftlicher Natur, andere hingegen persönlicher. Schauen wir uns einige mögliche Punkte genauer an.

Für Verlage bzw. Agenturen

Das ist für Autor*innen interessant, die nicht im Selfpublishing veröffentlichen möchten. Oder die zwar dort veröffentlichen, aber doch ins Verlagwesen möchten.

Wenn Du auf Messen oder Conventions gehst, dann kann es passieren, dass Du mit Vertreter*innen eines Verlages und*oder Angentur in Kontakt trittst. Man kommt ins Gespräch und dann heißt es, schreib mir doch mal eine E-Mail.

Jetzt könntest Du natürlich Dein Notizbuch nehmen und die Mail-Adresse aufschreiben. Alternativ kannst Du eben nach der Visitenkarte der Person fragen. Oder eben Deine geben (je nach Situation). Das geht schneller und häufig bleibt das Geschehen besser in Erinnerung.

Gegebenenfalls kannst Du auf der Rückseite noch Notizen schreiben, um die Karte zum Gespräch zu zuordnen. Auf alle Fälle hast Du entweder eine Karte bekommen oder eine gegeben, um in Kontakt zu bleiben.

Blogger*innen

Im Grunde genommen könnte ich fast den Text zu den Verlagen und Agenturen hier kopieren. Du triffst ein*e Blogger*in und ihr wollt eine gemeinsame Aktion starten. Klar, da sollte man in Kontakt bleiben.

Hier kannst Du gleichzeitig aber auch sehen, wie viele Follower*innen die*der Blogger*in hat. Sofern die Kanäle auf der Karte zu finden sind. Damit kannst Du schon im Vorfeld schauen, wie die*der Blogger*in arbeitet und was für Aktionen sie*er bisher schon durchgeführt hat.

Dich bei anderen in Erinnerung halten

Du hast jemanden getroffen die*der sich für Deine Bücher interessiert? Aber sie*er kann gerade keines kaufen? Dann halt Dich in Erinnerung, mit einer Visistenkarte.

Dort sollte idealerweise auch die Adresse zu Deiner Webseite stehen, sodass Du online gefunden werden kannst. Damit bietest Du der lesenden Person die Möglichkeit an, Deine Bücher zu finden und neue zu entdecken (je nachdem, wie viele Du bisher geschrieben hast und was noch dazu kommt).

Ego streicheln

Seien wir doch mal ganz ehrlich. Allein schon der Gedanke eine Visitenkarte zu haben, ist doch irgendwie genial. Als ich meine Ersten bestellt habe, fühlte ich mich schon richtig gut. Dann durfte ich diese einige Tage später in den Händen halten und es war einfach nur genial.

Selbst wenn Du noch kein Buch veröffentlicht hast, kannst Du Dir ruhig Deine Visitenkarte gönnen. Das puscht weitaus mehr, als man es sich vorstellen mag. Jetzt möchte ich unbedingt das Buch zur Visitenkarte quasi schreiben.

Kurz geschrieben: Es darf, kann und soll ruhig Dein Ego streicheln. Damit kannst Du für den Kick sorgen, um Deine Geschichte zu schreiben, zu Ende zu schreiben, zu überarbeiten und zu veröffentlichen. Da lohnen sich in meinen Augen alle Kosten dafür.

Visitenkarten vs. Lesezeichen

Jetzt könntest Du vielleicht sagen, dass Du mit einem Lesezeichen doch beides vereinigen kannst: Deine Visitenkarten und eben Werbung für Dein Buch.

Per se kann das tatsächlich eine gute Idee sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die meisten Büchermenschen auch Bücher lesen (also Verlagsmenschen, Agenturmenschen, Blogmenschen und so weiter). Wenn sie also Dein Lesezeichen in ihr aktuelles Buch stecken, dann werden sie eher an Dich erinnert, als an eine Visistenkarte.

Gleichzeitig fällst Du erst einmal aus den Rahmen. Die meisten Visitenkarten haben eine gewisse Form. Das sind die kleinen Kärtchen, die durchaus auf die Handfläche passen. Dieses Bild hat sich bei den Meisten eingeprägt.

Allein, wenn Du eine andere Größe wählst, fällst Du auf. Und ein Lesezeichen erst recht.

Meine Empfehlung ist, dass Du nicht zu viel auf ein Lesezeichen packst. Entweder Du wirbst für Dich als Autor*in, oder für Dein aktuelles Buch. Beides auf ein Medium, schlimmstenfalls kann das zu viel werden.

Wenn wir die Visitenkarte gestalten, schauen wir uns dieses Thema noch einmal genauer an. Aktuell empfehle ich Dir, Du entscheidest Dich für die Werbung für Dich oder für Dein Buch.

Für die Tonne drucken?

Fakt ist, nicht alle Visitenkarten, die Du ausgibst, werden am Ende ihren Zweck erfüllen. Einige davon landen über kurz oder lang im Papiereimer. Wie die Zahlen tatsächlich sind, kann ich nicht sagen. Aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dürfte das durchaus im zweistelligen Prozentbereich sein.

Seien wir mal ehrlich, wie oft siehst Du Dir die Visitenkarten an, wenn Du welche bekommst. Einige werden es sicherlich sein, andere hingegen nicht. Somit dürfte das mit Deinen Visitenkarten auch nicht anders aussehen.

Das Schreibe ich nicht, damit Du am Ende keine Visitenkarten druckst. Sondern einfach, um Dich darauf vorzubereiten. Natürlich gönne ich Dir, dass Deine Karten zu einhundert Prozent verwendet werden. Aber ich befürchte, die Realität sieht anders aus.

Trotzdem kann ich Dir nur empfehlen, sehr viel Liebe und Energie in die Produktion Deiner Karten zu stecken. Und zwar aus einem einfachen Grund: Je einmaliger sie aussehen, desto eher wird man sie anschauen. Das schauen wir uns aber in einem späteren Beitrag genauer an.

Abschlussgedanken

Visitenkarten haben ihre Vorteile. Und sei es am Ende nur, dass sie Dein Ego streicheln. Das ist durchaus legitim, wie ich persönlich finde. Aber spätestens um Kontakte zu knüpfen können sie Dich dabei unterstützen.

Daher empfehle ich Dir, darüber nachzudenken, ob Du nicht Deine eigenen Karten erstellen möchtest.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

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