Warum ich Pläne für gut halte

  • Warum ich Pläne für gut halte (Du bist gerade hier)
  • Große Pläne – kleine Schritte
  • Mit dem Bullet Journal die Pläne schmieden
  • Deadlines können toll sein
  • Meine Pläne für 2019

Hei, hallo und herzlich willkommen,

bald ist es soweit, das neue Jahr steht bevor. Für viele (auch für mich) bedeutet das, die Zeit zu nutzen, um eine Rückschau zu betreiben. Zugleich plane ich auch schon für das kommende Jahr, was ich dort alles erreichen möchte.

Warum ich Pläne schmieden sollte

Es gibt Menschen, die haben keine Probleme damit, sich etwas in den Kopf zu setzen und es dann umzusetzen. Und dann gibt es andere Menschen, die eben damit Probleme haben. Zu der zweiten Gruppe gehör eindeutig ich.

Seit einiger Zeit hege ich den Verdacht, dass ich doch ADS haben könnte. Diesen hatte ich schon vor einigen Jahren und mein damaliger Psychiater meinte, nein, ich habe es nicht. Doch als meine Teamleiterin mich darauf ansprach (sie hat in ihrer Familie einige Person, die ADS sind), informiere ich mich intensiver darüber.

Und was soll ich sagen, es trifft so vieles auf mich zu, dass es schon fast wehtut. Daher arbeite ich intensiver mit meinem Bullet Journal. Seit Jahren arbeite ich daran, überhaupt einen Roman fertig zu schreiben. Wenn ich tatsächlich ADS haben sollte, erklärt sich damit auch, warum ich es bisher nicht auf die Reihe gekriegt habe.

Daher ist es für mich persönlich wohl notwendig, dass ich Pläne schmiede. Denn ich sehe immer dieses riesige Projekt, zum Beispiel einen Roman oder ein Sachbuch schreiben, stürze mich mit Elan und Energie darauf und breche zusammen. Denn es dauert natürlich, einen Roman zu schreiben. Und vor allem, es benötigt viele kleine Schritte.

Wenn man aber so ungeduldig ist wie ich, dann sieht die Sache natürlich anders aus. Da hat alles sofort zu gehen und zu funktionieren. Und das klappt so nicht.

Ein Beispiel?

Aktuell bin ich bei einem Schreibprojekt dabei und arbeite dort als Social Media Managerin mit. Das bedeutet, dass ich mich um die Facebook- und Twitterpräsenz kümmere.

Zuerst habe ich mich freudig darauf gestürzt und war voller Eifer dabei. Doch in den letzten zwei Wochen hatte ich nicht die Leistung gezeigt, die ich auch von mir selbst erwarte.

Immerhin liegt meine eigene Facebookseite seit einigen Wochen eher brach. Erst jetzt fange ich wieder an, sie zu beleben.

Also habe ich einen Tracker in mein BuJo eingetragen, mit dem ich meine Social Media Termine hoffentlich besser planen kann. In diesem Tracker hacke ich immer ab, wann ich welchen Kanal abgearbeitet habe. Und dann kann ich mich auf das nächste Projekt konzentrieren.

Wenn das also klappt, dann könnte es ja mit dem Roman auch klappen. Eben dann, wenn ich ihn in kleine Schritte aufteile und abarbeite.

Wie sieht es bei Dir aus?

Du musst es niemanden Offenbahren, aber sei ehrlich zu Dir selbst. Wie sieht es denn bei Dir so aus? Hast Du bisher alles erreicht, was Du Dir vorgenommen hast? Oder zumindest einen Bruchteil davon? Und bis Du zufrieden mit Dir?

Wenn Du das alles mit Ja beantworten kannst, brauchst Du voraussichtlich keine Pläne zu schmieden bzw. tust Du es bereits. Bist Du nicht zufrieden, ist es vielleicht Zeit für Dich mal eine Bestandsaufnahme zu machen, wie Du bisher die Sache angegangen bist.

Nimm Dir die Feiertage Zeit und überdenke mal, welche Ziele Du für 2018 hattest. Und dann überprüfe, was Du davon erreicht hast. Solltest Du Dich nicht an alle Ziele erinnern, ist das kein Problem. Die Großen reichen hier völlig aus.

Hast Du alles notiert, überlege genau, warum Du gescheitert bist. Es gibt immer gute Gründe, warum Du nicht auf Dein Ziel hinarbeiten kannst. Zum Beispiel hab ich dieses Jahr das erste Mal seit langem das #NaNoWriMo nicht gewonnen. Und Warum? Ich hatte einen Unfall und dadurch eine schwere Verletzung am rechten Auge. Somit durfte ich nicht am PC sitzen.

Da ein Kalenderjahr ziemlich lang sein kann, gibt es unzählige Gründe, warum Du ein Ziel nicht erfolgreich umsetzen konntest. Krankheit, Arbeitsbelastung, was auch immer. Schreib ruhig diese Dinge auf, wenn sie Dich betroffen haben.

Aber sei auch ehrlich, wenn Du selbst der Grund warst. Wenn Du nicht in der Lage warst richtig zu planen oder einfach nur zu faul warst, notiere es Dir. Natürlich kann das wehtun. Aber Ehrlichkeit bringt uns weiter.

Wenn Du die Schwächen Deines letzten Jahres erkannt hast, ist es Zeit herauszufinden, wie Du ihnen entgegentreten kannst. In den nächsten Wochen werde ich Dir ein paar Vorschläge machen. Aber nichts davon wird wirklich helfen, solange Du sie nicht für Dich adaptierst.

Überlege Dir also, wie Du Deine Ziele erreichen kannst. Bei mir hilft zum Beispiel das Bullet Journal sehr weiter. Aber es kann sein, dass Du damit Probleme hast. Daher ist es wichtig, dass Du Deinen Weg findest. Nur so kommst Du weiter.

Dein Plan steht?

Wenn Du Dir Gedanken gemacht hast, wie Du zukünftig Deine Ziele angehen möchtest, ist es Zeit dies auch umzusetzen. In welchem Zeitraum möchtest Du das alles erreichen?

Nehmen wir an, Du möchtest einen Roman schreiben. Wie lange brauchst Du dafür? Reicht ein Monat? Oder wirst Du das komplette nächste Jahr benötigen?

Setze Dir Deadlines für Deine Projekte. Bis zu einem bestimmten Tag hast Du also mit Projekt X fertig zu werden. Wenn nicht, dann wird in den meisten Fällen keine Katastrophe passieren. Aber Du würdest wahrscheinlich mit Deinen anderen Projekten in Verzug geraten.

Eventuell wäre eine Idee, dass Du für Dich selbst eine Vertragsstrafe überlegst. Wie diese aussehen könnte, das entscheidest letztendlich Du. Aber ein Gedanke wäre es Wert.

Eventuell setzt Du einen Vertrag mit Dir auf

Du kannst auch mit Dir einen Vertrag abschließen über all die Dinge, die Du im kommenden Jahr erreichen möchtest. Das hat durchaus seine Vorteile:

  • Es hat einen offiziellen Charakter. Einfach so sagen, man möchte diverse Dinge erreichen, ist das eine. Es dann vertraglich festhalten hingegen eine andere.
  • Du wirst nicht übereifrig. Wenn Du nur so sagst, was Du alles erreichen möchtest, könnte die Liste ziemlich lang werden. Hältst Du alles schriftlich fest, wirst Du Deine Liste eher hinterfragen. Du kannst immer noch mehr erreichen. Aber versuch dann halt, dass in dem Vertrag umzusetzen.

Übrigens, Du musst natürlich kein hochkompliziertes Vertragswerk aufsetzen. Es geht nur dabei, dass Du Dich verpflichtest alles Mögliche zu tun, um kommendes Jahr Deine Projekte umzusetzen.

Das hängst Du dann sichtbar auf oder packst es dorthin, wo Du es regelmäßig siehst und Du Dich daran erinnern kannst. Und dann legst Du los.

Abschlussgedanken

Natürlich gibt es keine Garantie, dass Du trotz aller Vorbereitung alles schaffst, was Du möchtest. Aber wenn Du Dich einfach so auf das Abenteuer 2019 stürzt, dann könnte es sein, dass es in die Hose geht.

Probier es aus und sieh, wie es Dich weiterbringt.

Und ein wichtiger Hinweis. Wenn es nicht klappt, dann kannst Du alles einfach umwerfen und neu anfangen. Das ist alles erlaubt.

Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg.

Alles Liebe

Deine frau schreibseele

  • Warum ich Pläne für gut halte (Du bist gerade hier)
  • Große Pläne – kleine Schritte
  • Mit dem Bullet Journal die Pläne schmieden
  • Deadlines können toll sein
  • Meine Pläne für 2019